12
30
Okt 2020

Telekom: MangelhaftTV

Thema: Film, TV & Presse |

Ich muss mal wieder Dampf ablassen. Und das hier ist mein Ort dafür.

Vorgeschichte: Wir sind mit dem Umzug nach München endgültig zur Telekom gewechselt. Telefon, Internet, Fernsehen, das gesamte Package. Bei der Telekom heißt das blumig "MagentaZuhause L mit MagentaTV Plus". Kommt mit Router und Media-Receiver. Klappt bei uns soweit auch alles ganz gut.

Allerdings – und das hatte ich ja auch schon geschrieben – stellt sich heraus, dass wir kaum noch "normales" Fernsehen schauen. Der Receiver stand eigentlich seit dem Einzug angeschlossen und eingerichtet, aber dennoch ungenutzt unter dem Fernseher…  [weiterlesen]

14
29
Okt 2020

Natürlich bin ich ein Nostalgiker, natürlich halte ich die Helden meiner Kindheit für sakrosankt. Es wird keinen Captain Kirk geben wie William Shatner, keinen James Bond wie Sean Connery, keine Pipi Langstrumpf wie Inger Nilsson.

Und keinen Catweazle wie den vor drei Jahren verstorbenen Geoffrey Bayldon, der den depperten Zauberer in einer grandiosen Kinderserie ab 1970 spielte:

Mit seiner Kröte Kühlwalda und der Furcht vor dem modernen "elektrik-trick" war er prägend. So und nicht anders konnte und musste Catweazle sein.

Dann kam vor einiger Zeit die Meldung, dass es einen neuen CATWEAZLE geben würde –..  [weiterlesen]

10
25
Okt 2020

Weil ich ein dummes Schaf bin, habe ich NATÜRLICH auch die zweite Folge der dritten Staffel angeschaut. Es steht STAR TREK drauf – was soll ich machen?! Ich möchte allerdings erneut keine komplette Kritik schreiben, weil das andere Leute besser können, die den aktuellen Nachgeschmack der Franchise nicht mit Pepto Bismol runterspülen müssen. Stattdessen hier einfach ein paar ungeordnete Gedanken, die mir auf halber Strecke gekommen sind.

Folge 2 bringt uns zum titelgebenden Schiff zurück und schon das ist bizarr: wie in der ersten Staffel scheint man nicht der Meinung zu sein, dass das Schiff Dreh- und Angelpunkt der Serie ist oder zumindest sein sollte…  [weiterlesen]

24
23
Okt 2020

Wie ihr alle wisst, bevorzugen wir daheim "low tech", weil wir weder hohe Ansprüche haben noch die Lust, uns auf komplexe Systeme einzulassen oder viel Geld auszugeben. Unser LG-Flachbildfernseher ist mittlerweile zehn Jahre alt und hat keinerlei Smart TV-Funktionen. Wir benutzen Fire-Tablets von Amazon für 60 Euro und haben mittlerweile vier Amazon Echo im Betrieb, zwei Show 5 und zwei Dot. Einen Google Nest Mini habe ich geschenkt bekommen, ich sehe allerdings keinen Nährwert, den anzuschließen. Meine Fernsprechanlage im Auto ist ein Bluetooth-Transmitter für 15 Euro. Unsere Küchenlampe hat eine Fernbedienung für Helligkeit und Farbton…  [weiterlesen]

36

Ich habe mir gestern Abend die Mühe gemacht, die erste Episode der dritten Staffel von DISCO anzuschauen. Und die Formulierung "die Mühe gemacht" ist dabei nicht zufällig gewählt. In den letzten Wochen habe ich ja auch STAR TREK LOWER DECKS geschaut (wohl LDS abgekürzt). Ich könnte nun zwei Reviews schreiben, aber selbst wenn die seitenlang wären, wären sie zu kurz. Weil sie zu kurz greifen würden. Die aktuellen Star Trek-Serien zu besprechen braucht Kontext. Und darum erstmal nur kurz:

STAR TREK LOWER DECKS: Eine launige, stilistisch eindeutig TNG verpflichtete Zeichentrickserie, die weder die Brillanz von FUTURAMA noch den Zynismus von RICK &..  [weiterlesen]

3
15
Okt 2020

Ich gestehe: das hier ist schon sehr speziell. Andererseits: WENN ihr drauf anspringt, ist euer Wochenende gerettet.

