mm2013 Klein st1USA 2013. Regie: J.J. Abrams. Darsteller: Chris Pine, Zachary Quinto, Karl Urban, Zoe Saldana, Anton Yelchin, Simon Pegg, John Cho, Benedict Cumberbatch, Bruce Greenwood, Alice Eve, Peter Weller u.a.

Offizielle Synopsis: Als die Crew der Enterprise nach Hause beordert wird, findet sie dort in den eigenen Reihen eine unaufhaltsame Macht des Terrors, die die Sternenflotte und alles, wofür sie steht, zersprengt und unsere Welt in eine schwere Krise gestürzt hat. Captain Kirk, der noch eine persönliche Rechnung offen hat, führt eine Menschjagd in einer vom Krieg gezeichneten Welt, um einen Mann zu stoppen, der selbst eine Massen­vernichtungs­waffe ist. Während unsere Helden in ein episches Schachspiel auf Leben und Tod getrieben werden, wird die Liebe in Frage gestellt, Freundschaften werden zerissen, und Opfer müssen erbracht werden für die einzige Familie, die Kirk noch hat: seine Crew.

VORAB: Ich werde keinen Twist verraten und keinen Gaststar, keinen Injoke und keinen Verweis auf andere Trek-Filme. Darüber können wir nach dem ersten Wochenende in den deutschen Kinos reden, um den 12. oder 13. Mai herum. Bis dahin bitte ich alle, die den Film bei Premieren oder Screenings gesehen habe, um Rücksicht auf die anderen Leser.

Kritik: Ich gehe gewöhnlich ganz gerne alleine in Pressevorführungen. Da sitze ich dann manchmal neben Julian (der oft zuviel quasselt, so gerne ich ihn auch mag) oder Peter Osteried (dem man nie ansieht, was er von einem Film hält, bevor man ihn hinterher fragt). Heute hat mir netterweise Florian Breitsameter von SF-Film.de einen Platz frei gehalten, weil ich wegen eines neuen Hyperland-Artikels erst in letzter Sekunde im Kino aufkreuzte. Flocki ist ein SF-Nerd von dem Herren, ein belesener Geist, an dessen Schrein ich bete, wenn ich um Weisheit in Sachen Science Fiction bitte. Genau die Sorte Hypergeek, die ich brauchte, um den neuen „Star Trek“ zu sehen.

Ich muss jetzt ein wenig ausholen.

„Star Trek: The Motion Picture“ hatte seinerzeit versucht, das TV-Konzept „Star Trek“ für das große Kinoformat neu zu überdenken, es zu mehr zu machen als einer aufgeblasenen Episode. Das ging schief – auch wenn man bis heute diskutieren kann, wie schief und warum. „Star Trek II: Wrath of Khan“ wurde angesichts der mauen Reaktionen auf den ersten Film in Sachen Dramaturgie und Textur deutlicher auf die Fernsehwurzeln zurück gestutzt – ein Stigma, das die Star Trek-Filme fortan immer weiter ausbluten lassen sollte, bis sie am Ende gar nicht mehr von schwachen TNG-Zweiteilern zu unterscheiden waren.

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Abrams ging mit „Star Trek“ 2009 im Prinzip zum „Motion Picture“ zurück. Er löste sich von allem Ballast, inszenierte Kino, verkniff sich jede Piefigkeit, nahm als Maßstab nicht die vorherigen Filme und Serien, sondern die Blockbuster, mit denen „Star Trek“ ja auch konkurrieren sollte. Von einigen inhaltlichen Schwächen (und einem langweiligen Bösewicht) abgesehen, ist ihm das auch gelungen.

Es kam die Frage: was nun? Anders als „Wrath of Khan“ musste Abrams für sein Sequel keinen Kurswechsel vollziehen. Er konnte Kurs halten. Da er aber eine gänzlich neue Zeitlinie gebaut hatte, war das Problem nun – Kurs wohin? Es wurde viel gemutmaßt, es würde um die Klingonen gehen, um Khan, etc. Ich habe mich absichtlich aus den Spekulationen raus gehalten, wollte es gar nicht so genau wissen. Ich war bereit, mich auf eine neue Reise mitnehmen zu lassen – vor allem nach dem krachenden Trailer und dem Casting von Benedict „Sherlock“ Cumberbatch als „big bad“.

