02
Apr 2024

Unsere Kinder: Selbstbesoffen und geldgeil

Themen: Film, TV & Presse |

Ahhh, es gibt mal wieder einen Text, den auseinanderzunehmen sich wirklich lohnt. Da wird jedes Klischee bedient, da brodelt in mir der aufrechte Zorn:

Der pro/contra-Artikel scheint eine Art Reaktion auf diesen Beitrag zu sein, in dem eine Frau mittleren Alters jammert, dass das erwartete Erbe von den Eltern mit üppigen Weltreisen rausgehauen wird. Das alte Pack säuft Cocktails am Pool, statt preiswert bei ALDI-Cola auf dem heimischen Sofa zu verwesen. Unverantwortlich.

Der Artikel steigt mit einem provokanten Titel ein:

Boomer, die im Alter das Erbe ihrer Kinder verjubeln – Geht’s noch? Aber hallo!

Zur Klärung: Eltern können gar nicht das Erbe ihrer Kinder verjubeln. Solange sie noch leben, ist es nämlich gar nicht das Erbe der Kinder. Es ist ihr eigenes Vermögen. Ein Erbe wird daraus erst im Todesfall. Und dann wird es dadurch definiert, was noch übrig ist – nicht durch das, was mal war.

Bezaubernd übrigens die unsichtbare alternative Bildunterschrift zum Stock-Foto:

Älteres Paar stößt an ohne an ihre Erben und Kinder zu denken

Ich vermute mal, das ältere Paar stößt gerade im Gedanken an die Erben an…

Anreißer des Artikels ist die Frage, um die es vorgeblich geht:

Müssen Eltern so mit ihrem Geld haushalten, dass ihre Kinder gefälligst etwas erben? Zwei stern-Redakteur:innen sind unterschiedlicher Meinung.

Unterschiedlicher Meinung? Bevor ich mich an die Zeile für Zeile-Besprechung mache ein Disclaimer: Ich unterstelle bis zu einem gewissen Grad, dass Leon Berent nicht meint, was er schreibt. pro/contra-Kolumnen haben oft das Problem, dass eine Seite der Medaille dem gesunden Menschenverstand entspricht – und niemand die andere vertreten möchte. Irgendein armes Schwein in der Redaktion wird dann zwangsrekrutiert, eine Meinung zu verteidigen, die er vermutlich so überspitzt gar nicht innehat. Ich kenne das, ich war schon in der Situation.

Darüber hinaus: Erbe ist kein Anrecht – aber auch kein Druckmittel. Wer seine Kinder über Zahlungen oder mit der Drohung von Enterbung knechtet, der hat kein Mitleid verdient. Aber das ist hier nicht das Thema.

Zurück zur Frage, ob Eltern ihren Kinder etwas vererben müssen. Für mich ist das keine Frage, die zwei Antworten kennt. You earn it, you own it. Aber wir haben ja schon häufiger erlebt, dass die nachwachsende Generation zumindest in Teilen mit der Ansicht aufwächst, man müsse etwas nur wollen, um einen Anspruch darauf zu haben. Das “verdienen” nach jeder Definition des Wortes gilt oftmals schon als unzumutbar, sozial ungerecht, und sicher irgendwie auch faschistisch. Stures Leistungsdenken statt kreativer Verwirklichung, Nachkriegs-Arbeitsmoral statt zeitgemäßer Work/Life-Balance.

Der Stern wiederholt zur Verdeutlichung:

Manche Boomer verwenden das Erbe ihrer Kinder für Kreuzfahrten und All-inclusive-Urlaube. Ist das okay? Ein Pro & Contra aus der stern-Redaktion von zwei Millennials, die beide vermutlich eher nichts erben werden.

Let me fix that for you: Manche Boomer verwenden ihr Vermögen für Kreuzfahrten und All-inclusive-Urlaube. Das zeigt auch besser, was für ein Non-Streitpunkt das ist bzw. sein sollte.

Es ist ein Thema, das Familien zerstört, Habgier entfacht und manche Menschen sogar zum Töten treibt: das Erbe. Rund 60 Milliarden Euro werden jährlich in Deutschland weitergegeben. Aber was, wenn die Eltern nichts abgeben wollen – und das Familienvermögen einfach selbst verprassen, bevor es überhaupt vererbt werden kann?

