USA/GB 2012. Regie: Pete Travis. Darsteller: Karl Urban, Lena Headey, Olivia Thirlby, Domhnall Gleeson, Deobia Oparei

Story: Im Moloch Mega City One schlagen drei Körper in der Lobby des 200 Stockwerke hohen Peachtree-Komplexes auf. Ordnungshüter Judge Dredd, die personifizierte Auflösung der rechtstaatlichen Gewaltenteilung, soll vor Ort aufräumen. Doch die Ermittlungen, zu denen Dredd die psi-begabte Polizeianwärterin Anderson mitnehmen muss, geraten schnell außer Kontrolle – der gesamte Gebäudekomplex steht unter der Kontrolle von „Ma-Ma“, einer skrupellosen Verbrecherin, die Mega City One mit einer neuen Droge überschwemmen will. Sie kann nicht zulassen, dass Dredd mit einem Zeugen lebend davon kommt und lässt Peachtree komplett abriegeln. Dredd hat keine Wahl: er muss sich nicht zum Ausgang, sondern zur Spitze des Wolkenkratzers voran kämpfen…

Kritik: Zuerst einmal muss ich gestehen, dass ich den offensichtlichsten Vergleich nicht ziehen kann – den gefeierten Actionknaller „The Raid“, mit dem „Dredd 3D“ oft verglichen wird, habe ich bisher noch nicht gesehen. Ob „Dredd“ sein Konzept besser umsetzt, sei demnach dahin gestellt.

Vergleichen kann ich „Dredd 3D“ allerdings mit den 2000 AD-Comics und dem in vielerlei Beziehung missglückten Stallone-Film von 1996, der in geradezu absurder Weise sämtliche Prinzipien des zu Grunde liegenden britischen Kultcomics verrät: das Konzept der Judges wird in Frage gestellt, Dredd in Schande vom Dienst suspendiert – und dann läuft er auch noch den halben Film ohne Helm rum. Man versucht, den Mann hinter der Maske zu definieren und reduziert ihn zu dem, was er nie sein darf: ein gewöhnlicher Sterblicher mit Fehlern und Zweifeln. Dabei ist Judge Dredd genau das nicht. Er ist eine Justizmaschine, seine Pflichtversessenheit ebenso Leidenschaft wie tumber Glaube an das System. Er nimmt den Helm nie ab, weil er durch ihn nicht IST, sondern REPRÄSENTIERT. Im besten Falle sollen alle Judges sein wie er, so gesichtslos wie gnadenlos und gerecht. Es ist diese verführerische Einfachheit, die ins Absurde überdrehte Aufteilung der Welt in schwarz und weiß, gut und böse, die das Comic als Gewaltaction-Orgie so langlebig interessant (und in späteren Progs fortschreitend surreal) macht. Die Einführung von grau, von moralischen Zwischentönen und der Suche nach einer umfassenden Rechtfertigung der Hauptfigur macht das Stallone-Vehikel zu einer der missglücktesten Comic-Verfilmungen der 90er gleich neben „Spawn“ und „Steel“ – man mag allerdings weniger streng sein, wenn man selbst kein Fan der gezeichneten Vorlage ist.

Zur Erinnerung:

http://www.youtube.com/watch?v=3z3pri6EOvQ

Regisseur Pete Travis hatte versprochen, es in seinem deutlich kleiner budgetierten „Dredd“-Reboot besser zu machen – um das zu prüfen, habe ich mir den vermutlichen besten Ort der Welt ausgesucht: Das Empire am Leicester Square in London, seines Zeichens größtes Kino im Königreich mit gestochen scharfer digitaler Projektion, wummerndem Allaround-Sound und bequemen, nach hinten weg federnden Sesseln. Weniger sollte es sowieso nicht sein, wenn man absurde 20 Euro pro Person für die Eintrittskarte zahlen mussen…

Ich freue mich zu vermelden: es ist nicht EIN „Judge Dredd“-Film geworden, es ist DER „Judge Dredd“-Film, den wir erwartet und verdient haben. Hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder, blutig wie ein Schweinestall. Zwei Stunden lang Polizeigewalt gegen verdammenswürdigen Abschaum mit wenig Skrupeln, aber umso höheren Kollateralschäden. Es wird geballert, als wäre Sommerschlussverkauf in der Munitionsfabrik (alles muss raus!). Hier ist nichts schick, hier regiert der soziale Wohnungsbau den absteigenden Ast – Designer-SF gibt’s woanders.