Ich war auf alles vorbereitet und zu allem bereit.

Dachte ich.

HIMMELHERRGOTTHEILIGESCHEISSE! Hüpf hüpf hüpf. Haste das gesehen? HASTE DAS GESEHEN??? Oh Mann, oh Mann, oh Mann! Aaaaalter…! Und weißt du auch, wen die da…? Ach so, das im Trailer war gar nicht…! Und vor allem, als die dann…! Dann denkste natürlich, logo, weil ja…! Nix da!

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Sorry, ich laufe immer noch auf Adrenalin. Hätte ich zum Nachspann nicht Flocki gehabt, um wie ein hyperaktiver Fünfjähriger die wichtigsten ersten Erkenntnisse auszutauschen, hätte ich auf der Rückfahrt nach Hause mit Sicherheit einen Unfall verursacht. Mein Roller war mein Shuttle und ich auf dem Weg durch ein Asteroidenfeld. Goetheplatz – Schwabing: 11 Minuten. Das ist Warp 11.

Wer glaubt, „Iron Man 3“ sein ein Triumph oder ein Meisterwerk, der darf jetzt eine ganze Schachtel Kreide fressen. „Star Trek into Darkness“ will alles gleichzeitig sein – und schafft es auch. Er ist der fette Sommer-Blockbuster, der global die Scharen ins Kino treiben wird. Er ist der authentische und bis ins Detail liebevolle Star Trek-Film, der aus Versatzstücken der Serien und der ersten drei Kinofilme ein kleines Wunderwerk baut. Er ist ein Destillat aus allem, was Star Trek jemals richtig und groß gemacht hat – hoch drei. Ein Kunstwerk mit 2000 PS.

Die Charaktere greifen hier noch mal deutlich besser als beim Vorgänger. Chris Pine lebt und atmet Shatners Interpretation von Kirk, dessen albernen Swagger er mühelos in ein neues Jahrtausend rettet. Die Figuren prallen aneinander ab, spielen miteinander, bedingen sich, treiben sich voran. Das, was Star Trek immer besser machte als die anderen SF-Serien, der „sense of family“, kommt hier voll zum Tragen.

Eine rasante Dramaturgie treibt den Film voran, schlägt Haken, jagt uns von Action zu Action, ohne die intensiven emotionalen Momente zu vernachlässigen – und hat durchschnittlich alle 15 Minuten einen Twist parat, der sich gewaschen hat. Hier wechseln die Allianzen wie die Uniformen, ständig wird neu justiert, atemlos Ziel und Zweck der Mission angepasst. So etwas habe ich zuletzt bei „Mission Impossible: Phantom Protocol“ gesehen – aber hier ist es perfektioniert.

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Vor allem aber, und entschuldigt, wenn ich mich da wiederhole: ein Held ist so gut wie sein Gegner und die Konflikte, denen er gegenüber steht. Und da fährt „Star Trek into Darkness“ ganz fett auf. Cumberbatch ist genau der Treibsatz, den eine Mega-Franchise braucht, um richtig auf Touren zu kommen. Er ist der Nitro-Tank, der ALLE anderen Figuren auf Trab hält.

Es ist alles so viel mehr als Star Trek – und doch so sehr Star Trek.

Hier mal die komplette Galerie der aktuellen Bilder (so mein neues Plugin ordnungsgemäß funtkioniert):

Natürlich wollt ihr jetzt wissen, wo „Star Trek into Darkness“ in der Rangliste der Trekfilme zu verorten ist. Für mich, der ich „Star Trek II: Wrath of Khan“ mit 15 im Kino gesehen habe, wird es nie einen perfekteren Trekfilm geben. Er hat mich geprägt, er hat mir beigebracht, was Science Fiction sein kann, mehr noch als „Star Wars“. Aber für jeden Trekker der folgenden Generationen, für die „Star Trek II“ ein Erlebnis auf DVD oder im Fernsehen war, dürfte „Star Trek into Darkness“ mit erschreckender Leichtigkeit ganz oben landen. Ladies and Gentleman, there is a new Sheriff in town!

