Ich versuche aktuell, meine Ernährung wieder etwas besser in den Griff zu bekommen und mich auch wieder mehr zu bewegen. Aus Gründen. Die Tatsache, dass ich mich ständig zu neuen kulinarischen Abenteuern hinreißen lassen, könnte dem Anspruch dienlich sein – oft genug wird er davon aber auch torpediert.
Damit mich etwas genug reizt, um es in den Einkaufswagen zu packen (sei es im Supermarkt oder online), muss es mehrere Funktionen erfüllen:
- Es muss sich mir augenblicklich als logisch und spannend erschließen
- Es muss in meinen geschmacklichen Horizont passen
- Es muss eigentlich komplett überflüssig sein
- Es muss ein Schnäppchen sein
Ich habe schon in den 80ern voller Überzeugung verkündet:
"Man hätte die 60er wiederholen oder die 80er vorziehen sollen – niemand brauchte die 70er."
Wohlgemerkt – ich sagte das in dem Jahrzehnt, das David Bowie mal hellsichtig so charakterisierte:
"Die Schulterpolster sind auch nur die Schlaghosen der 80er."
Die 70er waren, und davon bin ich bis heute nicht abzubringen, ein durch und durch hässliches, schmieriges, aufdringliches Jahrzehnt bar jeglichen Geschmacks, repräsentiert von Polyester, Plastik, Pornographie, Zigarettenkonsum und einer Überbetonung von allem – Koteletten, Revers, Absätze, Brillen, Schriften.
So sah meine Einschulung 1975 aus:
Alles Auswüchse in jeder Beziehung, ein… [weiterlesen]
Auf euch: Nachrufe auf nur fast vergessene Freunde
Thema: Neues |Erst Max Friedmann. Maria. Dann Silvia. Brigitte. Daniel. Markus. Mutti. Stefan. Ich könnte langsam eine eigene Kategorie daraus machen. Und es scheint, als hätte Billy Joel recht: Only the good die young.
Man kann es sich leicht machen und behaupten, dass der Tod "wahrer Freunde" nicht übersehen werden kann, schon gar nicht für 10+ Jahre. Wen man mag, den behält man im Auge, bis dieser seine schließt. Ein "wie, der ist tot?" mag als Beweis interpretiert werden, dass die Freundschaft sooo doll ja nicht gewesen sein kann.
Dazu habe ich eine… [weiterlesen]
Nach einiger Denkarbeit sind die Weichen gestellt: Die im Mai stattfindenden Fantasy Filmfest Nights 2025 werde ich in Berlin erleben. Schuld seid natürlich wieder mal ihr, weil München erst zwei Wochen später dran ist und ich euch ja die Reviews immer so zeitig wie möglich präsentieren möchte.
Berlin im Frühling! Wahrlich, ich freu mich! Geht es wieder in das frugale, aber futuristische Kapselhotel? Nein. Nicht, weil es mir nicht gefallen hätte. Der Grund ist profaner: Im Mai ist die Stadt nicht annähernd so ausgebucht und ich kann ein gutes Hotel zu einem vertretbaren Preis direkt gegenüber vom Kino… [weiterlesen]
Vor ein paar Tagen habe ich euch erzählt, dass ich meinen veralteten Chromecast mit Google TV gegen die Xiaomi Mi Box ausgetauscht habe. Ein sanftes Upgrade, das unseren 15 Jahre alten 42 Zoll-Fernseher wieder tauglich macht für alle unsere begrenzten Bedürfnisse.
Bei zwei Sätzen hätten Leute, die mich kennen, hellhörig werden können:
Ich dachte darüber nach, den Chromecast in den Werkszustand zu versetzen und nochmal komplett neu aufzusetzen.
Ich muss mich lediglich zwingen, nicht aus lauter Gewohnheit den alten Chromecast wieder in Betrieb zu nehmen, um ihn frisch aufgesetzt doch noch mal zu testen.
Letzte Woche bin ich mit… [weiterlesen]
Pay a LIDL less: Das Experiment Outletverkauf
Thema: Neues |Letzte Woche gab es auf MyDealz eine unwiderstehliche Ankündigung:
Das triggerte mich gleich mehrfach: Popup-Store! Outlet! Rabatte! LIDL! Und vor allem: was zur Hölle soll man sich darunter genau vorstellen?
