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USA 2013. Regie: Zack Snyder. Darsteller: Henry Cavill, Amy Adams, Michael Shannon, Kevin Costner, Diane Lane, Russell Crowe, Laurence Fishburne, Antje Traue, Christopher Meloni u.a.

FETTE SPOILER VORAUS!

Story: Auf dem entfernten Planeten Krypton droht die Apokalypse – irgendwie hat man den Kern des Planeten durch Anzapfung instabil gemacht. Zeitgleich versucht General Zod sich an die Macht zu putschen, weil er gerne im Weltall nach einer neuen Heimat für die Kryptonier suchen will (was der Hohe Rat aus unerfindlichen Gründen ablehnt). Der Wissenschaftler Jor-El versucht es anders: er hat seine Frau Lara das erste Kind gebähren lassen, dessen Bestimmung nicht vorprogrammiert ist. Zods Putsch scheitert, die Verbrecher kommen in die Phantomzone, Jor-El kommt um, die Rakete mit dem kleinen Kal-El startet in den Hyperraum, Krypton macht BOOOOM!

33 Jahre später lebt Clark Kent als Nochnichtsuperman auf der Erde und denkt über die Einsamkeit, seine Kräfte und die mit ihnen verbundene Verantwortung nach. Dann findet er die Überreste eines kryptonischen Scout-Schiffes von vor 20.000 Jahren, das ihm Hologramme seines leiblichen Vaters Jor-El beschert, aber auch den Besuch von General Zod und seinen Spießgesellen, die mal eben aus einem „phantom drive“ ein „hyper drive“ gebaut haben, um aus der Phantomzone zu entkommen. Zod will in den Besitz des „Codex“ kommen, der die genetische Information aller künftigen Kryptonier enthält. Mit diesen Informationen könnte Zod die Erde mit Kryptoniern bevölkern – auf Kosten der Menschen. Doch Jor-El hat den Codex in den Genen seines Sohnes verschlüsselt. Und obwohl Mittlerweilesuperman mit Hilfe von Lois Lane immer noch im vollständigen Besitz seiner Gene ist, startet Zod zwei riesige „Weltenformer“, die unsere Erde schon mal auf kryptonisches Klima bringen sollen. Das gibt Schläge.

MAN OF STEEL

Kritik: Kaum ein Film des Blockbuster-Sommers wird mit soviel Unbehagen erwartet wie „Man of Steel“. Zack Snyders Filmographie ist sehr wechselwarm, der letzte Superman-Reboot war ein peinlicher Totalausfall und die Frage, was Superman ausmacht und wie die Figur in ein glaubwürdiges Konfliktszenario integriert werden kann, konnten auch die hübschen, aber letztlich inhaltsleeren Trailer nicht beantworten. „Star Trek into Darkness“ und „Iron Man 3„, „Thor 2“ und „The Wolverine“ haben den Vorteil, bereits einen gesetzten „Look & Feel“ mitzubringen, vertraute Figuren und bewährte Strukturen. „Man of Steel“ hingegen muss sich beweisen, weil „Superman“ eine Franchise ist, deren Blockbustertauglichkeit offensichtlich ist, aber seit 30 Jahren brach liegt. Die Figur ist, und ich nehme das Wort nicht leichtfertig in den Mund, Kult – und schwerer zu adaptieren als Comichelden wie Batman und Spider-Man, die klarer definierte Schwächen und Konflikte mitbringen. Bei Superman treffen gigantische Erwartungen der Fans auf eine gigantische Herausforderung an die Filmemacher – und eine Figur, die praktisch unzerstörbar ist und moralisch ohne Fehl und Tadel.

Ich habe ein S-Tattoo auf der rechten Schulter. Ich liebe Superman. Ich war bereit, Snyder und „Man of Steel“ Leine zu lassen, keine Perfektion zu erwarten, mit solidem Entertainment zufrieden zu sein.

Does it suck? No. Aber das ist eigentlich das Beste, was ich über „Man of Steel“ sagen kann. Der Film ist kein Debakel. Dafür macht er zuviel richtig, was „Superman returns“ falsch gemacht. Trotzdem ist mir ein Rätsel, was sich die Produzenten bei der Story gedacht haben. Bekanntermaßen war einer der größten Fehler von „Superman returns“, sich inhaltlich und visuell an die alten Christopher Reeve-Filme zu binden (besonders an den ersten). „Man of Steel“ kündigt diese Abhängigkeit zwar auf stilistischer Ebene auf, ist aber doch nur ein Reboot/Reimagening/Retelling von „Superman II“.

Und weil die recht banale Geschichte von „Superman II“ (drei kryptonische Verbecher wollen die Erde übernehmen) für den Anspruch der Macher, den Superman-Mythos neu zu definieren, nicht ausreicht, wird wirklich ALLES unnötig kompliziert erzählt. Wir bekommen eine halbe Stunde Krypton-Prolog zu sehen, der uns mit Informationen und Backstory bombardiert, ohne am Ende wirklich ausreichend Fleisch für den Rest der Handlung bereit zu stellen. Das erinnert an den elend langen Prolog von „Thor„, der uns mit tonnenweise Asgard-Exposition in CGI-Wandelhallen langweilte, bevor er endlich zur Sache kam. All sizzle, no steak.

