03
Jan 2024

KI-generierte Pornographie oder: Die Diskussion, die keiner führen will – aber wir alle führen müssen

Themen: Künstliche Intelligenz |

DISCLAIMER: Das hier wird ein schmerzhaftes, ein unangenehmes Thema. Wer nicht sicher ist, ob er grundlegende Fragen angehen möchte, sollte vielleicht oben auf den Zufallsbutton drücken und sich einen anderen Beitrag suchen.

You have been warned.

Regel 34 besagt: There’s porn of it. Ich hatte ja auch schon drüber geschrieben. Die Pornographie begleitet den Menschen seit der Höhlenmalerei. Jedes neue Medium (Buch, Fotografie, Film, Comics, Video) generiert schon in der frühen Entwicklung erotischen Content. Es ist plausibel, den Siegeszug des Videorekorders wie des Internets auch der Demokratisierung des Schweinkrams zuzuschreiben. Jahrelang war die am heftigsten begehrte und umkämpfte Domain… sex.com.

2024 scheint sich die Pornographie fast komplett in der digitalen Gegenwelt eingerichtet zu haben. It’s virtually everywhere. Haptische Pornographie (Läden, Magazine, Bordelle, Kinos) ist auf dem Rückzug.

Im XXX-Mainstream-Bereich dominieren dabei analog zu Hollywood Franchises, Stars, Genres, die oft genug den “seriösen” Vorbildern nachempfunden sind.

Schwer zu sagen, warum der Konsument ein so spezifisches Interesse zeigt, in der Pornographie vertraute Figuren und Umfelder zu finden. Aber es ist unbestreitbar. In den letzten Jahren ist es angesichts der durch digitale Produktionsstrecken massiv erweiterten Möglichkeiten der Pornoproduktion und den laxen Regeln, was eine legitime “Parodie” darstellt, zu einer Flut an Trittbrett-Filmen gekommen. Filme, in denen Mulder mit Scully macht, was in den 90ern nur in schweinischer “fan fiction” zu lesen war. Filme, in denen Captain Picard Commander Data zeigt, was “Energie!” bedeutet. Filme, in denen Batman der bösen Poison Ivy seinen Batarang präsentiert. Das erweitert die Zielgruppe vom reinen Porno-Konsumenten in Richtung generelles Geektum und ist auf ein größtmögliches Publikum ausgerichtet. Die Respekabilität des Vorbilds maskiert den schnöden Zweck der Triebabfuhr.

Der Interessent, der seine Wünsche vom XXX-Mainstream nicht bedient findet, aus was für Gründen auch immer, sucht sich andere, teils halbseidene Quellen. Das kann die schon genannte “fan fiction” sein, die gezeichnete Darstellung, das Nischen-Magazin aus der Schublade unter dem Verkaufstresen. Je abseitiger die Neigung, desto kleiner das Angebot, desto halbweltiger der Vertrieb. Die Grenzen von der Unmoral über die Perversion in die Illegalität sind fließend und von Land zu Land unterschiedlich definiert. Generell gilt aber: wo eine Nachfrage, da auch ein Angebot. Henne und Ei sind schwer auseinander zu halten.

Solange es sich auf allen Ebenen des Geschäfts um “consenting adults” handelt, tue ich mich schwer, dagegen zu argumentieren. Jedem Tierchen sein Pläsierchen, sagte man früher. Sind Pornographie und Prostitution generell abzulehnen? Dazu habe ich keine Meinung. Ist weder mein Thema, noch kann ich die ganzen Variablen kompetent gewichten.

Schwieriger wird es natürlich in den Grauzonen und im kriminellen Bereich. Frauen dürfen nicht zu diesen Produktionen gezwungen werden – wobei ich bereits eine Drogenabhängigkeit als Zwang einordne. Heimlich aufgenommenes Material? Gehört weiterhin verboten. Deep Fakes bekannter Schauspielerinnen? Verletzen die Persönlichkeitsrechte. Alles mit Jugendlichen und Kindern? Ein no go.

Aber es lässt sich nicht bestreiten, dass es all diese Dinge trotz staatlicher Bemühungen der Strafverfolgung gibt. Auch 2024 sind illegale Inhalte nur eine Google-Suche entfernt. Es setzt sich die Erkenntnis durch, dass das Gesetz niemals ganz wird ausrotten können, was eine Minderheit für sich als notwendig und besitzenswert betrachtet.

Merkt euch den letzten Satz, er wird ein zentraler Punkt meiner Argumentation.

Es ist eine der schmerzhafteren, nie enden wollenden Diskussionen in jedem Rechtsstaat – was können wir gerade noch erlauben, was müssen wir unbedingt verbieten? Ist es wichtiger, Täter zu bestrafen oder Opfer zu schützen? Wo hört das Recht auf meinen “kink” auf und fängt der sexuelle Missbrauch an?

Ein harmloseres Beispiel sind dabei noch die schon erwähnten “deep fakes”. Es ist klar, dass weder Emma Watson noch Natalie Portman begeistert sind, dass man im Internet jede Menge Porno-Clips finden kann, in denen die Hauptdarstellerin ihr digitales Gesicht übergestülpt bekommen hat – mal besser, mal schlechter. Es ist eine Form von Identitätsdiebstahl, es ist demütigend, es ist empörend – auch wenn es vielleicht nur wieder ein Ausdruck pubertärer Begeisterung und damit eine perverse Form von Bewunderung ist. Wer meint, die Schauspielerinnen sollten über so etwas drüber stehen, der soll sich ehrlich die Frage beantworten, wie toll er es fände, von sich selbst gefälschte Sexaufnahmen im Netz zu finden. Was sagt die Mama? Was sagt der Chef? Was sagt die Freundin?

Nun kann man das für ein relativ privilegiertes Problem halten. Weder haben die Schauspielerinnen selber Schweinkram drehen müssen, noch glaubt jemand ernsthaft, sie hätten es getan. Es sind krude Clips für ein bestimmtes Klientel. Ich habe noch nicht gehört, dass ernsthaft Versuche angestellt werden, diesen “Sumpf” auszurotten. Dafür ist er einfach nicht gesellschaftlich zersetzend genug.

Schwieriger wird es bei Filmen und Fotos, in/auf denen die Frauen (oder auch Männer) augenscheinlich zu Gunsten des Zuschauers misshandelt werden. Wir leben in einer Grauzone, in der sich nicht immer klar feststellen lässt, ob der gezeigte Missbrauch nicht sogar von den Darstellern als Ausdruck ihrer Sexualität genossen wird. Schmerz ist nicht per se ein Indikator für Strafbarkeit, er kann auch erotischer Erfüllung dienen. Erneut sind die Grenzen fließend.

Ein weitaus heißeres Eisen ist gerechtfertigterweise die Kinderpornographie, weil sich die Frage gar nicht stellt, ob die Beteiligten Opfer sind. Sie sind es. Sie müssen es sein. Es gibt keine fließenden Grenzen. Die KP (so schreibe ich das ab jetzt, weil mir schon das Wort zuwider ist) ist als aus Ausdruck einer Perversion und eines Verbrechens absoluter Konsens. Und genau dieser Konsens hat es immer relativ leicht gemacht, hier mit harten Strafen zu arbeiten. So ist der Konsument solcher Abartigkeiten verantwortlich, weil er zwar selber keine Kinder zum Missbrauch angefasst hat, aber mit seiner Nachfrage die Produktion geradezu provoziert. Das ist keine Mitschuld mehr – es ist Schuld. Und wird so auch bestraft. Von der totalen gesellschaftlichen Ächtung mal ganz abgesehen.

