27
Juni 2016

Welcome to the neighborhood!

Es ist schön, wenn man seine Nachbarn kennenlernt. Nicht so schön, wenn das z.B. so abläuft.

Ich rollere in unsere Straße und stelle meinen Scooter 50 Meter neben unserem Haus ab, wo der Gehweg erheblich breiter ist und er im Winkel von Hauswand und Eckmauer keinen Platz weg nimmt.

Ich habe den Motor noch nicht aus, da tönt es aus dem vierten Stock: "Sie dürfen Ihren Roller da nicht hinstellen!". Ich schaue hoch - eine verkniffen wirkende ältere Dame hat mich abgepasst.

Da ich keinen verkehrsrechtlichen Grund sehe, meinen Roller dort nicht abzustellen (und keine Alternative), frage ich freundlich nach: "Sagt wer?"

Ihr Kopf verschwindet für ein paar Sekunden, dann ist sie wieder da: "Es ist verboten, da zu parken!"

Das hilft mir nicht weiter, also nochmal: "Sagt wer?"

Sie stockt, ruft dann triumphal: "Wir haben schon die Polizei gerufen!"

Man hätte mir ruhig sagen können, dass es hier noch Blockwarte gibt...

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27
Juni 2016

Liebes Mimikama: Der gefährliche Passwort-Unsinn

Es gibt kaum eine Webseite, die angesichts allgemeiner Medien-Unmündigkeit so wichtig ist wie Mimikama. Auch wenn Sascha Pallenberg das anders sieht - es ist leider nötig, die Leute wieder und wieder auf die immer gleichen und immer dummen Lügen, Gerüchte und Betrügereien im Netz aufmerksam zu machen. Weil sie wöchentlich wiederkehren - und wöchentlich wieder geteilt werden.

Mimikama ist wichtig. Mimikama dient der guten Sache. Mimikama steht auf unserer Seite. Das vorab.

Heute macht sich Mimikama allerdings in meinen Augen zum wiederholten Male genau der Sache schuldig, die man eigentlich anprangert - der Verbreitung gefährlichen Unfugs.

Es geht um die tausendfach geteilte Aufforderung, Kindern ein Passwort beizubringen, um sie vor dem "bösen Onkel" zu schützen.

Im Kern sind es solche Kettenbriefe, die in leicht variierender Form in den sozialen Netzwerken kursieren:


An Alle Eltern! – Bitte TEILEN!

Einen 8-jähriger Junge wurde von einem fremden Mann angesprochen, der meinte, er solle sofort mitkommen, es sei was passiert und seine Mutter hätte gesagt er solle ihn holen.
Darauf fragte der Junge nach dem PASSWORT!
Die Verwirrung des fremden Mannes nutze der Junge aus, um wegzulaufen.
Er hatte mit seiner Mutter ein Passwort ausgemacht, das als “Code” dienen sollte, falls sie jemals jemanden schicken würde, um ihn abzuholen, den der Junge nicht kennt.
Vielleicht hat das dem Jungen das Leben gerettet.
SO EINFACH – SO SIMPEL!!!

Bitte macht mit Euren Kindern auch ein “PASSWORT” aus!
Vielleicht macht es die Welt eurer Kinder ein wenig sicherer.


Ihr ahnt es schon - was "SO EINFACH – SO SIMPEL!!!" ist, ist selten auch so schlau.

Seit geraumer Zeit empfiehlt Mimikama diese Methode - mittlerweile erweitert um andere Sicherheitstipps für besorgte Eltern. Ich finde das bestenfalls albern, im schlimmsten Fall gefährlich, weil die so gepriesene "Passwort-Methode" Sicherheit suggeriert, die es nicht gibt.

Ich habe bestimmt schon ein Dutzend mal (durchaus mit Erfolg) in Kommentarspalten darauf hingewiesen, auf welchen Denkfehlern dieser Ratschlag basiert, aber weil ich nicht vorhabe, damit meinen Lebensabend zu verbringen, schreibe ich es nun hier auf.

Fangen wir mal mit dem Kettenbrief an:

"Darauf fragte der Junge nach dem PASSWORT!
Die Verwirrung des fremden Mannes nutze der Junge aus, um wegzulaufen."

Lassen wir mal außen vor, dass das völlige Fehlen von Orts- und Zeitangaben auf einen fiktiven Bericht schließen lässt: Ein Sexualstraftäter, der sich von einem Achtjährigen austricksen lässt? Der einem Achtjährigen nicht problemlos nachlaufen könnte? Wer soll diesen Unfug denn glauben?

Vor allem aber: So funktioniert das nicht. Nie im Leben.

Stellen wir uns für einen Moment mal vor, ich wäre ein Sexualstraftäter auf der Suche nach minderjährigen Opfern. Ich spreche in einer Gegend, wo gerade keiner so genau hinschaut, einen Jungen an:

"Komm schnell mit, deiner Mama ist was passiert! Ich soll dich zu ihr bringen!"

Der Junge ist schlau und hat gut aufgepasst:

"Was ist das Passwort?"

Bin ich dann verwirrt, überfordert, lasse ich den Jungen spontan ziehen? NEIN. Ich antworte z.B.:

"Das konnte sie mir nicht sagen, weil sie ohnmächtig geworden und ganz schlimm blutet! Komm mit!"

Oder:

"Das Passwort heißt Schnitzel."

Darauf der Junge:

"Stimmt ja gar nicht!"

Ich halte dagegen:

"Doch, deine Mama hat's doch gestern geändert - hast du denn wieder nicht zugehört?!"

Glaubt irgendjemand ernsthaft, dann wäre nicht der Junge, sondern der Sexualstraftäter überfordert? Es liegt in der Natur der Sache, dass man Kindern eine gewisse Vorsicht antrainieren kann - aber es fehlt ihnen die Reife, eine zunehmend komplexer werdende Stresssituation korrekt einzuordnen. Das Passwort schafft keine Sicherheit, sondern Unsicherheit, weil es dem Kind eine Verantwortung auferlegt, die es gar nicht komplett erfassen kann.

In meinen Augen liegt der Passwort-Methode der typische Trugschluss zu Grunde, man könne Kinderproblemen mit Erwachsenenlösungen begegnen. Aber so drollig und schlau die Kleinen auch sein mögen (IHR Kind ganz besonders, natürlich!) - sie können einer Person, die ihnen etwas Böses will, weder körperlich NOCH intellektuell nennenswert etwas entgegen setzen. Den Eindruck zu erwecken, mit einem Passwort wäre das zu ändern, ist brandgefährlich.

Das Problem hat Nebenaspekte, auf die ich gar nicht näher eingehen will, weil sie nicht so schwer wiegen wie der fatale Glaube an die falsche Sicherheit:

Was, wenn das Kind z.B. in einer Gefahrensituation tatsächlich von einer Autoritätsperson angesprochen wird, dieser aber - wie abgesprochen - nicht Folge leisten will?

Was, wenn das Kind das Passwort vergessen hat und sich hilflos und unsicher fühlt?

