Ich habe es mehrfach angesprochen – die LvA und ich haben mit der Wohnung auch den Einrichtungsstil gewechselt. Von Jugendstil hin zu Midcentury, von altem Holz zu mutigen Farben und schlankeren Möbeln. Noch ist nicht alles da, noch ist nicht alles ausgepackt, aber wird sind schon mal sehr zufrieden.

Am Wochenende haben wir uns daran gemacht, auch mal einen Teil der (neuen und alten) Bilder aufzuhängen. Weniger Öl, mehr Druck, weniger Szene, mehr Grafik.

Nun erinnert ihr euch vielleicht an diese Bilder-Sammlung, die uns zehn Jahre lang begleitet hat:

Insgesamt 12 Cover von reißerischen Pulp-Magazinen der 30er und 40er Jahre, gekauft in einem Buchladen in Lafayette, Louisiana/USA. Ein banaler Kalender, der im Januar für schlappe 8 Dollar zu bekommen war, veredelt mit silbernen Ribba-Rahmen von IKEA. Hat in verschiedenen Kombinationen 10 Jahre lang in unseren Wohnungen gehangen.

Aber auch daran sieht man sich satt und stilistisch wollten wir ja mal was Neues probieren. Wieder machten wir uns auf die Suche nach einem Kalender, dessen Bilder in unser eher dezent-farbiges Schlafzimmer passt. Und fanden ihnen beim Resteversender Jokers für gerade mal 2,99 Euro. Am Samstag Abend haben wir die Kalenderblätter beschnitten, auf neue Pappbögen geklebt und mit den Passepartouts und den Glasscheiben in die alten Rahmen gelegt.

Presto:

Grafisch reduzierte Ansichten von exotischen Orten, die an alte Reiseplakate erinnern. In blau-grau-grün perfekt für das gewünschte Umfeld. Künstler ist Henry Rivers – als Poster in der gleichen Größe hätten wir für JEDES Motiv 15 Euro bezahlt. Den gesamten Kalender auf dickem, robusten Papier bekommt man mittlerweile für 1 Euro.

Es lässt sich nicht bestreiten: Abgelaufene Kalender geben tolle Poster-Kollektionen ab.

P.S.: Wer nun meint, ich hätte mich von der Gattin zähmen lassen, der wird sich wundern, was bei uns gerade gerahmt und in mein Arbeitszimmer gehängt wird…



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Das Bild mit dem Schiff (ganz links oben) kenne ich sogar irgendwoher. Auch der Rest kommt mir irgendwie bekannt vor. Was war das für ein Kalender?

AlphaOrange
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Den Kalender hatte ich im regulären Verkauf auch in der Hand, mag die reduzierte Grafik auch sehr. Letzten Endes sind es trotz Kalenderfetisch (fünf neue pro Jahr müssen schon sein) doch andere geworden.

Das Ausschlachten alter Kalender kann ich als Tipp nur unterschreiben. Entweder abgelaufene, die man für Spottpreise noch bekommt oder sofern man sowieso Wandkalender aufhängt am Jahresende wegpacken und immer mal wieder als Archiv durchblättern, wenn Bilder für die Wände gesucht werden. Hab mir letztens mein Arbeitszimmer mit A3-Bildern aus einem verdammt schicken Architekturkalender vollgehangen. Die Dinger kosten pro Bild fast nix, haben eine saubere Druckqualität, es geht sehr fix und sind zumindest bei den etablierten Verlagen und bei zwei, drei versteckten Perlen pro Jahr auch ästhetisch sehr ansehlich.