USA 2012. Regie: Joss Whedon. Darsteller: Robert Downey Jr., Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Chris Evans, Scarlett Johansson, Jeremy Renner, Samuel L. Jackson, Cobie Smulders u.a.

Story (Spoiler!): Loki hat sich den Tesseract-Würfel unter den Nagel gerissen und gleich noch ein paar SHIELD-Getreue, darunter Hawkeye, per Brainwashing in seinen Dienst genommen. Nick Fury sieht nur eine Chance, der resultierenden Gefahr entgegen zu treten: er muss die auf der Welt verstreuten Superhelden zu einem Team formen – den „Avengers“. Doch wie kontrolliert man den Hulk? Wie ordnet man das Ego eines Tony Stark einer gemeinsamen Sache unter? Und wie gibt man einem Donnergott Befehle? Die Lage eskaliert, als klar wird, dass Loki eine ganze Armee von außerirdischen Kreaturen im Schlepptau hat, die durch eine Art Wurmloch auf die Erde gelangen. Heute Manhattan, morgen die Welt. Avengers, assemble!

Kritik: Vor zehn Jahren hätte ich noch Stein und Bein geschworen, dass so ein Film gar nicht möglich ist, und das aus gleich mehreren Gründen. Der Look der Marvel-Helden ist teilweise sehr extrem, die Kräfte opernhaft – und die schiere Menge an Bauten und Spezialeffekten schien mir für kein Geld der Welt umsetzbar. Allerdings habe ich das ja auch von den „Watchmen“ 20 Jahre lang gedacht.

Mittlerweile KANN man einen Superhelden-Teamfilm vom Schlage „Avengers“ zumindest technisch umsetzen. Die Frage bleibt: sollte man? Marvel steht unter gewaltigem Druck, weil die Figuren sich in ihren Einzelabenteuern so gut bewährt haben, dass die erwartete Steigerung für das Team-Abenteuer kaum zu schaffen ist. „Thor„, „Iron Man“ und „Captain America“ haben die Messlatte verdammt hoch gelegt.

Es ist die Quadratur des Kreises: Charaktere, die so groß angelegt wurden, dass sie einen Spektakelfilm tragen können, müssen so weit zusammen geschrumpft werden, dass sie sich beim „Spektakelfilm deluxe“ nicht ständig auf die Füße treten. Ich beneide Joss Whedon nicht um die Aufgabe, das alles unter einen Hut zu bringen – wenigstens hatte er von Marvel eine grobe Vorgabe, in welche Richtung die Handlung gehen sollte.

Ich habe jetzt drei Tage lang darüber nachgedacht, wie ich die Kritik angehen soll. Technische Details und dramaturgische Bögen abklopfen, wie ich es üblicherweise mache? Vorab rechtfertigen, dass ich die Änderungen an den Figuren und ihren Verhaltensweisen für stimmig und gelungen halte – im Gegensatz z.B. zu Peter? Wieder mal das ganz große Lob raus holen, ergänzt von zwei drei Absätzen, die gerne mit „Man kann natürlich bemäkeln, dass…“ beginnen?

Ich habe eine schwere Erkältung. In einer halben Stunde will ich zum B-Film Basterds Festival fahren. Das ist mir alles zu kompliziert. Ich reduziere den ganzen Kram mal fix:

MEGA FUN ACTION KINO!

„The Avengers“ geht ab wie Luzie. Über zwei Stunden so vollgepackt mit großformatiger Action, dass es nur jemandem wie Joss Whedon gelingen konnte, TROTZDEM allen Figuren gerecht zu werden, ihnen Charakterbögen und Highlights zu geben, aus der Gruppe ein Team zu machen. Es ist der Superheldenfilm in seiner reinsten Form: laut, bunt, breit und albern. Irgendwo fault gerade Jack Kirby in seinem Sarg und hat eine Erektion.

