Ich entzünde die Fackel, deren Lumpen in das Öl toter Nerds getunkt ist. Dann steige ich in die Katakomben unseres Hauses, lasse brizzelnd die Spinnweben in den Flammen vergehen, und bahne mir den Weg durch das Gerümpel vergangener Jahre. Schwitzend und grunzend schaufle ich Zombie-DVDs, vergilbte Bücher, gekaufte und doch nie gelesene Zeitschriften beiseite, bis ich auf die alte Kiste stoße, die leise quietschend ihre Schätze preisgibt. Das Geek-Kostüm, das nie mehr zu tragen ich mir schwor. Ich schüttle den Staub aus der olivgrünen Feldjacke, zerre eine graue Stoffhose hervor, bediene mich am Stapel nie getragener Fantasy Filmfest T-Shirts, die ich etwas zu optimistisch in „L“  [weiterlesen]



Ich habe ja immer wieder mal Humble Bundles gepriesen, bei denen man Sackladungen von Büchern, Comics und Computerspielen für eine Handvoll Dollar bekommen kann. Da sich Interessierte selber für die Newsletter eintragen können, mache ich das mittlerweile nur noch in Ausnahmefällen.

Heute gibt es gleich zwei (bzw. drei) Ausnahmefälle.

Dass ich ein Fan von klassischen Pulp-Romanen bin, wisst ihr schon länger. Es freut mich, dass das Genre der „hard boiled novel“ eine Renaissance erfährt, die sich mit diesem Bundle perfekt feiern lässt:

10 Romane &  [weiterlesen]



The Silence

USA 2017. Regie: John R. Leonetti. Darsteller: Kiernan Shipka, Stanley Tucci,Miranda Otto, John Corbett u.a.

Story: Bei einer Höhlenexpedition in Pennsylvania wird eine gefräßige Spezies fledermausartiger Monster entdeckt, die bald darauf in Schwärmen die USA überzieht. Angezogen werden die blinden Kreaturen von jeder Art von Geräuschen. Die Familie Andrews versucht, sich der Invasion durch eine Flucht aufs Land zu entziehen – da sie wegen der tauben Tochter Ally Gebärdensprache gelernt haben, sind sie klar im Vorteil in einer Welt, die ohne Lärm auskommen muss. Aber die Apokalypse der „Vespen“  [weiterlesen]



Das Futter unserer Katzen ist vermutlich besser als meine Fritten. Und ihr Streu entspricht auch höheren Anforderungen als mein Toilettenpapier. Was will man machen? Ist die Katze gesund, freut sich der Mensch.

Fakt ist – wir kaufen eigentlich immer das hier:

Das ist öko, klumpt toll, riecht nicht und gefällt Rufus so gut wie Becky. Wichtig auch: die Hinterlassenschaften der Katzen können direkt in die Toilette entsorgt werden. Nicht gerade billig mit Ungefähr 37 Euro für den 40 Liter-Sack, aber es hält ja auch eine Weile vor. Und dank Amazon wird das Zeug bis vor die Wohnungstür geschleppt.  [weiterlesen]



Aller Voraussicht nach schreibe ich morgen mal wieder einen längeren Beitrag, aber heute bin ich müde – ja, auch fünf Tage München können (angenehm) schlauchen.

Da heute aber neue Serien zu „Ghostrider“ und „Helstrom“ angekündigt wurden, dachte ich mir, es wäre mal an der Zeit, ein paar Superhelden-Serien auszubuddeln, die ihr entweder nie kanntet oder schon vergessen habt. Also eben NICHT „Lois & Clark“, „MANTIS“, „The Flash“ oder „Wonder Woman“, sondern die anderen. Jene, über die nach der Erstausstrahlung das Vergessen seinen weisen Mantel legte.

Es geht auch nicht um „unaired pilots“ wie „Justice League“  [weiterlesen]



München ist eine Stadt, in der man immer was erleben kann. Gestern waren meine Frau und ich auf dem größten Trödelmarkt Bayerns auf der Theresienwiese (Austragungsort des berüchtigten Oktoberfests). Da gab es schon viel zu gucken und zu staunen, manche Sachen brauche ich nicht, würde sie aber glatt des Designs wegen kaufen, z.B . diesen Kicker im Koffer:

Oder diesen Plattenspieler im Koffer:

Oder dieses knapp 60 Jahre alte Transistor-Radio in der Ledertasche:

Ich habe auch etwas gekauft, dass ich euch demnächst im Video vorstellen werde.  [weiterlesen]



USA 2019. Regie: Anthony und Joe Russo. Darsteller: Robert Downey Jr., Josh Brolin, Bradley Cooper, Chris Evans, Scarlett Johansson, Brie Larson, Jeremy Renner, Paul Rudd, Mark Ruffalo, Chris Hemsworth, Danai Gurira, Karen Gillan, Don Cheadle u.a.

Story: Thanos hat die Hälfte aller Wesen des Universums verschwinden lassen. Die verbleibenden Avenger denken sich einen Plan nach dem anderen aus, um die Ereignisse ungeschehen zu machen. Doch am Ende könnten die zu bringenden Opfer viel größer sein als das, was es zu retten gilt…

Kritik: Ich werde diese Kritik kurz und spoilerfrei halten.  [weiterlesen]



Eben hat jemand auf Facebook das hier gepostet:

Wow, da kommen Erinnerungen auf. Ich glaube, es gibt niemanden, der nicht massive Nostalgie für die Langnese-Tafeln der Kindheit pflegt. Der Trip zum Kiosk, die paar Groschen vom Taschengeld… like ice in the sunshine, indeed:

Ich habe über die 70er und 80er erlebt, wie sich die Tafel verändert hat. Hier ein paar der Sachen, die mir spontan einfallen:

  • Berry wurde auf Mini Milk-Format verkleinert
  • Trendsorten wie Ko Kos fielen weg, andere wie Jonny kamen dazu
  • Cornetto bekam neue Varianten
  • Die Magnum-Invasion begann

Ich habe als Kind immer Berry gelutscht,  [weiterlesen]



Ich weiß, Medienkritik hat hier in den letzten Jahren etwas nachgelassen. Das ist auch eine Frage des Alters – meines, nicht des Blogs. Ich bin über 50 und lese einfach weniger Quellen, die mich aufregen. Das ist Seelenpflege. Ich suche den Ärger nicht mehr, sondern lasse mich nur noch (und immer seltener) von ihm kalt erwischen.

Warum sollte ich bento lesen? Warum die Post von Wagner, die News von Politically Incorrect oder die Twitter-Streams der AfD? Was davon zu halten ist, ward und wird bewiesen, es bedarf meiner Aufklärung wahrlich nicht mehr.

Es gibt Ausnahmen. Wenn ich (wie täglich,  [weiterlesen]



Ich weiß nicht nicht mehr genau, wann er auf Facebook auftauchte, dann auf meinem Blog, und damit in meinem Leben: Daniel Spiegelberg war irgendwann da. Und was er schrieb, machte mich froh und neidisch zugleich. Froh, weil ich da eine so unglaublich verwandte Seele walten sah – und neidisch, weil er so wunderbar erzählen konnte, weil er so frei war von der Wut und dem Sarkasmus, den mir Leute oft (gerechtfertigt) unterstellen. Daniel war ganz Mensch, und das zeichnete ihn auch in seinem Beruf als Arzt in der Psychiatrie aus. Er gab niemanden auf, richtete über niemanden, war nie stolz,  [weiterlesen]