Man-of-Steel-image

Schlimmer noch: das ganze Krypton-Gedöns ist so überladen, dass ich nicht richtig in den Film „rein“ kam. Tonnenweise Sci-Tech und visueller Schnickschnack machen es unmöglich, sich zu orientieren und auch nur die einfachsten Elemente der Geschichte schnell und präzise zu identifizieren. Wieso gibt es auf Krypton plötzlich so eine Art fliegende Drachen als Transportmittel? Wieso muss Jor-El nach dem Codex tauchen? Wieso hat der Codex Schädelform? Und was ist der Nutzen eines monströsen Hightech-Schutzanzugs, der keinen Helm mitbringt und nicht einmal vor einer simplen Klinge schützt? Die Antwort auf alle diese Fragen: es sieht halt schick aus und täuscht vor, dass der ganze banale Prolog deutlich mehr „Gewicht“ hat, als tatsächlich vorhanden ist. Es ist die Besessenheit von Design und Schnickschnack, die Snyder wie schon bei „Sucker Punch“ davon abhält, sich auf die Figuren und ihr Schicksal zu konzentrieren.

Nun gut, irgendwann kommen wir dann endlich auf der Erde an, der Look von „Man of Steel“ wird etwas naturalistischer – und Goyers Skript verfällt auf die dumme Idee, vor die Supermannwerdung die Mannwerdung von Kal-El in permanenten Rückblenden in die Haupthandlung einzubauen. Das tritt bei der Action permanent auf die Bremse und gibt uns keinerlei zusätzliche Information, denn wir wissen doch alle, wer Clark Kent ist und welche Werte er von den Kents mitbekommen hat.

MAN OF STEEL

Man sieht „Man of Steel“ in jedem Augenblick an, dass die Beteiligten sich überhoben haben: Schauplatzwechsel sind willkürlich und teilweise nicht nachzuvollziehen, immer wieder müssen Dinge exakt dort passieren, wo sich unsere Figuren zufällig gerade aufhalten. Es gibt Actionsequenzen (wie der Kampf Supermans gegen die morphenden Hightech-Tentakel), die keinen Sinn und Zweck haben außer dem, alle zehn Minuten irgendwas krachen lassen zu müssen. Jede Chance, uns diese Welt und seinen Helden sympathisch zu machen, verliert sich im Gedröhn des geradezu verzweifelten Bemühens, DAS Spektakel des Sommers zu bieten.

Ich sehe die Verantwortung dafür primär bei David Goyer, dessen Skript jedes echte Drama abgeht. Goyer halte ich mittlerweile für den Mick Garris des Superhelden-Films – ein scheinbar nicht abzuschüttelndes Übel, ein minder begabter Schreiberling, der das Glück hatte, rechtzeitig die richtigen Connections in der Branche zu schließen und sich als Comic-Guru zu etablieren. Dabei bestehen seine Skripts meist aus substanzlosen Klischees und leeren Figuren, die sich neben Gebäuden und Fahrzeugen bevorzugt Phrasen um die Ohren hauen.

Weil „Man of Steel“ nicht wirklich tiefgründig ist, will ich mich über die Meta-Ebenen nicht zu sehr auslassen, aber es ist auffällig, dass der Film eine unangenehm anti-wissenschaftliche Grundaussage zu verkaufen sucht: der quasi-religiöse „Glaube“ an das „Gute“ siegt immer über die „kalte“ Evolution. Das ist so plump wie dumm. Und auf der Zielgeraden versichert Superman dem US-Militär auch noch, keine Gefahr für die etablierte Ordnung zu sein, denn er sei „as american as it gets“. Da ist es dann auch schon egal.

Die Schauspieler sind ebenfalls ein „mixed bag“. Fangen wir bei Henry Cavill an, der zwar leichte Schwächen in den schwierigeren Szenen zeigt, ansonsten aber eine geradezu perfekte Verkörperung der Heldenikone des DC-Universums ist. Glatt, muskulös, imposant – nie so brütend introspektiv wie Christian Bale, aber auch nicht störend naiv oder stoisch. Das Kostüm steht im ausgezeichnet.

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Dass Russell Crowe ein interessanter Jor-El sein würde, war ausgemachte Sache. Stimmt auch. Kevin Costner überrascht dafür mit einem nicht minder starken Jonathan Kent. Auch Diane Lane überzeugt, ohne das nervig muttige der früheren Ma Kent-Darstellerinnen rauszukehren.

Michael Shannon ist mir als Zod erheblich zu transparent und hysterisch und kann in keiner Sekunde die überlegene Präsenz von Terence Stamp abschütteln. Laurence Fishburne ist ein farbloser (yeah, I went there!) Perry White, zumal er nur die immer gleichen Perry White-Phrasen absondern darf.

