Originaltext November 2014:

Vom identitätsstiftenden Familienmagazin zum rotblauen Klon-Listing samt austauschbarer Blondine auf dem Cover: Mit der Vermehrung der TV-Sender ist eine Vermehrung der TV-Zeitschriften einher gegangen, die einen ruinösen Wettbewerb ausschließlich über den Preis betreibt. Dabei würde der Markt im Zeitalter des individualisierbaren Programmangebots ganz andere Ansätze brauchen.

Über die 80er Jahre hinaus definierten Schüler ihren TV-Konsum über die daheim verfügbare Fernsehzeitschrift: Es gab Hörzu- und Gong-Kids, Familien mit TV Hören & Sehen oder der sympathisch altmodisch betitelten Funkuhr. In anspruchsvoller interessierten Haushalten musste die kostenlose Beilage zur Wochenzeitung reichen, Vorreiter mit Videorekorder und Privatfernsehen griffen gerne zur hochmodernen TV Spielfilm.  [weiterlesen]



Ich wollte eigentlich in einem einzelnen Artikel auf alle meine mittlerweile gesammelten NuFood-Erfahrungen eingehen, aber es zeigt sich mittlerweile, dass das den Rahmen sprengen würde. Also splitte ich das in mehrere Beiträge auf. Der Grund: Es macht mir ehrlich Spaß, die Gewichtsabnahme und den Sport mit neuen Experimenten in Sachen Ernährung zu kombinieren.

Von dem Nahrungsersatz Mana hatte ich euch ja schon erzählt. Davon habe ich auch noch einen Haufen Beutel hier, aber die sind nur beschränkt diätgeeignet, da Mana nicht kalorienarm ist. Man isst damit anders, nicht weniger.

Neulich stieß ich zur kontrollierten Kalorienreduktion bei Groupon (ausgerechnet!) auf diesen Deal –  [weiterlesen]



Wer schon länger auf YouTube unterwegs ist, kennt Thunderfoot. Genauere Details über Phil Mason kann man hier nachlesen. Der Mann ist Vlogger-Urgestein, war lange Jahre einer der führenden Köpfe zuerst der Atheisten, dann der Anti-Feministen, generell auch der Skeptiker. Was ihn auszeichnet: Er weiß, wovon er redet. Er ist Wissenschaftler und hat sich mit allen Themen, die er bespricht, auch ausführlich auseinander gesetzt. Hinzu kommen seine ruhige Art, seine klare Sprache, seine undogmatische Herangehensweise. Die Höchstmaß an Aggression bei Thunderfoot ist die entgeisterte Empörung.

Das hier ist sein Motto:

„The true beauty of a self-inquiring sentient universe is lost on those who elect to walk the intellectually vacuous path of comfortable paranoid fantasies.“  [weiterlesen]



Ihr wolltet ja, dass ich mir nicht immer einfache „Opfer“ suche…

Depp des Tages ist heute der Wissenschaftsjournalist Dirk Lorenzen, der regelmäßig für den Deutschlandfunk arbeitet. Wie so jemand von mir die Bezeichnung „Depp“ angeheftet bekommen kann? Steht der denn nicht auf meiner, der skeptischen Seite, und entlarvt allerlei verschwörungstheoretischen Unfug?

Ja. Und nein. Weil man das richtig und falsch machen kann.

Etwas Kontext: Es gibt die Theorie der Phantomzeit, zu der auch die Annahme eines „erfundenen Mittelalters“ gehört. Ganz grob gesagt: Knapp 300 Jahre zum Ende des ersten Jahrtausends nach Christus haben nie stattgefunden,  [weiterlesen]



USA 2017. Regie: Ridley Scott. Darsteller: Michael Fassbender, Katherine Waterston, James Franco, Guy Pearce, Billy Crudup, Danny McBride u.a.