Ich habe selten einen Film gesehen, der sich seiner eigenen Absurdität so bewusst ist, ohne in die Selbstparodie abzudriften. Er ist „crash boom bang“ auf höchstem Niveau mit einer Garde von Darstellern, die sichtlich entspannt auch mal Kindergarten spielen. Es gelingt tatsächlich, die Stärken jeder Figur in die kriegerische Handlung zu integrieren: Captain America ist ein sehr guter Soldat und Stratege, Hulk entspricht einem Panzer, Hawkeye einem Aufklärer, Tony Stark der Luftwaffe, Black Widow der Spionage. Die Avengers „klicken“ hörbar, rasten ineinander, werden in der Summe mehr als die Einzelteile. Das ist inmitten von Explosionen und Invasionen so stringent wie plausibel erzählt.

„The Avengers“ ist nicht düster oder selbstreflexiv – weil er auf Comics basiert, die es auch nicht sind. Das hier ist nicht „meta“, das ist die reine Lehre. Comic-Action zum mitgröhlen und Popcorn werfen mit haufenweise Momenten, in denen sich der Nerd vor Begeisterung ein ganz kleines bisschen bepieselt. Es darf als eine der größten Überraschungen gelten, dass ausgerechnet dem Hulk viele der besten „Avengers“-Momente gehören – vielleicht gerades deshalb, weil die Figur zu sperrig für ein Solo-Abenteuer ist und im Team erst richtig ausgespielt werden kann.

Hulk vs. Loki – the stuff of legends. Mark my words!

Weil die Figuren stimmig sind und sorgsam austariert werden, driftet „Avengers“ nie in hirnloses Bay-Territorium ab, zumal Whedon auch ein deutlich besseres Auge für durchchoreographierte Action hat, die keine Kopfschmerzen macht. Er gibt uns Zeit, die schönsten Momente zu sehen, zu verarbeiten und zu genießen, bevor es im nächsten Frame schon wieder kracht.

Und das ist der Moment, wo ich den Kleinkram ausbuddeln würde, der mir nicht gefallen hat. Die paar Shots, die nicht so ultraperfekt getrickst sind. Die wenigen Szenen, die redundant wirken. Nebenfiguren wie Maria Hill, die komplett unter dem Radar fliegen. Die Tatsache, dass „Avengers“ bei (oder wegen?) aller Spielfreude und Prächtigkeit nicht die totale dramaturgische Perfektion von „Iron Man“ erreicht.

Geschenkt. Ich hab mich königlich amüsiert und mehr „bang for the buck“ wird es diesen Kinosommer kaum geben. Geht rein.

Fazit: Das ganz große Sommerkino und der perfekte Abschluss des Marvel-Schaulaufens – Niggeligkeiten gehen in der allgemeinen Begeisterung unter.

Und hier auch gleich noch die versprochene fette Galerie:


 
Florian Breitsameter von SF-Film.de hat auch nicht weniger begeistert drüber geschrieben.



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Snyder
Snyder

der offenbar gute Film in ehren, aber Hulks Frisur ist … seltsam

Khaoz
Khaoz

100% ack

Hulk…. SMASH

@Snyder: laut Mark Ruffalo wurde der CGI Hulk extra mit Ähnlichkeit zu ihm gestaltet, d.h. Mimik, Gesichtszüge etc übernommen – im Gegensatz zu den ersten beiden Filmen.

DMJ
DMJ

Das zu lesen freut mich! 😀
Wäre doch zu schade gewesen, wenn die momentane Reihe gelungener Marvel-Filme durch einen missratenen „Avengers“ nicht gekrönt worden wäre.

Und der gute alte Whedon ist jetzt noch mehr Nerdgott als vorher. War wohl definitiv der richtige Mann für das Projekt – gerade die Balance, zwischen Ironie und Ernst ist ja seine Spezialität.

HomiSite
HomiSite

Iron Man 1 fand ich gut, Thor lustig – den Rest der vorbereitenden Filme kenne ich nicht. Verpasst man dann viel in Avengers (bei rudimentär-solider Figurenkenntnis)? Und ist das wirklich Joss Whedons erster „richtiger“/großer Kinofilm?