Schüren wir nicht eine statistisch vergleichsweise unbegründete Angst vor der Welt, erziehen wir nicht Heerscharen kleine Paranoiker, in dem wir selber glauben und unseren Kindern einreden, auf den Straßen würden nur potenzielle Sexualverbrecher herum laufen?

Für mich zählen darüber hinaus zwei Tatsachen:

Die meisten Missbräuche geschehen im Familien- und Bekanntenkreis, die übertriebene Sorge vor dem "schwarzen Mann" ist eine leichtsinnige Sozialmär.

Kinder sollen sich von Fremden GAR NICHT ansprechen/anfassen lassen, keine Fragen beantworten, sich sofort wegdrehen. Das Prinzip lautet "do not engage". The only winning move is not to play. Und genau DIESES Level an Interaktionskomplexität können sich Kinder merken.

Ich weiß, warum diese Meldung nicht totzukriegen ist. Weil Eltern Angst um ihre Kinder haben, und Angst ist irrational. Weil es unbequemer ist, sich klarzumachen, dass der sexuelle Missbruch vom Freund, Bruder, Onkel oder Lebensgefährten ausgehen könnte. Der fremde, abstrakte Sexualverbrecher ist eine bequeme, aber diffuse Bedrohung, die mit immer neuen Geschichten in den sozialen Netzwerken befeuert wird. Die "Passwort-Methode" verspricht Abhilfe, Sicherheit, Beruhigung - und dem Weiterleiter das Gefühl, ein guter Mensch zu sein.

Eine win/win-Situation.

Bloß nicht für die Kinder.

Und darum bitte ich Mimikama an dieser Stelle: Hört auf, diese Non-Lösung eines größtenteils Non-Problems zu verbreiten.

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26
Juni 2016

Summer of SciFi: Kill Command aka Identify

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England 2016. Regie: Steven Gomez. Darsteller: Vanessa Kirby, Thure Lindhardt, David Ajala, Deborah Rosan, Tom McKay u.a.

Offizielle Synopsis: Eine Eliteeinheit von Marinesoldaten wird für eine Routineübung auf eine weit abgelegene Insel abkommandiert. Die Technikspezialistin Mills, deren Gehirn mit einem Computer verbunden ist, begleitet die Mission. Auf der Insel merken die Soldaten schnell, dass die Übung alles andere als ein harmloses Training ist: Sie werden zu lebenden Zielscheiben für hochentwickelte militärische Kampfroboter. Nur Mills kann der Einheit helfen zu überleben - doch ist sie, wer sie vorgibt zu sein?

Kritik: Den hier habe ich mal wieder gar nicht kommen sehen - das ist zwar generell keine Überraschung (ich halte mich bei neuen Releases ja nicht anstrengend up to date), aber die Tatsache, dass eine so vergleichsweise aufwändige Produktion mir erst nach der deutschen Scheibenveröffentlichung unter die Augen kommt, ist verwunderlich. Von "Kill Command" (onscreen title: "Identify") hatte ich bis gestern nicht mal ein Poster gesehen.

Interessant ist, dass dieser Streifen viele strukturelle Ähnlichkeiten zu "Reconnoiter" aufweist - beide wurden mit limitiertem Cast in der englischen Provinz gedreht, beide beziehen ihre primären Schauwerte aus der kompetenten Darstellung futuristischer Hardware per CGI, beide handeln vom Kampf gegen außer Kontrolle geratenes Kriegsgerät.

Vorab: Was ich nun schreibe, ist wahr, aber unfair - angesichts der Tatsache, dass "Kill Command" vermutlich das zehnfache Budget von "Reconnoiter" hatte. Dennoch: "Kill Command" unterscheidet sich von "Reconnoiter" hauptsächlich dadurch, dass er fast alles richtig macht.

Hier ist die Landschaft nicht einfach dröge abgefilmt, sondern wirkt wie ein bedrohlicher Schauplatz, ein gerneriertes Environment für die letzte Schlacht zwischen Mensch und Maschine. Obwohl Wald und Feld das vertraute Terrain des Menschen sind, scheinen sie sich mit dem Gegner gegen ihn zu verbrüdern.

Wo "Reconnoiter" hauptsächlich aus rumsitzen, rumstapfen und verstecken besteht, weiß "Kill Command", dass Action ein unverzichtbares Element eine Action-SF-Films ist und gönnt uns eine Truppe Marines, die mit hoch gezüchteten Waffen wild in der Gegend herum ballern - zu wummerndem Sound und mit pfeifenden Projektilen. Hier trifft "Aliens" auf "Predator", winkt "Starship Troopers", während im Hintergrund "Gunhed" respektvoll den Daumen hebt. Ein Film für Jungs.

Und dann die CGI - Mann, diese CGI. Klar, es ist nicht revolutionär, weil es kaum möglich ist, im Bereich futuristische Action noch etwas Revolutionäres auf die Beine zu stellen, aber DIESE Qualität in Sachen animierte Kampfmaschinen kennen wir bisher eigentlich nur von Big Budget-Produktionen wie "Edge of Tomorrow". Leider konnte ich nicht heraus finden, wie viel Geld die Produktion zur Verfügung hatte - verschiedenen Quellen zufolge soll es aber eher weniger als mehr gewesen sein. Und dafür wird hier wirklich absolute Oberliga abgeliefert:

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Dabei ist die CGI nicht auf ein paar "beauty shots" beschränkt, mit denen man den Trailer bestückt. Von der ersten bis zur letzten Minute ist "Kill Command" förmlich getränkt in absolut authentischer, unaufdringlicher Computergrafik, die erheblich dazu beiträgt, das Szenario so glaubwürdig wie spannend zu halten.

Ihr ahnt, was jetzt kommt: Natürlich muss ein Low Budget-Film, der primär als Showcase für Effekte dient, diese auch bedienen. Und natürlich müht sich gerade ein Effektexperte, der erstmals einen Spielfilm schreibt und inszeniert, mit den dramaturgischen Feinheiten einer Geschichte, die primär aus "ballern, bis keiner übrig ist" besteht.

Und da stolpert "Kill Command" dann auch. Er investiert am Anfang zu wenig Zeit, um uns die Figuren so präzise vorzustellen, dass uns ihr Scheitern im Verlauf des Film wirklich schert. Während Cyborg Mills noch relativ gut zwischen Pflicht und Verantwortung oszilliert und damit einen emotionalen Bogen besitzt, bleiben die Marines komplett Kanonenfutter - was umso ärgerlicher ist, da die Darsteller mit dem wenigen, was man ihnen anbietet, durchaus glänzen können.

kill comand

Auch der Vorwärtsdrang des Films stottert immer wieder: Zwischen den Actionszenen sackt die Spannung weg, wird immer wieder fünf Minuten Zigarettenpause gemacht. Start, Stopp, Start, Stopp. Da müsste mehr Drive rein, eine Eskalation des Einsatzes. Es bleibt einfach zu vage, was der zentrale Konflikt ist, um was es geht. Ich sage das nicht oft: "Kill Command" ist einer der Filme, denen etwas MEHR Exposition gut getan hätte.

