25 harte Jahre: Die Rumpelkammer des deutschen Genrefernsehens…
Themen: Film, TV & Presse, Neues |Ich hatte eigentlich nicht vor, heute einen Beitrag zu veröffentlichen. Aber ich bin eben über etwas gestolpert, von dessen Existenz ich nur vage gewusst hatte:
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Das schaut angenehm trivial und abwechslungsreich aus. Angesichts meiner Erfahrungen mit dem Fernsehen der 70er bleibe ich allerdings kritisch, ob es "unterhaltsam" im klassischen Sinne des Wortes ist.
Bei der Beschäftigung mit der Serie fiel mir auf, wie viele Genreproduktionen in Deutschland nur in einem sehr begrenzten Rahmen liefen und selten wiederholt wurden. Hätte PIDAX nicht viele Schätzchen aus den Archiven geholt, würde man heute noch denken, dass die gesamte deutsche TV-SF aus RAUMPATROUILLE, DAS MILLIONENSPIEL und WELT AM DRAHT besteht.
Über viele der Filme aus den 70er und 80er Jahren haben wir schon gesprochen: CHERIE MIR IST SCHLECHT, KAMIKAZE 1989, DREH DICH NICHT UM – DER GOLEM GEHT RUM, WIR, DATENPANNE, OPERATION GANYMED, DIE STURZFLIEGER, SANFTER SCHRECKEN, etc.
Angesicht von ALPHA ALPHA wurde ich an ein paar Serien erinnert, die noch weniger Aufmerksamkeit bekommen haben als die TV- und Spielfilme dieser Ära. Weil meine Zeit gerade knapp ist, stelle ich sie kurz vor und bediene mich teilweise der Texte von der Wikipedia zur groben Einordnung.
Dabei handelt es sich übrigens auffällig oft um Serien, die außerhalb der Primetime gelaufen sind oder gleich für Kinderprogramm produziert wurden. Auch das zeigt eine damalige Einstellung der Sender, für wen, wann und wie viel sich solche Genreproduktionen lohnen. Fer shame!
Bevor wer fragt: Es gibt einen sehr, sehr, SEHR guten Grund, warum ich Mitte der 90er mit dieser Retrospektive aufhöre – und er wird euch wie glückliche Schweinchen quieken lassen, wenn ich ihn verraten kann…
Merkwürdige Geschichten
Ich kann es damit entschuldigen, dass ich zur Erstausstrahlung zwei Jahre alt war und deshalb erst vor ein paar Jahren von MERKWÜRDIGE GESCHICHTEN gehört habe. Eine Anthologie-Serie mit extrem begrenztem Anspruch, die ich euch 2012 ausführlich vorgestellt habe.
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Merkwürdige Geschichten ist eine 13-teilige Gruselserie, die ihre Erstausstrahlung am 6. November 1970 im Regionalprogramm des Hessischen Rundfunks erlebte. Produzentin war die IFI Industrie- und Fernsehfilm Hans Hoenicka aus München im Auftrag der WIR Werbung im Rundfunk (HR-Werbung). Die Folgen liefen jeweils freitags um 19 Uhr und hatten eine Länge von ca. 25 Minuten
In jeder Episode wird eine in sich abgeschlossene Geschichte erzählt, in der rätselhafte Ereignisse und übersinnliche Phänomene den Alltag der Figuren aus dem Gleichgewicht bringen. Die Protagonisten geraten dabei immer wieder an die Grenze zwischen Vorstellung und Wirklichkeit und versuchen zu begreifen, was hinter den unheimlichen Vorkommnissen steckt. Ob es sich um Einbildung, Zufall oder das Wirken unbekannter Kräfte handelt, bleibt offen.
Okay S.I.R.
Von der Serie habe ich vor ca. 20 Jahren das erste Mal gehört, als ein Freund mich zu einem Video-Abend mit öffentlichen-rechtlichen Kuriositäten einlud. Eine futuristische Spionage-Serie, die sich an der Coolness der AVENGERS versucht – und scheitert.
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Okay S.I.R. war eine deutsche Vorabendserie, die erstmals 1973 und 1974 in verschiedenen Regionalprogrammen der ARD ausgestrahlt wurde.
