Ich habe keine Angst vor Trojanern, Viren, Abofallen und obskuren Drohschreiben zwielichtiger Inkasso-Unternehmen, die mich unter Verweis auf Rechnung XYZ dazu bringen wollen, eine angehängte Datei zu öffnen. Ich bin zu lange dabei und sowohl mein gesunder Menschenverstand als auch meine gesunde Skepsis schützen mich.

Darum war ich auch nicht nennenswert schockiert, als ich eben im Spam-Ordner diese Mail fand, die vor vier Tagen in meinen Gmail-Account flatterte:

Zugegeben – es machte mich eine Sekunde lang stutzig, dass der Erpresser tatsächlich eins meiner veralteten Passwörter kennt. Aber wie ein kurzer Online-Check zeigt –  [weiterlesen]



Black Panther

USA 2018. Regie: Ryan Coogler. Darsteller: Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Danai Gurira, Lupita Nyong’o, Letitia Wright, Martin Freeman, Andy Serkis, Forest Whitaker, Angela Bassett

Story: T’Challa ist König und Beschützer des versteckten Afrika-Reiches Wakanda, aus dem das gesuchte Material Vibranium stammt. Er möchte sein Land gerne aus allen globalen Konflikten heraushalten, aber der Diebstahl einer Ladung Vibranium und das Auftauchen eines Herausforderers in Sachen Krone zwingt ihn, diese Haltung zu überdenken. Während das Land in Stammeskämpfe und Chaos geworfen wird, entscheidet sich die Zukunft von Wakanda und dem Black Panther.  [weiterlesen]



Vorab: Ich bin sicher, die Asterixperten unter euch kennen das hier schon und ich bin wieder mal „late to the game“, aber ich komme nicht umhin, das Thema trotzdem aufzuarbeiten – weil es mich gleichermaßen fasziniert wie schockiert.

Danke an Dia Westerteicher für die Scans – übrigens ein weiterer Beweis, dass die Digitalisierung alter Medien ALLEN zugute kommt.

Wir kennen die legendären Asterix-Alben von Ehapa. Wer die in seiner Jugend nicht auf dem Klo liegen hatte, konnte keine ordentlichen Parties schmeißen. Die Hälfte des Lateins, das Deutsche meiner Generation heute sprechen, verdanken wir dem viel zu früh verstorbenen René Goscinny.  [weiterlesen]



Ihr werdet es vermutlich schon gehört haben: „Guardians of the Galaxy“-Regisseur James Gunn wurde von Disney gefeuert. Rechtskonservative Medien haben einen Haufen alter Tweets ausgebuddelt, die Gunn nicht gut aussehen lassen und von denen er sich längst distanziert hat. Retten konnte ihn das nicht – „Guardians of the Galaxy 3“ wird ohne ihn stattfinden.

So, wie es sich mir darstellt, gibt es zwei Fraktionen: Die Konservativen spielen empört und verlangen Gunns Kopf, weil „so einer“ keine familienfreundlichen Filme für Disney machen darf. Sie stellen Gunn in eine Reihe mit Kevin Spacey und Victor Salva. Die Liberalen hingegen berufen sich darauf,  [weiterlesen]



Ich mag Motel One, das ist schon lange bekannt. Geschätzt habe ich mindestens zwei Dutzend verschiedene Hotels der Kette besucht, darunter in London und Manchester. Am Wochenende war ich erstmals im relativ neuen Haus in der Parkstadt Schwabing. Mit Skybar und NES Classic Mini-Konsolen in der Lounge – coole Sache.