Nichtsdestotrotz ist es selten genug, dass aus der Low Budget-Ecke ein so kompetenter und schön anzusehender Kracher kommt, deshalb werden die Defizite an dieser Stelle verziehen und die Empfehlung ausgesprochen.

Fazit: In Kameraführung, Schauspielerei, Sound und vor allem Effekten erstaunlich fette Militaria-SF, die trotz viel Action nicht ausreichend in die Gänge kommt und letztlich mehr beeindruckt als befriedigt. Aber im Lande der Asylums ist jeder "Kill Command" der König, verstehste?

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25
Juni 2016

Watching (13): Micro Men, Kindergarten Cop 2

Micro Men

Anfang der 80er Jahre hatten die Briten im heimischen Computermarkt mit Marken wie Amstrad, Acorn, und vor allem Sinclair die Nase vorn. Der TV-Film von 2009 thematisiert die Konkurrenz von Clive Sinclair und seinem ehemaligen Mitarbeiter Chris Curry, der Acorn gründete. Da ich in der fraglichen Zeit ein echter Homecomputer-Enthusiast war, interessierte mich diese fiktionalisierte Aufarbeitung naturgemäß mehr als die diversen Filme über Steve Jobs.

Leider versagt „Micro Men“ auf ganzer Linie, weil er letzten Endes nur eine Reihe von Schlagzeilen fiktional umsetzt, ohne jemals glaubwürdig in die Köpfe der Figuren zu schauen oder die Mechanismen der Branche zu entlarven. Alles ist Oberfläche, jeder gezeigte Konflikt wäre bei einem Bier im Pub lösbar – und genau so endet der Film dann auch.

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Aber „Micro Men“ schafft dann noch den Abstieg vom seelenlosen TV-Film zur Farce, wenn er Sir Clive Sinclair als neurotischen, cholerischen Idioten darstellt, der noch dazu von Alexander Armstrong in einer katastrophal unglaubwürdigen Maske dargestellt wird. So stelle ich mir die Figur eher in einem Benny Hill-Sketch vor. Statt mit Latex und Perücke an der exakten Äußerlichkeit zu feilen, hätte man lieber versuchen sollen, die Essenz des Charakters darzustellen. Und damit ist dieser Aspekt auch eine perfekte Analogie für das Scheitern des gesamten Film.

 

Kindergarten Cop 2

Niemand, wirklich niemand hat sich eine Fortsetzung der Arnold Schwarzenegger-Komödie „Kindergarten Cop“ gewünscht. Aber das Label Universal 1440 ist darauf spezialisiert, billige Scheiben-Sequels zu Kinoproduktionen zu liefern und man hatte die Lizenz wohl gerade brachliegen. Weil Schwarzenegger erwartungsgemäß nicht mal in einem Cameo den Rest seines Marktwertes verbrennen möchte, muss Dolph Lundgren ran – der freut sich vermutlich, endlich mal wieder in Anzug und Krawatte agieren zu dürfen. Drei Wochen Dreharbeiten ohne Explosionen an jeder Ecke – ist doch auch schön.

Leider ist „Kindergarten Cop 2“ so ziemlich die eier- und einfallsloseste Ausschlachtung einer existierenden Lizenz, die ich seit langem gesehen habe. Es ist eine Neuerzählung von „Kindergarten Cop“ auf dem untersten Niveau, mit wenig Geld und wenig Gags schlampig hingerotzt. Der gesamte Plot dreht sich um den ältesten McGuffin der Welt – angeblich furchtbar wichtige Daten, die gefunden werden müssen. In den 70ern war so was eine Akte, in den 80ern eine Diskette, in den 90ern eine CD – heute ist es ein USB-Stick. Die Bemühungen um den Stick sind dabei überschaubar, die Gags rund um die kleinen Racker, mit denen Dolph sich abmüht, ebenfalls. Träge und ohne wirkliche Begeisterung schleppt sich der Film über die Laufzeit, ohne auch nur eine tatsächliche Emotion zu bedienen. Kein Film – Füllmaterial.

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Wie „Micro Man“ schafft es „Kindergarten Cop 2“ allerdings, durch ein einziges Detail noch eine Stufe tiefer zu steigen. Hier ist es Product Placement. Der Schokoriegel Twix wird derart penetrant immer wieder beworben und in die Kamera gehalten, dass man unterstellen muss, dass Mars 80 Prozent des Budgets zugeschossen hat. Kann einem eigentlich wurscht sein, mich nervt es allerdings massiv.

Ich bin mit Universal 1440 aber damit noch nicht fertig - schließlich kommt demnächst aus dem gleichen Haus "Hard Target 2" mit Scott Adkins:

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24
Juni 2016

Brexit: Going, going, gone.

Meine Frau hat mich mit der Nachricht geweckt: "Die Briten sind draußen".

Unfassbar. Brexit.

Streit mit der Türkei, neuer kalter Krieg mit Russland, Nordafrika instabil, die Chance einer Trump-Präsidentschaft - was passiert mit der Welt?! Wir waren doch schon so viel weiter...

Treten die Schotten aus dem United Kingdom aus? Soll man Pfund horten? Premierminister Boris Johnson? Was denkt die Queen? Keep calm and carry on?

Das ist nicht mein Europa. Ich habe keine Antworten, nicht mal Ideen. Heute ist hier Pause.

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23
Juni 2016

Watching (12): He never died, Zootopia

He never died

Dass Rock-Poet Henry Rollins das Charisma und den Look für eine Filmkarriere hat, gilt als Binsenweisheit. Trotzdem hat er sich bisher nur in kleineren Rollen und in kleineren Filmen sehen lassen. „He never died“ ist ihm dagegen so sehr als Hauptrolle auf den Leib geschrieben, dass man unterstellen darf, dass er hier eine mythologisierte Version von sich selbst spielt. Er ist Cain, also Kain, der aus der Bibel. Nie gestorben, lebt er als eine Art depressiver Highlander in seiner runtergekommenen Bude und hat nach ein paar Tausend Jahren und Dutzenden von Berufen keine Idee mehr, wie er sich die Zeit vertreiben soll. Vor allem hat er von den Menschen die Nase voll – was sich erst ändert, als er seine Tochter trifft, die ihm mit pubertärer Gewalt wieder ins Leben zerren will.

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„He never died“ bemüht sich zwar, so etwas wie eine Handlung aufzubauen (Cains Tochter wird entführt, er bekommt es mit Gangstern zu tun), aber das ist nur eine schwache Anbiederung an die Publikumserwartung. Letztlich lebt Rollins als Cain anderthalb Stunden lang Askese vor, Isolation, das Leid des Intellekts an der tumben Welt. Er ist ein Beobachter, der die Menschheit so gut kennt, dass er sie endgültig nicht mehr versteht. Aus seiner autistischen Sicht sehen wir Fragmente einer Zivilisation aus ewiger Nacht, kleinen Kneipen und kleinen Zielen. Cain weiß, wie sinnlos das alles ist – und will sich eigentlich auch nicht mehr involvieren. Das ist mehr ein filmischer Essay, ein lang gezogenes Musikvideo ohne Soundtrack als ein klassischer Genrefilm. Rollins ist als Schauspieler auch tatsächlich mehr Charisma als Talent. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er ein breites Publikum begeistern kann.

