Kurz das Szenario: Markus Haage, Herausgeber des Zombie-Magazins mit Ambitionen zum DVD/Blu-ray-Vertreiber, verkündet auf Facebook:

„Falls wem langweilig ist: David Cronenbergs Kult-Horror „Die Brut“ (1979) ist in HD und uncut (und legal) auf YouTube gratis abrufbar. Wer ihn nicht kennt, kann eine Bildungslücke schließen.“

Dazu der Link:

Das stößt Daniel Peree von Wicked Vision auf, selbst Magazin-Macher und Scheiben-Vermarkter:

„Anstelle die physischen Medien zu supporten, wie es eigentlich alle Magazine tun, supportet DER ZOMBIE lieber fucking YouTube-Videos! Da sagen wir doch einfach mal Danke Markus Haage“  [weiterlesen]



Sehen SO Bestsellerautoren aus?

Nein! So sehen Strolche aus! Tagediebe! Hungerleider! Sozialparasiten!

Aus diesem Grund warne ich – nein, prangere ich an! -, dass dieses lichtscheue Gesindel bei Amazon nun einen sogenannten Roman veröffentlich hat. Schon der Titel entlarvt den Schund, der sich genüsslich durch das zieht, was dieser feine Herr für einen „Text“ hält: „Das Höllenbiest gegen McKinsey“. Der Groschenroman feiert fröhliche Urstände, Generationen von Lei(s)tung suchenden Jugendlichen sind damit für die schöne Schreibkunst eines Walser, einer Jelinek verloren.

Ein Pseudonym? Hat er wohl nicht nötig.  [weiterlesen]



Zuerst mal als Nachklapp: Es hat sich herausgestellt, dass ich den Review zu „Tal der Schatten“ im Jahr 2000 für die Seite SF-Fan.de geschrieben hatte, dieser aber über die Jahre die Umstellung zu WordPress nicht überlebt hatte.

Aus der gleichen Ära stammt dieser Artikel zum Thema „qualitativ hochwertige deutsche SF-Streifen neu verfilmen“. Verfasst habe ich ihn damals für das Magazin „phantastisch!“, dem ich aus Verbundenheit zur Perry-Redaktion einige Beiträge zukommen ließ. Wie üblich werde ich in Nachgedanken weiter unten über die „freshness“ der damals von mir gemachten Aussagen sinnieren.

Man entschuldige den mitunter etwas ungelenken Schreibstil.  [weiterlesen]



Okay, vor drei Tagen habe ich euch von den Freuden der Hörspiel- und Podcast-Unterhaltung auf langen Autofahrten erzählt. Man kann die Audio-Dateien problemlos auf sein Android-Smartphone und etwas weniger problemlos auf sein iPhone spielen oder gleich das Tablet auf den Beifahrersitz legen. Es gibt aber eine vergleichsweise preiswerte Lösung, mit der man den Hörgenuss komplett von der sonstigen Elektronik abkoppelt. Das hat den Vorteil, dass man unabhängiger ist und sich auch keine Sorgen machen muss, wenn man das ganze Klump im Wagen liegen lässt oder gar verliert.

So sieht meine persönliche Minimal-Variante aus:

Als da wären: MP3-Player im nano-Format für 1,32 Euro,  [weiterlesen]



Ihr werdet es in den Nachrichten gehört oder gelesen haben – der Justizminister fordert in einem neuen Gesetzentwurf nicht nur bessere Löschmechanismen von Facebook und Twitter, er droht den Verantwortlichen und ihren Firmen drakonische Strafen bei Nichtbeachtung an. Im Kern geht es Maas darum, dass die Sozialen Netzwerke nach klaren Vorgaben gesetzwidrige Inhalte zeitnah löschen sollen. Er beruft sich dabei auf eine Untersuchung von Jugendschutz.net, nach der Twitter nur 1 Prozent der strafbaren Aussagen, Facebook nur 39 Prozent nach Meldung löschen würde.

