Wie unsere Stars (nicht) gealtert sind
Thema: Neues |Man mag sich darüber amüsieren, aber in der Zeit vor KI mussten Grafiker noch mit Stiften oder später mit Maus mühsam an Bildern herum pinseln, um Ereignisse und Personen in der gewünschten Weise zu manipulieren. Wir erinnern uns begeistert an diesen Beitrag der BILD von 2009:
Das kann ChatGPT heute schneller und billiger viel besser:
Es gab aber immer schon eine Form der grafischen Bearbeitung, die mich besonders fasziniert hat: das "aging" von Prominenten. Damit sind Fotos gemeint, auf denen Schauspieler, Royals und Sportler per Retusche "altern", um dem Zuschauer zu zeigen, wie die verehrten Stars wohl dereinst mal… [weiterlesen]
Ich hatte eigentlich nicht vor, heute einen Beitrag zu veröffentlichen. Aber ich bin eben über etwas gestolpert, von dessen Existenz ich nur vage gewusst hatte:
Das schaut angenehm trivial und abwechslungsreich aus. Angesichts meiner Erfahrungen mit dem Fernsehen der 70er bleibe ich allerdings kritisch, ob es "unterhaltsam" im klassischen Sinne des Wortes ist.
Bei der Beschäftigung mit der Serie fiel mir auf, wie viele Genreproduktionen in Deutschland nur in einem sehr begrenzten Rahmen liefen und selten wiederholt wurden. Hätte PIDAX nicht viele Schätzchen aus den Archiven geholt, würde man heute noch denken, dass die gesamte deutsche TV-SF aus RAUMPATROUILLE,… [weiterlesen]
Ich habe die Hose neu erfunden
Thema: Neues |Es gibt Momente, in denen man in den Spiegel schaut und erkennt: Die Menschheit ist bereit für den nächsten großen Schritt. Das Rad. Die Mikrowelle. Das Internet. Und jetzt: die Hose 2.0.
Nein, wirklich. Ich glaube, ich habe die Hose neu erfunden.
Man kennt das Problem. Eine Hose soll hinten lang genug sein, damit sie nicht wie eine Hochwasserwarnung über der Ferse endet. Also kauft man sie entsprechend lang. Ergebnis: Vorne liegt auf dem Schuh jene Stoffwulst, die Modemagazine vermutlich "lässigen Fall" nennen, ich aber "das passt doch AUCH wieder nicht!".
Also macht man die Hose vorne kürzer. Wunderbar!… [weiterlesen]
Wir erinnern uns – Oli ist entschlossen, Wencke und Udo den vermeintlich echten blauen Diamanten abzuluchsen. De Zoch kütt!
Auch Paul beteiligt sich "hoch" zu Esel an der Verfolgungsjagd, bei der niemand genau zu wissen scheint, wer mit wem und warum.
Sie entdeckt Oli und ist natürlich angemessen erschrocken:
Oli ist über die erzwungene zweite Begegnung auch nicht begeistert:
Wencke schwärzt den Gauner gleich mal beim Schaffner an:
"Hey Mister, verhaften Sie diesen Mann! Er ist ein Killer!
MOOOOOOMENT!!!!… [weiterlesen]
Der hier braucht wieder ein wenig Kontext und einen Disclaimer. Es handelt sich um ein TV-Special, das am Tag vor Silvester 1979 ausgestrahlt wurde – und danach nie wieder. Es war weitgehend der Vergessenheit anheim gefallen, wurde nur noch in alten Archiven und Datenbanken erwähnt.
Vor ungefähr zwei Jahren (?) tauchte dann eine sehr maue Kopie im Netz auf – immer wieder hochgeladen, immer wieder gelöscht. 74 Minuten. Die erste Minute fehlt, am unteren Bildrand sind typische VHS-Tracking-Artefakte zu sehen.
Nun kann man fragen: was ist DARAN denn so spannend? Mehr als man glauben sollte. Die DNA von WENCKE,… [weiterlesen]
Wortvogels YouTube-Retrospektive Juni 2026
Thema: Neues |Okay, was hat mich letzten Monat geärgert, begeistert, informiert oder überrascht?