Story: Die „Covenant“ ist auf dem Weg zu einem (hoffentlich besiedelbaren) Planeten mit knapp 2000 Kolonisten im Cryo-Schlaf. Der für die Wartung zuständige Android Walter weckt die Kern-Crew, als ein Sonnensturm das große Solarsegel beschädigt. Kurz darauf wird ein Funkspruch von einem bisher unbekannten Planeten empfangen, der noch bessere Lebensbedingungen verspricht und schneller zu erreichen wäre. Kaum dort angekommen, wird die Mannschaft mit den Überresten einer äonenalten Zivilisation, Hinweisen auf einen früheren Schiffbruch eines terranischen Raumschiffs und ein paar außerordentlich aggressiven Aliens konfrontiert…  [weiterlesen]



Das letzte Mal habe ich einen solchen Beitrag Ende 2011 verfaßt. Damals hatte ich mir meinen ersten Motorroller aus chinesischer Produktion gekauft, den Nachbau einer Vespa Primavera 50. Leider habt ihr mitbekommen, dass dem Scooter kein schönes Leben beschieden war. Mehrfach von besoffenen Rowdys beschädigt und harschem Wetter ausgesetzt, alterte er so schnell, dass er jetzt nach fünf Jahren kaum noch mit mehr als „fahrfähig“ beschrieben werden kann. Aus diesem Grund habe ich auch im Februar das neue Nummernschild erstmal nicht abgeholt und den Roller auf dem Hof stehen gelassen.

Es stellte sich die Frage: Was nun?  [weiterlesen]



Über Nina Hagens musikalisches Können und ihre musikhistorische Bedeutung kann ich nichts sagen – ich kenne zu wenig von ihr, um kompetent zu sein. Das bisschen, was ich kenne, finde ich manchmal erfrischend rebellisch, manchmal aber auch maßlos affektiert.

Der „öffentliche Mensch“ Nina Hagen ist mir allerdings schon immer ungeheuer auf den Keks gegangen, weil die Frau eine Eigenschaft hat, die mich triggert: sie taumelt von einer Scheißidee zu nächsten, von der Sucht in die Sekte, mutiert von der Anarcho-Braut zur Volks-Mama – und verlangt für jeden ihrer Hirnfurze lautstark Respekt. Zumindest, bis sie ihr infantiles Gemüt dem nächsten Schnickschnack widmet.  [weiterlesen]



Langjährigen Lesern meines Blogs ist bekannt, dass bei uns daheim bevorzugt britische Dokumentationen geschaut werden. Natur, Kultur, Kulinarik – irgendwie scheinen die englischen Sender deutlich breiter und besser aufgestellt, wenn es darum geht, die vergangene und aktuelle Welt abzubilden und aufzuarbeiten. Das gilt besonders, seit sich bei uns das widerliche Stilmittel durchgesetzt hat, zu wirklich jedem Thema irgendein paar unbeteiligte Spaßnasen vorgefertigte Sprüche absondern zu lassen:

„Bismarck? Wieso Kanzler? Ich dachte, der hat den Hering erfunden!“

Lange Zeit unterstellte ich, dass Deutschland vielleicht zu wenig Themen hat, zu wenig relevante Geschichte(n) jenseits des totdokumentierten Dritten Reichs samt folgendem Wirtschaftwunder mit den immer gleichen Aufnahmen von Trümmerfrauen und Mauerbau.  [weiterlesen]



Die LvA schenkt mir zu Weihnachten gerne Sachen, von denen wir beide was haben. Unter dem Christbaum 2016 lag deshalb eine Reise nach Island. Hatte ich jetzt nicht wirklich als einen der „100 places to go before you die“ auf dem Zettel, aber man ist ja flexibel und neugierig. Island also. Es hilft, dass ein paar meiner Romane teilweise auf Island spielen – mal schauen, wie sehr ich bei der Beschreibung daneben gelegen habe.

Eigentlich war geplant und gebucht, nach zwei Tagen Reykjavik mit dem Wagen zur Ostseite der Insel zu fahren. Einer der Gründe: die LvA wollte unbedingt mal zu den Gletschern,  [weiterlesen]



Okay, weil heute anscheinend jeder noch mal den ESC rekapituliert, hier meine 2 Cents:

Ein guter Jahrgang, in dem deutlich mehr regionale Aspekte und Lokalkolorit präsentiert wurden. Ich begrüße die geringere Anzahl an Power-Balladen und Faux-Musical-Nummern, bei denen Damen in langen Kleidern melodramatisch die angespannten Hände gen Himmel strecken. Diesmal keine reine Gag-Nummer. Tolle virtuelle (durch reale Requisiten ergänzte) Bühnenbilder.

Auf der Minus-Seite: Entsetzliche Moderatoren. Die zweigeteilte Punktevergabe ist scheiße, bitte zurück zum alten System.

Ich kann mit dem Siegersong gut leben, habe die vielleicht einen Tacken zu hippe Heulnummer gestern so beschrieben: „Ein Song,  [weiterlesen]