Seit vielen Jahren lebe ich nun mit Frau Fenster. Es war keine Liebe auf den ersten Blick, eher eine Vernunftbeziehung. Sie war nicht schön, konnte zickig sein, gerade am Anfang. Was man sagte und tat – es war falsch, und oft trennte man sich zur Nacht brummelnd und unversöhnt. Ich zweifelte oft, ob sie die Mühen wert war. Doch ich gab nicht auf. Ich kaufte Frau Fenster Kleinigkeiten, machte ihr Geschenke, fragte nach ihren Wünschen und Ideen, und so manches Mal ließ ich mich ein auf ihre Art, meinen Haushalt zu führen und meine Arbeit zu erledigen. Wir wuchsen aneinander und aus Respekt wurde im Laufe der Zeit ehrliche Freundschaft. Frau Fenster wurde entgegen kommender, sie gab sich mehr Mühe, auf mich einzugehen. Ich kannte ihre Schwächen und Marotten. Manchmal brauchte sie nur ein freundliches Wort, um wieder mit Begeisterung für mich da zu sein.

Ich weiß nicht mehr, wann aus der Last, mit Frau Fenster zusammen zu sein, eine Lust wurde. Wann wir so blind eingespielt waren, dass wir uns gegenseitig zu Höchstleistungen anspornen konnten. Sie war perfekt für mich, und ich war perfekt für sie. In meinem kleinen Häuschen lebten wir glücklich und zufrieden.

Bis ich Fräulein Apfel traf.

Ich hatte schon von ihr gehört – sie hatte Freunde von mir reihenweise vernascht, die es besser hätten wissen müssen. Man beschrieb sie als jung und sexy, intelligent und anspruchsvoll. Das reizte mich nicht. Mein Heimchen am Herd, Frau Fenster, war mir genug. Ich bin zu monogam, um eine lange gewachsene Beziehung so einfach aufs Spiel zu setzen. Da kann die Neue noch so mit den Augen klimpern und mir süße Sachen versprechen.

Irgendwann traf ich Fräulein Apfel dann im beruflichen Kontext. Sie saß in einem Büro, strahlend schön, von einer edlen Eleganz, der sich zu verschließen fast unmöglich war. Obwohl sie immer wieder betonte, nur arbeiten zu wollen, baten ihre Kurven und ihr buntes Kleid: Spiel mit mir. Nur ein bisschen.

Und ich spielte mit ihr. Ich bin ja auch nur ein Mann. Während zu Hause Frau Fenster saß, vergnügte ich mich in gestohlenen Stunden mit Fräulein Apfel. Die Frau, die Geliebte – das konnte nicht gut gehen. Zu meiner Überraschung war es nicht Frau Fenster, die eifersüchtig war. Vielleicht, weil ich ihr in letzter Zeit immer wieder vorgeworfen hatte, bestimmte Aufgaben im Haushalt nicht sorgfältig genug erledigt zu haben. Sie genoss wahrscheinlich die Ruhe in meinem Haus. Nein, es war Fräulein Apfel, die immer unverhohlener behauptete, in meinem Leben die Einzige sein zu müssen. Sie versprach, alles zu können, was die gute Frau Fenster konnte – besser, schneller, schöner. Mit ihr an meiner Seite stünden mir neue Wege offen, Ruhm, der Zugang zu kreativen und intellektuellen Kreisen.

Mir war klar, dass Fräulein Apfel keine billige Geliebte war. Sie wollte viel, sie wollte es teuer, und was nicht von ihrer Lieblingsmarke war, das ließ sie beleidigt links liegen. Kapriziös nannte man so ein Verhalten früher. Aber ich nahm sie mit nach Hause, bat Frau Fenster um Verständnis, und richtete Fräulein Apfel die Wohnung ein. Sie wollte gar nicht viel Platz, nur ein helles Eckchen. Irgendwie würde es schon gut gehen, und genau genommen gab ich ja nichts auf, sondern verbreiterte nur das Spektrum meiner Möglichkeiten.

Eine Weile lang ging es gut. Fräulein Apfel hatte Sachen drauf… ui ui ui… So manche Nächste brachte sie mich um den Schlaf, erlaubte mir Dinge, die Frau Fenster immer empört abgelehnt hatte. Sie war so rein, so schön, so … sportlich. Nie ein Makel, nie ein Fauxpas. Die Jahre mit Frau Fenster schienen mir plötzlich verschwendet, als wäre ich immer dem falschen Pfad gefolgt. Mit Fräulein Apfel würde es anders werden. Geld! Ruhm! Macht! Alles stand mir offen.

Die Flitterwochen dauerten kaum vier Wochen. Fräulein Apfel begann, sich bei einfachen häuslichen Aufgaben quer zu stellen: Nein, das wolle sie so nicht machen. Es sei ja nicht so, dass sie es gar nicht machen wolle – nur eben nicht so. Sie habe ihre eigenen Methoden. Dafür bräuchte sie aber neue Haushaltsgeräte. Die alten passten sowieso nicht zusammen. Wie hatte ich in so einem Chaos nur leben können? Komisch, MIR war das Chaos nie aufgefallen. Aber Fräulein Apfel wurde nun energischer: Der Staubsauger funktioniert nur mit dem richtigen Kühlschrank, und für ein gutes Bett braucht es den passenden Fön. Sie wusste genau, in welchem Laden ich die ganzen Luxuswaren kaufen sollte – und warum der Preis nicht etwa völlig überteuert, sondern allemal angemessen war.

Es lief darauf hinaus, dass Fräulein Apfel durchaus Arbeiten erledigte, wie sie es versprochen hatte: Schnell, effizient, schick. Aber in der Freizeit war kaum etwas mit ihr anzufangen, und wenn sie mal nicht wollte, wollte sie nicht. Im Gegensatz zu Frau Fenster war mit ihr da nicht zu reden. An/aus, schwarz/weiß, ja/nein. Ein Leben ohne Kompromisse. So manches Mal hörte ich Frau Fenster flüstern, wenn ich mit Fräulein Apfel wieder über irgendeine Banalität stritt: ICH würde es ja klaglos für dich machen, aber du ziehst ja neuerdings dieses aufgedonnerte Flittchen vor.

Der Wind drehte sich: Immer öfter kroch ich heimlich zu Frau Fenster, die ohne Murren meine Wünsche erfüllte. Natürlich bemerkte Fräulein Apfel das, und stellte sich patzig. Wenn ich ihr sagte, dass sie die Böden nicht geputzt hatte, verwies sie auf die Sockenschublade, in der sie alles nach Farben geordnet habe – als ob es dasselbe wäre! Wenn sie nur einen Topf Linsensuppe kochen sollte, brauchte sie dazu Herd, Backofen, Mikrowelle, Lagerfeuer, und mindestens drei Töpfe.

Es wurde eine unmögliche Situation. Statt mehr Möglichkeiten zu haben, stand ich nun permanent zwischen den Stühlen, und wurde von beiden Seiten angefeindet. Frau Fenster verwies auf ihre Erfahrungen und ihre älteren Rechte, Fräulein Apfel hingegen weigerte sich schlicht, mit „der ollen Schnepfe“ zu arbeiten.

Irgendwann hatte ich die Nase voll, stampfte mit dem Fuß auf, und brüllte laut in den Raum: „RUHE! Jetzt hat das Gekeife ein Ende. Ich sperre euch beide in EIN Zimmer, und da könnt ihr zusehen, wie ihr miteinander klar kommt. Und wenn ich was brauche, dann dürft ihr euch gerne überlegen, welche von euch das übernimmt. Und zwar klaglos, verstanden?!“

Sie nickten betroffen – soviel Wut hatten sie von mir nicht erwartet.

Nun leben wir in einer Mischung aus Menage a trois und 3er-WG. Es funktioniert. Und meine Arbeit wird endlich wieder erledigt. Ich bin sicher, dass die beiden Weiber sich hinter meinem Rücken das Maul zerreißen. Aber das ist mir egal.

Und hier die Übersetzung für alle eher prosaischen Leser:

Angesichts meiner früheren Artikel zum Thema Apple vs. PC / Mac vs. Windows wird euch dieses Geständnis vermutlich überraschen: Ich schreibe diese Zeilen auf meinem Macbook.

macbook_whiteWas ist passiert? Eigentlich eine simple Geschichte: Ich schreibe immer mehr Artikel für die Redaktion Blattgold, und dort läuft alles auf Apple. Obwohl ich ein (älteres) InDesign für den PC besitze, ist der Transfer auf den Mac nie in akzeptablem Maß zu schaffen: Durch fehlende Schriften muss jeder Text aufs Neue angepasst werden und oft genug ist das Layout fast unrettbar zerschossen. Ich finde diese Probleme bei einem Programm, das 1000 Euro kostet, geradezu skandalös – ändern kann ich es nicht. Die temporäre Lösung ist, immer wieder in die Redaktion zu fahren, um dort auf einem Haus-Mac die Artikel zu schreiben oder selbst anzupassen. Damit bin ich auch nicht glücklich.

Es reift der Entschluss, ein Macbook zu kaufen. Das kleinste. Mit der ausdrücklichen Exklusiv-Aufgabe, InDesign zu fahren. Für alles andere habe ich ja vier „normale“ Notebooks (fragt nicht). Beschleunigt wird die Angelegenheit noch durch ein Jubiläumsangebot beim Media Markt: 799 Euro. Drei, zwei, eins, meins.

Zuerst einmal tut mir Apple den Gefallen, jedes Vorurteil zu bestätigen: Das Gerät kommt fast „nackt“, ohne Tasche, ohne Fernbedienung, ohne TV-Karte, ohne USB-Stick. Nur Rechner, Netzteil, CD, Mini-Handbuch. Da bin ich von ALDI-Offerten für weniger Geld mehr gewohnt. Auch die Ausstattung macht nicht jubeln: 2,26 GHz Core Duo, 2 GB DDR3-Speicher, 250 GB Festplatte. Bei PCs bekommt man doppelt soviel Leistung für weniger Geld. Das eher magere Angebot an Anschlüssen und Schnittstellen ist fast schon eine Frechheit: Gerade mal 2 USB-Ports, die auch noch so nah aneinander liegen, dass man mit einem etwas zu dick geratenen Stick schon am Ende der Fahnenstange ankommt.

Doch schon als ich das Macbook erstmals laden will, fallen mir positive Details auf: Das Netzteil ist ein Schmuckstück. Klein, leicht, mit beigelegtem Adapter verlängerbar, LED für den Ladezustand – und man kann damit nur schwer das Macbook vom Tisch reißen, weil es am Gerät nur magnetisch befestigt wird. Das nenne ich mal durchdacht. Kein Vergleich zu den Briketts, die sonst hier über meinen Boden schubbern.

Dann das Macbook selbst: Dank Unibody ist es erstaunlich robust und verwindungssteif. Man traut sich durchaus, auch mal kräftiger anzufassen. Die Tastatur ist für einen Vielschreiber wie mich ein Traum, und das (leicht spiegelnde) Display ist jenseits aller Kritik. Die Unterseite hat keine Plastik-Plömpel wie ein PC-Notebook, sondern ist mit einer Gummischicht überzogen, die es rutschfest macht. Man bekommt für das (relativ) viele Geld also durchaus ein wertiges, wenn auch karg ausgestattetes Produkt.

Die Abmessungen sind perfekt: Zusammengeklappt ist das Macbook klein und angenehm zu tragen, bei der Arbeit ist der 13,3 Zoll-Bildschirm ideal für so ziemlich alle Aufgaben. Ich hätte gedacht, dass sich dieses Format zwischen alle Stühle (Netbook vs. Notebook) setzt, aber das Gegenteil ist der Fall: Es ist der ideale Kompromiss. Und die exzellente Akku-Laufzeit auf Netbook-Niveau überrascht und begeistert mich sowieso. Erstmals verbringe ich ganze Abende am Notebook ohne eine Steckdose in Reichweite. Übrigens lautlos: Den Lüfter meines Macbook habe ich bis heute noch nicht gehört.

Da ich in der Redaktion schon mit einigen „großen“ Macs gearbeitet habe, ist das Betriebssystem OSX für mich kein Neuland. Auch bei der Usability hat Apple in vielen Beziehungen die Nase vorn: Anwendungen und Funktionen findet der Neubesitzer meist exakt dort, wo er sie vermutet, weil sie dort auch sein sollen. Davon könnte sich Windows mit seiner kryptischen Ordner-Struktur gerne mal eine Scheibe abschneiden.