Interessant ist, dass hier unterschlagen wird, wo Hass und Tötungsabsicht herkommen: von den Erben. Immer. Es ist ein gieriger Generationswechsel, bei dem die Nachkommen von den Alten Status, Reputation, oftmals neben dem Geld auch den Lebensmittelpunkt übernehmen wollen. Der Punkt, an dem die Übergabe stattfinden soll, wird immer häufiger nicht der Sarg, sondern die “einvernehmliche Einigung” viel früher, damit der Nachwuchs gar nicht erst in die Verlegenheit kommt, die 30 Jahre zwischen 20 und 50 selber finanzieren zu müssen. Dass die Alten – anders als früher – nicht freiwillig in den Sonnenuntergang reiten und ins Austragshaus verschwinden, wird zum Problem. Statt Enkel bespaßen und Klappe halten wollen die Alten immer öfter noch richtig was erleben – z.B. die Reisen, die sie selber ihren Kindern finanziert haben.

In der Diskussion um angeblich verschwenderische Boomer, geboren zwischen 1946 und 1964, kommen hier zwei junge Millennials zur Wort – sie zählen zur Generation derer, die zwischen 1980 und 1995 das Licht der Welt erblickten. Die stern-Redakteur:innen Jacqueline Haddadian und Leon Berent haben allerdings zwei sehr unterschiedliche Standpunkte.

Lieber Stern: Wir haben kapiert, worum es geht. Butter bei die Fische!

Ich bin übrigens dieser Definition nach gar kein Boomer (Jahrgang 1968) – und meine Eltern waren auch keine (Jahrgang 1943). Ich solidarisiere und identifiziere mich trotzdem gerne mit ihnen.

Die “pro”-Meinung von Jacqueline Haddadian lasse ich aus, weil ich ihr nicht widersprechen würde. Überrascht hat mich nur, dass auch Frau Haddadian zwar korrekt argumentiert, aber aus einer falschen Richtung. In ihren Augen ist Erbe kein Anrecht, weil Erbschaften die sozialen Ungerechtigkeiten verschärfen. Die alte Leier: sind nicht alle gleich arm, ist das System schuld. Das müde Bild der Schere wird bemüht. Egal. Hier nicht Thema.

Kommen wir zum contra.

Contra: Boomer denken, ihre Kinder dürfen es nicht besser haben

Schon das ist vollumfänglich falsch – es ist sogar niederträchtig. Alle Eltern, die ihre Murmeln beisammen haben. wollen, dass es ihre Kinder mal besser haben. Auch meine Eltern haben sich den Arsch aufgerissen, um uns Chancen zu ermöglichen, die sie selber nicht hatten. Es ging dabei aber nicht um monetäre Zuwendungen. Von uns wurde Abitur erwartet, weil man es unseren Eltern verboten hatte – die sollten per Lehre schnell Geld ins Haus bringen.

Meine Mutter hat gegen meinen expliziten Rat bei der Scheidung wie eine Löwin um die Eigentumswohnung gekämpft und auf viel verzichtet, damit sie die Wohnung mal ihren Söhnen vererben kann. Ich habe ihr gesagt: Mama, mach keinen Quatsch – was ich brauche, kann ich mir selber verdienen. Am Ende haben beide Seiten profitiert: meine Mutter war ihr Leben lang sehr glücklich (und ab 2004 schuldenfrei) in der Wohnung – mein Bruder und ich haben sie nun geerbt.

Wer meint, dass Eltern egoistisch und herzlos sind, weil sie ihre erwachsenen Kinder zu Lebzeiten nicht üppig alimentieren wollen, kann mein Freund nicht sein.

Nein, es ist nicht okay, wenn Boomer-Eltern das Familienvermögen verprassen.

Sie verprassen ja auch nicht das “Familienvermögen”. Sie verprassen ihr eigenes Vermögen. Die Besitzverhältnisse wolkig zu verschleiern ändert das nicht.

Ich könnte auch noch anführen, dass “ausgeben” nicht gleichbedeutend mit “verprassen” ist, aber das ist völlig unnötig, weil Eltern durchaus auch das Recht haben, ihr Vermögen für Koks und Nutten zu verprassen. You earn it, you own it.