Was “deep fakes”, Gewalt-Sex und KP miteinander zu tun haben? Mehr, als man im ersten Moment denken sollte. Sie sind Ausdruck eines Bedarfs, der legal kaum oder gar nicht zu erfüllen ist, was ihn aber nicht weniger real macht. Sie sind wie Drogen, deren Besitz strafbar ist, was sie nicht weniger begehrenswert macht. Eine Nachfrage, die nur bedingt ausrottbar ist, weil sexuelle Perversion keine ausschließliche Frage von Paragraphen ist und die Betroffenen ihr Verhalten nur in Grenzen steuern können. Ein ewiges, unangenehmes Spannungsfeld.

Ich glaube, wir haben die Grenze dessen erreicht, was mit rechtlichen Mitteln zu erreichen ist. Es braucht neue Wege und Ansätze.

Die KI wirft alle diese Diskussionen über den Haufen, mischt die Karten neu – und eröffnet Möglichkeiten, die je nach Standpunkt entsetzlich oder erlösend sind. Es will nur niemand drüber reden, weil man über die illegalen Seiten der Pornographie und den Missbrauch von Kindern generell nicht reden möchte, wenn es nicht sein muss. Auch ich werde mich damit schwer tun – zumal es wieder keine klare Linie gibt. Was ich nun präsentiere, sind Gedanken, keine Antworten.

Kaum waren Bildgeneratoren MidJourney, Stable Diffusion und Dall-E auf dem Markt, kam die Pornographie, um sie zu nutzen. Auch wenn die Portale und Plattformen Sperren setzten, um es zu verhindern, fanden die User schnell heraus, wie man die Modelle austricksen kann, um zu generieren, was immer man sehen möchte. Viele große, halblegale Pornoseiten haben mittlerweile nicht mehr nur die Einteilung nach “hardcore”, “softcore”, “amateur”, “artistic”, etc. – der Punkt “AI generated” ist wie selbstverständlich dazu gekommen. Die User suchen nicht mehr nur nach Bildern und Clips ihrer Traumfrauen – sie generieren sie einfach selbst. Das ist für sich genommen weder gut noch schlecht. Es ist einfach so.

Wie oben bereits beschrieben, folgt dem erotischen Content die Anlehnung an den Mainstream. Alles, was prominente Frauen und Männer nie machen würden, übernehmen nun KI-Models, die ihnen täuschend ähnlich sehen. Jede Fantasie wird erfüllt, keine Konstellation ist unmöglich oder tabu.

Mich persönlich interessieren diese KI-Schweinereien nicht, aber mich faszinieren die moralischen und rechtlichen Fragen dahinter. So ist ein KI-Model von einer bekannten Schauspielerin nur sehr schwer als Identitätsdiebstahl einzuordnen, weil es sich zwar an der Schauspielerin orientiert, aber keine Fotos oder Filmclips von ihr verwendet.

 

Die digitale Doppelgängerin wird von Grund auf neu kreiert. Man kann daher argumentieren, dass die große Ähnlichkeit zwar hilfreich, aber nicht strafbar ist – vor allem, wenn der Name des Vorbilds nicht genannt und keine Deckungsgleichheit behauptet wird. Ich denke, es wird zunehmend schwerer für Prominente, sich gegen KI-Zwillinge zu wehren, weil “ähnlich” nicht “gleich” ist und man zudem den XXX-Erzeugnissen keine größere Aufmerksamkeit zugestehen will.

Meine Prognose: Pornographie mit Fake-Prominenz wird in den nächsten Jahren massiv zunehmen und sich kaum rechtlich in den Griff bekommen lassen.

Es gibt sogar eine digitale, legitimierte Fassung dieser Fake-Erotik: Immer häufiger müssen sich arrivierte Schauspielerinnen am Set für Sexszenen gar nicht ausziehen, weil vorab vertraglich vereinbart wurde, dass die “nackten Tatsachen” vom Computer erzeugt werden. Der BH wird am Rechner rausretuschiert, der Nippel kommt von der Festplatte. So bekommt der Zuschauer, was er mit Spannung erwartet, aber die Darstellerin hat sich nicht entblößen müssen.

Bei extremeren sexuellen Präferenzen, die Grenzen beim Partner überschreiten können, sehe ich in der KI ebenfalls den Vorteil des “victimless crime”. Pornographie kann schon sehr bald “on demand” ohne jegliche Involvierung echter Personen kreiert werden. Der User tippt seinen “kink” ein, schreibt einen prompt in Sachen Partner und Szenerie – und schon generiert die KI die gewünschte Fantasie. Virtual Reality wird das Gefühl des “being there” noch verstärken. Was darin passiert, bleibt auf den User und den Algorithmus beschränkt. Das reduziert sowohl die Notwendigkeit, extreme sexuelle Neigungen real zu bedienen, als auch die Stigmatisierung der Konsumenten. Um es auf eine vielleicht schmerzhafte, aber deutliche Formel zu bringen: Einem digitalen Modell ist egal, was du ihm antust.

Klar kann man einwerfen, dass die KI-Pornographie ein “Übungsplatz” werden könnte, der irgendwann nicht mehr ausreicht und zu realen Exzessen führt. Eine Einstiegsdroge quasi. Ich habe auch darauf keine Antwort. Kann sein. Ich halte aber jeden digitalen Clip, für den keine echte Frau vor einer echten Kamera erniedrigt wird, für einen Fortschritt. Außerdem erinnert mich diese Diskussion sehr an die Ballerspiele, die angeblich zu Amokläufen führen, was weitestgehend als widerlegt gilt.

Aber da gibt es ja noch “das große Schlimme”, Unaussprechliche, Undiskutierbare.

Ich muss mir die folgenden Zeilen widerwillig abringen, den nun geht es ans Eingemachte. Was ist also mit der KI-KP? Zuerst einmal ist sie aktuell (so wie ich das verstehe) nicht weniger verboten als die “echte” KP. Und das ist in meinen Augen mehr der Trägheit der Diskussion darüber geschuldet als der tatsächlichen Vergleichbarkeit.

Arbeitsthese: Ist die KI-KP, wenn sie keine Lösung ist, nicht vom Ansatz her eventuell eine Antwort auf den von mir oben gebrachten Satz?

Es setzt sich die Erkenntnis durch, dass das Gesetz niemals ganz wird ausrotten können, was eine Minderheit für sich als notwendig und besitzenswert betrachtet.

Wenn wir von der Annahme ausgehen, dass KP grundsätzlich verachtens- und bestrafenswert ist, gleichzeitig aber auch nicht ausrottbar scheint – wäre die KI-KP dann nicht eine Methode, zumindest das reale Leid der Opfer einzuschränken? Ist sie nicht eine schmerzhaft unvorstellbare Form von Therapeutikum, das eine Nachfrage deckt, ohne ein Angebot aus der realen Welt generieren zu müssen?

KI-KP, so ekelhaft sie uns auch erscheinen mag, generiert nur virtuelle Opfer. Kein Kind wird angefasst, keine Seele zerstört. Wir lassen den User mit seiner Perversion im Keller, mit sich allein – es gibt dann keine Notwendigkeit mehr für Tausch-Netzwerke, für Illegales, für Hinterzimmer in Drittwelt-Ländern mit Videokameras und schmutzigen Matratzen.

