Spoilerfreie Inhaltsangabe: Seit sieben Jahren dient Sternenflottenoffizierin Michael Burnham, die auf Vulcan von Sarek erzogen wurde, unter Captain Giorgiou auf der USS Shenzou. Am Rande des Föderationsgebiets soll die Crew des Schiffs den Schaden an einer unbemannten Relais-Station überprüfen. Dabei stoßen sie auf ein altes, zersplittertes Kriegervolk, das – neu vereint von einem charismatischen Anführer – einen Großangriff auf die Föderation plant, deren Grußformel „Wir kommen in Frieden“ sie für den Aufruf zu Völkermord und Invasion halten. Burnham ist überzeugt, dass die üblichen diplomatischen Bemühungen in diesem Fall nicht greifen werden, nicht greifen können

Spoilerhaltige Kritik: Auch wenn ich kritisch war, weil ich mitbekommen habe, mit welchen Startschwierigkeiten „Discovery“ zu kämpfen hatte. Auch wenn die ersten Trailer mich erschreckend kalt gelassen hatten. Auch wenn ich die geradezu herbei geprügelte Diversität im Cast fehlgeleitet fand. Auch wenn ich überzeugt war, dass Michelle Yeoh als permanentes Crewmitglied ein PR-Stunt ist – ich war den ganzen gestrigen Tag ganz hibbelig, weil ich wegen einer Reportage hinter Freiburg nicht sofort dazu kam, den zweigeteilten Pilotfilm zu „Star Trek Discovery“ zu schauen. Weil: Star Trek! Im Fernsehen!

Da werde ich ganz schnell wieder vier Jahre alt und liege 1972 bäuchlings vor dem Fernsehen. Mr. Sulu – Sol 8!

Der Effekt hält genau sieben Minuten, dann weicht das Kribbeln einem flauen Gefühl, schließlich einem leichten Unwohlsein, gefolgt von genervter Langeweile. Denn siehe: „Discovery“ ist trotz aller Action und aufwändiger Weltraumschlachten ein Blindgänger.

Und ich weiß, dass die Trekker wieder weltweit in Wehgeschrei ausbrechen werden und die trektypische Entschuldigung runterbeten: Es ist doch erst der Anfang! Gebt der Serie doch Zeit, sich zu entwickeln! TNG war auch nicht von der ersten Folge an gut!

Das stimmt. Und es ist doch verlogen, wie ich vor 20 Jahren schon in meinen SF-Guides geschrieben habe. Weil es eine Entschuldigung ist, die extra für Star Trek erfunden wurde. Erstmals für TNG, dann besonders energisch für DS9 und schließlich auch für Voyager, wo man das Argument eigentlich bis zum Serienfinale durchhielt. Auch bei Enterprise hieß es immer, holperige Starts seien normal. Sie sind es nicht. Genug SF-Serien haben bewiesen, dass man von Anfang an stark einsteigen kann. „Babylon 5“, „Battlestar: Galactica“ (beide Serien), „Farscape“, „Westworld“, „Doctor Who“, etc. pp.

Selbst wenn ich bereit wäre, angesichts der Komplexität einer solchen Serie Wohlwollen walten zu lassen – gerade bei Star Trek gilt das nicht. Es ist eine milliardenschwere Franchise mit Hunderten von Episoden und mehr als einem Dutzend Kinofilme. Die Macher haben den Zugriff nicht nur auf ein etabliertes und erprobtes Universum, sondern auch auf die besten Autoren und Techniker. Wenn DIE nicht wissen, wie man eine Serie mit Schmackes aus der Startbox reitet – WER DENN DANN?!

Aber gut. Das ist bisher reine Theorie, reden wir also ruhig mal von „A vulcan hello“ und „Battle at the binary stars“ – zwei Episoden, die letztlich gerade mal zu Subplots in regulären Folgen taugen, hier aber folgenlos auf 90 Minuten aufgeblasen werden.

Ich gehe das der Reihe nach durch.

Der gesamte Prolog mit Bernham und Giorgiou auf dem Dürreplaneten ist der aufwändigste und unnötigste Budenzauber, den ich je gesehen, nur um zwei Figuren zu ermöglichen, geschlagene fünf Minuten Exposition zu latschen und sich auszutauschen. Das ist in seiner Unbeholfenheit fast schon traurig. In jeder TNG-Episode hätte man das mit einem entspannten Spaziergang durch einen 1701-Korridor gemacht. Aber im Pilotfilm muss Protz rein, auch wo Protz nicht angebracht ist.

Dann der Vorspann. Meine Güte, da ist aber jemand bei „Westworld“ neidisch geworden. Auch wenn ich die Musik gut, aber etwas zu langsam finde – Risszeichnungen? Was hat das „Federation Manual“ im Vorspann einer Star Trek-Serie zu suchen?!

Die Uniformen, die Brücke, die Klingonen. Wieder mal alles neu, alles anders. Ein bisschen wie in den Filmen, aber auch ein bisschen wie in Enterprise. Aber auch ein bisschen anders. Schon gar nicht wie in der Klassik-Serie oder TNG. Star Trek schafft es, zum sechsten Mal den Look seines Universums auf den Kopf zu stellen, und das außerordentlich halbgar. Das ist doppelt blöd, weil „Discovery“ ja chronologisch zwischen Archer- und der Kirk-Ära angesiedelt ist. Paramount beschäftigt Leute in Vollzeit, die nur für den Kanon und die innere Plausibilität des Trek-Universums zuständig sind – und dann hauen die WIEDER eine Serie raus, die jeden Zusammenhalt mit den anderen Trek-Produktionen vermissen lässt.

Überhaupt, diese ganze Prequel-Nummer. Was soll das? Seit wann müssen wir RÜCKWÄRTS erzählen?! Star Trek spielt in der Zukunft, ist aber fast manisch darin geworden, sich immer nur um die eigene Vergangenheit zu drehen. Soll das irgendeinen Nostalgie-Trigger bedienen oder hat man schlicht Schiss, dass neue Missionen und neue Bösewichte den Fans nicht gefallen können. Andererseits: angesichts der Tatsache, dass die Ferengi bei TNG eigentlich der „big bad“ sein sollten und die Kazon bei Voyager, mag das nicht mal so falsch sein. You can’t invent the Borg every day…

Bleiben wir noch bei den Klingonen, deren „Weiterentwicklung“ sich jedes Mal mit „mehr Latex!“ zusammenfassen lässt. Wenn Sie mal schauen möchten:

Was die knurrigen Kriegswütler allerdings viel mehr torpediert als die Kopfform eines Beutels voller Walnüsse ist die Sprache – da die Darsteller natürlich von Paramount genötigt werden, „echt klingonisch“ zu sprechen, ziehen sich die Dialoge der Kriegerkaste wie Kaugummi. Mir ist ein Rätsel, wie die in einer Schlacht auf der Brücke schnelle Kommandos bellen wollen.

Aber egal, drüben bei der Föderation sind wir mittlerweile auf einer Brücke, in Uniform und die Raumschiffe haben auch das vertraute Design. We have Trek! Und dann stehen die Akteure da rum. Steif wie mit Stock im Arsch, adrett wie bei der Kommunion, höflich divergierende Standpunkte zum Geschehen auf dem Hauptbildschirm austauschend. Meine Fresse, die Figuren in Computerspielen wirken mittlerweile lebendiger!

Andererseits haben sie ja auch nicht viel zu tun. Irgendeine Reparatur, irgendein fremdes Schiff, ein wenig Abwarten, ein wenig Nachgucken, woanders die üblichen „Ehre! Krieg! Arrrghhh!!!“-Diskussionen der Klingonen. Sachen, die man bei TNG in den Prolog vor dem Vorspann erzählt hätte, kommen hier vor dem Nachspann. Bis der Konflikt überhaupt gesetzt ist, ist die Folge rum. Worst Trek pilot hour ever.

