Eben hat jemand auf Facebook das hier gepostet:

Wow, da kommen Erinnerungen auf. Ich glaube, es gibt niemanden, der nicht massive Nostalgie für die Langnese-Tafeln der Kindheit pflegt. Der Trip zum Kiosk, die paar Groschen vom Taschengeld… like ice in the sunshine, indeed:

Ich habe über die 70er und 80er erlebt, wie sich die Tafel verändert hat. Hier ein paar der Sachen, die mir spontan einfallen:

  • Berry wurde auf Mini Milk-Format verkleinert
  • Trendsorten wie Ko Kos fielen weg, andere wie Jonny kamen dazu
  • Cornetto bekam neue Varianten
  • Die Magnum-Invasion begann

Ich habe als Kind immer Berry gelutscht,  [weiterlesen]



Ich weiß, Medienkritik hat hier in den letzten Jahren etwas nachgelassen. Das ist auch eine Frage des Alters – meines, nicht des Blogs. Ich bin über 50 und lese einfach weniger Quellen, die mich aufregen. Das ist Seelenpflege. Ich suche den Ärger nicht mehr, sondern lasse mich nur noch (und immer seltener) von ihm kalt erwischen.

Warum sollte ich bento lesen? Warum die Post von Wagner, die News von Politically Incorrect oder die Twitter-Streams der AfD? Was davon zu halten ist, ward und wird bewiesen, es bedarf meiner Aufklärung wahrlich nicht mehr.

Es gibt Ausnahmen. Wenn ich (wie täglich,  [weiterlesen]



Ich weiß nicht nicht mehr genau, wann er auf Facebook auftauchte, dann auf meinem Blog, und damit in meinem Leben: Daniel Spiegelberg war irgendwann da. Und was er schrieb, machte mich froh und neidisch zugleich. Froh, weil ich da eine so unglaublich verwandte Seele walten sah – und neidisch, weil er so wunderbar erzählen konnte, weil er so frei war von der Wut und dem Sarkasmus, den mir Leute oft (gerechtfertigt) unterstellen. Daniel war ganz Mensch, und das zeichnete ihn auch in seinem Beruf als Arzt in der Psychiatrie aus. Er gab niemanden auf, richtete über niemanden, war nie stolz,  [weiterlesen]



The Angel

Spanien/Argentinien 2018. Regie: Luis Ortega. Darsteller: Lorenzo Ferro, Chino Darín, Mercedes Morán, Cecilia Roth, Daniel Fanego, Luis Gnecco

Offizielle Synopsis: Carlos ist siebzehn und hat das Gesicht eines Engels. Doch hinter der blond gelockten Fassade lauert ein entschieden dunkleres Biest. Im sonnendurchtränkten Argentinien des Jahres 1971 klaut sich Carlos mit Hilfe seines neuen Freundes Ramón und dessen zwielichtigen Eltern durch die Villengegend von Buenos Aires. Im Gegensatz zu seinen Komplizen geht es Carlos aber nicht einfach um Bereicherung. Sein krimineller Drang ist vielmehr ein Urinstinkt, der in ihm schlummert und sich weiter und weiter entfaltet,  [weiterlesen]



The Witch (1)

Südkorea 2018. Regie: Park Hoon-Jung. Darsteller: Kim Da-Mi, Jo Min-Soo, Choi Woo-Sik, Go Min-Si, Park Hee-Soon, Da-Eun

Offizielle Synopsis: Die Geschichte beginnt mit einem brutalen Massaker. Nur die achtjährige Ja-Yoon kann entkommen. Zehn Jahre später scheint sie an das traumatische Erlebnis keine Erinnerung mehr zu haben. Als ihre beste Freundin die scheue Teenagerin überredet, in einer öffentlichen Castingshow einen ihrer verblüffenden Zaubertricks vorzuführen, ruft das unversehens die geheim operierende Organisation auf den Plan, die ihr schon vor einem Jahrzehnt nach dem Leben trachtete. Doch das Mädchen weiß sich zu wehren – und wie!  [weiterlesen]



2013 war ich das erste Mal bei den Nights. Bis dahin hatte ich gedacht, das „große“ Fantasy Filmfest Festival einmal im Jahr sei genug. Da ich (Ehe, Beruf und zwei Katzen sei Dank) daheim aber einfach nicht mehr so viel dazu komme, „meine“ Filme anzuschauen, nehme ich mittlerweile soviel FFF mit, wie ich kann.

