Logan

Ich glaube, „Logan“ ist der erste Superheldenfilm seit Jahren, der mich zwar interessiert hat, den ich im Kino aber verpasst habe. Das ist umso kurioser, da hier genau das versprochen wird, was ich seit Ewigkeiten einfordere: Solo-Filme innerhalb eines Superhelden-Universums, die eher wie Graphic Novels erzählt werden und sich endlich auch mal wieder an Erwachsene richten. Nach dem Erfolg von „Deadpool“ traut man sich „hard r“ und hier wird das nicht mal mit einer humorigen Grundeinstellung übertüncht.

Der Vorgänger „The Wolverine“ versuchte Ähnliches, krankte in meinen Augen aber an einer unentschlossenen „sowohl als auch“-Haltung krankte.  [weiterlesen]



Ich habe die ersten Folgen der neuen Twin Peaks-Staffel gesehen. Für einen ausführlichen Review ist das zu wenig, aber in kurz: mir gefällt’s. Fast alle Charaktere mitsamt ihrer Darsteller sind wieder dabei, es werden gleich drei spannende neue Plots aufgemacht und verstörtes Kopfkratzen ist hier die Regel, nicht die Ausnahme.

Es sei noch erwähnt, dass sich die Neuauflage/Fortsetzung in zwei Dingen von der ersten Minute an deutlich vom Original abhebt. So sieht man den Wasserfall im Vorspann nicht mehr von vorne, sondern von oben. Das ist den neuen Produktionsmethoden geschuldet, die für solche dynamischen Aufnahmen keine teuren Helikopter mehr brauchen,  [weiterlesen]



Wie ihr wisst, habe ich meinen alten Motorroller verkauft:

150 Euro. Ich hätte sicher noch ein paar Euro mehr bekommen können (oft genug gehen Unfallroller zur Ausschlachtung für mehr als 200 weg), aber ich wollte den Vorgang möglichst knapp und stressfrei halten.

Erstmals habe ich zu diesem Zweck die Ebay-Kleinanzeigen genutzt. Ich wollte einen Käufer aus der Gegend und ein Inserat in der lokalen Tageszeitung dauerte mir zu lange. Meine Online-Anzeige war knapp, aber eindeutig und konzentrierte sich auf die wesentlichen Punkte, die ich hier noch mal zusammen fasse:

„Festpreis 150 Euro.  [weiterlesen]



Es ist bekannt, dass es zu meinem Musikgeschmack zwei Meinungen gibt, die der Charakterisierung von Troubadix in den Asterix-Comics entsprechen: ich selbst finde ihn genial, alle anderen finden ihn unbeschreiblich. Deshalb verkneife ich mir Platten- und Konzertkritiken auch üblicherweise. Mir fehlt der Background, mir fehlt die Expertise, mir fehlt schlicht die Masse an Musik zum kompetenten Vergleich.  Aber es ist Feiertag und ich hatte gestern einen guten Abend, also mache ich eine Ausnahme.

Bryan Ferry ist mal wieder auf Tour. Ein alter Mann singt für alte Menschen. Ich vermute, hier ist die Nostalgie ein ebenso starker Motivator des Publikums wie die tatsächlich gebotene Performance.  [weiterlesen]



Es ist zum Verständnis dieses Beitrags wichtig, dass ihr noch mal diesen Beitrag von vor acht Jahren lest. Bitte.

Sehr ihr die Tür da links? Ich erinnere mich an diese Tür. Ich erinnere mich an den bellenden Schäferhund dahinter, an seinen freudig auf und ab springenden Schemen. Ich habe meine Nase am Glas platt gedrückt, um zu sehen, ob jemand daheim ist.

Ich war 8 Jahre, 10 Jahre, 12, Jahre, 14 Jahre.

Es ist das Haus meiner Oma. Und ihr habt ja 2009 schon gelesen, wie sehr es mir einen Stich versetzt,  [weiterlesen]



Originaltext November 2014:

Vom identitätsstiftenden Familienmagazin zum rotblauen Klon-Listing samt austauschbarer Blondine auf dem Cover: Mit der Vermehrung der TV-Sender ist eine Vermehrung der TV-Zeitschriften einher gegangen, die einen ruinösen Wettbewerb ausschließlich über den Preis betreibt. Dabei würde der Markt im Zeitalter des individualisierbaren Programmangebots ganz andere Ansätze brauchen.

