Ihr müsst meine momentane Abwesenheit entschuldigen – schwere familiäre Krisen erfordern meine Aufmerksamkeit (außerdem wollen wieder einige LandIdee-Reportagen ausgerechnet von mir geschrieben werden).

Ich nutze daher eine knapp bemessene Pause, um die Mini-Fortsetzung des „epic blog battles“ zum Thema Astro Saga zu kommentieren. Ihr erinnert euch vielleicht: Meine Auseinandersetzung mit Bernd P. Kammermeier zu seiner nie realisierten Space Opera war so nervig und ergebnislos, aber nicht ganz so räudig und schmierig wie das ganze Gezerre um die Frankfurter Showgirls. BPK hatte wenigstens eine gewisse Kinderstube und eine Ehefrau, die ihn (vermute ich mal) von permanenten wüsten Drohungen gegen alles und jeden abhielt.

Wer die Geschichte nicht kennt, sollte sie samt der Kommentare nachlesen. Es dauert ca. ein Wochenende, lohnt sich aber.

bpkVor ein paar Wochen stieß ich eher zufällig auf einen Beitrag der „Offenbach Post“ vom Juli letzten Jahres, in dem Kammermeier wieder mal seine olle Kamelle von der großen vertanen Chance der deutschen Science Fiction ausbreiten darf. Ein paar Details daraus, die u.a. mich betreffen, mag ich allerdings nicht unkommentiert lassen. Nicht so sehr wegen der Aussagen von BPK, die sind altbekannt und oft genug widerlegt. Aber er hat sich von einer echten Edelfeder porträtieren lassen, wie es mir scheint…

Der Anreißer:

Dietzenbach ‐ Es hätte Europas Antwort auf „Star Wars“ werden können: Anfang der 80er Jahre wollte der Dietzenbacher Filmproduzent Bernd Kammermeier mit seiner „Astro Saga“ Hollywood herausfordern.

Nun würde ich gerne hier von Herrn Reichelt schon wissen, welche Filme der „Filmproduzent“ Kammermeier so produziert hat? Oder wurde die Bezeichnung einfach ausgewürfelt?

Aus dem Artikeltext:

„Es hätten drei Teile werden können“, sagt der 53-Jährige, räuspert sich und fügt hinzu: „Aber unter Umständen auch in einem Film gefasst“. Kammermeier hat Erfahrung in seinem Beruf; er gehört schon lange zu den Profis.

Nur eben nicht als Filmproduzent. Oder als Drehbuchautor. Oder als Regisseur.

„Alles fing mit einzelnen Bildern an“, sagt er. Teilweise aus Träumen entsprungen, welche zusammengesetzt die Geschichte erzählten.

Das erklärt allerdings einiges, was das Drehbuch angeht.

Abseits vom üblichen Film-Plot – dem ständigen Kampf zwischen Gut und Böse – wagte es Kammermeier, tiefer in die Geschichte aller Existenz hinab zu tauchen und plante bewusst keine 08/15-Raumschiff-Schlacht.

Genau das ist es aber leider geworden.

Gleich der gewaltigen Faszination wurde schon damals ebenso kräftig die Werbetrommel gerührt.

Sorry, das scheint mir kein korrekter Satz zu sein.

Die Bildzeitung titulierte im Jahr 1985: „Frankfurter macht Hollywood Konkurrenz“.

Nicht Titel – Überschrift. Im Frankfurter Regionalteil. Und „titelte“ wäre einen Tacken richtiger als „titulierte“.

Lief anfänglich alles gut, hatte Kammermeier einen Investor sowie einen Vorvertrag mit den MGM-Studios, scheiterte das Projekt letztlich am Rechtsstreit.

Er hat „Vorvertrag“ gesagt!

Auch hier sollte mal jemand mit dem Journalisten über Satzbau reden.

„Jemand schlich sich ein“, deutet er die Prozedur an, dürfe jedoch keine Namen nennen.

Komisch, den Namen hat er bei uns aber recht freimütig in den Raum geworfen.

Diese ersten Sequenzen wurden bereits Ministerpräsident Roland Koch sowie Comedy-Star „Bully“ Herbig vorgespielt – in der Hoffnung auf Unterstützung durch den deutschen Filmfonds. Indes fließe ein Großteil des deutschen Geldes „sowieso nach Hollywood“, meint Kammermeier.

Tausend mal gehörter Dummfug – die bösen Deutschen finanzieren nur das doofe Hollywood. Als wäre Bully nicht gerade der beste Gegenbeweis.

