Vor gut einem Jahr hatte ich ja schon mal berichtet, dass ein Spammer/Troll versuchte, mich mit der ollen „wir haben fickificki-Aufnahmen von dir!“-Lüge zu erpressen. Seither haben viele Leute in meinem Umfeld ähnliche Mails bekommen.

Heute Nacht kam allerdings eine Variante rein, die mir neu ist: jemand „bittet“ mich, seine Marketing-Tools für meine Webseite zu kaufen – sonst würde ich derart zugespammt, dass mein Blog unter der Last zusammenbricht.

Wahrlich, es ist bemerkenswert:

Es passt sicher zum Trend, dass mir hier Marketing für E-Zigaretten aufgedrängt werden soll. Das rückt diese Rauchstangen noch mehr in den halbseidenen Bereich.  [weiterlesen]



Eva Habermann hatte es angekündigt: Eric Hordes wurde eine Deadline gesetzt, „seine“ Version des Films GOBLIN 2 aka GOBLIN aka UNDER CONTROLL u.a. bei Amazon aus dem Vertrieb zu nehmen. Ich hatte mich ja gestern schon gefragt, woraus er sein Recht ableitet, den Film zu veröffentlichen, der ihm allen zur Verfügung stehenden Informationen nach nicht mehr gehört.

Nun erreicht mich eben folgendes Schreiben einer Kommunikations-Agentur:

Lieber Herr Dewi,

nachfolgend eine aktuelle Pressemitteilung:

„Goblin – das ist echt troll“ wird in Deutschland ab sofort nicht mehr weiterverbreitet

Der Film „Goblin – das ist echt troll“ wird ab sofort in Deutschland nicht mehr weiterverbreitet und vertrieben.  [weiterlesen]



Vorgeschichte hier. Fortsetzung hier. Es lohnt sich.

Ahhh, the sweet smell of „you read it here first“. Als ich die GOBLIN 2-Story online gestellt habe, war mir klar, dass da Druck auf dem Kessel war. Ich freute mich, als Erster die Kabbeleien vor und hinter den Kulissen dieser deutschen Trashfantasy-Produktion ins Licht der Öffentlichkeit zu zerren. Da war soviel Fleisch auf dem Knochen, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sich andere Geier kreisend sammeln würden…

Es ist mittlerweile 48 Stunden her, seit festzustehen scheint, dass es aktuell ZWEI konkurrierende Versionen des Films gibt,  [weiterlesen]



Ich hatte bei PRIMAL ja schon erwähnt, dass es immer noch das amerikanische Fernsehen ist, das zu inhaltlich mutigen und technisch revolutionären Serien fähig ist. Wir laufen da nur hinterher. UNDONE ist ebenfalls eine Serie, die SO sicher nicht in Deutschland umgesetzt worden wäre. Das ist Segen und Fluch zugleich.

UNDONE handelt von Alma Diaz, einer jungen Latina-Amerikanerin, die wie so viele junge Menschen ihrer Generation mit der Stumpfheit ihrer Existenz hadert, mit den ewig gleichen Abläufen und der erwartbaren Zukunft. Nach einem schweren Autounfall ändert sich das alles: Alma kann plötzlich ihren toten Vater sehen,  [weiterlesen]



Eine anonyme Mail machte mich darauf aufmerksam, dass der Konflikt um den Film GOBLIN 2 aka Under ConTROLL gerade eskaliert. Leider habe ich heute keine Zeit, mich ausgiebig darum zu kümmern, darum müssen bis auf Weiteres diese Eckpunkte reichen:

  • Die BILD (leider hinter der Paywall) ist auf den Zug aufgesprungen – mit der depperten Schlagzeile „Hexte sich Eva Habermann zur Hauptrolle?“. Darin schießen (der verstorbene) Helmut Krauss und Desirée Nick schwer gegen Habermann.
  • Es gibt seit gestern eine erstaunlich ausführliche deutsche Wikipedia-Seite zum Film (mittlerweile gelöscht), die den Konflikt recht eindeutig von Hordes Seite aus dokumentiert.
  •   [weiterlesen]



Genndy Tartakowsky ist eine Ausnahmeerscheinung, ein echter „auteur“ unter den Zeichentrick-Schöpfern im Stile von Ralph Bakshi und John Kricfalusi. Er ist der lebende Beweis, dass das amerikanische Kommerzfernsehen eben doch nicht alles auf Mainstream bürstet, sondern in seinen Randgebieten zu künstlerischen Höchstleistungen in der Lage ist, von denen wir in unserem anspruchsvollen und förderwilligen TV-Markt nicht mal träumen können.