Der Mac ist also schnell angeschlossen, geladen, und eingerichtet. Mich nervt die Verpflichtung, mich bei Apple online zu registrieren (geht’s noch?), dafür findet und verbindet sich das Macbook hübsch leicht mit meinem WLAN-Netz. Die Festplatte entpuppt sich als zugemüllt mit Software, die ich nicht bestellt habe. Es ist zwar nicht reiner Promo-Plunder wie bei den ALDI-Offerten, aber es wäre mir lieber, Apple würde mir selbst die Entscheidung überlassen, was für Software ich auf der Festplatte brauche. Ich ahne noch nicht, dass ich hiermit in ein Wespennest stoße.

Tatsache ist: Das Macbook ist ein verflucht edles Teil, und man packt es tatsächlich mit einem gewissen Stolz auf den Tisch. Die Software ist soweit aufeinander eingespielt, dass sich die Kombination Mail/iTunes/iCal/Safari/iMovie/iPhoto prima nutzen lässt. Eine schöne bunte Welt, die Apple da für seine User gebaut hat.

Schwierig wird es nur, wenn man Sachen machen will, die Apple nicht vorhergesehen hat, oder besser gesagt: die man einfach nur anders machen möchte, als Apple das erwartet. Dann ist Schicht im Schacht. Mac zwingt den User in sein eigenes, sehr restriktives Öko-System. Alternativen sind nicht geplant, und werden auch nur höchst widerwillig geduldet. Ständig mischt sich das System ein, will Aufgaben automatisiert erledigen, die man ihm gar nicht zuweisen möchte. Daten werden komplex und speicherfressend aufgearbeitet, wo man nur eine schnelle Übersicht haben möchte. Man muss sich einlassen – und dann loslassen. „Mal eben so“ was machen ist nicht Teil der Apple-Philosophie.

Hinzu kommt, dass viele Programme, die für mich zum Standard gehören, für Macs nicht verfügbar sind. Ein einfacher, schneller und funktionsreicher Bildbetrachter wie XnView ist weder durch iPhoto noch durch die Vorschau zu ersetzen. Und die im Netz erhältlichen Freeware-Alternativen überzeugen mich auch nicht. Einfach ein paar Videos aus Divx oder Mpeg in eine DVD wandeln, wie ich das auf dem PC mit „Convert X to DVD“ mache? Fehlanzeige. Und das Drehbuch-Programm „Final Draft“ soll ich jetzt auch gleich nochmal kaufen, oder? Nix da. Na ja, wenigstens flutscht es nun mit InDesign.

Bei Spielen sieht es sowieso extrem armselig aus. Abgesehen davon, dass das Macbook nicht ausreichend Leistung mitbringt. Nur gut, dass ich eh kein großer Daddler bin.

Je länger ich mit dem Mac arbeite, desto deutlicher treten seine (gewollten) Schwächen hervor: Eine Individualisierung durch den User ist nicht erwünscht. Das Gerät bietet viele Möglichkeiten, aber damit soll man sich dann auch abfinden. Die Unmenge an Tools und Programmen, mit denen man sich einen PC passgenau schneidern kann, ist nicht verfügbar. Erkenntnis: Auch ein goldener Käfig ist ein Käfig.

Es ist eine schizophrene Situation: Ich liebe das Macbook vom Design und der baulichen Qualität, schaue darauf gerne Filme, nehme es gerne unterwegs mit, schreibe darauf begeistert Texte und Blog-Beiträge. Aber sobald ich tiefer in das System einsteigen will, ungewöhnliche Bedürfnisse oder spezielle Anforderungen habe, bockt der Mac. Wo der PC „mit Geduld und Spucke“ zu eigentlich allem zu überreden ist, beiße ich bei Apple auf Granit. Das nervt.

Irgendwann erinnere ich mich daran, dass Apple seit dem Umstieg auf Intel-Prozessoren ein Feature namens „Bootcamp“ anbietet, mit dem sich ein Windows-Betriebssystem parallel installieren lässt. Eher aus Spaß suche ich danach – dass sowas praktikabel funktioniert, kann ich mir nicht vorstellen. Zwei Stunden später bin ich schlauer – und begeistert: Gänzlich ohne Probleme habe ich meinem Macbook ein Windows XP (19,90 Euro) aufgespielt, das ich nun alternativ zum OSX booten kann. Für echte Apple-Jünger ein Graus, aber der weiße Winzling ist auf Knopfdruck nun auch ein Microsoft-Sklave. Als ich per Ninite gleich zwei Dutzend Programme easy aufspiele, und das XP damit für meine Bedürfnisse tauglich mache, fällt mir auf, wie einfach das alles wieder ist. Zumal es möglich ist, von der Mac- auf die PC-Partition zu zu greifen, und umgekehrt.

apple-boot-camp

Natürlich ist es keine Lösung, den Rechner neu zu booten, nur um mit XnView ein paar Bilder zu bearbeiten, oder ein paar Video-Files zu wandeln. Aber ich muss auch nicht ständig wechseln: Wenn ich mal im XP bin, bleibe ich dabei, bis ich das nächste Mal neustarten muss.

Aus reiner Neugier versuche ich es auch mal mit Virtualisierung, also einem XP-System direkt im OSX. Dafür gibt es Programme wie „Parallels“ und „VMWare Fusion„. Die sind erstaunlich ausgefuchst, und arbeiten zumeist klaglos. Besonders fasziniert mich die Möglichkeit, XP nicht in einem Fenster oder als Vollbild zu fahren, sondern es in das Mac-OS zu integrieren. Dann kann ich aus dem Dock auf das Startmenü von Windows klicken, und Programme wie „Final Draft“ starten als eigenes Windows-Fenster auf der Mac-Oberfläche. Das erleichtert auch die Bildbearbeitung mit XnView und die Film-Wandlung mit „X to DVD“. Sogar einfachere „casual games“ sind möglich. Das Problem: OSX und XP gleichzeitig lasten mein Macbook praktisch zu 100 Prozent aus, ganz flüssig ist das alles nicht mehr. Ich denke, das ist erst ab Macbook Pro wirklich praktikabel. Die eigene XP-Partition über Bootcamp ist mir lieber. An einem Detail muss ich aber noch feilen: Ist man daran gewöhnt, beim Apple die „cmd“-Taste für Dateioperationen zu benutzen (z.B. cmd+C für „copy“), dann macht es einen rasend, wenn man auf XP wieder ctrl+C drücken muss. Aber da werde ich einfach das Tastatur-Layout anpassen.

Ich beschließe, mich nicht in das Apple Öko-System saugen zu lassen, und installiere konsequent Freeware/Open Source Software, die ich auch auf dem PC schon benutze: Firefox, Open Office, VLC Player, Dr. Divx, Zattooo. Damit reduzieren sich zwar die Apple-spezifischen Vorteile noch weiter, aber ich muss mich nicht umgewöhnen. Und die Effizienz ist mir in dieser Hinsicht allemal wichtiger.

Nach drei Monaten voller Experimente und Installationsorgien habe ich das System nun für meine Zwecke ausbalanciert. Das Macbook ist ein tolles Gerät, und weil ich dank XP nicht exklusiv auf OSX angewiesen bin, muss ich mich auch nicht quälen, wenn das Apple-Betriebssystem mal wieder auf stur schaltet. Es kehrt langsam Ruhe ein. Und ich kann entspannt InDesign-Layouts bearbeiten. Das Macbook ist mein Haupt-Arbeitsgerät, alle anderen Notebooks sind nur noch für Notfälle.

So, das war die erste große Umstellung, was meine tägliche Arbeit mit Hard- und Software angeht. Es gibt noch eine zweite. Aber von der erzähle ich ein andermal…



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Tolle gute Nacht Geschichte 😀

Julian

Hab ich es nicht immer gesagt? ( <— Das musste jetzt sein.)

Ich freue mich über Fräulein Apfel in Deinem Zuhause, eine gute Entscheidung. Noch ein paar Argumente, einfach so hingeworfen:

-Der Mac lässt sich sehr wohl stark individualisieren, vielleicht hast Du ja nur noch nicht die entsprechenden Möglichkeiten gefunden.

-Dass es manche Software nicht für Mac OS X gibt, ist keine Entscheidung von Apple. Doch es gibt für alles analoge Software. Ich finde iPhoto zum Beispiel viel zu sperrig für das Browsen durch Fotos und verwende QuickLook (ist im System integriert), Graphic Converter oder den Mediabrowser von Photoshop. Auch gibt es andere Software, die halt nur nicht so heißt wie die, mit der Du Erfahrung hast.

-Dass Deine Peripherie nicht 100% geht, ist nachzuvollziehen, wenn es sich um ältere Geräte handelt. Apple kann ja nicht jeden Treiber nachprogrammieren lassen, nur damit einige Long-Tail-User von (computerchronologisch) uralten Geräten zufriedengestellt werden. Doch auch hier gibt es Lösungen, zum Beispiel kann ich meinen antiken Scanner problemlos über VueScan ansteuern und bedienen, obwohl dessen nativer Driver noch für OS 9 programmiert worden ist (OS 9 und OS X sind komplett unterschiedliche Systeme und weitgehend inkompatibel).

-Ich rate Dir mehr als dringend, Dir eine externe Festplatte zu holen und Time Machine zu aktivieren (in den Systemeinstellungen), sofern Du das nicht schon längst getan hast. Nach 3 Monaten dürfte Dir ja eh kaum noch was verborgen sein.

PS: Wer den Zaunpfahl mit Frau Fenster und Fräulein Apfel vor dem "More" nicht kapiert hat, dem ist eh nicht mehr zu helfen… 😀

Peroy
Peroy

„…erstaunlich robust und verwindungssteif.“

… … … … „verwindungssteif“…

Hmm… „verwindungssteif“… … … … … noch nie gehört.

Snyder
Snyder

Mein Güte hatte ich gerade lange um zu kapieren was mit „Fenster“ und „Apfel“ gemeint war. Ich brauch Schlaf …

Peroy
Peroy

Mich interessiert nicht wirklich, was es bedeutet, ich bin nur überrascht, dass es nach 28 Jahren noch ein neues Wort gibt, dass ich noch nicht gekannt habe…

Julian

Ach ja:

-Software aller Art gibt’s völlig legal über http://www.versiontracker.com – auch für Windows übrigens. Wenn Du Dir einen Account machst und alle Software in Deinem Besitz samt Version verzeichnest, kannst Du Dich per Newsletter darüber informieren lassen, welche Updates es gibt.

-Für Deine sämtlichen Zugangsdaten aller Art sowie sicherer Notizen (Kreditkartendaten, Ausweise usw.) empfehle ich 1password. Geniale Software!

-Banking ist mit BankX großartig. (Das Geld wird davon aber auch nicht mehr)

-Skitch ist genial für Screenshots, denen man dann Anmerkungen hinzufügen kann.

-Als ftp-Client habe ich Cyberduck (.ch) und bin damit sehr zufrieden.

-Der Geburtstagschecker von earthlingsoft (alt, aber bewährt) hilft mir schon seit Jahren, keinen Geburtstag mehrzu vergessen.

-Things von culturedcode is toll als ToDo-Listen-Verwalter

-Mit GarageSale kannst Du eBay offline vorbereiten und mit GarageBuy besser kaufen.

-PTGui Pro ist die Software der Wahl für Panorama-Stitching, kann auch HDR.

-Die Software von Frank Reiff (publicspace.net) ist wirklich ihr Geld wert, insbesondere A Better Finder Rename.

-Onyx hilft Dir, den Mac schön sauber zu halten und persönlicher zu konfigurieren.

-Mit WireTap Studio (oder ähnlichen Produkten aus demselben Hause) kannst Du Audio aufnehmen von welcher Quelle auch immer.

-Mit Snapz Pro X mache ich ab und zu Screencasts, hier gibt’s aber auch andere, die nicht schlecht sein sollen, wie zum Beispiel Mouseposé.

-Als Hobbykoch sammle und organisiere ich meine Rezepte in SousChef.

-Und der OmniDiskSweeper hilft mir, große und sperrige Dateien zu finden, die ich nicht mehr brauche.

-Der WebSnapper macht Screenshots von Seiten, die länger sind als das Browserfenster hoch. Praktisch für das pdf-Archiv der eigenen Veröffentlichungen.

-HandBrake zieht Dir DVD-Filme von den Scheiben, und Toast brennt sie Dir.