Dietmar
Dietmar

YIIIIPPIIIIEEEHH!

Dietmar
Dietmar

Ich fühle mich da dem Hellboy näher …

Exverlobter
Exverlobter

“Thor“, “Iron Man” und “Captain America” haben die Messlatte verdammt hoch gelegt.

Thor und Captain America waren der letzte Rotz. Da KANN Avenger ja nur besser werden.

Dietmar
Dietmar

@Exverlobter: „Iron Man“ steht da ganz oben. Aber schlecht würde ich die anderen beiden auch nun nicht gerade nennen. „Thor“ war der schwächste von denen, finde ich, aber immer noch ganz unterhaltsam und „schauwertig“.

Boo
Boo

Frage zu den Effekten – lohnt es, sich so ne schicke Brille aufzusetzen und das Ding dreidimensional zu schauen? oder sollte ich mir das Geld sparen und stattdessen in ne größere Popcorntüte investieren?

viel Spaß mit den B-Movies

heino
heino

„Irgendwo fault gerade Jack Kirby in seinem Sarg und hat eine Erektion.“

Das ist der Satz des Jahres:-)
Ich habe nichts anderes von Whedon erwartet, der hat schon mit „Serenity“ bewiesen, dass er einen Ensemble-Cast in einem effektgeladenen Action-Gewitter glänzen lassen kann. Machtd as 3D denn Sinn, oder ist das nur wieder Verarsche?

@Exverlobter:“Thor und Captain America waren der letzte Rotz. Da KANN Avenger ja nur besser werden.“

Über Geschmack lässt sich bekanntlich schwer diskutieren, aber der letzte Rotz waren doch nun eher „Catwoman“ und „The Spirit“. „Thor“ war guter Durchschnitt und „Captain America“ war weit besser, als ich es anhand der Vorlage gehofft hatte.

DMJ
DMJ

Habe übrigens weder den Donnergott noch den Kapitän bislang gesehen – sieht wohl danach aus, als wenn ein Videothekenbesuch und Double Feature als Vorbereitung angebracht ist.

Exverlobter
Exverlobter

@Heino
@Dietmar

OK, Rotz ist in der Tat etwas Harsch. MIttelmäßig passt besser. Ich verweise einfach mal auf die Jungs von RedLetterMedia.BTW ich habe nichts gegen IRon Man gesagt

http://redlettermedia.com/half-in-the-bag/captain-america-and-the-rocketeer/

Dietmar
Dietmar

@Exverlobter: Das passt für mich.

milan8888
milan8888

Ich fand ja The Spirit besser als Thor

Peroy
Peroy

„Ich fand ja The Spirit besser als Thor“

Lässt du dich nachts im Park von Hunden und Obdachlosen anpinkeln ?

reptile
reptile

Alles andere als so eine Kritik hätte ich wohl auch nicht verkraftet.
Iron Man 1+2 waren die besten der „Reihe“, vom Captain hatte ich nichts erwartet und wurde umso positiver überrascht. Thor war ok und der letzte Hulk(mit Norton) hat es wieder rumgerissen.
Ich freue mich schon wie bekloppt. Fuck Yeah!

jimmy1138
jimmy1138

Hat das spezielle Gründe, daß die geheimnisumwitterten Verbündeten von Loki in der Kritik bloß als „Außerirdische“ bezeichnet werden und auf keinem der Bilder zu sehen sind?

TomHorn
TomHorn

Ich freu mich schon auf den Film. Aber bei den Vorgängerfilmen habe ich gemischte Gefühle. Die „Hulk“-Filme klammere ich mal aus, da ja jetzt auch mit Ruffalo ein neuer Darsteller an Bord ist. „Iron Man“ war ziemlich gut, der zweite Teil leider nur knapp überdurchschnittlich. „Captain America“ war für mich eine positive Überaschung, der war auch nicht perfekt, aber echt launig. Irgendwo zwischen IM2 & dem Cap liegt dann „Thor“, bei dem ich tatsächlich die Handlung auf der Erde als erheblich unterhaltsamer empfand als alles in Walhalla.
Zumindest gab es im Vorfeld keinen Totalausfall…

Dietmar
Dietmar

Ich würde nur Thor und Captain America in der Rangfolge tauschen. Ich freue mich wie Bolle auf den Film und ignoriere jede Gefühlsmischung hartnäckig!