Ich will nicht verheimlichen, dass die zweite Folge etwas besser wird. Primär deshalb, weil dank massiver Weltraumschlachten etwas in Bewegung kommt, weil es Schauwerte gibt – und weil Burnhams Theorien zum richtigen Umgang mit den Klingonen tatsächlich ein Bruch mit der Bussibussi-Kultur der Föderation sind. Es kommt etwas auf, das man von Star Trek so gar nicht gewohnt ist: interpersoneller Konflikt. Aber der wird exklusiv auf Burnham vs. Giorgiou beschränkt und es gibt keinerlei Ambivalenz – wir wissen, wer Recht hat.

Streitereien hin, Weltraumschlachten her: auch „Battle at the binary stars“ ist inhaltlich mager, sein Vorankommen sollte maximal zehn Minuten dauern und nicht vierzig. Haben die Macher denn aus Wolf 359 nix gelernt? Oder aus der TNG- Episode „Parallels“? Mehr ist nicht immer besser. Zumal ich ständig kichern musste beim Soundeffekt der Phaserbänke. In space, no one can hear you pft-pft-pft.

Irgendwann ist dann rum, ohne dass man das Gefühl hat, eine wirkliche Story wäre erzählt worden. Und es schwant, dass man gerade betrogen worden ist: Das war kein Pilotfilm, das war ein zweistündiger Köder für den CBS-Pay-Kanal, auf dem die weiteren Folgen laufen werden. Ein gedehnter Prolog, der nicht zu viel von der eigentlichen Serie verraten soll. Und DAS, liebe Leser, macht mich erst richtig sauer. Weder bekommen wir das titelgebende Raumschiff zu sehen, noch den Captain, noch die Mission. Lediglich Burnham wird (mit sehr wenig vager Backstory) eingeführt. Der Rest, das gesamte Setup der Serie „Star Trek Discovery“ ist dann wohl ab nächster Woche dran. Was für ein Beschiss.

Je länger ich drüber nachdenke, desto schlechter finde ich das, womit ich den gestrigen Abend rumgebracht habe. „Star Trek Discovery“ ist so totentwickelt, so zerrissen von den Ansprüchen Dutzender Produzenten und Abnehmer und Showrunner, so unentschlossen, ob es nun Durchstarter oder Appetithappen sein soll, dass man nach satten 90 Minuten immer noch keine Ahnung hat, wohin die Reise gehen soll. Sicher war der Pilotfilm von TNG langweiliger, aber das hier ist so… hilflos, so wirr. Noch nie haben so viele Köche den Trek-Brei derart verdorben. Star Trek hat sich endgültig als überdehnte Mega-Franchise geoutet, die gerade unter ihrem eigenen Gewicht – und letztlich unter ihrem eigenen Mythos – zusammen bricht.

Ja ja, sagt ruhig, dass der Dewi spinnt, dass man all das nach gerade mal zwei Folgen doch gar nicht so abschließend sagen kann, dass da nur wieder böses Blut brodelt, weil er halt doch Fiver im Herzen ist. Ihr mich auch. Der Trekker in mir wird „Discovery“ weiter schauen und weiter hoffen, dass die Serie eine Kehrtwende im Stil der dritten Staffel TNG oder der vierten Staffel Enterprise schafft. Aber der SF-Veteran runzelt die Stirn, zieht eine Augenbraue hoch und murmelt „höchst unwahrscheinlich“…

Aktuell ist „The Orville“ die bessere Trek-Serie.

Fazit: Ein völlig orientierungsloser, fast plotfreier Einstieg in eine neue Prequel-Phase, die sich weder visuell noch erzählerisch in die anderen Trek-Universen einpasst und den relevantesten Teil von Trek-TV – die Charaktere – fast völlig außen vor lässt.

P.S.: Zur Orientierung hier noch mein altes Ranking der Trek-Serien.

 



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Thor

Tja, ich sage nicht der Dewi spinnt, ganz im Gegenteil, ich in da (leider) voll bei dir.
Wobei mich dazu noch die wirklich absolut unnötige „Genmanipulation“ der Klingonen aufgebracht hat. Wenn es wenigstens irgendeinen Sinn hätte, aber dann hätte man es gleich erklären müssen.
Gespannt bin ich jetzt auch, mit welcher wahnsinnigen Mission/Begründung sie den Captain wieder aus dem Knast holen.
Ich dachte ja gestern nach den 2 Folgen..Ah, Schiff kaputt, Captain im Knast, Serie zu Ende.
Vielleicht wird es besser (bei „you are wanted“ habe ich 4 Folgen geschafft), ich sage mal: Das hoffen wir alle.

Thor

Ach und was ich noch vergessen habe:

Ägyptischer Pharaonen-Style?? Really ???
Stargate lässt grüßen.

OnkelFilmi
OnkelFilmi

An STARGATE dachte ich eher bei den Fighter-Jets, mit denen die Klingonen angriffen, die sahen nämlich arg nach Goa’uld Deathglidern aus.

Markus

Welcher Captain ist denn im Knast..? Der Captain ist [SPOILER], der Erste Offizier im Knast.

DJ Doena

Meine Vermutung wird sein, dass das á la Erde-Minbari-Krieg gleich erstmal massive Verluste auf Födi-Seite geben wird und dann Michael á la Tom Paris auf Bewährung entlassen wird, weil ihnen schlicht die erfahrenen Offiziere ausgehen.

Zhaan
Zhaan

Kann mich mal bitte jemand aufklären , was die Tali’Zorah da macht und welche Rasse ist der nette Lt. Saru? Wo kommen hier plötzlich Kelpianer her?

Christian Siegel

Und mit einem Mal fühle ich mich nicht mehr so allein. Danke dafür!

Ich hab auch gestern gleich geschaut, wie bei dir mit einer Mischung aus Vorfreude, Neugier und Skepsis. Kannte nur den allerersten Teaser, den ich wenig vielversprechend fand, aber Setting udn Konzept fand ich eigentlich interessant. Kann dir leider in allen Punkten nur zustimmen. Was mich daran so besonders verwundert ist: Mir ist echt nicht klar, an wen sich die Serie richten soll. Vom Setting her vermeintlich an Alt-Trekkies, denen man jedoch abseits einzelner akustischer Lippenbekenntnisse in Form von bekannten Brücken-Geräuschen nichts zu bieten hat. Optisch ist das ganze eindeutig die Kelvin-Timeline (wenn ich einen Euro für jeden Lens Flare aus den beiden Folgen hätte, wäre locker das WE-Ticket für die nächste FedCon drin), weshalb ich mich schon frage, warum man nicht einfach dort geblieben und so zumindest die Reboot-Fans ins Boot geholt hat. Und wenns darum geht, reine SF-Fans anzusprechen, so gibt es aktuell mit z.B. „The Expanse“ weitaus bessere Alternativen, an denen „Discovery“ zumindest in den ersten beiden Folgen mal überhaupt nicht ran kommt.

Am schlimmsten finde ich aber eigentlich, dass statt die Fans nach der JJ-Spaltung endlich wieder zu vereinen, mit „Discovery“ – wie sich jetzt schon abzeichnet – ein weiterer Riss durchs Fandom gehen wird. Weil vielen hat das gezeigte ja gefallen. Und so wird man als jemand, der das skeptischer sieht (wenn ich auch deine Hoffnung teile, dass „Discovery“ die Kurve doch noch kratzt; bei „Enterprise“ hat’s wie du schon richtig geschrieben hast ja auch bis Staffel 4 gedauert – wobei sich die „Discovery“-Leute daran hätten ein Beispiel nehmen können, weil die stärkere Anlehnung an TOS war dort genau das, was die Serie endlich gut machte), gleich als Hater abgestempelt, und werden Dinge verglichen, die nicht verglichen werden können. Beispiel: „Aber bei TMP sahen die Klingonen auch plötzlich anders aus!“. Jepp. Aber nur, weil man die Klingonen bei TOS mti dem vorhandenen Budget nicht besser umsetzen konnte. Es war somit eine nachvollziehbare Änderung (die in ENT auch – spät aber doch – kanonisch erklärt wurde). Die neuen Discovery-Klingonen sind völlig willkürlich, weil die Film- udn TNG-Klingonen um nichts schlechter aussehen als die neuen (eher im Gegenteil). Es ist somit keine Verbesserung, sondern eine Änderung rein der Änderung willen. Und sorry, aber das kotzt mich persönlich halt an.

