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USA 2013. Regie: Zack Snyder. Darsteller: Henry Cavill, Amy Adams, Michael Shannon, Kevin Costner, Diane Lane, Russell Crowe, Laurence Fishburne, Antje Traue, Christopher Meloni u.a.

FETTE SPOILER VORAUS!

Story: Auf dem entfernten Planeten Krypton droht die Apokalypse – irgendwie hat man den Kern des Planeten durch Anzapfung instabil gemacht. Zeitgleich versucht General Zod sich an die Macht zu putschen, weil er gerne im Weltall nach einer neuen Heimat für die Kryptonier suchen will (was der Hohe Rat aus unerfindlichen Gründen ablehnt). Der Wissenschaftler Jor-El versucht es anders: er hat seine Frau Lara das erste Kind gebähren lassen, dessen Bestimmung nicht vorprogrammiert ist. Zods Putsch scheitert, die Verbrecher kommen in die Phantomzone, Jor-El kommt um, die Rakete mit dem kleinen Kal-El startet in den Hyperraum, Krypton macht BOOOOM!

33 Jahre später lebt Clark Kent als Nochnichtsuperman auf der Erde und denkt über die Einsamkeit, seine Kräfte und die mit ihnen verbundene Verantwortung nach. Dann findet er die Überreste eines kryptonischen Scout-Schiffes von vor 20.000 Jahren, das ihm Hologramme seines leiblichen Vaters Jor-El beschert, aber auch den Besuch von General Zod und seinen Spießgesellen, die mal eben aus einem „phantom drive“ ein „hyper drive“ gebaut haben, um aus der Phantomzone zu entkommen. Zod will in den Besitz des „Codex“ kommen, der die genetische Information aller künftigen Kryptonier enthält. Mit diesen Informationen könnte Zod die Erde mit Kryptoniern bevölkern – auf Kosten der Menschen. Doch Jor-El hat den Codex in den Genen seines Sohnes verschlüsselt. Und obwohl Mittlerweilesuperman mit Hilfe von Lois Lane immer noch im vollständigen Besitz seiner Gene ist, startet Zod zwei riesige „Weltenformer“, die unsere Erde schon mal auf kryptonisches Klima bringen sollen. Das gibt Schläge.

MAN OF STEEL

Kritik: Kaum ein Film des Blockbuster-Sommers wird mit soviel Unbehagen erwartet wie „Man of Steel“. Zack Snyders Filmographie ist sehr wechselwarm, der letzte Superman-Reboot war ein peinlicher Totalausfall und die Frage, was Superman ausmacht und wie die Figur in ein glaubwürdiges Konfliktszenario integriert werden kann, konnten auch die hübschen, aber letztlich inhaltsleeren Trailer nicht beantworten. „Star Trek into Darkness“ und „Iron Man 3„, „Thor 2“ und „The Wolverine“ haben den Vorteil, bereits einen gesetzten „Look & Feel“ mitzubringen, vertraute Figuren und bewährte Strukturen. „Man of Steel“ hingegen muss sich beweisen, weil „Superman“ eine Franchise ist, deren Blockbustertauglichkeit offensichtlich ist, aber seit 30 Jahren brach liegt. Die Figur ist, und ich nehme das Wort nicht leichtfertig in den Mund, Kult – und schwerer zu adaptieren als Comichelden wie Batman und Spider-Man, die klarer definierte Schwächen und Konflikte mitbringen. Bei Superman treffen gigantische Erwartungen der Fans auf eine gigantische Herausforderung an die Filmemacher – und eine Figur, die praktisch unzerstörbar ist und moralisch ohne Fehl und Tadel.

Ich habe ein S-Tattoo auf der rechten Schulter. Ich liebe Superman. Ich war bereit, Snyder und „Man of Steel“ Leine zu lassen, keine Perfektion zu erwarten, mit solidem Entertainment zufrieden zu sein.

Does it suck? No. Aber das ist eigentlich das Beste, was ich über „Man of Steel“ sagen kann. Der Film ist kein Debakel. Dafür macht er zuviel richtig, was „Superman returns“ falsch gemacht. Trotzdem ist mir ein Rätsel, was sich die Produzenten bei der Story gedacht haben. Bekanntermaßen war einer der größten Fehler von „Superman returns“, sich inhaltlich und visuell an die alten Christopher Reeve-Filme zu binden (besonders an den ersten). „Man of Steel“ kündigt diese Abhängigkeit zwar auf stilistischer Ebene auf, ist aber doch nur ein Reboot/Reimagening/Retelling von „Superman II“.

Und weil die recht banale Geschichte von „Superman II“ (drei kryptonische Verbecher wollen die Erde übernehmen) für den Anspruch der Macher, den Superman-Mythos neu zu definieren, nicht ausreicht, wird wirklich ALLES unnötig kompliziert erzählt. Wir bekommen eine halbe Stunde Krypton-Prolog zu sehen, der uns mit Informationen und Backstory bombardiert, ohne am Ende wirklich ausreichend Fleisch für den Rest der Handlung bereit zu stellen. Das erinnert an den elend langen Prolog von „Thor„, der uns mit tonnenweise Asgard-Exposition in CGI-Wandelhallen langweilte, bevor er endlich zur Sache kam. All sizzle, no steak.

Man-of-Steel-image

Schlimmer noch: das ganze Krypton-Gedöns ist so überladen, dass ich nicht richtig in den Film „rein“ kam. Tonnenweise Sci-Tech und visueller Schnickschnack machen es unmöglich, sich zu orientieren und auch nur die einfachsten Elemente der Geschichte schnell und präzise zu identifizieren. Wieso gibt es auf Krypton plötzlich so eine Art fliegende Drachen als Transportmittel? Wieso muss Jor-El nach dem Codex tauchen? Wieso hat der Codex Schädelform? Und was ist der Nutzen eines monströsen Hightech-Schutzanzugs, der keinen Helm mitbringt und nicht einmal vor einer simplen Klinge schützt? Die Antwort auf alle diese Fragen: es sieht halt schick aus und täuscht vor, dass der ganze banale Prolog deutlich mehr „Gewicht“ hat, als tatsächlich vorhanden ist. Es ist die Besessenheit von Design und Schnickschnack, die Snyder wie schon bei „Sucker Punch“ davon abhält, sich auf die Figuren und ihr Schicksal zu konzentrieren.

Nun gut, irgendwann kommen wir dann endlich auf der Erde an, der Look von „Man of Steel“ wird etwas naturalistischer – und Goyers Skript verfällt auf die dumme Idee, vor die Supermannwerdung die Mannwerdung von Kal-El in permanenten Rückblenden in die Haupthandlung einzubauen. Das tritt bei der Action permanent auf die Bremse und gibt uns keinerlei zusätzliche Information, denn wir wissen doch alle, wer Clark Kent ist und welche Werte er von den Kents mitbekommen hat.

MAN OF STEEL

Man sieht „Man of Steel“ in jedem Augenblick an, dass die Beteiligten sich überhoben haben: Schauplatzwechsel sind willkürlich und teilweise nicht nachzuvollziehen, immer wieder müssen Dinge exakt dort passieren, wo sich unsere Figuren zufällig gerade aufhalten. Es gibt Actionsequenzen (wie der Kampf Supermans gegen die morphenden Hightech-Tentakel), die keinen Sinn und Zweck haben außer dem, alle zehn Minuten irgendwas krachen lassen zu müssen. Jede Chance, uns diese Welt und seinen Helden sympathisch zu machen, verliert sich im Gedröhn des geradezu verzweifelten Bemühens, DAS Spektakel des Sommers zu bieten.