Sven
Sven

@ Jimmy
Einfach während des Abspannes sitzen bleiben…;)

Marcus
Marcus

Na denn. Ick freu mir.

Andy
Andy

Ich denke der Film wird ein großer Schritt in Joss Whedon Karriere sein!:)
Hier hat “Disney“ auch in Sachen Werbung alles richtig gemacht!
Aber es war glaube ich auch Mr.Ross “Baby“!?

OnkelFilmi
OnkelFilmi

@Andy:

Ross hatte nichts mit dem Film zu tun, der war Chef von Disney. Marvel Studios gehört zwar zum Disney Konzern, ist jedoch (ähnlich wie Pixar und ehemals Miramax) ein eigenständiges Studio, mit eigenem Chef, in diesem Fall Kevin Feige (der seit dem ersten Iron Man die Geschicke Marvels leitet).

reptile
reptile
The Riddler
The Riddler

„(…) rund um Iron Man, Mister America, Hulk, Thor (…)“

Autsch.

Peroy
Peroy

„Die Taz zerreist den Film
http://taz.de/Marvel-Comicverfilmung-The-Avengers/!92087/

Die Taz kann uns am Arsch lecken. 8)

Realsatiriker
Realsatiriker

Nicht so schnell. Der Film hat seine Stärken, aber auch gar nicht mal so wenige Schwächen. Dem wird nur jemand widersprechen, der einen Clown gefrühstückt hat.

Apropos Clown: Joss Whedon schafft es, einen der dümmsten und geschmacklosesten Witze der Filmgeschichte zu bringen. Ich sage nur: „He’s adopted.“ Das perfekte Beispiel für Whedons Schwäche als Autor. „Humor“ um jeden Preis, selbst wenn er eine noble Figur völlig out of character einen Joke über den Tod von 80 Menschen (Spoiler: Deutschen) reißen lässt.

Das Gegenstück zum legendär schwachsinnigen Storm-Spruch aus „X-Men“.

Gregor
Gregor

Unglaublich, was der Taz-Mensch für einen Unsinn zusammenschwurbelt.

@ Realsatiriker: Bei dem Witz hat das ganze Kino gegrölt. Ich auch.

Wortvogel
Wortvogel

@ Realsatiriker: Das sehe ich nicht so. Und die menschlichen Kollateralschäden werden in Blockbustern von jeher gerne nonchalant übergangen.

reptile
reptile

Richtig coole, neue poster zum Film im Comic Style:
http://www.filmjunkies.de/news/avengers-stylische-poster-39709.html

Rex Kramer
Rex Kramer

Zumindest ein Gutes haben die Proteste gegen Stuttgart-21 bewirkt: Die Wutbürger haben einen ehrenvollen Platz bei den „Avengers“ erhalten. Stuttgart vs. Loki, das wird ein Spaß. Übrigens fällt mir jetzt erst auf: „Loki“ könnte man auch als Verniedlichung von „Lok“ oder „Lokomotive“ deuten.
Jetzt wird ein Schuh draus 😉
http://www.welt.de/kultur/kino/article106223694/Stuttgarts-Wutbuerger-in-Marvels-The-Avengers.html

Realsatiriker
Realsatiriker

Dass in Blockbuster XY über menschliche Kollateralschäden gegrölt wird, oder man diese nonchalant übergeht, mag sein. Traurig genug. Hat aber nichts damit zu tun, dass man die Feinheiten dieser spezifischen Figur hier in diesem Film pervertiert. Generall scheint mir, dass die Gutfinder bei Whedons Werk ein bisschen zu bereitwillig ihr Anspruchsdenken am Eingang abgeben. Man kann auch mal mehr einfordern.

