Der hier braucht wieder ein wenig Kontext und einen Disclaimer. Es handelt sich um ein TV-Special, das am Tag vor Silvester 1979 ausgestrahlt wurde – und danach nie wieder. Es war weitgehend der Vergessenheit anheim gefallen, wurde nur noch in alten Archiven und Datenbanken erwähnt.
Vor ungefähr zwei Jahren (?) tauchte dann eine sehr maue Kopie im Netz auf – immer wieder hochgeladen, immer wieder gelöscht. 74 Minuten. Die erste Minute fehlt, am unteren Bildrand sind typische VHS-Tracking-Artefakte zu sehen.
Nun kann man fragen: was ist DARAN denn so spannend? Mehr als man glauben sollte. Die DNA von WENCKE,… [weiterlesen]
Auf Facebook war es ein vergleichsweise ruhiger Monat, aber schaut selbst.
Jeder, der mit Pulp-Abenteuern, Comics und der Science Fiction vor STAR WARS aufgewachsen ist, hat mit der Zukunft ein Hühnchen zu rupfen:
Auch bei dieser Diskussion denke ich immer wieder "haben wir echt keine größeren Sorgen" – aber wie es scheint, kann die Gegenwart die Vergangenheit nicht in Ruhe lassen:
Bei manchen Kochbüchern, die auf Facebook verbreitet werden, schmecken die Speisen vermutlich rauf besser als runter:
Andererseits gibt es auch Geschmacklosigkeiten, deren Reiz ich nicht bestreite (KI):
Vielleicht komme ich in den nächsten sechs Monaten dazu, etwas mehr… [weiterlesen]
Okay, was hat mich letzten Monat geärgert, begeistert, informiert oder überrascht?
Die ganze Welt war überrascht, als Jon Stewart seinerzeit den praktisch unbekannten Trevor Noah zu seinem Nachfolger bei der Daily Show machte. Er mag nicht Stewarts New Yorker Charisma haben, aber intellektuell und rhetorisch ist er ihm ebenbürtig. Das hier ist ein Musterbeispiel, wie man "attack dog journalism" ausbremst, der einen persönlichen Angriff als Frage verkleidet:
Ich liebe American Diner, ich liebe ihre Architektur, ihren Status, ihre Tradition – aber warum sehen die Dinger so aus, wie sie aussehen? That’s why:
Das Thema der XXX-Parodien hatte ich vor… [weiterlesen]
Ihr erinnert euch vielleicht an meinen Beitrag von neulich, in dem ich die Nabelschau der Medienschaffenden beklagte und die perfide Angewohnheit der Presse, zu zündeln und dann das brennende Haus zu beklagen.
Kollege Christian Lukas, den ich früher schon als exzellenten Wortschmied loben durfte, hat dazu auf Facebook einen Kommentar verfasst, der das Problem perfekter auf den Punkt bringt, als ich es könnte. Er bezieht sich dabei auf die Medienmüdigkeit meiner Generation, die keine Lust mehr hat, für alles der Buhmann zu sein, der eh nix kapiert und der auf den Komposthaufen der Geschichte gehört -… [weiterlesen]
Ich bin kein Freund des Amtsschimmels. Der Gaul hat seine Schuldigkeit getan. Wenn’s nach mir geht, kann er in die Knochenleim-Fabrik.
Es hat sich auch tatsächlich viel getan in den letzten Jahren. So ist das KVR in München mittlerweile perfekt durchorganisiert. Termine macht man online aus, sie werden üblicherweise auf die Minute genau eingehalten – und der Sachbearbeiter hat Zugriff auf wirklich alles, um den Wunsch des Besuchers zu erfüllen. Hinzu kommt Security im Eingang, die wirklich hilfreich ist, und sogar die Möglichkeit, direkt vor Ort und kostenlos ein Passfoto zu erstellen, das digital an den Sachbearbeiter weitergereicht… [weiterlesen]
Angesichts von SUPERGIRL kam das Bedürfnis auf, mich noch einmal näher mit meiner Affinität zu DC und insbesondere Superman auseinander zu setzen.