Mit der simplen Frage „Was wurde eigentlich aus der Astro Saga?“ eröffnet fast 30 Jahre später ein unscheinbarer Blogger namens „Wortvogel“ eine Diskussion im Web, die ihr öffentliches Eigenleben entwickelt.

Unscheinbar? UNSCHEINBAR! Wenn ich DEN erwische!!!

Übrigens „entwickeltE“ die Diskussion ein Eigenleben – ich mag es gar nicht, wenn zwei Jahre alte Kamellen als aktuell verkauft werden.

Diese Kritik lässt sich Kammermeier jedoch nicht gefallen, weshalb sich der Blog überhaupt erst zum Wortgefecht und letztlich zum Dauerbrenner entwickelt. Kammermeier kontert: Jener Autor sei in gewisser Weise ein Neider und stütze sich auf eine veraltete Version seines Skriptes.

Genau. Ich bin neidisch darauf, dass ich kein aufwändiges Weltraumepos erfunden habe, das dann keiner finanzieren wollte. Worauf sonst?

Und die Legende vom veralteten Skript kann BPK mit ins Grab nehmen. Ich habe ihn um die in seinen Augen stärkste Fassung gebeten. Hinterher die Verantwortung abschieben zu wollen, ist wirklich arm.

„Alles Kindergarten“, ließe sich behaupten, wäre nicht „Wortvogel“ als „Writer & Director“ bei einer Münchner Firma bekannt, der bereits bei vielen ZDF- und Pro-Sieben-Produktionen mitwirkte, Kinokritiken für den Playboy schrieb und Romane zu amerikanischen Fernsehserien übersetzt.

Der „Journalist“ (ab jetzt in selbsterklärenden Anführungszeichen) hat mit diesem Internet-Zeuch wohl noch so seine Schwierigkeiten. Vielleicht reicht die Zeit auch nicht, um mehr als die Google-Schnippsel zu lesen. Für Einsteiger: „Writers & Directors“ (plural) ist die Agentur, die meine Drehbücher vertritt. Findet man auch unter den Links auf der linken Seite. Und wow, echt? Meine Playboy-Kritiken? Von 1994? Dafür ist aber angesichts einer Geschichte über einen SF-Film die Tatsache, dass ich mehrere Bücher über SF-Produktionen geschrieben habe, keine Erwähnung wert?

Nichtsdestotrotz: für Kammermeier bleibt der Traum erhalten. Vielleicht ließe sich ein Roman veröffentlichen oder eine ganze Serie. So ganz ist er sich da noch nicht sicher. Falls sich doch eines Tages ein vertrauenswürdiger Investor fände…

Das finde ich langsam schon tragisch. Da rührt sich Mitleid.

Doch bis es so weit ist, bleiben die sechs Minuten „Astro Saga“ auf ihren Filmrollen gebannt und für viele sehnsüchtig wartenden Science-Fiction-Fans der „beste nie vollendete Film aller Zeiten“.

Wer außer BPKs Claqueur Ekmar denkt das? Ich sehe auch selten „sehnsüchtig wartende Science-Fiction-Fans“ an Straßenecken herum lungern mit Pappschildern: „Habe Hunger – und keine Astro Saga!“

Kurzum: Qualitätsjournalismus, kompetent geschrieben und knallhart recherchiert, der uns unscheinbaren Bloggern mal wieder zeigt, wo der publizistische Hammer hängt. Andererseits: Das Blatt hat weniger Leser als ich. So fügt sich doch alles.

P.S.: Auch die Domains astro-saga.de und panasensor.de sind bis heute frei.



avatar
72 Comment threads
0 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
28 Comment authors
LinusTrantorPeter KrauseComicfreakWortvogel Recent comment authors
  Subscribe  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
heino
heino

Oje, der Mann kann wohl einfach nicht davon lassen. Er sollte sich lieber auf seine wirklichen Kompetenzen konzentrieren und da wieder durch gute Arbeit auffallen. Immerhin ist er auf seinem eigentlichen Gebiet ja ein echter Könner, da sollte der diesen Quark hier echt nicht nötig haben.

Comicfreak
Comicfreak

..wir hatten damals einen Tausch vereinbart, mein „totes Baby“ gegen eine Lesefassung des Romans; dann hat Kammermeier die Schnauze voll gehabt, dass ihm hier keine offene Huldigung entgegen gebracht wurde und hat sowohl bei meinem mittlerweile bei ihm eingetroffenen Päckchen den Empfang verweigert, als auch nicht mehr auf Mails reagiert.

Und da werde ich dann auch nachtragend..