Ist es möglich, dass wir die KI-KP akzeptieren müssen, weil sie den “Bedarf” an regulärer KP begrenzten könnte? Ist sie, so instinktiv widerwärtig uns das erscheinen mag, vielleicht ein kleineres Übel? Ein Methadon zum Heroin der KP?

tl;dr: Ist nicht jeder konsumierte KI-KP einem “echten” KP vorzuziehen, wenn die Alternative “kein KP, in keiner Form” sich als unerreichbar herausstellt?

Wenn wir das mal als Arbeitshypothese annehmen, dann wäre eine erste Konsequenz gänzlich gegen jedes “gesunde Menschenempfinden” – der Konsum von KI-KP müsste dekriminalisiert werden. Und das aus zwei Gründen. Zuerst einmal bedingt er eben NICHT die Produktion realer KP, was ja die Grundlage der ganzen Schuldfrage ist. Wichtiger noch: Eine begrenzte Billigung von KI-KP würde sie zu einer (ich kann kaum glauben, dass ich das schreibe) attraktiveren Alternative zur KP machen. Solange beides gleich strafbar ist, liegt für den User im Konsum von KI-KP kein Nutzen. Das müsste sich auch um der Opfer willen ändern.

Klar ist aber auch: Wer DANN noch meint, über die digitale Triebabfuhr hinaus den “echten Kick” suchen zu müssen, gehört weiterhin gnadenlos weggesperrt.

Ich hatte es ja angekündigt: so etwas ist schwer zu denken, schwer hinzunehmen. Die KI als Werkzeug gegen Pornographie zu verwenden, indem man sie Pornographie produzieren lässt, ist harte Kost. Die Engländer haben den sehr schönen Begriff “I can’t wrap my head around it”. Die virtuelle Sphäre nicht nur als Ort der Erfüllung aller erlaubten, sondern auch unerlaubten Wünsche. Den dunklen Trieb aus dem Käfig lassen, weil man endlich eine Koppel hat, auf der er sich kontrolliert ausleben lässt. Ist das nicht auch ein Mehr an Freiheit, ohne dadurch die Gesellschaft zu gefährden, die Schwächsten?

Ich bin nicht mal sicher, ob ich da auf eine notwendige Diskussion gestoßen bin – oder mich in eine Sackgasse argumentiert habe. Ich habe auch lange mit mir gehadert, ob ich den Text schreiben soll, weil er so vielfällig missinterpretiert werden kann. Aber ich bin Autor. Ich schreibe. It’s what I do.

Jetzt seid ihr dran. Wahrt in der Diskussion bitte Respekt und Anstand.

Recommended reading: Eine Zusammenfassung der BBC zum aktuellen Stand der Forschung in Sachen Porno-Sucht und ein paar vereinfacht zusammen gefasste Fakten zum Thema KP mit Quellenangaben.



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Andreas
Andreas
3. Januar, 2024 16:00

Ich deinen Beitrag sehr mutig und interessant. Über sowas kann man praktisch nicht rational und sachlich diskutieren. Ich finde deine Gedankengänge aber nachvollziehbar.
In einer Doku habe ich mal gesehen, dass es irgendwo im asiatischen Raum ja Bordelle gibt, in denen man vermeintliche Schülerinnen in einer nachgebauten U-Bahn „“näher“ kommen kann.
Vielleicht ein komischer Vergleich: Drogen werden auch legalisiert, um den illegalen Markt zu torpedieren.

Raphael
Raphael
3. Januar, 2024 16:19

Ein paar Gedanken dazu, teilweise aus der wiss. Literatur:

Es ist nicht klar, ob virtuelles (KI-generiertes) CSAM (‘child sexual abuse material’) eventuell Hemmungen herabsetzt, also eine “Einstiegsdroge” darstellt und überhaupt erst neue Nachfrage schafft.

Virtuelles CSAM wird wohl auch zum Grooming von neuen Opfern verwendet, schafft also potentiell neues Leid.

Wie unterscheidet man zwischen echtem und künstlichem CSAM? Strafverfolgungsbehörden werden es in einem Meer aus KI-CSAM schwer haben, tatsächlichen Missbrauch zu erkennen und zu verfolgen.

Woher kommen die Trainingsdaten? Z.B. steckt im LAION-5B-Datensatz (Stability AI, Midjourney) wohl CSAM. Wäre es nicht weiterer Missbrauch, diese Daten zu verwenden?

Je besser die KI-Modelle, desto eher werden wohl auch die Trainingsdaten reproduziert. Wäre KI-CSAM mit Gesichtern von real existierenden Kindern in Ordnung? Wenn nicht – wie verhindert man das?

Für mich überwiegen die Risiken hier so klar, dass ich eine Diskussion über eine mögliche Freigabe für wenig zielführend halte.

Last edited 3 Monate zuvor by Raphael
Lothar
Lothar
11. Januar, 2024 11:42
Reply to  Raphael

Im Prinzip hast du meine Gedanken schon auf den Bildschirm gebracht, daher nur meine 2 cent zur Legalisierung von virtueller KiPo. Wenn es die gäbe, müsste man beweisen, dass ein sichergestelltes Bild nicht virtuell ist. Mit zunehmender Entwicklung in dem Bereich dürfte das am Ende aber nur dadurch zu bewerkstelligen sein, indem du das reale Opfer ausfindig machst (was heute schon sehr schwer war, wo sicher ist, dass sie irgendwo da draußen sein muss) und im Rahmen einer Verhandlung dann als Zeuge auftreten lässt.

Das führt zu Retraumatisierungen, die man nicht will.

Lothar
Lothar
11. Januar, 2024 13:14
Reply to  Torsten Dewi

Ob Legalisierung oder nur Billigung ändert meiner Ansicht nach nichts an der Problematik, dass man dann in die Situation kommt, beweisen zu müssen, ob ein konkretes “Werk” zur einen oder anderen Kategorie gehört.

