Vorwort: Ich sitze in einem Hotel in Niedersachsen. Gestern Abend fiel mir wieder ein, wann ich das letzte Mal in einem Hotel in Niedersachsen gesessen habe: in der US-Wahlnacht 2016. Ich kann mich gut erinnern, es ist einer dieser „wo warst du, als…?“-Momente gewesen. 

Um 3.00 Uhr morgens, Ablauf und Ergebnis der Wahl schienen ausgemacht, schrieb ich den nachfolgenden Text. Gegen 4.30 Uhr war mir klar – ich werde ihn nicht veröffentlichen können. Um 5.00 Uhr schaltete ich den Fernseher aus. Fassungslos.

Es sind seither acht Monate vergangen –  [weiterlesen]



Ich habe es anderswo schon angedeutet – nach den letzten sechs Läufen hatte ich vor, eine Pause von fünf Tagen einzulegen, damit meine Muskulatur und meine Gelenke sich etwas erholen können. Leider wurde das torpediert, als ich gleich am ersten Ruhetag für eine Reportage auf das Nebelhorn musste. Bergwandern ist zwar eine schöne Abwechslung, aber ein Abend in der Badewanne wäre besser gewesen.

Danach folgt eine Phase brutaler Leibesschwere. Ich komme kaum aus dem Bett, meine Beine fühlen sich wie altgriechische Tempelsäulen an und meine Motivation ist =<0. So ist es auch kein Wunder, dass ich meinen nächsten Lauf mit mangelnder Energie und nur unter physischem wie psychischen Protest antrete.  [weiterlesen]



Da ich in den nächsten 9 Tagen in der Republik unterwegs bin und kaum dazu komme, substanzielle Beiträge zu schreiben, werde ich nicht die Klappe halten (das wäre vernünftig, aber spaßfrei), sondern einfach mild kuriose bis irrwitzige Anekdoten aus meinem Leben teilen. Die Idee verdanke ich dem Herrn Spiegelberg, der mich heute dahingehend provoziert hat.

Fangen wir mit dem Tag im Jahre ca. 1997 an, an dem ich drei Eier mit Wasser in einen kleinen Kochtopf warf, alles auf den Herd stellte – und dann zur Arbeit ging.

Picture this.

Ich komme nach acht Stunden ermattet heim,  [weiterlesen]



Originaltext Oktober 2013:

Privatfernsehen, Internet und Videospiele haben dem klassischen Romanheft vom Kiosk schwer zugesetzt. Die Verlage setzen auf neue Vertriebswege, um Jerry Cotton, Perry Rhodan & Co. einer neuen Lesergeneration nahe zu bringen. Als eBooks machen die Romane ihre Schwächen zu Stärken – und auch die Autoren sehen neue Chancen.

Endstation Altpapiercontainer?

Lange Zeit sah es nicht gut für den Groschenroman aus, der spätestens mit der Umstellung auf den Euro keine Groschen mehr kostet, sondern 1,60 bis 1,80 Euro. Seit den Hochzeiten in den 70er und 80er Jahren sind die Auflagen von üppig fünfstellig auf breiter Front in den vierstelligen Bereich abgesackt,  [weiterlesen]



Heute kein Mensch, sondern eine Firma. Muss auch mal sein.

Ich bekomme – keine Ahnung wieso – ständig Newsletter von Billig-Versandhäusern, bei denen man Fruit of the Loom-Shirts im 5er-Pack für 10 Euro bekommt oder 18 Paar Pierre Cardin-Socken für 20 Euro. Sim-Buy, Outlet46, und so. Die landen automatisch in einem Unterordner und werden zeitnah gelöscht.

Manchmal, wenn ich am Telefon in der Warteschleife hänge oder einen Download abwarte, dann klicke ich mich durch diese Newslettter. Ich kann nicht verhehlen, dass ich mitunter schon versucht bin, da was zu bestellen. Und seien es nur „Schlunzklamotten“  [weiterlesen]



Ich habe bereits fünfmal auf die unfassbaren Auktionen und die wunderbaren Kataloge von „Profiles in History“ verwiesen. Angesichts meiner Umzüge habe ich dieses Wunderland für Hollywood-Requisiten etwas aus den Augen verloren. Gestern nutzte ich eine ruhige Stunde, um mich mal wieder auf deren Webseite umzuschauen und wenigstens die PDF-Dateien der Kataloge zu archivieren.

