Videodrom ist mehr als Kult. Videodrom ist Legende. Nicht der Film – der Laden.

Movie Mekka.

Ich muss Anfang der 90er erstmals dagewesen sein, als die Berliner Videothek für Minderheitengeschmäcker noch in der Zossener Strasse zu finden war. Was war das für ein Paradies! Mexikanisches Wrestling! Kubanisches Arthouse! Japanischer Splatter! Kanadische Kunst! Deutscher Underground! Französische Nouvelle Vague! Tausend Sachen, die man nicht mal sehen wollte, selbst wenn die Verleiher einen dafür bezahlt hätten – und immer wieder Juwelen, die man fest an die Brust gedrückt für 24 Stunden mit nach Hause nehmen (und natürlich kopieren) wollte.  [weiterlesen]



Vierter Tag ohne Essen. Die ersten drei waren leicht – heute tue ich mich deutlich schwerer. Weil ich mittags körperlich im Garten gearbeitet habe. Das zehrt an den Kräften, deren Reserven der Körper nun unbedingt wieder auffüllen will. Es ist jetzt 14.00 Uhr und ich schiebe mächtig Kohldampf. Aber wenn’s einfach wäre, würd’s ja jeder machen. Ich halte das bis morgen früh durch.

Habe ich gerade bis morgen früh gesagt? Grundgütiger…

Weil ich mich während der Diät gerne mit dem Thema Essen auseinander setze, habe ich einen weiteren Ratschlag diverser Leser aufgegriffen, den ich jahrelang als Schnickschnack abgewunken habe: Kalorien zählen.  [weiterlesen]



Dafür, dass ich immer noch gerne SPIEGEL online lese, habe ich eine erstaunliche Abneigung gegen die meisten Kommentatoren dort. Fleischhauer und Augstein finde ich oft unsäglich rechthaberisch und eitel, Sibylle Berg arbeitet sich nur an Binsenweisheiten ab und die Stokowski – nein, da sage ich lieber nix.

Mir ist durchaus bewusst, dass das auch gewollt ist. Solche Kolumnen sollen die Streitkultur fördern – wie ginge das, wenn sie keinen Streit auslösen würden? Mit schnieken „sowohl als auch“-Essays kommt kein Dampf in die Diskussion. Konversation braucht Provokation, auch wenn (ausgerechnet!) Campino das anders sieht:

Ich hatte das auf Facebook bereits geschrieben:

Ich glaube,  [weiterlesen]



Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja – LAS VEGAS!!!

Das letzte Mal war ich 2003 hier. Die Stadt wird immer kompakter, immer chaotischer, immer mehr Vergnügungstempel quetschen sich aneinander, als ginge es darum, die Menschen in eine Art analoge virtual reality zu zerren, aus der Augen und Ohren keinen Ausweg finden. Alte Hotels werden abgerissen, der Strip verlängert nach Norden, „hyper hyper“ ist die Devise. Es ist deshalb so spannend, weil Las Vegas gleichzeitig versuchen muss, Oasen der Ruhe zu schaffen, um die Besucher nicht zu überfordern:

Erkennbar viele Restaurants setzen auf Abschottung,  [weiterlesen]



So, mein zweiter Fastentag in vier Tagen ist fast (pun intended) rum. Ich habe Montag und Mittwoch gar nicht gegessen und nur Wasser getrunken (plus ein Kaffee, den die LvA mir am Morgen aus Versehen bereitet hatte). An den Tagen dazwischen habe ich normal gegessen, aber auch etwas bewusster: nichts Gebratenes, keine Süßigkeiten, keine fetten Soßen.

Es ist auch in dieser frühen Phase schon klar: Ich mag das Wechselfasten, weil es hart und simpel ist. Hart, weil es Disziplin erfordert. Simpel, weil es keinen Plan, keine Vorbereitung und keine Kompromisse verlangt. Einfach. Nicht. Essen.

