49

Auf Facebook hat Tobias Sunderdiek heute diese Solidaritätserklärung geteilt:

Ich möchte mich nicht über das Versmaß auslassen und auch gar nicht wissen, warum Jonas Decker offensichtlich nur einen "zwei Hände großen" Fernseher hat – vielmehr frage ich mich, an welches Kino sich seine Liebeserklärung richtet. Nicht im Sinne von "welches Kino-Gebäude", sondern im Sinne von "welche Kinokultur".

Jonas Decker scheint ein anderes Kino zu kennen als ich.

Um etwas mehr in die Breite und in die Tiefe zu gehen: Auf Facebook wird in den entsprechenden Gruppen und auf den entsprechenden Profilen in den letzten Monaten natürlich extrem viel über die Zukunft des Kinos gesprochen…  [weiterlesen]

18

Heute gönnen wir uns mal einen Blick in den Abgrund und wenden uns einem Film zu, der jeder Beschreibung spottet – weshalb ich an der Beschreibung auch fast gescheitert wäre. Andererseits ist SATANS TODESSCHWADRON auch nicht nach den üblichen Maßstäben zu besprechen, denn es handelt sich um einen Fan-Film zu einer Groschenroman-Reihe, der von Amateuren vor fast 40 Jahren im Rahmen einer Con in der Nähe von Kassel und in Nürnberg gedreht wurde. Die Kopie, die mir vorliegt, wurde irgendwann vom Super8-Projektor auf eine Leinwand geworfen und von dort mit einer Videokamera abgefilmt. Nach diversen Generationen Kopierverlust schaffte sie wenigstens den Sprung zur Digitalkopie –..  [weiterlesen]

20

Ich hatte zuerst gedacht, die Meldung wäre Satire, so nach dem Motto "wegen Corona muss nun ein weiterer Kindergarten geschlossen werden". Aber dem ist nicht so. bento, das junge Nachrichtenportal des SPIEGEL, wird dicht gemacht.

bento erinnerte mich an die SIEHSTE, den Kinderableger der HÖRZU aus den 70er Jahren – die war auch nur eine eingedampfte Magermilchversion des Hauptblattes, um irgendwie "die Jugend" anzusprechen. Überlebt hat sie gerade mal ein Jahr, dann wurde sie in kastrierter Version in die HÖRZU integriert. Eine interessante Parallele.

"Was sagste nu: ’n kleiner SPIEGEL!"..  [weiterlesen]

20

Es ist mal wieder eines dieser Erlebnisse, bei denen ich mich hinterher frage: why me? Warum passiert immer mir das? Habe ich so schlechtes Karma? Ich will mich mit meinem Mitbürgern nicht streiten – warum wollen sie mit mir streiten?

Gestern vormittag. Es galt, den gigantomanen Karton meines neuen Fernsehsessels und ein paar alte Dosen mit Lacken und Ölen zu entsorgen. Ich also zum Wertstoffhof, der ist hier in Trudering ja gleich um die Ecke. Ein Mitarbeiter winkt mich rein, Kartons in den Container. Wohin mit den Lacken? Man deutet auf einen Raum neben der Einfahrt: "Da beim Kollegen."..  [weiterlesen]

13

Beginnen wir mal wieder mit der Beichte: Das hier ist NICHT der Film, den ich besprechen wollte. Es gab nach der Übersicht meiner bisherigen Fotostory-Reviews zwei Wege – tiefer in das Oeuvre von Tommi Ohrner oder tiefer in die Suhle der Retzer-Softsexkomödien. Ich wollte brav sein, ich wollte mir erneut den Tommi vornehmen. Als sich allerdings nach einer Viertelstunde heraus stellte, dass EIN DICKER HUND auch von Retzer-Komplizen durchseucht war, riss ich den Karren herum und legte ZÄRTLICH ABER FRECH WIE OSKAR ein. Der "bietet" mehr, wenn ihr versteht, was ich meine…

Keine Angst, EIN DICKER HUND kommt auch noch –..  [weiterlesen]

0

Wir befinden uns in den "mellow 70’s", die SPD regiert liberal, die RAF erlebt ihren grausamen Aufstieg und im Kino tauchen die ersten "Blockbuster" modernen Zuschnitts auf. Nur der SPIEGEL, der bleibt so knöchern, wie er immer schon war.