Die Denke dahinter: Ich gönne meinen Kindern kein leichtes Leben – ich hatte ja auch keines. Ich hab’ bis zum Ruhestand geklotzt – meine Kinder müssen das auch.

Ich habe bereits erklärt, warum “gönnen” hier ein Rotzgören-Begriff ist, für den ich jemanden im persönlichen Gespräch an der Nase durch Kuhscheiße ziehen würde. Ja, meine Eltern hatten kein leichtes Leben. Meines war erheblich leichter. Weil meine Eltern mir erheblich mehr geschenkt haben als das Leben und ihr Gehaltskonto – Chancen und einen steigenden Wohlstand nämlich. Einfach ausgedrückt: Das Erbe, das ich schon während der Lebzeit meiner Eltern kassiere, ist der Lebensstandard. Ich profitiere direkt und indirekt von der Arbeit meiner Eltern. Ich durfte in den 70er und 80er Jahren mit einem bescheidenen Luxus aufwachsen, den sich meine Eltern in den 40er und 50er Jahren vermutlich nicht hätten erträumen können. Wir erben schon lange, bevor wir erben.

Das Vermögen unserer Eltern ist kein Schatz, den sie selbstsüchtig hüten – es ist die Quelle, aus der sich unser gesamtes Leben speist. Es ist der Vorschuss auf das Erbe, von dem wir im Idealfall jeden Tag profitieren. Es ist undankbar, gierig und unangemessen, darauf Zugriff zu fordern, bevor die Eltern es wollen.

Dieses neoliberale Leistungsprinzip ist krankhaft und toxisch.

Zu erwarten, dass Kinder sich ihren Lebensunterhalt selber verdienen, ist “krankhaft und toxisch”? Ich mache es mir mal einfach: Diese Denke ist krankhaft und toxisch. Weil sie Konflikte provoziert, weil sie Eigenverantwortung ablehnt und einen Druck zum Vermögenstransfer aufbaut, den Eltern nicht verdienen (da ist dieses Wort wieder!).

Welche Mutter, welcher Vater sagt nicht mindestens einmal im Leben: “Meine Kinder sind mir das Wichtigste auf der Welt, ich würde alles für sie tun.” Niemand fordert eine solche Selbstaufgabe, aber spart euch diese Heuchelei. Lasst eure Kinder an eurem Wohlstand teilhaben, anstatt ihn sinnlos zu verballern.

Wie viel Wut, wie viel Frust, wie viel Habgier steckt in diesen Worten! Wir haben es hier mit jemandem zu tun, der die Opferbereitschaft der Eltern nach Cent und Euro bemisst und darüber hinaus keine Zuwendung wünscht. Würde ich nicht glauben, dass Leon Berent das nur um der Diskussion willen behauptet, würde ich ihm dringlich eine Therapeuten empfehlen.

Die Ironie an der Debatte: Es ist gerade die Mittelschicht, die so denkt. Die Reichen planen ihre Tode und Erbschaften Jahrzehnte im Voraus, schenken Immobilien und andere Vermögenswerte scheibchenweise an ihre Kinder. Die können dann spätestens zur Lebensmitte finanziell unabhängig sein.

Wow, was für eine Selbstentblößung. Zuerst einmal ist es der Neid, der Leons Meinung füttert. Die da oben, die kriegen das Geld von ihren Eltern – wieso ich nicht?! Dabei übersieht er natürlich, dass die Reichen generell ihr Geld komplexer verwalten, auch was Erbschaften betrifft. Außerdem wollen sie Geld am Staat vorbei kanalisieren. Und schließlich: es ist Notwehr, weil die Verteilungskämpfe in reichen Häusern üblicherweise noch hässlicher sind als beim Mittelstand. Es ist fast schon drollig, dass Leon Berent meint, die machten das irgendwie “besser” oder das sei “ironisch”.

Was macht die Boomer-Mittelschicht? Sie lässt ihre Millennial-Kinder für sich selbst kämpfen und wieder bei null anfangen.

Man muss schon Millennial sein, um zu unterstellen, dass die Kinder dieser Generation “für sich selbst kämpfen” und “bei null anfangen” müssen, nur weil die Eltern ihr Erbe nicht für den Nachwuchs bereitstellen. Ich würde gerne mal eine Aufstellung von Leon Berents Finanzen sehen und mir erklären lassen, wo er “bei null anfangen” musste – und wenn, warum das kein Grund zum Stolz sein sollte.