Und Amy Adams als Lois Lane? Besser als Kate Bosworth, aber immer noch nicht gut. Sie sieht einfach nicht aus wie Lois Lane. Warum wehren sich die Macher von Superman-Filmen immer, Lois Lane so zu besetzen, wie wir sie aus den Comics kennen? Mit Teri Hatcher in „Lois & Clark“ hat das doch wunderbar geklappt.

Nun fragt ihr mittlerweile zu Recht, wo denn das ist, was „Man of Steel“ im Gegensatz zu „Superman returns“ richtig macht. Nun, die Action ist ordentlich inszeniert und wenn Synder es mal krachen lässt, lässt er es richtig krachen. Im Finale gibt es zwei, drei Fights, in denen die spielerische Begeisterung an der Zerstörung durchscheint, die „Avengers“ so vergnüglich gemacht hat. Es gibt auch immer wieder einzelne Shots, Momentaufnahmen, in denen es Snyder gelingt, die quasi-religiöse Imposanz der Figur einzufangen. Dann erinnern die Kompositionen auf der Leinwand an die Comic-Gemälde von Alex Ross.

Der Film nimmt sich zudem erfreulich ernst, gibt Superman nie der Lächerlichkeit preis, verkneift sich „ironische“ Charaktere und lässt keinen Darsteller derart außer Kontrolle geraten wie Kevin Spacey in „Superman returns“. Man spürt, dass Goyer und Snyder Superman gerecht werden wollen – dass sie es nicht schaffen, steht auf einem anderen Blatt.

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Und so wird man während der Laufzeit hin- und hergerissen: man sieht den Superman, den man immer sehen wollte – nur leider im falschen Film. Man ärgert sich über dutzendfach gesehene Szenen von Raumschiffen, die über Manhattan herfallen – nur um im nächsten Shot über ein „kaPOW!“ zu jubeln, das eines richtigen „Superman“-Films würdig ist. You will believe a man can fly.

Irgendwo in diesem Einsuperman-Film von 145 Minuten steckt Dersuperman-Film von vielleicht 85 Minuten. Zack Snyder hat ihn nur leider gut versteckt.

Es sei der Fairness halber gesagt, dass Florian Breitsameter von SF-Film „Man of Steel“ deutlich besser fand als ich. Vielleicht solltet ihr euch zum Ausgleich auch noch seine Kritik durchlesen, wenn sie online geht.

Fazit: Ein zu gewaltsam auf Blockbuster getrimmter SciFi-Actioner, der nie den Kern seiner Figur findet und das mit beträchtlichem Getöse und schwurbeligem Storytelling zu übertünchen versucht. Kann man wegen des Remmidemmis gucken – ich wartet weiterhin auf „meinen“ Superman-Film und befürchte eher unterwältigende Einspielzahlen an den weltweiten Kinokassen.



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Vineyard
Vineyard

Habs ja schon auf FB gesagt, aber scheinbar neigt Goyer wirklich dazu seine Plots zu sehr zu überfrachten.

Oh und @Teri Hatcher:

NUR die ersten 2 Staffeln. Ab Staffel 3

– Nervte sie
– Hatte eine furchtbare Frisur
– Und war auf dem Magertrip, was ihr leider SEHR VIEL an Sexappeal gekostet hat.

Vielleicht wäre Brainiac als (neuer) Bösewicht doch nicht so schlecht gewesen. (Auch wenn es dann so gewirkt hätte als ob man Teile des uralten Smith Drehbuchs geklaut hätte, aber hey wer außer ein paar alternder Geeks weiß überhaupt noch davon.^^)

Paddy-o
Paddy-o

Ich fand die Spoiler jetzt alles andere als „fett“ ! 😉

Exverlobter
Exverlobter

„Ich habe ein S-Tattoo auf der rechten Schulter.“

Tja, die Jugendsünden.

„der letzte Superman-Reboot war ein peinlicher Totalausfall “

Keine Ahnung was alle an dem Film so scheiße finden. Ich mochte vor allem den Richard Donner-Film und man merkte Singer an, dass er da wieder eine gewisse Kontinuität reinbringen wollte.

„ohne das nervig muttige der früheren Ma Kent-Darstellerinnen rauszukehren.“

Erst dachte ich du hättest dich vertippt, lol. M statt n.
Aber muttig gibt irgendwie Sinn. Obwohl ich dieses Adjektiv vorher noch nie gehört habe.

Noch eine Frage
Wie schlägt sich Hans Zimmer im Vergleich zu John Williams?

Wortvogel
Wortvogel

@ Exverlobter: Das Tattoo ist keine Jugendsünde – ich war damals 32 und finde es auch heute noch geil.

