Türkische FlaggeBesonders in Deutschland, wo der Einfluss der Armee auf die und innerhalb der Gesellschaft sehr beschränkt ist, hat es einen schlechten Beigeschmack, wenn sich andernorts das Militär in die Tagespolitik einmischt. Das erinnert schnell an Pinochet in Chile, an die Unterdrückung jeder Rechtsstaatlichkeit. Die Faustregel gilt: Militärische Einmischung führt selten zu Demokratie, oder wenigstens ihrer Verbesserung. Mehr noch: Die Armee darf kein Mittel sein, Staat oder Gesellschaftsform zu beeinflussen.

Umso mehr gibt es zu denken, wenn die angedrohte Einmischung eines Militär-Apparats anlässlich einer Präsidentenwahl bei mir partout keine flauen Gefühle hervorrufen will.  [weiterlesen]



… der eine oder andere weiß vielleicht noch, dass ich mal die „SF TV-Guides“ geschrieben habe. Im Rahmen dieser Bücher stellte ich auch die zweite Staffel der Serie „Baywatch Nights“ vor, in der sich David Hasselhoff als Privatdetektiv mit allerlei okkultem Gewürm herumschlägt. Ich verstieg mich leichtfertig in die (sicher zu flappsige) Aussage „Der Hasselhoff ist scheiße“, was mir eine putzige Leserpostkarte einbrachte:

brief1.jpgbrief2.jpg

Jeder Star hat die Fans, die er verdient…  [weiterlesen]



Hoffmeister

Dieses Autogramm hing jahrelang auf meinem Klo. Irgendwann verschwand es. Bei einer Aufräumaktion, die mehr einem hartnäckigen Schnupfen als einer wirklichen Notwendigkeit zu verdanken ist, tauchte es heute wieder auf. Und je länger ich drüber nachdachte, desto stärker hatte ich das Gefühl, die Geschichte dahinter erzählen zu müssen. Nehmt euch einen Tee – das dauert…

Ich bin nun auch schon seit mehr als 15 Jahren in der Branche, wie man in meiner Biographie ja nachlesen kann. Was das Fernsehgeschäft angeht, so kenne ich es von allen Seiten – als Journalist bei einer Fernsehzeitschrift, als Redakteur bei einem Sender,  [weiterlesen]



Kurt VonnegutEs gibt für mich wenige Autoren, deren Werk weit über die Qualität der einzelnen Bücher hinaus strahlt. Schade, dass es sich dabei fast ausschließlich um anglo-amerikanische Schriftsteller handelt, die das heilige Licht der Literatur befeuern. Harlan Ellison. Theodore Sturgeon. Neil Gaiman. Richard Matheson.

Und Kurt Vonnegut. Er ist nicht tot – er hat nur die Gesprächspartner gewechselt. Von Ellison zu Sturgeon, von Gaiman zu Matheson.

Überraschend? Nein. Vor ein paar Monaten trat er in der „Daily Show“ auf, und ich erschrak angesichts seines offensichtlichen Endspurts auf der Tartanbahn, die wir Leben nennen.  [weiterlesen]



Man freut sich, während man sich am Kopf kratzt: Der koreanische Verlag Wisdomhouse hat die Rechte an meinem „Der Ring der Nibelungen“ gekauft. Noch in diesem Jahr soll die übersetzte Fassung vorliegen. Da hätte ich gerne ein Belegexemplar. Und Leserbriefe. Vielleicht hätte ich noch fragen sollen, von welchem Korea die Rede ist – interessiert sich gar etwa der „liebe Führer“ für meine Arbeit? Man weiß es nicht.  [weiterlesen]



WARNUNG! Der Versuch, die Rechnung nachzuvollziehen, kann zu irreparablen Hirnschäden führen:

redone13.jpg  [weiterlesen]



Was kompetente DVD-Kritiken angeht, steht DVD Verdict für mich ganz oben. Hier wissen die Leute noch, was sie schreiben, man fühlt sich an die Zeiten „richtiger“ Filmkritik erinnert. Dadurch, dass gleich ein ganzer Haufen engagierter Leute zusammenkommt, ist auch für reichlich Nachschub gesorgt: über 11.000 Silberlinge wurden schon besprochen. Und einen schmucken Podcast haben die Herren und Damen ebenfalls.

Mitunter erfreut aber die Angewohnheit der Webseite, ihre Rubriken auf der Startseite mit scheinbar willkürlich gewählten DVD-Covern zu bebildern, was je nach Kategorie zu putzigen Ergebnissen führt:

DVD Verdict  [weiterlesen]



Riva Diva… und pauschal gebucht! Um ein neues Drehbuch zu schreiben (über das ich hoffentlich in absehbarer Zeit mehr sagen kann), machte ich mich am 13.3.2007 auf in die Türkei. Dort buchte ich das Luxushotel Riva Diva für zwei Wochen – all inclusive. Ich hoffte auf ein gut geführtes Hotel mit anständigem Essen, um ungestört arbeiten zu können.

Doch es kam anders: Das Riva Diva entpuppte sich als Palast mit allem Schnickschnack, direkt am Meer, mit einer Fressversorgung, die man nur als dekadent bezeichnen kann. Hier wurde ich von morgens bis abends (und dazwischen) abgefüttert und verhätschelt. Da fühlte ich mich nicht nur sehr wohl –  [weiterlesen]



Ich bin 38. Die Schläfen werden grau. Kellner duzen mich nicht mehr. Teenager lassen sich von mir bei McDonalds sagen, dass sie leise sein sollen.

Ausgerechnet die Firmen, mit denen ich beruflich (und damit finanziell) verkehre, meinen jedoch, mich mit automatisiertem Jovialismus/Infantilismus begeistern zu können.

Aktuelles Beispiel: Ich habe gerade eine Pauschalreise in die Türkei gebucht (kein Urlaub – Arbeit!).

Die Auftragsbestätigung beginnt mit: Hallo lieber Herr Dewi, das mit Ihrer Buchung hat super geklappt.

Wohlgemerkt, hier spricht ein Standardschreiben.

Dann der Mietwagen für ein Wochenende in Düsseldorf.  [weiterlesen]



Gesehen und fotografiert in Los Angeles:

Action-Aufzug  [weiterlesen]