Über „Macho Man“ von 1985 habe ich seinerzeit geschrieben – ein Glücksfall des deutschen Trashkinos, gleichzeitig so deppert und doch so von der eigenen Glorie überzeugt, dass man vor pubertärer Begeisterung gar nicht wusste, wohin man die Cola prusten sollte. Eine Nürnberger Männer-Clique hat sich ein Denkmal gesetzt:

Hier waren Begriffe wie Trash und Kult mal nicht fehl am Platz, hier war alles richtig, weil alles so falsch war. Wie ich immer sage: wahrer Trash entsteht aus dem Abstand zwischen Anspruch und Ergebnis. Nach diesem Maßstab ist „Macho Man“ so legendär wie „Brut des Bösen“  [weiterlesen]



Zwar kann ich hier auf meinem Blog weitgehend machen, was ich will, aber ich sehe mich trotzdem als Dienstleister – und weil ein paar meiner Leser gefragt haben, wie es denn bei den Dreharbeiten zur deutschen Adaption von „Eine schrecklich nette Familie“ zuging, setze ich mich jetzt mal eben hin und schreibe das auf.

Ein wenig Kontext: 1992 hielt man es für eine gute Idee, zwei der damals erfolgreichsten US-Sitcoms zu germanisieren – „Eine schrecklich nette Familie“ als „Hilfe, meine Familie spinnt!“ und „Wer ist hier der Boss?“ als „Ein Job fürs Leben“.

Ich arbeitete damals beim GONG (dann auch bei der TV Serien) und hielt die Idee für scheiße.  [weiterlesen]



Es zahlt sich aus, wenn man ein umfangreiches Fachwissen in Sachen Obskuritäten besitzt – man hat dann so viele schöne Suchbegriffe, mit denen man Google ins Schwitzen bringen kann. Ich recherchiere gerne Sachen nach, von denen ich in den 70er und 80er Jahren gelesen habe. Vieles, was in Zeitungen und Zeitschriften damals beiläufig erwähnt wurde, kann ich heute mit YouTube und Archive.org ans Tageslicht zerren und einer genaueren Begutachtung unterziehen. Drei Beispiele für den Quark der Vergangenheit möchte ich heute mit euch teilen.

Jeder weiß, dass ich „Cheers“ (und besonders die Nachfolgeserie „Frasier“) vergöttere:

Die Titelmelodie ist ein Klassiker –  [weiterlesen]



Ich habe in den letzten Tagen damit begonnen, mich mal wieder in ein paar aktuelle Serien einzuschauen. Das geht bei mir nach Schnauze: ich sehe was, ich schaue das. Es hilft, wenn es eine Genre-Serie ist – muss aber nicht.

Origin

Irgendwann in der ferneren Zukunft: Eine Handvoll Passagiere eines Transportschiffs zu einem neuen Kolonistenplaneten erwacht. Das Schiff, eigentlich temporäre Heimat für tausende Neuanfänger, ist praktisch verwaist. Und ETWAS hat sich eingeschlichen…

„Origin“ ist eine Produktion von YouTube und beginnt recht vielversprechend als Mischung aus „Alien“ und Harlan Ellisons „The Starlost“ – reichlich gesprenkelt mit Ingredenzien von Paul W.S.  [weiterlesen]



Mal was ganz Anderes – eine Videobesprechung eines fast 45 Jahre alten Magazin. Zeitweilige Schniefer, Huster und Versprecher möge man mir verzeihen, ich habe das in einem Take und ohne Skript durchgezogen.

Artikel zum Start des Magazins.

Artikel zur Uderzo-Klage gegen den Herausgeber.

Artikel über die Folgen des Prozesses.

So sahen die drei Cover der erschienen Hefte aus:

Hier der Kino-Artikel:

Trailer für den angesprochenen Film „Sweet Movie“:

Die Twilight Zone-Adaption der Kurzgeschichte von Henry Slesar:

Trailer zu Spielbergs „Duell“  [weiterlesen]



Die BabCon 25 ist rum und es war ein Heidenspaß:

Im Idealfall haben wir in absehbarer Zeit Zugriff auf die Videos und die Fotos, dann werde ich das alles hier bereitstellen, wenn es mir erlaubt wird. Bis dahin halte ich mich mit anderen Sachen über Wasser.