-Die Stuffit-Produkte sind praktisch für das Zippen und Entzippen, insbesondere DropStuff, ein Drag-n-Drop-Zipper. Kann natürlich auch .sit und .sitx (Mac-spezifisch).

Soviel für’s erste, ich hoffe, da war der ein oder andere sinnvolle Tipp dabei.

Torsten

Come on, das mit der Auslastung durch Mac OS X und XP unter Parallels stimmt natürlich, da geht man aber einfach in den Apple Store (nicht! zum! Mediamarkt!) und lässt sich mal eben eine RAM-Erweiterung spendieren. Kostet natürlich 2 Euro 50 (oder ein bisserl mehr), lohnt aber garantiert.

Marcel
Marcel

Hui Julian, schöne Auflistung, da sind ein paar interessante Tipps dabei.

Ein paar Empfehlungen noch von mir:

– Awaken ersetzt mir unterwegs den Wecker

– Dropbox synct meine Dateien zwischen Frau Fenster und Fräulein Apfel

– 1Password merkt sich diverse Logins, und synct sich auch über Dropbox

– Transmit ist der FTP-Client meiner Wahl

– TaskPaper ist meine TODO-Liste

– und TextMate ist der „Missing Editor for Mac OS X“ wie der Claim ganz richtig behauptet.

Viel Spaß am Gerät 🙂

Marcus
Marcus

Und schon kommen sie, die Apple-Jünger.

Ich sage denen ja immer: Jungs, nichts ist perfekt. Früher motzten bei uns im Büro alle über Lotus Notes. Dann sind wir auf Outlook umgestiegen. Ratet mal, was jetzt los ist.

Und mit Apple vs. MS wird’s nicht anders sein. Solange 80% der Welt MS benutzt, tue ich das auch. Ich habe nämlich keine Ahnung von Computern, und ich will auch keine Ahnung von Computern haben. Von den Kommentaren #2, #7 und #9 (nichts für ungut, Jungs) versteh ich nur die Kommata. Und das ist auch okay. Wenns euch Spaß macht, schön. Das Leben ist mir aber zu kurz, um sich mit Technobabble rumzuärgern.

Es ist mir egal, dass Apple technisch so viel besser sein soll. Ich nutze einen ganz gewöhnlichen Samsung-Notebook mit Windows Vista und vermisse nichts. Mag sein, dass ein oder zwei Dinge mir bei einem Mac besser gefallen täten. Aber das ist mir einfach nicht wichtig genug. Ich würde am Ende viel Geld ausgegeben haben, um all das zu machen, was ich heute auch schon mache. Ich wäre nicht glücklicher oder zufriedener als Computernutzer. Ich muss nicht zu den coolen Kids gehören. Danke, ich brauch keinen Mac. 😎

Marcus
Marcus

@Julian:

„HandBrake zieht Dir DVD-Filme von den Scheiben, und Toast brennt sie Dir.“

Genau das mein ich. Wenn es sowas wie ein „dadaistisches Haiku“ gibt, muss es ungefähr so klingen. Oh, die Poesie….

Julian

@Marcus

Zu 10: Du hast jede Freiheit, zu benutzen, was Du willst. Nur, Torsten hat bis vor kurzem noch genauso argumentiert. Und nun schau Dir seine Erfahrungen an.

Zu 11: Da hab ich aber Glück gehabt! 🙂

Torsten

@Marcus (10)

„Ich habe nämlich keine Ahnung von Computern, und ich will auch keine Ahnung von Computern haben.“

Gerade dann ist der Mac eigentlich der bessere Rechner. Siehe ja auch ganz oben. Meinjanur.

Marcus
Marcus

@Julian:

Es liegt mir fern, dem Apple-Nutzer das System seiner Wahl madig machen zu wollen. Es ist ja auch nicht so, dass ich selbst ein Microsoft-Fan wäre. Ich wollte nur mal den Technik-Jüngern hier eine andere Perspektive entgegensetzen: ich nutze MS, weil ich damit alles machen kann, was ich will (und ich bin halt anspruchslos), mir sicher sein kann, dass ich mit der ganzen Welt da draußen kompatibel bin – ohne mich intensiv mit den technischen Finessen auseinandersetzen zu müssen, die mich nicht interessieren.

Und liege ich ganz falsch, wenn ich Torstens Erfahrungen zusammenfasse mit: „Apple ist ein tolles Gerät, super designt, aber um so arbeiten zu können, wie ich mir das vorstelle, musste ich es erst so umhummeln, dass es auf Knopfdruck auch mit Windows arbeitet.“ Das meinte ich: wem sowas Spaß macht, okay. Ich hätte nach zwei Tagen „Experimenten und Installationsorgien“ (und sieben Wutanfällen) das Macbook zum Händler zurückgetragen. Und das spar ich mir halt lieber, weil ich weiß: für mich persönlich ists das bisschen potentieller Zusatznutzen nicht wert.

Marcus
Marcus

@Torsten (der aus Kommentar 13, nicht der Wortvogel):

Das klingt für mich anders. Wer Windows schon kennt, muss sich umgewöhnen. Und darf danach nur noch unter zusätzlichen Mühen mit Windows-Nutzern Daten austauschen. Und wehe, er hat den Wunsch, sich irgendeine besondere Software zu installieren. Der Windows-Nutzer tut es einfach. Der Mac-Nutzer muss erst knobeln und am Ende vielleicht doch nach einer Mac-Alternative suchen. Und damit ists dann schon wieder Essig mit „einfach“. Teurer ist es sowieso.

Mag sein, dass das sehr pauschalisiert ausgedrückt ist. Mag sein, dass der gewiefte Apple-Jünger auch einen Weg drumherum findet. Aber mir ist das einfach zu mühsam.

Mir scheint ganz allgemein, dass Apple quasi das SAP R/3 für den Heimcomputerbereich ist. (Ja, ich weiß, das eine ist ein Hard- und Softwarehersteller und das andere ein ERP-Programm. Äpfel und Birnen. Mir geht es ums Prinzip.) Super geeignet für spezielle und gehobene Ansprüche. Leistungsstark. Sicher. Aber eben auch aufwendig in das eigene Arbeiten zu integrieren – wenn du eigentlich nur ein paar ganz einfache Sachen damit machen willst, kaufst du dir mit dem Premiumprodukt im Grunde nur Lösungen für Probleme, die du ohne das Premiumprodukt nicht hättest.

Du siehst – es hat keinen Zweck mit mir. 😉

Julian

@Marcus

Naja, in dem Moment, wo Du MS mit „der ganzen Welt“ gleichsetzt, mit der Du kompatibel sein willst, dann bist Du natürlich gezwungen, MS zu nehmen. Nur ist das halt auch eine Beschränkung, wenn auch eine rein zahlenmäßig großräumige.

Es gibt immer dieses Argument, dass es für Windows viel mehr Software gibt als für den Mac. Das stimmt auch, zahlenmäßig gibt es sicherlich 100 mal mehr Programme als für den Mac. Nur, das was Du machen willst, kannst Du auch mit dem Mac, und zwar problemlos. Wieso soll es besser sein, unter 200 Bildbearbeitungsprogrammen wählen zu können, statt unter 5? Die 5 Programme für den Mac decken dasselbe Feature-Spektrum ab wie die 200 für den PC, Du hast nur weit weniger Stress beim Aussuchen – und bist gegen wirklich jeden Wurfzettel und jedes Spam-Angebot immun. Ich finde das sehr beruhigend. Zum Beispiel ist mir die jährliche Ernte der Steuer-Ausfüll-Software in der Schütte beim Aldi völlig egal, denn zum einen vertraue ich solch wichtige Themen sowieso keiner Software vom Discounter an, zum anderen würde ich mir wenn, dann eine ordentliche Steuersoftware kaufen (ich habe eh eine Steuerberaterin). Somit sehe ich kein echtes Plus in dem Argument „mehr Software“.

Auch muss bei Torstens Erfahrungen beim Umstieg dem Umstand Rechnung getragen werden, dass er nicht unvoreingenommen an die Sache herangehen kann, weil er – und jeder andere Switcher auch – sich jahrelang mit MS beschäftigt hat und ihm die ganzen kleinen, aber unnötigen Workarounds in Fleisch und Blut übergegangen sind.

Zum Beispiel würde mich interessieren, wie lange er gebraucht hat um zu merken, dass man eine Datei beim Mac einfach mit der Enter-Taste umbenennen kann und dabei nicht das Kontextmenu oder gar das Hauptmenu bemühen muss? Wenn man das jahrelang nicht anders gemacht hat, kommt man natürlich gar nicht auf die Idee, unvoreingenommen an die Sache ranzugehen und jeden Handgriff zu hinterfragen. Und das ist nicht Computererfahrung oder -kenntnis, sondern das ist unverantwortliche Spoilerei von unschuldigen Menschen durch MS mit umständlichen, völlig veralteten Bedienungsmethoden.

Wenn Deine eigene Frustrationsschwelle also eher niedrig ist, dann solltest Du nicht den Mac zum Händler zurücktragen, sondern Dich fragen, wo Du wohl gelernt hast, so umständlich zu denken.

@Torsten:

Der wahre Checker arbeitet ohne Maus: http://support.apple.com/kb/ht1343 (daran knabbere ich aber auch noch)

Marcus
Marcus

@Julian:

„Nur, das was Du machen willst, kannst Du auch mit dem Mac, und zwar problemlos.“

Eben. Oder umgekehrt ausgedrückt: was ich mit dem Mac machen könnte, kann ich mit dem MS-basierten Notebook auch schon. Billiger. Ohne Umgewöhnung.

„Es gibt immer dieses Argument, dass es für Windows viel mehr Software gibt als für den Mac.“
Das ist mir nicht so wichtig, weil mich 99% dieser Programme nicht interessieren. Ist nur gut zu wissen, dass ich eins davon installieren könnte, wenn sich herausstellt, dass ich es eben doch haben will.

Mir geht es darum: kann ich z.B. einem Mac-Nutzer mal einfach so eine Excel-Datei mit ein paar komplexen Formeln drin zum Weiterarbeiten schicken? Kann ich mir auf einem iPod einfach so ein Lied anhören, das ich nicht bei iTunes gekauft habe (und umgekehrt)? Das ist für mich ein Grund, warum mich Apple-Schwärmereien kalt lassen.

„Zum Beispiel würde mich interessieren, wie lange er gebraucht hat um zu merken, dass man eine Datei beim Mac einfach mit der Enter-Taste umbenennen kann und dabei nicht das Kontextmenu oder gar das Hauptmenu bemühen muss?“

Erstens: wenn Enter umbenennt, wie öffnet man dann eine Datei (außer mit Doppelklick)? Zweitens: Umbenennen ohne Kontextmenu geht doch bei MS auch. Zweimal anklicken… 🙂

Julian

@Marcus:

Keine Sorge, das hier wird kein ewiger Streit, dafür ist mein Wochenende viel zu frei. 🙂

Nur, auf Deinen Kommentar muss ich dann doch noch antworten:

„Oder umgekehrt ausgedrückt: was ich mit dem Mac machen könnte, kann ich mit dem MS-basierten Notebook auch schon. Billiger. Ohne Umgewöhnung.“

Ja, das stimmt weitgehend. Nur konntest Du es beim Mac schon immer und auf Windows erst seit ungefähr heute vormittag, als sie endlich angefangen haben, ihre Versprechen von 1995 zu halten. Nur ist es nicht billiger, die Software kostet ähnlich. (Und das aktuelle Betriebssystem Snow Leopard (OSX 10.6.) kostet regulär gerade mal €29). Das mit der Umgewöhnung ist eine Frage der Sichtweise.

„Ist nur gut zu wissen, dass ich eins davon installieren könnte, wenn sich herausstellt, dass ich es eben doch haben will.“

Beim Mac ist das genauso. Es gibt genug Alternativen. Außerdem ist Deinstallieren bestechend einfach: Du schmeißt die Software in den Müll und fertig. Wenn Du AppTrap hast, zieht die kleine Helfersoftware die ganzen dazugehörigen Dateien mit in den Müll. Irre praktisch. Deinstallieren war nie einfacher.

„kann ich z.B. einem Mac-Nutzer mal einfach so eine Excel-Datei mit ein paar komplexen Formeln drin zum Weiterarbeiten schicken?“

Ja klar. Er öffnet die Datei mit Microsoft Excel für den Mac. ( http://tinyurl.com/32rwrvw ) Oder mit OpenOffice ( http://www.openoffice.org/ ). Oder mit Numbers. ( http://www.apple.com/iwork/numbers/ ) Die Excel-Datei, die nicht in die letzeren beiden Programme fehlerfrei importiert werden kann, muss schon sehr happig sein. Auch können alle diese Programme ihre Dateien in „Excel für Windows“ (sozusagen, man kann die gewünschte Excel-Version einstellen) exportieren. Ich hatte noch nie ein Problem damit.