Ich sehe die Verantwortung dafür primär bei David Goyer, dessen Skript jedes echte Drama abgeht. Goyer halte ich mittlerweile für den Mick Garris des Superhelden-Films – ein scheinbar nicht abzuschüttelndes Übel, ein minder begabter Schreiberling, der das Glück hatte, rechtzeitig die richtigen Connections in der Branche zu schließen und sich als Comic-Guru zu etablieren. Dabei bestehen seine Skripts meist aus substanzlosen Klischees und leeren Figuren, die sich neben Gebäuden und Fahrzeugen bevorzugt Phrasen um die Ohren hauen.

Weil „Man of Steel“ nicht wirklich tiefgründig ist, will ich mich über die Meta-Ebenen nicht zu sehr auslassen, aber es ist auffällig, dass der Film eine unangenehm anti-wissenschaftliche Grundaussage zu verkaufen sucht: der quasi-religiöse „Glaube“ an das „Gute“ siegt immer über die „kalte“ Evolution. Das ist so plump wie dumm. Und auf der Zielgeraden versichert Superman dem US-Militär auch noch, keine Gefahr für die etablierte Ordnung zu sein, denn er sei „as american as it gets“. Da ist es dann auch schon egal.

Die Schauspieler sind ebenfalls ein „mixed bag“. Fangen wir bei Henry Cavill an, der zwar leichte Schwächen in den schwierigeren Szenen zeigt, ansonsten aber eine geradezu perfekte Verkörperung der Heldenikone des DC-Universums ist. Glatt, muskulös, imposant – nie so brütend introspektiv wie Christian Bale, aber auch nicht störend naiv oder stoisch. Das Kostüm steht im ausgezeichnet.

Man-of-Steel-Michael-Shannon-image

Dass Russell Crowe ein interessanter Jor-El sein würde, war ausgemachte Sache. Stimmt auch. Kevin Costner überrascht dafür mit einem nicht minder starken Jonathan Kent. Auch Diane Lane überzeugt, ohne das nervig muttige der früheren Ma Kent-Darstellerinnen rauszukehren.

Michael Shannon ist mir als Zod erheblich zu transparent und hysterisch und kann in keiner Sekunde die überlegene Präsenz von Terence Stamp abschütteln. Laurence Fishburne ist ein farbloser (yeah, I went there!) Perry White, zumal er nur die immer gleichen Perry White-Phrasen absondern darf.

Und Amy Adams als Lois Lane? Besser als Kate Bosworth, aber immer noch nicht gut. Sie sieht einfach nicht aus wie Lois Lane. Warum wehren sich die Macher von Superman-Filmen immer, Lois Lane so zu besetzen, wie wir sie aus den Comics kennen? Mit Teri Hatcher in „Lois & Clark“ hat das doch wunderbar geklappt.

Nun fragt ihr mittlerweile zu Recht, wo denn das ist, was „Man of Steel“ im Gegensatz zu „Superman returns“ richtig macht. Nun, die Action ist ordentlich inszeniert und wenn Synder es mal krachen lässt, lässt er es richtig krachen. Im Finale gibt es zwei, drei Fights, in denen die spielerische Begeisterung an der Zerstörung durchscheint, die „Avengers“ so vergnüglich gemacht hat. Es gibt auch immer wieder einzelne Shots, Momentaufnahmen, in denen es Snyder gelingt, die quasi-religiöse Imposanz der Figur einzufangen. Dann erinnern die Kompositionen auf der Leinwand an die Comic-Gemälde von Alex Ross.

Der Film nimmt sich zudem erfreulich ernst, gibt Superman nie der Lächerlichkeit preis, verkneift sich „ironische“ Charaktere und lässt keinen Darsteller derart außer Kontrolle geraten wie Kevin Spacey in „Superman returns“. Man spürt, dass Goyer und Snyder Superman gerecht werden wollen – dass sie es nicht schaffen, steht auf einem anderen Blatt.

Man-of-Steel-Amy-Adams-image

Und so wird man während der Laufzeit hin- und hergerissen: man sieht den Superman, den man immer sehen wollte – nur leider im falschen Film. Man ärgert sich über dutzendfach gesehene Szenen von Raumschiffen, die über Manhattan herfallen – nur um im nächsten Shot über ein „kaPOW!“ zu jubeln, das eines richtigen „Superman“-Films würdig ist. You will believe a man can fly.

Irgendwo in diesem Einsuperman-Film von 145 Minuten steckt Dersuperman-Film von vielleicht 85 Minuten. Zack Snyder hat ihn nur leider gut versteckt.

Es sei der Fairness halber gesagt, dass Florian Breitsameter von SF-Film „Man of Steel“ deutlich besser fand als ich. Vielleicht solltet ihr euch zum Ausgleich auch noch seine Kritik durchlesen, wenn sie online geht.

Fazit: Ein zu gewaltsam auf Blockbuster getrimmter SciFi-Actioner, der nie den Kern seiner Figur findet und das mit beträchtlichem Getöse und schwurbeligem Storytelling zu übertünchen versucht. Kann man wegen des Remmidemmis gucken – ich wartet weiterhin auf „meinen“ Superman-Film und befürchte eher unterwältigende Einspielzahlen an den weltweiten Kinokassen.



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Vineyard
Vineyard

Habs ja schon auf FB gesagt, aber scheinbar neigt Goyer wirklich dazu seine Plots zu sehr zu überfrachten.

Oh und @Teri Hatcher:

NUR die ersten 2 Staffeln. Ab Staffel 3

– Nervte sie
– Hatte eine furchtbare Frisur
– Und war auf dem Magertrip, was ihr leider SEHR VIEL an Sexappeal gekostet hat.

Vielleicht wäre Brainiac als (neuer) Bösewicht doch nicht so schlecht gewesen. (Auch wenn es dann so gewirkt hätte als ob man Teile des uralten Smith Drehbuchs geklaut hätte, aber hey wer außer ein paar alternder Geeks weiß überhaupt noch davon.^^)

Paddy-o
Paddy-o

Ich fand die Spoiler jetzt alles andere als „fett“ ! 😉

Exverlobter
Exverlobter

„Ich habe ein S-Tattoo auf der rechten Schulter.“

Tja, die Jugendsünden.

„der letzte Superman-Reboot war ein peinlicher Totalausfall “

Keine Ahnung was alle an dem Film so scheiße finden. Ich mochte vor allem den Richard Donner-Film und man merkte Singer an, dass er da wieder eine gewisse Kontinuität reinbringen wollte.

„ohne das nervig muttige der früheren Ma Kent-Darstellerinnen rauszukehren.“

Erst dachte ich du hättest dich vertippt, lol. M statt n.
Aber muttig gibt irgendwie Sinn. Obwohl ich dieses Adjektiv vorher noch nie gehört habe.

Noch eine Frage
Wie schlägt sich Hans Zimmer im Vergleich zu John Williams?

heino
heino

Das klingt nach dem, was ich erwartet hatte. Dass nur Superman II neu aufgekocht würde, war ja schon durch die Trailer klar, aber wenigstens haben sie im Gegensatz zu Abrams nie so getan, als wäre das anders. Damit fürchte ich, dass Warner infolge einer zu hohen Erfolgserwartung alle weiteren DC-Projekte zurück in den Giftschrank stellen wird. Natürlich mit Ausnahme von Batman, dessen Reboot ja eh gesetzt ist.

dermax
dermax

@Exverlobter: „Keine Ahnung was alle an dem Film so scheiße finden.“

Hmmm… Kevin Spacey als Lex Luthor? Sein völlig schwachsinniger Plan? Superman wird von Kryptonit immer grad soviel geschwächt, damit es dem Drehbuch hilft? Frau Bosworth wurde schon genannt… der Langella als Perry war auch komplett fehlbesetzt…

Sven
Sven

Bei uns kam die erste Stunde auch nicht gut an. Hatte auch Probleme in den Film zu kommen, jedoch dies aber eher an den Rückblenden festgemacht. Die Szenen auf Krypton waren leidlich unterhalsam, aber too much bang for the plot;)
Die geographischen Gegebenheiten lassen Smallville ( oder wo sollte der Fight mit der Diesellok;) stattfinden ) als Nabel der Welt scheinen.
Für die meisten Lacher hat aber in HH die Einführung des Kostüms gesorgt…

jimmy1138
jimmy1138

„Spezielles“ Kind + 33 Jahre später – bewußte Anspielung auf die Jesus-Geschichte?
Goyer – najo, die Batman-Trilogie mitgeschrieben zu haben, ist ja auch nicht nix.