Da war z.B. Herr Erdmann. Er hat als Synchro-Redakteur und Regisseur die deutschen Übersetzungen von „Babylon 5“ betreut. Ganz ehrlich: ich hatte eher wenig Bock, mir sein Panel anzuhören, schließlich habe ich in meinem Buch zum Thema diverse Probleme gerade der deutschen Synchro angesprochen. Und bei meinem Versuch,  [weiterlesen]



Neue Challenge – 10 großartige Filme aus dem Bereich Deutsche Vita. Ich wusste zuerst nicht mal, ob ich auf 10 komme.

10 großartige Filme aus dem Bereich Deutsche Vita, Tag 1: Meine grauen Zellen haben zuerst einmal den spröden, aber spannenden „Operation Ganymed“ von Rainer Erler ausgespuckt – ein perfektes Beispiel für den von ihm perfektionierten „science thriller“. Eine Mannschaft kommt von einer langjährigen Weltraummission zurück, bei der durch einen Unfall der Kontakt mit der Erde abgebrochen ist. Nach der Landung stehen sie in einer lebensfeindlichen Wüste – niemand weit und breit. Was ist passiert? Ein Traum-Cast (Prochnow!  [weiterlesen]



Ich habe schon mehrfach erzählt, dass sich bei archive.org unfassbar viele seltene Bücher, Zeitungen und sonstiges Schriftgut finden lässt. Aber es sind Perlen, nach denen man mitunter in Kloaken fischen muss. Ich nannte die Webseite mal den wunderbar vollgemüllten Keller des Internets – und je nach Suchbegriff kann man das „wunderbar“ problemlos streichen.

Im Folgenden möchte ich ein paar der fragwürdige Obskuritäten, die ich bei Archive.org und anderswo gefunden habe, kurz vorstellen und werten.

Nehmen wir das Bild, das über diesem Beitrag steht: „Hansi, the girl who loved the Swastika“ (die Hakenkreuze habe ich aus nachvollziehbaren Gründen retuschiert):

Dieses Comic macht seit Jahren immer wieder mal die Runde und wird gerne (von Leuten,  [weiterlesen]



Bei Facebook kommt immer mal wieder die Frage auf, ob ich diese oder jene Serie schon gesehen hätte. Mein Problem? Ich habe zu wenig Zeit und zu wenig Lust, um mich täglich durch sechs bis acht Stunden Neuware zu wühlen. Es ist ein goldenes Zeitalter für TV-Serien und als Geek hatte man noch nie eine so hohe qualitative wie quantitative Auswahl – aber es erschlägt mich ein wenig. Ich vermisse die Zeiten, als ich von wirklich JEDER neuen Serie die erste Folge anschauen konnte, um mitreden zu können. Das ist mittlerweile illusionär.

Trotzdem habe ich mir in den letzten Wochen ein paar New Releases angeschaut und gebe euch hier meine ersten Eindrücke wieder,  [weiterlesen]



Ein Listicle wie ein Möbius-Streifen – ich zitiere auf meinem Blog Facebook-Einträge, in denen ich mein Blog zitiere. Und das wird bei Facebook verlinkt.

7 Filme zum Kotzen in 7 Tagen, Tag 1: Diese Liste macht es mir nicht einfach. Freiwillig oder aus Versehen schaue ich ja kaum schlechte Filme. Es ist daher meistens dem Fantasy Filmfest zu „verdanken“, wenn ich einer Gurke nicht ausweichen kann. Darum kann ich in diesem Kontext auch prima meine entsprechenden Reviews verwursten. Den Anfang macht ein frauenfeindlicher Gewaltdreck, der auf meiner Webseite heftig diskutiert wurde – was er meines Erachtens nicht wert ist:

„Ich habe nach „Raze“ gesagt,  [weiterlesen]