„Kann ich mir auf einem iPod einfach so ein Lied anhören, das ich nicht bei iTunes gekauft habe (und umgekehrt)?“

Na klar. 99% meiner iTunes-Bibliothek sind stinknormale mp3s, die ich völlig legal von meinen CDs gerippt habe, und das teilweise schon vor über 10 Jahren auf dem Windows-PC meines Bruders oder mit anderen Programmen, als es noch kein iTunes gab. Was ich im iTunes Store kaufe, ist „iTunes Plus“ ( http://support.apple.com/kb/ht1711 ) und somit völlig DRM-frei. Ich kann die Musik kopieren, so oft ich will und abspielen, wo ich will, auch auf Windows und beliebigen mp3-Spielern. (Was davon legal ist, ist ja eine andere Frage). Es gibt sogar Software, die Dir die Musik von fremden iPods auf den Rechner holt, als Sicherheitskopie oder so. Benutze ich nicht, weil ich sowieso kein Walkmanfan bin, aber auch das geht.

„Erstens: wenn Enter umbenennt, wie öffnet man dann eine Datei (außer mit Doppelklick)? Zweitens: Umbenennen ohne Kontextmenu geht doch bei MS auch. Zweimal anklicken… :-)“

Du öffnest eine Datei mit Apfel-O (heute sagt man ja Command-O), das ist genauso schnell, wie ein Akkord beim Klavierspielen. Und das mit dem zweimal (langsam) anklicken geht beim Mac ebenso zum Umbenennen. Zudem: Umbenennen per Rechtsklick, Umbenennen per Dateiinformationen, Umbenennen per ctrl-Linksklick.

Und: Ja, es gibt die rechte Maustaste. Und zwar schon lange. Früher war das der Klick mit der einen Maustaste, während man die ctrl-Taste gehalten hat, später (seit mindestens 5 Jahren) konnte man auch 2-Tasten-Mäuse anschließen (USB), und seit diese ganzen berührungsempfindlichen Schalter und Oberflächen erfunden wurden, kann man auch bei den Apple-Mäusen ganz regulär rechts klicken:

http://skitch.com/julianreischl/dt9r4

Nun gehe ich aber ins Wochenende, oder zumindest in dessen erste Nacht. Gehabt Euch wohl!

Nikolai
Nikolai

Unter windows benennt man dateien mit f2 um.

Bitte die mangelnde großschreibung ignorieren. Ich schreibe vom iphone aus.

MILE
MILE

Ach Leute, lasst das hier jetzt nicht in einen dieser Mac vs. Win Flamewars ausufern — davon gibt es eh schon zu viele im Netz…! 😉

Jeder hat eben den Rechner, den er verdient — aber andere zu missionieren oder gar für ihre Entscheidung zu kritisieren, bringt’s wirklich nicht…

Wenn jemand „vier normale“ Laptops für seinen Alltag als Journalist benötigt, sagt das allerdings durchaus etwas über seine Herangehensweise an das Ganze aus…! 😉

Ich find’s jedenfalls schön, dass der Herr Wortvogel eigentlich irgendwie zum Mac tendiert, schade ist nur, dass die alten Vorurteile offenbar immer noch so tief verwurzelt sind, dass sie ihm das Erlebnis im Alltag trüben…

Ich jedenfalls arbeite seit vielen Jahren praktisch ausschließlich an und mit Macs (für gewöhnlich auch nur an einem und nicht an vier) und berate Nutzer aller Kategorien im Umgang mit „Fräulein Apfel“ und merke immer wieder, dass zwar für einige der Umstieg anfangs schwer fällt — wenn er aber vollzogen ist, sie nicht mehr zur ollen „Frau Fenster“ zurückkehren möchten…! 🙂

Ach ja, und Marcus…

„Mir geht es darum: kann ich z.B. einem Mac-Nutzer mal einfach so eine Excel-Datei mit ein paar komplexen Formeln drin zum Weiterarbeiten schicken? Kann ich mir auf einem iPod einfach so ein Lied anhören, das ich nicht bei iTunes gekauft habe (und umgekehrt)? Das ist für mich ein Grund, warum mich Apple-Schwärmereien kalt lassen.“

Kannst du und kannst du…! Auf den etwas herablassenden Begriff der „Apple-Schwärmereien“ möchte ich allerdings nicht weiter eingehen…

😀

MILE
MILE

Ach ja, und Marcus…

“Mir geht es darum: kann ich z.B. einem Mac-Nutzer mal einfach so eine Excel-Datei mit ein paar komplexen Formeln drin zum Weiterarbeiten schicken? Kann ich mir auf einem iPod einfach so ein Lied anhören, das ich nicht bei iTunes gekauft habe (und umgekehrt)? Das ist für mich ein Grund, warum mich Apple-Schwärmereien kalt lassen.”

Kannst du und kannst du…! Auf den etwas herablassenden Begriff der “Apple-Schwärmereien” möchte ich allerdings nicht weiter eingehen — denn das hier

„Du siehst – es hat keinen Zweck mit mir.“

war mir von Anfang an klar…! 😀

MILE
MILE

(Sorry für den Doppelpost — da hat’s wohl beim Editieren was zerschossen…!?)

Peroy
Peroy

Off Topic: Hab‘ ich den Wortvogel gerade im Cinetipp auf Pro7 gesehen, wie er Werbung für „Cats & Dogs 2“ macht, oder muss ich mit dem Saufen und Klebstoffschnüffeln aufhören… ?

Thomas
Thomas

Sehe ich auch so wie der Wortvogel.
Wir haben einen Mac mini als Multimedia-Rechner, da kann ich mit meinem iPhone alles steuern, Geräte werden schnell und zuverlässig im Wlan erkannt, Videos gestreamt. Mehr brauche ich im Wohnzimmer nicht.
Meine Freundin bekommt auch ein Macbook, alles ist übersichtlich und benutzerfreundlich und die Leistung reicht zum Surfen, Word und Excel allemal, Zusatzprogramme sind eher uninteressant.
Dagegen finde ich Windows eher unhandlich und teilweise sogar benutzerunfreundlich, was sich mit Win7 aber schon gebessert hat.
Sobald man sich aber mal damit angefreundet und quasi sein eigenes Windows konfiguriert hat kann man sehr effizient damit arbeiten.
Das geht mit Apple meiner Meinung nach nur eingeschränkt.

Marcel
Marcel

@Wortvogel: Ich versteh die Frage grad nicht. Wunderst du dich, das man für eine solch vermeintlich triviale Software auf dem Mac bezahlen muss?

Awaken hat den Vorteil, dass es den Mac auch aus dem Standby-Modus holt, wo normale Software eigentlich schläft. So muss der Rechner nicht die ganze nacht laufen, nur um morgens dann ein Soundfile abzuspielen. Das ist für mich keineswegs trivial und war mir die 10 Dollar wert.

Timm
Timm

@Nikolai
Du glaubst also wirklich, das du mit deinem iPhone beeindrucken kannst?

Zitat:
„Unter windows benennt man dateien mit f2 um.

Bitte die mangelnde großschreibung ignorieren. Ich schreibe vom iphone aus.“

Statt also die Kleinbuchstaben „w“, „d“ und „f“ in Großbuchstaben zu korrigieren, hängst du noch einen Anhang dran, der länger ist als der gesamte Beitrag um uns mitzuteilen, dass du ein iPhone besitzt? Du Held. 🙂

Shah
Shah

Klar sind Macs gut. Vor allem für PC-Unkundige Leute. Wenn ich dran denke, wie meine Freundin ihren Vista Rechner schon zerschossen hat….brrr………

Ich mag Win 7. und brauch nix anderes. Bin übrigens ein erfolgreich zurückgekehrter. Das einzig tolle am Mac war dass iTunes so schön flüssig lief…..;)

Marcus
Marcus

@MILE:

„Ach Leute, lasst das hier jetzt nicht in einen dieser Mac vs. Win Flamewars ausufern — davon gibt es eh schon zu viele im Netz…!“

Ich ganz bestimmt nicht – wie schon gesagt, ich bin ja gerade kein überzeugter Microsofter. Ich glaube einfach nur, dass Apple mir persönlich nicht genug Mehrwert bietet, um die Umgewöhnung, die Bindung ans „Apple-Software-Ghetto“ und den höheren Preis wert zu sein.

Und als versöhnliche Geste an die Mac-Fans: ja, ich gebe zu, dass Apple-Produkte designmäßig in der Regel besser aussehen. Ich hätte z.B. seinerzeit auch gerne einen iPod gehabt – aber als Studi hatte ich einfach die Kohle nicht.

Nikolai
Nikolai

Hallo timm, ich habe nicht nötig mich vor leuten zu profilieren, die ich nichtmal kenne.
Das war mehr ein wink in richtung wortvogel der bedeuten sollte „Das neue plug-in ist toll, ich schreibe vom vom handy aus und bekomme keinen augenkrebs dabei.“

Gruß

Peter
Peter

Dein WPtouch funktioniert übrigens auch mit Android super 🙂

Markus
Markus

> Ich beschließe, mich nicht in das Apple Öko-System
> saugen zu lassen, und installiere konsequent
> Freeware/Open Source Software

Was ich für eine unnötige Begrenzung halte. Safari z.B. ist ein moderner Browser (Speicherverbrauch/Stabilität/Systemintegration ->Rechtsklick auf ein englisches Wort und das systemweite Dictionary ist da. Oder auch die systemweite Rechtschreibprüfung) und kann neuerdings Extensions.
http://extensions.apple.com/
Und die Mac Shareware Szene ist sehr lebendig, mit sympathischen und perfektionistischen Programmieren die ich gerne unterstütze, aber ich bin auch schon einige Jahre tiefer drin und eben auch Mac-only.

Das mit DivX und obskuren Videoformaten ist so eine Sache. Die Mac-Welt ist durch das Apple Mutterschiff auf den MP4-Standard mit h264-Codec geeicht. DivX Für den Rest der Welt gibt es da ein sehr praktisches Plugin für Quicktime namens Perian:
http://www.perian.org/#detail

Für WMV hat Microsoft selbst mal ein Plugin gehabt, aber sie haben vor einigen Jahren den Support gekickt und verweisen jetzt auf Flip4Mac (Googlen). Falls doch mal ein Video zickt ist der VLC auch okay, meist konvertiere ich allerdings alles mit Handbrake zu MP4, was aber auch daran liegt, dass ich meinen Stuff gerne iPad/iPhone tauglich habe.

@Spiele
Das ist ein Thema für sich. Immerhin kommen wenigstens die „Blockbuster“ auch für den Mac raus, Blizzard ist hier vorbildlich mit z.B. StarCraft 2. Mich wundert, dass es für Gelegenheitsdaddler aber nicht mehr gibt. Nur die Linux-User sind hier noch schlimmer dran. Aber der ganze Markt ist sowieso in Richtung Konsole/Web gekippt. Xbox, Playstation, Farmville…

@Zattoo
Das war mal ein echt brauchbares Programm! Inzwischen gibts da nur leider keine Privatsender mehr, nur noch die öffentlich-rechtlichen, und bei jedem Start/Senderwechsel muss man eine halbe Minute Werbung erdulden.

tataaa
tataaa

lustiger und interessanter text 😀 danke! 😀

Comicfreak
Comicfreak

.boah, was gibt es Schöneres, als neues Technik-Spielzeug?

🙂

Wenn du mal ein Grafiktablett-Thread eröffnest, Stehe ich ganz vorne in der Kommentarschlange

Julian

@Wortvogel:

„Julian: Du irrst.“

Das mag schon sein, im Gegensatz zum Papst behaupte ich ja nicht, unfehlbar zu sein… 😉

„Es gibt eben nicht eine vergleichbare Mac-Software für alles, was man mit dem PC auch machen kann.“

Naja, sicher gibt es das eine oder andere eigens für eine Forschungsarbeit an einer Uni extra programmierte Tool oder so, aber dafür – Killerargument – kannst Du am Mac Windows laufen lassen, wenn es denn unbedingt sein muss. Doch für jede ernstzunehmende Win-Software gibt es auch eine analoge Mac-Software.