Exverlobter
Exverlobter

Jepp, das hatten wir doch im Vorgänger auch schon, wenn er den Krypton-Asteroiden in den Erdorbit trägt, und dann in einer biblischen Pose wieder zu Boden stürzt.

http://www.youtube.com/watch?v=XUxAGsL8b0o

Vineyard
Vineyard

@Langela: Der war sowieso eine Notlösung, weil Hugh Laurie nicht konnte.

@Hans Zimmer: Der klingt doch sowieso immer gleich. (Zumindestens in aktionbetonten Szenen.)

Vineyard
Vineyard

Oh, @Smallville:

Seit der Serie sowieso.

Hab ich schon mal erwähnt, daß ich den Machern wegen des Serienfinale sehr gerne heftige Schmerzen zufügen möchte?

Medienjunkie

Selten war ich bei einer Filmkritik so einer Meinung mit dem Wortvogel wie diesmal. Vor allem diesem Satz kann ich nur zustimmen:
„Goyer halte ich mittlerweile für den Mick Garris des Superhelden-Films – ein scheinbar nicht abzuschüttelndes Übel, ein minder begabter Schreiberling, der das Glück hatte, rechtzeitig die richtigen Connections in der Branche zu schließen und sich als Comic-Guru zu etablieren.“

Der Mann hat ja außer der Dark Knight-Trilogie auch praktisch nur Flops geschrieben bzw. entworfen („Blade – The Series“, „Flash Forward“, „Ghost Rider 2“), und selbst bei der fand ich 2 von 3 Drehbüchern äußerst schwach. Denke trotzdem, dass der Film ein kommerzieller Erfolg werden wird, weil er eben doch sehr viel Action-Spektakel bietet, und wir dann demnächst mit der JLA-Verfilmung beglückt werden.

Ich trauere jetzt noch stärker dem nicht realisierten Superman-Film von Tim Burton nach.

Teleprompter
Teleprompter

„Unterwältigende“ (tolles Wort) Einspielergebnisse ? Würde ich ungesehen gegen wetten, zumindest für weite Teile der Welt (hier in Deutschland gehen allerdings die Uhren tatsächlich anders, „wir“ rennen halt lieber in den dritten Aufguss einer eh schon mäßigen Saufkomödie). Superhelden liegen im Trend, die Trailer kamen gut an, neue Superman-Filme sehen gerade die Amis als nationale Pflichtveranstaltungen, die Bugwelle vom Nolan, die Hoffnung auf einen JL-Film, ein – trendmäßig – ordentlicher RT-Wert… riecht für mich eigentlich nach (Kassen-)Erfolg.

Exverlobter
Exverlobter

„hier in Deutschland gehen allerdings die Uhren tatsächlich anders, “wir” rennen halt lieber in den dritten Aufguss einer eh schon mäßigen Saufkomödie)“

Genau!

http://www.youtube.com/watch?v=GIYJtaB6mFU

Andy
Andy

“minder begabter Schreiberling“
Das scheint in Hollywood mittlerweile ein allgemeines Problem geworden zu sein!

Mencken
Mencken

Glaube auch, dass der Film kein großer Erfolg wird, Trailer waren wenig ansprechend und Superman scheint ausserhalb Amerikas auch deutlich weniger populär zu sein (im Vergleich mit anderen Superhelden, wobei mir als altem Captain America Fan sein Stellenwert immer noch recht hoch erscheint).

145 Min. scheint mir auch arg lang, wobei das heutzutage vermutlich kein Nachteil an der Kasse ist.

Die religiösen Bezüge waren meines Wissens schon immer bei der Figur dabei, passt meines Erachtens aber auch perfekt und muss sogar so sein, wenn es sich wirklich um Superman handelt.

Zu Synthie-Nazi Zimmer sage ich lieber nichts, ist für mich der Goyer (bzw. Garris) der Filmmusik.

Exverlobter
Exverlobter

Ach ja, das ewige Spiel mit den Box-Office-Erwartungen. Wie hirnrissig das manchmal ist, zeigt dieser Artikel schön auf.

http://www.forbes.com/sites/scottmendelson/2013/06/07/man-of-steel-and-the-politics-of-box-office-expectations/

heino
heino

„Der Mann hat ja außer der Dark Knight-Trilogie auch praktisch nur Flops geschrieben bzw. entworfen (“Blade – The Series”, “Flash Forward”, “Ghost Rider 2″), und selbst bei der fand ich 2 von 3 Drehbüchern äußerst schwach“

Das stimmt so nicht. Zu „Batman Begins“ hat er laut eigener Aussage das First Draft beigesteuert, zu TDK und TDKR nur die grobe Story. Die eigentlichen Scripts stammten in allen 3 Fällen von den Nolan-Brüdern. Und Blade 1 + 2 3 waren alles andere als Flops. Selbst der schwache Teil 3 war kein richtiger Flop.

invincible warrior
invincible warrior

Wie ich grade gelesen habe, hat Warner wohl schon grünes Licht für einen zweiten Teil gegeben. Auch der JLA Film scheint endlich wieder voranzukommen, aber wohl mit Goyer an der Schreibfront. Goyer kann man ja viel vorwerfen, aber immerhin produziert er nicht so viel Scheiße mit Potential wie Lindelof, Orci und Kurtzman.

Mencken
Mencken

Ich würde nicht mal sagen, daß viele Sachen von Goyer scheiße sind (dann wären sie vermutlich nicht so erfolgreich gewesen), sondern eher immer nur solide Durchschnittskost, die gerade eben so die Minimalanforderungen erfüllt. Wesentlich frustrierender als ein vollkommen missglückter Film, weil man immer noch sieht, was hätte sein können.

Andy
Andy

Ich denke Man of Steel wird nicht floppen.

Dietmar
Dietmar

Ach, das ist wieder schade. Mir hat bisher kein Superman-Film gefallen, und diesem scheint es dann auch nicht gelingen zu können.

Peroy
Peroy

Ich hoffe der floppt so hart, dass Sack Schneider beide Nieren versagen.

Doc Knobel
Doc Knobel

Ich kann mit der Figur Superman an sich wenig anfangen, von daher war mein Interesse an einem neuen Film – gerade nach dem völlig desolaten Versuch einer Neuauflage – gering. Allerdings gefielen mir die Trailer recht gut, so dass ich tatsächlich mit dem Gedanken spielte, einen erneuten Kino-Anlauf zu wagen. Die WV-Kritik in Verbindung mit anderen Reviews lassen mich jedoch zweifeln. Gerade das hier

„… alle zehn Minuten irgendwas krachen lassen zu müssen. Jede Chance, uns diese Welt und seinen Helden sympathisch zu machen, verliert sich im Gedröhn des geradezu verzweifelten Bemühens, DAS Spektakel des Sommers zu bieten.“

störte mich bereits bei „Star Trek“, wobei ich den im Gesamtpaket recht gelungen fand. Trotzdem ist es auffällig, dass es scheinbar heute unmöglich ist, einem teuren Sommer-Blockbuster auch mal ein paar Minuten Ruhe gönnen zu können. Für mich zudem überraschend, dass Shannon nicht sonderlich überzeugen kann, den ich in „Take Shelter“ und „Boardwalk Empire“ grandios fand.
Was mache ich nun? Reingehen, oder nicht? In diesem Jahr habe ich „Iron Man 3“ und „Oblivion“ verpasst, „After Earth“, „Pacific Rim“ und „The Lone Ranger“ interessieren mich nicht. „Wolverine 2“ hauptsächlich nur meiner Frau zuliebe, da bleibt neben den beiden „White House“ Filmen – wobei ich auch da noch nicht weiß, ob ich dafür ins Kino gehen soll – nicht mehr viel, einzig „World War Z“ ist gesetzt. Und bis dato noch „Man of Steel“. Jetzt bin ich verunsichert.
Gnaa.