Natürlich war nicht alles schlecht. Vor allem Martin als Michael (wenn mich auch der Name immer noch irritiert) hat viel herausgerissen. Aber letztendlich stimme ich sowohl deiner Einschätzung eines unnötig ausgedehnten Prologs (wo viele Wendungen aufgrund von einerseits Vorhersehbarkeit und andererseits unserem noch mangelndem Bezug zu den Figuren die gewünschte Wirkung verfehlten) zu, als auch, dass „The Orville“ aktuell (auch wenn sie bei weitem nicht perfekt ist) die bessere „Star Trek“-Serie ist.

Goran
Goran

So viel Trekkieapologetismus, wie Du befürchtest, sehe ich gar nicht.

Mir war nach den Rundumschwenks im Dutch Angle sogar ehrlich etwas übel. Das muss eine TV Serie auch erstmal schaffen.

Comicfreak
Comicfreak

..och menno..

Uli
Uli

Ich komme ja immer noch nicht darüber hinweg wie bescheuert dieses Enterkommando am Ende war. Der Captain und die (suspendierte?) Nr. 1 beamen sich allein lediglich mit zwei Phasern bewaffnet auf ein klingonisches Schiff? Gab es da nicht mal Sicherheitsteams und Vorschriften gegen solche abenteuerlichen Alleingänge? Hat da auf der Brücke wirklich niemand etwas einzuwenden?

Gut die Aktion war folgerichtig ein völliger Fehlschlag und der Captain ist (vermeintlich) tot, aber da kratzt man sich doch am Kopf. Waren wir da mit den MACOs aus „Enterprise“ nicht schon mal weiter?

OnkelFilmi
OnkelFilmi

Nicht nur mit den MACOs, es schien auf der Shengzou auch nichtmals einen Sicherheits-Offizier (wie Malcolm Reed oder Worf) zu geben…

invincible warrior
invincible warrior

Wie Star Trek XIII gezeigt hat, wurden die MACOs mit der Gründung der Föderation aufgelöst. Da das alles vor der Zerstörung der Kelvin (23 Jahre vor Discovery) passierte, ist das auch in Prime Canon. Und laut Prime Canon war der Taktikoffizier auch kein Brückenposten, wobei man auch zugeben muss, dass die neuen Uniformen noch etwas hart zu unterscheiden sind (falls sie es denn überhaupt sind). Und allgemein schien das wohl noch normal in der Zeit zu sein, weil Kirk ja auch regelmäßig mit Pille und Spock auf Einsatz gingen.

Tim

Das elende Klingonen Gelaber! Klingt wie gekotzte Sprache, viele Minuten am Stück.

lapismont

Puh, endlich bekomme ich genau erklärt, was ich alles mies an der Doppelfolge fand.
Bei den Klingonen-Szenen kommt übrigens noch hinzu, dass die deutschen Untertitel zum Teil so schnell dahinhuschten, dass man sie nicht lesen konnte.
Ich hoffe aber auch, dass die eigentliche Serie besser wird. Zwei Folgen vorab um den (mageren) Hintergrund einer Figur zu beleuchten und der sich als Mischung aus Spock und Worf herausstellte, war traurig.

Dietmar

Schließe mich Comicfreak an. Och Menno. Liest sich so plausibel, dass ich etwas traurig bin.

Alex
Alex

Ich stelle mich mal dagegen: ich finde das Genörgle und Geheule furchtbar. Ich bin froh wenn alle Ihren Senf dazu abgegeben haben und wir, die diese Serie schlicht und einfach genießen wollen, auch wieder Ruhe haben. Furchtbar…

Rebecca
Rebecca

Warum lässt Du nicht die, welchen es nicht gefallen hat, ihre Meinung und umgekehrt? Ist es wirklich nötig, Kritik, geringschätzig und abwertend als „Gemecker“ zu betiteln?

Ich würde so gerne tauschen und Discovery klasse finden, aber ich kann es LEIDER nicht und fühle mir von Herrn Dewi aus meiner alten, zutiefst enttäuschen Trekkie-Seele Gesprochen.

Teleprompter
Teleprompter

Die Klingonen entsprechen vom Design (das mir incl. Holpersprech auch nicht gefiel) im Kern ja dem aus dem 2. neuen Kinofilm „Into Darkness“; da saß man also zwischen Baum und Borke, einmal hätte man die Kontinuität in jedem Fall gebrochen.
Die Sündenliste kann ich im wesentlichen unterschreiben und ergänzen; der unvermeidliche Alien auf der Brücke (nie gesehen, nervig), der sinnlose Versuch, Alt-Trekker mit „Sarek“ und einer nie erwähnten weiteren Adoptivtochter zu ködern, die Bonbon-Optik und und und..

Weniger gestört haben mich der Prolog (man sollte halt sehen, dass die beiden recht vertraut sind, was auf der Brücke – die seit TNG ja wieder von militärischem Kommandoton beherrscht wird – zu kurz käme). Den Konflikt um „Die Föderation schießt nicht zuerst“ fand ich auch recht interessant und meine auch nicht, dass man sowieso „weiß wer Recht hat“ – die Nagelprobe, ob die Klingonen nicht trotzdem zurückfeuern, bekommen wir ja nicht zu sehen; und ganz ehrlich, den Starfleet-Captain, der mir nichts, dir nichts zuerst auf eine überlegene Flotte schießt und evtl. einen Krieg beginnt, will ich sehen.

Würde insgesamt trotz (zu) vieler Kritikpunkte da die Hoffnung noch nicht aufgeben, schon Folge 3 ist ja notgedrungen ein halber Reboot. Auch wenn ich fürchte, dass ich zumindest den Auftakt dieser Folge schon ziemlich haarklein vor Augen habe: – der nächste Captain – Issacs, I presume – kommt da in die Strafkolonie, wo Michael ihre Strafe absitzt und bietet ihr an, als Fähnrich auf seinem brandneuen Schiff zu fliegen, da jetzt jeder gebraucht wird, der Erfahrung mit den Klingonen hat.

Porter
Porter

Bin da voll bei dir und das zu 100%
Ich habe dazu auch schon was bei FB und bei bereitsgesehen, und zwar das hier.

Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Militanter „Früher war alles besser und alles was neu ist muss schlecht sein“. Ich freue mich das es eine neue Trek Serie gibt, ich halte es mit Discovery wie mit den JJ Filmen. Schön das es sie gibt aber wirklich meines sind sie nicht. Die Serie holt mich nicht ab, nein sie macht mich auch ein wenig wütend und traurig denn ich habe echt gehofft das ich riesigen Spaß mit ihr haben werde.
Hier mal die Punkte die mich am meisten stören…
1. Die Titelmelodie… Ich kann auch der Intro Musik von Enterprise was abgewinnen aber nach so langer Zeit hätte die Intro Musik ruhig Trekkiger sein dürfen, Aufbruchsstimmung nach so langer Zeit ohne Star Trek Serie (Ja jede Serie hat ihren eigenen Stil daher ist mein Wunsch genau so wie alles andere was mich stört subjektiv).
2. Michael als Name einer Frau…. Störe ich mich dran, für mich sehr unpassend und halt einfach kein Name für eine Frau.
3. Warum nimmt Sarek hier eine so große Rolle ein… Es gibt zig Vulkanier, da wäre es doch auch okay gewesen mal nicht alles nur auf Spock und seine Sippe ab zu wälzen. Für mich ist dies eine verpasste Chance, warum nicht einen vorfahren von Tuvok, von Savik, Valeris oder halt wirklich wen neues. So kommt es mir vor als wolle man mit dem Holzhammer den „neueren“ Interessierten zeigen das es ja Spocks Dad ist, hey den kennen wir!
4. Zwischen TOS und Discovery sollen ja nur 10 Jahre liegen, das passt mit den Schiffsdesigns nicht so recht… Für mich sehen die Schiffe nicht so wirklich „Trekkig“ aus, ja sie haben Gondeln und Untertassen aber das war es auch schon. Eine Miranda Klasse oder Constitution (Zumindest angelehnt!) hätte hier keinem weh getan. Über die Klingonischen Schiffe reden wir mal nicht, hier gibt es auch tolle Vorlagen (D7, K’t’inga-class oder etwas das so ausschaut wie wie ein Bird of Pray) die nicht genutzt worden sind, finde ich schade.
5. Das Design der Klingonen…. NEIN…. Sorry aber da sehe ich kaum was klingonisches dran und das man schon wieder ein neues Design gemacht hat leuchtet mir nicht ein.
6. Das riesen Ding was die Europa gerammt hat?!… Sind wir hier bei Star Wars oder Star Trek was die Dimensionen betrifft?
7. Warum diese Zeit für Abenteuer einer neuen Star Trek Serie? Hier lauern viele Fallstricke, und warum die Klingonen? Warum nicht wirklich die Kirk Zeitlinie nur an anderer stelle, weit ab vom Schuss wie zb bei der super Buchreihe von David Macks Vanguard?
Oder warum nicht so mutig mal die Zeit nach Picard zu zeigen denn hier ist ein Alpha Quadrant der sich nach einen riesen Krieg wieder aufrappeln muss…
8. Dafür das dies nicht das JJ Verse ist sieht mir vieles verdächtig nach JJ Timeline aus… Hier hätte ich mir gewünscht einen eigenständigen Stil hinein zu bringen. (Ja mir ist klar das der JJ Stil mehr Leute anlocken wird aber mich stört es, bin aber froh das sie auf die Lens Flares verzichtet haben).

Das sind so die Killer die mir die Freude verderben, alles subjektiv und nur von meiner Warte aus betrachtet, ich freue mich für alle die Discovery toll finden und ihren Spaß daran haben, ich schaue die Staffel sicherlich zu ende aber kann nicht sagen ob ich mich an die ganzen Punkte gewöhnen kann und es schaffe Discovery einfach als eine andere neuere Interpretation des Star Trek Universums zu betrachten.

Ich hoffe wie du das beste aber wirklich daran glauben kann ich nach den zwei Folgen nicht mehr…

Hendy

Hab ich was anderes als Du gesehen, bei mir waren in beiden Folgen zig Len Flares oder war das ironisch gemeint?!

Hendy

Also, erstmal mein Gesamtfazit: Mir hat es insgesamt wirklich gut gefallen und ich wurde gut unterhalten!
Dass die ersten beiden Episoden (der Quasi-Pilotfilm) allerdings eigentlich nur ein ausgedehnter Prolog sind (weil man ja die Discovery, deren Crew und den eigentlichen Captain noch gar nicht zu sehen bekam), mit dem man Zuschauer als Abonnenten für CBS‘ hauseigene Streaming-Plattform ködern will, ist natürlich klar – nur deswegen wurde ja Star Trek: Discovery überhaupt bestellt.
Dass man hier zum ersten Mal eine durchgehende Handlung als Story erzählen will (was zuvor ja nur vereinzelt in den Star Trek-Serien mal mit kleinen Handlungsbögen vorkam), finde ich sehr gut. Auch dass die Serie etwas düsterer im Grundton angelegt zu sein scheint, gefällt mir von der Atmosphäre her.
Dass die Serie sich optisch mehr an den Reboot anlehnt, finde ich auch okay, die waren immerhin sehr erfolgreich und man kann ja heute keine Serie mehr inszenieren wie anno 1996 – das beisst sich ja auch mit den heutigen Sehgewohnheiten der Zuschauer.
Was mich gestört hat, war tatsächlich das minutenlange Klingonisch mit Untertiteln und überhaupt, dass die Klingonen wieder einen neuen Look haben und plötzlich wie Goa’uld in Stargate ägyptische Anleihen erhalten haben.
Generell stört mich, dass es wieder ein Prequel-Korstett ist: Auch ich verstehe nicht, warum man nicht sagt – lasst uns den Ballast über Bord werfen und eine Serie machen, die vielleicht hundert Jahre oder sogar mehr nach Voyager spielt.
Man könnte dann alles so etablieren wie man möchte und würde sich nicht ständig den Zorn er Alt-Trekkies auf sich ziehen, weil irgendwas nicht übereinstimmt.
Doch man musste es wieder mal in ein Prequel-Korsett stecken.
Dennoch: Insgesamt fand ich es sehr unterhaltsam und ich drücke der Serie die Daumen, dass sie noch besser wird und vor allem ein Erfolg wird, damit wir vielleicht endlich irgendwann mal eine neue Star Trek-Serie zu sehen bekommen, die NACH Voyager spielt und nicht in altbekannten, durchgekauten Zeiten.

StevePJ
StevePJ

Oweia. Bin immer wieder erstaunt, wie wenig Trekker eines der Hauptprinzipien aus der Classic Serie vergessen, nur weil sich eine neue Serie oder ein neuer Film nicht genau so darstellen, wie sie sich es wünschen würden. Schon mal was von IDIC gehört?

Ich bin aufgewachsen mit TOS, habe dann TNG und später DS9 ab den jeweils dritten Staffeln mit wachsender Begeisterung geguckt. Bei Voyager konnte ich nur einzelnen Folgen etwas abgewinnen, die Serie krankte meiner Meinung am Grundkonzept „nach Hause“ kommen zu müssen.

Bei Enterprise fühlte ich mich eigentlich erst in der vierten Staffel wohl – da zeigte die Serie nämlich, dass es als Prequel durchaus Pfunde aus der bekannten ST Historie gibt, mit denen man wuchern kann. Aus meiner Sicht kam das Ende für die Serie dann zu früh.

Die JJ Reboot Filme gefallen mir, unter anderem weil ich den Cast prima finde und es in meinen Augen tatsächlich gelungen ist, die alte Crew mit frischen Gesichtern und neuen Ideen (Spock/Uhura) neu zu interpretieren.

Gestern nun also die ersten beiden Folgen von Discovery. Yep, ich tue mir auch mit einigen Dingen schwer, an die mich noch gewöhnen muss (mal sehen, ob ich es schaffe ;-): Kommunikation wie bei Star Wars, Mind Meld auf Zuruf über x Lichtjahre hinweg. Das Aussehen der Klingonen…

Aber: Wir schreiben das Jahr 2017, und nicht mehr 1967 oder 1986. Ich habe irgendwo gelesen, dass man der neuen Serie auch ihre eigenen Interpretationen zugestehen muss. Solange dass nicht übertrieben wird, ist das für mich auch in Ordnung. Und ich habe mich noch genug als Star Trek Fan „zurecht gefunden“.

Ich habe auch die ersten Orville Folgen gesehen. Schaue ich mir auch gern an – aber die Serie ist für mich schon retro und in keinster Weise visuell adäquat für das, was heutzutage an Serien gedreht wird. Die „bessere“ Trek Serie ist sie jedenfalls nicht – dafür ist sie viel zu seicht.