Wortvogel
Wortvogel

@ Realsatiriker: Ich halte es nicht für eine Pervertierung des Charakters, wenn Thor mal einen blöden Witz macht – das war auch im Solo-Abenteuer schon so.

Wichtiger aber: ich verwehre mich gegen die Verallgemeinerung. Ich bin kein Whedon-Gutfinder, auch kein JMS-Gutfinder oder JJ Abrams-Gutfinder. Das beweise ich allein durch meine störrische Weigerung, „Angel“ oder die ersten sieben Folgen von „Firefly“ gut zu finden. Obendrein fand ich den „Firefly“-Kinofilm mau.

Man kann den Spieß auch umdrehen: es ist typisch, immer sklavisch stimmige Charaktere zu verlangen. Als ob Menschen sich immer vorhersehbar verhalten würden. Und als ob Thor und Hulk in einem Team-Abenteuer so agieren müssen wie in einem Solo-Abenteuer.

Es funktioniert. Das reicht mir. Wer niggeln will, soll niggeln. Ich tu’s nicht.

reptile
reptile
Realsatiriker
Realsatiriker

Kann ich so nicht stehen lassen. Was sollen „sklavisch stimmige Figuren“ sein? Unnötig, dass du „stimmig“ mit dem polemischen Kniff so negativ konnotierst. Ich erwarte keine drögen, starr schematisierten Figuren. Muss ich das wirklich erklären? Sie müssen lebendig sein, mal ausbrechen, unvorhersehbar sein. Aber das hier ist kein Ausbruch, keine Unvorhersehbarkeit, das ist ein Bitch-Slap in die Fresse von Sinn und Verstand, der auch der Figuren-DNS widerspricht. Und das ist Bantha-Pudu.

Deine Behauptung, das sei im Solo-Abenteuer schon so gewesen, beruht auf welcher Szene? Ich erinnere mich an keine Jokes über tote Unschuldige in der Wüstenstadt. Deleted Scene? Markige Sprüche über tote Feinde (!) vielleicht, aber nie über Unschuldige. Wir erinnern uns: Held. So oder so, der Tod Unschuldiger sollte für den nun gereiften Thor keine Witzvorlage mehr sein. Dieser Figurenzeichnung hat sich die Figur eigentlich mit ihrer Reife im Solo-Film entledigt.

Und natürlich müssen sich Solo-Figuren auch in einem Team-Abenteuer gemäß ihrer DNS verhalten. Also bitte.

Kein schlechter Film. Ein unterhaltsamer. Einige Sachen sind gut, einige wenige sehr gut. Aber wegen seiner Schwächen insgesamt kein sehr guter Film, sondern ein mit Abstrichen guter. Mehr Glück beim nächsten Mal.

Wortvogel
Wortvogel

@ Realsatiriker: Die Diskussion ist sinnlos, weil du schlicht ausschließt, das jemand den Film anders sehen könnte als du.

Es ist ein großartiger Film. So there.

reptile
reptile

Ich habe Avengers noch nicht gesehen(Samstag YES) aber finde den Punkt von Realsatiriker interessant. Auch wenn ich glaube, dass die Szene innerhalb des Films wahrscheinlich eh nur einen kurzen Moment ausmacht.
Ich habe gerade erst noch Mal Thor gesehen, und dort gibt er ja sogar sein Leben, um das einiger unschuldiger Menschen zu schützen.
Aber wie gesagt: ich denke nicht, dass dies den gesammten Avengers Film abwerten wird.

Wortvogel
Wortvogel

@ Reptile: Genau das ist aber der Punkt. Halte ich den Satz für Thor-untypisch? Ja. Aber er gibt einen Lacher und reduziert die Qualität des Films in meinen Augen nicht.

