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Ist meedia jetzt der neue "safe haven" für Heulsusen? Es ist ja eine Sache, wenn ich mit einer ordentlichen Packung Häme die aufgeblasenen, aber inhaltsleeren Nabelschauen des "jungen Journalismus" in bento und bei meedia auseinander nehme. Muss da wirklich ausgerechnet der VICE-Chefredakteur der Schreiber-KiTa beispringen und betroffen salbadern, dass man den kleinen Schneeflöckchen doch nicht vors Schienbein treten dürfe und diese – doch, doch – einen irgendwie wichtigen Beitrag leisten? Weil die sprachlichen Massenkarambolagen, die allen Ernstes als "new journalism" verstanden werden wollen, selbst gescheitert noch als mutiger Versuch zu preisen sind? Welpenschutz für Wortwürger?..  [weiterlesen]

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Es begann damit, dass mir die LvA eine neue Mini-Geldbörse zu Weihnachten schenkte, weil mein Hintern auch ohne dickes Porte­mon­naie fett genug aussieht:

Der Vorteil: deutlich schlanker, deutlich beschränkter auf das Notwendige (Karten und Scheine). Ein oder zwei Münzen kann ich auch in der normalen Hosentasche mit mir herum tragen. Oft genug ist das aber gar nicht mehr nötig.

Weil auch eine Mini-Geldbörse zur Maxi-Geldbörse wird, wenn man 12 Kredit- und Mitgliedskarten und einen Packen Scheine rein quetscht, habe ich tüchtig ausgemistet: üblicherweise trage ich nur noch EC-Karte, Führerschein, Ausweis und Kreditkarte mit mir herum,..  [weiterlesen]

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Es ist zugegebenermaßen nicht leicht, im Wust der neuen Miniserien, Serien und TV-Blockbuster (zu denen sich immer mehr Filme gesellen, die fürs Kino vorgesehen waren) das zu finden, was einem wirklich gefällt. Spoilt for choice nennt man das, oder etwas teutonisch fatalistischer: die Qual der Wahl. Hinzu kommt, dass die LvA und ich viele, aber nicht vollständige Schnittmengen in Sachen Fernsehgeschmack haben: amerikanisiertes Drama und billige Action scheren sie nicht, trübe skandinavische Serienkiller-Dramen lassen mich kalt. Aber man findet eigentlich immer "the best of both worlds".

Nach diversen Staffeln BAKE OFF aus vier Kontinenten sollte es mal wieder Fiction sein und mehrere Facebook-Freunde hatten auf die neue Miniserie QUEEN’S GAMBIT verwiesen,..  [weiterlesen]

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Ich hatte gedacht, dass es allein schon statistisch wahrscheinlich sei, dass irgendwann einer dieser Beiträge der Journalistenschule einen validen Gedanken zur Grundlage hätte. Oder wenigstens einen dummen Gedanken, der stringent ausformuliert ist. Es kann doch nicht sein, dass ich so mühelos JEDES Essay auseinander nehmen kann, JEDEN einzelnen Satz.

Here we go again…

Der demokratisierende Effekt von Shitstorms

Ein Hammer-Titel, ich gestehe es. Eine provokante These. Und ich würde mich auf den folgenden Text freuen, wenn ich auch nur eine Sekunde lang glauben würde, dass nun eine plausible Argumentation folgt…  [weiterlesen]

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Die letzten Wochen habe ich das Kochen und Backen wieder weitgehend der LvA überlassen. Es lagen andere Sachen an. Aber ein paar mal habe ich mich doch an Herd und Backofen versucht, und davon möchte ich nun erzählen.