Ich fand den Auftakt auf dem Wüstenplaneten absolut gelungen. Visuell toll umgesetzt und als der Captain dann das Logo in den Sand getrampelt hatte, war es für mich zwar nicht unbedingt logisch – aber es hat mein Trekker Herz gewärmt.

Die Klingonen werden „gezwungen“ Klingonisch zu sprechen? Öha. Schon mal Game of Thrones geschaut und gehört was die Dothraki sprechen?
Macht das nicht mehr Sinn sie „ihre“ Sprache sprechen zu lassen? Und wieso soll eine ST Serie keine Risszeichnungen als Vorspann zeigen können?

Szenen, die mir positiv aufgefallen sind: „Reiseansage“ bei Michaels Trip zum Klingonenschiff; Michaels Diskussion mit dem Bordcomputer, das Ethikprotokoll zu aktivieren

Fazit: viel ungewohntes – aber das per se als schlecht zu verdammen, ist kein IDIC. Optisch kommt die Serie klasse daher, von der eigentlichen Crew haben wir bisher nur Michael und Saru näher kennen gelernt. Mal abwarten wie die Serie sich weiter entwickelt – in späteren Staffeln kann ich mir sogar Gastauftritte der jetzigen JJ Crew vorstellen 🙂

Andreas
Andreas

Mich dolle gefreut, die ersten beiden Folgen zu sehen. Der Eindruck: „Meine Fresse ist das Schlecht.“

Die Serie sollte Spaß machen. Und die ersten beiden Folgen sind lang und weilig. Sie ziehen sich wie Kaugummi – aber ziemlich fader Kaugummi. Die Dialoge sind furchtbar, selbst unter Star Trek Technobabble-Gesichtspunkten. Bemüht ironisch-distanziert, aber ohne Inhalt. Ohne Ziel und ohne, dass sie so wirken, als ob man in der Zukunft wirklich so miteinander reden würde. Manchmal habe ich das Gefühl, die haben da nur Dialog reingeschrieben, damit das nicht so stumm wirkt.

Die Story ist doof. Sorry. Da kommt keine Rafinesse, es kommt nichtmal Spannung. Und dass die beiden Damen ganz am Anfang, in den ersten wichtigen Minuten durch ne Wüste spazieren, viel erzählen und schwupps, da ist das Schiff in einer unterwältigenden Ansicht und wegggebeamt – Awesome. Hätte nebenbei super meinen WhatsApp Status checken können oder in nem Forum was posten, verpasst hätte ich nix.

Shiny shiny, blink blink. Mehr nicht. Und da passen diese beiden Folgen leider doch super in unsere 2017er Welt. Sie sind perfekt darauf ausgerichtet, dass ich nebenbei noch chatte, surfe, in der Nase popel, Instagramm-Katzenfotos sortiere. Hauptsache keine Aufmerksamkeit erfordern, kein Nachdenken. Die Kostüme sind stocksteif, die Menschen darin wie blasse Abziehbilder und die Effekte nur Shiny ohne Wumms.

Keine Ahnung, wie man Star Trek nach so vielen Jahren TV-Erfahrung an die Wand fahren kann, aber super gemacht. Selbst die von vielen eher weniger geliebte Bakula-Enterprise hat in den ersten Minuten geile Shots gehabt, hat die Leute mitgenommen. Und der Vorspann, dieser Vorspann… ist das ein Computergame oder was?

PS – Nur mal als Gedanke an die beiden Kommentatoren:
„und wir, die diese Serie schlicht und einfach genießen wollen“ – finde es gut, dass jemand für eine Vielzahl von Leuten spricht. Dann sage ich: WIR sind erstmal gar nix. DU genießt die Serie. ICH nicht. Und nun?

„Kommentar gelöscht? Ok… da sieht man wie du drauf bist wenn inhaltliche Beiträge die dir nicht passen verschwinden.“ Sein Blog, sein Haus, seine Regeln. Muss einem nicht passen. Nutzer der Vor 2.0-Ära kennen das noch 🙂

noyse
noyse

habe ich das richtig verstanden? Isaacs ist in den ersten beiden Folgen gar net dabei?

Jake
Jake

Ja, das war auch nach meinem Geschmack ein holpriger Serienstart. Ich hoffe, da verschiebt sich noch so manches in die richtigen Bahnen. Wo leider nichts mehr dran zu rütteln ist und was mich von allen genannten Kritikpunkten am meisten stört: Die Klingonen haben eindeutig zu viel Latex im Gesicht, was ihnen jegliches Mienenspiel verwehrt und eine unfallfreie Artikulierung schwierig macht. Dabei ist es doch gerade bei dieser von Emotionen getriebenen Rasse wichtig zu sehen, was sich in ihren Gesichtern abspielt. Man denke z.B. an Gowrons irren Blick, sein unverwechselbares Markenzeichen! Und was sollen diese völlig unpraktikablen Kostüme? Kann mir doch niemand erzählen, dass eine kriegerische Rasse, bei der der Nahkampf eine große Rolle spielt, sich in so dermaßen bewegungseinschränkende Outfits zwängt.

jimmy1138
jimmy1138

Also ich fand’s doch recht kurzweilig, vielleicht weil nach langer Zeit endlich wieder Trek im TV die Latte etwas niedrig lag. Und von der Pilotdoppelfolge her im Vergleich zu den anderen Serien auch eher eine der besseren. Im Endeffekt zählt aber wie immer nur eins: Sind die Figuren interessant genug, daß man Woche für Woche bereit ist, Zeit mit ihnen zu verbringen? Burnham hat Potential, Saru fand ich eher flach. Alle sonstigen Figuren hat man wohl verheizt. Selbst den großen Widersacher T’Kuvma hat man schon im Piloten geofft – insgesamt war die Doppelfolge ein riesengroßes „Ätschibätsch“. Der Zuschauer wird mit Erwartungen gefüttert, um die dann alle über den Haufen zu werfen.
Bis zu einem gewissen Grad fand ich es auch eine Persiflage auf JJ Abrams Star Trek – Elemente wie persönliche Verbindung zu den Gegnern (sie haben die Eltern auf dem Gewissen), das übermächtige Gegnerschiff (da die Narada, dort das Sarkophagschiff mit Tarnvorrichtung), der blutjunge Offizier, der meint, es besser zu wissen, und das Kommando übernehmen will, die Selbstmordmission, wo ausgerechnet die ranghöchsten Offiziere dran teilnehmen (in TNG hatte Riker explizit die Aufgabe, Picard sowas zu verbieten).

Zu „The Orville“: Nicht schlecht und man sieht die Liebe zu Trek in jedem Frame. Aber irgendwie kann ich mit McFarlane als Schauspieler wenig anfangen und ich denke, die Sache mit dem Ex-Ehepaar kann sich schnell abnützen.

Exverlobter
Exverlobter

Bin skeptisch. Wortvogel verreißt, Moviebob lobt in höchsten Tönen. Mal schauen, wer Recht hat.
Btw, meines Erachtens hätte die Serie 1000 Jahre in der Zukunft spielen sollen. So wie B5s „The Deconstruction of Falling stars“. Das wäre mal ein großer Sprung nach vorne gewesen.

Oder wie Nicholas Meyer ursprünglich geplant hat zwischen TOS und TNG.

https://www.youtube.com/watch?v=ndKTnDwBIG8

Stefan

Ivh bin gerade am Anfang von Folge 2 und hoffe, dass irgendwann Q auftaucht und das ganze Szenario als Schneekugel auf Picards Tisch stellt. Wenn ich mir die Andeutungen hier so durchlese, passiert ja Ähnliches.
Man kann ja noch nicht mal erkennen, welche Figur hier computeranimiert ist oder einfach nur schlecht geschminkt.