Biggy und Conny sind zwei junge Frauen im Dienst einer Münchner Spezialabteilung von Europol. Ihre Vorgesetzte nennt sich S.I.R.: S wie Sicherheit, I wie Information, R wie Recht. Ihre Einsätze führen sie in verschiedene europäische Länder, zum Teil sogar nach Nordafrika, wo sie es mit Mädchenhändlern, Rauschgiftschmugglern oder Juwelendieben zu tun bekommen.
Die Serie war eine Produktion der Bavaria Atelier GmbH im Auftrag der Rundfunkwerbung Stuttgart GmbH. Sie bestand aus 32 Folgen zu je 25 Minuten Länge.
Das blaue Palais
Das hier dürften die meisten von euch kennen – Rainer Erlers kongeniale Science Faction-Serie, die der Wissenschaft gleichzeitig huldigt und sie skeptisch beäugt. Es gilt auch hier wieder: an die extrem gedehnte Erzählweise muss man sich erst (wieder) gewöhnen.
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Das Blaue Palais ist eine fünfteilige Science-Fiction-Filmreihe, die 1974 (mit drei Folgen) und 1976 (mit zwei Folgen) im ZDF ausgestrahlt wurde. Alle fünf Filme (sowie die dazugehörigen Bücher) wurden von Rainer Erler geschrieben und inszeniert. Das Blaue Palais gilt allgemein als eine der besten Science-Fiction-Produktionen des deutschen Fernsehens. Die einzelnen Filme sind jeweils rund 90 Minuten lang.
Das Blaue Palais ist eine alte schlossähnliche Villa, in der eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern Grundlagenforschung für die Zukunft betreibt und die ihren Namen der leicht bläulichen Färbung des Außenputzes verdankt.
Schaurige Geschichten
Ich gestehe – hier ziehe ich blank. Ich habe von der Serie noch nie gehört und kann auch anhand des Vorspanns nicht behaupten, sie je gesehen zu haben.
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Diese lange gesuchte deutsch-schwedische Gruselserie aus den 1970ern sorgt für angenehme Gänsehaut und steht in einer Tradition mit ähnlich erfolgreichen Reihen wie „Merkwürdige Geschichten“. In Gastrollen spielen unter anderem Andrea L’Arronge, Lisa Helwig, Hans-Peter Korff, Witta Pohl, Hans-Georg Panczak, Jürgen Prochnow, Katharina Brauren, Denes Törzs, Gisela Trowe und Karl-Heinz von Hassel.
Schusters Gespenster
Auch diese Serie ist mir erst bei der Recherche zu diesem Artikel untergekommen. Es mag schlicht daran liegen, dass ich sonntags nachmittags nie Fernsehen geschaut habe – da war ich als echter Junge meiner Zeit draußen unterwegs.
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Fünfteilige deutsche Kinderserie von Klaus-Dieter Lang.
Die Familie Schuster zieht in eine Villa, die sie von Opa Weber geerbt hat. Vater Karl, seine Frau, Sohn Pit, Oma und Onkel Herbert ahnen nicht, dass auf dem Dachboden die drei Gespenster Evelyn, Albrecht und Oskar hausen, die zur Geisterstunde Besuch von ihrem Freund Eugen Dracula bekommen. Karl und Herbert haben aber ohnehin genug mit sich selbst zu tun und streiten dauernd. Die halbstündigen Folgen liefen sonntags nachmittags.
I.O.B. Spezialauftrag
Eine futuristische Agentenserie, die ich als 12jähriger geliebt habe. Die hatten so tolle technische Gadgets und Claus Wilcke war ja nicht nur ein Sympathieträger, sondern auch der Baron von meinen geliebten Hui Buh-Schallplatten. Eine Zweitsichtung vor ein paar Jahren war schwer ernüchternd.
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I. O. B. – Spezialauftrag war eine Vorabendserie des ZDF. Sie lief in zwei Staffeln à 13 Folgen in den Jahren 1980 und 1981 jeweils montags um 18.20 Uhr. Jede Folge hatte eine Länge von 25 Minuten.
