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Ich spüre so ein Kratzen im Hals. Da steckt was drin. Da will was raus. Kein Virus. Ich kenne das schon. Es ist eine Widerrede – meine unangenehme Angewohnheit, gerade besonders vernünftigen und nachvollziehbaren Aussagen entgegen zu treten, sie zu packen, in der Hand zu drehen und zu denken “was kann ich denn damit NOCH anfangen?”. Manche nennen das blanken Opportunismus, ich sehe es als rhetorische und intellektuelle Fingerübung. Und es ist mal wieder an der Zeit.

Momentan teilt sich die Welt, so scheint’s mir, in zwei Lager auf: Die hysterischen Hamsterkäufer – und wir, die wir uns in unendlich vielen Facebook-Postings und Memes über sie lustig machen und/oder sie verteufeln…  [weiterlesen]

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The Beast

Südkorea 2019. Regie: Lee Jung-Ho. Darsteller: Lee Sung-Min, Yoo Jae-Myung, Jeon Hye-Jin, Daniel Choi, Kim Ho-Jung, An Si-Ha, Lee Sang-Hee

Offizielle Synopsis: Zwei gegensätzliche Detectives werden auf einen brutalen Mädchenmörder angesetzt: Wer den Fall löst, wird befördert. Entsprechend stellen Jeong Han-Soo und Han Min-Tae ihre Rivalität über alles. Jeder Ermittlungserfolg dient der eigenen Profilierung und der Demütigung des Gegners. Oft zu vorschnell – es wird sich zeigen, dass neben einem psychopathischen Serienkiller mehrere Mafiaclans involviert sind. Immer weiter verfangen sich die Cops in ihren immer öfter die Grenzen der Legalität überschreitenden Methoden…  [weiterlesen]

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Das englische Fernsehen hat sich in den letzten Jahren zu einem Delikatessenladen entwickelt, den zu preisen ich nicht müde werde. Großartige Adaptionen literarischer Klassiker, exzellente Krimis, anspruchsvolle Komödien und eine Sackladung aus Dokumentationen, Specials und Retrospektiven, die allesamt zeigen – SO sieht hervorragendes Fernsehen aus, auch ohne Streaming und Binge Watching.

Natürlich ist die BBC ganz vorne mit dabei, hat in den letzten Jahren gleich mehrere ultimative Adaptionen großer Stoffe geliefert. Exemplarisch sei nur die kaum zu übertreffende Version von Agatha Christies AND THEN THERE WERE NONE genannt.

Besonders rund um die Weihnachtszeit drängeln sich die TV-Trüffel ins britische Fernsehen,..  [weiterlesen]

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Spanien/Portugal 2019. Regie: José Luis Cuerda. Darsteller: Blanca Suárez, Roberto Álamo, Antonio de la Torre, Carlos Areces, Nerea Camacho, Miguel Herrán, Secun de la Rosa, Manolo Solo

Offizielle Synopsis: Planet Erde, 9177. Die Überreste der Menschheit leben in einem postapokalyptischen Nirgendwo, das streng in zwei Klassen unterteilt ist: auf der einen Seite der herrschende König und seine Anhänger, die einen letzten Wolkenkratzer bewohnen, auf der anderen die Armen, die in den umliegenden Slums um ihre Existenz bangen. Als einer der Ausgestoßenen sich daran macht, den Status Quo zu durchbrechen,..  [weiterlesen]

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Kanada 2018. Regie: Jesse Thomas Cook. Darsteller: Adam Seybold, Liv Collins, Ry Barrett, Jessica Vano, Barry More, Charles Ivey

Offizielle Synopsis: Ben erwacht in einem verlassenen Notarztwagen, mit Handschellen gefesselt, seine Augen verbunden. Als er sich vom Verband befreit, der erste Schock: er ist erblindet! Der zweite: draußen tobt eine Zombie-Invasion. Auch die hochschwangere Polizistin Mara ist allein, niemand reagiert am Funk und ihre Munition ist fast aus. Bald treffen Ben und Mara aufeinander im verzweifelten Kampf gegen die Untoten – doch warum nochmal wurden Ben Handschellen angelegt?

