Heute kombiniere ich mal wieder zwei Reviews, weil die „Filme“ (zu den Anführungszeichen kommen wir noch) von den selben Leuten für den selben Sender gedreht wurden, im gleichen Genre und mit den gleichen Stilmitteln.

Andy Samberg ist sicher das größte Talent und das größte Geschenk, das uns „Saturday Night Live“ in diesem Jahrtausend gegeben hat. Ihm verdanken wir unter anderem die grandiosen Pop-Parodien von Lonely Island, die frühe Webserie „The ‚Bu“, die erfolgreiche Sitcom „Brooklyn Nine-Nine“, und viele andere Comedy-Kleinode.

Andy Samberg ist außerdem offensichtlich ein Fan von Sport- und Prominenz-Parodien.  [weiterlesen]



Ich habe mich komplett mit Kommentaren zurückgehalten, was den G20-Gipfel angeht – aus einem eher banalen Grund: ich bin momentan privat zu sehr eingespannt und finde das Thema obendrein unfassbar ermüdend. Nun fühle ich mich aber doch gerufen.

Allen, die sich über die Ausschreitungen empören, möchte ich sagen: Echt? Das hat euch irgendwie überrascht, entsetzt, verärgert? Machen wir uns doch nichts vor: selbst wenn wir die Polizei komplett aus der Analyse subtrahieren, war das nicht nur vorhersehbar – es war unvermeidlich. Die große Politik kommt mit Pomp in die Stadt – die kleine Antifa macht Rabatz. Steine fliegen,  [weiterlesen]



Fangen wir mit dem Equipment an. Das ist der aktuelle Neuzugang in der stetig voller werdenden Sportschublade:

Gut gegen Regen UND Sonne – außerdem hat mir die Trainerin den Tipp gegeben, das Teil bei Hitze in kaltes Wasser zu tunken. Hält die Fontanelle kühl.

Ich habe meine Laufschuhe erstmals in der Maschine gewaschen, weil sie extrem staubig waren und sich wegen des Stoff-Mesch kaum von Hand reinigen lassen. Viele Webseiten raten dringlich von einer Maschinenwäsche ab, weil das die Kunststoffe in den Sohlen angreifen und lösen könnte. Ich denke mir: die halten mehrere Tausend Stöße mit 100 Kilo auf Dreck und bei 35 Grad Außentemperatur aus,  [weiterlesen]



Es ist durchaus ein Muster zu erkennen: Mit der LvA war ich schon in zwei Frankenstein-Aufführungen, einem Dracula-Musical („Tanz der Vampire“ habe ich schon vor 15 Jahren in Wien gesehen), „The Woman in Black“ und „Ghost Stories“. Grusel auf der großen Bühne hat einfach seinen Reiz.

Kein Wunder, dass wir uns die Gelegenheit nicht haben nehmen lassen, eine neue Interpretation von „Dr. Jekyll und Mister Hyde“ im Baden-Badener Theater anzuschauen, noch dazu bei der Uraufführung und in der eigenen Box direkt neben/über der Bühne.

Nun ist die Story nicht neu und wurde schon dutzendfach verfilmt (u.a.  [weiterlesen]



Originaltext April 2013:

Praktisch zeitgleich startet in diesen Tagen in mehreren Ländern eine neue Actionserie, die altbekannte Motive des Westerns in eine ferne Zukunft überträgt. Aus Indianern werden Aliens, aus Pferden Motorräder, und die Stadt St. Louis wird zum futuristischen Fort Alamo. Spannend ist „Defiance“ aber hauptsächlich deshalb, weil die Produzenten parallel zur Serie eine riesige Online-Welt geschaffen haben. TV-Episoden und Game sollen sich gegenseitig befruchten. Ob die Rechnung aufgeht, ist noch völlig offen.

