Es ist bekannt, dass Facebook manuell und automatisch Inhalte filtert, die vom System als anstößig angesehen werden. Bisher hatte ich damit noch nie zu tun. Bisher.

Dass die Algorithmen, die die Drecksarbeit erledigen, ungefähr so kompetent sind wie die Algorithmen, die mir angeblich „passgenaue“ Werbung einblenden (aktuell: indische Kredite und Modellbausätze von Nazi-Flugscheiben), war mir allerdings nicht bewußt.

Es trägt sich zu, dass ein Bekannter gestern dieses Cover eines alten Magazins zum allgemeinen Amüsement postet:

Großes Tennis, keine Frage – aber angesichts der unbestreitbar nackten Tatsachen ein klarer Fall für die Facebook-Auto-Zensur.  [weiterlesen]



Ich war diese Woche mal wieder unterwegs, habe fünf Reportagen in vier Tagen gekloppt und dabei mehr als 2000 Kilometer runter gerissen. No rest for the wicked. War toll, zumal wir auch wieder einen Haufen prima Themen und gutes Karma beim Wetter hatten. Dafür arbeite ich gern – und hart.

Am Mittwoch waren wir in der Nähe von Dömitz unterwegs – MeckPomm, nur einen Steinwurf und die Elbe von Gorleben entfernt. Hübscher Ort, dessen verlassenes Kaufhaus mich besonders fasziniert hat – hier könnte man super eine Serie über ein Edel-Kaufhaus in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts drehen:

Angesichts des schönen Wetters und der bevorstehenden Fahrt nach Hannover lockte mich aber die örtliche Eisdiele mehr –  [weiterlesen]



USA 2019. Regie: Jon Watts. Darsteller: Tom Holland, Zendaya, Jake Gyllenhaal, Jon Favreau, Jacob Batalon, Marisa Tomei, Samuel L. Jackson, Cobie Smulders u.a.

Story: Die Welt hat sich nach dem „Blip“ verändert – als die Hälfte aller Menschen plötzlich verschwand und fünf Jahre später ebenso plötzlich wieder auftauchte, ohne gealtert zu sein (siehe die Ereignisse von AVENGERS: INFINITY WAR und AVENGERS: ENDGAME). Peter Parker freut sich auf ein bisschen Normalität in Form einer Klassenfahrt nach Europa und auf die Gelegenheit, MJ endlich zu sagen,  [weiterlesen]



Ihr wisst, dass ich eher selten ein „early adopter“ bin: Facebook, Smartphone, Navi, Tablet, Chromecast – alles kam bei mir eher spät ins Haus und auch dann nicht aus technophiler Spielsucht, sondern eher aus schulterzuckender Neugier: kost‘ ja kaum was, da kann man sich das schon mal ansehen.

Mit digitalen Assistenten habe ich bisher gefremdelt. Schon Ende der 90er fiel mir auf, dass die Sprachsteuerung von elektronischem Gerät eine eher mühsame Sache ist und ein Knopf sich oft schneller drücken lässt als ein Befehl sprechen. Außerdem fand ich den Gedanken absurd, mit dem Inventar zu reden (Schildkröten ausgenommen).  [weiterlesen]



Ich schaue längst nicht mehr so viel, wie ich will oder vielleicht sollte. Das ist das Ergebnis einer glücklichen Ehe und geregelter Schlafenszeiten. Früher, zu Anbeginn meiner Blogger-Zeit, hatte ich einen Standard-Spruch: „Ich gehe meistens gegen 23.00 Uhr ins Bett – das heißt nicht, dass ich dann schlafe“. Üblicherweise habe ich bis 2 oder 3 Uhr Serien und Filme geguckt. Dieser addiert sehr üppige Timeslot fehlt mir heute.

Das ist auch einer der Gründe, warum „binge watching“ für mich nur selten in Frage kommt. Ich schaue lieber einzelne Episoden vieler Serien als viele Episoden einzelner Serien. Da geht mein Wissen dann eher in die Breite als in die Tiefe.  [weiterlesen]



Angesichts des Urlaubs hier nur eine kurze Kritik zu „X-Men: Dark Phoenix“ (den ich nur gesehen habe, weil ich unbedingt mal ins schöne Rigoletto-Kino in Stockholm wollte).