Migido
Migido
3. Januar, 2024 16:47

Ich bin kein Porno-Experte, aber ich kenne mich ein kleines bisschen mit Sucht aus.
Beginnen wir mal daher mit etwas Suchttheorie:
Es gibt bekanntlich nicht nur die leidlich bekannten stoffgebundenen Abhängigkeiten wie Tabak, Alkohol oder Heroin, sondern auch die sogenannten Verhaltensabhängigkeiten, mithin stoffungebundene Süchte: Glücksspiel etwa. Onlinesucht. Kaufsucht. Solche Sachen halt.
Hier ist das Suchtmittel kein Stoff, sondern den Dopaminkick holt man sich über pathologisch-exzessiv übersteigertes Verhalten – die grundlegenden Mechanismen dahinter sind in Diagnostik und Therapie übrigens sehr ähnlich.
Natürlich gibt es auch Sexsucht oder, quasi als Spezialform davon, Pornosucht.
Und wie bei allen Abhängigkeiten gehören zu den Symptomen typischerweise (neben einigen anderen Punkten) zwei Dinge:
1. Der weitestgehende Kontrollverlust
2. Die Dosissteigerung
Bei Alkohol zum Beispiel ist das einfach zu erklären – je länger ich süchtig bin, desto höher wird der Pegel, den ich brauche, bis ich vielleicht erst bei zwei oder drei Promille halbwegs “normal” unterwegs bin (…und Nichtabhängige längst auf der Intensivstation liegen).
So weit, so gut – das als Vorbemerkung.
Bei der Porno- oder Sexsucht wird das schon etwas komplizierter, da es hier zum Beispiel keinen irgendwie messbaren “Promillebereich” gibt, aber einleuchtend ist, dass es auch hier um Quantität geht: ich verbringe mehr und mehr Zeit mit Pornos, masturbiere immer mehr, bis der Tagesablauf vollkommen auf den Konsum von Pornos ausgerichtet ist.
Es gibt aber noch (mindestens) einen weiteren Aspekt, und das ist die Qualität der betrachteten Pornos, wobei sich “Qualität” hier nicht auf den eventuellen oder tatsächlich künstlerischen oder ästhetischen Bereich bezieht. Hier geht es um das, was sexuell in den gezeigten Werken passiert – reicht anfangs vielleicht handelsüblicher Blümchensex, so weiß man, dass es bei vielen Betroffenen zu einer Art Steigerung kommt: exzessivere Praktiken, Gewalt, Snuff, Sodomie, Kinder… die Liste ist lang und kaum vollständig zu formulieren. Einfach formuliert: reicht der Kick nicht mehr, erhöht man die Dosis oder steigt auf härtere Sachen um.
Dabei werden die zugrundeliegenden Trigger häufig dem Alltag entnommen – potentielle Sexpartner, erotische Fantasien, aber auch Gewalt- und Mordlust, Pädophilie, was auch immer. Und plötzlich betrifft das die Nichte. Den Nachbarsjungen. Die Verkäuferin im Aldi. Den sportlichen jungen Mann in der U-Bahn. All sowas.
Und natürlich wird nicht jeder Pornosüchtige zum realen Gewalttäter und Kinderschänder, aber wenn wir wissen, dass eines Tages mit hoher Wahrscheinlichkeit der Kick nur noch kommt, wenn man sein Verhalten steigert, so kann man eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür erahnen, dass ein freierer Zugang zu bestimmten Inhalten dafür sorgen KANN (Cave: natürlich nicht zwangsläufig dafür sorgen WIRD!), dass jemand vom Konsumenten zum Täter wird. Und da hilft dann auch wenig, wenn die Phantasien im Vorfeld AI-erstellt waren.
Das jetzt einfach mal fix auf dem Handy ins Unreine formuliert!

Migido
Migido
3. Januar, 2024 17:30
Reply to  Torsten Dewi

Konsum und Abhängigkeit sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Oder anders ausgedrückt: wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht das selbe!
Schaffst Du es, die Kontrolle behalten, die Dosis nicht zu steigern, keine Entzugserscheinungen zu bekommen etc., dann bist Du lediglich ein Konsument, aber kein Abhängiger.
Bist Du abhängig, hast Du keine oder nur noch eine sehr rudimentäre Kontrolle über Deinen “Stoff” (Alkohol oder Porno). Du musst die Dosis steigern, weil die Toleranz in Deinem Hirn zunimmt und Du mit der alten Dosis nicht mehr den gleichen Effekt erzielst. Du musst weitermachen, weil Du psychische Entzugserscheinungen spürst. Der Suchtdruck frisst Dich auf. Dein Alltagsleben tritt immer mehr in den Hintergrund. Du machst weiter, obwohl Du die schädlichen Folgen (für Dich selbst und/oder andere) spürst.
Das ist harte medizinische und psychologische Diagnostik, festgelegt im ICD-10, respektive im amtlichen Diagnosemanual. Der wird übrigens gerade durch den ICD-11 ersetzt, in dem gerade die Verhaltenssüchte eine deutlich größere Rolle spielen.
Nochmal: der Sprung vom Pornosüchtigen zum Sexualstraftäter ist natürlich nicht zwangsläufig, aber er ist möglich. In welchem statistischen Ausmaß, ist mir nicht bekannt, dazu müsste sich vermutlich ein Forensiker äußern.
Aber da wir hier vollkommen zurecht und mit einem absoluten Konsens von den (vielleicht abgesehen von Mord) größtmöglichen gesellschaftlichen Verstößen reden, wäre auch nur ein Einzelfall, bei dem es zur angesprochen Eskalation kommt, vollkommen unakzeptabel.

Ben
Ben
3. Januar, 2024 17:52
Reply to  Migido

Bisher hat lediglich die WHO Pornosucht als Diagnose anerkannt. Andere Institutionen bezweifeln, dass es eine solche Sucht überhaupt gibt.

Migido
Migido
3. Januar, 2024 19:13
Reply to  Ben

“Lediglich” die WHO. Äh ja. Wer verabschiedet noch gleich die internationalen Diagnosemanuale, die weltweit verbindlich gelten?
Und welche anderen renommierten Institutionen bezweifeln das noch gleich?
Bin gespannt.

Ben
Ben
3. Januar, 2024 20:09
Reply to  Migido

“In addition, AASECT does not agree that sufficient empirical evidence has been found to support the classification of sex addiction or porn addiction as a mental health disorder, and they do not find that the current sexual addiction training and treatment methods, and educational pedagogies, are adequately informed by accurate human sexuality knowledge. Therefore, it is the position of AASECT that linking problems related to sexual urges, thoughts or behaviors to a porn/sexual addiction process cannot be advanced as a standard of practice for sexuality education, counseling, or therapy.”

https://behavioralhealthnews.org/understanding-compulsive-sexual-behavior-and-pornography-viewing-as-addictions/

Ben
Ben
3. Januar, 2024 20:31
Reply to  Migido

Und natürlich hat die WHO einen gewaltigen Einfluss mit ihren Kategorien. Mein “lediglich” ist hier lediglich eine Spitze gewesen. Dass zum Beispiel die WHO noch bis 2018, also bis ICD-11, trans*-Personen als “mental oder verhaltensgestört” pathologisierte, hat das Leben vieler Menschen in den letzten Jahrzehnten erschwert.

Last edited 3 Monate zuvor by Ben
Migido
Migido
3. Januar, 2024 21:14
Reply to  Ben

Der ICD ist der weltweit gültige diagnostische Standard für Erkrankungen und ist verbindlich für alle Mitgliedsstaaten der WHO, der zudem gerade erst umfassend überarbeitet und aktualisiert wurde.
Ich halte es für ausgesprochen unseriös, eine dort aufgeführte Erkrankung mal so eben anzuzweifeln; das hat für mich viel vom Querdenkertum.
Somit bin ich aus dieser Diskussion raus.

Ben
Ben
3. Januar, 2024 21:36
Reply to  Migido

Wie gesagt: bis 2018 hielt die WHO im ICD Transsexualität für eine mentale oder Verhaltensstörung. Das hatte schwerwiegende Konsequenzen für viele Menschen, die aufgrund dieser Kategorisierung jahrelang falsch diagnostiziert wurden.

Den ICD und seine Kategorien als quasi unumstößlich anzusehen, während die WHO selbst Korrekturen an bisherigen Kategorisierungen vornimmt, halte ich wiederum für unseriös. Gerade im Hinblick auf die Streichungen und veränderten Sichtweisen zum Beispiel auch auf Homosexualität, erwartet man schon ein bisschen mehr Reflexion über die Krankheitsbilder, die der ICD vorgibt – insbesondere wenn, wie im Fall der Pornosucht, eben kein eindeutiger Konsens herrscht.