„Wenn ich zwischen hundert Bildbetrachtern und Dateimanagern wählen kann, suche ich die, die mir das beste Usability-Gefühl geben. In meinem Fall QDir und XnView. Bei den wenigen Apple-Varianten habe ich keine gefunden, die mir auch nur annähernd zusagt.“

Ich glaube aber nicht, dass Du wirklich ernsthaft alle verfügbaren Programme zu einem Thema (sprichwörtlich hunderte! von Softwaretiteln) tatsächlich auf ihre Usability überprüfst, bevor Du Dich entscheidest.

Ich wage zu behaupten: Die Zahl der überprüften Windows-Programme, bevor eine Entscheidung fällt, ist kleiner als die Zahl der für den Mac verfügbaren Programme für denselben Zweck. Ergo kann man auf dem Mac vor einer Entscheidung genausoviel ausprobieren/recherchieren, und wieviele weitere Programme es noch gibt, ist somit unerheblich und kein Argument mehr.

„Zum Thema Quicklook: Was machst du, wenn du von 50 Bildern 35 auswählen gleichzeitig umbenennen, drehen, beschneiden, und farbkorrigieren willst? Geht mit XnView über einen Befehl. Freeware. 2,9 Megabyte.“

Feine Sache, sowas such ich auch noch. Ich bin sicher, dass es das auch für den Mac gibt, auch als Free- oder Shareware, aber ich hab’s noch nicht gefunden. Und Quick Look ist ja nicht zum Bearbeiten da, ich finde die Optionen auch ein wenig dürftig. (Dafür macht Quick Look seinen eigentlichen Job aber sehr gut, finde ich)

„Als ich meine Bilder das erste Mal mit iPhoto katalogisieren wollte, ist es abgestürzt (da habe ich auch das erste Mal den Lüfter gehört).“

Ich benutze iPhoto nicht für alle Zwecke, zum Beispiel weil es die GPS-Daten, die man Bildern ohne Geoposition nachträglig zuordnet, nicht in die Dateien schreibt, sondern in einer zentralen Registry ablegt, so dass die Arbeit, die man sich gemacht hat, auch nicht in andren Softwares nutzbar ist – ganz schön unfair, wie ich meine. iPhoto ist fein für Fotobücher, die schnelle Bearbeitung und den Massenexport in andere Größen und Formate, aber für die komplette Verwaltung usw. sollte man sich eher Aperture oder gleich eine Fotodatenbank wie Cumulus leisten, zumindest, wenn man eine größere Zahl von Bildern hat.

„Ich habe bei dieser Diskussion eher das Gefühl, dass es die Mac-User sind, die sich noch nie mit den Möglichkeiten und der Vielfalt von Windows beschäftigt haben.“

Den Standpunkt kann ich gut verstehen, nur: Ist soviel Vielfalt nötig? Braucht es vierzig verschiedene Programme für das Aufüllen der Steuererklärung? Die Variation zwischen den Programmen ist (in diesem Beispiel ja allein durch die Rechtslage) meist sehr gering, daher sehe ich wirklich keinen Sinn dahinter.

Analog dazu verstehe ich zum Beispiel nicht, wieso es ungefähr 300 verschiedene Shampoos braucht. Natürlich hat jedes Unternehmen die Freiheit, das 301. Shampoo mit einer noch viel exotischeren Duftkombination herzustellen (unter weiteren Tierversuchen natürlich), doch sehe ich diese Vielfalt nicht als Plus. Ich will zwar keinen Kommunismus, wo es nur Kernseife gibt oder so, aber ich bin sicher, dass sämtliche Haut- und Haartypen mit maximal 10 verschiedenen Shampoos abgedeckt werden können. Mehr ist doch nicht zwingend besser. (Und die ganzen leeren Werbeversprechen erst, damit noch eine weitere Shampoofirma überleben kann!)

„Die schleppen so alberne Windows95-Klischees mit sich rum, wie Julian ja auch bestätigt: “Nur konntest Du es beim Mac schon immer und auf Windows erst seit ungefähr heute vormittag, als sie endlich angefangen haben, ihre Versprechen von 1995 zu halten.” Das hättet ihr nur gerne.

Seit XP ist Windows stabil und relativ gut zu bedienen, sofern man nicht ständig an der Hardware und den Treibern rumpfuscht. Und wenn es IRGENDEIN Problem gibt, gilt die Faustregel: Das Problem hatten sicher 1000 andere auch, 100 haben sich im Netz drüber beschwert, 10 haben sich damit auseinander gesetzt, und mindestens 1 hat es gelöst. Die schiere Menge der User ist hier der Vorteil.“

Sicher, aber ich habe bis jetzt noch zu jedem Mac-Problem eine Lösung gefunden. Die Community ist kleiner, hält dafür aber besser zusammen. Da schreibt schon jeder 5. im Netz, was das Problem ist, und die Lösungen kommen auch in entsprechend größerem Anteil.

Ich denke, dass nicht die Menge der Kunden eines Produktes für die Kommunikationswilligkeit aussagekräftig ist, sondern die Qualität (im neutralen Wortsinne). Da spielt den Mac-Usern ihre angedichtete Individualisten-Rolle in die Hände: Sie tauschen sich viel eher untereinander aus, sind sendungsbewusster. Wie gesagt, denke ich.

Und dass Windows einfach nicht rund läuft, sieht man doch, wenn man die Leute fragt: Die meisten Mac-User *lieben* ihre Rechner, Windows-User sehen die Benutzung eher als so eine Art tägliches Armdrücken. Da brauche ich doch nicht lang zu überlegen, was ich haben möchte.

„Übrigens, Julian: Wo habe ich von Peripherie-Problemen gesprochen?!“

Ich habe diesen Absatz als Peripherie-Probleme interpretiert: „Die Flitterwochen dauerten kaum vier Wochen. Fräulein Apfel begann, sich bei einfachen häuslichen Aufgaben quer zu stellen: Nein, das wolle sie so nicht machen. Es sei ja nicht so, dass sie es gar nicht machen wolle – nur eben nicht so. Sie habe ihre eigenen Methoden. Dafür bräuchte sie aber neue Haushaltsgeräte. Die alten passten sowieso nicht zusammen. Wie hatte ich in so einem Chaos nur leben können? Komisch, MIR war das Chaos nie aufgefallen. Aber Fräulein Apfel wurde nun energischer: Der Staubsauger funktioniert nur mit dem richtigen Kühlschrank, und für ein gutes Bett braucht es den passenden Fön. Sie wusste genau, in welchem Laden ich die ganzen Luxuswaren kaufen sollte – und warum der Preis nicht etwa völlig überteuert, sondern allemal angemessen war.“

Da lag ich wohl falsch, hatte ich „Haushaltsgeräte“, „Föhn“, „Staubsauger“ und „die ganzen (neuen) Luxuswaren“ usw. doch als Scanner, ext. Festplatte u. ä. gesehen.

„Und es ist doch schon erbärmlich genug, wie die Kombi iPod/iTunes/Apple dir nicht nur DRM aufzwingt, sondern auch zu blockieren versucht, dass du dir deine eigene Musik wieder auf den PC zurückspielen kannst? Das Problem hatte ich mit non-Apple-Software/Playern noch nie. Da schaufel ich eine MP3 hin und her, wie ich will.“

Das Problem gibt es gar nicht. Ich hab ja geschrieben: iTunes Plus und Du hast alle Käufe ohne DRM, kannst alles (incl. der nicht gekauften, sondern sonstwoher kopierten Musik) hin- und herkopieren, wie Du lustig bist.

„Ich bin ohne große Vorurteile an das Macbook gegangen. Ich muss damit arbeiten, und habe mich über die Jahre mit Dutzenden von Betriebssystemen auseinander gesetzt. Außerdem finde ich die Arbeit im Büro auf InDesign sehr angenehm.

Natürlich macht der Mac ein paar Sachen ganz toll (ich mag z.B. iMovie – sehr intuitiv).“

Bei mir war es ein wenig anders: Ich hatte zuerst einen Amiga. Da habe ich mich gewundert, wieso die anderen so begeistert waren von ihren DOSen, obwohl ich schon seit immer Fenster hatte und eine grafische Benutzeroberfläche und eine Maus. Textzeilen habe ich bei mir nur gesehen, wenn der Amiga abgestürzt ist (Guru Meditation), daher kam mir DOS schon immer sehr seltsam und eigentlich chancenlos vor. Ich hab mal einen Computerkurs gemacht, wo man mir so Befehle wie „dir“ beigebracht hab. Ich hab bis heute nicht kapiert, wo da ein Vorteil liegen soll. Für alle, die das nicht besser kannten, war das natürlich das technische Nonplusultra und heute blicken sie auf diesen Kack auch noch nostalgisch zurück.

Dann holte mein Vater sich 1991 einen Mac, einen Quadra 700 (zu sehen in Jurassic Park), für rund 10.000 DM. Das war für einen Grafiker auch dringend nötig, und wieder gab es von Anfang an eine grafische Benutzeroberfläche, Fenster, Maus, Drag and Drop. Die anderen rangen mit Windows 3.11 und dann 95, das im Vergleich zu Photoshop, Illustrator und Quark Xpress auf dem Mac einfach armseliges Taschenrechnerniveau war.

Dann kaufte ich 1998 meinen ersten eigenen Mac, einen iMac im berühmten Bondi Blue, zu einer Zeit, als Windows 95 immer noch modern war. So ging es dahin, rein subjektiv war ich den PC-Benutzern immer weit voraus, was die Usability anging und was ich mit meinem Rechner machen konnte. Immer, wenn ein PC was konnte, lautete das Argument, das könne der PC „jetzt auch“.

Der iMac war der erste Rechner, der nur noch USB als Schnittstelle hatte (nix mehr mit Seriell, Parallel), und auch ohne Diskettenlaufwerk auskam. Damals hämten alle, dass das ja der volle Schmarrn sei und in die Hose gehen würde. Nunja, welcher PC hat heute noch ein Diskettenlaufwerk und Seriell- bzw. Parallelschnittstellen?

Der iMac DV (400 MHz G3, glaube ich) war 1999 der erste Rechner, der Digitalvideo importieren und schneiden konnte, mit der ersten Version von iMovie. Ich bin damals vor Neid auf meinen Cousin in Hamburg fast gestorben, denn er hatte den, ich nicht. Das konnten die PCs noch lange nicht, obwohl es die Prozessoren ja gab und die FireWire-Schnittstelle (in der Windowswelt ja so griffig als IEEE 1394 bezeichnet…) sicher lizensierbar gewesen wäre. Aber auch hier mussten wir Mac-User erst vorreiten, bevor dann zum Beispiel Microsoft mit dem Movie Maker nachgelegt hatte. Wie so oft zuvor, konnte der PC „jetzt auch“, was der Mac konnte (nur offenbar nicht so gut, denn Movie Maker war angeblich jahrelang beschissen).

Kein Wunder, dass ich die große Vielfalt rund um den PC nicht als Vorteil sehe, denn ich sehe dort nur Murks und Flickwerk allüberall, keine Software, die wirklich kompromisslos ausgereift ist (außer MS Office, das gestehe ich neidlos zu, eine absolute Must Have-Suite), und den meisten Titeln fehlen immer irgendwelche Features, die man aber unbedingt bräuchte und die eigentlich auch auf der Hand lägen.

Dazu kommen, sozusagen als Kirsche auf dem Sahnehäubchen, die memorablen Auftritte von Steve Ballmer, bei denen ich mich so fremdschämen muss, dass ich allein schon deswegen dieser offenbar völlig debilen Firma keinen Cent geben möchte.

Mag sein, dass ich Mac-voreingenommen bin. Aber ich kann guten und reinen Gewissens sagen, dass ich seit 1991 (Quadra) keine einzige Situation erlebt habe, in dem ich am PC etwas machen hätte können, was ich am Mac nicht schon längst konnte.

(Mit der Ausnahme von Spieletiteln, was ja wiederum Entscheidung der jeweiligen Spielefirma war.)