Exverlobter
Exverlobter

„Ich hoffe der floppt so hart, dass Sack Schneider beide Nieren versagen.“

Wenn ich einem Film den Flop gewünscht hätte, dann eher dem Spiderman-Reboot. Ein von Buchhaltern in Auftrag gegebenes und daher zynisches Machwerk, das lediglich existiert um die Spiderman Rechte nicht wieder zu verlieren.

heino
heino

@WV:ich fand keinen dieser Filme wirklich scheiße. Klar haben sie alle Schwächen, aber welcher Film hat die nicht? Und selbst Blade 3 hat noch viele gute Ideen, nur Reynolds und die Posey gehen mir da richtig auf die Nüsse. Bei Batman begins hat er sogar ziemlich gute Arbeit geleistet, bei den anderen beiden Batman-Filmen muß man aber die Nolans als diejenigen ansehen, die gute oder miese Arbeit geleistet haben. Und seit ich die Bücher von Hughes gelesen habe, tun mir Drehbuchautoren richtig leid. Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Leute Snyder und Goyer da in die Arbeit reinegredet haben. Man muß ja nur mal das Kapitel über die Burton/Cage-Phase in Sachen Superman-Verfilmung lesen, um eine Ahnung zu bekommen, wie sowas abläuft. Ich sag „Riesenspinne“:-)

Immerhin liefert Goyer (Ghost Rider 2 ausgenommen, den habe ich noch nicht gesehen) Scripts ab, die dann auch tatsächlich verfilmt werden und nicht totale Kacke sind. Auch hier wieder die „Superman Lives“-Nummer, man schaue mal in das inzwischen online aufgetauchte Script von Wesley Strick rein, das ist wirklich katastrophal grotesk.

Frank Böhmert

Wir-woll’n-das-Tattoo-seh’n-wir-woll’n-das-Tattoo-seh’n!

Dr. Acula

Mir geht’s ähnlich wie dem Kollegen Knobel. Ich halte den Superman-Charakter für reichlich uninteressant und schwierig, filmisch brauchbar umzusetzen. Ich glaube, es war ein Cracked-Artikel, der das Dilemma auf den Punkt brachte – macht man Supie, so wie er im Comic-Buche steht, also unermeßlich stark und moralisch makellos, ist weder ein vordergründiger („Äktschn“) noch ein psychologischer Konflikt wirklich machbar, nimmt man von den Superkräften oder seinen moralischen Werten etwas weg, ist es nicht mehr Superman.

Da ich trotz allem auf die visuelle Grandezza von Snyder stehe, wird das wohl ein Fall für’s Heimkino.

Dr. Acula

@Vogel
Du bist ja bloß neidisch, weil ich viel gebildeter sein tu als du *schmoll*

jimmy1138
jimmy1138

@ Dr. Acula: vielleicht sollte man mal einen Superman-Film so machen, wie die Figur ursprünglich konzipiert war – als Bösewicht. Da kriegen die Verantwortlichen aber garantiert einen Herzinfarkt bei so einer Idee.

Blade Trinity: gab’s da nicht massig Probleme mit Super-Diva Snipes?

BTW: Hatten ja vor Monaten diese „Awesome Summer of 2013“-Collage – wieviel ist da an Awesomeness geblieben? Naja, solange Pacific Rim nicht enttäuscht…

Exverlobter
Exverlobter

„Hatten ja vor Monaten diese “Awesome Summer of 2013″-Collage – wieviel ist da an Awesomeness geblieben?

In der Tat. Der beste Film des Jahres war ausgerechnet Bullet to the Head. Alles andere hat mich enttäuscht.

Dietmar
Dietmar

Trotzdem ist es auffällig, dass es scheinbar heute unmöglich ist, einem teuren Sommer-Blockbuster auch mal ein paar Minuten Ruhe gönnen zu können.

Alle Raimi-Spiderman-Filme hatten lange Dialoge etc.: Bei jedem der Filme fielen mir Leute auf, die raus gingen und immer mal wieder reinguckten, ob es denn nun endlich kracht. Eigenartig.

heino
heino

“ Warum wehren sich die Macher von Superman-Filmen immer, Lois Lane so zu besetzen, wie wir sie aus den Comics kennen? Mit Teri Hatcher in “Lois & Clark” hat das doch wunderbar geklappt.“

Das Argument kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Hier beziehst du dich offensichtlich auf das Aussehen von Comic-Lois, das sich im laufe der Jahre bis auf dei Haarfarbe ja nun auch sehr geändert hat. Mir persönlich wäre es wichtiger, ihren Charakter gut dargestellt zu sehen. Und da waren sowohl Margot Kidder, als auch Teri Hatcher und sogar Erica Durance alle ziemlich gut. Kate Bosworth hatte gar keine Chance, die war im Script so auf die Mami- und Supergroupie-Rolle reduziert, dass sie kaum Spielraum zur Verfügung hatte.

Exverlobter
Exverlobter

Warum denn keinen Superman-Film mit Tom Welling? Wozu war der ganze Prequel-Tease denn dann überhaupt gut wenn er sich nicht irgendwann auszahlt?

milan8888
milan8888

@ jimmy1138 »vielleicht sollte man mal einen Superman-Film so machen, wie die Figur ursprünglich konzipiert war – als Bösewicht. Da kriegen die Verantwortlichen aber garantiert einen Herzinfarkt bei so einer Idee.«

http://www.dadsbigplan.com/images/uploads/2009/04/irredeemable-1.jpg

Doc Knobel
Doc Knobel

@ Dietmar

„Alle Raimi-Spiderman-Filme hatten lange Dialoge etc.: Bei jedem der Filme fielen mir Leute auf, die raus gingen und immer mal wieder reinguckten, ob es denn nun endlich kracht. Eigenartig.“

Und das ist ja auch schon wieder ein paar Jährchen her. Ich empfinde das nicht als eigenartig, sondern als wirklich störend. Vielleicht mit ein Grund, warum ich von Jahr zu Jahr weniger ins Kino gehe und mit den jeweils aktuellen Blockbustern in der Regel nicht mehr warm werde. Ich persönlich fühle mich mittlerweile tatsächlich mehr zu guten Serien hingezogen. Und ich habe überhaupt nichts gegen gutes und sauteures Mainstream-Kino, aber da gab es in den letzten Jahren schon eine deutliche und sichtbare Veränderung in meinen Augen. Ich finde es besonders bei „Man of Steel“ schade, da ich in den Trailern durchaus Potenzial für das sah, was ich mir erhoffte. Hm. Vielleicht werde ich aber auch einfach nur zu alt. Gerade den Trailer für den zweiten „Hobbit“ gesehen. Im ersten Moment dachte ich, dass sei Werbung für ein Computerspiel. Auch der wird mich nicht ins ino locken.

milan8888
milan8888

Der neue Hobbit-Trailer ist wirklich abtörnend

Jeff Kelly
Jeff Kelly

„weil “Superman” eine Franchise ist, deren Blockbustertauglichkeit offensichtlich ist“

Ist sie das? Wirklich?

Sehe ich eigentlich anders. Die Donner-Filme waren zu ihrer Zeit Hits aber keine wirklichen Blockbuster und spielen im kulturellen Filmkanon keine große Rolle. Sie werden heute entweder wegen ihrer „Cheesiness“ hemmungslos parodiert oder von Fans des Helden oder DC im allgemeinen ziemlich verklärt.