Dass ich das britische Fernsehen liebe, ist bekannt. Ich habe in den 70ern mit "Das Haus am Eaton Place" angefangen, mit den "Profis", später mit "Der Doktor und das liebe Vieh". Vor der Jahrtausendwende war das englische Fernsehen allerdings oft eine Geduldsprobe: billig produziert, mit grausamen Frisuren, schlechten Zähnen und viel beige, orange und braun. Eine TV-Kultur wie der Gelsenkirchener Barock. Die deutliche Verbesserung in Sachen Budgets und Inhalte ist der zunehmenden Internationalisierung in den letzten 30 Jahren zu verdanken…  [weiterlesen]

4
12
Okt 2020

Vor Jahren habe ich mal angemahnt, dass nicht nur die deutsche Kulturgeschichte, sondern gerade auch die Quasi-Monopol-Stellung der öffentlich-rechtlichen Sender ein viel breiteres Spektrum an unterhaltsamen Dokumentationen ermöglichen sollte. Ich listete damals spontan folgende Ideen:

  • Der lange Weg nach Deutschland: Das Heilige Römische Dritte Weimarer Kaiserreich der Bundesrepublik
  • Dichter und Denker: Die große Schriftsteller, die großen Entdecker, die großen Erfinder, die großen Philosophen
  • Deutschland als Filmnation: der deutsche Stummfilm, Film im Dritten Reich, das Nachkriegs-Kino, der Neue Deutsche Film, das Kino der DDR
  • Die Studentenbewegung der 60er Jahre
  • Die sexuelle Revolution in Deutschland
  • Die Friedensbewegung
  • Die Geschichte der deutschen Parteien
  • Die Edgar Wallace-Filme
  • Varieté,
  • ..  [weiterlesen]

18
09
Okt 2020

So, heute machen wir den Deckel drauf – zumindest bis die meedia-Redaktion einen weiteren Beitrag der Journalisten-KiTa freischaltet.

Titel:

Ihr Medien-Entscheider*innen müsst BIPoC-Journalist*innen fördern!

Hatten wir das nicht letztes Mal schon? Können die sich nicht mal in den ersten vier Beiträgen so koordinieren, dass sie nicht redundant werden? Andererseits: da diese jungen Schreiberlinge nur die eigenen Befindlichkeiten als Themen kennen, ist die Bandbreite sowieso beschränkt.

Der Journalismus in Deutschland ist sehr weiß. Das zeigt auch die Berichterstattung über Rassismus.

Ich ahne mal vorab: Den kurzen Weg von der Behauptung zum Beleg wird die Autorin nicht gehen wollen,..  [weiterlesen]

36

Es scheint, als würde ich momentan primär "Wortvogel gegen die Welt"-Beiträge veröffentlichen, die mich wie einen frühzeitig vergreisten Menschenfeind aussehen lassen. Falls sich jemand Sorgen macht: das täuscht. Mir geht es gut. Meine Laune ist intakt. Ich verspreche, dieser Tage auch mal was Nettes zu schreiben.

Aber nicht heute.

Heute nehme ich mir den dritten "OK Boomer"-Beitrag von meedia vor.

Der Titel:

Weiß, cis, hetero, ungenügend – ein Plädoyer für mehr Diversität im Journalismus

Wie… überraschend. Eine weiße Jungjournalistin bezeichnet die eigenen Privilegien als ungenügend…  [weiterlesen]

31
03
Okt 2020

Die Diskussion über den OK BOOMER-Artikel zur Gendersprache führte neulich ja zu heftigen Diskussionen. Ich entschied mich daraufhin, auch mal die anderen OK BOOMER-Beiträge der Journalistenschüler durchzulesen. Sind aktuell nur drei – und die sind durch die Bank durchtränkt von einer scheuklappigen Selbstbezogenheit und einem Gefühl der postpubertären Allwissenheit, dass ich sie in den nächsten Tagen alle mal auseinander puzzeln werde. Während ich einerseits denke, dass man den Nachwuchs nicht zu hart rannehmen sollte, graust mich auf der anderen Seite die Vorstellung, dass DAS die Ansichten sind, die den Journalismus ab 2025 prägen werden.

Nun gut…  [weiterlesen]