Meine ersten Erkenntnisse: es gibt positive und negative Aspekte.  [weiterlesen]



The Terror

„The Terror“ basiert (lose, SEHR lose) auf der Expedition der Erebus und der Terror, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts versuchten, eine Nordwest-Passage durch das ewige Eis zu finden. Aus (mehr als) dem Stoff hat Sten Nadolny den bezaubernden, melancholischen Roman „Die Entdeckung der Langsamkeit“ gemacht – und Dan Simmons den Horror-Schocker „Terror“. Zu niemandes Überraschung war es Letzterer, den sich Ridley Scott als Produzent zur Brust nahm, um daraus eine zehnteilige Serie zu zimmern, die man sich aktuell bereits auf deutsch bei Amazon Prime anschauen kann:

Der Plot ist letztlich simpel,  [weiterlesen]



Abgesehen davon, dass ich in letzter Zeit zu wenig Zeit und Gelegenheit habe, hier was zu posten, schulde ich euch ja noch diverse Updates in Sachen Sport und Ernährung.

Zuerst einmal Sport: Das Jogging habe ich Ende Dezember nach einem erfolgreichen halben Jahr in die Winterpause geschickt. Die Knie spielten nicht mehr mit, ich hatte permanent ein leichtes Zwacken, besonders nachts. Da wollte ich kein Risiko und kein Rheuma eingehen. Mittlerweile hat es sich gebessert, trotzdem würde ich lieber ins Fitnessstudio gehen und etwas weniger gelenklastige Sportarten betreiben. Aber das Luxus-Studio hier um die Ecke hat den Besitzer gewechselt und eine Mitgliedschaft scheint mir aktuell etwas zu riskant.  [weiterlesen]



Okay, es gibt noch ein paar Eindrücke zu sammeln und zu teilen. Heute erzähle ich mal von den größeren Orten, an denen wir waren, von den Erlebnissen. Es war zugegeben ein sehr touristisches Programm – aber die LvA hatte die Westküste noch nie gesehen und da wollte ich ihr ein zweiwöchiges „best of“ bieten – nur die Highlights.

LA war Start- und Endpunkt der Reise. Ich kann der Stadt bekanntermaßen nicht viel abgewinnen, aber wenn das Wetter gut ist und die Stimmung auch, dann kann man zumindest viel zeigen. Mit dem Wagen durch Beverly Hills gondeln, vom Mulholland Drive den Hollywood-Schriftzug fotografieren,  [weiterlesen]



Ich bespreche diese beiden Serien gemeinsam, weil sie beide für etwas stehen – für verschiedene Seiten des aktuellen „golden age of TV“. Sie zeigen die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen des Mediums, die aktuellen Probleme mit Erzählmustern und die Tatsache, dass Fernsehen und Kino nur noch strukturell verschieden erzählen, sich aber in Form und Fähigkeiten nicht mehr unterscheiden.

Altered Carbon

Die Story in kurz: Ein vor fast 300 Jahren verstorbener Terrorist/Freiheitskämpfer namens Kovacs wird in einem neuen Körper (Sleeve genannt) wiederbelebt – in einer Welt, die keinen Tod mehr kennt, weil jeder seinen Stack (einen Bewusstseinsspeicher) in einen neuen Sleeve übertragen kann.  [weiterlesen]



Ich komme momentan kaum dazu, mir neue Sachen anzuschauen – und wenn ich dazu komme, habe ich keine Zeit, drüber zu schreiben. Darum an dieser Stelle mal ein paar sehr kurze Kurzkritiken von Serien und Filmen, die ich in den letzten Wochen einschieben konnte. Mögliche Spoiler voraus!

Ich bin etwas baff – der Lego-Flash-Film, der zur Direktauswertung produziert wurde, hat mir deutlich besser gefallen als der Batman-Block-Blockbuster. Das mag daran liegen, dass die Laufzeit kürzer ist, dass die Gags besser sitzen und dass es einfach ein nachvollziehbares Thema gibt – mit großer Kraft kommt nicht nur große Verantwortung für den Helden,  [weiterlesen]