Selbstsüchtig ziehen sie eine All-Inclusive-Luxus-Kreuzfahrt dem Aufstieg und der Stabilität der eigenen Familie vor.

Was ist das für ein Aufstieg, der vom Erbe der Eltern abhängig ist! Was für eine Stabilität, die das Erbe der Eltern verlangt! Schämt man sich eigentlich nicht, wenn man solche Zeilen schreibt?

Es herrscht ein “Wir” gegen “Euch” zwischen den Generationen, anstatt die eigene “Sippe” als eine Art Dynastie zu verstehen, deren Bedeutung länger gilt als 80 Jahre.

Abgesehen davon, dass die meisten Menschen sehr wohl ein Erbe hinterlassen und das “verprassen” mitnichten der Standard ist, sollte Leon Berent wenigstens zugeben, dass er mit dem “wir gegen euch” in Wahrheit “ich gegen meine Eltern” meint. Seine Eltern wollen ihm vermutlich nichts, denn auch wenn er das nicht einsehen mag: Hedonismus im Alter ist kein Racheakt an den Kindern und sollte auch nicht als Kriegserklärung missverstanden werden.

Ist es dem Verständnis zwischen den Generationen nicht viel förderlicher, wenn man sich freut, dass unsere Eltern (anders als ihre Eltern und deren Eltern davor) etwas von ihrer Plackerei haben, sich etwas leisten können, das Leben nicht nur als Geburt-Arbeit-Tod wahrnehmen?! Sollte DAS uns nicht Vorbild sein?

Das asoziale Verhalten der Boomer wird im schlimmsten Fall an die Millennials weitergegeben. Diese verfahren dann mit den eigenen Kindern auf die gleiche Weise, denken nur an kurzfristige Befriedigung und pressen den maximalen Lustgewinn in die letzten Lebensjahre. Ein Teufelskreis und am Ende: einfach traurig.

Jetzt wird es vogelwild. Weil meine Eltern geizige Arschlöcher waren, wurde ich auch ein geiziges Arschloch. Eine Generation, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit betont, alles anders machen zu wollen, redet sich hier darauf hinaus, dass ihnen der Egoismus quasi aufgezwungen wird. Sie sind nicht mal an den eigenen charakterlichen Defiziten schuld. Was für Würstchen.

Man müsste lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Diese Generation – so wir Leon Berent denn als Stellvertreter akzeptieren – fordert Wege, ohne ein Ziel zu haben, will Chancen, um sie dann nicht ergreifen zu müssen. Alles, was verlangt wird, ist zu viel. Schuld sind immer die anderen. Was gebraucht wird, muss gestellt werden. Verantwortung ist eine Einbahnstraße, in die immer nur die anderen einbiegen müssen. Und wenn was schief geht, dann hat die Gesellschaft versagt, weil sie mir nicht vorbehaltlos und uneigennützig in den Sattel geholfen hat.

Es gibt ein schönes Zitat leider ohne gesicherte Quelle:

Don’t go around saying the world owes you a living; the world owes you nothing, it was here first.

Das Wort “Welt” kann man problemlos durch das Wort “Eltern” ersetzen.



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dermax
dermax
2. April, 2024 16:44

Dein Disclaimer ist doch schon die Antwort: das Ganze ist eine Auftragsarbeit. “Du hast mir gefälligst Dein Vermögen komplett zu schenken” kann nicht verkauft werden, ohne sich zum Horst zu machen. Das war von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Mich enttäuscht aber zusätzlich die komplette Simplifizierung.
Da wird auf den fiktiven Boomer geschossen, der alles (?) verprasst. Aber wer ist so clever, sich ein Vermögen aufzubauen und dann so kurzsichtig, es so zu verballern, um mit 75 auf der Strasse zu sitzen? Oder ist schon böse, wenn man die Hälfte “verprasst”? 25%? 10%
Und “aus Prinzip soll es meinen Nachkommen schlecht gehen, wenn ich unter der Erde bin” ist übelstes Seifenoper-Niveau, das hat doch auch nix mit Real-Life zu tun.
Dass alles nur ein Brei von behaupteten Szenarien ist und nix davon durch Studien oder Zahlen unterlegt wird, geschenkt…

PabloD
PabloD
2. April, 2024 17:34

Früher wären solche Nicht-Diskussionen bei Bento erschienen 🙂
Das ist doch nun wirklich zu hirnrissig, als dass es ernstgemeint sein könnte.