Bernhard Horn leitet die Hamburger Filiale der weltweit agierenden Detektei I. O. B. Sein Mann für Spezialaufträge ist Mike Jackson, ein ehemaliger FBI-Agent deutsch-amerikanischer Abstammung. Die junge Wienerin Catherine Burger unterstützt Jackson bei seinen Ermittlungen. Eva Kehrer ist Horns Assistentin, die am Computer arbeitet, der mit der Londoner Zentrale verbunden ist.
Meine schwarze Stunde
Hierbei handelt es sich um einen von mir gern geschauten Ausreißer, denn bei MEINE SCHWARZE STUNDE sind nur die Rahmen-Segmente mit dem großartigen Carl Heinz Schroth in Deutschland produziert worden.
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Peter S. Fischer („Mord ist ihr Hobby“) produzierte diese auf Suspense- und Okkultgeschichten von Robert Bloch, Brain Clemens, Jeffrey Bloom, Christopher Crowe und Anderen basierende Anthologie-Reihe.
Während im Original DARKROOM James Coburn als Gastgeber agierte, übernahm in der deutschen Fassung Carl Heinz Schroth diese Rolle. Neun Episoden wurden für die deutsche Ausstrahlung zu zwei 90-minütigen Filmen zusammengefasst. Schroth präsentierte im Gruselkabinett einer alten Villa ungewöhnliche Requisiten und leitete so von einer Episode zur nächsten über.
Unterwegs nach Atlantis
Ich kann mich tatsächlich daran erinnern, dass ich die Bücher der Schauspielerin und Sängern Johanna von Koczian als Pimpf ziemlich spannend fand, von der Umsetzung fürs Fernsehen aber enttäuscht war. Nach STAR WARS hatten wir da einfach einen anderen Anspruch, den das ZDF nicht einlösen konnte/wollte.
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Unterwegs nach Atlantis ist eine Jugendserie nach den Romanen Der geheimnisvolle Graf und Abenteuer in der Vollmondnacht von Johanna von Koczian. Sie entstand ab 1981 als Koproduktion des Tschechoslowakischen, Deutschen, Österreichischen und Schweizer Fernsehens und wurde 1982 im ZDF erstausgestrahlt.
Die Serie beginnt mit der Flucht Rhons aus dem 30. Jahrhundert. Sein Vater versucht ihn mit den Worten „Sein Traum von Atlantis ist doch nur ein Traum“ aufzuhalten – eine Anspielung auf das von Dr. Bernard komponierte Musikstück Der Traum von Atlantis und die Suche von Dr. Graf nach dem geheimnisvollen Atlantis.
Sternensommer
Daran kann ich wiederum ganz gut erinnern. Ich fand Rudolf Schündler und Nadja Tiller als Aliens toll, die Musik auch – und das Ende hatte einen echten Twist. Eine Jugendserie, wie sie sein sollte – und heute leider nicht mehr produziert wird.
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Sternensommer ist eine deutsche Kinder- und Jugend-TV-Serie, die ab 3. Januar 1981 im ZDF erstausgestrahlt wurde. Das Drehbuch zur Serie lieferte Justus Pfaue, für die Produktion verantwortlich war Magnet Film. Ursprünglich waren wohl 12 Folgen geplant, letztlich sind aus Kostengründen doch nur 6 produziert worden.
Jochen und Michael beobachten eines Abends die Sterne; da machen sie eine unheimliche Bekanntschaft. Plötzlich steht ein alter Mann, der sich als Lodeweik vorstellt, mit einem merkwürdig kleinen Baum im Raum. Er erzählt ihnen, dass er vom Planeten Krypton auf die Erde gekommen sei und Hilfe brauche, da der Planet Xenon Krypton vernichten wolle und dass sogar die ganze Erde in Gefahr sei. Weiter berichtet er von dem Konflikt zwischen Krypton, einem Planeten der Kälte, und Xenon, auf dem eine Gluthitze herrsche. Wie sich herausstellt, sind Frau Markward und ihr mysteriöser Begleiter Tobias Abgesandte des Planeten Xenon, die Lodeweik verfolgen und stellen sollen.
Unheimliche Geschichten
Kurios, dass der HR die Vorabend-Anthologieserie MERKWÜRDIGE GESCHICHTEN nach zwölf Jahren unter einem veränderten Titel fortsetzt – aber mit demselben Autor "Jan Lester", dessen wahre Identität bis heute nicht ermittelt ist. Meine Kritik kann praktisch deckungsgleich vom Original übernommen werden.