Aber was soll ich sagen? Mir hat er gefallen, und sei es nur als Abwechslung zu den gelackten, perfekt ausbalancierten und emotional manipulativen Blockbustern, die sonst über meinen Bildschirm laufen.

Zootopia / Zoomania

Wo wir gerade bei gelackten, perfekt ausbalancierten und emotional manipulativen Blockbustern sind – „Zootopia“ (in Deutschland „Zoomania“) ist so einer. Gerade als Drehbuchautor kann man jeden Plotbeat förmlich leuchten sehe, jeden Character Arc jeder Nebenfigur, die Heldenreise ist in einem Maße offensichtlich, dass man daraus nicht nur ein Lehrbuch machen könnte – man sieht regelrecht das Lehrbuch, aus dem sie entnommen wurde. Hier ist nichts Zufall, nichts kreatives Wagnis oder einfach sympathische Kuriosität. „Zootopia“ ist ein Reißbrett-Blockbuster, dessen Professionalität an Bayern München erinnert und an Tiger Woods (vor dem Sex-Skandal), an McDonalds und Porsche.

Und es ist deshalb und dennoch ein grandioser, bezaubernder und für die ganze Familie nicht nur tauglicher, sondern wertvoller Film, der seine Message gleichzeitig penetrant UND unaufdringlich präsentiert. „Zootopia“ ist vollgestopft mit entzückenden Charakteren, großen und kleinen Gags, Feuerwerk für die Augen und Jauchzer fürs Herz. Mühelos begeistert er nicht nur Kinder, sondern webt eine Noir-Krimistory in die bonbonbunte Welt, die auch Erwachsene mitreißt. Man muss die Disney-Maschine nicht mögen – aber man kann auch nicht bestreiten, dass sie läuft wie geschmiert. Und wie bei „Oben“ und „Findet Nemo“ darf man anerkennend feststellen, dass hier nicht einfach „der Mutigste gewinnt“, sondern dass Rasse, Geschlecht und/oder körperliche Gebrechen keine Rolle spielen, wenn man an sich glaubt. Das ist vielleicht nicht wahr, aber glaubenswert.

Weil es tatsächlich interessant sein kann, der Perfektion von „Zootopia“ mit gesundem Sarkasmus zu begegnen, präsentiere ich euch hier mal nicht den normalen Trailer, sondern den „honest trailer“:

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23
Juni 2016

Summer of SciFi: Absolutely Anything

Absolutely Anything-thumb-300xauto-58619England, USA 2016. Regie: Terry Jones. Darsteller: Simon Pegg, Kate Beckinsale, Robin Williams (Stimme), Joanna Lumley, Rob Riggle, Eddie Izzard

Offizielle Synopsis: In den Weiten einer entfernten Galaxy hat ein fieser Pulk Aliens beschlossen, den Planeten Erde samt seiner Bewohner ein für alle mal zu vernichten. Bevor Derartiges angeordnet werden kann, muss jedoch den Einwohnern des betreffenden Planeten die Chance gegeben werden, sich noch einmal zu beweisen - so verlangt es das Gesetz. Ein Wesen soll per Zufall ausgewählt und mit außerordentlichen Kräften ausgestattet werden. Dass die Wahl ausgerechnet auf den desillusionierten Lehrer Neil im Londoner Norden fällt, könnte sich als fatal für die Menschheit erweisen. Es dauert eine Weile, bis Neil klar wird, dass er nun im Besitz der Macht ist, einfach alles zu tun und jeden Wunsch Realität werden zulassen  - und es dauert noch länger, bis diese Macht halbwegs unter Kontrolle gebracht ist, sprich: jeder Wunsch so präzise formuliert ist, dass unerwünschte Nebenwirkungen ausbleiben. Und so versucht er zunächst das Herz seiner schönen Nachbarin Catherine zu gewinnen und schlittert von einer bizarren Situation in die nächste...

Kritik: Wer sich in der SF-Geschichte auskennt und die Inhaltsangabe liest, der ahnt, woher sich Ex-Python Terry Jones die Idee geliehen hat:

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Außerdem ist "Absolutely Anyting" natürlich eine Variante von "Bruce Almighty" - in Deutschland heißt er ja auch "Zufällig allmächtig".

Aber es ist gar nicht nötig, diese federleichte Komödie mit zuviel Ballast zu behängen - die Vorgänger sind unwichtig, das fertige Produkt steht sicher auf eigenen Beinen. Simon Pegg spielt den patentierten Underdog mit der bildhübschen Nachbarin, nutzt seine neue Kräfte zur Besserung der eigenen Situation, nur um am Ende zu begreifen, dass Glück keine Frage von Allmacht ist - und Liebe schon gar nicht.

Zugegeben, im Vergleich zu "Approaching the Unknown" und "Reconnoiter" ist das wirklich keine "harte" SF und die Wells-Vorlage beruft sich auf Gottheiten, nicht auf Außerirdische als "deus ex machina" - aber Science Fiction ist ein großer Sack, in den man viele verschiedene Subgenres stopfen kann. Und wenn ich einen "Summer of SciFi" feiere, brauche ich zum Erhalt meines gesunden Menschenverstandes die Abwechslung.

"Absolutely Anything" macht es dem Zuschauer sehr leicht - hier sind wirklich nur sympathische Figuren unterwegs, selbst die "Bösen" sind eher schräg als wirklich eeevil. Aus dem Gimmick der Wunderwünsche lassen sich viele hübsche Sketche zimmern und man darf auch mal nostalgisch seufzen, wenn die überlebenden Pythons das intergalaktische Konzil sprechen oder Robin William in einer seiner letzten Darstellungen den Hund Dennis. Die zentrale Liebesgeschichte von Neal und Catherine mag keine Bäume ausreißen, ist aber ausreichend pärchentauglich erzählt.

Obwohl es in diesem Rahmen nicht nennenswert wichtig ist, sind sogar die Spezialeffekte überzeugend (und kurioserweise komplett aus China).

Müsste ich mäkeln, wären das höchsten Kleinigkeiten: So scheut sich der Film, auch nur ansatzweise echtes Drama zu erzählen. Keiner der Konflikte ist substanziell, was ihm etwas den emotionalen Impact nimmt. Man muss bereit sein, seinen Figuren weh zu tun, sie in Gefahr zu bringen - das fehlt hier ein wenig. Der Monty Python-Biss, so präsent noch in "Ein Fisch namens Wanda", hat sich bis auf winzige Details verflüchtigt. Und einige der an sich hübschen Nebenstränge werden in der zweiten Hälfte des Films vergessen - so verschwinden sehr drollige Figuren wie Eddie Izzard als bärbeißiger Schuldirektor und Joanna Lumley als bissige Buchrezensionistin einfach. Da wäre etwas mehr "Aufräumarbeit" im Finale hilfreich gewesen.