Im Nachhinein bin ich eigentlich glücklich, dass ich nicht wusste, was vor zwei Wochen unter den Hammer kam – ich hätte mich ruinieren können.

„The definitive collection of visual effects filming miniatures from the classic Sci-Fi adventure series Battlestar Galactica (1978) and Buck Rogers in the 25th Century (1979).  [weiterlesen]



Bei einer Diät ist nicht der Weg das Ziel, sondern das Ziel das Ziel – was manchmal etwas ermüdend sein kann. Hungern und sporteln sind für mich keine Werte an und für sich. Ich will damit etwas erreichen. Und in Ruhe sterben kann ich erst, wenn das Ziel erreicht ist.

Das bedingt natürlich, dass ich mein Ziel kenne. Konkret: 90 Kilo und darunter. Konzeptionell: eine Gewöhnung an Sport und vernünftige Ernährung, um das auch zu halten. Sollte mein Interesse am Jogging anhalten, gerne auch mal ein Stadtlauf.

Es ist sehr symbolisch, dass Facebook heute dieses Foto von vor vier Jahren ausgegraben hat:

Damals hatte ich das konkrete Ziel erreicht –  [weiterlesen]



auto

Der Kollege Mario Sixtus, nie um ein klares (wenn auch nicht immer wahres) Wort verlegen, bezeichnete den Verursacher des tödlichen Dooring-Unfalls in Berlin kürzlich als „rücksichtsloses Arschloch“ – und in dem Atemzug gleich alle Autofahrer, die beim Öffnen der Tür Unfälle verursachen.

„Außerdem finde ich, „rücksichtslose Arschlöcher im Auto“ sollte man „rücksichtslose Arschlöcher im Auto“ nennen und nicht „Dooring“.“

Die Wutbezeichnung klingt gut, streitsam und holt angesichts des aktuellen Falls Beifall. Billigen Beifall, wie ich finde, aber man ist da ja nicht notwendigerweise wählerisch. Die Facebook-Crowd, sie kradolft entsprechend. Die böse, wir gut.  [weiterlesen]



Es ist mir fast schon ein Sport, das Tablet und das iPhone mit legalem kostengünstigen Content zu füllen. Das können WDR-Hörspiele ebenso sein wie Comicalben, die von Amazon für umme angeboten werden. Dieser Tage habe ich die ersten „Ms. Marvel“-Bände ebenso gelesen wie „The Incal“ von Jodorowsky/Möbius. Beides sehr empfehlenswert.

35 Klassiker der Weltliteratur (Moby Dick, Dschungelbuch, Alice im Wunderland) in einer illustrierten Fassung für 49 Cent? Don’t mind if I do.

Es hilft, dass ich mich mit Begeisterung durch alle Genres und Epochen lese und nicht nach spezifischen Titeln suche.  [weiterlesen]



Ich merke es auch gerade beim Sport wieder: Mein Gehirn braucht mehr Bewegung als meine Beine. Ich kann nicht einfach „an nichts denken“ oder „die Umwelt auf mich wirken lassen“. In der Badewanne, im Bett, an der Bushaltestelle, im Sprechzimmer des Zahnarztes – IRGENDWAS muss mich ablenken. Ich bin nicht gut auf „Standby“.

Natürlich ist auch DAS mal bei Dilbert angemessen illustriert worden:

Deshalb besaß ich früher viele Reclam-Heftchen und hatte den SPIEGEL abonniert. Heute übernimmt das mein Tablet, im Notfall mein Smartphone.

Es wird niemanden überraschen, dass ich auch im Fitnessstudio vor 20 Jahren weniger über mein (weitgehend erfolgloses) Training nachgedacht habe als über die Möglichkeiten,  [weiterlesen]