Die Reflexreaktion der Netizens: Geht ja gar. Hatespeech und Nazis sind scheiße, keine Frage,  [weiterlesen]



Originaltext März 2013:

London ist eine der ältesten Großstädte Europas. Der Kampf gegen den Kollaps der Infrastruktur hat hier Geschichte. Vielleicht ist die Stadt gerade deshalb Vorbild und Testlabor für viele Innovationen auf dem Gebiet der urbanen Verkehrsplanung.

Als 1863 die erste U-Bahn der Welt in London den Betrieb aufnahm, ging es noch nicht um Smog und Parkplätze, sondern um Schlamm und Pferdeäpfel. Große Mengen Pendler mussten durch den zunehmend industrialisierten Großraum transportiert werden, ein effizienter Nahverkehr wurde gebraucht.

1987 kam die Docklands Light Railway dazu,  [weiterlesen]



Das wird ein kurzer Beitrag. Weil ich in einer Stunde nach Berlin muss. Mit dem Auto. Und dann nach Hamburg. Mit dem Auto. Und von da aus wieder nach Baden-Baden. Mit dem Auto. Das ist eine Menge Fahrzeit. Mit dem Auto.

Und genau deshalb komme ich auch jetzt und hier auf dieses Thema.

Ich habe – wie in vielen Dingen – auch in Sachen Auto-Entertainment eine Entwicklung durchgemacht. In den 90er Jahren, als ich viel zwischen Düsseldorf und München gependelt bin, hat es mir völlig ausgereicht, auf der Popwelle des Triples zu reiten: WDR3, SWR3, BR3.  [weiterlesen]



Vor neuneinhalb Jahren hat euch ein bärtiger, unverheirateter Schildkrötenbesitzer aus München stolz die Original-Artworks gezeigt, die er in Internet-Auktionen erstanden hatte – Gemälde, aus denen unter anderem die offiziellen Poster- und DVD-Motive von B Movie-Klassikern wie „Re-Animator“ und „Arena“ wurden.

Der Hintergrund: Ich arbeitete seinerzeit am ersten Buch über den Filmproduzenten Charles Band. Die Artwork wurde photographiert, das Re-Animator-Motiv sogar auf dem Rückcover des Buches abgebildet. Stolz nannte ich mich „Der Galerist des Schreckens“.

2016 haben meine Ko-Autoren und ich viel Zeit damit verbracht, das zweite Buch über Charles Band (1988 bis 2016) fertig zu stellen.  [weiterlesen]



Ende März startet in den deutschen Kinos die Realverfilmung des Kult-Animes „Ghost in the Shell“ mit (der kontrovers diskutierten) Scarlett Johansson in der Hauptrolle. Und ich denke, wir sollten mal über das außerordentlich plumpe und sexistische Marketing des Films reden.

Das vorab – „Ghost in the Shell“ wusste auch in der Vorlage die Fantasien der vorwiegend jungen und männlichen Zuschauerschaft anzuregen und zu bedienen:

Hier wird ein Cybersex-Fetisch gefahren, der sich gewaschen hat – die virtuelle Fantasie wird real, der weibliche Körper zur Maschine, die Kleidung nur noch kaum verhehltes oder verhüllendes Bodypainting.  [weiterlesen]



Man könnte es ärgerlich nennen, aber eigentlich ist es sogar unverschämt: Das ZDF hat sich seinerzeit entschlossen, mit der Einstellung des Hyperland-Blogs auch unsere dort veröffentlichten Beiträge vom Netz zu nehmen. Zwar hat jeder deutsche Haushalt mit den Rundfunkgebühren dafür bezahlt, aber davon kann man sich nun auch kein Ei schnitzen: weg ist weg. Allerdings sind die Artikel unter der „creative commons license“ veröffentlicht worden. Ich kann, darf und werde sie deshalb in den nächsten Wochen an dieser Stelle Stück für Stück neu bereitstellen, versehen mit einem aktuellen Nachwort. Es handelt sich dabei um meine Original-Manuskripte,  [weiterlesen]