Mir dann jedoch Querdenkertum zu unterstellen, um sich mit einem solchen Totschlagargument aus der Affäre der kritiklosen Übernahme zurückzuziehen, ist ebenso unseriös.

Hab noch einen schönen Abend.

Last edited 3 Monate zuvor by Ben
Feivel
Feivel
4. Januar, 2024 17:19
Reply to  Ben

Lustig, Ben. Ich habe bezüglich der WHO die gleiche Meinung wie du. Ebenfalls wegen der Transgender-Sache. Aber für mich ist das Argument gerade anders herum, dass die WHO 2018 jegliche klinische Evidenz über den Haufen geworfen hat, und eine psychische Störung nicht mehr als solche benennt. Damit wurde und wird den Betroffenen, die tatsächlich sehr stark leiden, ein Bärendienst erwiesen. Danke, WHO.

Aber immerhin sind wir uns einig, dass nicht alles gut ist, nur weil WHO drauf steht..

heino
heino
4. Januar, 2024 06:55
Reply to  Torsten Dewi

Zum Thema Kink kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass du nicht Unrecht hast. Generell ist dabei so, dass man zwar mit den Jahren immer wieder auf neue interessante Spielarten aufmerksam wird, aber Leute ohne krankhafte Persönlichkeitsstörung ein schon früh etabliertes Level dabei nie überschreiten. Beispiel:wer schon in jungen Jahren nicht oder nur wenig auf Schmerzen abgefahren ist, wird vielleicht irgendwann mal neben der Reitgerte und dem Flogger auch Klammern ausprobieren, dabei aber nie Erregung durch ein hohes Schmerzlevel spüren, sondern davon abgeturnt. Wie immer im Leben gibt es auch da Ausnahmen, aber die sind sehr selten.

Marko
3. Januar, 2024 17:01

Ist denn das Wissen, dass man KI-Material konsumiert, wirklich mit dem Wissen vergleichbar, dass das gezeigte echt ist? KP (und Sodomie, und Snuff) wird, soweit ich das mitbekommen habe, oft aus Gründen der Erniedrigung konsumiert. Und für mein Verständnis müsste ein Konsument hier abgeholt werden, damit ihn das Gezeigte erregen und befriedigen kann. Ich kann ehrlich nicht beantworten, ob einem Konsumenten gefakete Erniedrigungen “reichen”. Als vor einigen Jahren Angelina Jolie für den Film “Beowulf” digital ausgezogen wurde, fand ich das jedenfalls viel weniger reizvoll, als wenn die echte Schauspielerin eine entsprechende Nacktszene gehabt hätte, und das ganz und gar ohne Erniedrigungsaspekt. Klar, qualitativ sind wir heute viel weiter, was die erzeugten Szenen angeht, aber der Bereich im Kopf, der echtes von Fakes unterscheidet, ist ja trotzdem noch da. Ich habe keine Ahnung, ob sich potentielle Konsumenten “illegaler” Szenen mit KI-Material überhaupt zufrieden geben KÖNNEN.

Muss auch zugeben, dass ich das Gefühl habe, das Nachdenken über dieses Thema überfordert mich. Das sind für mich einfach psychologisch abstrakte Fragen, auf die ich aufgrund mangelnder persönlicher Nachvollziehbarkeit keine Antworten habe. Die Existenz von Deepfakes & Co. zeigt ja, dass es vielen Menschen offenbar sehr wohl reicht, eine Illusion zu sehen.

Marko
3. Januar, 2024 17:23
Reply to  Torsten Dewi

An Horrorfilme habe ich auch gedacht, mir als bekennenden Fan machen die ja auch Spaß. Die Illusion “funktioniert” für mich.

Trotzdem erinnere ich mich, dass es in meiner Jugend auch Tröten gab, die sich von Horrorfilmen einen größeren Kick versprachen, wenn das gezeigte als echt präsentiert wurde. Konkret denke ich da an die “Gesichter des Todes”-Filme, die damals einen gewissen Skandalruf besaßen, weil dort (vermeintlich) echte Tode zu sehen sind. Vielleicht ist das ein ähnlicher Trigger, der für normale(re) Menschen schwer nachvollziehbar ist? Jedenfalls stelle ich mir hier die gleiche Frage: Kann der Konsum von KI-Material den von echten Szenen ersetzen, wenn der Reiz im Wissen liegt, dass das Gezeigte echt ist. Das Snuff-Genre wäre ja sogar gar nicht per KI nachstellbar, weil Snuff, soweit ich weiß, einen echten Tod impliziert.

Marko
3. Januar, 2024 18:12
Reply to  Torsten Dewi

Ich stelle mir gerade absurde Testszenarien dazu vor: Hundert bekennende KP-Konsumenten schauen KI-KP, wie viele sagen dazu “Herrlich, wie die Kleine da durchgef*ckt wird, die braucht das, die kleine S*u!”, und wie viele sagen “Joah okay, aber schade, dass es nicht echt ist”?

Natürlich wäre die Existenz von KI-KP moralisch vertretbarer als die von echter KP, da sind wir uns – ebenso natürlich – einig. Ich bin halt nur überfragt, ob sie, genau wie gefakete Snuff-Filme, überhaupt “einsetzbar” ist für die Zielgruppe.

(Ich musste mich mehrmals innerlich schütteln beim Schreiben dieses Beitrags. Ganz seltsame Ekelgefühle, mit denen man da plötzlich konfrontiert wird.)

heino
heino
4. Januar, 2024 06:46
Reply to  Marko

Ich halte das grundsätzlich für möglich. Ein Beispiel für die “suspension of disbelieve” im Bereich Porno sind ja Hentai (=Tentakelporno), die inzwischen auch außerhalb Japans konsumiert werden. Menschen können sich buchstäblich auf alles einen runterholen.

Matthias U
Matthias U
4. Januar, 2024 07:34
Reply to  heino

“Hentai” und “Tentakelporn” ist alles Andere als dasselbe. Die Oktopoden sind da nur eine relativ kleine Unterkategorie.

heino
heino
4. Januar, 2024 19:13
Reply to  Matthias U

Sorry, my bad. Ändert aber nichts an der grundlegenden Aussage. Wenn Menschen Zeichentrick- und CGI- Figuren zur Triebabfuhr nutzen können, geht das auch mit AI-generierten Figuren

DSFARGRG
DSFARGRG
8. Januar, 2024 04:34
Reply to  Torsten Dewi

(Man verzeihe mir mein nun folgendes unzusammenhängendes Gestammel, es ist zwanzig nach vier morgens)

Ich finde den Vergleich schwierig. Anders als KI-KP sollen Zombiefilme ja nicht eine Sehnsucht der Zuschauer nach realem Leid substituieren.
Horrorfilme sind letztendlich harmlose Unterhaltung, mit einem allerdings vereinzelt problematischen Fandom. Ich bin mir sicher, JEDER von uns, der früher in Videotheken rumhing, kennt die Klientel, die sich darüber austauscht, welcher Horrorfilm angeblich mit echten Leichen gedreht wurde und welche Ausweidungsszene besonders realistisch sei. Innerhalb dieser Gruppe gab es dann auch immer noch die weiter spezialisierten Sick Fucks, die im Netz nach realen Folter- und Hinrichtungsszenen aus Kriegsgebieten gesucht haben. Bei KP gibt es diese fließenden Übergänge nicht. Es gibt Leute, die auf Petit-Porn stehen, auf Rollenspiele, auf Teens. Dann lange nichts, dann KP.