Klar könnte man monieren, dass bei einer „Judge Dredd“-Verfilmung die Konzentration auf einen Gebäudekomplex die Darstellung des gesamten Mega City-Universums unangemessen kastriert, aber das greift zu kurz: Travis zeigt gerade genug von Dredds siecher Welt, um uns Kontext zu geben, gerade genug vom System der Judges, um sie zu verstehen. Wie die besten „Dredd“-Comics reicht der Ausschnitt, um das gesamte Bild mitzunehmen. An keiner Stelle fühlt sich „Dredd 3D“ wie eine reduzierte oder gar dem Budget geopferte Magermilch-Version der Vorlage an.

Das ist umso erstaunlicher, da in „Dredd 3D“ durchaus viele lieb gewonnene Dredd-Selbstverständlichkeiten dem Rotstift zum Opfer gefallen sind: die Bikes der Judges fliegen nicht, die Uniformen sind weniger plakativ, Mutanten gibt es nicht zu sehen. Mega City One wirkt eher wie eine Mischung aus Kalkutta und Johannesburg (wo auch gedreht wurde) als wie eine SciFi-Metropolis vom Schlage „Blade Runner“ oder „Minority Report“. Doch die vermeintlichen Defizite entpuppen sich als Pluspunkte: die Welt von „Dredd 3D“ wirkt real, anfassbar, von unserer gerade weit genug entfernt, um noch Schnittmengen und Parallelen zu erkennen.

Auch das Drehbuch ist clever genug, nicht gleich den Bogen zu überspannen (Dark Judges, Judge Death, etc.), sondern sorgfältig die „basics“ des Dredd-Universums zu etablieren. Besonders gelungen ist dabei die Koppelung von Dredd mit Judge Anderson (die schon in den 80ern eigene Spinoffs bestritt – gerne mit liebevoll detailliert gezeichneten Duschszenen). Die Polizeianwärterin mit den Psi-Kräften ringt Dredd ein Minimum an Menschlichkeit ab, während Anderson von ihrem Partner die feineren Details der Instant-Justiz lernt. Das geschieht allerdings, ohne je aufdringlich zu werden oder in platte Kumpanei zu verfallen.

Es ist auch durchaus angemessen, Filme wie „Dredd 3D“ und „Universal Soldier: Day of Reckoning“ mal zu vergleichen. Beide bieten oberflächlich die gleiche Form von präpotenter Gewalt, von Recht durch Macht, eine Ode an Stahlgewitter und schweißglitzernde Muskeln grunzender Männer. Es zählt der „Code“, den Männer instinktiv verstehen. Und doch ist „Dredd 3D“ ein anderes Kaliber, weil seine Gewalt nicht der Auflösung der Zivilgesellschaft dient, sondern ihrer Wiederherstellung. Sie ist nicht Befreiung, sondern Dienst. Es gibt noch Unschuldige, die es zu schützen gilt – und Frauen, die nicht wie Dreck behandelt werden müssen. Das Koordinatensystem ist intakt und deshalb macht „Dredd 3D“ Spass ohne schlechtes Gewissen.

Und ja, Karl Urban schafft satte zwei Stunden, ohne auch nur einmal den Helm abzunehmen. Hölle auch: der Mann biegt nicht ein einziges Mal die Mundwinkel auch nur in die Horizontale! Er ist der Fleisch gewordene Law & Order-Fetisch, die in ihrer Übersteigerung so fragwürdige wie konsequente Masturbationsvorlage von Waffenfetischisten und Dirty Harry-Groupies. Die reine Lehre und Quintessenz des 80er Jahre-Helden.

Fazit: Krachendes, reiner Action verschriebenes Ballerspektaktel von hoher Konzentration und klarem Konzept, das die Vorlage optisch in vertretbarem Maße reduziert und in seiner Darstellung des Dredd-Universums erfreulich kompromisslos bleibt. Gelungen und genehmigt.

P.S.: Ach so, ja: 3D. Nicht störend, aber auch nicht bemerkenswert.



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Exverlobter
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Ich mag Stallone-Dredd trotzdem noch. Dass der Film den Comic Fans ins Gesicht spuckt, ist mir bekannt, störte mich aber nie, da ich diese Comics bis heute nicht kenne, und ich beim ersten Anschauen auch gar nicht wusste, dass das ganze auf einem Comic basiert.
Das fühlte sich alles eher an wie beim Fünften Element: Ein knallbuntes, zum teil unfreiwillig komisches und trashiges, aber trotzdem immer noch launiges Action-Fest, das Spaß macht. Und seltsamerweise hat mich nicht mal Rob Schneider gestört. Guilty Pleasure!
Die Sache mit dem abgenommenem Helm war aber auch meiner Meinung eine vergeudete Möglichkeit. Stallone war für die ledigliche Zurschaustellung seiner unteren Gesichtshälfte nämlich die perfekte Wahl. Mit seiner halben Gesichtslähmung konnte er dem Schauspiel genau die Einzigartigkeit verleihen, die kein anderer Schauspieler so hinbekommen hätte.

