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Originaltext November 2013:

Die digitale Revolution stellt nicht nur Kleinverlage und Nachwuchsschriftsteller vor neue Herausforderungen: Auch Bestsellerautoren müssen sich überlegen, wie sie mit neuen Märkten und neuen Lesegewohnheiten umgehen. Die Chancen sind dabei jedoch größer als die Risiken.

Der König des gepflegten Grusels hatte es mal wieder voraus gesehen: Schon im Jahr 2000 veröffentlichte Stephen King mit „Riding the Bullet“ und „The Plant“ Ebooks, um den Markt für elektronische Literatur anzutesten. Da es jedoch noch keine Lesegeräte gab, mussten die Käufer die Seiten am heimischen Monitor lesen oder – ganz oldschool – ausdrucken. Nach anfänglich großem Interesse auch… [weiterlesen]

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Originaltext Oktober 2013:

Crashs, Verletzungen, Stürze – spektakulärer und gleichzeitig folgenloser als beim Electronic Sports World Cup in Paris kann man Sport nicht erleben. Oder eSport, wie es die Beteiligten nennen. Was als harmloser Gamer-Wettstreit begonnen hat, ist zu einem globalen Geschäft geworden, in dem sich Millionen verdienen lassen – und auch die Deutschen kräftig mitmischen.

Die Geschichte des „eSports“ ist ein Spiegel der technischen Entwicklung im Bereich Videospiele. Bis in die 90er Jahre waren es die Konsolen-Hersteller wie Nintendo, die zu Weltmeisterschaften luden, Preise auslobten – und in Hollywood sogar Spielfilme zur Promotion ihrer Veranstaltungen produzieren ließen. Dabei… [weiterlesen]

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Originaltext September 2013:

Es sind schon lange nicht mehr Stunts und Stars, die die Preise für Hollywood-Blockbuster in immer neue Höhen treiben, es sind die Effekte aus dem Computer. Die Produktionsfirma des „Star Wars“-Erfinders George Lucas will das ändern – mit Technologie aus Videospielen.

Filmtricks: Seit 100 Jahren der gleiche Ablauf

Ein Film wird gedreht, geschnitten – und dann werden mit großer Mühe die Spezialeffekte angefertigt und eingefügt. So ist der Ablauf, seit Georges Méliès 1902 „… [weiterlesen]

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Originaltext Juli 2013:

Immer mehr Spiele erlauben dem Benutzer einen kostenlosen Einstieg – und setzen auf immer raffiniertere Techniken, um über käufliche Gegenstände und freischaltbare Charaktere Geld zu verdienen. Wo hört der freiwillige Bonus auf und wo fängt die unzuverlässige Manipulation des Spielers an?

Spiele nicht als Ware, sondern als Dienstleistung

In den 80er und 90er Jahren waren PC-Spiele Produkte, die man im Laden kaufte wie Cornflakes und Bücher. Für 30, 40 oder 50 Euro erwarb man Eigentum. Das Spiel wurde „durchgezockt“, nach den ersten Levels aufgegeben oder an Freunde verschenkt. Der Umfang des Spiels und sein Schwierigkeitsgrad waren… [weiterlesen]

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Originaltext Mai 2013:

Journalisten leben gefährlich: sie werden bedrängt, verprügelt, entführt, angeschossen und ermordet. Berichtet jemand aus einem Krisengebiet und begibt sich freiwillig zwischen die Fronten, kann man bedauernd sagen: Berufsrisiko. Aber wie der Bericht der „Reporter ohne Grenzen“ jedes Jahr aufs Neue aufzeigt, ist die Pressefreiheit nicht nur in Syrien bedroht, in Darfur oder im Kosovo.

Seit 1994 wird am 3.Mai der „Internationale Tag der Pressefreiheit“ begangen. Die NGO „Reporter ohne Grenzen“ veröffentlicht an diesem Tag ihren Jahresbericht – und der wird auch heuer kein Grund zur Entwarnung sein. Das… [weiterlesen]

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Originaltext Januar 2013:

Es ist der Trend, den die Elektronikriesen verpennt haben – und die Nische, in die nun kleine Hersteller stoßen: Mini-PCs von der Größe eines fettleibigen USB-Sticks, die jeden halbwegs aktuellen Fernseher für wenig Geld individuell aufrüsten. Surfen, Musik hören, spielen, chatten – sogar Videotelefonie per Skype ist kein Problem.