Nichtdestotrotz: Als verspielte Effektkomödie mit dem Herz am rechten Fleck taugt "Absolutely Anything" allemal. Warum der Film international gefloppt ist und nicht mal 5 Millionen Dollar eingespielt hat? Keine Ahnung. Er ist nicht schlechter als viele andere romantische Komödien, aber durchaus besser als so einige. Langsam habe ich das Gefühl, dass der Versuch, britische Komiker als romantic leading men zu etablieren, eine Sisyphos-Arbeit ist (siehe neben Simon Pegg auch Ricky Gervais und Martin Freeman).

Fazit: Sehr sympathische, gut getrickste und gespielte romantische Komödie mit SF-Aufhänger, die ein wenig mehr Gewicht vertragen könnte und etwas mehr Sorgfalt bei der Auflösung der diversen Subplots.

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22
Juni 2016

Summer of SciFi: Reconnoiter aka Robot World

robot worldEngland 2015. Regie: Neil Rowe. Darsteller: Ian Rowe, Claire Soper, Paul Soper, Lisa Mitchell, Tony Mitchell, Tamsyn Pickford

Story: Astronaut James benutzt als Erster eine Kapsel, die ihn durch einen Hyperraumsprung von einem zu einem anderen Planeten transportieren soll. Doch der Jungfernflug ist nicht ohne Schwierigkeiten, James stürzt auf dem ausgelaugten Zielplaneten ab. Im Laufe eines langen Marsches findet er heraus, dass sich hier eine Zivilisation atomar selbst vernichtet hat und nur noch ihre Maschinenwesen Patrouille schieben...

Kritik: Wenn man zu viele schlechte Filme in zu kurzer Zeit sieht, wird man sehr schnell gnadenlos. Schlecht ist schlecht, oder? Andererseits muss man sich immer mühen, die Parameter im Auge zu behalten, die Möglichkeiten einer Produktion, ihren Anspruch. "Reconnoiter" ist ein gutes Beispiel.

Strikt auf Augenlevel ist das an keiner Stelle ein guter Film. Man hat von Anfang an das Gefühl, dass alle Beteiligten ihre Story rund um die Verfügbarkeit begrenzter, aber durchaus schicker CGI gebaut haben: Eine Raumkapsel, ein paar Roboter, ein paar Flugmaschinen. Da kann man was drum herum fabulieren.

Der Rest von "Reconnoiter" besteht aus einem Mann, der durch die karge südenglische Landschaft stapft und verschiedene Varianten von "häh?" murmelt. Es gibt keine nennenswerten Actionszenen, keine Antagonisten (die Roboter ignorieren ihn ja generell), keine Deadline, kein Ziel. Nach einem Drittel Laufzeit gibt es einen Twist, den wir schon haben kommen sehen - und am Ende noch einen, der seltsam pflichtschuldig und unmotiviert wirkt.

Es regieren die Farben grau und fahlgrün, das Bild ist relativ low-res, Ian Rowe ist kein Schauspieler, der Soundtrack besteht größtenteils aus Brummgeräuschen und bedient werden vor allem SF-Fans, die gerne fünf Minuten lang Atemgeräusche hören. Die Inszenierung ist extrem trocken, teilweise unbeholfen und bedient sich immer wieder holperiger Blackouts.

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Das ist die eine Seite.

Die andere Seite ist, dass "Reconnoiter" offensichtlich ein extrem kleinformatiges Familienprojekt ist, bei dem Regisseur, Produzent, Komponist und Hauptdarsteller den gleichen Nachnamen haben und das primär als "labor of love" geplant war. Dies ist kein Film, der in Konkurrenz zu Asylum-Produktionen und den Action-Schnellschüssen des Syfy-Channel treten will und soll. Es ist eine regionale Hommage an die Atomangst- und Umweltkatastrophen-Dramen der 70er mit einem moralischen Zeigefinger, der aus einem vergilbten Faltblatt zum Thema "Müll trennen für den Weltfrieden!" stammen könnte. Dazu passt, dass diverse Ideen angespielt, aber nicht ausformuliert werden (insbesondere der Roboterhund als Gesellschafter des "neuen" Menschen).

Betrachtet man "Reconnoiter" aus dieser Perspektive, möchte man den Machern auf die Schulter klopfen und trotz aller Defizite "gut gemacht" ins Ohr murmeln. Weil hier mit einem Traktor an einem Formel 1-Rennen teilgenommen wurde und es verdammt noch mal eine tolle Sache ist, dass die knatterige Karre überhaupt über die Ziellinie gekommen ist.

Objektiv schlecht ist der Film natürlich trotzdem.

Fazit: Konzeptionell interessanter, aber bis auf ein paar hübsche CGI-Shots strikt auf Amateurlevel ablaufender 70er Jahre-Nachklapp.

Im Gegensatz zum frech zusammen gelogenen Poster vermittelt der Trailer einen ziemlich guten Eindruck von der Atmosphäre und dem zu erwartenden Entertainment: YouTube Preview Image

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22
Juni 2016

Watching (11): Preacher, Powers, Save the Supers

Preacher

Es ist fast zum Reflex geworden, den neuen Schwung an aufwändigen, brutalen und auf anspruchsvollen Comic-Vorlagen beruhenden TV-Serien zu loben, sie auf Sänften durch das Geekdom zu tragen, ihnen im Streaming zu huldigen und im DVD-Regal einen Schrein zu errichten. Wir haben so lange auf die Umsetzung „Preacher“ gewartet, die Trailer waren so schön düster – wie könnten wir nicht begeistert sein von dem, was AMC abliefert? So sind die meisten Reaktionen, die ich auf Facebook lese, ein gepflegtes „whoa“.

Ich kann dem leider vorerst nicht zustimmen. Die Serie ist sicher exzellent gecastet und gedreht, schön lakonisch, den Splatter der Vorlage nicht aussparend – aber sie müht sich in den ersten Folgen überhaupt nicht, ihre Mythologie zu erklären oder wenigstens eine nennenswerte Handlung zu erzählen. Da sind vage Figuren, die umeinander kreisen, es wird gerne bedeutungsschwanger geschwiegen, es regieren Hoffnungslosigkeit und kaum unterdrückte Wut. Aber der Plot fehlt, der Zusammenhang, die Entwicklung. Die einzelnen Elemente bedingen sich nicht, schaukeln sich nicht auf.

Trotzdem bleibe ich erstmal dran. Wegen des Charismas von Dominic Cooper und der schönen „southern gothic“-Atmosphäre. Vielleicht wird das ja noch.

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AMC hieß übrigens mal „American Movie Classics“ – aber wie MTV und History Channel hat man auf der Jagd nach Zielgruppen jeden Fokus auf die eigene Nische aufgegeben.

Powers Staffel 2

Wer sich an meinen Review zur ersten Staffel erinnert, der erinnert sich auch an meine ambivalente Meinung dazu. Obwohl die Serie teilweise deutliche Schwächen hat, konnte sie mich restlos begeistern – und der Epilog der ersten Staffel hat mich ins Kissen beißen lassen, weil er geil war, aber bei einer Einstellung der Serie auch folgenlos geblieben wäre.