Oibert
Oibert

Ich zitiere mich malselbst von einem anderen Blog:
„Ich HASSE alles was mit dem Klingonendesign zu tun hat! Dieser völlig unnötige Wechsel regt mich einfach auf. Wieso nicht die alten Schiffsdesigns nehmen? Wieso nicht die Klingonen Ab St3/TNG nehmen?
Mal gnaz von den Timeline Problemen abgesehn, wie Hologramme etc.
Gibt es einen Star Trek Fan, dier sich keine Post Voyager / ST10 Serie gewünscht hat und lieber ein Prequel wollte?
Aktuell ist the Orville deutlich mehr echtes Trek als das oder die Abrams Filme (die ich mochte) – wenn auch mit reichlich Kalauern“

Und ich würdemich absolute als Hardcore Trekker bezeichnen – eine meiner ältesten Erinnerungen überhaupt ist TOS im Fernsehn gesehn zu haben – auch mit 4 oder 5 wie der Wortvogle, nur 9 oder 10 Jahre später

Syndia
Syndia

Lieber Dewi, Du sprichst mir aus der Seele . Die Serie trägt zwar das Logo von Star Trek aber das ist auch gerade alles , was diese Serie mit Star Trek gemeinsam hat. Ich habe gestern eigentlich das selbe in einem Treki Forum gepostet, wie das was ich jetzt bei Dir lesen durfte. Die Serie ist eine voll Katastrophe und lässt mein kleines Star Trek Herzchen zerbrochen zurück…..schnief hatte solch grosse Hoffnungen nach dem letzten Desaster „Enterprise“ . Und“ The Orville“ hat wahrlich mehr Star Trek Charakter und Potenzial.
Ich danke Dir für diesen wunderbaren Bericht.

Syndia
Syndia

Lieber Dewi wie schon erwähnt Du sprichst mir aus der Seele.
Ich habe mir die Serie jetzt angesehen und ich bin bis jetzt mehr als enttäuscht. Die Klingonen erinnern mich an Vampire könnten sofort bei Underworld mit wirken, dann das genuschele in Klingonisch furchtbar….die Gebiss Implantate sind wohl so schlecht, das die Schauspieler nicht richtig sprechen können und somit ist die eigentlich sehr geniale Sache ,das nur Klingonisch gesprochen wird zu nichte. Klingonisch ist sehr klar, hart und akzentuiert , alles futsch mit diesem genuschele. Das Intro ist bis auf den Schluss schrecklich….wo sind die heroischen Klänge die jedes Schiff begleiten ? Die Instrumentalen Klänge müssen sich einprägen, so das schon beim erklingen der ersten Töne genau erkannt wird, um welches Schiff bzw.Serie es handelt…bei dieser Weichspülermusik wird mir das nicht gelingen. Ok das Schiff soll wohl zum ersten mal nicht im Mittelpunkt stehen ….aber wie soll das funktionieren….ist es doch der Kosmos der Besatzung und von enormer Wichtigkeit sehr schlecht umgesetzt mit diesen Strichelzeichnungen .Der Schluss erinnert mich dann das erstemal an Star Trek , aber nur weil es vertraute Klänge sind. Die ganze Ausenszenerie erinnert mich eher an ein Computer Spiel . Ätzend da war die veraltete Technik in TNG besser .Da hätte ich realere Ausenansichten erwartet. Der Wissenschaftsofizier weiss leider den Namen gerade nicht , hat meiner Meinung den Capitan und Nummer 1 an die Wand gespielt. Ihm habe ich einen Star Trek Offizier abgekauft. Der Dialog zwischen Nummer 1 und dem Capitan…mit dem Schutzpanzer und der Enttäuschung ist eins zu eins das Gespräch was Janeway mit Seven geführt hat, als Seven auch auf eigene Faust gehandelt hat. Die Gesamtoptik des Schiffes Innen hat nichts mit Star Trek zu tun …könnte auch irgend ein Raumfrachter sein…bin gespannt ob es auf der Discovery anders ist. Jedes Star Trek Schiff ist sofort erkennbar an seiner Optik. Man weiss genau hier ist man auf einem Förderation Raumschiff. Ich bin sehr entäucht für mich war klar, das eigentlich nur eine Vortsetzung ins 25 Jahundert hätte funktionieren können. Star Trek ist Fortschritt nicht Rückschritt. Ich glaube nicht das diese Serie über Staffel 1 rauskommt außer sie ändern sie radikal .

invincible warrior
invincible warrior

Schließe mich hier natürlich dem Reigen der Kritik an, aber das war ja auch von mir zu erwarten, nachdem ich ja schon so vehement das NuTrek/die Kelvin Timeline Filme kritisiert hatte.

Da eh schon vieles gesagt wurde, noch mein Senf zu einigen Kritikpunkten:
Einordnung in die Zeitlinie: Es ist nach Ansicht des Prequels (eben das ist es, mit allen Enttäuschungen) unverständlich, wieso die Serie nicht einfach in das Jahr 2470 verlegt wurde, also 100 Jahre nach TNG. Das würde viele Probleme lösen. Die Klingonen zB hätten sich nach der Zerstörung Romulus auf Kuschelkurs mit den Romulanern begeben, was die Klingonen wieder zum Austritt aus der Föderation bewegt und nach 70 Jahren kommt eben T’Kuvma und will die Klingonen in den Krieg mit der Föderation ziehen. (das veränderte Design kann man ja leicht erklären mit kosmischer Strahlung, die sein Haus eben verändert hat oder sonstwas). Und das Schiffsdesign, die Uniformen usw. wären auch alles direkt akzeptiert. Besonders die Hologramme sind ja ein massiver Bruch mit der Tech-Kontinuität.

Klingonendesign: An sich kann ich damit leben, kann ja alles noch erklärt werden. Es gibt ja 24 Häuser der Klingonen und die können ja schon anders aussehen. Am Ende der Serie werden die Häuser dann eben (nahezu) komplett ausgelöscht, weswegen man die eben in der Zukunft nicht sieht. Dafür übernimmt dann das hinterhältige Haus von H’Man die Führung der Klingonen, die wie Mongolen aussehen. Da ist also noch alles rettbar.
Was allerdings unverzeihbar an dem jetzigen Design ist, sind die massiven Masken. Dadurch kann doch kein Schauspieler wirklich schauspielen. Dann auch noch minutenlanges, langweiliges, fremdsprachiges Gelaber von Charakteren, die einen Null interessieren, anzuschauen, ist aber die größte Sünde des Prequels. Die Szenen hätte man wunderbar zusammenschneiden können und keinen hätte es gestört. Sowas hätte man eben in nem Prequel bringen können, wo man die Leute schon als Fans hat, aber damit neue Fans ködern??? Ja ne… Hier hätte man besser wie bei Roter Oktober vorgehen sollen und fließend in Englisch übergehen sollen. Was aber dann immer noch gestört hätte, wären die Wattebäusche in den Mündern der Schauspieler (sogar in Synchron, also wohl Vorgabe) gewesen. Gruselig, wenn die sprechen, dagegen ist Bale-Batman ja verständlich wie Morgan Freeman in ner Doku.

Der Vorspann: Was ist das!?! Das Thema an sich ist ja OK, wenn es allein steht, aber als Hauptthema ist es einfach nur enttäuschend, da es null Selbstständigkeit besitzt mit seinen ganzen Anleihen an alte Themen. Ich weiß ja, dass Enterprise oft wegen des Themas kritisiert wird (ich mag es!), aber es war definitiv eigenständig und passte auch gut zu der Aufbruchstimmung, die Enterprise ja als Leitgedanke hatte. Aber das hier, nö.
Und dann sind da die Bilder, erst wirkt es als ob der Macher des Vorspannes sich eben vom Enterprise Vorspann inspirieren lies, aber dann wird klar, nein, da hat einer zu viel PayTV geguckt. Das passt einfach nicht zu Star Trek, das muss schon echte Sterne und Planeten haben. Zudem wirkt der Vorspann irgendwie seltsam Burnham-lastig an.