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Der Andro-Jäger
Diese SF-Serie für ein primär jugendliches Publikum nennen viele Altfans, wenn die Sprache auf deutsche Genreproduktionen kommt. Ich kann mich nur vage daran erinnern, ein oder zwei Folgen gesehen zu haben.
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Der Androjäger ist eine deutsche Fernsehserie, die von den Bavaria Filmstudios in Zusammenarbeit mit dem Norddeutschen Rundfunk 1981 bis 1983 produziert wurde.
Irgendwo in Deutschland in irgendeiner Großstadt strandet, von der Bevölkerung unbemerkt, ein Expeditionsraumschiff des Planeten Drava. An Bord befinden sich unzählige sogenannte Androiden, menschenähnliche Wesen, die in Wirklichkeit Roboter sind. Es gelingt diesen Androiden, den Absturz ihres Raumschiffes unbeschadet zu überstehen und sich unerkannt in die menschliche Gesellschaft zu integrieren. Von seiner Zentrale und seinem weiblichen Führungsoffizier erhält Chefagent Dandore den Auftrag, die Androiden wieder einzusammeln und nach Drava zurückzubefördern.
Patrik Pacard
So wie mein Bruder Jahre zuvor von ZWEI JAHRE FERIEN für sein Leben geprägt wurde, kam PATRIK PACARD für mich zur genau richtigen Zeit. Ich war 16, hatte einen C64, las JOHN SINCLAIR, und haute mir fast jeden Abend Science Fiction-Filme aus der örtlichen Videothek in den Videorekorder.
Für mich war das hier 1a Action, Science Fiction, Gesellschaftskritik, Abenteuer – damit konnte ich mich identifizieren, so ein Leben wollte ich führen. Und ich werde mit der Überzeugung sterben, dass Jean-Claude Bouillon der perfekte Darsteller einer John Sinclair-Serie gewesen wäre.
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Patrik Pacard ist die sechste ZDF-Weihnachtsserie. Sie wurde erstmals in der Schweiz ab dem 4. Dezember 1984 in zwölf Teilen ausgestrahlt, gefolgt von Deutschland und Österreich ab dem 25. Dezember 1984 in sechs Teilen.
Patrik sitzt bereits auf gepackten Koffern, als sich sein Blinddarm bemerkbar macht. Sein Vater, der auf einer Bohrinsel arbeitet, will aber den gemeinsamen Urlaub auf jeden Fall nachholen. An ihrem Urlaubsziel, einem einsamen Fjord in Norwegen, bekämpfen sich jedoch die Geheimdienste der Großmächte. Dem genialen Biochemiker Professor Gunström ist eine sensationelle Genmanipulation gelungen. Er konnte die Erbanlagen der Pflanzen derart manipulieren, dass Tomaten, Ananas, Bananen und Orangen jetzt auch auf Gletschern wachsen und Weizen in der Wüste. Als die ahnungslose Familie Pacard in Norwegen eintrifft, ist die Jagd nach der Formel in vollem Gange.
Gespenstergeschichten
Hier kann ich nur sagen, dass ich definitiv vor ein paar Jahren versucht habe, diese Lücke in meiner Expertise nachzuholen – und an der generell leider etwas drögen Machart gescheitert bin.
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Gespenstergeschichten ist eine westdeutsche Fernsehserie von 1985. Bis auf Episode 4, Im Schatten des Zweifels, stammten die Drehbücher von Rainer Erler. Die Titelmelodie Ghost komponierten und spielten Guido & Maurizio De Angelis (Oliver Onions).
Die sechs in sich abgeschlossenen Episoden basieren auf literarischen Vorlagen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sechs verschiedener Autoren. Jede Episode wird von einem namentlich nicht genannten Erzähler, der von Wolfgang Büttner dargestellt wird, eingeleitet und beendet.
