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Mrz 2024

Alles muss raus: Wortvogel for sale und to go

Themen: Film, TV & Presse |

Meine Aufarbeitung des Altmaterials geht gut voran, danke der Nachfrage. Der Fujitsu-Scanner macht auch nach mehreren hunderttausend Seiten nicht schlapp, von 30 aus Belgien hergeschleppten Kisten sind noch acht übrig – und das soll sich diese Woche auch ändern.

Was geschnitten und gescannt wurde, ist entweder im Altpapier oder in Hamburg gelandet. Was an deutschen Büchern nicht mehr gebraucht wurde, findet ihr im Bücherschrank am Sportplatz an der Wasserburger Landstraße. Einzelne Stücke habe ich im privaten Kreis weitergegeben:

Nun stoße ich an eine natürliche Grenze – es gibt mehrere Kisten mit Dingen, die einzuscannen keinen Sinn macht, die ich aber auch nicht verschenken oder entsorgen will, weil sie tatsächlich noch einen Wert haben. Es widerstrebt mir, da aufwändigere Wege zu gehen – aber ich komme nicht drum herum.

Da sind z.B. meine alten Horrorromane aus den frühen 80ern. John Sinclair, Tony Ballard, Damona King, Larry Brent – the gang’s all here!

Dazu kommt noch ein großer Stapel John Sinclair-Taschenbücher:

Ich weiß, dass Heftromane heutzutage keinen großen Marktwert mehr haben, aber im Altpapier oder im Bücherschrank scheinen die auch fehl am Platze. Ich bin noch nicht sicher, was da die Lösung ist.

Anders meine Sammlung an Epi-Log-Ausgaben aus den frühen 90ern. Die brauchte ich nicht (nochmal) scannen, weil es zwei fast komplette Sätze dieses Magazins mit Episodenführern gab. Und siehe da: In Gr0ßbritannien und den USA werden einzelne Ausgaben für echte Apothekerpreise gehandelt. Also stelle ich das komplette Pack bei Ebay UK rein – kostet 37 Euro an Porto über den Kanal.

Ebenfalls was für Liebhaber sind satte 13 Kilo an Presseheften, Flyern und Broschüren zu Filmen und Serien aus der Zeit um die Jahrtausendwende. Die habe ich gerade bei Ebay Deutschland eingestellt:

Mich fasziniert übrigens, dass Ebay mittlerweile aus den rudimentären Angaben zum Artikel einen technisch und stilistisch absolut überzeugenden Auktionstext per KI produzieren kann. Respekt dafür.

Aussortiert habe ich im Vorfeld vier mal 70 mehrfach vorhandene Flyer zu den Themen Horror, Science Fiction, Thriller und Fantasy. Die werde ich an verschiedene Leser raushauen, die das teilweise sehr schräge Material zu würdigen wissen. Hier eine kleine Auswahl:

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Im Grunde bleiben danach nur noch Boxen zu zwei Themen, bei denen ich mit der Entsorgung hadere: DVDs und englischsprachige Filmbücher.

Echt schöne Sachen dabei, Mediabooks und teure Prachtbände über Disney, Lucasfilm und Jim Henson. Aber in meinem Schrank haben die nichts mehr verloren. Im Idealfall würde ich die Boxen auf einen Streich loswerden, aber es hapert noch an Ideen wie.

Es gibt letztlich nur eine Altlast, die ich nicht mehr brauchen kann, aber auf die ich nicht verzichten will: zwei Boxen mit Comics. Die meisten davon habe ich digital, aber es sind tolle Graphic Novels und Trade Paperbacks, die zu entsorgen ich nicht in Betracht ziehe. Als Importe aus den USA sind sie für den offenen Bücherschrank auch weitgehend ungeeignet. Bleibt nur der Keller…

In einem Anfall von Arbeitswut habe ich obendrein am Wochenende noch mal meinen verbleibenden Buchbestand ausgemistet und sortiert. Ich bin nun bei einem finalen Billy-Regal angekommen. Da sind viele edle Editionen drin, signierte Werke von Freunden, Sammelbände – und ein paar Dutzend Bücher, die meinen Namen auf dem Rücken tragen. Um Douglas Adams zu paraphrasieren:

Ich habe ein paar echt gute Bücher im Regal – die meisten selbst geschrieben.

Ich denke, das sind die endgültig letzten Reste meiner physischen Bibliothek, die einst das mindestens Zehnfache an Platz einnahm – und die ersetzt wurde durch eine Cloud-Bookeria mit mindestens zehnmal soviel Content, aber ohne Regalmeter. Macht den nächsten Umzug einfacher…

So leert sich das Arbeitszimmer und eine ungewohnte Ordnung macht sich breit, eine frische Leichtigkeit, eine zum Frühling passende Abwesenheit von Ballast. Die Bücher, Comics und Zeitschriften, sie waren mir gute Gefährten und treue Freunde, Lehrer und Führer in den prä-digitalen Zeiten. Aber wie heißt es so schön? For every thing, turn turn turn, there is a season, turn turn turn…



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Edin Basic
Edin Basic
25. März, 2024 19:39

Es gibt ein Filmbuch,das ich niemals verkaufen,verschenken oder gar wegschmeissen würde.
Ronald Havers:David O.Selznicks Hollywood.
https://www.abebooks.de/9780394425955/David-Selznicks-Hollywood-Written-Produced-0394425952/plp

S-Man
25. März, 2024 20:24

Och Disney und Henson? Hmmm, ich wüsste ein Regal in Berlin… 😉

Feivel
Feivel
25. März, 2024 20:43

Seit du deine Aussortiererei beschreibst, habe ich dieses “Aber…!” im Kopf – konnte bzw kann das aber nicht von der Nostalgie trennen. Ein Teil davon ist aber dieses:
wenn ich Besuch habe, zB jüngere Verwandte, dann können die im physikalischen Bücherschrank stöbern und ich kann ihnen Bücher mitgeben, die ich vielleicht selber als Kind toll fand und aufgehoben habe. Gibt es dazu ein gangbares technisches Äquivalent beim e-book?

Das meine ich nicht als Verteidigung des alten Status (ich will mich ebenfalls von dutzenden Regalmetern trennen, die seit drei Umzügen die Kisten nicht verlassen haben) – sondern eher die Suche anch dem Weg, diese mir lieb gewonnene Tradition zu erhalten.

(Geht jetzt am Thema deiner Heft-Scans etwas vorbei, da hast du ja die pdfs, die du teilen könntest, das ist mir klar.)

Volker
Volker
25. März, 2024 22:25
Reply to  Feivel

Natürlich gibt es bei eBooks kein Bücherregal im Wohnzimmer in dem man stöbern könnte aber die Dateien könntest du weitergeben. Beim Empfänger sollte natürlich ein eReader oder die Bereitschaft zum Lesen auf dem Handy/ Tablet vorhanden sein.

Mollari
Mollari
26. März, 2024 09:51

„Als Importe aus den USA sind sie für den offenen Bücherschrank auch weitgehend ungeeignet.“

Öh … how?