Zu meiner Überraschung hat das Sony Playstation Network allerdings tatsächlich eine zweite Staffel produzieren lassen – und was noch erstaunlicher ist: aus den Fehlern der ersten Staffel gelernt. Mehr noch: Vieles, was in der ersten Staffel halbgar und inkonsequent wirkte, entpuppt sich jetzt als notwendiges Vorspiel, als Ankochen von Figuren und Plots, die nun zu brodeln beginnen. Die ersten fünf Episoden der neuen Staffel rocken massiv die Hütte, führen die Konflikte im Rahmen einer neueren, größeren Geschichte fort. Zu den bekannten Helden gesellen sich nicht nur neue Powers, sondern auch neue Fraktionen wie die Hacks und die Quantums. Das Blickfeld der Narrative öffnet sich und es sieht so aus, als ob die Serie es in diesem Jahr auf einen großen Knall hinaus laufen lassen will. Die neuen Figuren (punktgenau gespielt u.a. von Tricia Helfer, Michael Madsen, Wil Wheaton und Enrico Colantoni) sind dabei perfekte Katalysatoren für den etablierten Cast.

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Ja, die Effekte sind immer noch nicht der Knaller und manchmal ist es fast drollig, auf welche standardisierten emotionalen Hebel „Powers“ setzt (männliche Verzweiflung bedeutet, betrunken eine Flasche gegen die Wand zu werfen und dann heulend auf den Boden zu sinken). Aber das ist mir wurscht, weil – beste Superheldenserie aller Zeiten. Deal with it.

Save the Supers

Eine Webserie von 2012, die völlig an mit vorbei gegangen ist und scheinbar aus dem Umfeld von Erfolgen wie „The Guild“ stammt. Die Idee ist beschränkt: Ein Team aus Superhelden diskutiert im Hauptquartier, wie mit dem angedrohten Entzug der staatlichen Unterstützung umgegangen werden soll. Natürlich ist der Superman-Verschnitt ein großmäuliger Idiot, der Batman-Klon ein gestörter Fetischist und der Aquaman-Abklatsch vergleichsweise unnütz. Das ist launig, aber die Gags entlarven nichts über die inhärente Absurdität des Superhelden-Konzepts, das wir nicht schon vielfach anderswo gesehen hätten. Erwartungsgemäß sind die Effekte und die Action beschränkt, die paar Minuten und die paar Folgen bauen auch keinen größeren Plot. Natürlich hat die in dieser Sphäre unvermeidliche Felicia Day einen Gastauftritt.

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Nicht nötig, aber nett – und auf YouTube ratzfatz weg geschaut.

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21
Juni 2016

Summer of SciFi: Approaching the Unknown

approaching-the-unknownUSA 2016. Regie: Mark Elijah Rosenberg. Darsteller: Mark Strong, Luke Wilson, Sanaa Lathan

Offizielle Synopsis: Captain William Stanaforth ist unterwegs auf einer Mission zum Mars und unternimmt damit den ersten Schritt hin zu einer Kolonisierung des Planeten. Obwohl ihn die gesamte Menschheit beobachtet, ist er vollkommen allein in der Leere des Weltraums. Dann kommt es zu Komplikationen mit den Lebenserhaltungssystemen, wodurch nicht nur die Mission, sondern auch Stanaforths Leben und Verstand bedroht sind.

Kritik: Ich mag hybride Weltraum-Filme, die zwischen dem Realismus von "Apollo 13" und der Fantasy von "Event Horizon" angesiedelt sind, die zeigen, was zwar nicht ist, aber was sein könnte. Dazu gehört der deutsche Klassiker "Operation Ganymed". Dementsprechend habe ich hier auch schon ein paar davon besprochen, z.B. "Astronaut - The Last Push", "Last Days on Mars" und "Europa Report".

"Approaching the Unknown" ist ein weiterer Vertreter dieses gewöhnlich eher nüchternen Subgenres und liegt vom Aufwand her zwischen "Astronaut" (dem er in Sachen Story und Thema sehr ähnelt) und "The Martian" (mit dem er die sorgsame Produktion und die Präsenz einen bekannten Stars teilt). Mit 90 Minuten ist dieses Kammerstück für eine Person erfreulich knapp gehalten - was aber auch dem prinzipiellen Problem des Films geschuldet ist: Außer einer Umkehrung der "Martian"-Prämisse (Stanaforth muss zum Mars HIN und dafür sein Wasser rationieren) hat "Approaching the Unknown" wenig zu erzählen. Es gibt keine überraschenden Wendungen, keine Eskalation, keine Hinzunahme externer Gefahren. Es gibt nur Routine, das Schrauben am Wasser-Reaktor, Tagebuch-Einträge. Da sind 90 Minuten schon recht viel.

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Der Mangel an Substanz von "Approaching the Unknown" fällt deshalb relativ spät auf, weil er sehr straff inszeniert ist, weil Mark Strong auch als Hauptdarsteller ausreichend Charisma mitbringt und weil die Effekte nicht nur überzeugen, sondern zeitweise wirklich staunen machen - viele der Weltraum-Shots sind noch mit analogen Techniken umgesetzt worden, was ihnen eine absolut glaubwürdige, aber auch trippige Qualität verleiht.

So langweilt man sich nicht, wird aber auch nicht wirklich mitgerissen. Mildes Interesse und eine gewisse Freude an der Ernsthaftigkeit der Produktion halten den Zuschauer am Bildschirm. Das hier ist eben mal kein Knallbummpäng-Action-SF-Trash - von dem wir in diesen Tagen noch lesen werden. Das hier bemüht sich - auch wenn ich immer noch nicht ganz verstanden habe, um was.

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Fazit: Eine sehr ernsthafte und plausible Studie über die Einsamkeit des Entdeckers, der im letzten Drittel der Dampf ausgeht und die letztlich weder Story noch Message befriedigend entwickelt. Für Freunde seriöser, technisch orientierter Weltraumfilme.

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20
Juni 2016

Summer of SciFi: Andron - The Black Labyrinth

andron-9Italien 2015. Regie: Francesco Cinquemani. Darsteller: Alec Baldwin, Danny Glover, Margareth Madè, Michelle Ryan, Deborah Dyer (aka Skin) u.a.

Story: Zehn Person erwachen ohne Gedächtnis in einer nicht näher definierten Zukunft in einer Industriebrache. Ohne Ziel und permanent von maskierten Truppen gehetzt, versuchen sie ihre Aufgaben und ihr Ziel zu dechiffrieren. Wie es scheint, sind sie Bestandteil der bei den Sklavenmassen populären TV-Show "Redemption Games", die der skrupellose Produzent Adam hinter den Kulissen nach seinen Interessen steuert. Schnell wird deutlich, dass "gewinnen" keine Option ist - das unmenschliche Spektakel muss durchbrochen werden...

Kritik: Oh, goody - schon der erste Film, den ich mir für meinen Urlaubs-Filmmarathon ausgesucht habe, entpuppt sich als Totalausfall. Es ist nicht so, dass man es nicht hätte ahnen können: Mag Alec Baldwin noch mildes Interesse erregen, gehen bei Danny Glover alle Warnsignale an. Der Mann hat sich in den letzten Jahren fast ausschließlich in D-Klasse-Ausschussware verdingt. Michelle Ryan als Eye Candy, Skunk Anansie-Sängerin Skin als Gimmick, ein paar Leute aus dem Parkour- und Martial Arts-Segment: Hier hat wohl die Marketing-Abteilung das Casting übernommen.