Ich glaube, die falsche Analogie zu Horrorfilmen drängt sich auch auf, weil schon die Einordnung der KP als Pornographie ein Denkfehler ist, der von einem (gottlob halbwegs überkommenen) Verständnis von Sexualität her rührt, in dem Überlegungen zu Konsens nie vorkamen. Dazu passt die vor einigen Jahren geführte Debatte um „sexuelle Gewalt“ und die präzisere Formulierung „sexualisierte Gewalt“: in der KP soll per Definition echten Menschen echtes Leid angetan werden, es geht nicht, wie in der Pornographie, um ein sexuelles Utopia und damit auch nicht um etwas, das als fiktionale Geschichte erzählt werden kann, sondern immer um die Authentizität der gezeigten Gewalt.

Ersetzen kann KI-KP KP nach meinem Dafürhalten nicht. Ich kann mir daher auch nicht vorstellen, dass es dafür einen wirklichen Markt gibt.

DAFARGEG
DAFARGEG
9. Januar, 2024 00:28
Reply to  Torsten Dewi

Na ja, weil Kinder in sexuelle Handlungen nicht einwilligungsfähig sind, ist ja jede derartige Darstellung automatisch ein Ausdruck von Gewalt. Insofern kann man schon argumentieren, dass die Konsumenten auf reales Leid aus sind.

Wir sind beide keine Spezialisten, deswegen ist das natürlich alles ein wenig Gestocher im Dunkeln. Ich gehe auch davon aus, dass das arme Schweine sind, bei denen was im Kopf falsch verdrahtet ist. Nur gibt es dann die, die sich bewusst dagegen entscheiden, entweder selbst oder (durch Konsum von KP) mittelbar zu Tätern zu werden, und die, die für ihre Bedürfnisbefriedigung über Leichen gehen. Ich kann mir vorstellen, dass dieser ersten Gruppe KI-KP helfen kann, habe aber absolut keine Ahnung, wie groß die im Verhältnis zur zweiten ist, für die generiertes Material uninteressant ist, weil sie ohnehin keine Hemmungen hat, sich reales zu beschaffen.

Vielleicht wäre es ein erträglicher Kompromiss, wenn es einen Generator gäbe, der ohne Beschränkungen absolut alles ausspucken würde und es gleichzeitig unmöglich macht, den Content 1:1 zu teilen. Dass das technisch quasi unmöglich wäre jetzt mal außen vor (es sei denn, man setzt die Leute in Videokabinen und filzt sie vorher auf Handys und Ähnliches). (Und während ich das hier schreibe, fällt mir auf, dass das ja eigentlich eine Beschreibung für das Gehirn ist. Tje nun.)

McCluskey
McCluskey
3. Januar, 2024 17:31
Reply to  Marko

Der Gedanke kam mir auch. Und ein ähnlich persönliches “Aha-Erlebnis” hatte ich im letzten Jahr auch. Ich folge da bereits seit geraumer Zeit einer netten, mir persönlich nicht bekannten Mittdreißigerin auf Instagram. Die stellte ab und an ganz normale Fotos von sich rein, immer äußerst hübsch, aber stets hochgeschlossen. Ich weiß nicht, was sie dann geritten hat, aber irgendwann verkündete sie, einen Patreon-Channel mit AI-generierten Erotikfotos von sich zu eröffnen. Als Appetithäppchen gab es dann regelmäßig auf Instagram ein paar Einzelbilder zu sehen. Und so attraktiv ich die Dame vorher fand und ich mir sicherlich auch gerne “echte” Fotos mit etwas weniger Stoff angeschaut hätte – das hat mich null abgeholt. Ja, das Gesicht passte, aber mein Verstand sagte mir stets: Das ist sie nicht. War wohl auch kein großer Erfolg. Ob Patreon sowas in seinen Regeln nicht erlaubt oder ob keiner zahlen wollte – keine Ahnung. Das Projekt war jedenfalls ganz schnell wieder zu Ende. Und meine Entfolgung gab es obendrein.

Matthias U
Matthias U
3. Januar, 2024 18:58
Reply to  McCluskey

Patreon ist inzwischen zu restriktiv für solche Experimente. Dessenungeachtet würde ich dafür auch nicht zahlen. Wozu auch? Wenn ich will, kann ich solche Bilder mit einem KI-Bildgenerator selber basteln.

Feivel
Feivel
3. Januar, 2024 22:43

Zwei Gedanken dazu (der erste ist dir sicherlich schon in weiten Teilen bekannt, aber ich schreibe es trotzdem mal auf, da es zum Thema passt):

1. Wir haben in den letzten Jahren in Deutschland ja einen deutlichen Richtungswechsel vom Tatstrafrecht zum Gesinnungsstrafrecht hin vollzogen (ich benutze Tatstrafrecht hier in der Bedeutung, dass ein Rechtsgut verletzt wird). Du schreibst selbst schon: virtuelle KP ist verboten. Ebenfalls verboten ist Anscheinsjugendpornographie (dh die Darsteller sehen zu jung aus, sind aber volljährig), und seit wenigen Jahren auch der Besitz von kindlichen Sexpuppen. Das alles sind (sehr hart bestrafte!) Verbrechen ohne Opfer. Gerade die Argumente bei den Sexpuppen sind teils wirklich hanebüchen (CDU: “[…]sie ermöglichen potenziellen Tätern, den Missbrauch an Kindern einzuüben.”). Ist das alles abartiger Schweinkram? 100%. Will ich in einem Land mit Gesinnungsstrafrecht leben? Nein. Das hatten wir vor ca 100 Jahren schon, hat sich nicht bewährt – nur, weil ich diesmal auf der Seite der Guten (Gutmeinenden?) stehe, macht es das nicht besser.

Mir gefällt deine Formulierung, dass der “Konsum von KP den Bedarf produziert”, statt des oft verwendeten Begriffes “Markt”. Faktisch gesehen sind ~99% des Austauschs nicht kommerziell, sondern Tauschbörsen (Quelle dafür habe ich gerade nicht zur Hand, kann es aber nochmal nachschlagen, falls Zweifel bestehen). Das heißt: Um dort etwas zu bekommen, muss man erstmal selber liefern. Ein klarer, nicht wegzudiskutierender Anreiz zur Erstellung. Das wäre am Ende auch mein Ansatzpunkt, warum KI-generierte Bilder hier helfen: Wenn man nicht mehr zwischen echten und fake Nackten unterscheiden kann, verlieren die Tauschbilder ihren Wert. Das wäre zumindest meine Hoffnung – ich befürchte aber, dass die Perversen dieser Welt Wege finden werden, um die Authentizität zu gewährleisten / einzufordern.

Das gute ist: Dieser Effekt ist gänzlich unabhängig davon, ob KI-KP in irgendeiner Form legalisiert wird oder nicht.