Fazit: Die ganz große Wundertüte für Star Trek-Fans aller Generationen. Zwei Stunden lang krachende Action, großartige Charaktere und mehr Plottwists als in fünf Staffeln „Lost“. Die absolute Messlatte für diesen Kinosommer. Wer Trekker ist, geht gaga vor Freude – wer keiner ist, wird hier einer.

Als kleines Zuckerchen hier noch das 53seitige Presseheft.

Ein besonderes Lob übrigens für diesen Trailer, der wirklich gar nichts verrät, weil alles, was man aus ihm zu folgern scheint, letztlich falsch ist:



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Dr. Acula
Dr. Acula

Freu 🙂

chaosmonger
chaosmonger

Hab mir das Double Feature nächste Woche schon fest eingeplant. Und wegen dir Sack hibbele ich jetzt hier auch rum wie auf aufgedreht…

Big Al
Big Al

Oh Mann, jetzt bin ich richtig angefixt.
Teufelskerl der du bist, Torsten.

Karsten
Karsten

Dieses Wochenende erst Iron Man 3. Star Trek folgt dann asap. Und wehe du lügst! 😉

PabloD
PabloD

Das heißt, man kann sich jetzt endlich mal an diese ominöse Trek-Franchise rantrauen, die einem bisher mit jedem Ableger (inkl. TOS) so kalt wie Huskyaugen gelassen hat?
Wurde ja auch langsam mal Zeit… 🙂

justus_jonas
justus_jonas

Muss man ja mittlerweile fragen: Lohnt sich 3D, oder ist es – wie so oft – unnötig, bzw. schlecht nachkonvertiert?

Wortvogel
Wortvogel

Ich bin ja jemand, der 3D nicht so gut wahrnimmt. Hier ist es aber erstaunlich klar und schmerzfrei. Wenn ich das extrapoliere, dürfte jeder Fan von 3D auf seine Kosten kommen.

perseus
perseus

mmh, trifft genau die positiven Erwartungen, die ich an den Film in Anbetracht von ST2009 habe. Die ersten Minuten von ST2009 haben gezeigt, dass an Star Trek mehr herauszuholen ist als bisher (zumeist) geschehen. Und jetzt wird das offenbar auf eine ganze Filmlänge übertragen.

Exverlobter
Exverlobter

Das klingt ja sehr ermutigend.
Hoffen wir nur, dass die zu erwartende Dominanz von Iron Man an den Kassen STID nicht den Wind aus den Segeln nehmen wird (auch wenn Iron Man das ganze Geld verdient haben mag). Einige Regisseure beschwerten sich ja im letzten Jahr schon, wie sehr die Avengers alles andere überstrahlt hatten, und ihnen damit schadeten.

Deine Analyse der Filme ist zutreffend. Star Trek haderte schon immer mit den Kinofilmen, die an einer Identitätskrise litten. Richtiges Kino wollte man irgendwie nicht sein, es fühle sich sonst irgendwie nicht wie Trek an, das sagten sogar Produzenten wie Harve Bennet (der ja sowieso eher aus der TV-Ecke kam). Und natürlich auch die Fans, die teils bis zum heutigen Tag den Filmen der Abrams-Ära sogar vorwerfen, wieder in der Blockbuster-Liga mitspielen zu wollen. Aber TV hat sich fürs Erste ausgelutscht, einen anderen Weg als über die Blockbuster sehe ich für Trek weiterhin nicht.

Ich persönlich bin mit Ausnahme von 2-3 Machwerken übrigens kein Fan der Kinofilme, da sie meist unausgegorene Zwitter zwischen einer normalen TV-Episode und einem großen Kinofilm waren. Und auf keiner der beiden Ebenen richtig überzeugten. Entweder ganz oder gar nicht!