Anderl

Abschieden? Verabschieden? Abschieben? (…Verantwortung abschieden…)

Von der Klugscheißerei mal abgesehen: putzig. Also der Kammermeier. Der es seinerzeit nicht mehr für nötig befand, auf Mails zu antworten.

Wortvogel
Wortvogel

@ Anderl: Korrigiert, danke für den Hinweis.

Achim
Achim

Ähäm, hattest du nicht auch selbst originale Romane zu Charmed geschrieben? Also mehr als nur übersetzt?

Ganz zu schweigen von anderen Romanen.

Ich hätte da auch noch ein paar Ideen in meinem Kopf für ein paar gute Romane, außer hier und und einigen Bekannten ggü habe ich die nie erwähnt, ich könnte damit ja noch „auf den Jahrmarkt gehen“, nur schreiben sollte ich die Romane nie, kann ja sein, dass ich ein lausiger Autor bin und aus den Ideen lausige Romane werden. Wenn ich aber nie schreibe, werden das nur große Ideen bleiben, wie BPKs Astro Saga. Und ich muss noch eine tragische Erklärung erfinden, warum ich nicht schreibe.
In Wahrheit reicht meine Konzentration einfach nicht aus, um im heimischen Umfeld stundenlang, über Wochen oder Monate, so etwas zu machen. Aber wenn ich eine tragische Erklärung habe, kann ich anderen, der bösen Welt, die Schuld in die Schuhe schieben.

Die NSA ist schuld! Die verhindert, dass ich großartige Romane schreibe! Und der Wortvogel ist Scherge der NSA! Er hat immerhin, und das ist bewiesen, die Astro Saga verhindert!

Marcus
Marcus

Ach ja, damals.

2008.

Obama wurde zum Präsidenten gewählt, ich war in China, Andrea Ypsilanti kackte ab, und der Bronzeröhrling (Boletus aereus) war Pilz des Jahres.

Und wir alle glaubten noch, „MV“ sei entweder „1005“ auf römisch oder gemäß ISO 3166-2:DE das deutsche Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Das Leben war einfacher und die Welt schöner.

qapla
qapla

Epic Blog Battles?Ist das eine neue Wortvogel Kategorie?:-)

Andy
Andy

Mich würde einmal interessieren wenn Herr Kammermeier die Kohle für sein “Traumprojekt“ bekommen würde es dann auch wirklich produziert wird!?
Na ja viel schlechter wie so mancher deutscher film in letzter Zeit bzw.
einmal was anderes wie eine Komödie wäre ja auch mal ganz nett.
Aber so ist es echt arm immer wieder mit derselben Story zu kommen,
anstatt vielleicht mit etwas kleinerem zu kommen zB. einen Kurzfilm oder so?

xanos
xanos

Er brauch einen Investor für einen Roman? DKZV?

Qualitätsjournalismus wie er lebt. Vermutlich hat der arme Kerl fünfzig Euro dafür bekommen. Wenn überhaupt.

Dietmar
Dietmar

Tja. Scheitern mit Klasse ist eine Qualität, die nicht jeder hat.

Ich finde es immer noch erschreckend, wie selbstdarstellende Dünnbrettbohrer immer wieder Aufmerksamkeit generieren.

Shah
Shah

Ich mein………Offenbacher Post…..was erwartet man da?

Wortvogel
Wortvogel

@ Shah: Dass der Autor Google-Suchergebnisse korrekt abschreiben und stimmige Sätze formulieren kann?!

Christian Nork
Christian Nork

Bitte verhindert weiterhin dieses Machwerk.. ich möchte nicht, dass mein Nachname zum Synonym für das Böse wird!

Aber da lacht das Geek-Herz, wenn man mal so etwas zu lesen bekommt wie „Nork ist Darth Vader“. Danke. 😀

Comicfreak
Comicfreak

@ Wortvogel

..ach, das war bestimmt eine studentische Hilfskraft, wie bei den anderen Zeitungen auch.
Gerade Studenten haben doch keinerlei Ahnung von Google und so, oder c&p, sind ja keine Minister..

Wortvogel
Wortvogel

@ Comicfreak: Und Studenten können auch keine geraden Sätze schreiben?!

Karsten
Karsten

du kannst ihm das doch bei fb schreiben:

http://de-de.facebook.com/people/Sascha-Reichelt/100000823726746

Oder ihm den Link hierzu schicken.. dann ist die Diskussion nicht so einseitig 🙂 Eventuell kann er ja auch noch mehr Details zum Interview liefern??