Julian

Interessante Seite, u.a. um Features zeitlich einordnen zu können: http://apple-history.com/

Nardon
Nardon

@MILE: Eine Diskusion über Mac / Win, artet immer etwas aus. Allerdings muss ich sagen das sich die User hier zu benehmen wissen. Bis jetzt ist soweit ich sehen kann niemand beleidigt worden, die Fronten sind lediglich zu teilen verhärtet 🙂

Ich teile des Wortvogels Meinung. Beides hat seine Vorteile mich persöhnlich schränkt Apple einfach zu sehr ein. Allerdins nervt mich das MacOS nicht so sehr wie Win. Wiederum bin ich nicht solch hohe Preise für Design zu bezahlen, wenn der Inhalt so schwach daher kommt das ich erst nachrüsten muss, egal wie günstig das dann sein mag.
Wiederum sucht Apple seine Komponenten so gut aus das sie perfekt zusammen spielen (mein Eindruck, ist das wirklich so? Jemand gegenteiliger Meinung?)

Wie gesagt beides hat seine vor und Nachteile, allerdings frage ich mich ob Apple in den USA nicht auch bald das bevorsteht was MS auch schon durch hat. Zumindest was die offentheit des Systems angeht. Das ist nur eine Vermutung/Wunschdenken (ich mag Steve Jobs nicht) aber ich lass mich überraschen was noch alles passiert.

Julian

@Wortvogel:

Du hast übersehen, dass ich immer noch nicht behaupte, allwissend zu sein. Ich habe lediglich geschildert, wie ich die Sache sehe, wie meine Erfahrungen sind. Das mit dem Ballmer habe ich deutlich als die Kirsche auf dem Sahnehäubchen bezeichnet und nicht als fundamentalen Fakt, auf dem meine Argumentation aufbaut. Du hast meine Argumente in Deiner Antwort meines Erachtens etwas schief dargestellt.

Aber: Ich kenne mich in der aktuellen PC-Welt wirklich nicht aus. „Ich sehe nur Flickwerk“ heißt, dass ich praktisch nur Motzerei über PCs und unzureichende Software höre, und dann Argumente wie „Windows 7 läuft endlich stabil, hab ich’s nicht immer gesagt“?. Wie war das doch gleich: Ich hau mich so gerne mit dem Hammer auf den Daumen, weil es so schön ist, wenn der Schmerz nachlässt?

Und nur, weil ich aktuell keinen Bildbrowser zur Hand habe, der das kann, was die von Dir genannte Win-Software konnte, heißt das doch nicht, dass es keinen gibt. Ich trage deswegen doch noch lange nicht die Beweislast.

Aber hey, zum Glück gibt’s den Graphic Converter: http://www.lemkesoft.com/content/188/graphicconverter.html

Zu den metergroßen Scheuklappen möchte ich ein letztes Mal wiederholen: Es gibt für den Mac weit weniger (Stück) Software als für Windows. Aber es gibt für jeden Bereich Software, und für jeden dieser Bereiche in jedem Fall Software, die einen geringen, einen mittleren und einen großen Bedarf abdeckt. Was es nicht gibt, das gebe ich gerne zu, ist Stampit von der Post. Dafür kann man mit dem Mac online frankieren, denn wegen Stampit werde ich sicher kein Windows installieren.

Nochmal im Klartext: Die Mac-Software ist der PC-Software in puncto Quantität nicht ebenbürtig (das ist aber auch unwichtig), in puncto Qualität dafür mindestens ebenbürtig.

’nuff said. Meine Standpunkte habe ich klargemacht, und nachdem ich schon seit 1998 im Internet über Macs und PCs diskutiere, kann ich ungefähr erahnen, dass ich ab diesem Punkt beginnen werde, mich zu wiederholen.

Marcus
Marcus

@Julian:

Dass du nur Motzerei über MS hörst, ist doch nur natürlich. Niemand redet darüber, wenn alles glatt läuft. Genauso wie die Bildzeitung (oder der Spiegel oder die FAZ) jemals einen Aufmacher bringen wird: „Alles ist grad sooo super!“ Das ist kein Argument gegen MS, das liegt in der menschlichen Natur.

Reine Neugier: für iTunes Plus musst du aber extra zahlen, oder?

Und der Abschnitt hier in deinem Post (#39, und Glückwunsch zum längsten wortvogel-Kommentar ever) wundert mich:
„Analog dazu verstehe ich zum Beispiel nicht, wieso es ungefähr 300 verschiedene Shampoos braucht. Natürlich hat jedes Unternehmen die Freiheit, das 301. Shampoo mit einer noch viel exotischeren Duftkombination herzustellen (unter weiteren Tierversuchen natürlich), doch sehe ich diese Vielfalt nicht als Plus. Ich will zwar keinen Kommunismus, wo es nur Kernseife gibt oder so, aber ich bin sicher, dass sämtliche Haut- und Haartypen mit maximal 10 verschiedenen Shampoos abgedeckt werden können. Mehr ist doch nicht zwingend besser. (Und die ganzen leeren Werbeversprechen erst, damit noch eine weitere Shampoofirma überleben kann!)“

Erstens: was stört dich als mündigen Konsumenten an der Auswahl, und mit welchem Recht willst du irgendwem verbieten, das elfte Shampoo zu verkaufen, nur weil es schon zehn gibt?
Zweitens: „leere Werbeversprechen“. In related news: water is wet. 😉
Drittens: Tierversuche für Kosmetikprodukte sind schon seit langer Zeit verboten.

Julian

@Marcus:

Ja, iTunes plus kostet etwas mehr. (Siehe der Link, den ich dazu weiter oben gepostet habe.) Aber da sehe ich kein Problem, denn soweit ich mich erinnere, war iTunes so ziemlich der erste große Online-Musikhändler, weswegen die Plattenlabels extra vorsichtig waren und DRM forderten.

Das mit den Shampoos ist so eine Betrachtungssache. Ich kann, will und werde natürlich niemandem verbieten, weitere Shampoosorten herzustellen. Wäre ich ein Besucher von einem anderen Planeten, würde ich mich aber schon schwer wundern, wieso es auf diesem Planeten so viel mehr Auswahl gibt, als man braucht. Stünde ich vor der Möglichkeit, eine Shampoo-Firma zu eröffnen, würde ich das keinesfalls machen, weil der Markt völlig übersättigt ist und man neue Produkte nur mit ans Kriminelle grenzender Verarschung von Menschen durch Werbeversprechen auf den Markt treiben könnte. Das könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Andere können das, deswegen gibt es soviele Shampoos, und offenbar wollen die meisten Menschen, die abfällig „Verbraucher“ genannt werden, auch den Weitblick gar nicht haben, der ihnen zeigen würde, was für ein Wust von unnötigem Kram überall produziert und letztendlich wieder weggeschmissen wird. Und das nennen sie dann „Fortschritt“, und „Lebensqualität“. Ich nenne es „Verschwendung von Rohstoffen“, „Ausnutzung von Leichtgläubigkeit“ und „Ruchlosigkeit von Geschäftsleuten“.

Dass die Tierversuche verboten sind, freut mich, das wusste ich nicht.

Marcus
Marcus

@Julian:

„weil der Markt völlig übersättigt ist und man neue Produkte nur mit ans Kriminelle grenzender Verarschung von Menschen durch Werbeversprechen auf den Markt treiben könnte.“
Nenn mich naiv, aber ich hoffe doch, dass die Mehrheit der Leute zumindest bei solchen alltäglichen Bedarfsartikeln wie Shampoo intelligent genug sind, um zu wissen, dass zwischen den einzelnen Anbietern de facto keine Qualitätsunterschiede bestehen, und Werbung dazu grundsätzlich dummes Zeug redet. (Alas, es mag Produktgruppen geben, bei denen du mit dieser Einschätzung richtig liegst – ich denke da an diese ganzen Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittelchen, die Milliarden umsetzen, obwohl sie bei halbwegs ausgewogener Ernährung in aller Regel überflüssig sind.)

“Verschwendung von Rohstoffen”

Mir scheint, du schließt hier von einer großen Sortenvielfalt unrichtigerweise auf das Vorhandensein einer mengenmäßigen Überproduktion. Naja, keine Shampoofirma kann überleben, wenn sie einen Großteil der Ware wegschmeißen muss. Angebot und Nachfrage regeln das schon – von kurzfristigen Fehldispositionen mal abgesehen. (Auch hier gibt es aber andere Branchen – ich sehe euch an, Autoindustrie – bei denen du Recht haben dürftest.)

“Ruchlosigkeit von Geschäftsleuten”
Teilweise. Aber kann man denen ernsthaft einen Vorwurf daraus machen (solange sie sich an Gesetze und Umweltauflagen halten), dass sie den Leuten das liefern, was die offenbar haben wollen (Werbung kann Bedürfnisse kurzfristig erschaffen, aber nicht auf Dauer aufrechterhalten)? Müsste hier nicht eher die komsumfixierte Gesellschaft umdenken, ob sie z.B. wirklich zu jeder Jahreszeit alle möglichen Genussmittel aus allen Ecken der Welt in ihrem Supermarkt haben muss?

Freu dich ruhig noch mehr: Tierversuche sind sogar *grundsätzlich* verboten, es sei denn, man weist den (durchaus strengen) Behörden vorher nach, dass der Tierversuch für die Entwicklung einer Therapie oder Arznei unabdingbar notwendig ist und der medizinische Fortschritt oder Erkenntnisgewinn in einem angemessenen Verhältnis zum verursachten Leid der Versuchstiere steht und sichergestellt ist, dass den Tieren nicht mehr Leid zugefügt wird als für den Versuchsaufbau unabdingbar. Deswegen sind Versuche für Kosmetik nicht genehmigungsfähig, deshalb sind z.B. Vivisektionen, also das lebendige Sezieren, und ähnliche Horrorstories, die Tierschützer gerne erzählen, schon lange nicht mehr erlaubt.
Ich arbeite in der Pharmabranche, und ich finde es erstaunlich, wieviele Tierschützer gegen unsere Branche wettern, ohne die realen Umstände zu kennen. Wie oft wollte mir schon ein Tierschützer erzählen, dass Versuchslabore Haustiere von der Straße fangen (die als Versuchstiere natürlich völlig ungeeignet sind). Von den militanten Trotteln, die gerne mal in Labore einbrechen, um in der Wildnis nicht lebensfähige Versuchstiere zu „befreien“, gar nicht zu reden….

Julian

@Marcus

Sicher eine interessante Diskussion, aber hier ist sicher der falsche Ort dafür. Wenn Du sie mit mir fortführen willst, findest Du meine Mailadresse auf meiner Seite.

Lari

Was Spiele auf dem Mac angeht: Nutzt hier denn niemand Emulatoren? Tausende Klassiker aus den letzten 30 Jahren lassen sich (oftmals legal) runterladen und laufen völlig problemlos. Oder ist den feinen Herrn das dann zu nerdig?

Achim
Achim

Ja!
Befreie dich von den Klauen des bösartigen Steve Jobs!

Und bösartiger Steve Jobs, das meine ich ernst. Apple will seine Nutzer nicht Nutzer sein lassen, Apple will sie ganz und gar, befreie dich davon!

Eine Welt ohne Apple wäre nicht um Apple ärmer, es wäre sicherlich eine bessere Welt.

Baumi

Kurze Klarstellung: iTunes Plus-Dateien kosten nicht extra. Das war in der Übergangsphase unverschämterweise tatsächlich einige Monate der Fall, aber inzwischen gibt es m.W. seit langem nur noch DRM-freie Musik im iTunes-Store.

Und allgemein @Wortvogel: Aus Deiner Perspektive ist Deiner Beschreibung des Mac OS als „Käfig“ sicher nachvollziehbar, ich möchte ihr hier aber mal die Allgemeingültigkeit absprechen. Mir (mit 15 Jahren-Mac- und 10 Jahren Linux-Erfahung) gets eher so, dass ich bei Windows die ganz Zeit das Gefühl, habe, ewig herum suchen zu müssen, um den Computer dazu zu bringen, so zu arbeiten wie ich es will. Das ist m.E. immer subjektiv und von eigenen Gewohnheiten geprägt – einfach, weil man sich auf dem System, an das man sich die letzten X Jahre gewöhnt hat, eher zuhause fühlt. Und gerade du als Technik-Interessierter hast dir da natürlich eine Menge kleine Nettigkeiten installiert, für die es unter OS nicht unbedingt identischen Ersatz gibt. Das gilt aber umgekehrt genauso. Ich hab‘ mir mein OS X so personalisiert, dass ich keine Lust hätte, rumzusuchen, ob es für alles, was ich da angestellt habe, auch Windows-Alternativen gibt.

Einen anderen Browser als Safari zu installieren, ist für mich übrigens kein rebellischer Akt, sondern schlichte Notwendigkeit: Safari frisst Arbeitsspeicher zum Frühstück.