Auch wenn er viel, viel mehr gemacht hat, ist Tartakowsky primär für zwei Serien bekannt. Da ist zuerst einmal die stilistisch mutige Sage von SAMURAI JACK:

Die Serie lief von 2001 bis 2004 und bekam 2017 eine fünfte Staffel spendiert.  [weiterlesen]



Vor mittlerweile auch schon fünfeinhalb Jahren (ich war jung – WIR waren jung!) habe ich einen Blogbeitrag über Horrorgeschichten gepostet, die maximal zwei Sätze lang, aber dennoch erstaunlich effektiv sind. Sachen wie:

  • In all meinen Jahren in diesem Haus, das kann ich schwören, habe ich mehr Türen geschlossen als geöffnet.
  • Ich schlafe niemals ein. Und doch wache ich immer wieder auf.
  • Meine Tochter schreit und weint die ganze Nacht. Ich besuche ihr Grab und bitte Sie, damit aufzuhören – erfolglos.

Es ist schon sehr schräg,  [weiterlesen]



Matt Berry ist in England ein „national treasure“ – außerhalb des Königreichs kennen ihn noch viel zu wenige. Erstmals aufgefallen ist er mir als „Sanchez“ in der GARTH MARENGHI’S DARK PLACE, einer sensationellen Parodie auf amerikanische TV-Horrorserien der 80er. Mit dieser musikalischen Interlude sang er sich augenblicklich in mein Herz:

In IT CROWD tauchte er dann auch auf – und hier kann man seine spezielle, sehr brüllaffige Form von Humor schon perfekt genießen:

In den letzten Jahren hat er drei Staffeln lang den Popanz in TOAST OF LONDON gegeben –  [weiterlesen]



Leser meines Blogs werden sich erinnern, dass ich im Bereich Drehbuch seit einigen Jahren gar nicht mehr unterwegs bin. Das ist fifty-fifty gewollt und gezwungen. Gewollt, weil ich meinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt nach Baden-Baden verlegt habe und wieder hauptberuflich journalistisch arbeite. Gezwungen, weil der Umzug auch die Netzwerke erst verdünnt und dann oft gänzlich aufgelöst hat. Ich bin in der Branche nicht mehr „drin“.

Das ist sicher auch der Grund, warum mir entgangen ist, dass am 14. Oktober schon die zweite Umsetzung eines Andreas Franz-Romans auf SAT.1 läuft. Es ist ein neuer Fall für die hartnäckige Kommissarin Julia Durant:

Oh,  [weiterlesen]



Aus der Abteilung „wird nicht passieren, sollte aber“

Der Versuch von STAR TREK DISCOVERY, mit dem zweiten Captain der Enterprise (nach Robert T. April, vor James T. Kirk) und der Hinzunahme von Spock etwas Fan-Bauchpinselei zu betreiben, war gleichzeitig erfolglos und erfolgreich: zwar wurde die zweite Staffel dadurch etwas bunter und abwechslungsreicher, aber gerade im direkten Kontrast zeigten sich die Schwächen von DISCO (Schiff und Crew) noch einmal umso deutlicher. Michael Burnham, das ist „besorgter Dackelblick und ständiges Zaudern“, Christopher Pike hingegen ist „schelmisches Zwinkern und mutiges Vorangehen“. Die Discovery ist uns nach zwei Staffeln immer noch nicht vertraut, wir kennen nicht mal die Namen der kompletten Brückenbesatzung.  [weiterlesen]