Nürnberg ist bekanntermaßen neben Berlin mein liebster Festival-Spielort, auch wegen der Kumpanei vor Ort mit Doc Acula von den Badmovies. Der fällt leider kurzfristig wegen heißer Scheißerei aus. Schade. Wer mich in Nürnberg kennt, mag und sieht, kann mich also durchaus ansprechen, meine „dance card“  [weiterlesen]



Das Internet ist ein seltsamer Ort. Hier wird man Zeuge, wie aus schwarz weiß wird, aus Hitler ein Linker, wie der Irak-Krieg begonnen wurde, um ein Stargate zu vertuschen und wie demnächst – GANZ DEMNÄCHST! – die Eliten zusammen getrieben und zur Freiheit des Volkes erschossen werden.

Die Umdrehung von Begriffen und Definitionen ist dabei besonders bizarr – die größten Spinner halten sich für die wahren Skeptiker, totale Ignoranz wird mit kritischem Bewusstsein verwechselt und tumber Glaube an die Zaubermacht moderner Techno-Gaukler hat auf einmal was mit Fortschritt zu tun.

Ein fast schon zu perfektes Beispiel sind die „solar frickin‘  [weiterlesen]



Die heutige Episode setzt mit 2 Stunden 37 Minuten einen neuen Maßstab. Außerdem haben wir zu unserem Special Feature über einen bestimmten Agenten im Geheimdienst Ihrer Majestät den Chef von Massengeschmack-TV geladen – der leidet seit frühster Kindheit an chronischer Bonditis. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber wir sind stolz auf das Ergebnis – mit Ausnahme der Qualität meiner Tonspur. Es stellt sich heraus, dass sich Bluetooth-OverEar-Kopfhörer NICHT zur Aufzeichnung eignen, weil sie die hereinkommenden Sounds nicht perfekt abschirmen. Das Ergebnis war ein kristallklarer Track meiner Stimme, bei dem ständig Dia im Hintergrund nuschelte. Also mussten wir diesmal meine Tonspur von der Skype-Übertragung nehmen,  [weiterlesen]



Eigentlich möchte ich nur eine kurze, knappe Konzertkritik schreiben – aber das hier geht weiter zurück. Das hat eine Geschichte. Und die muss ich erzählen.

Ich gesteh’s: ich gehe gerne in Konzerte von 80er Jahre-Stars. Die Helden meiner Jugend, ich jubele ihnen immer noch zu, solange es keine peinliche Schlagergala/Retro-Festival-Nummer und der Saal bestuhlt ist. Chris de Burgh, Bryan Ferry, Pet Shop Boys, a-ha (akustisch) – da bin ich dabei, immer mit der LvA an meiner Seite.

Letzte Woche postete Holger Kreymeier von Massengeschmack-TV ein Foto aus einem Konzertsaal in Hamburg,  [weiterlesen]



USA 2019. Regie: Anna Boden und Ryan Fleck. Darsteller: Brie Larson, Samuel L. Jackson, Jude Law, Clark Gregg, Annette Benning, Gemma Chan, Lashana Lynch u.a.

Story: Vers ist eine Kämpferin der Kree, einer galaktischen Supermacht, die seit Jahren im Krieg mit den gestaltwandelnden Skrull liegt. Als die Suche nach einem Überlichtantrieb sie auf die Erde bringt, trifft sie den SHIELD-Agenten Nick Fury – und bekommt Einblick in die eigene Vergangenheit, die sie schon lange vergessen hatte.

Kritik: „Captain Marvel“ ist der Film, an den ich einen guten Teil meiner cineastischen Unschuld verloren habe –  [weiterlesen]