Zu viele Köche: http://www.imdb.com/title/tt5509372/fullcredits?ref_=tt_ov_wr#writers
Es werden insgesamt NEUN executive Producer genannt, dazu kommen VIER co executives und 2 consultings. Das ist schon … massiv (zum Vergleich, Game of Thrones Folge 1, die auch keinen einfachen Start hatte, hatte die Kombi: 2,5,1) Da muss man sich nicht wundern, dass dann sowas eher bei rauskommt.
Das erzählt auch bisschen die Leidensgeschichte der Serie, Rod Roddenberry wird wohl aus vertraglichen Gründen nur genannt (GRR Martin hat bei GoT nur co-executive credits), während Bryan Fuller wohl noch mehr in die ersten Folgen involviert war. Allerdings ist es schon verwunderlich, dass Nicholas Meyer nur ein consultant ist, dabei wurde er ja anfangs groß hervorgehoben. Kann natürlich von Anfang an so gewesen sein und alles nur PR, könnte aber auch mit Fullers Abgang zu tun haben.

Michael: Das ist mit 99,99% Wahrscheinlichkeit von Fuller so vorgegeben, da er das fast immer macht. In Pushing Daisies nennt sich die Hauptdarstellerin Chuck, in Wonderfalls Jaye, Dead Like Me George, Diesmal ist er halt noch nen Schritt weitergegangen. Imo zu weit, weil das auch den Gelegenheitszuschauer massiv verwirrt, meine Frau wollte das zB überhaupt nicht kapieren, die sich das gnädiger Weise mit mir angeguckt hat.

Christian Siegel

Für mich ist das „echte“ Enterprise-main-theme ja „Archer’s Theme“ von Dennis McCarthy – und das ist einfach nur wunderbar ;-). -> https://www.youtube.com/watch?v=b-oRAcb6YaE

Ansonsten volle Zustimmung meinerseits.

Jens
Jens

Fand die Serie klasse bisher..fand den letzten Film um einiges schlechter..

Markus

Man kann das auch anders sehen: http://www.sitzkartoffel.de/?p=1110

invincible warrior
invincible warrior

Mhhh, interessante Sichtweise, aber doch schon sehr durch die rosarote Brille betrachtet. Ja, das Prequel hatte mehr Trek in sich als alles aus dem Abramsuniverse (was aber nicht schwer ist), aber das ändert nix dran, dass das 70 Minuten Langeweile mit 10 Minuten interessanten Teil war. Im Kern hat es Potential, aber als Pilot ist Potential für eine Serie in der heutigen Zeit eben nicht mehr genug. DSC will oben mitspielen, es soll DAS fictional Zugpferd für CBS sein! Und da darf eine Serie nicht mehr nur mit Potential starten!
Anmerkungen zur Review direkt:

klasse! Frauen, die nicht in kurzen Röckchen durch die Gänge spazieren: endlich!

TOS ist ein Kind der 60er, da war das kein Sexismus, sondern ein Ausdruck von Offenheit und ein Statement für den Feminismus. Zudem kam der Minirock (in den USA) erst 1967 in Mode. Außerdem gab es dann bei TNG ja sogar Miniröcke für MÄNNER – der Skant.

Wir erleben nämlich bereits in den 90 Minuten des Auftakts eine charismatische Hauptfigur mit interessanter Hintergrundgeschichte[…]

Wo ist Burnham denn charismatisch? Davon habe ich bisher noch nicht viel gesehen. Was ich allerdings gesehen habe ist eine stark traumatisierte Frau, die nie die Chance hatte eine ordentliche Therapie zu machen, stattdessen ihre Gefühle unterdrücken musste. Das führt dann zu der Meuterei gegen den eigenen Captain, was ja an sich unverzeihlich sein sollte. Sehe da jetzt noch nix charismatisches, nur wieder Potential für einen staffellangen Plot auf der Suche nach Vergebung dieser Fehltaten.
Es verwundert einen ja sogar wie sie Captain Georgiou davon überzeugen konnte, dass sie reif für ein Kommando sein soll, denn in den zwei Folgen wirkte sie doch noch sehr unreif.

Markus

Naja, Sexismus wird ja – ähnlich wie Rassismus oder Homophobie – nicht durch den zeitlichen Kontext relativiert. Da darf man (frau) sich schon mal drüber freuen, wenn ein Prequel nicht so historisch korrekt daher kommt, dass es sich auch an fragwürdige gesellschaftliche Gegebenheiten hält. Ansonsen: rosarote Brille – völlig richtig. Detaillierte Kritik klappt halt nach dem Prolog noch nicht so richtig. Man sollte zumindest mal die Crew und das Schiff gesehen haben… 🙂 Und ob Burnham charismatisch ist, ist Geschmackssache. Meiner Ansicht hat sie einen interessanten Charme, der sich gerade aus dem geschilderten Konflikt (so therapiewürdig er sein mag) ergibt. Die einen mögen Frauen im Mini, die anderen welche mit Durchsetzungsvermögen. (Scherz!) Mal schauen, wie es weitergeht. Ich bin gespannt.

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos

Fast 50 Kommentare für ’ne olle Star-Trek-Serie oO* Dafuq?

CapN
CapN

In der „Star Trek Fans Deutschland“ Gruppe bei Facebook hat dieser Blogeintrag auch für viel bunte Metaphern gesorgt. 😀

DJ Doena

Hab mich jetzt auch mal dran gemacht, meine Eindrücke runterzuschreiben: Kurzfassung: Das war nix. http://doena-journal.net/2854/star-trek-discovery

Peroy
Peroy
Montana
Montana

Na toll! Ich mag die Abrams-Kinofilme nach wie vor, kann aber die Gründe derer verstehen, die das anders sehen. Ihnen sage ich immer: Das, was ihr an von Star Trek erwartet, ist heute viel besser in einer Serie aufgehoben. Und dann kam Discovery… Also ich nehme das persönlich! 😉

Ich habe im Vorfeld so ziemlich gar nichts mitbekommen und war überrascht, als plötzlich die erste Folge erschien.

Pluspunkt: Schon nach ungefähr 7 Minuten Michelle Yeoh als Captain lagen 7 Staffeln Kate Mulgrew im Staub. (Nur warum hatte sie die Stimme von B’elanna Torres? Das verwirrt mich. Inakzeptabel!!11!!)

Verstehe ich das richtig? Das war es schon mit der Shenzou? Was soll das denn? Ist mir schlicht zu blöd, näher auf Details einzugehen, bevor es überhaupt angefangen hat. Aber sollte tatsächlich Jason Isaacs der eigentliche Captain sein, bin ich schon so gut wie raus.

Teleprompter
Teleprompter

Michelle Yeoh wird in Deutschland seit Jahrzehnten überwiegend und auch in STD von Arianne Borbach synchronisiert; dass die vor Jahren auch mal Roxann Dawson gesprochen hat, ist ein blöder Zufall, wird aber (zu Recht) keinen Synchronregisseur zur Umbesetzung veranlassen. Wem das nicht passt , der soll O-Ton schauen. Etwas gewundert hat mich, dass man Yeoh einen griechisch klingenden Namen verpasst hat, aber wie hier schon jemand sagte, Fuller und seine Frauennamen…

invincible warrior
invincible warrior

Michelle Yeoh ist auch aus Malaysia (was ich zB bis letzte Woche nicht wusste), was sie schon internationaler macht als 95% der Leute eigentlich meinen. Und da ich zur Zeit in Singapur lebe, sehe ich auch, was das für ein Schmelztigel der verschiedenen Kulturen ist. Da empfinde ich es nicht allzu unwahrscheinlich, dass Georgiou eben den einen oder anderen europäischen Vorfahren hat. Zumal ja laut Treklore der asiatische Kontinent durch den dritten Weltkrieg eh stark gelitten hatte, es also dort viel weniger reine Asiaten geben sollte als es in unserer wahrscheinlichen Zukunft geben wird.