Comics sind seit den 90ern erwachsen geworden, als hätten sie sich entschieden, mit ihren Lesern meiner Generation zu altern. Immer teurer, immer aufwändiger, immer mehr Sammlerobjekt als Wegwerfware, teilweise erschütternd angefüllt mit sex & violence. Das gab es "zu meiner Zeit" nur im Schwermetall. Der Rest war Micky Maus, Superman und Asterix.
Das heißt aber nicht, dass die Comics keine Moral hatte, keine tiefere Erkenntnis, die man auch für sich als Knirps übernehmen konnte.
Meine Sozialisation… [weiterlesen]
Heiss-Zeit = Eis-Zeit
Themen: Neues |Das hier wird mal wieder so eine wirre Geschichte, bei der ich Aktuelles mit vagen Jugenderinnerungen verbinde, die runzelnden Fäuste gen Himmel schüttel und sowieso der Meinung bin, dass ich alles besser weiß. Be warned.
Eis ist ein Lebensmittel. Ein Lebens-Mittel. Göttliches Geschenk, Höhepunkt der zivilisatorischen Möglichkeiten, verbindendes Glied zwischen Kindheit und Erwachsensein, manniggeschmacklicher Genuss aus Waffel oder Becher. Wer kein Eis mag, ist kein guter Mensch – und tritt vermutlich kleine Hunde.
Als ich Anfang der 70er in Eller lebte, kostete in der Eisdiele in der Gumbertstraße (heute ein Sonnenstudio – o tempora, o mores!) ein Bällchen Eis… [weiterlesen]
Story: Kara Zor-El treibt sich mit ihrem Hund Krypto in der Galaxis rum, besäuft sich in schmierigen Alien-Bars und versucht ihre Vergangenheit zu vergessen, ohne eine Zukunft zu haben. Bei einem Konflikt mit Krem von den gelben Hügeln wird Krypto vergiftet. Kara muss die Briganten finden, um das Gegenmittel zu sichern. Dabei trifft sie auf die junge Ruthye, die mit Krem eine ganz eigene Rechnung
2 Cent: Der nackte Zeitgeist
Themen: 2 Cent, Neues |Ich hatte nicht vor, so schnell nacheinander zwei Meinungsstücke zu schreiben. Ich war auch unsicher, ob es mich überhaupt schert, dass Nastassja Kinski fordert, eine Szene in Wim Wenders FALSCHE BEWEGUNG zu entfernen, in der sie als minderjähriges Mädchen oben ohne zu sehen ist. Aber je länger ich das unwürdige Spektakel verfolge, desto mehr fühle ich mich verpflichtet, Kontext zu liefern.
Die 70er. Auch in fein bürgerlichen Haushalten hingen die Weichzeichner-Poster von David Hamilton, das ganze Jahrzehnt war von den SCHULMÄDCHEN-REPORTS geprägt, Ingrid Steeger machte sich in KLIMBIM mehr als nur einen Schlitz ins Kleid, und in… [weiterlesen]
Es ist ein lauer, erheblich zu heißer Sonntag, der nächste größere Beitrag steht morgen an – da haue ich einfach mal ein paar Sachen raus, die in den letzten Tagen in meinem Ordner "Bilder" gelandet sind.
Man kann das natürlich weiterhin kritisch sehen, aber die Fähigkeit der KI, gering aufgelöste und teilweise zerstörte Fotos zu rekonstruieren, grenzt schon an Magie:
(Respekt für jeden, der sie ohne Hilfe erkennt)
Ich werde eines Tages bereuen, darauf nicht reagiert zu haben – MONEY CASH:
In der Dachauer Straße wurde gerade ein Café endgültig geschlossen – hier das Bild von Google Streetview:
Bei… [weiterlesen]