BTW, Wrath of Khan ist meine Nr. 3, finde The Undiscovered Country trotzdem noch besser. Der ist auch vom Meister Nick Meyer, aber der hat sich mal geäußert, dass er seltsamerweise auf diesen Film kaum angesprochen wird, sondern meist nur auf Khan. Ein klein bisschen overrated, dieser Khan, finde ich.

Moss the Trekie
Moss the Trekie

Torsten: Danke. Jetzt weiß ich, was ich mir zum Geburtstag wünsche. 😉

MWi
MWi

Na zwischen ST II und ST VI darf man sich halt als Star Trek Fan entscheiden welcher besser ist. Und wenn man nett ist nimmt man halt First Contact noch mit in die Aufzählung 😉
Was mich bei Star Trek (2009) mehr als nur gestört hatte, dass der Film weder Fragen gestellt hatte, noch Fragen beantworten wollte. Sowie das für die Trekkies nen paar Anspielungen wie Brotkrummen hingeworfen wurden, aber eher nach Anbiederung seitens JayJays aussahen.
Btw. soll die blonde Wissenschaftsoffizierin etwa Dr. Christine Chapel sein? (das wäre imo durchaus ne nette und wichtige Geste seitens Abrams auch sie einzubauen *find*)

Exverlobter
Exverlobter

@ MWi

„Und wenn man nett ist nimmt man halt First Contact noch mit in die Aufzählung “

Gebonkt.
Meine Top 3:

1. Star Trek: The Undiscovered Country
2. Star Trek: First Contact
3. Khaaan!

Im 2009er Film gab es keine blonde Wissenschaftlerin, aber irgendwo wird mal im Hintergrund kurz eine Miss Chapel erwähnt. Reicht doch als Fanservice. Wäre nämlich blöd, wenn der großartige und (zumindest im letzten Film kaum verwendete) Karl Urban sich die Screentime noch mit jemandem teilen müsste.

MWi
MWi

Ich finde schon, dass eine kleine Reminiszenz an die Darstellerin von Christine Chapel und Lwaxana Troy, der Computerstimme der Förderationsraumschiffe ab TNG, sowie der späteren Ehefrau von Gene Roddenberry, mehr ist oder sein sollte als nur ein wenig Fanservice 😉

Exverlobter
Exverlobter

„Computerstimme der Förderationsraumschiffe“

Zumindest in der Originalfassung wird der Computer letztmals von Roddenberrys Frau kurz vor ihrem Tod gesprochen.

reptile
reptile

OMG. Ich hatte große Panik, dass der Film niemals halten könnte, was der Trailer verspricht. Jetzt halte ich es nicht mehr aus. Ich gehe jetzt raus in den Garten und baue einen J.J. Abrams Schrein.

Howie Munson
Howie Munson

hmm, also muss ich jetzt doch morgen Abend Pro 7 schauen, mal sehen, ob ich mich doch dran gewöhne….

Und ST ID hat echt einen wasserdichten Handlungsverlauf?

Wortvogel
Wortvogel

@ Howie Munson: Das müssen die Hypernerds entscheiden. Ich fand, dass er trotz aller Twists und Nebenplots erstaunlich sauber abschließt und zumindest keinen offensichtlichen Fragen offen lässt.

Exverlobter
Exverlobter

Du hast die Performance von Cumberbatch gelobt. Dabei war er ursprünglich die zweite Wahl, weil der Deal mit Benicio del Toro ja schon fast beschlossene Sache war.
Was denkst du, hätte del Toro noch mehr aus der ROlle rausgeholt? Oder ist Cumberbatch durch diesen glücklichen Zufall letztendlich doch die bessere Wahl? (ganz allgemeine Einschätzung, dabei muss man ja nichts zum Plot sagen)
Und hat sich del Toro mit der Absage karrieretechnisch selbst ins Knie geschossen?

milan8888
milan8888

del Toro hat sich mit Savages in den Kopf geschossen

johnny
johnny

Hat die Brücke der Enterprise immer noch ein Fenster?