2. Etwas potentielle Rabulistik an deiner Frage vorbei: Du schreibst “Kein Kind wird angefasst, keine Seele zerstört.” Die Formulierung der zerstörten Seele bei Missbrauchsopfern ist ja gewissermaßen ein Allgemeinplatz, um die Schrecklichkeit der Taten auszudrücken. Ich tue mich sehr schwer mit diesem Begriff. Die psychischen Folgen sind unbestreitbar, aber es sagt aus: Am Opfer ist jetzt etwas unreparierbar kaputt – in diesem Fall das wichtigste überhaupt: seine Seele. Das ist, finde ich, eine ganz furchtbarer Botschaft an das Opfer: “Du hast den Missbrauch überstanden, aber du wirst für immer kaputt sein.” Ich sehe keinen positiven Effekt, diese Formulierung zu verwenden (die Taten werden auch ohne zerstörte Seele nicht weniger abartig). Ich will dir auch gar nicht so eine Melodramatik unterstellen, vielleicht bin ich bezüglich des Begriffs auch zu empfindlich – dann würde mich aber interessieren, warum du diese Formulierung wählst.

kaio
kaio
4. Januar, 2024 08:42

Ich denke die Fragen muss man sich angesichts der neuen technischen Möglichkeiten stellen, Augen und Ohren zuhalten hat selten Probleme gelöst.

Mein Problem mit KI-KP als Ersatzdroge: Wo sollen die Trainingsdaten herkommen um diese Modelle erstmal zu erstellen? Das wird schon mal extrem problematisch sein. Und die Technik ist noch lange nicht so weit dass man sie mit regulären Pornos füttert und sie dann die Darsteller auf ein kindliches Alter einfach umrechnen könnte. Also vielleicht ist die Frage (zum Glück?) doch noch nicht so akut wie es scheint.

Zebra
Zebra
4. Januar, 2024 12:30

Danke für den ausführlichen Beitrag dazu. Ich denke, das Thema wird noch sehr viel stärker werden und diese Fragen werden spätestens im nächsten Jahr öffentlich mehr Raum einnehmen.
Ich bin selbst sehr in der Kinky BDSM-Szene unterwegs, zum Glück ist keiner meiner Kink strafrechtlich relevant. Aber viele Phantasien sind nur mit viel Aufwand zu realisieren (Man braucht die Location, Mitspieler, Vorbereitung etc.) und dann kann’s immer noch sein, dass die Realität halt doch nicht so gut ist wie die Phantasie. Sehr oft reichen Videos und Bilder schon aus, der Schritt in eine reale Umsetzung ist auch dann groß, wenn man gut vernetzt ist und die Möglichkeiten hätte.
Und Videos und Bilder sind auch genug wenn man genau weiß, dass gestellt oder AI-generiert ist. Das gesehen muss zur Phantasie passen, dann freut man sich zu 99% über das, was da passiert und 1% ist beruhigt in dem Wissen, dass die Darsteller:innen danach entspannt noch zusammen was trinken waren.
Ich weiß nicht, ob die KP-Konsumenten da vergleichbar sind – wenn es so ist, dann sollte die KI-KP meiner Meinung nach nicht in großem Maße dazu führen, dass die Leute doch “was echtes” wollen. Es könnte aber dazu führen, dass einige Leute mit einer KP-Veranlagung dann die KI-KP konsumieren, weil sie denken: “Das kann ich, da gibt es keine Opfer”.
Es gibt übrigens Beratungsstellen und Therapie-Angebote für Menschen mit KP-Veranlagung – wer will, kann sich da helfen lassen

heino
heino
4. Januar, 2024 19:16
Reply to  Zebra

Volle Zustimmung in allen Punkten

DiBut
DiBut
4. Januar, 2024 15:03

Oh hah, heikles Thema.
Konsens ist, dass sexualisierte Gewalt an Kindern/Jugendlichen/Minderjährigen ein absolutes “No-Go” ist.
Und hier kann ich mit Deiner Gedankenkette nicht mehr konform gehen, wenn der vorherige Satz gültig ist.
Die KI ist inzwischen so weit Fortgeschritten, es fällt uns immer schwerer zwischen Echt und Unecht zu Unterscheiden. Ist die Darstellung schwerster sexueller Gewalt dann deswegen Akzeptabel, weil ja “nur” Nullen und Einsen missbraucht werden? Und wenn wir als Gesellschaft KI-KP akzeptieren, weil dann irgendwo auf der Welt ein Kind weniger missbraucht wird, besteht dann nicht die Gefahr, dass KP als Kink wie Anpinkeln angesehen wird und wir an einen Punkt kommen, wo Teile der Gesellschaft Pädophilie als Normal ansehen? Wo die Darstellung von sexuellen Handlungen an Kindern so Selbstverständlich werden wie die Tittenbildchen in der BILD?
Und ich rede hier nur von generierten Bildchen, in wenigen Jahren kann sich jeder seine Fickfilmchen in Sekundenschnelle zu Hause erschaffen und die Flut an ekelhaftesten Perversionen, die sich in Windeseile im WWW verbreiten können/werden, lässt mich innerlich Kotzen.

DiBut
DiBut
4. Januar, 2024 18:39
Reply to  Torsten Dewi

Zu Deinem ersten Absatz:
Nein, KP ist KP, ob eine KI hier tätig war ist für mich unerheblich. Und wenn ich mich hier nicht völlig irre sind auch Schriften, die die sexuelle Handlung an sich beschreiben, vom Gesetzgeber verboten. Wie auch immer: Wenn die dargebotenen Inhalte nicht mehr als KI generiert zu erkennen sind, ist dann der Nutzer weniger schuldig? Oder anders: Wenn echte KP konsumiert wird, kann sich dann in Zukunft jeder Beschuldigte darauf berufen er wäre davon ausgegangen KI generierte Inhalte zu “genießen”?
Zu Deinem zweiten Absatz:
Das war eine Überspitzung und ich hoffe Du weißt Du auch.
Den letzten Satz empfinde ich als Frechheit, da er mMn impliziert ich würde KP in irgendeiner Form gutheißen.

Nikolai
Nikolai
4. Januar, 2024 17:39
Reply to  DiBut

So als Hinweis…

Das ist ein “Argument der schiefen Ebene” und damit kein tatsächliches Argument

Bitte gern:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dammbruchargument#:~:text=Argument%20der%20schiefen%20Ebene%2C%20bezeichnet,%E2%80%9Eden%20Damm%20bricht%E2%80%9C%20bzw.

Als eingeführt wurde, dass auch homosexuelle Paare heiraten würden hieß es teilweise, dass es nicht lange dauert bis die ersten Leute ihr Auto heiraten.

Andreas
Andreas
4. Januar, 2024 17:28

Interessant dazu: Kürzlich wurde das Gesetz bezüglich K.P. ja angepasst und “entschärft”. Da gab es natürlich entrüstung ala “Die Politik Bande ist wohl dafür und schützt Täter!” Der Hintergrund ist aber natürlich ganz anders. Es gab z.B. den Fall eine Lehrerin, die aufmerksam wurde, dass nackbilder einer Schülerin kursieren. Weil sie diese dann auch auf ihrem Smartphone hatte, wurde sie gefeuert-

Feivel
Feivel
4. Januar, 2024 17:55
Reply to  Andreas

Das schöne ist ja, dass vor der Einführung des Gesetzes wirklich ALLE (!) mit Ahnung gesagt haben “Ehhh, wenn wir die Mindeststrafe so hoch setzen, können wir Dinge im Graubereich nicht mehr fallen lassen, sondern müssen auch Unschuldige einknasten” und als Antwort kam nur “Nein, das wird nicht passieren, weil das wollen wir ja nicht.” – ist dem geschriebenen Gesetz nur herzlich egal, was gewollt wurde.

hilti
hilti
5. Januar, 2024 02:15
Reply to  Andreas

Der Hintergrund war, dass das Gesetz verschärft und die Möglichkeit der Einstellung im minderschweren Fall wurde gestrichen, so dass man bei 1 Jahr Mindeststrafe war. Die Lehrerin wurde auf das Foto aufmerksam und hat es den Eltern des Mädchens geschickt damit die Bescheid wisen. Tja, dann wurde sie wegen Besitz und Verbreitung angeklagt…

S-Man
8. Januar, 2024 07:49
Feivel
Feivel
8. Januar, 2024 20:21
Reply to  S-Man

Herbert Mertin (FDP) für Ungewissheiten: “Ein Problem könnte sein, dass das bloße Herstellen, ohne es vertreiben zu wollen, gegebenenfalls straflos bleibt, wenn sie es mit künstlicher Intelligenz machen. Stellen Sie es mit echten Kindern her, dann ist es strafbar.”