Gerade mal 60 Euro kostet der „blinde“ Mini-PC auf Android-Basis ohne Tastatur und Bildschirm. Für unter 90 Euro gibt es Kombi-Pakete mit Funktastatur und Trackpad zur Steuerung vom Sessel aus. 1,6Ghz aus dem Dual Core-Prozessor, 8Gb Speicher, Bluetooth und USB – alles an Bord im Format… [weiterlesen]

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Originaltext April 2014:

Mit "iBeacon" hat Apple Ende 2013 fast unbemerkt eine Technik eingeführt, die unser gesamtes mobiles Leben nachhaltig beeinflussen könnte. Dank iBeacon lassen sich iPhone & Co in geschlossenen Räumen (etwa in Kaufhäusern oder Museen) problemlos orten und mit Nachrichten und Hinweisen beschicken. Digitale und analoge Welt wachsen wieder ein Stück zusammen.

Die Technik ist vergleichsweise simpel: iBeacons sind kleine Funkboxen, die per Bluetooth herannahende Smartphones und Tablets von Usern erkennen und diese kontaktieren. Dank einer Reichweite von locker 30 Metern und minimalem Stromverbrauch ist iBeacon den bisher favorisierten NFC-Systemen deutlich überlegen. Mehrere iBeacons können… [weiterlesen]

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Originaltext Februar 2014:

Mit viel Wirbel und noch mehr Geld ging nach rund zehnjähriger Vorbereitung 1998 das weltweite Satelliten-Netzwerk "Iridium" an den Start. Was die digitale Kommunikation revolutionieren sollte, musste 2000 bereits wieder Konkurs anmelden. Doch die Satelliten haben den ökonomischen Absturz überlebt – und funken weiter unverdrossen. Quasi mit Verspätung ist das System nach dem Fehlstart doch noch ein Erfolg geworden. Nun wird eine neue Phase eingeleitet: Nach der globalen, unabhängigen Telefonie folgt das globale, unabhängige Internet.

Es ist ein Alptraum für Drehbuchautoren des 21. Jahrhunderts: Das Handy macht es fast unmöglich, Charaktere zu isolieren, ihnen den Kontakt… [weiterlesen]

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Originaltext März 2013:

Ein Format emanzipiert sich von seinem Medium: Wo 50 Jahre lang Fernsehproduzenten ihre Fernsehserien für Fernsehsender produzierten, mischen nun alte und neue Player den Markt auf. Sie experimentieren mit Formaten, Vertriebswegen – und investieren Millionen.

Eine Idee aus Web-Steinzeit

Die Idee, das Internet als direkten Vertriebsweg für neue Programme zu nutzen und so das "alte Medium Fernsehen" zu umgehen, ist wahrlich nicht neu. In den 90er Jahren finanzierte eine englische Firma die Vampirserie "New Blood" über Product Placement von Mode und Musik. Die 1994 gefloppte Trickserie "The Critic" erlebte ihre Wiederauferstehung 2000 im Web mit neuen,… [weiterlesen]

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Originaltext November 2014:

Kann man in Zukunft den sozialen Status im Netz für Rabatte nutzen? In New York gab es jüngst ein Experiment, bei dem genau das möglich war. Nutzer mit einem bestimmten Score bekamen einen Dollar Nachlass für je 500 Follower/Freunde in den sozialen Netzen. Daraus könnte sich eine Celebrity-Kultur mit ungewöhnlichen Folgen entwickeln.

Es ist seit jeher die Macht, die denen Vergünstigungen bringt, die sie eigentlich am wenigsten brauchen: Im Mittelalter mussten Könige ebenso wenig für Speis und Trank zu zahlen wie kirchliche Würdenträger und lokale Politiker. Schankwirt und Schneider versprachen sich von untertäniger Erlassung angefallener Kosten… [weiterlesen]