Ich habe kein Ohr für Soundtracks, darum kann ich zu dem Zimmer-Score nichts sagen. Vielleicht sollte ich aber noch anmerken, dass das 3D mal wieder solide, aber unauffällig ist.

heino
heino

Das klingt nach dem, was ich erwartet hatte. Dass nur Superman II neu aufgekocht würde, war ja schon durch die Trailer klar, aber wenigstens haben sie im Gegensatz zu Abrams nie so getan, als wäre das anders. Damit fürchte ich, dass Warner infolge einer zu hohen Erfolgserwartung alle weiteren DC-Projekte zurück in den Giftschrank stellen wird. Natürlich mit Ausnahme von Batman, dessen Reboot ja eh gesetzt ist.

dermax
dermax

@Exverlobter: „Keine Ahnung was alle an dem Film so scheiße finden.“

Hmmm… Kevin Spacey als Lex Luthor? Sein völlig schwachsinniger Plan? Superman wird von Kryptonit immer grad soviel geschwächt, damit es dem Drehbuch hilft? Frau Bosworth wurde schon genannt… der Langella als Perry war auch komplett fehlbesetzt…

Sven
Sven

Bei uns kam die erste Stunde auch nicht gut an. Hatte auch Probleme in den Film zu kommen, jedoch dies aber eher an den Rückblenden festgemacht. Die Szenen auf Krypton waren leidlich unterhalsam, aber too much bang for the plot;)
Die geographischen Gegebenheiten lassen Smallville ( oder wo sollte der Fight mit der Diesellok;) stattfinden ) als Nabel der Welt scheinen.
Für die meisten Lacher hat aber in HH die Einführung des Kostüms gesorgt…

jimmy1138
jimmy1138

„Spezielles“ Kind + 33 Jahre später – bewußte Anspielung auf die Jesus-Geschichte?
Goyer – najo, die Batman-Trilogie mitgeschrieben zu haben, ist ja auch nicht nix.

Wortvogel
Wortvogel

@ jimmy1138: Das mit den 33 Jahren ist mir natürlich auch sofort aufgefallen / aufgestoßen. Es wird auch viel davon gesprochen, dass Superman für die Menschen eine Gottesfigur darstellt. Aber das war in den Comics oft auch nicht anders.

Exverlobter
Exverlobter

Jepp, das hatten wir doch im Vorgänger auch schon, wenn er den Krypton-Asteroiden in den Erdorbit trägt, und dann in einer biblischen Pose wieder zu Boden stürzt.

http://www.youtube.com/watch?v=XUxAGsL8b0o

Vineyard
Vineyard

@Langela: Der war sowieso eine Notlösung, weil Hugh Laurie nicht konnte.

@Hans Zimmer: Der klingt doch sowieso immer gleich. (Zumindestens in aktionbetonten Szenen.)

Vineyard
Vineyard

Oh, @Smallville:

Seit der Serie sowieso.

Hab ich schon mal erwähnt, daß ich den Machern wegen des Serienfinale sehr gerne heftige Schmerzen zufügen möchte?

Medienjunkie
Medienjunkie

Selten war ich bei einer Filmkritik so einer Meinung mit dem Wortvogel wie diesmal. Vor allem diesem Satz kann ich nur zustimmen:
„Goyer halte ich mittlerweile für den Mick Garris des Superhelden-Films – ein scheinbar nicht abzuschüttelndes Übel, ein minder begabter Schreiberling, der das Glück hatte, rechtzeitig die richtigen Connections in der Branche zu schließen und sich als Comic-Guru zu etablieren.“

Der Mann hat ja außer der Dark Knight-Trilogie auch praktisch nur Flops geschrieben bzw. entworfen („Blade – The Series“, „Flash Forward“, „Ghost Rider 2“), und selbst bei der fand ich 2 von 3 Drehbüchern äußerst schwach. Denke trotzdem, dass der Film ein kommerzieller Erfolg werden wird, weil er eben doch sehr viel Action-Spektakel bietet, und wir dann demnächst mit der JLA-Verfilmung beglückt werden.

Ich trauere jetzt noch stärker dem nicht realisierten Superman-Film von Tim Burton nach.

Wortvogel
Wortvogel

@ Medienjunkie: Na ja, „Nick Fury“ mit David Hasselhoff von Goyer fand ich ganz unterhaltsam – aber eben auch auf eine doofe, oberflächliche Art und Weise. Es steht auch die Frage im Raum, was Goyer wirklich zu Drehbüchern wie „Dark City“ beigetragen hat.

Teleprompter
Teleprompter

„Unterwältigende“ (tolles Wort) Einspielergebnisse ? Würde ich ungesehen gegen wetten, zumindest für weite Teile der Welt (hier in Deutschland gehen allerdings die Uhren tatsächlich anders, „wir“ rennen halt lieber in den dritten Aufguss einer eh schon mäßigen Saufkomödie). Superhelden liegen im Trend, die Trailer kamen gut an, neue Superman-Filme sehen gerade die Amis als nationale Pflichtveranstaltungen, die Bugwelle vom Nolan, die Hoffnung auf einen JL-Film, ein – trendmäßig – ordentlicher RT-Wert… riecht für mich eigentlich nach (Kassen-)Erfolg.

Exverlobter
Exverlobter

„hier in Deutschland gehen allerdings die Uhren tatsächlich anders, “wir” rennen halt lieber in den dritten Aufguss einer eh schon mäßigen Saufkomödie)“

Genau!

http://www.youtube.com/watch?v=GIYJtaB6mFU

Andy
Andy

“minder begabter Schreiberling“
Das scheint in Hollywood mittlerweile ein allgemeines Problem geworden zu sein!