Kritik: Momentan stehen die offiziellen Inhaltsangaben bei mir unter Dauerfeuer: es gibt KEINEN Hinweis darauf,..  [weiterlesen]

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USA 2019. Regie: Casey Affleck. Darsteller: Anna Pniowsky, Casey Affleck, Timothy Webber, Tom Bower, Elisabeth Moss, Hrothgar Mathews

Offizielle Synopsis: Zehn Jahre nach einer Epidemie, die fast alle Frauen und Mädchen der Welt das Leben gekostet hat, muss ein Vater seine heranwachsende Tochter um jeden Preis beschützen.

Kritik: Man sollte wirklich nie vermuten, dass es nicht noch schlechter geht – oder dreister. Bei LITTLE JOE hatte ich mich ja schon daran abgearbeitet, dass Regisseurin Hausner nur die Tropen der Bodysnatcher-Filme ausschlachtet, um daraus schnarchiges Arthouse zu drechseln…  [weiterlesen]

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Kanada/USA 2018. Regie: Zach Lipovsky, Adam B. Stein. Darsteller: Lexy Kolker, Emile Hirsch, Bruce Dern, Grace Park, Amanda Crew

Offizielle Synopsis: Die siebenjährige Chloe kennt den Drill: ihren falschen Namen und die erfundene Identität kann sie im Schlaf aufsagen. Falls Fremde fragen, falls er mal nicht zurückkehren sollte, bläut ihr der hyperaufgekratzte Vater ein. Nur er darf die Tür des verbarrikadierten Hauses öffnen und hinausgehen. Chloe war noch nie draußen. Manchmal traut sie sich, durch einen Spalt auf die Straße zu spähen, dort sieht alles friedlich aus. Wovor hat ihr Vater dann solche Panik?..  [weiterlesen]

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Kanada 2019. Regie: Jovanka Vuckovic. Darsteller: Madison Iseman, Jenny Raven, Paloma Kwiatkowski, Munro Chambers, Atticus Mitchell, Carson Maccormac

Offizielle Synopsis: Eine Welt, in der sich nach dem Aussterben aller Erwachsenen die Teenager im Ort Potter‘s Bluff verfeindet gegenüberstehen. Nachdem der Anführer der Eastside-Gang von den mit Baseballjacken ausstaffierten Titans in die Westside entführt wurde, kämpfen sich die titelgebenden Riot Girls Scratch und Nat zu seiner Rettung durch das Gebiet ihrer Rivalen. Showdown ist, wie könnte es anders sein, in der Turnhalle.

Kritik: Ein feminstisch-lesbischer Comic-SF-Streifen,..  [weiterlesen]

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Ich schaue längst nicht mehr so viel, wie ich will oder vielleicht sollte. Das ist das Ergebnis einer glücklichen Ehe und geregelter Schlafenszeiten. Früher, zu Anbeginn meiner Blogger-Zeit, hatte ich einen Standard-Spruch: “Ich gehe meistens gegen 23.00 Uhr ins Bett – das heißt nicht, dass ich dann schlafe”. Üblicherweise habe ich bis 2 oder 3 Uhr Serien und Filme geguckt. Dieser addiert sehr üppige Timeslot fehlt mir heute.

Das ist auch einer der Gründe, warum “binge watching” für mich nur selten in Frage kommt. Ich schaue lieber einzelne Episoden vieler Serien als viele Episoden einzelner Serien. Da geht mein Wissen dann eher in die Breite als in die Tiefe…  [weiterlesen]

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Angesichts des Urlaubs hier nur eine kurze Kritik zu “X-Men: Dark Phoenix” (den ich nur gesehen habe, weil ich unbedingt mal ins schöne Rigoletto-Kino in Stockholm wollte).

Nach einem soliden Start der Quadrilogie und einem absoluten Rocker als Teil 2 hatte die X-Men-Saga mit dem letzten Teil ja ziemlich abgebaut. Generischer ging’s nimmer, da musste sich im Vergleich nicht mal DC schämen. “Dark Phoenix” reißt es zwar auch nicht mehr raus, erfüllt aber wenigstens den Anspruch des zweitklassigen Plots und der blassen Protagonisten im Stile eines straffen TV-Films. Abgesehen von Hoult geben sich die Darsteller null Mühe,..  [weiterlesen]