Dead of Night

Dead of NightEngland, 1945. Regie: Cavalcanti, Charles Crichton, Basil Dearden, Robert Hamer. Darsteller: Mervyn Johns, Roland Culver, Mary Merrall, Googie Withers, Frederick Valk, Sally Ann Howes

Inhalt: Architekt Walter Craig besucht eine Landpension, der er einen Anbau planen soll. Alles kommt ihm seltsam bekannt vor, sogar die kleine Gruppe von Gästen, die ihm vorgestellt wird. Der Psychologe Dr. Van Straaten hält jedwede Erklärung aus der paranormalen Ecke für Unfug – woraufhin komischerweise jeder der Anwesenden eine passende Anekdote parat hat…

Kritik: “Dead of Night” gilt als Klassiker des britischen Schauer-Kinos – und ich habe keine Ahnung, warum. Ähnlich wie der alberne “Devil Girl from Mars” und “Adel verpflichtet” erzählt der Film seine Geschichte(n) zu altmodisch, distanziert, und vorhersehbar, als dass so etwas wie Spannung aufkommen könnte. Bis auf die letzte Anekdote sind die “gruseligen Vorkommnisse” an Banalität kaum zu überbieten – und wenn es dann endlich (auch auf technischer und dramaturgischer Ebene) zur Sache geht, werden nur die ältesten “Bauchredner wird von Puppe dominiert”-Klischees durchgekaut (die damals zugegebenermaßen noch nicht ganz so alt waren).

Die “Pointe” des Films sieht man dann auch schon aus der Ferne kommen.

Erstaunlich fand ich eigentlich nur, dass Regisseur Crichton immerhin über 40 Jahre später “Ein Fisch namens Wanda” drehte. Das nenne ich Durchhaltevermögen.



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Dietmar
Dietmar

Soetwas drückt bei mir den Nostalgie-Knopf. Mit absolut sicherer Wirkung. Weihnachten, ein wenig eingeschneit, warme Bude, eine Kanne schwarzen Tees, solch ein Film, und man sieht und hört von mir erst einmal nichts mehr.

Mir gefällt die durch das Theaterartige erzeugte Stimmung und, jetzt gerade in diesem Ausschnitt bei dem untersetzten Herren, das sorgfältige Ausspielen der Dialoge.

Oder um es ganz kurz zu sagen: Ich bin als Film-Kritiker nicht geeignet. 🙂

Tornhill
Tornhill

Ich gllllaube, über den Film hat ein Bekannter von mir (der übrigens auch ein Bekannter des Badmovies-Doc ist) den Artikel im Reclam-Filmgenre-Band „Horrorfilme“ geschrieben.
So wirklich begeistert war er, wenn ich mich recht erinnere, auch nicht davon.

Peroy
Peroy

Hab‘ den nie gesehen, aber wenn der Wortvogel darauf steht „Klassiker“ zu schmähen, dann soll er sich doch bitte mal den kackschlechten „Vampyr“ vom ollen Dreyer oder den Browning-Dracula mit Bela „Ich kann nix“ Lugosi vornehmen… 8)

Tornhill
Tornhill

Ich schließe mich Peroy in beiden Punkten an!
„Vampyr“ hab ich wohl zu früh gesehen, so dass ich ihm vielleicht eine zweite Chance geben sollte, ob er wirklich so suckt, aber der Browning-Dracula ist ein schlimmer Schnarcher mit schlechtem Dracula. 8)

Dr. Acula

Vampyr ist super (aber peroy ist für den mal wieder nur zu blöd :D), aber der Browning ist echt miserabel, den rettet nur Lugosi.

Wortvogel
Wortvogel

@ Acula: Ne, Lugosi macht den kaputt. Sets, Regie, etc. – stimmt soweit. Aber Bela war nie meins.

Dr. Acula

@Vogel
Bah. Wenn du aus erster Hand sehen willst, was am Browning NICHT stimmt – vor allem in Punkto Regie, dann kuck dir den zeitgleich in den gleichen Sets entstandenen spanischsprachige Dracula an, der bis auf die Tatsache, dass sein Dracula-Darsteller schauerlich ist, den Browning SO ungewürzt zum Frühstück verspeist, dass es eine wahre Freude ist.

Tornhill
Tornhill

Auch ein guter Dracula hätte den Browning-Film nicht gerettet (allein wegen des „Okay, dann macht ihr mal ein bisschen rum, ich geh derweil Dracula vernichten. Tschüssikowski!“-Showdowns), aber die schlimme Lusche Lugosi hat ihm den letzten Todesstoß versetzt.

trackback

[…] Let’s get started, indeed. Auf der einzigen Seite, die ihm zur Verfügung stand, besprach Doc Cyclops für die erste Ausgabe immerhin “Savage Weekend”, “Slaves of the Cannibal Gods”, “Alien Contamination” und den Klassiker “Dead of Night“. […]