Die Storys sind:
- Die Brücke nach Fenders, nach einer Geschichte von John MacLaughlin
- Die Verschwörung, nach der Kurzgeschichte „Die Phantomkutsche“ von Amelia Edwards
- Ambrose Temple, nach der Kurzgeschichte „Der dämonische Liebhaber“ von Elizabeth Bowen
- Im Schatten des Zweifels, nach der Kurzgeschichte „Gespenster“ von Marie Luise Kaschnitz
- Das Gesicht, nach einer Kurzgeschichte von Edward Frederic Benson
- Die Affenpfote, nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von William Wymark Jacobs
Der kleine Vampir
Nach meiner Erinnerung ist die Verfilmung der erfolgreichen DER KLEINE VAMPIR-Romane für ihre Zeit erstaunlich bunt und modern – das mag auch an der Beteiligung der Kanadier gelegen haben, die kein Interesse an öffentlich-rechtlicher Truschigkeit zeigten. Leider die letzte Rolle des großen Gert Fröbe.
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Der kleine Vampir ist eine 1985 produzierte Fernsehserie und entstand in Co-Produktion zwischen der deutschen Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft und der kanadischen Norflicks Productions Ltd. und wurde vom Norddeutschen Rundfunk präsentiert. Als Vorlage dienten die beiden Bücher Der kleine Vampir und Der kleine Vampir zieht um von Angela Sommer-Bodenburg; es stellt die erste Fernsehserie dieser Reihe dar.
Eines Abends schwebt der kleine Vampir Rüdiger in das Zimmer des zehnjährigen Anton Bohnsack. Er erzählt diesem, dass er seit 146 Jahren tot sei und dass sich Vampire ihr Alter aussuchen könnten. Er, Rüdiger, habe sich für das Kindesalter entschieden, während sich seine Schwester Anna nicht entscheiden könne, wie alt sie sein möchte und deswegen noch im sogenannten „Milchzahnalter“ sei.
Quer durch die Galaxie und dann links
Ich bin durchaus bereit, mit dem Hammer auf diese deutsch-australische Koproduktion einzudreschen, aber vielleicht wäre das nicht fair: mit QUER DURCH DIE GALAXIE UND DANN LINKS wurde ich nur konfrontiert, weil sie Anfang der 90er auf SAT.1 lief und ich den Sender damals für den GONG betreute. Ich war vermutlich schlicht zu erwachsen (= alt) für den sehr albernen und witzfreien Stoff – was für eine Verschwendung von Silvia Seidel!
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Das elfjährige Mädchen mit dem sonderbaren Namen X hat es nicht leicht: Sie lebt auf dem eisbedeckten Planeten Zyrgon in einer Galaxie, die weit von der Erde entfernt ist und trägt als Organisatorin die volle Verantwortung für ihre schwierige Familie. Als ihr Vater Mortimer in Ungnade fällt, weil er zum 27. Mal hintereinander den Hauptgewinn der Staatlichen Lotterie erschwindelt hat, plant X die Flucht ins Exil. Ihre gesamte galaktische Familie begleitet sie auf der Reise: Mutter Renée, Vater Mortimer, Schwester Dovis und Bruder Qwrk. In einem klapprigen, gebrauchten Raumschiff reisen sie quer durch die Galaxie und biegen auf halbem Weg scharf links ab – sie steuern einen bläulichen Planeten namens Erde an. Dort erleben sie aufregende Abenteuer.
Die Serie basiert auf dem gleichnamigen australischen Kinderbuch von Robin Klein.
Stella Stellaris
Den Deckel mache ich mit STELLA STELLARIS drauf – eine Jugendserie aus der Zeit, als ich kein Jugendlicher mehr war und dementsprechend lieber BABYLON 5 und AKTE X schaute. Das war einfach nicht mehr mein Spielfeld.
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STELLA STELLARIS war die ZDF-Weihnachtsserie 1994.
Stella stammt vom Planeten Stellaris und wird mit dem Geheimauftrag, die Gefühle der Menschen zu erforschen, auf die Erde geschickt. Aber ihre Mission verläuft anders als geplant, denn auch sie empfindet plötzlich Emotionen: Zum ersten Mal fühlt sie, was es bedeutet, unglücklich zu sein. Deshalb will Stellas Berater Hal, ein Computer, die Mission schnellstmöglich beenden und Stella zurück auf ihren Heimatplaneten schicken. Doch Stella ist der Meinung, dass sie vorher noch einige Aufgaben zu erledigen hat und kann den Start des Raumschiffs gerade noch stoppen.