Julian

@Wortvogel:

„In aller Freundschaft – fallen die die panzergroßen Löcher in deiner Argumentation selber nicht auf?!“

Ich sehe diesen Disput auch als reine Fingerübung ohne jeglichen Einfluss auf persönliche Sympathien…

Ich sehe ehrlich gesagt keine panzergroßen Löcher in meiner Argumentation. Ich sehe Ecken und Kanten, subjektive Meinungen und eine Menge Geschmacksfragen, wo Leute mit anderen Meinungen problemlos ansetzen können. Aber Löcher? Nee, eigentlich nicht.

„Okay, also alles nur vom Hörensagen. Wie kannst deine Aussagen (z.B. es gäbe jede Software für den PC ebenso gut für den Mac, PC-Software sei unausgereift) hier ernsthaft in den Raum stellen?! Es geht hier doch um Fakten, nicht um “Mir haben Leute mal erzählt”…“

Das stimmt so nicht. Ich habe auch schon ausgiebig auf den verschiedenen Windows-Versionen arbeiten dürfen, nur nach XP eher selten. Daher kann ich bis XP mit Fug und Recht behaupten, dass das ein umständliches, unlogisches Glump ist, zumindest aus meiner Sicht, und ob 7 nun hält, was Windows 95 versprochen hat, kann ich persönlich nicht bestätigen, weil ich zu wenige Flugstunden habe. Allerdings ist die allgemeine Nörgelei bei den 7er-Nutzern etwas zurückgegangen.

Wenn ich auf dem PC eine Analog-Software zu einer mir gut bekannten Software am Mac benutze, fallen mir meist recht schnell die Features auf, die fehlen (weil ich sie vermisse). Oder die so versteckt sind, dass ein Usability-Malus vergeben werden muss.

„Außerdem wirfst du zwei völlig verschiedene Aspekte in einen Topf: Betriebssystem und Programme. Keiner hat bestritten, dass OS X elegant ist, und XP bis W7 etwas sperriger. Aber das sagt nichts über die Eleganz und Tauglichkeit der darauf laufenden Software aus.“

Natürlich nicht. Hier sollten wir die Argumente deutlich trennen. Obwohl es bei OS X einen strikten Styleguide für neue Software gibt: http://tinyurl.com/kjpd77 – Den gibt es bei Windows sicher auch, nur finde ich halt die Befehle meist nicht dort, wo ich sie bräuchte, wenn ich mal was auf Windows mache. (Klassiker: Start klicken, um Ausschalten zu können…)

„Natürlich trägst du die [Beweislast]. Wenn du behauptest, so etwas gibt es, dann musst du diese Aussage auch belegen können. Proving the positive. Ich kann auch nicht sagen “Es leben Gartenzwerge in meiner Nase”, und dann sagen “Das brauche ich doch nicht zu beweisen”.“

Zum Glück habe ich ja in der Zeile darunter den Graphic Converter vorgestellt. Nur um sicherzugehen.

„Auch der Dateimanager von OSX ist nicht ideal, wenn man konsequent und ernsthaft mit großen Dateimengen hantiert. Die einzige Alternative, die mit den HUNDERTEN von PC-Managern mithalten kann, scheint mir derzeit Forklift. Und keine Überraschung: Der kostet Geld.“

Was bitte ist beim Finder von OS X so viel schlechter als bei der der Schreibtischoberfläche von Windows? Mir hat noch nie was gefehlt, und ich würde gern hören, welch Wahnsinnsfeatures mir da vorenthalten wurden.

Forklift ist ein FTP-Client, wie ich das sehe. Wieso sollte der kostenlos sein?

„Du ZAHLST für eine Software, mit der du DEINE Musik auf DEINEN Player überspielst? Und das kommt dir kein klitzekleines bisschen wie Abzocke vor?“

Hä? Ich zahle gar nichts. Ich habe iTunes (kostenlos) und alle meine Mucke läuft, sowohl die alten mp3s aus grauer Vorzeit als auch die wenigen gekauften, DRM-freien Titel. Ich habe ein iPhone, benutze aber die iPod-Funktion so gut wie nicht, weil ich diese Ohrhörer generell nicht mag, und wenn ich einen andern Player hätte, würde ich die Dateien einfach mit der Maus da draufschmeißen. Ich verstehe nicht, wieso sich scheinbar das Gerücht so hartnäckig hält, es gäbe bei iTunes nur DRM, nichts geht ohne Bezahlung und das dann nur auf Apple-Produkten. Daher verstehe ich auch die Frage nicht wirklich, welche Software genau meinst Du?

„Ich finde es erschreckend, dass Apple-Jünger sich auswringen und gängeln lassen, und das auch noch als Privileg verkaufen wollen.“

Es ist kein Privileg, sondern eine Kaufentscheidung. So wie man sich beim Autokauf auch auf die Ersatzteile eines Herstellers bzw. dazu kompatible Teile festlegt. Ich sehe keinen Vorteil darin, sich ein Auto aus Einzelteilen zusammenzubauen, nur damit ich nachher auch wirklich jeden erdenklichen Auspuff dranschrauben kann und nicht in meiner Auswahl beschränkt werde.

„Und der Mangel an Software ist natürlich KEIN Mangel an Vielfalt, weil für den Mac die Software natürlich entsprechend besser ist. Da muss man schon sehr vernagelt sein…“

Nein, die Software ist nicht entsprechend besser, das hab ich nie gesagt. Was ich meinte:

Nehmen wir z.B. den Videoschnitt. Da gibt es beim PC, sagen wir beispielhaft, 100 verschiedene Programme, und auf dem Mac beispielhaft 10.

Der blutige Anfänger kann sich auf dem Mac mit den rudimentären Schnittfunktionen von Quicktime helfen oder einzelne Videos mit Visualhub zusammenfügen und hat noch 2 andere Schnittprogramme zur Auswahl. Auf dem PC kann er hierfür aus 30 Programmen der Kategorie „rudimentäre Funktionen für blutige Anfänger“ wählen. Er hat nichts gewonnen durch die größere Auswahl, denn was er möchte (auseinanderschneiden von Szenen und Zusammenfügen von Szenen), kann er auf dem Mac genauso wie auf dem PC.

Der Typ „ambitionierter Hobbyfilmer“ nimmt auf dem Mac iMovie oder was ähnliches, kann wunderbar Übergänge machen, Titel ein- und ausblenden und so weiter. Auf dem PC liefern diesen Funktionsumfang auch ca. 30 Titel, unter denen der ambitionierte Hobbyfilmer wählen kann. Obwohl er mehr Softwaretitel zur Auswahl hat, gibt es nicht mehr Funktionsumfang in dieser Zielgruppenkategorie (nicht Preisklasse!). Auch hier hat er nichts gewonnen.

Der Profi benutzt am Mac Final Cut, Avid oder so, am PC die äquivalente PC-Schnittsuite für Profis. Auch hier dieselbe Situation: Mehr Auswahl für den PC-Benutzer, aber kein breiteres Spektrum von Funktionen. Die größere Auswahl ist also ineffektiv, weil die Software nur geschmackliche Unterschiede bietet, aber keine Leistungsunterschiede.

Beim Mac wird also das mögliche Gesamt-Qualitätsspektrum von weniger Titeln abgedeckt als beim PC, doch die Abdeckung umfasst beim Mac wie beim PC 100% der möglichen Anforderungen. Beim PC überlappen sich die Abdeckungen mehrfach, beim Mac eher selten. Also sehe ich kein echtes Plus wegen mehr Softwaretiteln am PC.

„Wie gesagt: Ich benutze einen Mac, und ich mag ihn, und ich sehe die Vorzüge gegenüber meines Windows-Notebooks – aber derart hörig würde ich weder einem Rechner noch einem Betriebssystem je werden.“

Ich bin nicht hörig, nur überzeugt und gut eingearbeitet… 🙂

Achim
Achim

O ja, Windows 7 ist stabil.

Heute habe ich es neu installiert, da keine Programme mehr reagierten, die starteten nichtmal mehr richtig.

Mit Vista war ich übrigens zufrieden, aber da bin ich wohl der einzige. 😀

Olu
Olu

Also mich hat Julian vom Mac überzeugt. Bei so viel Zeit wie er hier in die Kommentare investieren kann, muss ihm die intuitive, komfortbale, überlegene, blabla Software ja tatsächlich jede Menge Arbeit abnehmen 🙂

Peroy
Peroy

Offenbar können einem Macs auch das Denken abnehmen… wer hätte das gedacht ?

Julian

@Wortvogel:

Ich denke, dies wird mein letzter Kommentar in diesem Post. So wie ich die Sache sehe, kann keiner von uns aus seinem subjektiven Empfindungsumfeld heraus, daher sind die Sichtweisen schon per Definition grundsätzlich unvereinbarlich.

„Und genau das moniere ich. Du bist seit 10 Jahren nicht mehr auf dem aktuellen Stand.“

Doch, denn ich benutze einen Mac…

Aber ernsthaft: Nein, aber nachdem ich Windows genug Chancen gegeben hatte und es mich durchgehend enttäuscht hat, brauche ich „den neuesten Stand“ nicht mehr weiterzuverfolgen. Mag sein, dass Windows nun Wunder wirkt, aber ich hab, was ich brauche – MS hatte genug Chancen, mich zu überzeugen.

„[Fehlende Features fallen mir am PC auf] Natürlich – weil du falsch herum an die Sache gehst: In deine Szenario kommen ja nur Programme vor, die es für den Mac gibt.“

Was ist daran falsch herum? Du gehst ja mit derselben Sichtweise an die Mac-Welt heran, Dir fehlt alles, was Du vom PC kennst…

„Nochmal: Wo ist der mächtige aber schlanke Bildbetrachter?“

Ich finde den Graphic Converter mächtig und schlank genug, aber ich werde heute Abend sicher nicht wie ein Verrückter nach einem anderen suchen, nur um Dir einen zu zeigen. Wenn ich mal einen gefunden haben werde, werde ich Dich gern darauf hinweisen.

„Wo ist der individuell anpassbare Dateimanager?“

Nimm zwei Fenster.

„Alles übrigens Freeware beim PC, und mitnichten “Flickwerk”.“

Ich halte ja gerade die Flut von Hilfsprogrammen für lauter Features, die das System nicht von Haus aus kann, für Flickwerk. Nunja, jedes System kann nicht alles können, oder mag speziell darauf ausgelegt sein, mit Hilfsprogrammen erweiterbar zu sein, aber besonders nutzerfreundlich ist das nicht.

„du bringst Windows ins Spiel. Was schon allein deshalb Unfug ist, weil ich nicht OSX kritisiert habe.“

Äh – Du hast doch Windows ins Spiel gebracht, als Du einen Post über den Vergleich von Windows und dem Mac geschrieben hast… dachte ich. Ich wollte lediglich sagen, dass meiner (im Vergleich zu Deiner natürlich mickrigen) Erfahrung nach beliebige Software auf Windows weniger bequem zu bedienen ist als auf dem Mac.

„[GraphicConverter] Der ist kein adäquate Ersatz. Mach den Test. Ich habe es getan.“

Ich kenne den GraphicConverter, aber für Deine Software werde ich mir jetzt sicher nicht Windows besorgen. Ich vertraue Deinem Urteil, dann ist er eben kein adäquater Ersatz. Aber den gibt es sicherlich, siehe oben.

„[Finder / Schreibtischoberfläche] Es fängt schon damit an, dass Finder nur ein Verzeichnis anzeigt – zwei sollten Minimum sein (erleichtert Dateioperationen ungemein), vier ebenfalls möglich.“

Wie gesagt, nimm zwei Fenster, oder halt vier. Simpel, aber effektiv. Ich muss aber irgendwie nicht so viele Dateien en Masse bewegen oder so, daher hab ich das noch nie gebraucht. Ich nehme an, Du hast Dir diesen NT-Dateibrowser (Windows Explorer hieß der doch, oder?) angewöhnt und vermisst ihn jetzt – legitim. Vielleicht gibt’s sowas ja auch für den Mac, wer weiß?

„FTP-Client? Batch-Umbenennung? Laufwerks-Synchro? Eingebautes Pack-Programm? Media-Viewer (über Bilder und Texte hinaus)? Schau dir z.B. die Features des Total Commander mal an.“

Gibt’s alles, wenn auch eher einzeln. Total Commander sieht mir zu komplex aus. Diese kryptischen Buchstabenkommandos beim Renamer zum Beispiel gehen mir schon total gegen den Strich, ebenso die wenig eingängigen Icons (okay, ich hab’s mir nur kurz angeschaut). Ist sicher eine feine Software, mir aber zu geekig. (Und so wird’s den meisten Mac-Usern gehen…)

„“Forklift ist ein FTP-Client, wie ich das sehe. Wieso sollte der kostenlos sein?”

