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Das hier wird keine große Enthüllungsgeschichte. Ich habe auch nicht wochenlang recherchiert und mit Hintermännern gesprochen. Mir ist lediglich etwas aufgefallen, das mich zu ein paar retrospektiven Gedanken drängt.

Aint it cool news ist tot.

Also, nicht “tot” im Sinne von aufgegeben und abgeschaltet. “Tot” im Sinne von brachliegend. Bis zu dieser Woche war die letzte “top story” ein Monat alt. Bei den TV-News “coaxial” hat sich seit Januar 2023 nichts mehr getan. “cool news” wurde seit letzten September nicht aktualisiert. Die Menge der News ist so dürftig, dass noch Reviews zu WANDAVISION und THE BATMAN auf der Startseite erscheinen…  [weiterlesen]

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Ahhh, meine Diätbemühungen. Eine “Neverending Story” ganz ohne Michael Ende. Obwohl ich vor 11 Jahren nach 17 verlorenen Kilos überzeugt war, dem Jojo-Effekt ein Schnippchen schlagen zu können, bin ich doch nur ein Mensch mit typischem Stoffwechsel und Essverhalten. Nach der Diät ging es wieder rauf, dann dank Jogging und Intervall-Fasten wieder runter, dann wieder rauf. So schwankte ich in den letzten 12 Jahren zwischen minimal 88 Kilo und maximal 115 Kilo.

Zuletzt war ich 2018 sehr zufrieden mit mir selbst:

Dummerweise musste ich das intensive Joggen wegen Problemen an der rechten Ferse beenden und einige private Rückschläge forderten meinen Fokus anderswo…  [weiterlesen]

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An mir geht der Kulturwandel komplett vorbei. Ich stand eben echt baff im Kaufland vor dem hier:

Ein Ramadankalender für Kinder. 100 Prozent halal, mit 30 Türchen und “neuen Überraschungen”. Es bieten sich viele launige Sprüche an, aber ich traue mich keinen einzigen davon.

Was meint denn der Experte?

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Also doch nicht halal? Ich bin verwirrt –..  [weiterlesen]

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Es klingt etwas widersinnig, aber: Die Welt wird komplizierter, weil sie individueller wird. Das gilt für Steuern, für Handy-Tarife, und für Flugreisen gleichermaßen. Immer mehr Bausteine, aus denen man sich sein ganz persönliches Angebot zusammenstellen kann. Mitunter führt das zu der schizophrenen Situation, dass man frustriert ist über die Menge an Möglichkeiten, die sich einem anbieten.

Der an sich simple Vorgang des Parkens in der Innenstadt ist ein ziemlich gutes Beispiel für das Chaos der modernen Welt. In meiner Kindheit war die Sache noch relativ einfach: man parkte, wo Platz war. In ganz wenigen Straßen gab es Parkuhren,..  [weiterlesen]

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Das hier wird ein etwas längerer und komplizierter Beitrag. Ich habe ihn seit Monaten auf der to do-Liste, aber mir war bisher unklar, wie ich ihn angehen soll. Es scheint mir am vernünftigsten, das gesamte Thema in zwei separate Beiträge zu splitten und diesen ersten Beitrag in zwei Bestandteile zu zerlegen. Ich hoffe, dass ich es verständlich aufarbeiten kann.

Es geht heute erstmal um Preise. Für Lebensmittel, Miete, Elektronik. Um Lebenshaltungskosten und Lebenslügen. Um den Mythos “früher war alles besser” im Sinne von “früher war alles billiger”. Ich hatte neulich schon darüber gesprochen, dass Menschen dazu neigen,..  [weiterlesen]

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Es mag manchmal so wirken, als würde ich aktiv versuchen, das langweiligste Blog-Thema aller Zeiten zu finden, um euch zu vertreiben. Mitnichten. Das überlasse ich meiner Persönlichkeit. Aber mein Blog ist auch die Sphäre, in der ich mein Leben erzählerisch ordne, in der ich Episoden und Erlebnisse verarbeite. Indem ich z.B. über mein Verhältnis zu Staubsaugern schreibe, kann ich es gut in eine Schublade stecken – und diese schließen. Gerade im Fall der Staubsauger möchte ich die Schublade dann abschließen und den Schlüssel ins Meer werfen.