Wortvogel
Wortvogel

@ Karsten: Oh Gott, ein Hipster!

Wenn der kommen will, soll er kommen. Warum sollte ich ihm nachlaufen?

Comicfreak
Comicfreak

@ Wortvogel

..wenn man einer befreundeten Lehramtsanwärterlehrerin glauben kann, nicht ^^

Wenn Bildblog oder Niggemeier irgendwelchen Bockmist aufdecken, war es (nach Aussage des Verlags) jedenfalls IMMER die studentische Hilfskraft
😉

Klaus N. Frick

Sehr witziger Text – andererseits auch sehr traurig, wenn man sich das in aller Gemütsruhe überlegt …

Wortvogel
Wortvogel

@ Klaus: Ganz anders die Gedanken über eine etwaige Perry Rhodan-Verfilmung, gell? 🙂

Ich denke immer noch drüber nach, meine Erfahrungen von vor zehn Jahren mal in einem Beitrag zu verarbeiten.

Schönes Blog hast du, btw. Sehr persönlich und doch informativ.

Karsten
Karsten

@Klaus:

Falls euch im Verlag noch ein paar Hefte abhanden gekommen sind: Im Nachlass des Vaters meines Kumpels (was eine Konstruktion) befinden sich noch 3 große Kartons mit bestimmt weit über 100 Perry Rhodan Heften.. teilweise aus den 70ern / 80ern (erkennt man an der lustigen Werbung ^^ ). Er sucht immer noch einen Sammler dafür..

Ich persönlich hätte mir von manchen Star Trek Büchern gewünscht, dass diese hätten verfilmt werden können.. *seufz* Ich habe ein Crossover aus 4 Büchern mit aufgreifenden Handlungssträngen, die von Star Trek TOS bis zu Voyager gehen.. das hätt ich gern mal als Film gesehen. 🙂

OnkelFilmi

@Wortvogel: Und nen besseren Musikgeschmack als Du hat er auch! :p

(Aber kein Wunder, der schreibt für’n Hiller, und Du für die Landdingsbums :p )

Shah
Shah

Man wird doch als Student geradezu angehalten, möglichst krumm und unverständlich zu schreiben. Dass die meisten das dann nicht schaffen, wundert dann auch keinen mehr.

Und wieso ist der Hipster? Der trägt doch keine Rayban? 😀

OnkelFilmi

Lippenpiercing, Hut, Schmierhaare. Die Sonnenbrille wäre nur noch das Tüpfelchen auf dem i…

Ein Bild von dem Typen findet man sicherlich auch hier http://www.latfh.com/

Shah
Shah

Der Ausschnitt ist aber noch definitiv zu weit oben. Er trägt nichtmal alternativ n Karohemd. Nene, da hat er noch zu lernen.

Karsten
Karsten

http://blog.beetlebum.de/2011/04/21/non-vegan-hipsterism/

Endlich kann ich mal den Link benutzen.. das ist ja alles soooo 2009 😀 😀

XXX

„Andererseits: Das Blatt hat weniger Leser als ich. So fügt sich doch alles.“

Du hast über 40.000 Besucher pro Tag?

lt. Deinem Wiki-Ling hat das Regionalblättchen eine verkaufte Auflage (IVW 1/2011, Mo–Sa) von 40.691 Exemplare.

Wortvogel
Wortvogel

@ XXX: Ja, ich habe mehr. Blogleser kann man nicht „per Tag“ rechnen, weil ein Blog keine „Ausgaben“ hat. Geht man aber davon aus, dass die Offenbach Post von immer grob der gleichen Leserschaft konsumiert wird, habe ich mehr.

XXX

Das ist aber schon Äpfel und Birnen, oder? Die akkumulierten Besucher-Zahlen sagen ja nicht aus, wie viele Unique Visitors es sind oder interpretiere ich die Funktion von Google Analytics falsch?

Wortvogel
Wortvogel

@ XXX: Es ist immer eine Milchmädchenrechnung, weil sich ein Periodikum nicht mit einer unregelmäßig aufgefrischten Webseite vergleichen lässt. Allerdings verwende ich hier nicht die akkumulierten Zahlen, die liegen deutlich höher. Die Unique Visitors reichen mir.

Letztlich ist es wurscht. Ich bin kein Statistik-Nazi.

Mencken
Mencken

Kammermeier würde ich aus dem Artikel keinen Strick drehen wollen, es stört allein die zum Fremdschämen einladende Inkompetenz des Journalisten.

Wortvogel
Wortvogel

@ Mencken: So sehe ich das weitgehend auch, aber den „Neider“ fand ich dann doch albern.