Wie von Teleprompter ja bereits gesagt, ist Borbach Yeohs Standardstimme und damit ist ihre Besetzung eine gute Wahl. Natürlich ist das etwas ein Bruch mit Voyager, allerdings gut verschmerzbar, da es ja zumindest keine Canon-Überschneidungen geben wird. Zudem ist es auch wahrscheinlicher, dass Dawson nur als Gastregisseurin bei Discovery mitmacht, als Schauspielerin ist sie ja eigentlich nicht mehr aktiv und sowieso nicht zu sehr erkennenswert.

Peroy
Peroy
Synthesaurus

Verdammt, Peroy, den Link wollte ich posten! Der Review hinter dem Link scheint mir zwar ein bisschen hysterisch zu sein, ist aber trotzdem interessant. Hier nur mein Senf zu Wortvogels Review: Wie immer, Aplausapplaus, das meiste seh ich genau so. Nur: Hört doch endlich auf, über das Design rumzunerden. Ja, dann sehen die Klingonen jetzt halt schon wieder anders aus, na und. Für mich gehts bei Trek nicht um Äußerlichkeiten. Viele sagen „Ja klar, das war total trekkie, mit der Föderation und den Phasern und den Tricordern und Sarek …“. NEIN. Das ist nicht Trek. Trek ist: Können einer Maschine Menschenrechte zugesprochen werden? – Was ist, wenn du plötzlich vor einer Version deiner Selbst stehst, die eine andere Vergangenheit durchlebt hat als du? – Was sollen wir als Sterbliche eigentlich mit der Unsterblichkeit anfangen? So SciFi-Nachdenkkrempel eben ist ST für mich. Aber jeder Jeck is anders.

Dietmar

Nö, Trek ist Ballern mit Phasern, die man cool wie Cowboys an der Hütte trägt, hinter Felsen hechten, um Deckung zu suchen. Alles andere ist nur Dreingabe.

Dietmar

„Hüfte“! Verdammt, die Autokorrektur macht, was sie will! So ein Schwachsinn, ich weiß doch, was ich schreiben will!

Zhaan
Zhaan

Kann mich mal bitte jemand aufklären , was die Tali’Zorah da macht und welche Rasse ist der nette Lt. Saru? Wo kommen hier plötzlich Kelpianer her?

Sardor
Sardor

Der gesamte Prolog mit Bernham und Giorgiou auf dem Dürreplaneten ist der aufwändigste und unnötigste Budenzauber, den ich je gesehen, nur um zwei Figuren zu ermöglichen, geschlagene fünf Minuten Exposition zu latschen und sich auszutauschen.

Gabs da eigentlich eine Erklärung, warum die sich nicht direkt zum Brunnen beamen ließen anstatt stundenlang durch die Wüte zu laufen? Ok, damit wir uns das Gesabbel anhören können…

Dirk Wilkens-Hagenkötter
Dirk Wilkens-Hagenkötter

Nun sind 4 Folgen vergangen, und ich habe so langsam das Gefühl, dass ich verarscht werden soll. Für mich beißt sich diese Version der Original Timeline mit allen anderen Star Trek Serien. Man stelle sich einmal vor: es würde einen weiteren Film geben, der im Herr der Ringe Universum spielt. Zeitlich sagen wir mal 10 Jahre vor Bilbos Reise mit den Zwergen im „Hobbit“. In diesem Film sehen wir nun mit Musketen bewaffnete Roherim, die wie selbstverständlich mittels Palantieren kommunizieren. Jeder würde sofort sagen: Das passt nicht in die Kontinuität. Warum aber wird genau das jetzt bei Star Trek Discovery damit entschuldigt, das man Trek doch heutzutage nicht mehr so machen können wie im 20. Jahrhundert? Holokommunikation, Virtuelle und holgrafische Steuerung und Monitore, Ort zu Ort Beamen innerhalb eines Schiffes, Direktbeamen zur Krankenstation… Das passt nicht ins 23. Jahrhundert vor TOS, das hätte aber wunderbar zeitlich nach Voyager gepasst. Ja, die Technik, die in Discovery gezeigt wird, ist quasi weiter entwickelt als zu Janeways Zeiten. Kann man hier wirklich noch damit argumentieren, man könne Star Trek nicht wie im 20. Jahrhindert machen? Natürlich kann man es nicht, aber es ist Bestandteil einer Serie. Und eine Serie muss ein in sich geschlossenes Bild abgeben. Die Optik, die Technik und die Geschichte hätten genausogut funktioniert, wenn sie im 25. Jahrhundert gespielt hätte. Aber so, 10 Jahre vor Kirk passt sie nicht. Für mich ist das ganz klar kein Bestandteil des Prime Universum, sondern es ist neben Spielgeluniversum, Kelvin Universum nun das 3., das Discovery Universum. Übrigens: Da mir schon vorgeworfen wurde, wenn mir Star Trek Discovery nicht gefallen würde, solle ich es doch nicht schauen… Ich mag die Serie, ich finde sie toll. Aber sie ist eben NICHT Bestandteil des Prime-Universums. Dafür gibt es einfach zu viele Widersprüche.

jimmy1138
jimmy1138

Klar, die Serie könnte man – natürlich mit gewissen Modifikationen – locker ein paar Jahrzehnte nach DS9/Voyager ansetzen und es wäre kein Problem. Man hat sich mMn aber v.a. aus einem Grund für diese Zeitperiode entschieden: Weil so ein gewisses Fanservice (Klingonen als Gegner, Sarek, Mudd, wenn wohl gar nix mehr geht kommen vielleicht Kirk, Spock, Pille oder Scotty noch vor) möglich ist.

invincible warrior
invincible warrior

Ich fühle mit dir, mir geht es ähnlich und verstehe auch deinen Zwiespalt, den der Hausherr nicht verstehen will. Wir sind halt speziell, und das meint ja nicht gleich, wie der Hausherr meint, intolerant. Wir lieben nur Ordnung und Harmonie.
Bis die vielleicht doch mit einer Canonerklärung kommen, spielt es nun eben in einem anderen Multiversum. Lass uns die Serie geniessen, immerhin ist es 100x mehr Trek als das, was Abrams da im Kino Star Trek nennt.

Bei deinem Herr der Ringe Vergleich musste ich als Gamer übrigens schmunzeln: In dem Actionspiel Mittelerde: Schatten des Krieges (https://www.youtube.com/watch?v=XJMrBFQM6VY) wird die Lücke zwischen dem Hobbit und Herr der Ringe gefüllt. Sauron ist schon personifiziert und muss zurückgeschlagen werden, das passiert indem ein gondorische Waldläufer mit dem Geist von Calimdor (der Erschaffer der Ringe) beseelt wird. Zusammen erstellen sie dann einen zweiten Ring der Macht.

Jake
Jake

4. Folge wieder mit Klingonen-Beteiligung. Ich werd mit denen einfach nicht warm. Die starren Masken, die Kostüme, die Sprache – mich nervt so ziemlich alles. Der Albino geht mir mit seinen kehligen Lauten so richtig auf den Senkel. Erinnert mich an die „Was guckst du?!“-Folge, in der Kaya Yanar die Arabische Aussprache mit Hilfe einer Rosine im Hals verdeutlichen wollte. Und dazu dann noch dieses Genuschel. Hört sich so an, als hätte er noch die Watterollen vom letzten Zahnarztbesuch in den Backen…