Superman 3 war dann auch schon wieder im Vergleich zu 2 ein veritabler Flop (nur halbes Einspiel von 2)

Auch der Superman Reboot ist ziemlich abgesoffen. Dazwischen hatten wir diverse ‚Animated Series‘, ‚Lois and Clark: The new Adventures of Superman‘ was nun bei aller Liebe keine Serie mit riesen Story oder großartigen Effekten gewesen ist und außerdem mit Dean Cain und Teri Hatcher keine wirklichen Stars hatte und das wars dann auch schon von Smallville abgesehen.

In der gleichen Zeit hat Batman mit zwei kompletten Franchises (Burton/Schumacher und Nolan) mehrere Milliarden an der Kinokasse verdient.

Superman als Avatar der amerikanischen Biederkeit und Perfektion in irgendeiner Form menschlicher oder interessanter zu machen ist eine Herausforderung an der bisher selbst die DC Comicschreiber regelmässig scheitern. Superman ist so nah am unnahbaren und unaufhaltsamen Übermenschen mit perfekter Moral und Aussehen, das es schon schwierig ist ihn nicht als Provokation für den normalen Menschen oder gar als ‚faschistoiden‘ feuchten Traum wirken zu lassen.

Das sich daran unterdurchschnittliche Regisseure und Skriptschreiber regelmässig überheben wundert mich nicht. Es gibt selbst gestandene Comic-Legenden die Supes nicht mal mit der Kneifzange anfassen.

Deswegen funktionieren für mich auch die Superman-Geschichten am besten wo seine überperfekte und gelackte Fassade Kratzer bekommt z.B. in „The Dark Knight returns“

Filmisch denke ich wäre es besser wenn man die Story so aufzieht, dass man sich anschaut wie die Erde eigentlich reagiert wenn ein nahezu unzerstörbarer Halbgott in ihtrer Mitte weilt und wie Superman darauf reagiert.

Moore geht auf diese Frage in Watchmen anhand der Person von Dr. Manhattan ja zumindest ein.

Ich sehe aber ganz und gar nicht das Blockbusterpotenzial von Superman, dazu ist die Figur selbst zu problematisch und es bräuchte einen Meister an der Tastatur und auf dem Regiestuhl um diese Klippen zu umschiffen.

jimmy1138
jimmy1138

Superman bräuchte eigentlich so gut wie kein Geld einspielen und wäre trotzdem noch ein super Geschäft für die Produktionsfirma, denn – zumindest wird’s so kolportiert – man hat Product Placement-Geschäfte in Höhe von 160 Mio $ (!) abgeschlossen.

heino
heino

Hier mal eine ausnehmend positive Review:

http://www.sfx.co.uk/2013/06/11/man-of-steel-review/

Und hierzu:

„Warum denn keinen Superman-Film mit Tom Welling?“

Hätte ich auch gut gefunden, aber Welling hat das nie gewollt. Der hat sich ja sogar beständig geweigert, für das Finale von „Smallville“ das Kostüm anzuziehen und dadurch den Brückenschlag herzustellen, weswegen ihm dann das lächerliche schwarze Outfit verpasst wurde.

Der Karsten
Der Karsten

Ich dachte, der DURFTE das Kostüm in der letzten Folge nicht anziehen?? Fand das auch ziemlich dämlich..

Ich spiele momentan „Injustice“, bei dem es um die DC Helden geht und diese Storyline, in die die Kämpfe eingebettet wurden, ist ziemlich gut (wenn auch für den normalen Kinogänger etwas verwirrend). Ich frage mich, warum die Entwickler dieser Story sich nicht an einem Film versuchen dürfen.. die Story rund um „DC Universe Online“ ist auch recht spannend geschrieben. Also Potential wäre da.

Ich schau mir „Man of Steel“ trotzdem an.. schlimmer als „Superman Returns“ wird es schon nicht. 🙂

Exverlobter
Exverlobter

„Warner wird aber einen Teufel tun und den Hauptdarsteller einer ausgelutschten und nur mäßig beliebten TV-Serie in einen Blockbuster zu übernehmen.“

Also ich bin zwar kein Fan, aber die Serie hat es immerhin auf 10 Staffeln gebracht. Das muss man immerhin anerkennen. Also so „mäßig“ beliebt kann sie ja nicht gewesen sein.

heino
heino

„Die Geschichte über Welling ist definitiv falsch. Die Fernsehserie durfte weder das Kostüm noch den Namen “Superman” verwenden.“

Mag sein, aber dann haben Welling, Gough und Millar all die Jahre ziemlich heftig gelogen. Ich habe mehrer Interviews mit ihm gelesen, in denen er immer wieder betonte, dass er nicht auf die Superman-Rolle festgelegt werden wollte (nicht, dass er eine große Auswahl hätte). Und ob Warner lieber ein unbekanntes, minder talentiertes Model (=Routh) als den Star einer langlebigen Serie gehabt hätte, kann ich nicht beurteilen, würde aber in meinen Augen für das mangelnde Urteilsvermögen dieser Firma sprechen.

heino
heino

„Welling hätte genau so wenig wie Dean Cain das Format für einen Kino-Superman gehabt.“

Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass er schlechter als Routh gewesen wäre. Aber er hätte natürlich den Nachteil gehabt, dass man immer Smallville im Hinterkopf hätte.

milan8888
milan8888

Dann noch lieber Dean Cain

heino
heino

Kann ich ja noch nicht. Sobald der Film hier läuft, wird das sowieso passieren, dann werde ich ihn automatisch im Hinterkopf mit jedem mir bekannten Superman-Darsteller vergleichen.

Der Karsten
Der Karsten

Ich fand Welling in Smallville eigentlich recht passend, kann ihn mir aber auch nicht so recht als Kinohelden vorstellen. Wenn ich an Tom Welling und Film denke, muss ich immer an „Im Dutzend billiger“ denken und das war jetzt nicht wirklich eine tragende Rolle. ^^

Dean Cain.. hat der nicht auch in „Apokalypse Eis“ mitgespielt? 😛

Exverlobter
Exverlobter

Apropos Brandon Routh.
Ausschnitt aus IMDB:

„Both director Bryan Singer and actor Brandon Routh expressed interest in reprising their positions from Superman Returns on this film; Singer had originally outlined several sequels to follow his story, and Routh was contracted as well. When Warner Bros. announced this film as a „clean reboot“ from Singer’s film, Routh still expressed interest in returning before Zack Snyder declared that this movie would have no ties to any previous cinematic incarnation of the character. “

Armer Brandon. Von Hollywood schön kräftig in den Arsch gefickt!
Besonders wenn man mal bedenkt, dass Superman Returns sogar ein klein bisschen mehr als Batman Begins(der als großer Erfolg galt)eingespielt hat, während Superman Returns allein schon aus finanzieller SIcht und einem mir nicht ganz nachvollziehbarem Grund der Flop-Makel anhaftet. Sogar Brian SInger beschwerte sich, dass Studios einen Film nur noch als Erfolg ansehen, wenn er über 500 Millionen einspielt.
Ich würde mich so kaputtlachen, wenn mit Man of Steel die Rechnung erneut nicht aufgehen würde. Der muss jetzt nicht unbedingt krass floppen, aber es wäre ja schon was wenn er ungefähr den gleichen Betrag wie Returns einspielt. Dann wäre (zumindest aus finanzieller Sicht der gierigen Studios) der erneute Reboot schon wieder für den Arsch.

Jeff Kelly
Jeff Kelly

Als Chuck Fan kann ich mit Routh eher wenig anfangen, wenn er in Superman genau so hölzern war, dann gute Nacht.

Peroy
Peroy

Ist doch scheissegal, wer Superman spielt…

Peroy
Peroy

Eine Frage bzgl. des Films hätte ich dann aber doch noch, nachdem ich den Trailer gesehen hab‘: Wie rasiert sich Superman seinen Superbart ab?

Exverlobter
Exverlobter

Und wo kriegt er diesen Body her? Alle Gewichte sind für ihn von Haus aus so sinnvoll wie Federn.

Dietmar
Dietmar

Wie rasiert sich Superman seinen Superbart ab?

