Ich erzähle die Geschichte seit Jahren: Die Briten haben einfach das bessere Fernsehen, besonders um die Weihnachtszeit. Auch dieses Jahr ist wahrlich nicht arm an Highlights: ein neuer Hercule Poirot-Film mit John Malkovich, eine werkgetreue Adaption von „Krieg der Welten“, neue Folgen von „Luther“, eine Live-Episode von „Not going out“, ein Gruselfilm von Mark Gatiss, diverse Weihnachts-Specials beliebter Serien und eine Sackladung an Back-Wettbewerben, Game-Shows und Rückblicken.

Bisher haben die LvA und ich das immer so gehalten, dass wir uns (auf Wegen) die wichtigsten Produktionen am Folgetag aus dem Internet gezogen haben. Ohne schlechtes Gewissen –  [weiterlesen]



Diesen Beitrag schreibe ich zu Ehren des kürzlich veröffentlichten Avengers-Trailers:

Es mag für Kinofans, deren Superhelden-Sozialisation mit „X-Men“ oder Sam Raimis „Spider-Man“ begonnen hat, kaum vorstellbar sein, dass Superhelden mal als Kassengift oder mindestens Kinderkram galten. Comics waren die unterste Schublade, aus der man Vorlagen für Filme und TV-Serien hervor wühlte. Klar hatten die ein etabliertes Zielpublikum – aber dieses Zielpublikum nahm keiner wirklich ernst. Und mit der Zielgruppe wurden auch ihre Helden nicht für voll genommen.

Ich war anders. Ich habe „meine“ Helden immer für voll genommen. Vor mehr als 10 Jahren konntet ihr es hier schon nachlesen –  [weiterlesen]



Es wurden in den letzten Tagen vielfach vermeldet – der neue Otto-Katalog wird auch der letzte Otto-Katalog sein. Damit folgt er dem Neckermann-Katalog (+2012) und dem Quelle-Katalog (+2009). Das Warenangebot wird künftig nur noch online präsentiert und damit natürlich flexibler in Sachen Preisgestaltung, Sortiment und Umfang.

Wir waren keine Katalog-Familie. Ab und an lag mal ein Quelle oder Neckermann rum, den meine Mutter irgendwo eingesteckt hatte. Wirklich bestellt haben wir da nie – ich erinnere mich an einen Moped-Overall für meinen Bruder, der aber gleich wieder zurück ging, weil er nicht genug gefüttert war. Da meine Mutter sowieso gegenüber eines Karstadts UND eines Kaufhofs arbeitete,  [weiterlesen]



Die Babcon 25, über die ich vor einer Woche schon etwas geschrieben habe, war ja eine sehr unterhaltsame Angelegenheit – und hatte Folgen: ich wurde hemmungslos angequatscht von einem mir unbekannten Jungmann, der sich als Podcaster in Sachen Perry Rhodan outete und mich für eine Sendung ködern wollte. Nun ist nicht neu, dass man den Wortvogel nicht ködern muss, solange man ihm eine Bühne bieten kann. Der kommt dann schon von ganz alleine.

Und so kam es, dass ich mir letzten Mittwoch das Headset überstülpte, die Installationshürden von TeamSpeak überwand und spielfilmlang mit drei Rhodan-Fans über die nie realisierte Perry Rhodan TV-Miniserie plauderte.  [weiterlesen]



Über „Macho Man“ von 1985 habe ich seinerzeit geschrieben – ein Glücksfall des deutschen Trashkinos, gleichzeitig so deppert und doch so von der eigenen Glorie überzeugt, dass man vor pubertärer Begeisterung gar nicht wusste, wohin man die Cola prusten sollte. Eine Nürnberger Männer-Clique hat sich ein Denkmal gesetzt:

Hier waren Begriffe wie Trash und Kult mal nicht fehl am Platz, hier war alles richtig, weil alles so falsch war. Wie ich immer sage: wahrer Trash entsteht aus dem Abstand zwischen Anspruch und Ergebnis. Nach diesem Maßstab ist „Macho Man“ so legendär wie „Brut des Bösen“  [weiterlesen]



Zwar kann ich hier auf meinem Blog weitgehend machen, was ich will, aber ich sehe mich trotzdem als Dienstleister – und weil ein paar meiner Leser gefragt haben, wie es denn bei den Dreharbeiten zur deutschen Adaption von „Eine schrecklich nette Familie“ zuging, setze ich mich jetzt mal eben hin und schreibe das auf.