Das ist schon fast kriminell dumm. Es gibt dort schlicht keine Rechtslücke – etwas anderes zu behaupten ist purer Populismus, der die Situation nicht besser macht.

Im Artikel wird mehrfach Japan erwähnt. Japan ist in der Hinsicht wirklich sehr… speziell. Primäre Geschlechtsteile werden verpixelt, aber sexualisierte Darstellungen von Kindern (gezeichnet und animiert) ist legal – also solange auch bei den Kindern die Geschlechtsteile verpixelt sind. Ich hielt das für ein Internet-Phänomen, aber nach einem Besuch in einem Hentai-Schuppen in Akihabara, Tokyo: das Zeug wird tatsächlich offen, ganz schamlos verkauft. Trotzdem hat Japan, soweit eine Google-Recherche mir da Einblick geben konnte, scheinbar keine signifikant höhere Missbrauchsrate. Das ist natürlich mit Vorsicht zu genießen – ich habe zu wenig Kenntnis der japanischen Kultur, um einzuschätzen, ob/wann soetwas überhaupt angezeigt wird. In Afghanistan ist der dokumentierte sexuelle Missbrauch von Kindern ja, entsprechend der Kultur/Rechtssprechung, deutlich niedriger als in der westlichen Welt…

(Off topic: Kann nochmal jemand sagen, wer die im Artikel erwähnte “Recherche” durchführte? Es wurde ja nur zehnmal und in jedem zweiten Satz im Artikel erwähnt..)

Thomas
Thomas
9. Januar, 2024 11:42

Sorry, hab nicht alle Kommentare gelesen, beim Überfliegen ist mir aber mein Punkt zu dem Thema nicht untergekommen.

Habe früher oft die Posts von Udo Vetter (lawblog) gelesen, der häufig “solche Leute” vor Gericht vertreten hat. Wenn ich mich richtig erinnere, hat er gesagt, dass die Filme zum größten Teil nicht um der Filme Willen gedreht werden sondern, dass es sich um gefilmten Missbrauch handelt. Die Filme sind also ein “Beiwerk” einer Straftat, die ohnehin begangen wird.

Sollte das Stimmen, wären KI-generierte “Produktionen” keine Unterstützung darin, Kinder zu schützen, sie würden lediglich dafür sorgen, dass mehr davon im Umlauf ist und die gesellschaftlichen Hürden zu dem Thema geringer werden.

(wenn das nicht ohnehin klar ist: ich bin kein Experte und erzähle nur Dinge aus meiner Erinnerung)

Thomas
Thomas
11. Januar, 2024 13:18
Reply to  Torsten Dewi

genau, ‘wenn’ – ich hab halt echt keinen Nerv, in die Richtung zu recherchieren. Vetter hatte zu diesem Thema auch öfter geschrieben, dass es da keine “Industrie” gibt – es wird wohl so gut wie nie Geld dafür bezahlt – um an “Material” zu kommen, muss man selbst Material bereitstellen. Durch die Legalisierung der KI-Bilder würde tatsächlich ein lukrativer Markt entstehen und Leute würden Geld daran verdienen…

Lothar
Lothar
11. Januar, 2024 12:33
Reply to  Thomas

Wenn ich mich richtig erinnere, hat er gesagt, dass die Filme zum größten Teil nicht um der Filme Willen gedreht werden sondern, dass es sich um gefilmten Missbrauch handelt. Die Filme sind also ein “Beiwerk” einer Straftat, die ohnehin begangen wird.

Das beschreibt die Motivation derjenigen, die solche Filme herstellen. Dann gibt es aber noch die Gruppe der rein Konsumierenden. Für die stellen virtuelle Produktionen eventuell daher trotzdem eine “Lösung” dar.

Martin Däniken
Martin Däniken
17. Januar, 2024 01:58

OK. Als alter Krimileser vermisse ich mindestens 2 Fragen : “Cui bono?” und ” Wo ist das Geld !”
Der Einsatz von KI in KP könnte (absichtlich?!) den Effekt haben, das “alle” sagen, is eh alles Fake …und die echten Opfer durch den Rost fallen, buchstäblich!
Der Zuschauer bei KP ist sowohl Zeuge im juristischen Sinn als auch Täter durch Besitz von KP, KI macht die Sache etwas komplexer und interessant für Rechtsanwälte und deren Brieftaschen von TV/InternetRechtsexperten mal ganz abgesehen…
Das werden verwirrende Zeiten…und schöne für die mit einfachen Lösungen,
wie immer!
Eine Wichtige Sache, die immer als Filter dabei sein sollte, wieviele Frauen und Kinder jedes Jahr verschwinden.
ES gibt genügend echtes Material, das mit geringen Aufwand produziert wurde. Aber hochwertig rüber käme wäre es nicht bearbeitet.
Und das Internet sorgt für den Vertrieb…Aber sichere Vertriebswege, Einfluss auf Gesetzgebung und Strafverfahren sowas kann Hinweis auf Organisierte Krimimalität sein. Denn die OK fragt nicht ob etwas illegal ist, sondern ist es illegal
und kosteneffizient und ist damit Geld zu holen, steuerfrei! Und es muss das Material garnicht mal geben…der Kuhnde wird gelinkt.
Sie machens auch nicht anders als legale Unternehmungen. Nur effizienter!
Gewerkschaften, Tarifverträge, Renten – NIE. Abzocken und betrügen-IMMER.
Denn wo sollte sich ein KP-Kunde beschweren können…
Michael Kohlhaase wird auch nicht funktionieren.

Unsere Gesetzgeber haben ja Unterschiede bei der KP gemacht: “Soft!” und “Fucking Hart”. Siehe auch die Edathy PKs der Staatsanwaltschaft.

Also wenn von Komplexität die Rede ist, schalten “Die Leute” reflexartig mental ab … nicht das man das (aus)nutzen könnte oder würde… unbewusst oder gezielt…

.

Frank B.
Frank B.
17. Januar, 2024 18:59

Hallo lieber Wortvogel, neulich fiel mir auf, das bereits in der Graphic-Novel GHOST WORLD von Daniel Clowes, der anfangs (1993 bis `97) in Fortsetzungen in den Ausgaben 11 bis 18 in der Comicreihe “Eightball” erschien (später verfilmt von Terry Zwigoff, nämlich 2001) bereits um das Thema KI-Pornografie ging:
Der User, ein “katholischer Pfarrer”, der als “perverses Schwein” beschrieben wird, salbadert dort, was dort nun seine Triebe zu bändigen half: Fotos mit Minderjährigen, digital kreiert …