Nach einem soliden Start der Quadrilogie und einem absoluten Rocker als Teil 2 hatte die X-Men-Saga mit dem letzten Teil ja ziemlich abgebaut. Generischer ging’s nimmer, da musste sich im Vergleich nicht mal DC schämen. „Dark Phoenix“ reißt es zwar auch nicht mehr raus, erfüllt aber wenigstens den Anspruch des zweitklassigen Plots und der blassen Protagonisten im Stile eines straffen TV-Films. Abgesehen von Hoult geben sich die Darsteller null Mühe,  [weiterlesen]



Zurück aus dem Weltall

Letzter Tag, neues Glück. Schwarzweiß-Filme hatten wir noch nicht, also her damit. Und „Zurück aus dem Weltall“ stellte sich als GANZ obskure Nummer heraus – ein deutscher Heimatfilm mit SF-Rahmengeschichte, präsentiert in der englisch synchronisierten US-TV-Fassung, die vermutlich noch ein wenig Footage von Raketen und Wissenschaftlern dazu gemischt hat.

Lasst euch nicht täuschen: hier warten weder der Trip zum Mond noch die Begegnung mit Aliens. „Zurück aus dem All“ nutzt den Testflug des Hundes „Wolf“ dazu, um die Liebesgeschichte eines Tierarztes und einer Lappländerin zu erzählen. Am Schluss bringt die gelandete Rakete mit dem Hund beide glücklich zusammen.  [weiterlesen]



Weiter im Text.

FWU Kurzfilme

Nächster Tag, guter Einstieg – wieder mal ein paar Schul-Lehrfilme. Die sind immer kurz, knackig und mit dem offenen Ende ganz anders gestaltet als die üblichen Festivalkracher. Diesmal bekamen wir einen bezaubernden englischen Zeichentrickfilm über einen Zahnarzt zu sehen, der an seinem Geburtstag einfach die Schnauze voll hat von seinem Spießerleben. Dazu eine Episode des Maulwurfs aus der „Sendung mit der Maus“. Und eine Folge der Science Fiction-„Serie“ „Raumschiff Terra 12“ mit Robert Atzorn, die niemand je zum „deutschen Star Trek“ erklären wird.

Attraktion des Programms war aber der Kurzfilm „Achterbahn der Gefühle“  [weiterlesen]



Keine Sorge, ich werde die restlichen Reviews vom B-Film Basterds Festival noch nachreichen, aber es hat sich da was ergeben, das ist… na ja, „wichtiger“ ist kaum der richtige Begriff. Aber ich will’s loswerden.

Es hat ja Tradition, dass die Basterds auch dem deutschen Schundkino huldigen, vom Amateur-Horror über den Sittenreißer bis hin zum volkstümelnden Schlagerfilm. So hatten wir letztes Jahr den soliden Alpenringelpiez „Ich kauf‘ mir lieber einen Tirolerhut“ gesehen, in dem u.a. die spätere Frau Heino mitspielte.

In diesem Jahr präsentierte uns Doc Acula mit „Betthupferl in Oberbayern“  [weiterlesen]



So, Tag 2 des Basterds-Festivals. Den Morgen brachte ich damit rum, die Reviews vom Vortag zu schreiben (waren ja nur zwei) und mein Haus in München bei ImmoScout einzustellen (es wird wieder ein zuverlässiger Mieter gesucht). Danach füllte ich noch meinen Festival-Bag mit diversen Naschereien und machte mich auf den Weg.

Doc Acula selbst war zum ersten Film gar nicht da – Lohnarbeit verlangte seine Gegenwart anderswo. Also übernahm Kumpel Reini spontan die Anmoderation des ersten Films. Und scheiterte. Denn entgegen seiner Vermutung handelt es sich bei „Kalimán“ gar nicht um einen Luchador-Film, also mit mexikanischem Wrestling im Mittelpunkt.  [weiterlesen]