Ich buche Motel One eigentlich IMMER direkt über die Webseite der Firma. Als Mitglied der beOne-Community habe ich gewisse Vorteile und kann sichergehen, dass mir kein Mittelsmann Gebühren abzwackt. Preiswerter als direkt kann man nicht buchen – steht ja auch explizit da:

Ich gebe zu: darauf habe ich mich verlassen.  [weiterlesen]



Es ist in den letzten Wochen durch die Presse gegangen – nachdem asiatische Länder die deutschen Städte mit Tausenden billiger Leihfahrräder zugestellt haben, gibt es nach dem Konkurs des koreanischen Anbieters oBike ein Problem: Die Fahrräder können nicht mehr ausgeliehen werden, werden auch nicht repariert, und abgeholt und entsorgt schon gar nicht. Man liest die wildesten Dinge: von 10.000 nagelneuen Fahrrädern, die in einem Lagerhaus vor sich hin schimmeln, bis zu regelrechten Zerstörungsorgien wütender Stadtindianer gegen die ungeliebten Asia-Bikes.

Besonders dolle sollen sie ja sowieso nicht gewesen sein:

Wer ist verantwortlich für etwas,  [weiterlesen]



Ich gerate ja mit deutschen Nachwuchs-Genrefilmern immer und immer und immer und immer und immer wieder aneinander. Die Tatsache, dass ich die Ergebnisse ihrer Bemühungen beschämend finde, ist dabei nur der halbe Grund. Wirklich unangenehm wird mir der deutsche Genrefilm immer erst durch die Eierschaukelei der Macher, die regelmäßig so tun, als würde zwischen sie und John Carpenter kein Blatt Papier passen, als wäre die Zurückweisung ihrer Talente in Hollywood eher historisch gewachsenen Ressentiments geschuldet als der eigenen Inkompetenz.

Dass man die meisten deutschen Horrorfilmer weltweit ignoriert, weil man sonst hämisch lachend mit dem Finger auf sie zeigen müsste,  [weiterlesen]



Auch wenn der Scan-Vorgang meiner Cinema-Ausgaben soweit automatisiert ist, dass ich mich dabei nur wenig auf die Inhalte der Hefte konzentriere, fällt mir doch immer mal wieder etwas ins Auge. Das kann eine verballerte Überschrift sein, ein besonders dämlicher Druckfehler oder ein falsch beschriftetes Bild.

Inhaltlich fällt vor allem auf: Die Cinema war in den 80ern ein sexistisches Drecksblatt mit besonders hohem Heuchelei-Level. Kein Aufhänger war dem Blatt zu schmierig, kein Screenshot zu körnig, kein Anlass zu nichtig, wenn man die Brüste irgendeiner Nachwuchs-Aktrice oder alternden Diva auf Seitengröße ziehen konnte. Ästhetik war kein Maßstab – Hauptsache Titten!  [weiterlesen]



Am Ende dieses Beitrags gibt es einen Hilferuf – wenn euch das Thema Digitalisierung nicht schert, ihr aber vielleicht programmiertechnisch etwas bewandert seid, würde ich euch bitten, direkt nach unten zu scrollen. Siehe auch NACHTRAG!

Vorab: Trotz dessen, was ihr hier gleich lesen werdet, geht es prinzipiell gut voran. Die Entscheidung, die wichtigsten Bücher und Magazine aus meinem Bestand zu scannen, erzwingt eine Entscheidung, was denn diese wichtigsten Bücher und Magazine überhaupt sind. Das alleine treibt die Entschlackung massiv voran. Zuerst einmal habe ich Bücher gescannt, die ich seit Jahren wieder und wieder lese, die es aber digital nicht zu kaufen gibt.  [weiterlesen]



Diesen Text hatte ich heute schon im Reisebericht zu Porto drin – aber da blockierte er mir letztlich den Flow der Geschichte etwas zu sehr. Also hier noch mal separat.

Ein Geständnis: Ich verachte „man bags“. Eigentlich. Mein Vater brauchte als Taxifahrer in den 70er Jahren so ein Ding für das Handgelenk, in dem sich meistens Unmengen von Quittungen, Tabletten und Schlüsseln sammelten. „Friends“ hat schon vor 20 Jahren zu dem Thema eine ganze Episode gemacht:

Männertaschen sind der Gipfel der Uncoolness. Sie erinnern an die unsäglichen „fanny packs“, die man in den 90ern um die Hüfte schnallte.  [weiterlesen]