Ich hatte Zeit meines Lebens klassische Schlittenstaubsauger, bei denen man die Maschine am Rohr hinter sich herzieht…  [weiterlesen]

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Ich plane, Ende April eventuell mal wieder nach Berlin zu fahren. Oder besser: nach Berlin zu reisen. Ob ich fahre, weiß ich nämlich noch gar nicht. Ich bin flexibel in der Wahl der Transportmittel und darum habe ich mich erstmal umgeschaut.

Das Ergebnis: frustrierend und nicht wirklich entscheidungsfördernd.

Grundsätzlich sehe ich folgende Möglichkeiten: Bus, Bahn, Flugzeug, und Auto. Faktoren sind dabei: Geschwindigkeit, Preis, Komfort und Fahrtzeiten.

Jede Option für die 600 Kilometer hat ihre Vor-und Nachteile:

  • Der Flixbus ist günstig, ich kann Filme schauen und arbeiten, aber die Fahrtzeit schreckt ab
  • Die Bahn ist komfortabel und (mittlerweile) schnell,
  • ..  [weiterlesen]

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Ich kann mich noch erinnern, als TERMINATOR 2: JUDGEMENT DAY weltweit Schlagzeilen machte, weil er fast 100 Millionen Dollar kostete. 100 Millionen Dollar war auch die Schallgrenze, mit der in USA bis zum Ende des letzten Jahrtausends weitgehend unabhängig vom Budget der Begriff Blockbuster definiert wurde.

Das ist längst Makulatur. Wir leben in einer Zeit der Mega-Blockbuster, in der Filme über 400 Millionen Dollar kosten und über eine Milliarde Dollar einspielen können. Das Geld wird noch dazu erheblich schneller generiert – die Zeiten, in denen ein Film einen ganzen Sommer lang Zeit hatte, um sich zu rentieren,..  [weiterlesen]

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08
Feb 2024

Das Geisterauto

Thema: Neues |

Es liest sich wie der Anfang einer Gruselgeschichte – und vielleicht ist es auch eine.

Das Haus nebenan ist ein solider Bau, Erdgeschoss und zwei Stockwerke, möglicherweise aus den 30er Jahren. Einzelgaragen, großes Grundstück. Drei Wohnungen, wenn man das von außen sagen kann.

Im Haus nebenan lebt niemand mehr.

Bis vor zwei Jahren wohnte noch ein älteres Paar im zweiten Stock, das wir von unserer Terrasse aus sehen konnten. Er verbrachte seine Tage auf dem Sofa, halb sitzend, halb liegend. Sie malte an einer Staffelei. Einfache, naive Motive. Ich habe sie nie außerhalb des Hauses wahrgenommen…  [weiterlesen]

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Das hier ist weniger ein Artikel und mehr die Ankündigung eines solchen. Veteranen des Blogs werden sich vielleicht erinnern – in den Jahren 2014-2015 hatten wir in Speyer üppig Platz auf dem Dachboden, den ich für meine riesige Sammlung Nerdkram vereinnahmte. Comics, Bücher, Zeitschriften, DVD, auch noch ein paar Videos und stapelweise Pressehefte:

Beim Umzug nach Baden-Baden Ende 2015 kam das Problem auf – wohin mit dem ganzen Zeug? In der neuen Wohnung hatten wir nämlich genau null Stauraum.

Ich entschied mich für die bequemste, aber nur mittelfristig praktikable Lösung: zu dritt schleppten dir den ganzen Kladderadatsch ins Auto meiner Eltern und entsorgten ihn in das Haus der Familie in Belgien…  [weiterlesen]