Mencken
Mencken

Glaube auch, dass der Film kein großer Erfolg wird, Trailer waren wenig ansprechend und Superman scheint ausserhalb Amerikas auch deutlich weniger populär zu sein (im Vergleich mit anderen Superhelden, wobei mir als altem Captain America Fan sein Stellenwert immer noch recht hoch erscheint).

145 Min. scheint mir auch arg lang, wobei das heutzutage vermutlich kein Nachteil an der Kasse ist.

Die religiösen Bezüge waren meines Wissens schon immer bei der Figur dabei, passt meines Erachtens aber auch perfekt und muss sogar so sein, wenn es sich wirklich um Superman handelt.

Zu Synthie-Nazi Zimmer sage ich lieber nichts, ist für mich der Goyer (bzw. Garris) der Filmmusik.

Exverlobter
Exverlobter

Ach ja, das ewige Spiel mit den Box-Office-Erwartungen. Wie hirnrissig das manchmal ist, zeigt dieser Artikel schön auf.

http://www.forbes.com/sites/scottmendelson/2013/06/07/man-of-steel-and-the-politics-of-box-office-expectations/

heino
heino

„Der Mann hat ja außer der Dark Knight-Trilogie auch praktisch nur Flops geschrieben bzw. entworfen (“Blade – The Series”, “Flash Forward”, “Ghost Rider 2″), und selbst bei der fand ich 2 von 3 Drehbüchern äußerst schwach“

Das stimmt so nicht. Zu „Batman Begins“ hat er laut eigener Aussage das First Draft beigesteuert, zu TDK und TDKR nur die grobe Story. Die eigentlichen Scripts stammten in allen 3 Fällen von den Nolan-Brüdern. Und Blade 1 + 2 3 waren alles andere als Flops. Selbst der schwache Teil 3 war kein richtiger Flop.

invincible warrior
invincible warrior

Wie ich grade gelesen habe, hat Warner wohl schon grünes Licht für einen zweiten Teil gegeben. Auch der JLA Film scheint endlich wieder voranzukommen, aber wohl mit Goyer an der Schreibfront. Goyer kann man ja viel vorwerfen, aber immerhin produziert er nicht so viel Scheiße mit Potential wie Lindelof, Orci und Kurtzman.

Wortvogel
Wortvogel

@ heino: Das ist ja genau das Problem mit Goyer – diverse seiner Sachen waren scheiße, aber extrem erfolgreich.

@ invincible warrior: wenn „Man of Steel“ floppt, ist das Sequel schon wieder Geschichte. Das übliche Spiel: die Macher verlangen vor Kinostart Vorverträge, um auch im Falles eines Flops Ausfallhonorar zu kassieren. Der Vorteil für Warner: die Honorare werden festgeschrieben, bevor die Gagen bei einem Superhit in die Höhe schießen können.

Mencken
Mencken

Ich würde nicht mal sagen, daß viele Sachen von Goyer scheiße sind (dann wären sie vermutlich nicht so erfolgreich gewesen), sondern eher immer nur solide Durchschnittskost, die gerade eben so die Minimalanforderungen erfüllt. Wesentlich frustrierender als ein vollkommen missglückter Film, weil man immer noch sieht, was hätte sein können.

Andy
Andy

Ich denke Man of Steel wird nicht floppen.

Dietmar
Dietmar

Ach, das ist wieder schade. Mir hat bisher kein Superman-Film gefallen, und diesem scheint es dann auch nicht gelingen zu können.

Peroy
Peroy

Ich hoffe der floppt so hart, dass Sack Schneider beide Nieren versagen.

Doc Knobel
Doc Knobel

Ich kann mit der Figur Superman an sich wenig anfangen, von daher war mein Interesse an einem neuen Film – gerade nach dem völlig desolaten Versuch einer Neuauflage – gering. Allerdings gefielen mir die Trailer recht gut, so dass ich tatsächlich mit dem Gedanken spielte, einen erneuten Kino-Anlauf zu wagen. Die WV-Kritik in Verbindung mit anderen Reviews lassen mich jedoch zweifeln. Gerade das hier

„… alle zehn Minuten irgendwas krachen lassen zu müssen. Jede Chance, uns diese Welt und seinen Helden sympathisch zu machen, verliert sich im Gedröhn des geradezu verzweifelten Bemühens, DAS Spektakel des Sommers zu bieten.“

störte mich bereits bei „Star Trek“, wobei ich den im Gesamtpaket recht gelungen fand. Trotzdem ist es auffällig, dass es scheinbar heute unmöglich ist, einem teuren Sommer-Blockbuster auch mal ein paar Minuten Ruhe gönnen zu können. Für mich zudem überraschend, dass Shannon nicht sonderlich überzeugen kann, den ich in „Take Shelter“ und „Boardwalk Empire“ grandios fand.
Was mache ich nun? Reingehen, oder nicht? In diesem Jahr habe ich „Iron Man 3“ und „Oblivion“ verpasst, „After Earth“, „Pacific Rim“ und „The Lone Ranger“ interessieren mich nicht. „Wolverine 2“ hauptsächlich nur meiner Frau zuliebe, da bleibt neben den beiden „White House“ Filmen – wobei ich auch da noch nicht weiß, ob ich dafür ins Kino gehen soll – nicht mehr viel, einzig „World War Z“ ist gesetzt. Und bis dato noch „Man of Steel“. Jetzt bin ich verunsichert.
Gnaa.

