Ihr werdet es vermutlich schon gehört haben: „Guardians of the Galaxy“-Regisseur James Gunn wurde von Disney gefeuert. Rechtskonservative Medien haben einen Haufen alter Tweets ausgebuddelt, die Gunn nicht gut aussehen lassen und von denen er sich längst distanziert hat. Retten konnte ihn das nicht – „Guardians of the Galaxy 3“ wird ohne ihn stattfinden.

So, wie es sich mir darstellt, gibt es zwei Fraktionen: Die Konservativen spielen empört und verlangen Gunns Kopf, weil „so einer“ keine familienfreundlichen Filme für Disney machen darf. Sie stellen Gunn in eine Reihe mit Kevin Spacey und Victor Salva. Die Liberalen hingegen berufen sich darauf,  [weiterlesen]



Ich mag Motel One, das ist schon lange bekannt. Geschätzt habe ich mindestens zwei Dutzend verschiedene Hotels der Kette besucht, darunter in London und Manchester. Am Wochenende war ich erstmals im relativ neuen Haus in der Parkstadt Schwabing. Mit Skybar und NES Classic Mini-Konsolen in der Lounge – coole Sache.

Ich buche Motel One eigentlich IMMER direkt über die Webseite der Firma. Als Mitglied der beOne-Community habe ich gewisse Vorteile und kann sichergehen, dass mir kein Mittelsmann Gebühren abzwackt. Preiswerter als direkt kann man nicht buchen – steht ja auch explizit da:

Ich gebe zu: darauf habe ich mich verlassen.  [weiterlesen]



Es ist in den letzten Wochen durch die Presse gegangen – nachdem asiatische Länder die deutschen Städte mit Tausenden billiger Leihfahrräder zugestellt haben, gibt es nach dem Konkurs des koreanischen Anbieters oBike ein Problem: Die Fahrräder können nicht mehr ausgeliehen werden, werden auch nicht repariert, und abgeholt und entsorgt schon gar nicht. Man liest die wildesten Dinge: von 10.000 nagelneuen Fahrrädern, die in einem Lagerhaus vor sich hin schimmeln, bis zu regelrechten Zerstörungsorgien wütender Stadtindianer gegen die ungeliebten Asia-Bikes.

Besonders dolle sollen sie ja sowieso nicht gewesen sein:

Wer ist verantwortlich für etwas,  [weiterlesen]



Ich gerate ja mit deutschen Nachwuchs-Genrefilmern immer und immer und immer und immer und immer wieder aneinander. Die Tatsache, dass ich die Ergebnisse ihrer Bemühungen beschämend finde, ist dabei nur der halbe Grund. Wirklich unangenehm wird mir der deutsche Genrefilm immer erst durch die Eierschaukelei der Macher, die regelmäßig so tun, als würde zwischen sie und John Carpenter kein Blatt Papier passen, als wäre die Zurückweisung ihrer Talente in Hollywood eher historisch gewachsenen Ressentiments geschuldet als der eigenen Inkompetenz.

Dass man die meisten deutschen Horrorfilmer weltweit ignoriert, weil man sonst hämisch lachend mit dem Finger auf sie zeigen müsste,  [weiterlesen]



Auch wenn der Scan-Vorgang meiner Cinema-Ausgaben soweit automatisiert ist, dass ich mich dabei nur wenig auf die Inhalte der Hefte konzentriere, fällt mir doch immer mal wieder etwas ins Auge. Das kann eine verballerte Überschrift sein, ein besonders dämlicher Druckfehler oder ein falsch beschriftetes Bild.

Inhaltlich fällt vor allem auf: Die Cinema war in den 80ern ein sexistisches Drecksblatt mit besonders hohem Heuchelei-Level. Kein Aufhänger war dem Blatt zu schmierig, kein Screenshot zu körnig, kein Anlass zu nichtig, wenn man die Brüste irgendeiner Nachwuchs-Aktrice oder alternden Diva auf Seitengröße ziehen konnte. Ästhetik war kein Maßstab – Hauptsache Titten!  [weiterlesen]



Am Ende dieses Beitrags gibt es einen Hilferuf – wenn euch das Thema Digitalisierung nicht schert, ihr aber vielleicht programmiertechnisch etwas bewandert seid, würde ich euch bitten, direkt nach unten zu scrollen. Siehe auch NACHTRAG!

