SPIEGEL online hat drei Kasachen in „Borat“ geschleppt, um deren erwartbare Empörung zu dokumentieren. Und prompt stellen sich die Studenten eingeschnappt die Schlüsselfrage, die jeden bewegt, der erstmals durch den Kakao gezogen wird: „Warum gerade wir?“. Beleidigung der Fahne, der Ehre, des Präsidenten, blablabla, etc. pp.

Die Autorin Anna Reimann hätte den beleidigten kasachischen Leberwürsten erklären können, warum – durch ein einfaches „warum nicht?“.

Deutschland ist nämlich nach 50 Jahren Nazi-Witzen und Weißwurst-Klischees komplett kakaoresistent, und man freut sich schon, wenn die Parodie halbwegs originell ausfällt wie bei der „Saturday Night Live“-Reihe „Sprockets“.

Und jetzt ist halt mal Kasachstan dran.  [weiterlesen]



mfb-blieswood-portraettemplateidrenderscaledpropertybildwidth146jpg.gif… und ich denke so bei mir: leider.

David Blieswood (eigentlich Norbert Körzdörfer) ist eine adrette sogenannte „Edelfeder“, die besonders gerne außerhalb bezahlter Werbung über Gillette-Rasierer schreibt, und uns immer wieder mal in der BILD die Welt erklärt. Wie er dazu kommt? Keine Ahnung.

Nun hat Körzdörfer mit ein paar Buddies (dezentes Name Dropping: Otto Waalkes und Til Schweiger) anscheinend den Film „Borat“ gesehen, und darüber geschrieben.

Und ich habe es nicht verstanden.

Körzdörfers Gefasel ist ein so exzellentes Beispiel für Print-Logorrhöe,  [weiterlesen]



Als Gegner und gleichzeitig williges Opfer der fortschreitenden Amerikanisierung unserer Gesellschaft stehe ich Halloween konsequent ambivalent gegenüber. „Süßes oder Saures“ kann mit „Trick or Treat“ nicht mithalten, die Simpsons-Specials werden immer schlechter, und anständigen „pumpkin mash“ muss ich sowieso aus Michigan importieren (von Libby’s – mjamm!).

Aber wie soll man dem artifiziellen Getue böse sein, wenn SOWAS vor der Tür steht?

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Und siehe – ich gab reichlich, und die Bande ließ sich begeistert (?) fotografieren, sowie auch diese beiden Schlawiner:
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Es wäre allerdings nur fair, wenn man nun auch Sankt Martin (den Tag,  [weiterlesen]



nibelungen-2-cover.jpgIch möchte heute ein neues Experiment beginnen. Die meisten, die mich kennen, kennen auch meinen Beruf: Ich bin Autor. Diejenigen, die mich nicht kennen, verweise ich gerne auf die Biographie, die sie in der Spalte rechts anklicken können.

Viele Menschen können sich unter dem Begriff „Autor“ allerdings wenig vorstellen. Besonders bei mir, weil ich ja nicht nur einen Aspekt dieses Berufes beackere, sondern so ziemlich alles mache, was mit Texten zu tun hat. Und selbst wenn ich erkläre, dass ich gerade wieder an einem neuen Roman arbeite, bleibt die Frage offen: WIE arbeitet man an einem neuen Roman?  [weiterlesen]



Ich bin in den letzten 12 Jahren viermal umgezogen, und meine Putzfrau räumt regelmäßig die Schränke aus. Wie kann dann sowas passieren?

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Heute reinbekommen – ein Original-Frosch aus der „Märchenstunden“-Episode „Der Froschkönig“ von ProSieben:

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Ein grandioses Erinnerungsstück! Mein Dank an Rat Pack!  [weiterlesen]



Manche Schlagzeilen verweigern sich jeglichen Kommentars…

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Wil Wheaton ist ein Schauspieler, der nie wirklich den Sprung vom Kinderdarsteller in die Erwachsenen-Liga geschafft hat. Mangelndes Talent kann es nicht sein – mit „Stand by me – Das Geheimnis eines Sommers“ hat er in den 80ern bewiesen, was in ihm steckt.

Wheatons Problem: Er hat eine Rolle angenommen, die ihn schlimmer in eine Schublade geprügelt hat, als das bei Roger Moore und James Bond der Fall war. Und um einen oben drauf zu setzen, hat Wheaton in dieser Rolle den Hass des gesamten SF-Fandoms auf sich gezogen.

Die Rede ist natürlich von „Wesley Crusher“,  [weiterlesen]



Als ich Kind war, da waren Filmplakate mit wenigen Ausnahmen noch gemalt. Und schon an der Qualität der „Gemälde“ konnte man ungefähr absehen, wie hochwertig die Filme waren. Das verwässerte ein wenig in der Video-Ära, weil es da plötzlich viele talentierte „No Name“-Zeichner gab, und mitunter Motive anderer Streifen wiederverwertet wurden.

Seit Anfang der 90er gibt es kaum noch gemalte Postermotive. Es ist einfacher, ein paar Fotos der Darsteller, verbunden mit ein paar Actionszenen, am Computer zu einer Collage zu montieren, und dann per Farbfilter und Verfremdungseffekt auf „schick“ zu trimmen. Das ist erheblich billiger, und auch variabler,  [weiterlesen]



bravo.jpgIch mag dicke Wälzer, insbesondere lexikalische Rückschauen, Chroniken, „gesammelte Werke“. Die Logenplätze in meinem Bücherregal nehmen Hardcover-Edelversionen ein wie „The complete Calvin & Hobbes“, „The complete Farside“, „The complete cartoons of the New Yorker“, die fünfbändige Ausgabe „Deutschland im SPIEGEL“, und so weiter, und so fort. Ich mag fette Wälzer, die mir einen nostalgischen wie kompletten Überblick über eine Epoche, eine Generation, eine Kultur, oder einfach eine Comic-Serie erlauben. Das spart mir auch das hamsternde Sammeln einzelner Hefte und Artikel.

Aus diesem Grund freute ich mich auch wie ein Schnitzel, als zum 50. Geburtstag von „Deutschlands großer Jugendzeitschrift“  [weiterlesen]