Exverlobter
Exverlobter

Hier noch ein Video mit interessanten Hintergrundinfos

http://blip.tv/superherorewind/judge-dredd-review-6349194

Rex Kramer

Das positive Fazit auf Rotten Tomatoes wird bestätigt.
Yeah, freu mich drauf 🙂

http://www.rottentomatoes.com/m/dredd_3d/

Exverlobter
Exverlobter

„Das positive Fazit auf Rotten Tomatoes wird bestätigt.“

Na, dann hoffen wir, dass das Ding nicht in den Flop-Sog des Jahres (John Carter, Battleship, Total Recall) gezogen wird.
Einen richtigen Kracher würde ich Karl Urban auch mal gönnen.

trackback

[…] glaube, der könnte mir gefallen, wird hier auch ganz gut […]

DMJ

Schön zu hören! Der schweinige Splatter-Trailer machte ja schon Lust, da erfreut es, dass er nicht schon alles Gute daran war.

Ich sollte aber wirklich mal was von den Comics nachholen, von denen ich bislang kaum etwas kenne.

Rex Kramer

„Na, dann hoffen wir, dass das Ding nicht in den Flop-Sog des Jahres (John Carter, Battleship, Total Recall) gezogen wird.“

Der Bezug erschließt sich mir nicht ganz. Alle drei Filme hatten schlechte Bewertungen, wobei Carter mit 52 % noch am besten abgeschnitten hat.

Also, ich tippe mal, dass Dredd ein Erfolg wird. Geiler Trailer übrigens.
http://youtu.be/g8lMmRe6Z44

Exverlobter
Exverlobter

@Rex Kramer

Na, das Ding ist halt mitten in der Risikoklasse. Kein großer Blockbuster, aber immer noch teuer genug für die Leinwand. Solche „mittleren“ FIlme gehen oft an der Kinokasse unter.

Marcus
Marcus

Ich sehe das wie Ex – außerdem hat der Film keine Stars. Man addiere dann noch „Adaption einer der breiten Masse / außerhalb von UK praktisch unbekannten Comicfigur“ hinzu.

Das ist genau die Art von Film, die es unabhängig von der Qualität des Films oft ganz schwer hat, im Kino was zu reißen.

Exverlobter
Exverlobter

@Marcus

Jepp, jüngstes Beispiel wäre da Total REcall. Und allen Unkenrufen zum Trotz, fand ich den sogar recht gelungen. Aber Colin Farrel ist im Vergleich zu Arnold halt doch eher ein kleiner Wicht.
Oder Arnold vs Jason Momoa. Das ging auch in die Hose.
Hoffentlich hat Karl Urban da mehr Glück.

Der Karsten
Der Karsten

„Einen richtigen Kracher würde ich Karl Urban auch mal gönnen.“

Star Trek?? In Riddick fand ich ihn auch super, aber der Film war wohl kein Knaller?!

Der Trailer macht schon Lust auf mehr.. mal schauen, ob ich es schaffe, ins Kino zu kommen..

Exverlobter
Exverlobter

@ Der Karsten

Stimmt, aber man wird die Rolle des McCoy trotzdem weiterhin mit DeForest Kelley assoziieren und nicht mit Urban.

Der Karsten
Der Karsten

Ich muss gestehen, dass die TOS mich nie so wirklich gefesselt haben, aber die Umsetzung des „Pille“ von Urban fand ich wirklich super. 🙂

jimmy1138
jimmy1138

„Einen richtigen Kracher würde ich Karl Urban auch mal gönnen.“

Soweit ich mich erinnere, hat der Karl-Heinz doch eh in der Herr der Ringe Trilogie mitgespielt…

Exverlobter
Exverlobter

@Jimmy1138

Jepp, aber das war nur eine kleine Nebenrolle.
Die Filme, die er durch seine Präsenz als Hauptdarsteller stützen musste, gingen baden (Doom, Pathfinder)

Georg
Georg

„Hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder“ … Vorsicht, gleich kommt Jim um die Ecke und zieht die rote Karte.

Rex Kramer

„Die Filme, die er durch seine Präsenz als Hauptdarsteller stützen musste, gingen baden (Doom, Pathfinder)“

Die waren auch beide grottenschlecht (Peroy, das ist dein Einsatz!)

Exverlobter
Exverlobter

Doom war in der Tat schlecht, Pathfinder war IMO gut. Vergleichbar mit Apocalypto.