Irgendwie mit seinem Hitzeblick …

Dietmar
Dietmar

Ha!

Hahaha!

*hüpf*

milan8888
milan8888

Er könnt ja einfach mal mit Willenskraft seinen Bartwuchs unterdrücken.

milan8888
milan8888

»Und wo kriegt er diesen Body her? Alle Gewichte sind für ihn von Haus aus so sinnvoll wie Federn.«

Isometrische Gymnastik

DMJ

Na ja, ich hätte mir natürlich auch eine positivere Kritik gewünscht, aber es reicht mir, so dass ich wohl doch rein gehen werde.
Denn ich fand auch „Superman Returns“ gar nicht sooo schlecht. Klar, er hatte dämliche Plotlöcher und missbrauchte den Übermenschen, um eine Familiensoap zu erzählen, aber wenn er seine gelungenen, übergroßen Momente hatte, packte er mich doch. Zudem war ich auch mit Brandon Routh ganz zufrieden – wobei er als Clark Kent besser war, denn als Superman.

heino
heino

Für die Pro-„Superman returns-Fraktionen (zu der ich mich auch zähle, ich fand den insgesamt recht gut) habe ich noch einen interessanten Artikel gefunden:

http://www.filmschoolrejects.com/opinions/why-the-world-needs-superman-returns.php

heino
heino

Goyer hat auch was zur weiteren Planung des DC-Filmuniversums zu sagen:

http://www.superherohype.com/news/articles/177477-man-of-steel-to-cause-justice-league-movie

Superman inspiriert also andere, sich auch in Kostüme zu schmeißen und Superhelden zu werden? Definitiv ein eigener Ansatz, passt aber nicht im Mindesten zu den Origins von Batman, Green Lantern oder Wonder Woman. Was bedeutet, dass sowohl Batman als auch Green Lantern rebootet werden müssten und die anderen eine Generalüberholung benötigten.

Frank Böhmert
Peroy
Peroy
Marcus
Marcus

@Film: sieht ja so aus, als würde Snyder auf jeden Fall im Bereich EPISCHE Actionszene liefern, was die anderen Filme ja nie so wirklich hinbekommen haben. I’m sold. 😎

@heino:

„Superman inspiriert also andere, sich auch in Kostüme zu schmeißen und Superhelden zu werden? Definitiv ein eigener Ansatz, passt aber nicht im Mindesten zu den Origins von Batman, Green Lantern oder Wonder Woman. Was bedeutet, dass sowohl Batman als auch Green Lantern rebootet werden müssten und die anderen eine Generalüberholung benötigten.“

Batman wird eh rebootet, GL wird hoffentlich rebootet. 😉

Auf beide und auf WW passt Goyers Idee nicht wirklich. Aber es gibt ja noch den Flash oder den Martian Manhunter. Da könnte das funktionieren.

Marcus
Marcus

Und zu möglichen Man of Steel-Sequels sage ich mal:

Teil 2: Brainiac
Teil 3: Luthor/Doomsday

Make it happen, DC.

Exverlobter
Exverlobter

Dean Cain glaubt, er gehöre in den Superman-Film.

http://www.youtube.com/watch?v=Yhbla-76Tg0

Der Karsten
Der Karsten

Bei Facebook gäbe das ein „Like“. 🙂 Finde ich super von Dean Cain, das er dazu steht und bei dem Spass mitmacht. 😀

heino
heino

Sieht ja schon ganz gut aus, was bisher so an Kohle reingekommen ist. In 3 Tagen insgesamt 197 Mio können sich sehen lassen. Wenn der Film jetzt nicht doch noch völlig abkackt, dürfte das Sequel eine sichere Sache sein. Hier noch ein paar Statements von Goyer zu möglichen Verbindungen zu anderen DC-Figuren:

http://www.aintitcool.com/node/62883

Peroy
Peroy
heino
heino

Ob nun guter oder schlechter Film, sein Budget hat er schon eingespielt. Wenn er dann morgen auch hier anläuft, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis er im Plus ist:

http://www.boxofficemojo.com/movies/?id=superman2012.htm

Der Karsten
Der Karsten

Ich habe ihn jetzt noch nicht gesehen, aber aus den Erzählungen her würde ich ableiten, dass sie sich sehr an den spielfilmlangen Comics über Superman orientieren.. Wann ist er da mal Clark Kent? 90 % der Zeit sind dort alle Superhelden einfach nur Superhelden.. Geheimidentitäten scheint es dort kaum zu geben. ^^

Ich werde mich Freitag abend davon überzeugen..

Der Karsten
Der Karsten

Habe ihn jetzt gesehen und obwohl er durchaus seine Längen hatte, fand ich ihn sehr gut.

Was ich dem Film nicht abkaufe, ist diese „Liebes“beziehung zwischen Lois und Clark.. die kennen sich kaum, unterhalten sich während des Films nicht so wirklich viel (außer über seine Herkunft und wie man die Welt rettet). Trotzdem wird am Ende geknutscht? DAS ist Science-Fiction.. oder eher Fantasy? ^^

Marcus
Marcus

Komme auch gerade aus dem Kino.

Hmtja. Der beste Superman-Film bisher, aber auch nur, weil die Konkurrenz so schwach ist.

Insgesamt macht der Film viel richtig – Action, Look, Grundtonfall, alles gut geworden. Der Anfang auf Krypton hat mir gefallen, auch wenn das Snyder-typisch etwas überstylt ist – dass er den Kodex aus dem Wasser holen muss, kauf ich noch (ist eine Kryptonier-Brutkammer, die müssen wohl geflutet sein), aber die Morphing-Bots und den Flugdrachen hätte es nicht gebraucht. Die gelegentlichen Anfälle von Pseudo-Doku-Shakycam (think Battlestar Galactica-Reboot) in einigen Szenen auch nicht.

Darsteller: Cavill IST Supes; Crowe, Lane und Costner eine Bank, was für Probleme der Vogel mit Amy Adams hat, sehe ich nicht. Der einzige Totalausfall ist Michael Shannon, der als Zod einfach nicht herrisch, arrogant und bedrohlich genug daherkommt. Antje Traue als sein weiblicher Second-in-command stiehlt ihm da regelmäßig die Show. Der Rest hat zu wenig zu tun, um wie auch immer aufzufallen.

Drehbuch: naja, das verzettelt sich schon oft, und es fehlt ein wenig die dramatische Wucht, wie Torsten schon sagt. Und auch wenn ich immer fand, dass die anderen Superman-Filme an einem Mangel an epischer Action litten – all diese Versäumnisse muss man doch nicht in EINEM Film nachholen. Es war teilweise einfach überladen; den separaten „Weltenwandler“ (mit den Metalltentakeln) hätte man zugunsten eines Showdowns nur in Metropolis weglassen können, und der Endkampf gegen Zod ging (nach all den Materialschlachten und Kampfszenen, die davor schon kamen) entschieden zu lang – emotional war der Film da eigentlich schon rum, aber es krachte immer weiter und weiter…

Auf der Habenseite kann das Skript u.a. für sich verbuchen, dass Lois von Anfang an Bescheid weiß und in der Fortsetzung nicht so tun muss, als würde sie Superman mit Brille nicht mehr erkennen. Da hat sie eine Chance, nicht ganz so doof dargestellt zu werden wie ihre Vorgängerinnen.
Noch hat keiner außer ein paar Militärs Superman je aus der Nähe gesehen, und es gibt auch keine Fotos, aber das wird sich ändern. Bin gespannt, wie sie das Thema weiter handhaben.
Außerdem bietet der Film gutes Setup für eine Fortsetzung: Metropolis liegt quasi in Trümmern, es hat viele Tote gegeben, und bestimmt wird es Leute geben, die Superman dafür verantwortlich machen wollen. Könnte mir gut vorstellen, dass sein nächster Gegner bei dieser Stimmung ansetzen und die öffentliche Meinung gegen ihn aufwiegeln wird. Wer das wohl sein wird? Naja, Supes und Zod haben schon einen Tanklaster mit „LexCorp“-Schriftzug nacheinander geworfen…