Es mag dem mit Pornhub und Playboy aufgewachsenen Leser unvorstellbar sein, aber in den frühen 70er Jahren tobte ein harter Kampf um die Legalisierung der Pornographie. Das Problem: was bei uns noch verboten war, war anderswo (besonders in Skandinavien) schon erlaubt. Und so entwickelte sich ein florierender Schmuggel von Schweinkram vom Norden in den Süden, von Kopenhagen nach Köln,..  [weiterlesen]

1

Ich hab’s schon oft gesagt und ich sage es gerne noch einmal – das SPIEGEL-Archiv ist ein Quell nicht nur hochwertiger Artikel und fundierter Informationen, sondern auch hysterisch komischer Altherren-Glossen und stoffeligen Unverständnisses von allem, was Kinder, Frauen, Technik und ethnische Minderheiten angeht. Je weiter man in die Jahrzehnte zurückgreift, desto schärfer wird der Tonfall, desto gnadenloser das Urteil.

Anders als auf Facebook werde ich die Artikel hier chronologisch ordnen – das macht die Zeitreise irgendwie noch lustiger.

Das Grundgesetz war 1949 noch nicht in Kraft, der erste Bundestag noch nicht gewählt, da regte sich der Klerus bereits über den Schweinkram in der gerade mal theoretisch existierenden Bundesrepublik Deutschland auf…  [weiterlesen]

33

Keine Sorge, es kommen dieser Tage viele neue Beiträge, ich bin nur gerade beruflich relativ stark eingebunden. Darum sollt ihr heute mal Content liefern, denn ich möchte EURE Erlebnisse hören.

Vor 12 (!) Jahren hatte ich schon darüber geschrieben, wie ich zum Internet kam. Gehört hatte ich davon schon vorher, aber wirklich los ging es im August 1995, als mein neuer Arbeitsplatz bei ProSieben mit einer für damalige Verhältnisse unglaublichen 2Mbit-Standleitung kam. Da gab es keinen Grund, daheim ein Modem fiepen zu lassen. Wo bei anderen die Daten tröpfelten, befand ich mich längst im Digitalstrom…  [weiterlesen]

52

Ich sehe das Plakat überall, der Verlag hat augenscheinlich richtig Geld in die Hand genommen – es geht um die "Bitch Bibel" der Influencerin Katja Krasavice, über die eine Google-Bildersuche mehr aussagt als der Wikipedia-Eintrag.

Normalweise meide ich diese Form von Prekariats-Promi, die ganze Influencer-Kultur aus moralfreien Markenhuren und Maulaufreißern ist mir zuwider – ich gestehe ohne Scham ein, dass ich vielleicht schlicht die falsche Zielgruppe bin und das falsche Alter für derartiges Rammel-Remmidemmi habe. Andererseits – welche Entschuldigung hat Oliver Pocher?

Angesichts des Plakats möchte ich allerdings zwei oder drei weiterführende Gedanken loswerden…  [weiterlesen]

23

Wir haben schon VIEL über meine Hosen gesprochen. Und wir sind noch nicht fertig. Nachdem auch die Ersatzhose von Meyer den Ersteinsatz nicht überstanden hat, sandte mir die Firma noch mal eine Austauschhose:

Gleiches Modell, gleicher Stoff, gleiche Farbe, gleiches Problem – nach dem ersten Tragen sieht der Stoff zwischen den Beinen schon wieder total abgerubbelt aus. Die andere (graubeige) Hose, die man mir als Ersatz geschickt hatte, hält sich besser – hat aber auch einen anderen Material-Mix.

Ich bin am Ende der Fahnenstange. Ich danke dem Meyer-Kundendienst, der sich wirklich bemüht hat,..  [weiterlesen]