Achim
Achim

Der Wortvogel ist kein Meinungs-Nazi, kein Statistik-Nazi, aber verdammt, du hast die Astro Saga verhindert und meine brillanten Romane!

Moment, hups, stimmt ja gar nicht, wieso BPK die AS nicht realisiert weiß ich nicht, und ich krich einfach den Arsch nicht hoch, übertragend gesprochen, man lässt ihn ja auf dem Stuhl, zum schreiben.

Peroy
Peroy

„Letztlich ist es wurscht. Ich bin kein Statistik-Nazi.“

Hast du mehr Clicks als der „Avatar“-Trailer… ?

Wortvogel
Wortvogel

@ Peroy: Momentan schon.

Gerd
Gerd

@Wortvogel:

Darf ich Sie einmal fragen, wieviele Klicks sie pro Monat bekommen. Kann mir da immer schwer ein Bild von machen, aber Ihre Aussage, dass sie mehr Leser als die Offenbacher haben, hat mich dann doch aufhorchen lassen.

Und jetzt gute Nacht… Hangover 2 war anstrengend…

Dietmar
Dietmar

@ Gerd: „anstrengend“ im Sinne vor „gut“?

Wortvogel
Wortvogel

@ Gerd:

„Darf ich Sie einmal fragen, wieviele Klicks sie pro Monat bekommen.“

Nein. Es interessiert mich selbst nicht, also braucht es meine Leser nicht zu interessieren. Und um mich mit den Details zum Thema Klicks, Genuine Visitors, Page Visits, etc. zu beschäftigen fehlt mir die Geduld.

Nur soviel: Der Wortvogel ist erfolgreicher, als ich vor vier Jahren in meinen kühnsten Träumen erwartet/erhofft hätte.

Gerd
Gerd

@Wortvogel:
Okay schade, aber das muss ich akzeptieren ;D Mich hat das nur interessiert, weil ich so gar keine Vorstellung davon habe, wann man den Begriff „viele Leser“ in Bezug auf einen deutschen Blog überhaupt verwenden kann.

Vielleicht kann mir da ja einer aus der hiesigen Truppe weiterhelfen und meiner Vorstellung auf die Sprünge helfen. Wäre super!

@Dietmar:

Ach, ich weiß nicht… Im Gegensatz zu den meisten stört es mich nicht, dass es bloß eine Variation des ersten ist, aber dem Film fehlten Höhepunkte und der WTF-Effekt des ersten Teils. Gab ein paar äußerst „nette“ Szenen, aber Teil 1 ist deutlich besser.

XXX

„Nein. Es interessiert mich selbst nicht, also braucht es meine Leser nicht zu interessieren. Und um mich mit den Details zum Thema Klicks, Genuine Visitors, Page Visits, etc. zu beschäftigen fehlt mir die Geduld.“

Dass sich manche Leser dafür zu interessieren beginnen, ist nicht überraschend, da du ja auch selbst darauf verweist, mehr Leser als das Blättchen zu haben.

Wortvogel
Wortvogel

@ XXX: Die habe ich auch. Aber warum sollte ich das belegen müssen?

Und komm mal runter: Es war eine launige Schlussbemerkung zum Beitrag. Hatten wir das Thema Statistik-Nazis nicht schon?

Einige? Außer dir und Gerd scheint das niemanden zu scheren.

Lukas

„Diese Kritik lässt sich Kammermeier jedoch nicht gefallen, weshalb sich der Blog überhaupt erst zum Wortgefecht und letztlich zum Dauerbrenner entwickelt. “
Mal davon abgesehen, dass ein Blog schwerlich zu einem Wortgefecht werden kann: Diesem Satz zufolge wurdest Du erst von Herrn Kammermeier aus der Bedeutungslosigkeit gehievt. Und hast Du Dich auch nur EINmal dafür bedankt?

Im Übrigen: http://www.sonderland.org/cmcs/
Man scrolle runter zu „Kosmo Trek“.

DMJ

Hach…die gute alte „Astro Saga“…wie charmant und wenig ärgerlich das nun, nach der „Showgirls: Exposed“-Nummer doch wirkt…

Und, wie Lukas schon richtig erkannt hat, eine Chance, mal wieder „Kosmo Trek“ zu beschleichwerben (auch hier lesbar: http://www.buddelfisch.de/krempel/pvds073/ )

XXX

„Die habe ich auch. Aber warum sollte ich das belegen müssen?“

Belegen musst du gar nichts. Gleichsam steht es dir aber auch nicht zu, zu bestimmen, was deine Leser zu interessieren braucht und was nicht.