Einen Punkt vom Vogel muss ich aber noch ansprechen:

„Weil “Man of Steel” nicht wirklich tiefgründig ist, will ich mich über die Meta-Ebenen nicht zu sehr auslassen, aber es ist auffällig, dass der Film eine unangenehm anti-wissenschaftliche Grundaussage zu verkaufen sucht: der quasi-religiöse “Glaube” an das “Gute” siegt immer über die “kalte” Evolution.“

Dafür, dass du es nicht richtig ansprechen wolltest, gehen da aber ganz schön die Gäule mit dir durch, Torsten. Was du meinst, war EIN Satz des weiblichen Zod-Commanders, dass „das Fehlen von Emotionen uns einen evolutionären Vorteil verschafft. Und die Evolution gewinnt immer.“ Ein typischer kaltschnäuzig-unmenschlicher Schurkenspruch, der im weiteren Verlauf nicht mal erwähnt wird – die Überlegenheit der Kryptonier oder was Zod mit der Erde vorhat, hat ja nichts mit Evolution zu tun.
Wie du daraus (und der Tatsache, dass sie am Ende eben trotzdem verliert) eine „Grundaussage“ herleitest, erschließt sich mir beim besten Willen nicht. Überreaktion deines Richard-Dawkins-geschulten Beißreflexes gegen „Evolutionskritiker“? 😉

Fazit: Über weite Strecken gelungener Superman-Reboot – aber der Weg bis zum Marvel-Comicfilm-Niveau ist noch weit. 7/10.

Exverlobter
Exverlobter

Was für ein Scheißfilm.

Marcus
Marcus

@Ex: Übertreib nicht so.

@Torsten: und trotzdem, ich sehe das einfach nicht, was du da schreibst.

Der ganze Evolutionsaspekt kommt außerhalb dieses einen Satzes im Film nicht vor.

Und Religion auch nicht. Dass er in eine Kirche geht, verbuch ich unter hundertmal gesehenes Hollywood-Klischee. Spielt im weiteren Filmverlauf keine Rolle. Plakativ und unoriginell, aber auch bestimmt keine irgendwie geartete „Aussage“.

Die Mutter von dem einen Kind, das Clark aus dem Fluss zieht, redet auch was von „Gott“. Okay. Wird das je wieder aufgegriffen? Nein.

Supes fällt ein oder zwei Mal in Jesus-Pose ins Wasser oder vom Himmel. Nicht das erste Mal für einen Superman-Film, und für mich gerade bei einem Oberstyler wie Snyder eher unter „weils halt cool aussieht“ zu verbuchen.

Der Film ist meiner Ansicht nach weder religiös noch evolutionskritisch noch anti-wissenschaftlich. Oder hab ich was übersehen?

Marcus
Marcus

Okay, wenn ich so drüber nachdenke, der Vollständigkeit halber: Kal-El als erste „natürliche“ (nicht genetisch vorprogrammierte) Geburt auf Krypton seit Jahrhunderten. Das kann man als Jesus-Analogie sehen – keine neue Idee im Superman-Rahmen.
Aber auch daraus macht der Film ja nix. Zod will Kal-El ja nicht zur Strecke bringen, weil er so auf die Welt kam, sondern weil sein Vater ihm den kryptonischen Gen-Kodex eingepflanzt hat.

Vineyard
Vineyard

http://thrillbent.com/blog/man-of-steel-since-you-asked/

Hier noch ein Review von Mark Waid.

Ich selber mochte den Film, stimme aber zu, daß das „Desasterporn“ Finale wirklich übertrieben war. (Und, daß er Zod getötet hat, aber die gleiche Kontroverse gabs vor 20 Jahren im Comic ebenfalls.)

Cavil war als Supes toll, auch wenn er teilweise wie Tom Welling auf Hungerkur ausssah. (Aber er kann wahrscheinlich nichts für die Ähnlichkeit.^^)

Adams als LL gefiel mir auch weil sie endlich Grips bewies. (Übrigens war die Lois der Byrne Ära rothaarig.)

Oh und @Smallville:

Ursprünglich mochte ich die Serie, hab sie dann aber als sie immer dümmlicher wurde nicht mehr geschaut und dann wieder in die letzte Staffel reingeschaut.

Das Serienfinale hab ich allerdings dann wutentbrannt von der HD geschmissen einfach weil es… ARGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGG!!!!! (Hauptsächlich wegen 3 Punkten, die ich aber grad nicht ausführen möchte. Es sei denn es interessiert wen.)

Oh und seit der Serie HASSE ich Kristin Kreuk. (Sogar noch mehr als Kristen Stewart)

heino
heino

Angesichts der bisherigen Track Record von Snyder hätte ich da snicht für möglich gehalten, aber mir hat der Film richtig gut gefallen. Zwar kann ich mir vorstellen, dass „richtige“ Superman-Fans angesichts der recht freien Interpretation mit dem Film alles andere als glücklich sind, aber mich haben die nicht im Geringsten gestört. Vor allem kam mir der Streifen viel kürzer vor, als er tatsächlich war, der ging rum wie nix und das Ende ist zwar recht heftig in Sachen Zerstörungswut, aber bei „Superman 2“ war das auch nicht wesentlich weniger, nur technisch schlechter gemacht. Dei Szene mit dem Priester würde ich auch nicht so streng bewerten wie der Hausherr, das war zwar ein absolutes Klischee, aber ich halte es für nachvollziehbar, dass Kal-El angesichts der vor ihm liegenden, sehr schweren Entscheidung Rat bei einer neutralen moralischen Instanz sucht.
Der Schwachpunkt des Films war für mich klar Michael Shannon. Selbst wenn man ihn nicht an Terrence Stamp misst, ist er einfach nicht gut. Cavill macht seinen Job ordentlich, wenn auch nicht wesentlich besser als Reeves oder Welling. Amy Adamy fand ich richtig gut, wie überhaupt die gesamte Storyline um Lois, die endlich mal nicht wie eine nichts schnallende Zicke dargestellt wird. Crowe, Costner und Lane waren auch sehr gut, Fishburne hat aus der Klischeerolle (und mal ehrlich, mehr war Perry White auch in den Comics nie) soviel wie möglich gemacht.
Zur Kontroverse um das Ende:ich fand das nur konsequent, denn Zod und Superman sind sich mindestens ebenbürtig, er wäre also nicht aufzuhalten gewesen und hätte weiter getötet. Und selbst wenn, in welchem Gefängnis hätten sie ihn denn einsperren und festhalten können? Schließlich war die Menschheit ja nicht auf die Ankunft solcher Wesen vorbereitet und Superman verfügt hier weder über das Wissen noch die Technologie, Zod wieder in der Phantomzone festsetzen zu können.

dermax
dermax

Fuer mich reiht sich „Man of Steel“ erstmal grunsaetzlich wieder in die Liste von Filmen ein, die mir schon aufgrund der Ausgangssituation sauer aufstossen… Krypton geht also in Kuerze zu Klump und offenbar sind die einzigen Chancen, von dem Felsen runterzukommen, dass man entweder als Baby hochgeschossen wird oder sich ins Exil schicken laesst.
Da wuerd ich auch ne Rebellion anzetteln, wenn man mich dann in ein Raumschiff steckt… schoen, wenn noch alle Zeit da ist in der Apokalypse fuer nen Gerichtsprozess. Sorry, wie bei „Looper“, wenn die gesamte Praemisse schon so knarzt, hats ein Film bei mir schwer.
Ansonsten absolute Zustimmung, wir haben hier wieder Einensupermanfilm, alles zu sehr Dienst nach Vorschrift, reines Effektgewitter und ein starker Cast alleine reichen einfach nicht. Und Snyder findet keine Loesung fuer das Problem, was man aus einem Kampf zwischen quasi unsterblichen macht… Whedon hat zB Hulk vs Loki usw wenigstens kurz gehalten und mehr mit Humor gearbeitet, beim Zack ists eher muehsam und das Finale ist nun wirklich an Einfallslosigkeit nicht zu toppen.

heino
heino

„Krypton geht also in Kuerze zu Klump und offenbar sind die einzigen Chancen, von dem Felsen runterzukommen, dass man entweder als Baby hochgeschossen wird oder sich ins Exil schicken laesst.“

Ich nehme mal an, du beziehst dich hier auf die Verbannung von Zod und seinen Leuten. Falls das so ist, unterliegst du da aber in meinen Augen einem Missverständnis, denn Zod versucht den Putsch ja nicht, um von Krypton wegzukommen, sondern um die Macht zu übernehmen.