Realsatiriker
Realsatiriker

@Reptile: Nicht verwirren lassen. Es geht nicht darum, dass ich „ausschließen würde, dass jemand den Film anders sehen könnte als ich“. Das ist erneut Polemik. Wortvogel scheint mich da mit jemand anderem zu verwechseln.

Muss er, denn er würde mir nie unterstellen, dass ich einen Film wegen einer schwachsinnigen Szene verbrenne. Meine generelle, letztlich einigermaßen positive Meinung über das große Ganze habe ich weiter oben recht gut sichtbar geschrieben, muss ich nicht wiederkäuen. Nein, ich habe diesen Spruch thematisiert. Und der ist Bostmist.

Wortvogel behauptet, Thor habe solche „blöden Witze auch im Solo-Abenteuer gemacht“. Das ist unsinnig, wie du, Reptile, weißt, da du den Film offensichtlich aufmerksam verfolgt hast. Einen solchen artverwandten „Joke“ kann niemand nennen, da er schlichtweg nicht existiert.

Ich bin gespannt, ob dir dieser Spruch, Reptile, ebenfalls negativ aufstoßen wird, oder ob du auch einer von denen bist, denen eine stimmige Figurenzeichnung auch mal wurscht ist, solange das Zwerchfell bebt. In jedem Fall viel Vergnügen mit dem passablen Rest.

Wortvogel
Wortvogel

@ Realsatiriker: Es wird mich echt zu kindisch. Depri much?

reptile
reptile

Naja, die Gefahr, dass ich entrüstet den Saal verlassen ist eher gering.
Ich werde Samstag Abend mehr wissen.

OnkelFilmi
OnkelFilmi

„Das perfekte Beispiel für Whedons Schwäche als Autor. “Humor” um jeden Preis, selbst wenn er eine noble Figur völlig out of character einen Joke über den Tod von 80 Menschen (Spoiler: Deutschen) reißen lässt.“

——————
HERE BE SPOILERS
——————

Vielleicht hättest Du den Film mal mit mehr als einem halbgeöffneten Auge sehen sollen.

Thor: „… Und er ist mein Bruder!“
Black Widow: „Er hat in den vergangenen zwei Tagen 80 Menschen getötet!“
Thor: „… er ist adoptiert.“

Diese Antwort ist ein wenig flapsig (und für den Zuschauer lustig), jedoch hat Thor keineswegs einen Witz gerissen, oder jemanden verhöhnt.

Und was die „Deutschen“ angeht – Hawkeye erschiesst zwei Wachen auf dem Dach von „Müller Industries“, und Loki tötet Müller (höchstwahrscheinlich, wir sehen ja nur, wie er ihm diesen Transmitter ins Auge rammt). Es stirbt sonst keiner im Stuttgart-Part. Widow bezieht sich auf die Shield-Agenten, die in der Pre-Title Sequenz von Loki getötet werden. Tote Soldaten/Agenten, ja. Aber keine „innocent bystanders“, die einfach so nebenher von Loki weggemetzelt wurden…

————–
SPOILER ENDE
————–

Wortvogel
Wortvogel

Leser „Shakespeare“ hat diese Kritik aus Versehen im falschen Bereich der Webseite hinterlassen:

„Iron Man 1,2, Der unglaubl. Hulk, Thor, Captain America und nun endlich auch The Avengers gesehen.
Alle hatten für mich einen Teil „Gewisses Etwas“, The Avengers fand ich sehr gelungen. Okay, ein paar dumme Sprüche (Nich‘ mehr, als ’ne Hand voll) sind dabei, aber der Rest der Anspielungen und kleinen Wortgefechte kam bei mir gut an. Einige Ideen bezüglich technisch ausgefeilter Alien-Rafinessen hat man auch schon in ähnlicher Weise gesehen. ABER: Mit so viele Stars und so viel Effekten (für 3D sehr gut) in einem so langen Film, den Zuschauer/Nerd (Es waren auch fast nur männliche Zuschauer im Kinosaal) bis zum Schluss zu unterhalten,… grandios! Meine Lieblingsrollen in diesem Film waren Hulk und Iron Man.
.“

Nikolai
Nikolai

Ich fand den Film schlichtweg super.
5 Jahre geschürte Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt.