Es ist ein mutiges Konzept, das steht außer Frage. Bisher schuf der Erfolg in einem Medium den Bedarf im anderen.  [weiterlesen]



Es war ein zu langer Tag im Kino, meine Schritte sind müde und mich fröstelt auf dem Rückweg vom Festival zum Hotel. Ein wenig Neid kommt auf, als ich auf halber Strecke an der kleineren, billigeren Herberge vorbei komme, die ich nicht mehr buche, seit ich es mir leisten kann. Davor: eine kleine Clique, vielleicht sechs oder sieben junge Leute, vielleicht zwei oder drei Frauen darunter, angeregt schnatternd. In dem Alter, in dem die späte Nacht kein Grund ist, ein Bett zu suchen, sondern Abenteuer. Aufgekratzte Lebenslust. Geschichten und Zigaretten werden ausgetauscht. Sie fällt auf, größer als die anderen,  [weiterlesen]



England 2016. Regie: Sean Foley. Darsteller: Julian Barratt, Simon Farnaby, Essie Davis, Russell Tovey, Steve Coogan, Andrea Riseborough, Kenneth Branagh, Simon Callow u.a.

Story: Richard Thorncroft war Ende der 80er als Detektiv „Mindhorn“ in England für kurze Zeit so etwas wie ein Star. Aber der Erfolg stieg ihm zu Kopf, er scheiterte in Hollywood und ausgerechnet sein gedemütigter Sidekick wurde mit dem Spinoff „Windjammer“ zum Dauerbrenner auf britischen Bildschirmen. Thorncroft, reduziert auf peinliche Werbespots und magere Gastauftritte, sieht die Bitte des Polizeipräsidiums der Isle of Man, ihnen bei der Jagd nach einem Killer mit Mindhorn-Fetisch zu helfen,  [weiterlesen]



Es war nicht leicht, von München nach Speyer zu ziehen. Es war nicht leicht, von Speyer nach Baden-Baden zu ziehen. Und es war nicht leicht, nach einem halben Jahr innerhalb Baden-Badens umzuziehen. Weg von allen vertrauten Freunden, Orten, Erinnerungen. Nochmal bei Null anfangen. Wie macht man das? Mit 20 ist das leicht, da wird man schnell auf Partys eingeladen. Hat man Kinder, findet man im Nu Kontakt zu anderen Eltern. Wir? Wir haben nicht mal einen Hund. Und unsere beiden Katzen sind an Gästen nicht sonderlich interessiert. Wir sind ein freundliches älteres Ehepaar. Unspannend.

Da ist man umso erfreuter,  [weiterlesen]



Lesen bildet!

Dass Pop ein Business ist und dass Erfolge gekauft werden, ist eine Binsenweisheit. Dieser Artikel vom Deutschlandfunk handelt deshalb nicht nur vom Glamour, sondern von den vielen fleißigen Handwerkern, die alle hoffen, irgendwann für das nächste „Shake it off“ verantwortlich zu sein – oder wenigstens das nächste „Atemlos“.

Ich hatte ja schon über betrügerische Autoren geschrieben, die Werke anderer als ihre eigenen ausgeben. Auf der Webseite der irischen Zeitung Independent kann man nun aus erster Hand nachlesen, wie man sich als Bestseller-Autorin fühlt, deren Werke und Konzepte plötzlich unter anderem Namen auftauchen.  [weiterlesen]



In einem Beitrag vor einem Monat schrieb ich das hier:

Besonders enttäuscht bin ich darüber hinaus von den Mitgliedern der Facebook-Gruppe „Nothing but the Truth – Aktiv gegen Chemmies und andere VT’ler“, die den Artikel von Lorenzen heute feixend geteilt haben. Auf meinen Einwand, ob sie denn überhaupt wüssten, worum es bei Illig geht, antworteten sie mit abfälligen Bemerkungen wie „wenn es nach drei Sekunden Nachdenken anfängt wehzutun, gehört es in diesen Topf“ (der Verschwörungstheorien) und „Da muss man doch nicht son Scheiß glauben!!!“. Ich hatte mehr erwartet als pubertäre Überheblichkeit.

Es sollte sich als prophetisch herausstellen…  [weiterlesen]