Über die 80er Jahre hinaus definierten Schüler ihren TV-Konsum über die daheim verfügbare Fernsehzeitschrift: Es gab Hörzu- und Gong-Kids, Familien mit TV Hören & Sehen oder der sympathisch altmodisch betitelten Funkuhr. In anspruchsvoller interessierten Haushalten musste die kostenlose Beilage zur Wochenzeitung reichen, Vorreiter mit Videorekorder und Privatfernsehen griffen gerne zur hochmodernen TV Spielfilm.  [weiterlesen]



Ich wollte eigentlich in einem einzelnen Artikel auf alle meine mittlerweile gesammelten NuFood-Erfahrungen eingehen, aber es zeigt sich mittlerweile, dass das den Rahmen sprengen würde. Also splitte ich das in mehrere Beiträge auf. Der Grund: Es macht mir ehrlich Spaß, die Gewichtsabnahme und den Sport mit neuen Experimenten in Sachen Ernährung zu kombinieren.

Von dem Nahrungsersatz Mana hatte ich euch ja schon erzählt. Davon habe ich auch noch einen Haufen Beutel hier, aber die sind nur beschränkt diätgeeignet, da Mana nicht kalorienarm ist. Man isst damit anders, nicht weniger.

Neulich stieß ich zur kontrollierten Kalorienreduktion bei Groupon (ausgerechnet!) auf diesen Deal –  [weiterlesen]



Wer schon länger auf YouTube unterwegs ist, kennt Thunderfoot. Genauere Details über Phil Mason kann man hier nachlesen. Der Mann ist Vlogger-Urgestein, war lange Jahre einer der führenden Köpfe zuerst der Atheisten, dann der Anti-Feministen, generell auch der Skeptiker. Was ihn auszeichnet: Er weiß, wovon er redet. Er ist Wissenschaftler und hat sich mit allen Themen, die er bespricht, auch ausführlich auseinander gesetzt. Hinzu kommen seine ruhige Art, seine klare Sprache, seine undogmatische Herangehensweise. Die Höchstmaß an Aggression bei Thunderfoot ist die entgeisterte Empörung.

Das hier ist sein Motto:

„The true beauty of a self-inquiring sentient universe is lost on those who elect to walk the intellectually vacuous path of comfortable paranoid fantasies.“  [weiterlesen]



Ihr wolltet ja, dass ich mir nicht immer einfache „Opfer“ suche…

Depp des Tages ist heute der Wissenschaftsjournalist Dirk Lorenzen, der regelmäßig für den Deutschlandfunk arbeitet. Wie so jemand von mir die Bezeichnung „Depp“ angeheftet bekommen kann? Steht der denn nicht auf meiner, der skeptischen Seite, und entlarvt allerlei verschwörungstheoretischen Unfug?

Ja. Und nein. Weil man das richtig und falsch machen kann.

Etwas Kontext: Es gibt die Theorie der Phantomzeit, zu der auch die Annahme eines „erfundenen Mittelalters“ gehört. Ganz grob gesagt: Knapp 300 Jahre zum Ende des ersten Jahrtausends nach Christus haben nie stattgefunden,  [weiterlesen]



USA 2017. Regie: Ridley Scott. Darsteller: Michael Fassbender, Katherine Waterston, James Franco, Guy Pearce, Billy Crudup, Danny McBride u.a.

Story: Die „Covenant“ ist auf dem Weg zu einem (hoffentlich besiedelbaren) Planeten mit knapp 2000 Kolonisten im Cryo-Schlaf. Der für die Wartung zuständige Android Walter weckt die Kern-Crew, als ein Sonnensturm das große Solarsegel beschädigt. Kurz darauf wird ein Funkspruch von einem bisher unbekannten Planeten empfangen, der noch bessere Lebensbedingungen verspricht und schneller zu erreichen wäre. Kaum dort angekommen, wird die Mannschaft mit den Überresten einer äonenalten Zivilisation, Hinweisen auf einen früheren Schiffbruch eines terranischen Raumschiffs und ein paar außerordentlich aggressiven Aliens konfrontiert…  [weiterlesen]