Exverlobter
Exverlobter

„del Toro hat sich mit Savages in den Kopf geschossen“

Wieso

Wortvogel
Wortvogel

@ johnny: Jau, und das gibt einen der geilsten Shots des ganzen Films.

@ Exverlobter: Grundgütiger, wie soll ich beurteilen, ob del Toro besser gewesen wäre? Oder ob er seiner Karriere geschadet? Kann ich in Paralleluniversen reisen, wo er die Rolle doch gespielt hat? Cumberbatch ist klasse. Punkt.

Exverlobter
Exverlobter

Naja, so Gedankenspiele a la Tom Selleck als Indiana Jones sind ja gang und gäbe.

Wortvogel
Wortvogel

@ Exverlobter: Nicht bei mir.

Exverlobter
Exverlobter

„Hat die Brücke der Enterprise immer noch ein Fenster?“

Fast wichtiger ist:
Wird der Maschinenraum immer noch mit Budweiser betrieben?

johnny
johnny

@Wortvogel
Das will ich auch hoffen. 🙂 Ich konnte mich mit der Darstellung der Technik in den neuen Star Trek Filmen (obwohl auch IX und X sich ihre Fehler geleistet haben) bisher nicht wirklich anfreunden.

@Exverlobter
Und sind alle Förderationsaußenposten gekachelt?

Oibert
Oibert

Bin MEGA gespannt

Ben
Ben

@justus_jonas:

Ich fand das 3D sehr unaufdringlich eingesetzt, fast schon ein bisschen wie in Pixars OBEN. Der Vorteil: Es gibt keine (oder nur ganz wenige) ermüdende Gimmick-Momente, wo irgendwas auf die Kamera zufliegt. Der Nachteil: Eigentlich braucht das 3D kein Mensch, weil es lediglich die Bilder gelegentlich etwas hübscher aussehen lässt. So unfassbare 3D-Landschaftserfahrungen wie in PROMETHEUS sollte man also eher nicht erwarten.

Zum Film: An wenigen Stellen gab es meiner Ansicht nach ein paar kleinere Durchhänger, weil die Spannungsmomente halt schon irgendwann redundant werden. Aber insgesamt schließe ich mit der positiven Wertung vom Wortvogel an.

Ben
Ben

Das wirklich sehr informative Presseheft ist übrigens unfreiwillig komisch: Das lobt nämlich das IMAX-Verfahren über den grünen Klee und vergisst dabei völlig zu erwähnen, dass wir in Deutschland noch genau zwei IMAX-Kinos haben, die aber beide keine Spielfilme zeigen. 😉

Wortvogel
Wortvogel

@ Ben: Das Presseheft ist wirklich sehr hübsch – ich habe praktischerweise zwei Stück und werde eins davon beizeiten verlosen.

Peroy
Peroy

„Der Vorteil: Es gibt keine (oder nur ganz wenige) ermüdende Gimmick-Momente, wo irgendwas auf die Kamera zufliegt.“

Das ist kein Vorteil, das ist Verschwendung und Idiotie…

„So unfassbare 3D-Landschaftserfahrungen wie in PROMETHEUS sollte man also eher nicht erwarten.“

Ha, „Prometheus“ war auch in ganz anderer Hinsicht „unfassbar“…

Wortvogel
Wortvogel

@ Peroy: Es stimmt vor allem so nicht – es gibt in STID Dutzende von Sequenzen, die für den vollen 3D-Effekt entwickelt wurden.

milan8888
milan8888

@ Exverlobter: Savages gesehen? Evtl. sogar den Extended Cut?

Ben
Ben

@Wortvogel: Dann hab ich entweder geschlafen oder bin inzwischen abgehärtet. Mir sind nämlich nur ganz wenige aufgefallen. 😉

Einigen wir uns darauf: STID nutzt nicht diesen Jahrmarktsholzhammer wie z.B. MY BLOODY VALENTINE 3D, sondern geht „erwachsener“ mit 3D um.