Exverlobter
Exverlobter

„Ich hoffe der floppt so hart, dass Sack Schneider beide Nieren versagen.“

Wenn ich einem Film den Flop gewünscht hätte, dann eher dem Spiderman-Reboot. Ein von Buchhaltern in Auftrag gegebenes und daher zynisches Machwerk, das lediglich existiert um die Spiderman Rechte nicht wieder zu verlieren.

heino
heino

@WV:ich fand keinen dieser Filme wirklich scheiße. Klar haben sie alle Schwächen, aber welcher Film hat die nicht? Und selbst Blade 3 hat noch viele gute Ideen, nur Reynolds und die Posey gehen mir da richtig auf die Nüsse. Bei Batman begins hat er sogar ziemlich gute Arbeit geleistet, bei den anderen beiden Batman-Filmen muß man aber die Nolans als diejenigen ansehen, die gute oder miese Arbeit geleistet haben. Und seit ich die Bücher von Hughes gelesen habe, tun mir Drehbuchautoren richtig leid. Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Leute Snyder und Goyer da in die Arbeit reinegredet haben. Man muß ja nur mal das Kapitel über die Burton/Cage-Phase in Sachen Superman-Verfilmung lesen, um eine Ahnung zu bekommen, wie sowas abläuft. Ich sag „Riesenspinne“:-)

Immerhin liefert Goyer (Ghost Rider 2 ausgenommen, den habe ich noch nicht gesehen) Scripts ab, die dann auch tatsächlich verfilmt werden und nicht totale Kacke sind. Auch hier wieder die „Superman Lives“-Nummer, man schaue mal in das inzwischen online aufgetauchte Script von Wesley Strick rein, das ist wirklich katastrophal grotesk.

Frank Böhmert
Frank Böhmert

Wir-woll’n-das-Tattoo-seh’n-wir-woll’n-das-Tattoo-seh’n!

Dr. Acula
Dr. Acula

Mir geht’s ähnlich wie dem Kollegen Knobel. Ich halte den Superman-Charakter für reichlich uninteressant und schwierig, filmisch brauchbar umzusetzen. Ich glaube, es war ein Cracked-Artikel, der das Dilemma auf den Punkt brachte – macht man Supie, so wie er im Comic-Buche steht, also unermeßlich stark und moralisch makellos, ist weder ein vordergründiger („Äktschn“) noch ein psychologischer Konflikt wirklich machbar, nimmt man von den Superkräften oder seinen moralischen Werten etwas weg, ist es nicht mehr Superman.

Da ich trotz allem auf die visuelle Grandezza von Snyder stehe, wird das wohl ein Fall für’s Heimkino.

Wortvogel
Wortvogel

@ Frank Böhmert: Ich bin sicher, davon schon mal ein Bild hier gepostet zu haben. Kann ich aber problemlos dieser Tage nachholen.

@ Acula: Juni, Kalender „365 neue Fremdworte“ bei „g“ – das passt 🙂

Dr. Acula
Dr. Acula

@Vogel
Du bist ja bloß neidisch, weil ich viel gebildeter sein tu als du *schmoll*

jimmy1138
jimmy1138

@ Dr. Acula: vielleicht sollte man mal einen Superman-Film so machen, wie die Figur ursprünglich konzipiert war – als Bösewicht. Da kriegen die Verantwortlichen aber garantiert einen Herzinfarkt bei so einer Idee.

Blade Trinity: gab’s da nicht massig Probleme mit Super-Diva Snipes?

BTW: Hatten ja vor Monaten diese „Awesome Summer of 2013“-Collage – wieviel ist da an Awesomeness geblieben? Naja, solange Pacific Rim nicht enttäuscht…

Exverlobter
Exverlobter

„Hatten ja vor Monaten diese “Awesome Summer of 2013″-Collage – wieviel ist da an Awesomeness geblieben?

In der Tat. Der beste Film des Jahres war ausgerechnet Bullet to the Head. Alles andere hat mich enttäuscht.

Dietmar
Dietmar

Trotzdem ist es auffällig, dass es scheinbar heute unmöglich ist, einem teuren Sommer-Blockbuster auch mal ein paar Minuten Ruhe gönnen zu können.