Vorab: Trotz dessen, was ihr hier gleich lesen werdet, geht es prinzipiell gut voran. Die Entscheidung, die wichtigsten Bücher und Magazine aus meinem Bestand zu scannen, erzwingt eine Entscheidung, was denn diese wichtigsten Bücher und Magazine überhaupt sind. Das alleine treibt die Entschlackung massiv voran. Zuerst einmal habe ich Bücher gescannt, die ich seit Jahren wieder und wieder lese, die es aber digital nicht zu kaufen gibt.  [weiterlesen]



Diesen Text hatte ich heute schon im Reisebericht zu Porto drin – aber da blockierte er mir letztlich den Flow der Geschichte etwas zu sehr. Also hier noch mal separat.

Ein Geständnis: Ich verachte „man bags“. Eigentlich. Mein Vater brauchte als Taxifahrer in den 70er Jahren so ein Ding für das Handgelenk, in dem sich meistens Unmengen von Quittungen, Tabletten und Schlüsseln sammelten. „Friends“ hat schon vor 20 Jahren zu dem Thema eine ganze Episode gemacht:

Männertaschen sind der Gipfel der Uncoolness. Sie erinnern an die unsäglichen „fanny packs“, die man in den 90ern um die Hüfte schnallte.  [weiterlesen]



Ich wollte den Artikel schon vor einer Woche schreiben, aber es ist mir mal wieder etwas Leben dazwischen gekommen. Also hole ich das fix nach.

Vor mittlerweile knapp zwei Wochen bin ich mit der LvA nach Porto geflogen. Warum? Because we can. Wir haben das Glück, dass RyanAir direkt von Baden-Baden aus fliegt und wir deshalb für vergleichsweise wenig Geld viele interessante Ziele in ganz Europa anfliegen können: England, Malta, Israel, Italien, Spanien. Und eben Portugal. Porto UND Lissabon. Letztlich haben wir eine Münze geworfen. Porto hat gewonnen.

Der Flug dauert knapp zweieinhalb Stunden, der Flughafen vor Ort ist modern und sogar etwas retro-futuristisch.  [weiterlesen]



Keine Sorge, ich bin nicht abgetaucht – ich war nur mal wieder fünf Tage lang auf Reportagereise für die Liebes Land in der Republik unterwegs (neues Heft seit Mittwoch am Kiosk, btw). Einer muss ja.

Nun wollte ich mal willkürlich zusammen schreiben, was einem dabei so alles passiert.

Fangen wir mit der Hinreise von Baden-Baden nach Berlin an. Eigentlich ganz beschaulich, wenn auch mit gut sieben Stunden arg lang. Schon vor Karlsruhe komme ich an zwei brennenden Lastwagen auf der Gegenspur vorbei. Ich mache ein dokumentarisches Foto für die LvA, das ich hier allerdings nicht zeigen werde –  [weiterlesen]



Zwei Monate Hardcore-Intervallfasten sind rum. Eigentlich eine spontane Schnapsidee nach einem zu üppigen Brunch. Und natürlich habe ich das viel zu extrem gemacht – statt eine kurze Fastenwoche einzulegen oder nach 16:8-Prinzip jeden Tag ein kontrolliertes Fenster zur Nahrungsaufnahme einzurichten, habe ich einfach jeden zweiten Tag nichts mehr gegessen. Jeden zweiten Tag Hunger, jeden zweiten Tag miese Laune, jeden zweiten Tag die Frage „habe ich noch alle Murmeln in der Tasche?“.

Ich habe dabei viel gelernt. Über meinen Körper, meine Disziplin, mein Hungergefühl und meinen Kalorienverbrauch. Bevor ich dazu komme, gönnt mir bitte einen Moment des Stolzes –  [weiterlesen]