DMJ
DMJ

Puuuh…

Ich bin so froh und erleichtert, das zu lesen!
Nachdem das von mir immer bevorzugte „Star Wars“ vor die Hunde gegangen war (ja, es mag bald gerettet werden, aber das wissen wir noch nicht), war der neue „Star Trek“ für mich ein wunderbarer Trost und ein Zeichen, dass das SF-Zeug meiner Jugend noch immer lebendig wäre. Aber obwohl ich mich schon da auf ein Sequel freute, nagte an mir schon da die Vermutung, es würde bestimmt schwach und die Reihe ginge gleich wieder bergab.

Schön zu hören, dass dem offenbar nicht so ist! 😀

Medienjunkie
Medienjunkie

“ “Star Trek II: Wrath of Khan” wurde angesichts der mauen Reaktionen auf den ersten Film in Sachen Dramaturgie und Textur deutlicher auf die Fernsehwurzeln zurück gestutzt – ein Stigma, das die Star Trek-Filme fortan immer weiter ausbluten lassen sollte, bis sie am Ende gar nicht mehr von schwachen TNG-Zweiteilern zu unterscheiden waren.“

Hm, den Satz versteh ich nicht so ganz, vor allem, weil er deinem späteren Lob von STII zu widersprechen scheint. Wie kann das gleichzeitig der beste aller ST-Filme und der Beginn allen Übels sein?

Die fast bedingungslose Begeisterung, die jetzt aus den ersten deutschen ST:ID-Kritiken hervorspringt, kann ich auch nicht nachvollziehen, dafür hat mir der Film doch zu viele Längen, und vor allem: Wo hört die Hommage auf und fängt das Plagiat an? Falls sich jemand (etwas) spoilern lassen möchte, hier meine Kritik: http://torrent-magazin.de/?p=708

Exverlobter
Exverlobter

@Medienjunkie
„Hm, den Satz versteh ich nicht so ganz, vor allem, weil er deinem späteren Lob von STII zu widersprechen scheint. Wie kann das gleichzeitig der beste aller ST-Filme und der Beginn allen Übels sein?“

Ich denke er meinte es so, dass The Motion Picture, obwohl er von der Kritik verrissen und den meisten Fans verschmäht wurde (von mir übrigens nicht) zumindest was den Aufwand anbelangte in der Blockbuster-Kategorie a la Star Wars mitzuspielen versuchte.
Wrath of Khan wird von allen geliebt, wirkt aber was Effekte, Aufwand etc. anbelangt fast schon wie ein etwas besserer TV-Film. Star Wars-Fans würden über die Wrath of Khan-Kämpfe nur mit der Nase rümpfen.
Und auf diesem Niveau (was nix über die Qualität aussagt), blieben die Trek-Filme dann bis Abrams weitgehend.

Wortvogel
Wortvogel

@ Exverlobter: Würdest mich bitte für mich selber sprechen lassen? Danke.

@ Medienjunkie: „Wrath of Khan“ war die Fortsetzung einer TV-Episode und auch strukturiert wie eine solche. Dank des Talents von Nick Meyer (auch bei Teil VI bewiesen) funktionierte das prächtig, aber in der Folge immer weniger.

Wie du den Film findest, steht dir natürlich frei. Ich fand ihn geil. So there.

johnny
johnny

Hat man eigentlich das kleine Alien aus dem Vorgänger übernommen?
Ich hatte immer die Befürchtung, dass das Zusammenspiel mit Scotty zu sehr ins alberne abgleitet.

@Exverlobter
Habe nie verstanden, warum „The Motion Picture“ so verhasst ist.

Exverlobter
Exverlobter

@Johnny
„Habe nie verstanden, warum “The Motion Picture” so verhasst ist.“

Ich kann es nachvollziehen. Im Rückblick finde ich den andersartigen, rhythmisch eher gemächlichen Ansatz des Films sehr erfrischend. Gerade im Hinblick auf das nennen wir es mal „Michael-Bay-Zeitalter“.