Ein wenig Kontext: 1992 hielt man es für eine gute Idee, zwei der damals erfolgreichsten US-Sitcoms zu germanisieren – „Eine schrecklich nette Familie“ als „Hilfe, meine Familie spinnt!“ und „Wer ist hier der Boss?“ als „Ein Job fürs Leben“.

Ich arbeitete damals beim GONG (dann auch bei der TV Serien) und hielt die Idee für scheiße.  [weiterlesen]



Es zahlt sich aus, wenn man ein umfangreiches Fachwissen in Sachen Obskuritäten besitzt – man hat dann so viele schöne Suchbegriffe, mit denen man Google ins Schwitzen bringen kann. Ich recherchiere gerne Sachen nach, von denen ich in den 70er und 80er Jahren gelesen habe. Vieles, was in Zeitungen und Zeitschriften damals beiläufig erwähnt wurde, kann ich heute mit YouTube und Archive.org ans Tageslicht zerren und einer genaueren Begutachtung unterziehen. Drei Beispiele für den Quark der Vergangenheit möchte ich heute mit euch teilen.

Jeder weiß, dass ich „Cheers“ (und besonders die Nachfolgeserie „Frasier“) vergöttere:

Die Titelmelodie ist ein Klassiker –  [weiterlesen]



Ich habe in den letzten Tagen damit begonnen, mich mal wieder in ein paar aktuelle Serien einzuschauen. Das geht bei mir nach Schnauze: ich sehe was, ich schaue das. Es hilft, wenn es eine Genre-Serie ist – muss aber nicht.

Origin

Irgendwann in der ferneren Zukunft: Eine Handvoll Passagiere eines Transportschiffs zu einem neuen Kolonistenplaneten erwacht. Das Schiff, eigentlich temporäre Heimat für tausende Neuanfänger, ist praktisch verwaist. Und ETWAS hat sich eingeschlichen…

„Origin“ ist eine Produktion von YouTube und beginnt recht vielversprechend als Mischung aus „Alien“ und Harlan Ellisons „The Starlost“ – reichlich gesprenkelt mit Ingredenzien von Paul W.S.  [weiterlesen]



Mal was ganz Anderes – eine Videobesprechung eines fast 45 Jahre alten Magazin. Zeitweilige Schniefer, Huster und Versprecher möge man mir verzeihen, ich habe das in einem Take und ohne Skript durchgezogen.

Artikel zum Start des Magazins.

Artikel zur Uderzo-Klage gegen den Herausgeber.

Artikel über die Folgen des Prozesses.

So sahen die drei Cover der erschienen Hefte aus:

Hier der Kino-Artikel:

Trailer für den angesprochenen Film „Sweet Movie“:

Die Twilight Zone-Adaption der Kurzgeschichte von Henry Slesar:

Trailer zu Spielbergs „Duell“  [weiterlesen]



Die BabCon 25 ist rum und es war ein Heidenspaß:

Im Idealfall haben wir in absehbarer Zeit Zugriff auf die Videos und die Fotos, dann werde ich das alles hier bereitstellen, wenn es mir erlaubt wird. Bis dahin halte ich mich mit anderen Sachen über Wasser.

Da war z.B. Herr Erdmann. Er hat als Synchro-Redakteur und Regisseur die deutschen Übersetzungen von „Babylon 5“ betreut. Ganz ehrlich: ich hatte eher wenig Bock, mir sein Panel anzuhören, schließlich habe ich in meinem Buch zum Thema diverse Probleme gerade der deutschen Synchro angesprochen. Und bei meinem Versuch,  [weiterlesen]