Aber das ist nicht das Problem.

Gedreht wurde (abgesehen von ein paar Studioszenen vor Bluescreen und einer großen Halle, die ausschließlich Baldwin vorbehalten bleibt) in italienischen Industriebrachen und Steinbrüchen, was fast schon drollig ist, behaupten die Italiener doch seit den 80ern stur, die postapokalyptische Zukunft bestünde mit Sicherheit aus... genau, Industriebrachen und Steinbrüchen. Angesichts der völlig anderen Tonalität ist jedoch auszuschließen, dass "Andron" eine Hommage sein soll.

Aber das ist nicht das Problem.

Nun ist die Idee, den Appeal von "Hunger Games" (und italienischen "Klassikern" wie "Die Schlacht der Centurions") mit knalligen Schlägereien in ausgemusterten Fabriken zu kombinieren, nicht per se schlecht. Man muss halt in der Lage sein, das fettfrei, schmerzhaft und originell über 90 Minuten zu bringen, bevor der Zuschauer merkt, wie billig das alles ist. Leider kann Regisseur Cinquemani, der bisher primär durch Kurzfilme und Werbevideos aufgefallen ist, genau das nicht: Die Action ist nicht ausgefeilt genug, die Fatalitys sind seltsam stumpf und beiläufig, die Geschehnisse "innen" und "außen" scheinen sich nie wirklich zu befruchten.

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Aber das ist nicht das Problem.

Das Problem von "Andron" ist das Drehbuch - falls es eins gab. Ich habe noch nie einen Film gesehen, der so ad hoc improvisiert wirkt, als hätten sich die Beteiligten nur von Szene zu Szene gehangelt à la "Okay, wie wäre es, wenn als nächstes...". An keiner Stelle werden die Regeln des "Spiels" gesetzt oder befolgt, wir wissen genau so wenig wie die Spieler, was die ganze Aktion soll, es gibt kein Ziel, keine erkennbaren Spielelemente. Da die Teilnehmer nicht mal wissen, wo sie sich befinden, ist jeder Schritt voran willkürlich und unbegründet. Es gibt keine Handlung - Dinge passieren. Wie in einem Videospiel. Dazu passt, dass die lediglich zur Erhöhung des Action-Quotienten eingestreuten Angriffe durch die Network-Truppen wie Kämpfe mit geklonten Horden eines beliebigen Shooters aussehen.

Der Regisseur (der auch Autor ist) beherrscht die wirklich grundlegendsten dramaturgischen Spielregeln nicht: Keine der Figuren hat einen Charakter oder eine Backstory, keine Figur bildet einen Mittelpunkt. Wer wissen will, wie die Teilnehmer heißen, muss in der IMDB nachschlagen - die Namen werden im Film gar nicht erst erwähnt. Wir erfahren nie, was die Figuren antreibt. Die Hoffnung, der Film würde sein Konstrukt fortschreitend offenbaren, trügt. Es wird nicht mal erklärt, was oder wer Andron ist.

Hinzu kommt, dass das Drehbuch scheinbar nur sehr grob aus dem Italienischen ins Englische übersetzt wurde oder der Autor nur ein rudimentäres Verständnis für die Fremdsprache hat. Der Prolog, die Dialoge, die eingestreuten Monologe von Baldwin - all das ist so wirr, unzusammenhängend und schlicht blöd, dass man von Zeit zu Zeit meint, sich verhört zu haben. Hier passen gestellte Fragen nicht zu den Antworten, scheinen Personen konsequent aneinander vorbei zu reden, werden Dinge vorausgesetzt, die nicht passiert nicht. Ich kann mir nur vorstellen, wie die englischsprachigen Darsteller einander in den Drehpausen angeschaut haben müssen, mit aufgerissenen Augen und einem "WTF???" im Blick.

Stellvertretend sei hier der Prolog genannt, der das "Redemption Game" wie folgt erklärt:

"Ten must enter the challenge."

Ten what?! Men, players, contestants, prisoners, fluffy bunnies?

"The goal is the conquest of freedom."

How is freedom "conquered"? What does that even mean?

"Welcome to the season premiere of the Redemption Games - a sophisticated machine designed to select the strongest, the most cunning, and the best."

The game is a machine? Again: What does that even mean?

"Even you can win... wealth, fame, and freedom."

Even I can win? Well, thanks!

"The bets are now open. We are ready to begin. May the best win."

The best WHAT???

Danach wird es nicht besser. "Andron" ist voll von Perlen wie:

“Did you hear that?”
“I didn’t hear anything.”
“Exactly!”

Das "world building" ist äquivalent behämmert - angeblich sind 9 Milliarden Menschen (nach aktuellem Stand also 120 Prozent der Weltbevölkerung) bei einer atomaren Katastrophe ums Leben gekommen, aber es sind immer noch Milliarden übrig, die als Sklaven in Fabriken wie im 19. Jahrhundert schuften, obwohl es Hightech wie Raumschiffe und Hologramme gibt. Am Ende sollen die "Redemption Games" dazu dienen, die hungernde Bevölkerung auszudünnen - die man als "Besitz" der neun großen Corporations auch einfach über den Haufen schießen oder per implantiertem Chip abschalten könnte, ohne den unnötig komplizierten Weg über eine "TV"-Sendung zu gehen. Hier passt wirklich gar nichts, die dystopischen Elemente scheinen von einem Zufallsgenerator ausgewürfelt worden zu sein.

Am Ende scheint selbst das Drehbuch entnervt die Hände in die Luft zu werfen und zu verkünden: "Sind halt alles irgendwie Simulationen innerhalb von Simulationen - ich weiß es doch auch nicht!"

Ist aber auch wurscht: Letztlich schauen wir ein paar undefinierten Spacken zu, die sich in ein paar alten Fabrikhallen verhauen und beschießen, zwischendrin verdient sich Alec Baldwin mit (in maximal zwei Tagen) separat gedrehten Szenen als Programmdirektor einen Luxusurlaub in Italien. Die Idee, mit einem "name star" in massiv reduzierter Gastrolle Blockbuster-Aufwand zu simulieren, hat bekanntermaßen die Firma Emmett Furla perfektioniert, bei der Bruce Willis in den letzten Jahren ungefähr ein Dutzend stressfreier Millionenschecks eingestrichen hat. Es wundert mich, dass sich Alec Baldwin nun auch in dieser Liga prostituiert. Zumindest bei mir hat der Trick funktioniert. Dafür schäme ich mich ein bisschen.

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Sängerin Skin (von Skunk Anansie, wem das noch was sagt) sollte das mit der Schauspielerei gleich wieder lassen.

Fazit: Billig zusammen gestümperter Mischmasch aus Tournamentfilm-Klischees, dessen Dialoge so wenig Sinn machen wie der Plot und den lediglich eingekaufte Professionalität in Sachen Cast und CGI vor dem Amateurfilmstatus rettet. Gehört selbst in "20 Actionkracher für 10 Euro"-Boxen ganz nach hinten.