Aber damals hatten die Fans schlichtwegs Star Trek erwartet, so wie es aus dem Fernsehen kannten, nur eben im Kino, aber nicht eine dilettantisch umgesetzte Hommage an 2001.

Hier ist eine interessante Review von Confused Matthew, dem ich objektiv gesehen in allen Punkten sogar zustimmen würde, obwohl ich den Film trotzdem mag.

http://www.confusedmatthew.com/Star-Trek-The-Motion-Picture.php

Howie Munson
Howie Munson

Im Rückblick finde ich den andersartigen, rhythmisch eher gemächlichen Ansatz des Films sehr erfrischend.

Naja völlig abwegig ist der Spitzname „The motionless Picture“ auch nicht…
30 Minuten weniger hätten dem Film eher gut getan als geschadet. Die Story war eigentlich auch als TV-Pilotfilm gedacht und wurde dann noch aufgeblasen. Hab aber die „Directors Edition“ nie gesehen.

pa
pa

Och Manno, der kommt bei mir erst im Juni ins Kino. Wie soll ich denn so lange im Internet Spoilern aus dem Weg gehen?

Bettina Petrik
Bettina Petrik

Interessant, wie unterschiedlich man das sehen kann. Für mich war der Film bis uaf Cumberbatchs beachtliche Leistung und die Musik eine einzige Katastrophe. Aber dazu dann nach Veröffentlichung ausführlich im Fandom Observer…

Wortvogel
Wortvogel

@ Bettina: wenn du die kursierenden Kritiken mal liest, stehst du damit aber so ziemlich allein 😉

Bettina Petrik
Bettina Petrik

Du, die Meinung anderer is mir schon immer relativ povil gewesen, wenn es darum geht, einen Film zu beurteilen *G*.

Exverlobter
Exverlobter

„wenn du die kursierenden Kritiken mal liest, stehst du damit aber so ziemlich allein“

Hollywoodreporter.com war auch nicht so begeistert

Bettina Petrik
Bettina Petrik

Als kurzer Vorab-Kommentar zur Fandom Observer-Rezi nur noch: Übrigens hätte der Film für mich als Alt-Trekkie durchaus auch funktioniert, wenn er wirklich eigenständige (Vor-)Geschichten in eigenständigen Szenen erzählt hätte. Ich bin die letzte, die sich über Freiheiten in Adaptionen aufregt. Aber Abrams müsst sich jetzt mal ganz dringend entscheiden, ob Reboot oder Remake. Wenn die paar gewissen Szenen nicht gewesen wären, die man nicht mal mehr als Hommage bezeichnen kann, hätt das Ganze funktioniert. Wenn ich so drüber nachdenk, kann ich mit der ganzen ersten Hälfte des Films sogar sehr gut leben. Danach wollte ich weinen.

Wortvogel
Wortvogel

@ Exverlobter: die Bedeutung der Formulierung „so ziemlich“ ist dir aber schon bekannt, oder?

Wortvogel
Wortvogel

@ Bettina: Ohne zu spoilerig werden zu wollen – ich habe genau DAS genossen. Der Film kann bekannte Elemente, Ereignisse und Figuren aus dem Trek-Universum nehmen und neu interpretieren. Weil die Geschichten in der gleichen Zeit, aber nicht der gleichen Timeline spielen, ist das sogar zwingend. Ab jedem das seine.

MWi
MWi

ehrlich mal hand auf herz: für jemanden (wie mich zum beispiel) der star wars nicht als sience fiction sieht, sondern als eine phantastische geschichte; für jemanden, der star trek (2009) als gut inszenierte katastrophe empfand (sowohl als star trek, also auch als film), für jemanden, der sich selbst als trekkie bezeichnet, ist für solche personen vorfreude berechtigt oder nicht? (ja / nein reicht ;))

btw. glaube ich, dass jj abrams bei star wars wirklich besser aufgehoben ist, als bei star trek *find*

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