„Und komm mal runter: Es war eine launige Schlussbemerkung zum Beitrag.“

Wovon soll ich runter kommen? Launig hin oder her, dass man bei manchen Aussagen nachfragt, um es in besseren Kontext setzen zu können, sollte gerade einem Schreiberling verständlich sein.

„Hatten wir das Thema Statistik-Nazis nicht schon“

Nö, hatten wir nicht. Im Übrigen finde ich es nicht richtig, den Begriff Nazi zu verniedlichen.

„Einige? Außer dir und Gerd scheint das niemanden zu scheren.“

Na, dir ist doch wohl auch klar, dass jeder sich meldende Leser für eine Zahl X von schweigsamen Lesern steht.

Wortvogel
Wortvogel

@ XXX:

„“Die habe ich auch. Aber warum sollte ich das belegen müssen?”

Belegen musst du gar nichts.“

Schön, dass wir das geklärt haben. So, wie ich meine Honorar nicht offen legen muss – du erinnerst dich?

DMJ

„Im Übrigen finde ich es nicht richtig, den Begriff Nazi zu verniedlichen.“

Dann dürfte das Internet ein unschöner Ort für dich sein. 😉

Skrymir
Skrymir

Mich stört selbst beim „Neider“ das „in gewisser Weise“. Selbst da kann man sich nicht völlig sicher sein ob Kammermeier wirklich diese Aussage treffen wollte.

Alles in allem bleibe ich bei meiner post-Showgirls Meinung. Ich vermisse die Astro Saga und Kammermeier.

Bleibt zu hoffen das es nie jemand schaffen wird MV zu unterbieten.

XXX

„So, wie ich meine Honorar nicht offen legen muss – du erinnerst dich?“

Nö, daran erinnere ich mich nicht, deine Honorare interessieren mich aber auch nicht. Nur falls Du sie zu irgendwas in Vergleich setzen würdest, wäre es hilfreich, wenn’s weniger schwammig ist.

„Dann dürfte das Internet ein unschöner Ort für dich sein. ;)“

Da es nur ein virtueller ist, geht’s noch. Abgesehen davon ist der Begriff „Statistik-Nazi“ unpassend, da er Statistiken oder das Interesse dafür negativ besetzt. Und gerade auf dieser Website, wo bei den Entgleisungen mancher Diskussionsteilnehmer so gerne auf Godwin’s Law verwiesen wird, geht’s doch sicherlich auch anders.

Wortvogel
Wortvogel

@ XXX: Es geht um etwas anderes: Um die einfache Hinnahme der Tatsache, dass ich mich um meine Userzahlen nicht kümmere und sie auch nicht herausgeben werde. Du kannst da einfach nicht los lassen. Auch das hier hat schon erheblich mehr Zeit verbraucht, als wir beide da investieren sollten.

Und doch, doch: Wir hatten hier mal eine ganz hässliche Diskussion, weil du nicht einsehen wolltest, dass ich Honorare, deren Höhe ich vertraulich behandeln muss, tatsächlich nicht ausplaudere. Damals kamst du SEHR unangenehm rüber. Bin froh, dass sich das größtenteils gelegt hat.

Was den Statistik-Nazi angeht: Der gehört ins selbe Fach wie der Grammatik- und der Sprach-Nazi, gar nicht zu reden vom Soup Nazi bei „Seinfeld“. Wenn dir das einen Aufreger wert ist, bitteschön.

Peroy
Peroy

„Was den Statistik-Nazi angeht: Der gehört ins selbe Fach wie der Grammatik- und der Sprach-Nazi, gar nicht zu reden vom Soup Nazi bei “Seinfeld”. Wenn dir das einen Aufreger wert ist, bitteschön.“

Das ist es deinen Lesern immer…

Wortvogel
Wortvogel

@ alle: Ich hoffe, es macht niemandem was aus, dass ich MVs Pöbeleien nun zeitnah lösche. Er hat die Grundrechenarten immer noch nicht verstanden (aber immerhin im Juni schon eine DVD verkauft, ganz im Gegensatz zum Mai), oder die Tatsache, dass es sehr peinlich ist, wenn man sich unter immer neuen Email-Adressen auf fremden Blogs einschleichen muss. Ich dachte, für sowas hätte er die grandiose Blogblüte aufgemacht? Nun denn…

Dietmar
Dietmar

Oh, er war wieder da? Da habe ich ja etwas „verpasst“ …

Trantor
Trantor

Mist, ich auch! MV mal wieder hier, und ausgerechnet im Kammermeier-Artikel? Wie episch ist das denn… 🙂

xanos
xanos

Threadabos sind ne prima Sache. Ist der Beitrag erstmal im Postfach ist es egal, wenn der Hausherr später den Ton zivilisiert.