Nein, es ist in erster Linie ein Dateimanager mit zwei Verzeichnisbäumen, der AUCH FTP kann (und einige der oben genannten Features). Aber trotzdem ist er mager im Vergleich zu PC-Varianten und kostet Geld.“

Naja, der Total Commander kostet auch 28 Euro. Ob er dem Forklift überlegen ist (was ich annehme), kann ich nicht beurteilen.

„Plus: Warum sollte ein FTP-Client Geld kosten? Filezilla, Cyberduck, Fire-FTP?“

Naja, das ist halt die Entscheidung des Herstellers. Ich hab Cyberdurck gekauft (Spende), und bin zufrieden.

„[iTunes] Du verwendest also einen Software-Klotz von fast 100MB, um Musik von deinem PC zum Player zu übertragen?“

Was jucken mich 100 MB? Das sind Überlegungen, die uns Macusern eher fremd sind. iTunes ist die Software, die das für mich macht, ich bin zufrieden, die Rechnerleistung geht nicht zurück, ich habe keinen Grund, mich über Alternativen zu informieren.

„Ich sehe keinen Vorteil darin, ein Auto zu kaufen, dass überteuert ist, nur in weiß geliefert wird, bei Scheibenwischern nur Markenprodukte für 60 Euro erlaubt, bei der Lieferung keine Sitze hat (nur 500 Euro als Zubehör!), und dass dann zwar super smooth fährt – aber leider nur 120 (und ohne Radio).“

Und da haben wir, nach einem ellenlangen Post und mühsamer Diskussion, genau wieder die Mac-Vorurteile, die ich an dieser Stelle eigentlich als längst ausgeräumt betrachtet hatte.

„[Volle Abdeckung trotz weniger Softwaretiteln] Dieser ganze Vergleich ist Unfug. Ob die Programme das haben, was der User will, kannst du nicht beurteilen.“

Doch – ich bin ja der User.

„Ebenso wenig, ob die Programme wirklich alle Bedürfnisse abdecken.“

Naja, wenn es viele zufriedene Mac-User gibt, dann kann ich ja davon ausgehen, dass das Angebot die Bedürfnisse gut abdeckt.

„Allein deshalb ist mehr Auswahl IMMER besser.“

Das ist m.E. das Argument eines, der noch nie ernsthaft über den galoppierenden Kapitalismus, die „I want it all, I want it now“-Marktwirtschaft und die „unterm Strich zähl‘ ich“-Mentalität hinausgedacht hat. Es gibt da ein schönes Sprichwort, das ich jetzt nur sinngemäß aus dem Gedächtnis wiedergeben kann: Auch ein König braucht nur zwei Meter Raum und drei Mahlzeiten am Tag.

„Gegenvergleich: Weniger Science Fiction-Filme sind genau so gut wie mehr Science Fiction-Filme. Für Anspruchslose und Kids gibt es “Das schwarze Loch”, für Jugendliche “Star Wars”, und Hardcore-Nerds lieben “Inception”. Das muss doch reichen! Ist doch alles abgedeckt.“

Naja, wenn Du Software zum Vergnügen verwendest, dann sehe ich Sinn in dem Argument, zum Beispiel bei Spieletiteln. Aber wenn man eine Aufgabe erledigen möchte, ist es doch letztlich Jacke wie Hose, ob es 5 oder 50 Titel gibt, die den Job machen.

„“Ich bin nicht hörig, nur überzeugt und gut eingearbeitet… 🙂 ”

So, wie ich das sehe, hast du keinen anständigen Bildbetrachter/Bearbeiter.“

Wahrscheinlich. Ich sollte auf Windows umsteigen…

Baumi

@54:

Missverständnis: Ich würde *jedem* Mac-Nutzer empfehlen, einen anderen Browser als Safari zu installieren, genauso wie ich jedem Windows-Nutzer empfehlen würde, nicht den IE zu verwenden.(Wen auch aus anderen Gründen.) Ich benutze praktisch nur noch Firefox und Chrome. Und generell hab ich das Gefühl, dass die heiligen Mac-Krieger entspannter geworden sind als früher.

Die unterschiedliche Diskussionskultur liegt wohl auch daran, dass Linux-Nutzer immer das Gefühl hatten, Teil einer Erfolgsgeschichte zu sein, während der Mac-Fan über 10 Jahre hinweg in der Defensive war und erklären musste wieso sein System damals tatsächlich objektiv besser, aber wirtschaftlich fast unbedeutend war. Da entwickelt sich dann wohl eine gewisse Dünnhäutigkeit.

Bei Linux gab’s übrigens vor ein paar Jahren mal eine Phase, in der die Frage „Ist Linux reif für den Desktop“ (war es damals m.E. noch nicht) endlose Flamewars starten konnte. Wahrscheinlich weil da in Frage gestellt wurde, ob der Durchmarsch von Linux bei Endnutzern so glatt weiterlaufen würde wie im Server-Bereich.
Da hatten die Hardcore Linux-Nerds meist die Attitüde „Es geht doch alles, man muss nur Wert X in config-Datei Y eintragen und dann Programm Z frisch kompilieren. Ist doch einfach.“
Aber seit Ubuntu und Co ist Linux ja tatsächlich eine ordentliche Desktop-Alternative für Laien, deswegen hat sich das gegeben. Und ich denke mit der richtigen Kombination aus klugem Software-Design und fragwürdigen Geschäftsentscheidungen wird sich auch beim Thema Apple bald eine nüchternere Betrachtungsweise der Vor- und Nachteile durchsetzen.

P.S.: Ein eingebautes Pack-Programm hat der Mac übrigens: Findet sich im Kontextmenü unter ‚““ komprimieren…‘ und es erzeugt stinknormale ZIP-Dateien.

Gute Nacht!

Joris

So mal alle hitzigen Diskussionen aussen vor (ich mag beide Systeme und habe früher in der Schule Mac genutzt, privat einen Pc, sehe das ganze wie der Wortvogel).
Zum Thema Spiele: Seit weigen Wochen bietet Steam (http://store.steampowered.com/) auch ein Portal für Mac Spiele an. Hier werden auch einige der Klassiker für Mac portiert (die großartige Orange Box, mit „Half Life2“ und „Portal“ zum Beispiel). Im Moment sind es 100 zum Teil auch aktuelle Titel, mit Tendenz nach Oben.
@Julian: Du bist so brainwashed, Du merkst es nicht mehr, entspann dich 😉

Torsten

Puh, arg anstrengende Diskussion.

Klar ist das doof, wenn man ein Gerät kauft und gleich mal zusätzliche Kosten anfallen, damit es besser läuft (auch für einige „profane“ Programme). Zudem habe ich geschlagene 15 Jahre mit Windows-Rechnern gearbeitet und tue dies noch immer.

Allerdings finde ich es faszinierend, dass das MacBook meiner besseren Hälfte nach drei Jahren läuft wie am ersten Tag (und vor allem geräuschlos), während mein Asus in knapp zwei Jahren schon dreimal eingeschickt wurde. Das sind die Momente, in denen (reale) objektive Kriterien gegen Apple bei mir an Gewicht verlieren. Und der Apple Shop vor Ort – Agelero in Erding bei München, äußerst angenehm („Für das Gerät X – Neukauf – gibt es leider 14 Tage Lieferzeit – sollen wir Ihnen solange ein Ersatzgerät bereitstellen?“) – besticht im Gegensatz zu Asus mit seinem Support – das heißt, Asus hat quasi gar keinen Support, meiner subjektiven Wahrnehmung nach.

Rumo
Rumo

@Wortvogel (52)
„Es geht ja nicht nur um Bildbetrachtung/Bearbeitung (obwohl das zu den häufigsten Aufgaben gehört, für die ich mein Gerät brauche). Auch der Dateimanager von OSX ist nicht ideal, wenn man konsequent und ernsthaft mit großen Dateimengen hantiert. Die einzige Alternative, die mit den HUNDERTEN von PC-Managern mithalten kann, scheint mir derzeit Forklift. Und keine Überraschung: Der kostet Geld.“

Schau dir mal Path Finder an (http://cocoatech.com/). Kostet aber auch Geld.

Ich finde aber generell nichts verwerfliches daran für Software Geld zu bezahlen. Schließlich steckt auch Arbeit dahinter die Software zu schreiben. Worüber man aber durchaus reden kann ist die Preisgestaltung. Für Mac-Software gibt es aber immer wieder Bundle-Sales (MacHeist, MacUpdatePromo) bei denen meist ca. 10 Programme für ca 50$ verkauft werden. Solange die normalen Preise für Software nicht an die von Smartphone-Apps ranreichen ist mir sowas immer wieder willkommen.

Rumo
Rumo

@Wortvogel Ich hatte deine Äußerung eher so verstanden, dass es gar keine guten Dateimanager gibt und deshalb auf einen verwiesen, den ich zwar nicht benutze, bzw gekauft habe, dessen Funktionsumfang mich aber beeindruckt hat.
Und: Ja, man muss vom Finder enttäuscht sein. Insbesondere, wenn man weiß, dass das Ding für Snow Leopard komplett neu geschrieben wurde.

Und die MacBundles lohnen sich eben auf in dem Moment, ab dem man für jene zwei oder drei Programme spart. Die restlichen Programme musst du ja nicht herunterladen. Aber Ausprobieren lohnt sich ab und zu schon..

Reut
Reut

@Julian (60)
„“Wo ist der individuell anpassbare Dateimanager?”

Nimm zwei Fenster.“
Hierbei musste ich wirklich laut lachen!

Nobbes
Nobbes

@Julian, 60:
„Ich halte ja gerade die Flut von Hilfsprogrammen für lauter Features, die das System nicht von Haus aus kann, für Flickwerk. “

„Gibt’s alles, wenn auch eher einzeln. Total Commander sieht mir zu komplex aus.“

Ein wenig schizophren, oder?

„“[Volle Abdeckung trotz weniger Softwaretiteln] Dieser ganze Vergleich ist Unfug. Ob die Programme das haben, was der User will, kannst du nicht beurteilen.”

Doch – ich bin ja der User.“

An genau dieser verbohrten Einstellung scheitert Deine Argumentation. Du bist EIN User, nicht DER User.
Nur weil Du mit einer Funktionalität nichts anfangen kannst, heißt das nicht, daß sie unnütz ist.

@Wortvogel, 57

„Du verwendest also einen Software-Klotz von fast 100MB, um Musik von deinem PC zum Player zu übertragen?“

War zwar nicht an mich gerichtet, aber ich antworte trotzdem mal.
Nein, ich verwende einen Software-Klotz von mehr als 200 MB, um meine Musikbibliothek zu verwalten. Dazu gehört unter anderem der Abgleich der Bibliothek mit meinem Player.
Die Größe von iTunes kommt schlicht und ergreifend daher, daß das iTunes-Paket Lokalisierungen für 19 Sprachen beinhaltet. Jede Lokalisierung belegt etwa 8 MB. Das iTunes-Executable ist gerade mal 30 MB groß und zudem ein Universal Binary, enthält also ausführbaren Code für PowerPC- und Intel-Macs.

Julian

@Nobbes (69):

Stimmt! Ein wenig schizo, das kommt so rüber. Ich überdenke meine Flickwerk-Aussage.

… processing …

Okay: Flickwerk sehe ich nun als die Notwendigkeit, aus einem unüberschaubaren Meer von Software, die alle denselben Zweck (oder ganz ähnliche Zwecke) erfüllen, eine aussuchen zu müssen. Anfänger und Nicht-Poweruser sind damit überfordert und lassen sich auf Empfehlungen ein. Das führt zu „Kondensstreifen“, also theoretisch nachvollziehbaren Empfehlungs-Bäumen und führt zu Gruppen von Usern der einen oder der anderen Software. Diese können sich gegenseitig auch nicht helfen – voliá, Flickwerk!

Howie Munson
Howie Munson

hach wie ist das schön: platform-flamewars… wollen wir das ganze nicht noch um GEOS, GEM und Workbench erweitertern, nur der alten Zeiten willen? *duck & wech*

Joris

If Jar-Jar Binks and a Vuvuzela ever have a baby, I imagine it would sound like this: „Macs are far superior to PCs“ – Jason Mustian

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