Alle Raimi-Spiderman-Filme hatten lange Dialoge etc.: Bei jedem der Filme fielen mir Leute auf, die raus gingen und immer mal wieder reinguckten, ob es denn nun endlich kracht. Eigenartig.

heino
heino

“ Warum wehren sich die Macher von Superman-Filmen immer, Lois Lane so zu besetzen, wie wir sie aus den Comics kennen? Mit Teri Hatcher in “Lois & Clark” hat das doch wunderbar geklappt.“

Das Argument kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Hier beziehst du dich offensichtlich auf das Aussehen von Comic-Lois, das sich im laufe der Jahre bis auf dei Haarfarbe ja nun auch sehr geändert hat. Mir persönlich wäre es wichtiger, ihren Charakter gut dargestellt zu sehen. Und da waren sowohl Margot Kidder, als auch Teri Hatcher und sogar Erica Durance alle ziemlich gut. Kate Bosworth hatte gar keine Chance, die war im Script so auf die Mami- und Supergroupie-Rolle reduziert, dass sie kaum Spielraum zur Verfügung hatte.

Exverlobter
Exverlobter

Warum denn keinen Superman-Film mit Tom Welling? Wozu war der ganze Prequel-Tease denn dann überhaupt gut wenn er sich nicht irgendwann auszahlt?

milan8888
milan8888

@ jimmy1138 »vielleicht sollte man mal einen Superman-Film so machen, wie die Figur ursprünglich konzipiert war – als Bösewicht. Da kriegen die Verantwortlichen aber garantiert einen Herzinfarkt bei so einer Idee.«

http://www.dadsbigplan.com/images/uploads/2009/04/irredeemable-1.jpg

Doc Knobel
Doc Knobel

@ Dietmar

„Alle Raimi-Spiderman-Filme hatten lange Dialoge etc.: Bei jedem der Filme fielen mir Leute auf, die raus gingen und immer mal wieder reinguckten, ob es denn nun endlich kracht. Eigenartig.“

Und das ist ja auch schon wieder ein paar Jährchen her. Ich empfinde das nicht als eigenartig, sondern als wirklich störend. Vielleicht mit ein Grund, warum ich von Jahr zu Jahr weniger ins Kino gehe und mit den jeweils aktuellen Blockbustern in der Regel nicht mehr warm werde. Ich persönlich fühle mich mittlerweile tatsächlich mehr zu guten Serien hingezogen. Und ich habe überhaupt nichts gegen gutes und sauteures Mainstream-Kino, aber da gab es in den letzten Jahren schon eine deutliche und sichtbare Veränderung in meinen Augen. Ich finde es besonders bei „Man of Steel“ schade, da ich in den Trailern durchaus Potenzial für das sah, was ich mir erhoffte. Hm. Vielleicht werde ich aber auch einfach nur zu alt. Gerade den Trailer für den zweiten „Hobbit“ gesehen. Im ersten Moment dachte ich, dass sei Werbung für ein Computerspiel. Auch der wird mich nicht ins ino locken.

milan8888
milan8888

Der neue Hobbit-Trailer ist wirklich abtörnend

Jeff Kelly
Jeff Kelly

„weil “Superman” eine Franchise ist, deren Blockbustertauglichkeit offensichtlich ist“

Ist sie das? Wirklich?

Sehe ich eigentlich anders. Die Donner-Filme waren zu ihrer Zeit Hits aber keine wirklichen Blockbuster und spielen im kulturellen Filmkanon keine große Rolle. Sie werden heute entweder wegen ihrer „Cheesiness“ hemmungslos parodiert oder von Fans des Helden oder DC im allgemeinen ziemlich verklärt.

Superman 3 war dann auch schon wieder im Vergleich zu 2 ein veritabler Flop (nur halbes Einspiel von 2)

Auch der Superman Reboot ist ziemlich abgesoffen. Dazwischen hatten wir diverse ‚Animated Series‘, ‚Lois and Clark: The new Adventures of Superman‘ was nun bei aller Liebe keine Serie mit riesen Story oder großartigen Effekten gewesen ist und außerdem mit Dean Cain und Teri Hatcher keine wirklichen Stars hatte und das wars dann auch schon von Smallville abgesehen.

In der gleichen Zeit hat Batman mit zwei kompletten Franchises (Burton/Schumacher und Nolan) mehrere Milliarden an der Kinokasse verdient.

Superman als Avatar der amerikanischen Biederkeit und Perfektion in irgendeiner Form menschlicher oder interessanter zu machen ist eine Herausforderung an der bisher selbst die DC Comicschreiber regelmässig scheitern. Superman ist so nah am unnahbaren und unaufhaltsamen Übermenschen mit perfekter Moral und Aussehen, das es schon schwierig ist ihn nicht als Provokation für den normalen Menschen oder gar als ‚faschistoiden‘ feuchten Traum wirken zu lassen.

Das sich daran unterdurchschnittliche Regisseure und Skriptschreiber regelmässig überheben wundert mich nicht. Es gibt selbst gestandene Comic-Legenden die Supes nicht mal mit der Kneifzange anfassen.

Deswegen funktionieren für mich auch die Superman-Geschichten am besten wo seine überperfekte und gelackte Fassade Kratzer bekommt z.B. in „The Dark Knight returns“

Filmisch denke ich wäre es besser wenn man die Story so aufzieht, dass man sich anschaut wie die Erde eigentlich reagiert wenn ein nahezu unzerstörbarer Halbgott in ihtrer Mitte weilt und wie Superman darauf reagiert.

Moore geht auf diese Frage in Watchmen anhand der Person von Dr. Manhattan ja zumindest ein.