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18
Juni 2016

Summer of SciFi: Vorwort

science_fiction_quoteIm August ist es schon wieder soweit - das Fantasy Filmfest steht vor der Tür und ich werde in Nürnberg mit Doc Acula vor Ort sein. Lange Tage im Kino, kurze Nächte im Hotel, hektische Vormittage vor dem Rechner, um die Reviews zeitig online zu stellen. Bleibt nur die Frage, wann wir auch noch das (hoffentlich diesmal etwas kompetentere) Videomagazin zur Veranstaltung produzieren sollen. Aber das ist ein Problem für dann.

Es bleibt natürlich Fakt, dass das FFF wieder primär Horrorfilme und Thriller präsentiert, erweitert um ein paar Asia-Kracher und vielleicht auch ein paar Nischenproduktionen. SciFi war nie wirklich Fokus der Veranstalter - was mir als ollem SciFi-Geek natürlich schon ein bisschen leid tut.

Da ich im Ibiza-Urlaub Zeit, Muße und die Erlaubnis der LvA hatte, nach eigenem Gusto Filme nachzuholen, habe ich mich deshalb entschieden, mit Science Fiction-Filmen zu "bingen", wobei "bingen" bei mir maximal "ein Film pro Tag" bedeutet - ich habe erheblich mehr Sonne und Pool "gebinged", wie sich das gehört.

Das Ergebnis: Mein kleines privates "Summer of SciFi"-Festival.

Wie üblich habe ich dabei keinerlei Parameter gesetzt: Geguckt wurde, was immer mir unter die Finger kam. Vorab keine Trailer ansehen, keine Cover-Texte lesen. Es sollten nur keine Kino-Blockbuster sein ("Independence Day 2") und kein gewollter Schund von Asylum ("Independent's Day"). Zweite Vorgabe: relativ neue Produktionen, also nichts vor 2014. Das ermöglichte mir, ein paar liegen gebliebene Filme des letzten Jahres nachzuholen, aber auch neue Releases zu sichten.

Ein Dutzend Filme sind es geworden - und wenn ich in Baden-Baden noch Zeit habe, werden es vielleicht auch noch mehr.

Wie sich im Nachhinein heraus stellt, hatte ich ein glückliches Händchen bei der zufälligen Auswahl: gut und schlecht, billig und teuer, von Amateuren, mit Profis, zum fürchten, zum lachen, düster, bunt - jede Facette des utopischen Films wurde bedient und trotz einiger "Bummer of SciFi" hat es mir sehr viel Spaß gemacht. Es hat auch meine Überzeugung bestärkt, dass mir die Science Fiction immer mehr am Herzen liegen wird als Horror oder Fantasy.

Ich werde die Reviews zu den Filmen in den nächsten Tagen hier einstellen, immer mal unterbrochen von anderen "Watching"-Kurzkritiken.

Den Anfang macht "Andron". Wer oder was "Andron" ist? Wartet's ab...

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17
Juni 2016

Zum Wochenende: Urlaubsgrüße deleted scenes

Alles, was ihr wissen wolltet, aber bisher nie zu fragen wagtet:

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14
Juni 2016

Wortvogel neu am Kiosk: WanderGenuss (Update)

Wir unterbrechen unseren Urlaub für eine Kurzmitteilung:

WG 01 16

Gibt es ab morgen am Kiosk. Hier das, was der Verlag dazu raus gibt:


Pressemitteilung

14.06.2016

NEU! WanderGenuss: Die Mediengruppe KLAMBT macht Lust auf Wandern

Morgen erscheint die erste Ausgabe der Zeitschrift „WanderGenuss“, ein Sonderheft der Landzeitschrift „Liebes Land“ aus dem Hause KLAMBT

Baden-Baden, 14.06.2016 -  Die Marke „Liebes Land“ wird um einen weiteren Titel ergänzt: „WanderGenuss“. Damit greift der Verlag im Segment der Landtitel den neuen Freizeittrend auf. Am morgigen Mittwoch erscheint die Zeitschrift, ein Sonderheft von „Liebes Land“ mit einem Umfang von 140 Seiten zu einem Copypreis von 4,90 Euro. Das hochwertige Magazin richtet sich an alle Naturfreunde, die nicht nur spazieren gehen wollen, sondern ohne Sportstress Berge, Täler oder das Wattenmeer erkunden möchten.

Typisch für eine Zeitschrift aus der „Liebes Land“-Redaktion: Die ganz persönliche Note – denn die Redakteure sind mit Wanderexperten wunderschöne Strecken gelaufen, haben Kunst am Wegesrand bewundert, Trecker bestiegen und einen Stockmacher besucht. Es gibt Tipps für den richtigen Rucksack, die leckere Brotzeit und Touren mit Hund.

WanderGenuss geht mit der Zeit: Als technischen Bonus können die Leser jede vorgestellte Strecke über einen Link sowie QR-Code auf ihr Smartphone oder Navigationsgerät herunterladen. Höhenprofil, Schwierigkeitsgrad, Besonderheiten, Bilder und Wegbeschreibungen – an alles ist gedacht.

Chefredakteurin Britta Dewi: „Unsere Leser sind gerne und oft in der Natur unterwegs, spazieren viel – wir möchten sie mit WanderGenuss ermuntern, den Sprung zum Wandern zu wagen. Von Nord nach Süd, von Ost nach West, bis hin nach Schweden und auch in Südtirol sind wir unterwegs, bieten fundierten Service und erzählen liebevolle, persönliche  Wandergeschichten. Die Redaktion wandert mit echter Leidenschaft und großer Freude mit, was man beim Lesen spürt.“


Ihr ahnt schon, wer da die meisten Texte gezimmert hat? Genau. Für die "WanderGenuss" bin ich in Algund in Südtirol den Waalweg lang gelatscht, habe in und um Salzburg viele Höhenmeter bezwungen, meine Lungen und Waden auf dem Hochrhöner Wanderweg gequält. Erfreulicherweise gab es manchmal auch mechanische Hilfe:

Wandern in Algund

(Foto: Johannes Geyer)

Müsste ich das Heft beschreiben - es ist für Menschen, die gerne spazieren gehen, in der Natur unterwegs sind, die sich aber bisher den Sprung zum "richtigen" Wandern noch nicht getraut haben. Mein Maßstab lautete bei allen Touren: Wenn ich das schaffe, schaffen die Leser das auch.

Interessiert das wen? Keine Ahnung. Aber ich gehe immer nach dem Motto vor: Wenn die Leser an dem Heft auch nur halb so viel Spaß haben wie ich bei der "Arbeit", dann ist alles in Ordnung.

Natürlich ist die "WanderGenuss" nicht primär für die Wortvogel-Zielgruppe. Sollte aber trotzdem einer von euch in einem Anfall von Langeweile und/oder Neugier den Kiosk stürmen, freue ich mich über respektvolles Feedback.

Update: Hier könnt ihr im Heft blättern.

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