Habe ich was vergessen? Sollte ich mich für was schämen? Sind das hier vergessene Perlen oder samt und sonders der Beweis, dass die Deutschen lieber die Finger von Genreproduktionen lassen sollten?
Alpha Alpha fand ich richtig gut Mischung aus Akte x und ein paar Wissenschaftler für Charlie. Als das zdf noch Qualität brachte. Der androjäger schwächelt zum Schluss aber der gag mit dem Fernseher war immer ein grosses hallo.
Mir fehlen hier die DDR Spuk Serien aber vermutlich weil du da keine Berührungspunkte mit hattest.
Korrekt. DDR-Fernsehen war für uns kein Thema.
Stimmt, die SPUK-Serien gab’s ja auch noch. Definitiv Kindheitserinnerung. 🙂 Und vielleicht sollte man noch den DDR-Dreiteiler DIE STUNDE DES SKORPIONS erwähnen, an den ich mich aber nur noch blass erinnere.
DIE STUNDE DES SKORPIONS habe ich vor ziemlich exakt einem Jahr schon mal vorgestellt.
damit bist du einer der wenigen, die wenn es um deutsches Fernsehen/Kinofilm vor 1990 geht auch mal den ein oder anderen DDR Beitrag trotzdem recherchieren, auch wenn es dich nicht tangiert hat. gerade bei Kino+ fällt es unangenehm auf wie wenig ( kleiner spoiler niemals) bei Ausflügen in die vor Wendezeit auch auf das ostdeutsche Kino geschaut wird. find ich bei jemandem wie Daniel Schröckert der von sich ja den Anspruch zu fundiertem Filmwissen hat ziemlich schade.
Ja, genau – die Spuk Serien. "Spuk unterm Riesenrad" war eine nette Kinderserie, "Spuk im Hochhaus" sicherlich das Highlight mit dem kongenialen Paar Katja Paryla und Heinz Rennhack als verblichene Ex-Gauner. Und dann natürlich die (am teuersten produzierte?) großartige Science-Fiction Serie der DDR: "Spuk von Draußen". Mit Android Opa Rodenwald und seinen Laserstrahl schießenden Erzgebirgsschnitzereien.
Das war schon recht umfassend, danke für den Flashback zum ANDRO-JÄGER, den hatte ich schon fast vergessen.
Ansonsten könnte man für die 80er noch DIE WÄCHTER erwähnen und aus den 70ern vielleicht noch das stinklangweilige TELEROP 2009.
Und dann gabs da Mitte der 80er noch dieses eine, völlig obskure Fernsehspiel in der ARD, das ich absolut nicht mehr finde und nicht mal inhaltlich irgendwie zuordnen kann. Spielte in einer (eher dystopischen) Zukunft, es ging um ein Programm, ein Labor, Roboter (?), aber wirkte schon damals recht bieder und auf seltsame Art didaktisch, soweit ich mich erinnern kann. Sicher nichts, das man unbeding gesehen haben muss, aber der Film geht mir im Kopf rum, seitdem du diese ganzen TV-Retrobeiträge bringst, und ich hasse es, dass mir da ein Titel auf der Zunge liegt, den ich einfach nicht fassen kann. Falls es weiterhilft: Im Titel war ein Fremdwort – nicht Utopia, nicht Metropolis, nicht Futuria, aber irgend sowas in der Richtung. Wie auch immer, nur eine Sidenote. Ich glaube nicht, dass das Ding auch nur ansatzweise irgendwo zu finden ist.
DIE WÄCHTER war keine deutsche Produktion. TELEROP hatten wir hier schon.
Danke für TELEROP, den hatte ich damals bei dir doch glatt übersehen.
Zu den WÄCHTERN – das hat mich jetzt doch etwas irritiert, also musste ich nochmal nachschauen:
Regie und Drehbuch Franz Peter Wirth, deutsche Produktionsfirmen (Bavaria, WDR), gedreht in Grünwald und bis auf die Hauptdarsteller auch mit deutschen Schauspielern besetzt. Einzig die Romanvorlage ist britischer Herkunft, die stammt nämlich vom TRIPODS-Autor John Christopher.