Ich sehe aber ganz und gar nicht das Blockbusterpotenzial von Superman, dazu ist die Figur selbst zu problematisch und es bräuchte einen Meister an der Tastatur und auf dem Regiestuhl um diese Klippen zu umschiffen.

jimmy1138
jimmy1138

Superman bräuchte eigentlich so gut wie kein Geld einspielen und wäre trotzdem noch ein super Geschäft für die Produktionsfirma, denn – zumindest wird’s so kolportiert – man hat Product Placement-Geschäfte in Höhe von 160 Mio $ (!) abgeschlossen.

heino
heino

Hier mal eine ausnehmend positive Review:

http://www.sfx.co.uk/2013/06/11/man-of-steel-review/

Und hierzu:

„Warum denn keinen Superman-Film mit Tom Welling?“

Hätte ich auch gut gefunden, aber Welling hat das nie gewollt. Der hat sich ja sogar beständig geweigert, für das Finale von „Smallville“ das Kostüm anzuziehen und dadurch den Brückenschlag herzustellen, weswegen ihm dann das lächerliche schwarze Outfit verpasst wurde.

Der Karsten
Der Karsten

Ich dachte, der DURFTE das Kostüm in der letzten Folge nicht anziehen?? Fand das auch ziemlich dämlich..

Ich spiele momentan „Injustice“, bei dem es um die DC Helden geht und diese Storyline, in die die Kämpfe eingebettet wurden, ist ziemlich gut (wenn auch für den normalen Kinogänger etwas verwirrend). Ich frage mich, warum die Entwickler dieser Story sich nicht an einem Film versuchen dürfen.. die Story rund um „DC Universe Online“ ist auch recht spannend geschrieben. Also Potential wäre da.

Ich schau mir „Man of Steel“ trotzdem an.. schlimmer als „Superman Returns“ wird es schon nicht. 🙂

Wortvogel
Wortvogel

@ heino: Die Geschichte über Welling ist definitiv falsch. Die Fernsehserie durfte weder das Kostüm noch den Namen „Superman“ verwenden. Schau dir mal Wellings „Karriere“ an – als ob der sich nicht drum geprügelt hätte, den Sprung ins Kino zu schaffen. Warner wird aber einen Teufel tun und den Hauptdarsteller einer ausgelutschten und nur mäßig beliebten TV-Serie in einen Blockbuster zu übernehmen.

@ Der Karsten: DAS hier ist immer noch der Film, den ich gerne sehen würde:
https://wortvogel.de/2012/05/justice-league-okay-so-konnte-das-gehen/

Exverlobter
Exverlobter

„Warner wird aber einen Teufel tun und den Hauptdarsteller einer ausgelutschten und nur mäßig beliebten TV-Serie in einen Blockbuster zu übernehmen.“

Also ich bin zwar kein Fan, aber die Serie hat es immerhin auf 10 Staffeln gebracht. Das muss man immerhin anerkennen. Also so „mäßig“ beliebt kann sie ja nicht gewesen sein.

heino
heino

„Die Geschichte über Welling ist definitiv falsch. Die Fernsehserie durfte weder das Kostüm noch den Namen “Superman” verwenden.“

Mag sein, aber dann haben Welling, Gough und Millar all die Jahre ziemlich heftig gelogen. Ich habe mehrer Interviews mit ihm gelesen, in denen er immer wieder betonte, dass er nicht auf die Superman-Rolle festgelegt werden wollte (nicht, dass er eine große Auswahl hätte). Und ob Warner lieber ein unbekanntes, minder talentiertes Model (=Routh) als den Star einer langlebigen Serie gehabt hätte, kann ich nicht beurteilen, würde aber in meinen Augen für das mangelnde Urteilsvermögen dieser Firma sprechen.

Wortvogel
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@ Exverlobter: Informieren statt mutmaßen – „Smallville“ war nie ein Quotenrenner, gerade weil es mit dem CW auf einem eher unbedeutenden Network lief. Und selbst unter Superheldenfans ist die Serie schwer umstritten. Die Tatsache, dass die Serie zehn Staffeln geschafft hat, spiegelt sich in meiner Verwendung des Wortes „ausgelutscht“. Vor allem aber: es macht keinen Sinn, Tom Welling zu „Superman“ zu machen, ihm dann aber eine gänzlich andere Mythologie zu geben – und noch weniger Sinn, wegen der paar Millionen CW-Zuschauer die Mythologie von „Smallville“ ins Kino zu transportieren.

Wortvogel
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@ heino: Natürlich erzählen die Macher es so, dass es sie gut aussehen lässt. Welling will nicht Superman sein – weil es ihm niemand anbietet. Genau so erzählen die Fans der „Superboy“-Serie bis heute, dass die Serie eigentlich in neue „Superman“-Filme führen sollte. Was allein auch rechtlichen Gründen nicht gegangen wäre. Man faselt sich die Wirklichkeit zurecht, wie sie am erträglichsten ist. Welling hätte genau so wenig wie Dean Cain das Format für einen Kino-Superman gehabt.

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