Wortvogel
Wortvogel

@ xanos: Ich habe auch kein Problem damit, wenn jemand den Kommentar kennt. Nur hier gehört er nicht her. Mit dem neuen Design habe ich mir auch ein wenig mehr Hygiene auf die Fahnen geschrieben.

Marcus
Marcus

Den MV-Kommentar kannst du ruhig zensieren. Wir, die wir den großen Showgirls-Krieg von 2010 miterlebt haben, können uns den Inhalt mühelos selbstständig simulieren:

‚Ich hab den Längsten (sinngemäß)‘
‚Der Kammermeier und ich, Visionäre und Brüder im Geiste.‘
‚Torsten, der Lügner, Verleumder, Plagiator, imdb-Ranking-Loser‘
‚Alles Neider und Kunstbanausen hier‘
‚Ich hab den Längsten (sinngemäß)‘
‚Auf etablierten Hollywood-Größen rumhacken‘
‚Lachhaft, dass Dein Loserblog mehr Leser hat als diese wichtige Zeitung (insert pointless Rechenspiel here)‘
‚LOL‘
‚Ist ja echt peinlich, dass Du dein von meinen Erfolgen lädiertes Ego damit aufbessern musst, darauf hinzuweisen, dass du mehr leser hast als dieses irrelevante Käseblatt (fünf Minuten nachdem ihm einer den Denkfehler in seinem Rechenspiel aufgezeigt hat)‘
‚Ich verklag euch alle‘
‚Hollywood, ich komme‘
‚Ich hab den Längsten (sinngemäß)‘

EDIT: ich habe natürlich vergessen, die Stimmen in seinem Kopf, die hier unter anderen Namen posten, mitzusimulieren….

Marcus
Marcus

Und zum Abschluss den offensichtlichen Joke:

„Mit dem neuen Design habe ich mir auch ein wenig mehr Hygiene auf die Fahnen geschrieben.“

„Ab jetzt bade ich einmal pro Quartal, ob es nötig ist oder nicht.“ 😈

Comicfreak
Comicfreak

@ Marcus

..ymmd! 🙂

DMJ

@Marcus:
Klingt überzeugend, die Rekonstruktion, was gleichsam awesome und erschreckend ist. 😉

Interessant aber die „Brüder im Geiste“-Vermutung. Da frag ich doch mal den Hausherren, ob MV tatsächlich was über Kammermeier gesagt hat. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob er den tatsächlich achten würde, oder gerade als ein Beispiel für jemanden verlacht, der kein solcher Hollywood-Gigant ist, wie er selbst.

JensE
JensE

Ich habe, nachdem ich diesen Blog-Eintrag entdeckt hatte, doch glatt noch mal die Astro-Saga Einträge gelesen und mal in den Kommentaren quer gelesen.

Mann-o-Mann, der Bernd P. Kammermeier … was ein Schwätzer.

Er schafft es tatsächlich, jedes Mal wieder die Tatsachen etwas weiter zu verdrehen.

Armer Mann …

Wortvogel
Wortvogel

@ JensE: Dann lies lieber nicht die Showgirls-Saga – dein Kopf könnte explodieren…

Peroy
Peroy

„@ JensE: Dann lies lieber nicht die Showgirls-Saga – dein Kopf könnte explodieren…“

Soviel Zeit hat doch keiner…

JensE
JensE

@Wortvogel: Zu spät! Die habe ich „live“ verfolgt. Zur Sicherheit aber nicht alle Kommentare gelesen. 😉

Es blieben aber trotzdem leichte neuronale Ausfälle übrig! 😀

XXX

„Es geht um etwas anderes: Um die einfache Hinnahme der Tatsache, dass ich mich um meine Userzahlen nicht kümmere und sie auch nicht herausgeben werde. Du kannst da einfach nicht los lassen. Auch das hier hat schon erheblich mehr Zeit verbraucht, als wir beide da investieren sollten.“

Pff, der Großteil der ans Internet verlorenen Zeit ging sinnlos dahin, da seh ich’s nicht als Beinbruch an, hier und da Details zu hinterfragen. Dafür, dass Dich deine Userzahlen nicht kümmern, hast Du immerhin ein Mindestmaß an Mühe aufgewandt, um sie mal kurz mit der Auflage der Zeitung zu vergleichen.