Was die Ko-Produktionen angeht, stimme ich zu – wenn man die wirklich noch alle mit reinnähme, dann würde das hier schnell den Rahmen sprengen. Cool wär’s trotzdem. 🙂
Sehr interessant, vielen Dank.
Von den 70er Produktionen hab ich nichts mitkriegen können – die Eltern waren sehr restriktiv, tv betreffend.
Ab den 80ern wohnte ich quasi im Kino; keine Zeit also und auch keine Wertschätzung (Kids halt) für’s Fernsehen.
Das "blaue Palais" könnte ich aber vielleicht doch mal …
Obwohl die Nachsynchronisation durch die Augen von heute gesehen schon sehr unangenehm auffällt, auweia.
Mir fiel noch "Jan vom goldenen Stern" ein, die nach Deutschland transferierte Adaption des US-Romans "The Forgotten Door" von Alexander Key. Ein Junge landet bei einem Fehltritt durch ein Dimensionsportal in der Eifel und wird bald darauf wegen seiner übersinnlichen Fähigkeiten gejagt. Lief zuerst als Dreiteiler 1980 oder 1981.
Spannend, hatte ich mich in der Tat nicht dran erinnert.
„Patrik Pacard“ hat mich absolut fasziniert, obwohl ich mit 6 Jahren ein klein wenig zu jung war. „Der kleine Vampir“ schlug voll ein. In dem Jahr ging meine halbe Schulklasse zum Kinderfasching als Vampir verkleidet.
Kleine Korrektur zu Gert Fröbe: Der hatte seine letzte Rolle in der letzten Folge der Schwarzwaldklinik.
Gerade im Bereich der Kinder- und Jugendserien war der ÖRR ja nicht so zimperlich damit, auch mal Genre-Sachen anzugehen. Die ZDF Serie „Mandara“ in der Horst Frank mal wieder einen Dämon spielte, fällt mir in dieser Hinsicht noch ein.
Eine Serie ist mir vor kurzem wieder ins Gedächtnis gekommen, von der ich als Kind ein paar Folgen gesehen habe, danach aber nie wieder etwas gehört habe. „ Der Geisterwald – Blutbuche und Rabenrache“ lief auch nachmittags (auch im ZDF, glaube ich). Ich fand das damals ziemlich gruselig, habe aber, bis auf ein paar Bilder, keine Türe weiteren Erinnerungen mehr daran. Letztendlich war es vermutlich mehr eine Öko-Serie mit erhobenem Zeigefinger als wirklich phantastischer Grusel. Konstantin Wecker spielte die menschliche Form des Raben, der nach dem Fällen der Blutbuche Rache an den Dorfbewohnern der Umgebung nimmt. Im Prinzip sagt der Titel hier alles, was man dazu wissen muss.
Es gibt den IMDB- Eintrag, die Seite wird auf den Wikipedia-Seiten der Schauspieler auch aufgeführt, aber ansonsten findet man nichts mehr darüber.
Bei Fröbe war nicht exakt zu recherchieren, was er zuletzt gedreht hat. Mag sein, dass es die Schwarzwaldklinik war.
Also die Weihnachtsserien waren prinzipiell absolute Klassiker – bei mir haben sich da noch "Jack Holborn" und "Oliver Maass" eingeprägt…
Ja, das ging mir auch ähnlich, allerdings war dann bei mir nach „Nonni und Manni“ der Ofen aus. An „Laura und Luis“ haben die mich nicht mehr interessiert. Verspricht war ich auch nicht mehr unbedingt die Zielgruppe. Aber man merkte auch deutlich, dass ab da gewaltig der Rotstift angesetzt wurde. „Stella Stellaris“ gehörte ja auch noch zu den Weihnachtsserien, von der habe ich aber gar nichts mehr mitbekommen.
Ich war als Kind absolut gefesselt von der Kindermystery " Das Geheimnis des 7. Weges". Kennt das jemand? Kam aus NL, lief nachmittags im Ersten. Ja, nicht aus D, passt aber inhaltlich vielleicht ja trotzdem.