Wie schon bei meinen ersten Shortbread-Keksen nutzte ich einen gut 90minütigen Termin der Gattin, um "gegen die Uhr" zu backen. Die Idee: ein einfacher Kastenkuchen mit Glasur. Die Pointe: eingestreute Haferfleks in der Hälfte davon:

Warum? Die korrekte Frage muss lauten: warum nicht? Ich wollte einfach mal wissen, wie die sehr knusprigen Fleks in einem Kuchen schmecken…  [weiterlesen]

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Ob die Show nun abgesetzt oder auf Wunsch des Moderators beendet wird – "Conan" endet auf TBS im nächsten Jahr. Nach 28 Jahren wird "the ginger kid" Conan O’Brien erstmals keine Late Night Show mehr bestreiten. Und obwohl ich von der TBS-Version nur Bruchstücke mitbekommen habe, macht mich das melancholisch. Weil Conan so lange in der Branche ist wie ich, weil er immer da war, egal, wo ich war – GONG, ProSieben, Tandem. Er war eine Konstante, mehr noch als Letterman und Leno. Er war wie die "Lindenstraße", die ja in diesem Jahr ebenfalls zu Ende gegangen ist…  [weiterlesen]

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Ich muss Abbitte leisten. Wie es aussieht, habe ich bei meinen bisherigen Text-Autopsien einen Beitrag übersehen. Den hole ich nun nach, bevor ich mich dem neusten Pamphlet der journalistischen KiTa widme.

Schon den Titel möchte ich bestreiten:

Wir brauchen keine Jahrhunderttalente

Jahrhunderttalente (Sokrates, Mozart, Kant, DJ Bobo) bringen nicht nur die Zivilisation mit Schub voran, sondern stellen auch Ankerpunkte der Geschichte dar. Anders als andere Ankerpunkte (Attila, Hitler, Manson, Scooter) markieren sie positiv besetzte Umbrüche, erinnern nicht nur an das Potenzial des Menschen, sondern auch an seine Möglichkeit, tatsächlichen Wandel zu initiieren…  [weiterlesen]

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Die geilsten Ideen kommen einem durch Zufall. Die LvA war mit dem funzeligen Licht im Schlafzimmer unzufrieden. Nach einigen Gesprächen über mögliche Nachttischlampen oder Smarthome-Lösungen kam ich darauf, einfach das funzelige Licht in der Deckenlampe durch eine fernsteuerbare LED-Birne zu ersetzen. So kann sie vom Bett aus alles so beleuchten, wie sie es haben möchte.

Nun kann man mit so einer Glühbirne (die ja genau genommen nicht mehr glüht) weit mehr machen als nur Licht an und aus, heller und dunkel. Einige Varianten bieten ganze Programme an, um Stroboskop- und Regenbogeneffekte zu erzeugen. Brauchen wir alles nicht,..  [weiterlesen]

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Natürlich ist es bis zu einem gewissen Grad ein Luxusproblem, dass Corona uns zum Home Office zwingt. Ich kann vom Sessel aus arbeiten, die LvA sitzt im geräumigen Büro nebenan, Standleitungen verbinden uns mit dem Verlag und seinen Servern. Wir frühstücken gemeinsam, machen gemeinsam Mittagspause und bei schönem Wetter sitzen wir auch mal mit einem Kaffee auf der Terrasse.

Aber man darf sich davon nicht täuschen lassen: bei uns ist Corona ein schleichendes Problem, weil es besonders meinen Teil an der LIEBES LAND langsam erodieren lässt. Reportagen kann ich nur schreiben, wenn ich vorher auf Reportagereise gehe…  [weiterlesen]

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Sprechen wir nochmal über’s Essen. Nicht über das, was ich selber zubereite – das ist demnächst wieder mal einen eigenen Beitrag werde. Aber bei meinen Ausflügen in Städte und Supermärkte werde ich ja immer wieder mit Leckereien konfrontiert, die es zu probieren lohnt.

Zum Geburtstag – meinem wie ihrem – gehen die Frau Gemahlin und ich gerne gut essen. In diesem Jahr war es angesichts der Pandemie mit der Reservierung nicht einfach, darum verlegten wir den ersten Termin auf den Vorabend des Feiertages der LvA. Unser ausgesuchtes Ziel war Little London, ein sehr edles Fleisch-Restaurant in der Münchner Innenstadt…  [weiterlesen]