„Und doch, doch: Wir hatten hier mal eine ganz hässliche Diskussion, weil du nicht einsehen wolltest, dass ich Honorare, deren Höhe ich vertraulich behandeln muss, tatsächlich nicht ausplaudere. “

Keine Erinnerung daran. Ich würde aber einfach mal drauf tippen, dass o.g. Fall eintrat und Du diese Honorare in Vergleich zu irgendwas gesetzt hast, um besser dazustehen. Da darf man sich dann auch nicht wundern, wenn man hinterfragt wird.

„Damals kamst du SEHR unangenehm rüber. Bin froh, dass sich das größtenteils gelegt hat.“

Das Kompliment gebe ich einfach mal genau so zurück.

Wortvogel
Wortvogel

@ XXX: Schnarch. Na gut. Ich hab’s extra für dich noch mal rausgesucht – hier wolltest du von mir die (natürlich vertraulichen) Budgets von „Lotta in Love“ wissen:

https://wortvogel.de/2007/08/lotta-in-love-eine-story-mit-folgen-v/

Auf meinen mehrmaligen Hinweis, dass ich die natürlich nicht nennen darf (was sogar in meinen Verträgen steht), steigertest du dich zu so sympathischen Aussagen wie: „Was machst denn da fürn Geschiss um die Zahlen, Torsten? Diese Geheimnistuerei mit „ganz grob“ ist doch schon ein bissl lächerlich.“

Und nur weil ich mal ein bisschen was zu einem Thema sage, habt ihr dadurch kein Recht auf umfassende Information. Dieser Blog heißt „100 Prozent Torsten Dewi“ und nicht „100 Prozent von Torsten Dewi“.

Peter Krause

Den zweiten angekreideten Satzbau hätte ich mir selbst durchgehen lassen, wenn er stilistisch in die Umgebung paßt.

„Ich hoffe, es macht niemandem was aus, dass ich MVs Pöbeleien nun zeitnah lösche.“

Nö, nur den Ewiggestrigen wie mir, die Blogs nicht als Feed lesen. Da simma aba selbst schuld. 🙁

Ich hab übrigens schon seit 10 Jahren die ersten 50 Seiten eines Romans in der Schublade, der sich einfach nicht weiterentwickeln will. Hab ihn zwar vorsorglich schonmal „Kosma“ genannt, aber selbst das hilft nicht wirklich.
Aber alle, die das Fragment gelesen haben, sagen: „Hey, das ist cool“. Ehrlich.

Comicfreak
Comicfreak

@ Peter Krause

..tauschen? Meins gegen deins?

Peter Krause

@Comicfreak:
Mhh, ist Deins denn auch so genial wie meins?
Als kleine Stilprobe hier der erste Satz:
„Es war ein Tag wie jeder andere.“
(OK, ist gemogelt, eigentlich kommt da statt des Punkts ein Komma, aber ich mag nicht zu viel verraten.)

Comicfreak
Comicfreak

@ Peter Kraue

..meins ist ein Comic, und der kostümierte Held sagt auf dem Titelbild spontan „SO GEH ICH NICHT RAUS!!“

Peter Krause

@Comicfreak:
Mist, hast gewonnen!

Trantor
Trantor

„Es dauert ca. ein Wochenende, lohnt sich aber“

Kann ich beides bestätigen: hat drei Abende gedauert, jetzt hab ich mich durch ALLE Artikel und Kommentare gewühlt. Ja, ich war so bekloppt, keine Kommentare dazu. Aber hat sich gelohnt, vor allem retrospektiv, nachdem ich den die MV-Saga live miterlebt habe und vieles mir auf einmal so bekannt vorkam.

Kurzer Einwurf: „Unser“ BPK ist aber nicht der Autor der Bücher „Kokain und seine vielen Gesichter“ und „Leben ohne Gehör – Wege zur Verständigung“? Würde so einiges erklären…

http://www.amazon.de/s/ref=ntt_athr_dp_sr_1?_encoding=UTF8&search-alias=books-de&field-author=Bernd%20Kammermeier

Linus
Linus

Oh Gott, da kommen verdrängte Erinnerungen hoch. Der gute Mann (aka „Journalist“) besuchte uns, um über ein Casting für ein Jugendstück zu berichten. War gefühlte zehn Stunden da, hat mit jedem lang und breit gesprochen und am Ende einen Murks von Artikel abgeliefert, bei dem man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen konnte. Inhaltlich, sprachlich und auch sonst.