EDIT: OMG, die gibts komplett bei YT, sehe ich gerade. Alleine die Titelmelodie ist schon der Hammer.
die Serie hatte ich mir tatsächlich vor einiger Zeit nochmal angeschaut, weil ich die auch als ziemlich gruselig in Erinnerung hatte, aber wenn man ehrlich ist, war sie dann doch ziemlich altbacken – aber die Titelmusik das stimmt die war super
Nein, ich erinnere mich nicht an den Mopro. 😁
Ja, eine der wenigen Kinderserien, die ich mehr als einmal sichtete. Es ist eben eine der besten – wenn nicht DIE beste!
„Die Besucher“ war cool, für Kinder, mit einer Art Terminator II – Thema. Tscheschiche Produktion, aber WDR und BR hatten ihre Finger drin
Die ganzen tschechischen und polnischen Produktionen, in denen die deutschen Sender ihre Finger hatten, wären einen eigenen Beitrag wert. Aber nicht von mir.
Och, komm. Wer kann das denn sonst annähernd so gut?
Oh ja… „Die Besucher“ fand ich als Kind unfassbar gut..
"Habe ich was vergessen? Sollte ich mich für was schämen?"
FRANKENSTEINS TANTE, mein Gutester, FRANKENSTEINS TANTE.
Viveca Lindfors als die titelgebende Tante, Ferdy Mayne als Dracula, Gerhard Karzel als die Kreatur, Eddie Constantine als Wassermann, Flavio Bucci als Wolfsmensch, Thilo Prückner als Feuerteufel, Jacques Herlin als untotes Faktotum, Mercedes Sampietro als Weisse Frau, plus Barbara de Rossi und Musik von den Gebrüdern DeAngelis.
Auch nach vierzig Jahren für mich immer noch das beste Stück Genre des deutschen (europäisch produzierten) Kinderfernsehens.
Oh, verdammt, auf jeden Fall!!!
Das habe ich extrem geliebt. Auf die Buchfassung musste ich damals wochenlang warten, bis die Lieferung bei meinem Buchhändler endlich da war. Der war schon sehr genervt, weil ich da alle paar Tage aufgeschlagen bin. Ferdy Mayne war für mich daher schon Graf Dracula, viele Jahre bevor ich ihn als Graf Krolock sah.
Was machst du denn demnächst Schönes? Als jemand gesprochen, der deine verbalen Qualitäten immer geschätzt hat, gibt es hoffentlich was auf die Ohren?
Würde ich es verraten, wäre es ja keine Überraschung mehr.
Das Tolle an Überraschungen ist doch das Andeuten vorher …
Und wahrlich, es ward angedeutet.
Quiekt Stanley Tweedle nicht?
Gut geraten, aber falsch.
Den "Andro-Jäger" fand ich super. Und da wir damals noch keinen Videorecorder hatten, saß ich immer mit meinem kleinen Cassettenrecorder vorm Fernseher, um Folgen von TV-Serien durch die Aufnahme der Tonspur wenigstens akkustisch nochmal verfolgen zu können. "Captain Future", "Kimba, der weiße Löwe", "Sie kam aus dem All"… viele dieser alten Serienfolgen konnte ich irgendwann fast mitsprechen, weil ich sie rauf und runter gehört hatte wie Hörspiele. Und vom "Andro-Jäger" war ich so ein Fan, dass ich den Hauptdarsteller Lutz Mackensy (den ich auch aus vielen Kinderhörspielen kannte, bei den "Fünf Freunden" war er bspw. der Erzähler) sogar angeschrieben hatte, woraufhin er mir eine nette Autogrammkarte schickte, die ich heute noch habe… hachja. So lange her, aber so viele prägende Erinnerungen.
Okay S.I.R. läuft übrigens, wenn man Waipu nutzt, auf dem Kanal "Fernsehschätze". Bin da eben zufällig drüber gestolpert
In den frühen 1980ern gab es auch noch Anderland ( https://youtu.be/0Wcwx0FKvDI?si=FQtq1utxTlmEcBh9 ), eine Art Twilight Zone für Grund- und Vorschulkinder. Allerdings soll die Serie wegen ihrer verstörenden Präsentation angeblich oft zu Alpträumen geführt haben.
Gib Anderland einfach mal hier in der Suchmaske ein.
Ah, Mist. Extra Volltextsuche über die Seite gemacht, um zu sehen, ob es schon erwähnt wurde, aber nicht an die Blogsuche gedacht. 🤦♂️