Jetzt mal wieder was zu meiner Arbeit. Der Fotovergleich zweier Häuser, den ich vor ein paar Tagen online gestellt habe, gehört zur Arbeit an einem historischen Zweiteiler. Ein bisschen Hintergrund dazu: Es geht um eine Persönlichkeit aus der deutschen Geschichte, spätes 19., frühes 20. Jahrhundert. Meine Ko-Autorin Katrin hat mich vor über drei Jahren auf diesen Stoff hingewiesen, und ich war sofort Feuer und Flamme, über so ein begeisternswertes Leben zu schreiben. Glücklicherweise sah das eine renommierte Produktionsfirma genauso, und seit über einem Jahr sind wir vertraglich gebunden.

Das Drehbuch zum ersten Teil der geplanten Miniserie habe ich in der Türkei geschrieben.  [weiterlesen]



Beitrag 1 zum Thema findet man noch hier.

Mir tut die kleine Maddie ja auch leid. Aber warum die BILD gerade an diesem Fall beweisen muss, wie man jede noch so dämliche Meldung auf Seite 1 hieven kann, ist mir ein Rätsel.

Die Eltern waren erst bei der Polizei, dann beim Papst, dann bei Klaus Wowereit. Eine Wahrsagerin meldete sich zu Wort, und heute macht BILD so auf:

mad.jpg

Ich weiß – dieser Anriss erzählt nicht die ganze Geschichte. Aber wie absurd ist das denn? Es könnte genau so legitim heißen:



Die Gabelsbergerstraße in München – dort befand sich meine erste eigene Wohnung in der bayerischen Hauptstadt, anno 1991. Für die Recherche zu einem historischen Zweiteiler stieß ich nun auf ein Foto dieser Straße aus dem Jahre 1906:

kopie-von-hope-haus-01.jpg

Gestern habe ich mir den Spaß erlaubt, diese Stelle mal mit meiner Digitalkamera zu besuchen:

kopie-von-hope-haus-02.JPG

101 Jahre.

Schön zu erkennen: Das letzte Gebäude vor der Kreuzung Luisenstraße, und das erste Gebäude dahinter existiert nicht mehr. Vermutlich im 2. Weltkrieg zerstört. Vor der Kreuzung befand sich seither die Buchhandlung Kanzler in einem einstöckigen Flachdachbau,  [weiterlesen]



Zugegeben, im Online-Ableger des Hamburger Magazins finden sich Fehler leichter und öfter als in der Printausgabe, darum ist es nicht so befriedigend, sowas zu entdecken:

spon1.jpgNachtrag: Der SPIEGEL hat schnell korrigiert – aber mir bleibt der Screenshot als Beweis.  [weiterlesen]



Kleiner KnutKlar, Trittbrettprodukte waren unvermeidlich. Knut ist ein Phänomen wie seinerzeit der Manta oder die Mon Chi Chis. Und dass es einem Verlag gelingen würde, aus dem Thema ein „Buch“ zu pressen, verwundert mich auch nicht.

Aber der Autor.

Tom Kummer.

Kein Namensvetter. Genau der. Legendärer „Borderline- Journalist“ und Interview- Fälscher.

Der Pressetext formuliert es höflich so: „Tom Kummer, ausgewiesener Experte für Interviews der besonderen Art“. Will sagen: für Interviews, die nie stattgefunden haben. Was im vorliegenden Fall wenigstens vergleichsweise offensichtlich ist.

Ich bin im Zwiespalt: Soll ich mich empören,  [weiterlesen]



Zum Wochenende:

har.jpg  [weiterlesen]



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Ist auch schon ein bisschen her – der neue Papst hat’s ja noch nicht nötig.

Ich erwarte künftig Knallermeldungen wie:

„Gesund! Kanzlerin Merkel trinkt Orangensaft“

„Vorsichtig! Minister Schäuble nun mit Trommelbremsen“

„Erfreulich! Moderator Gottschalk hält bei roter Ampel“  [weiterlesen]



Horst Seehofer kann sich alle Hoffnungen auf eine führende Position in der bayerischen CSU abschminken. Er ist schon so angeschlagen, dass die BILD sich traut, heute online hiermit aufzumachen:

see1.jpg

Es ist völlig irrelevant, ob ein Klick auf diese (nur durch das Feigenblatt eines Fragezeichens gedeckte) Verleumdung die Angelegenheit wieder in ein anderes Licht rückt:

see2.jpg

Egal.

Die BILD hat Seehofer erledigt. Vielleicht nicht mit juristisch angreifbaren, aber in meinen Augen moralisch indiskutablen Mitteln. Wer noch einen Beweis brauchte, dass Deutschlands Boulevardplärrer Nr. 1 kein Schamgefühl mehr besitzt (Begriffe wie „Integrität“  [weiterlesen]



Es gibt zu wenig Webseiten über das Fernsehen.

(alles lacht)

Nein, im Ernst. Natürlich sind die „Stargate“-Fanseiten Legion, und jeder Sender leistet sich ein fettes Portal. TVSquad, Futon Critic, und hier in Deutschland DWDL und Serienjunkie bedienen die Nachfrage.

Was mir aber fehlt, ist der begleitende Journalismus. Grundsätzlich bestehen die Webseiten nämlich aus zwei Bestandteilen: Nachgeplapperten Pressemeldungen und kommentierten Einschaltquoten. Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll, weil ich mal bei einer „richtigen“ TV-Zeitschrift gearbeitet habe, aber gerade auf den deutschen Seiten zum Thema wird praktisch nie hinterfragt – oder gar nachgehakt. Wo wir beim GONG früher zum Telefon-Hörer gegriffen haben,  [weiterlesen]



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Microsoft hat auf der „D“-Konferenz ein neues System namens Surface vorgestellt – kurz zusammengefasst, ein Computersystem unter einer gläsernen Tischplatte, das komplett durch Berührung der Oberfläche bedient wird.

Coole Sache, das.

Aber irgendwie kam es mir bekannt – und sehr alt – vor.

1982 sah das so aus:

Surface-Prototype 1

Und so:

Surface-Prototype 2

Wer hatte sich da als so visionär erwiesen? Ein Klick auf die unteren beiden Bilder löst das Rätsel…  [weiterlesen]