Die ganze Welt war überrascht, als Jon Stewart seinerzeit den praktisch unbekannten Trevor Noah zu seinem Nachfolger bei der Daily Show machte. Er mag nicht Stewarts New Yorker Charisma haben, aber intellektuell und rhetorisch ist er ihm ebenbürtig. Das hier ist ein Musterbeispiel, wie man "attack dog journalism" ausbremst, der einen persönlichen Angriff als Frage verkleidet:
Ich liebe American Diner, ich liebe ihre Architektur, ihren Status, ihre Tradition – aber warum sehen die Dinger so aus, wie sie aussehen? That’s why:
Das Thema der XXX-Parodien hatte ich vor… [weiterlesen]
2 Cent: Gastautor Christian Lukas
Thema: Neues |Ihr erinnert euch vielleicht an meinen Beitrag von neulich, in dem ich die Nabelschau der Medienschaffenden beklagte und die perfide Angewohnheit der Presse, zu zündeln und dann das brennende Haus zu beklagen.
Kollege Christian Lukas, den ich früher schon als exzellenten Wortschmied loben durfte, hat dazu auf Facebook einen Kommentar verfasst, der das Problem perfekter auf den Punkt bringt, als ich es könnte. Er bezieht sich dabei auf die Medienmüdigkeit meiner Generation, die keine Lust mehr hat, für alles der Buhmann zu sein, der eh nix kapiert und der auf den Komposthaufen der Geschichte gehört -… [weiterlesen]
Alle Jahre wieder: Wenn der Amtsschimmel leise wiehert
Thema: Neues |Ich bin kein Freund des Amtsschimmels. Der Gaul hat seine Schuldigkeit getan. Wenn’s nach mir geht, kann er in die Knochenleim-Fabrik.
Es hat sich auch tatsächlich viel getan in den letzten Jahren. So ist das KVR in München mittlerweile perfekt durchorganisiert. Termine macht man online aus, sie werden üblicherweise auf die Minute genau eingehalten – und der Sachbearbeiter hat Zugriff auf wirklich alles, um den Wunsch des Besuchers zu erfüllen. Hinzu kommt Security im Eingang, die wirklich hilfreich ist, und sogar die Möglichkeit, direkt vor Ort und kostenlos ein Passfoto zu erstellen, das digital an den Sachbearbeiter weitergereicht… [weiterlesen]
Die Comics meiner Jugend – die Bilder meines Lebens
Thema: Neues |Angesichts von SUPERGIRL kam das Bedürfnis auf, mich noch einmal näher mit meiner Affinität zu DC und insbesondere Superman auseinander zu setzen.
Comics sind seit den 90ern erwachsen geworden, als hätten sie sich entschieden, mit ihren Lesern meiner Generation zu altern. Immer teurer, immer aufwändiger, immer mehr Sammlerobjekt als Wegwerfware, teilweise erschütternd angefüllt mit sex & violence. Das gab es "zu meiner Zeit" nur im Schwermetall. Der Rest war Micky Maus, Superman und Asterix.
Das heißt aber nicht, dass die Comics keine Moral hatte, keine tiefere Erkenntnis, die man auch für sich als Knirps übernehmen konnte.
Meine Sozialisation… [weiterlesen]
Heiss-Zeit = Eis-Zeit
Thema: Neues |Das hier wird mal wieder so eine wirre Geschichte, bei der ich Aktuelles mit vagen Jugenderinnerungen verbinde, die runzelnden Fäuste gen Himmel schüttel und sowieso der Meinung bin, dass ich alles besser weiß. Be warned.
Eis ist ein Lebensmittel. Ein Lebens-Mittel. Göttliches Geschenk, Höhepunkt der zivilisatorischen Möglichkeiten, verbindendes Glied zwischen Kindheit und Erwachsensein, manniggeschmacklicher Genuss aus Waffel oder Becher. Wer kein Eis mag, ist kein guter Mensch – und tritt vermutlich kleine Hunde.
Als ich Anfang der 70er in Eller lebte, kostete in der Eisdiele in der Gumbertstraße (heute ein Sonnenstudio – o tempora, o mores!) ein Bällchen Eis… [weiterlesen]