Natürlich gibt es etwas zu nörgeln, wenn man nur gründlich genug sucht.
Wie kam Thor auf die Erde? Das wird nur kurz mit „schwarzer Energie“ (korrekt?) „erklärt“.
Wieso kann Banner den Hulk auf einmal kontrollieren?
Wieso haut der Schlag von Thor auf den Schild Cap nicht einfach zu Matschmus? Denn die körperliche Stärke des Cap reicht ja nichtmal annähernd an die des Hulk.

Man KANN durchaus nörgeln, aber das ist bei diesem Film absolut fehl am Platz.
Action die einen mitreißt und Humor, dass das ganze Kino gelacht hat.
Das saubere 3D konnte mich auch erfreuen (nicht wie bei Avatar).

Ich bin einfach begeistert 😀

VideoRaider
VideoRaider

Ursprünglich war ja geplant, dass THOR 2 quasi ein Sequel zu AVENGERS darstellt (wenn ich mich nicht irre). Haben sie aber verworfen. Schade. Würde auch so funktionieren, da THOR 2 so oder so auf Asgard spielt.

Dietmar
Dietmar

Wieso kann Banner den Hulk auf einmal kontrollieren?

Hat sich bei „The incredible Hulk“ angedeutet, und am Ende war das klar.

Nikolai
Nikolai

„Hat sich bei “The incredible Hulk” angedeutet, und am Ende war das klar.“

Jetzt wo du es erwähnst…da war was.

Es wurde angedeutet, stimmt.
„klar“ ist was Anderes, aber das kann man als Erklärung ranziehen. 🙂

Wortvogel
Wortvogel

@ Nikolai/Dietmar: Nun ja, die Sache mit Hulk fand ich notwendig, aber in der Tat etwas holperig. Es wird ja in der ersten Hälfte des Films immer wieder thematisiert, dass „die Kreatur“ unbeherrschbar ist. War mir aber ob des Fun-Faktors des Hulk dann wurscht.

That’s my secret – I’m ALWAYS angry!

Wortvogel
Wortvogel

Ich habe dem taz-Autor übrigens auch noch mal per Kommentar geantwortet:

„Herr Knipphals, ihre Entschuldigung in allen Ehren, aber mein Problem mit Ihrer Kritik liegt woanders: Sie haben die grundsätzliche Funktion von „Avengers“ nicht verstanden. Es gibt Filme über Superhelden (Spider-Man, Dark Knight, X-Men, Avengers) und Filme über das Superheldentum (Watchmen, Chronicle, Kick Ass, Super). Die einen erzählen von Helden, die anderen von der Frage, was Heldentum bedeutet. Das kann sich im Idealfall auch mal prima ergänzen (Watchmen), aber man kann von den „Avengers“ wahrlich nicht erwarten, dass sie ihren eigenen Status reflektieren. Der Film ist als Adaption einer unironischen Haudrauf-Serie geplant und für das ganz große Sommerkino umgesetzt worden. Diese Vorgaben erfüllt er hervorragend. Introspektives Comic-Kino hätten Sie sich vor ein paar Wochen in „Chronicle“ ansehen können. Es ist nicht die Schuld der „Avengers“, dass Sie mit falschen Erwartungen ins Kino gegangen sind. Waren Sie von „Twilight“ auch enttäuscht, weil der Film gar keine Auseinandersetzung mit dem postfeministischen Geschlechterverständnis präsentierte?“

heino
heino

@Nikolai:was die Thor/Cap-Sache angeht, wird man sich vermutlich an die Erklärung der Comics gehalten haben. Da leigt es immer am Vibranium aus dem der (das?) Schild besteht, dass Cap auch Schläge von Dragonman, herkules und Hulk überlebt.

Hier mal was zum zu erwartenden finanziellen Erfolg:
http://www.aintitcool.com/node/55278

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