Natürlich sollte man von einer so hochentwickelten und der interstellaren Raumfahrt trotzdem eine sinnvolle Lösung erwarten können, aber der Hohe Rat leugnet ja die anstehende Katastrophe, bis es zu spät für eine Evakuierung ist. Insofern sehe ich da keine knarzende Prämisse, sondern nur eine etwas modifizierte (=technisch bessere) Version von Supies Herkunftsgeschichte

DMJ

Da hier ja einige Leute den unangenehmen religiösen Beigeschmack des Films nicht sehen, kann ich guten Gewissens für meine Kritik dazu schleichwerben:

http://www.weirdfiction.de/article_database/man-of-steel-oder-st-superman-gegen-die-wissenschaft/

Okay… als Kritik geht es auf wenige Punkte ein, aber halt eine größere Ideologieanalyse. Von jemanden, möchte ich anmerken, der Religion an sich eher positiv gegenüber steht. Aber eben definitiv nicht dieser Art!

Marcus
Marcus

@DMJ: deiner Kritik hab ich vor Ort geantwortet, aber mein Kommentar muss noch moderiert werden.

Kurzfassung: über weite Strecken – willkommen im „mir gehen die interpretativen Gäule durch“-Klub. 😉

Peroy
Peroy

Dann kann man den Kommentar ja direkt wegmoderieren…

DMJ

Antwort entsprechend auch dort, Kurzfassung aber: „Nö“. 😉

Marcus
Marcus

@DMJ: danke für die ausführliche Antwort, Replik auch dort.

Kurzfassung: „You have a case, but it is weak.“ 😉

Marcus
Marcus

@Torsten: das sei dir unbenommen. Ich halt nicht. Siehe drüben.

Und hey – Cross media discussion FTW! 😉

dermax
dermax

@heino: Danke für die Erklärung… mir war immerhin klar, dass Zod nicht wegen des Exils die Rebellion angezettelt hat… und ansonsten ist Deine Erklärung auch stimmig, wenn man schluckt, dass die Führung eines derart fortgeschrittenen Planeten dessen bevorstehende Zerstörung komplett leugnet bis es so spät ist, dass man nicht mehr in irgendwelche Raumschiffe springen kann.

heino
heino

@WV:das wäre zweifellos eine logische Maßnahme gewesen, aber soweit ich mich erinnere, ist Jor-El auch in der Vorlage (und im Donner-Film) der Rufer in der Wüste gewesen, der von einem ignoranten Hohen Rat ausgebremst wird. Warum sollte der Rat also eine Evakuierung in die Phantomzone in die Wege leiten, wenn er schon den Grund für eine solche Maßnahme nicht anerkennt? Da kann ich keinen Denkfehler in der Story erkennen.

heino
heino

Stimmt, da wäre das tatsächlich möglich gewesen, aber in blinder Panik vergißt man das nahe liegende ja auch schonmal ganz gerne.

Mit dem Verweis auf die Vorlage wollte ich auch nicht andeuten, dass es in MoS so sein muß, weil es in der Vorlage immer so war. Aber Tatsache ist, dass der Konflikt zwschen Jor-El und dem Hohen Rat nunmal Grundbestandteil des Superman-Mythos ist. Ohne diesen Konflikt gäbe es für Jor-El ja keinen Grund, Kal zur Erde zu schicken. Ob die Phantomzone im Film ein wirklich gut durchdachtes Plot device war, steht auf einem anderen Blatt. Das könnte man aber auch bei Superman 2 sagen, denn offensichtlich hätten sich auch da die Kryptonier in die Phantomzone retten können.

heino
heino

Dass Superman im Comic bzw. Donner-Film durch die Zeit reisen konnte, ist mir auch immer sauer aufgestoßen. Wenn er dazu in der Lage ist, was hält ihn dann davon ab, Krypton zu retten? Klar, streng genommen wäre das ein Paradoxon, weil er dann nie zur Erde gekommen wäre, ergo nie zu Superman würde und dann auch Krypton nicht retten könnte usw., aber sowas hat Comic-Autoren ja noch nie abgehalten.

heino
heino

Soso, das Sequel soll jetzt also die einstmals für Wolfgang Petersen vorgesehene „Superman vs. Batman“-Nummer werden und aus „The dark knight returns“ basieren, aber dann doch nicht so dolle. Und natürlich soll wieder Goyer das Script schreiben:

http://www.aintitcool.com/node/63348

Da eine echte Adaption in einem Superman-Film, der noch dazu den Weg zur JLA-Verfilmung ebnen soll, aber keinen Sinn machen würde, vermute ich mal, dass sie nur den Kampf aus der Graphic Novel übernehmen werden. Was wiederum auch kompletter Quatsch wäre, da Batman Superman nur besiegen kann, weil sie sich schon ewig kennen und er alle Schwächen des Stählernen ausnutzt, die er aber in diesem Film nicht kennen kann, da sie sich da ja zum erstan Mal begegnen. Das scheint mir einfach nur ein verzweifelter Versuch zu sein, Boden im Fandom gutmachen zu wollen.

Peroy
Peroy

Superman und Batman in einem Film… das wird ein Trash-Debakel von epochalen Ausmaßen.

heino
heino

Eben habe ich mir den Film nochmal angesehen (und finde ihn immer noch hochgradig unterhaltsam) und da ist mir aufgefallen, dass Goyer hier Ideenrecycling betreibt, denn die Chose mit den 2 Weltenwandlern, die in Metropolis und am anderen Ende der Welt stehen, kommt exakt genauso im grottenschlechten und zurecht nie verfilmten JLA-Script von Wesley Strick vor. Fragt sich nur, ob dieses Recycling auf dem Mist von Goyer gewachsen ist oder die Warner-Produzenten da noch was umsetzen wollten, was sie damals cool fanden

Marcus
Marcus

Gerade eben auch noch mal geguckt. Trotz aller Makel mag ich ihn auch immer noch.

Und in der englischen OV gewinnt auch Michael Shannons Zod nochmal ein bisschen. Immer noch kein Terrence Stamp, aber auch kein Totalausfall.

DJ Doena

Was mich am meisten störte, war das ganze hin- und her zwischen „halt dich versteckt“ und „du wirst mal die Welt inspirieren“.

Das fing schon auf Krypton an, wo es zwar nicht um Clark ging, aber der Hohe Rat zugab, den Planeten angebohrt zu haben und sich der Konsequenz bewusst zu sein („what would you have us do?“), aber irgendwie scheint niemand außer Jor-El auch nur die Option einer Evakuierung in Betracht zu ziehen.

Und für mich schien es so, als hätte Zod seinen kleinen Aufstand gerade erst angefangen.

Und dann ist Jor-El und Jonathan davon überzeugt, dass sich Kal/Clark nie zu erkennen geben darf aber gleichzeitig denken sie, dass er einmal das leuchtende Vorbild sein wird. Häh? Wie soll das zusammen funktionieren?

Und ich will gar nicht erst davon anfangen, dass Jonathan gestorben ist, weil ER unbedingt den blöden Köter retten musste.

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