Markus
Markus
2. April, 2024 23:00

Ich mag nicht auf das Thema eingehen, weil Lebenszeitverschwendung. Wir alle haben genug äußerst bedrohliche Erbschaften vor uns. Und die folgenden Generationen erst Recht.

Markus
Markus
2. April, 2024 23:17
Reply to  Torsten Dewi

Schlechte Magazine, nach rechts rutschende Medien…
Im Ernst dachte ich an Klimakatastrophe; Atommächte, die durch drehen; Ressourcenverschwendung; dämliche Hypes. Sowas halt.

Last edited 21 Tage zuvor by Markus
S-Man
2. April, 2024 23:28

Was ich mich frage: Wie sieht eine weitere Iteration in seinem Szenario aus? Wenn er schon alles gestellt bekommt, sich also nicht selbst um etwas kümmert, was will er denn widerum seinen Kindern vererben?

Last edited 21 Tage zuvor by S-Man
heino
heino
3. April, 2024 06:31

Gehen wir mal spaßeshalber davon aus, dass Herr Berent den Käse ernst meinen würde (was ich nicht glaube) und tatsächlich Stellvertreter einer ganzen Generation wäre (was ich auch nicht glaube):dann wären die Eltern letztlich an dieser Denke ihrer Kinder Schuld, denn sie hätten es versäumt, ihnen den Wert eigener Leistung zu vermitteln. Solche Fälle gibt es sicherlich, aber ich glaube nicht, dass es die Mehrheit ist. Da wird nur seit Jahren ein Konflikt herbeigeredet, der gar nicht existiert

Revilo
Revilo
3. April, 2024 06:54

Solche künstlichen Pro/Contra Konstrukte sind doch wahrlich eher eine Unterforderung für deine Künste.

Wie wäre es mal mit einem Essay aus der SZ, das mit so schönen Sätzen wie

Vegetarier und Veganer – sie sind so etwas wie die natürlichen Feinde all jener Tiere, die gezüchtet werden, um gegessen zu werden. Denn sie verhindern deren Leben.

aufwarten kann und wo Massentierhaltung als unter ferner liefen anstelle der Norm einsortiert wird? x_x
Siehe https://archive.ph/IsLHC

Walter K. aus H.
Walter K. aus H.
3. April, 2024 08:38

Die einzig wahre Definition von „verprassen“ stammt vom Fußballer George Best:

„Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben, den Rest habe ich einfach verprasst. “

minkymietze
minkymietze
3. April, 2024 10:25

Danke für dieses wunderbare Zitat

hilti
hilti
3. April, 2024 15:31

Diese Anspruchshaltung aufs zu erwartende Erbe ist echt erstaunlich.

Aber hierzu eine kleine Anmerkung

Sie verprassen ja auch nicht das “Familienvermögen”. Sie verprassen ihr eigenes Vermögen.

Das kommt darauf an obs geerbt oder selbst erarbeitet ist. Wenn die Eltern es selbst schon geerbt haben finde ich es nicht ganz so ok wie beim selbst erarbeiteten Vermögen, weils den Kindern nicht gibt was man selbst hatte. Ändert aber nichts dran, dass es keinen Anspruch drauf gibt.

Mencken
Mencken
4. April, 2024 16:39
Reply to  hilti

Grundsätzlich gibt es bei dem Thema schon diverse Punkte, die durchaus diskutabel sind (Besteuerung, Rentensystem, durchaus vorhandene Änderungen im “System”, die so tatsächlich nur mit den Babyboomern verknüpft sind, usw.), aber der Artikel ist zu dämlich, um ihn auch nur als Ansatzpunkt zu nutzen.

Volker
Volker
4. April, 2024 21:44

Ich lese es gerne, wenn du solche Texte zerlegst. Auch, weil man da viel lernen kann. Aber dieses Mal habe ich lieber abgebrochen. Diese Haltung den eigenen Eltern gegenüber empfinde ich als unerträglich.