Wenn es sonst keiner recherchiert, mache ich es halt.
Also nachgeschaut: nächstes Outlet noch zwei Tage in Rosenheim. Die LvA wird am Samstag mit dem Versprechen auf einen entspannten Frühlings-Ausflug ins Auto gelockt. Rosenheim, wir kommen!
In einem der größeren Gewerbegebiete finden wir schnell das große LIDL-Logo. Ich habe zuerst Sorge, versehentlich eine reguläre Filiale angesteuert zu haben, aber in den Fenstern preisen bereits Schilder "Bis zu 50 Prozent… [weiterlesen]
Kino Kritik: RIFF RAFF
Thema: Neues |
Offizielle Synopsis: Vincent ist ein ehemaliger Krimineller, der ein normales Leben führen möchte. Er und seine Frau Sandy haben eine liebevolle Familie mit ihrem Sohn DJ aufgebaut und verbringen den Winterurlaub in einem Ferienhaus, bevor DJ aufs College geht. Chaos bricht aus, als Vincents verstoßener Sohn Rocco, seine Freundin Marina und Vincents Ex-Frau Ruth plötzlich auftauchen, um die Feierlichkeiten mit einer ominösen Warnung zu stören: die berüchtigten Gangster Leftie und Lonnie sind auf… [weiterlesen]
Kino Kritik: MICKEY 17
Thema: Neues |
Story: Mickey Barnes ist ein leicht phlegmatischer Trottel, der nach diversen Fehlschlägen sein Glück auf einem anderen Planeten versuchen will. Doch auf das Schiff der Kolonisten kommt er nur als "Expendable", als menschliches Versuchskaninchen, das im provozierten Todesfall einfach noch einmal neu bio-gedruckt wird. Als Mickey bei einem Einsatz wider Erwarten nicht umkommt, gibt es ihn zweimal – und "Multiples" sind streng verboten. Schlimmer ist allerdings, dass Mickey eine Alien-Spezies entdeckt hat, die entgegen erster Annahmen nicht zur tumben Allesfresser-Variation gehört. … [weiterlesen]
Fantasy Filmfest White Nights 2025 (11): STREET TRASH 2024
Thema: Neues |REGIE: Ryan Kruger
DARSTELLER: Sean Cameron Michael, Donna Cormack Thomson, Joe Vaz, Lloyd Martinez Newkirk, Gary Green
OFFIZIELLE SYNOPSIS: Kapstadt 2050. Mit viel Einfallsreichtum schlagen sich der obdachlose Ronald und seine Straßenkumpane durchs Leben. Meistens jedoch kassieren sie eine Menge Schläge von der asozialen Rat-King-Gang und insbesondere der Obrigkeit. Der schmierige Bürgermeister will wieder gewählt werden, und die Vagabunden verschandeln der feinen Gesellschaft empfindlich die Aussicht. Deshalb muss das experimentelle Giftgas Viper das Pennerproblem schleunigst in Schleim auflösen!
KRITIK: Neulich fragte jemand online, wie wir den Original-STREET TRASH in Erinnerung haben. Ich kommentierte das folgendermaßen:
Wir … [weiterlesen]
Fantasy Filmfest White Nights 2025 (10): THE SURFER
Thema: Neues |REGIE: Lorcan Finnegan
DARSTELLER: Nicolas Cage, Julian McMahon, Nic Cassim, Miranda Tapsell
OFFIZIELLE SYNOPSIS: „Der Surfer" will seinem Teenager-Sohn den australischen Traumstrand seiner Kindheit zeigen. Doch der ist von aggressiven Einheimischen besetzt, die jeden verprügeln, der sein Brett Richtung Welle bewegt. Wer hier nicht sesshaft ist, darf nicht ins Wasser, lautet das Anti-Gentrifizierungscredo des fiesen Lokalpatrioten Scully. Als Cage nicht bereit ist, klein beizugeben, setzen die immer skrupelloseren Schikanen von Scullys Anhängern den ansonsten rechtschaffenen Mann unter Druck. Bis ihm schließlich der Kragen platzt!
KRITIK: Regisseur Finnegan (dank VIVARIUM in guter Erinnerung) wies in einer Videobotschaft… [weiterlesen]