Deutsche Serien haben es schwer – alles, was in den letzten Monaten auf Sendung gegangen ist, wurde vom Publikum mit Indifferenz bestraft: meine eigene Serie „Lotta in Love“, „Bis in die Spitzen“, „Verrückt nach Clara“, „GSG9“, „Mitten im Leben“, „Schmetterlinge im Bauch“, „Ahornallee“.

SAT.1 hat es besonders stark getroffen, denn der Berliner Sender hatte einst ein Paket veritabler Dauerläufer im Programm, die man auf der Suche nach jüngeren Zuschauern aus dem Programm gekegelt hat: „Kommissar Rex“, „Wolfs Revier“, „Der Bergdoktor“. Leider konnte sich keiner der Nachfolger etablieren.

In den letzten Wochen hat es „Allein unter Bauern“  [weiterlesen]



Beim Medienblogger las ich die Meldungüber eine Dokumentation zweier Kanadier, die Manipulationen und Verfälschungen in den Filmen von Michael Moore nachweist. Die Dokumentation, „Manufacturing Dissent“ (ein Wortspiel auf die Chomsky-Arbeit „Manufacturing Consent“), kommt von links, verurteilt Moore als eitel, unehrlich und tendenziös.

Und hier ist meine Antwort.

Journalismus ist tendenziös. Schon die Auswahl eines Themas, die Wahl der Gesprächspartner – alles zeugt von der Meinung der Macher. Und das ist richtig so – in einer komplizierter werdenden Welt herrscht kein Mangel an Information, sondern an deren Einordnung und Bewertung.

Natürlich ist Michael Moore besonders tendenziös.  [weiterlesen]



Malediven, anno 1993:

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Ich habe mir lange überlegt, ob ich dieses Flugblatt angesichts des Themas unter „Lustiges“ ablegen kann. Aber die Sprache ist so wirr, die Syntax so bizarr – was bleibt mir übrig?  [weiterlesen]



Kaum habe ich verdaut, dass die Koreaner meinen „Ring der Nibelungen“ in Landessprache veröffentlichen wollen, teilt mir mein Hausverlag mit, dass nun auch ein ukrainischer Buchclub die Lizenz kaufen möchte. Coole Sache. Und es gilt wie immer die Regel – Belegexemplar für den Autor nicht vergessen!  [weiterlesen]



John SinclairMitunter wühle ich in alten Emails, der Nostalgie wegen. Das ist einfach, weil ich jede Email seit 1997 in Textform auf meiner Festplatte gespeichert habe. Schon komisch, wenn man recht private Nachrichten von Leuten liest, an die man sich gar nicht mehr erinnern kann. Manchmal ist diese Stocherei in der Vergangenheit auch für einen Lacher gut.

1998/99 produzierte RTL nach dem schon nicht geglückten TV-Film „John Sinclair: Die Dämonenhochzeit“ noch eine kurzlebige Serie, die allerdings dermaßen missglückte, dass es eine Weile lang so aussah, als würde sie gar nicht ausgestrahlt. Absonderlichen Kanälen sei Dank bekam ich damals eine Kassette der Episode „Das Todeskarussell“  [weiterlesen]



Showdown 2„The Illustrated Man“ (1969) vs. „Something wicked this way comes“ (1983)

Es ist mal wieder soweit: Zwei Filme eines vergleichbaren Themenbereiches steigen in den Ring, um zu zeigen, bei wem und wo der Hammer hängt.

Die Herausforderung: Heute lautet das Thema „Kaputtentwickelte Studio-Grossproduktionen nach Ray Bradbury-Vorlagen“. Sowohl „The Illustrated Man“ als auch „Something wicked this way comes“ mussten regelrecht in Produktion geprügelt werden, machten diverse Skript-Änderungen durch, und entfernten sich im Laufe der Zeit immer weiter von den Vorlagen. Vorab scheint es mir angebracht darauf hinzuweisen, dass Bradbury zu meinen Lieblingsautoren aus dem Bereich SF/Fantasy gehört.  [weiterlesen]



Türkische FlaggeBesonders in Deutschland, wo der Einfluss der Armee auf die und innerhalb der Gesellschaft sehr beschränkt ist, hat es einen schlechten Beigeschmack, wenn sich andernorts das Militär in die Tagespolitik einmischt. Das erinnert schnell an Pinochet in Chile, an die Unterdrückung jeder Rechtsstaatlichkeit. Die Faustregel gilt: Militärische Einmischung führt selten zu Demokratie, oder wenigstens ihrer Verbesserung. Mehr noch: Die Armee darf kein Mittel sein, Staat oder Gesellschaftsform zu beeinflussen.

Umso mehr gibt es zu denken, wenn die angedrohte Einmischung eines Militär-Apparats anlässlich einer Präsidentenwahl bei mir partout keine flauen Gefühle hervorrufen will.  [weiterlesen]



… der eine oder andere weiß vielleicht noch, dass ich mal die „SF TV-Guides“ geschrieben habe. Im Rahmen dieser Bücher stellte ich auch die zweite Staffel der Serie „Baywatch Nights“ vor, in der sich David Hasselhoff als Privatdetektiv mit allerlei okkultem Gewürm herumschlägt. Ich verstieg mich leichtfertig in die (sicher zu flappsige) Aussage „Der Hasselhoff ist scheiße“, was mir eine putzige Leserpostkarte einbrachte:

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Jeder Star hat die Fans, die er verdient…  [weiterlesen]



Hoffmeister

Dieses Autogramm hing jahrelang auf meinem Klo. Irgendwann verschwand es. Bei einer Aufräumaktion, die mehr einem hartnäckigen Schnupfen als einer wirklichen Notwendigkeit zu verdanken ist, tauchte es heute wieder auf. Und je länger ich drüber nachdachte, desto stärker hatte ich das Gefühl, die Geschichte dahinter erzählen zu müssen. Nehmt euch einen Tee – das dauert…

Ich bin nun auch schon seit mehr als 15 Jahren in der Branche, wie man in meiner Biographie ja nachlesen kann. Was das Fernsehgeschäft angeht, so kenne ich es von allen Seiten – als Journalist bei einer Fernsehzeitschrift, als Redakteur bei einem Sender,  [weiterlesen]