Peroy
Peroy

„Die waren auch beide grottenschlecht (Peroy, das ist dein Einsatz!)“

Ich mochte „Doom“. „Pathfinder“ ist so’n Film, der sich nach dem Ansehen augenblick aus dem Gedächtnis wieder verabschiedet hat. Da ist… Zeug passiert und irgendwann war er aus. Mehr kann ich über den nicht mehr sagen…

Ley

Ich fand Doom cool und dafür Pathfinder grottenschlecht. Aber naja Geschmäcker sind verschieden wie man sieht. 😉

Exverlobter
Exverlobter

Doom hat mit der Änderung der Hintergrundgeschichte (Mutanten statt Höllenwesen, grrr) Leute wie mich, die Fans des Spiels sind vor die Füße getreten. Ist etwa so, wie wenn Dredd den Helm abnimmt.
Weiterhin sah das Machwerk trotz 70 Millionen Dollar ziemlich billig aus.

Pathfinder hatte fast nur die Hälfte des Doom-Budgets, sah aber trotzdem großartig aus.

michbech
michbech

Ich hab das Spiel damals geliebt. Fand den Film aber trotzdem ganz unterhaltsam und den look eigentlich passend. Ob da jetzt Mutanten oder höllenwesen abgeballert werden ist doch bei bei der “ tiefe“ der „story“ eher nebensächlich. Die story ist ja damals nicht merklich komplexer gewesen als bei moorhuhn. Das kann man mit dredd nicht vergleichen, das ja in den Comics eine eigene, recht komplexe Mythologie aufbaut. Da zählen Details wie der Helm wesentlich mehr als bei doom.

Peroy
Peroy

„Pathfinder hatte fast nur die Hälfte des Doom-Budgets, sah aber trotzdem großartig aus.“

Der sah vor allem dunkel aus…

Exverlobter
Exverlobter

„Der sah vor allem dunkel aus…“

Das stimmt, aber man konnte wenigstens noch was erkennen. Bei Doom aber war alles derartig dunkel, dass man die große Action nur noch erahnen konnte.

Rex Kramer

„Doom“ hatte immerhin eine großartige Szene (die first person Sequenz). Die hat gerockt. Allerdings hätte man es dafür auch beim Spiel belassen können.
„Pathfinder“ hatte nicht mal das. Dafür aber, wie erwähnt, viel Dunkelheit UND Marcus Nispel, der dann im Anschluss auch noch „Conan“ vergeigt hat. DEN Film mit Apocalypto zu vergleichen, dafür gehörst du von Mel Gibson eigentlich ans Kreuz geschlagen. 😉

Exverlobter
Exverlobter

Nr.1 auf der Insel, aber in den Staaten säuft er ab.
Die Amis wissen einfach nicht was gut ist.

http://screenrant.com/end-watch-house-end-street-trouble-curve-dredd-box-office/

Reini

Im Kino gesehen – 10/10. (Mehr hätte Dredd auch nicht gesagt ;-))

Exverlobter
Exverlobter

Komme auch gerade aus dem Kino.
Ich nehm alles zurück. Sly kann dort hingehen wo der Pfeffer wächst. Der erste Dredd stinkt ganz stark gegenüber diesem Machwerk ab. So muss das gemacht werden.
Schade ist aber, dass die Verfilmung der Dredd-Comics schon wieder gefloppt ist.

OnkelFilmi
OnkelFilmi

War grade mit Heino und Marcus drin, und jepp – der rockte das Haus.

Weiterer Pluspunkt: wir wurden während des Abspanns nicht mit The Cure gequält, wie bei Sly’s Version…

heino
heino

Yep, wirklich guter Film, der richtig Spass macht. Urban wäre der grosse Durchbruch auch mal zu gönnen.

@Filmi:du hast einfach keinen Musikgeschmack. Bist wahrscheinlich durch zuviel Lärm inzwischen taub geworden:-)

heino
heino

@WV:das ist mir klar, aber da er in bisher jeder anderen Rolle wirklich gut war (ja, selbst im grottigen Pathfinder), wäre ihm doch mal mehr Erfolg als Leading man zu gönnen. Und die Pose und Stimme müssen ja auch erstmal überzeugend eingesetzt werden:-)

Exverlobter
Exverlobter

Naja, man kann sich darum streiten, ob David Prowse als Darth Vader tatsächlich geschauspielert hat. Aber bei Urban hat man zumindest die Hälfte des Gesichts gesehen. Also ich lasse das gelten.

heino
heino

Zumal er im Gegensatz zu Prowse ja auch seine eigene Stimme benutzen durfte

Marcus
Marcus

8/10.

Dietmar
Dietmar

Gerade gesehen und für gut befunden.

heino
heino

Ich hab mir den Streifen gestern nochmal auf DVD angesehen und was mir da auffiel, ist die extrem gute Kameraarbeit, die den Film auch in normaler Version so plastisch wirken lässt, dass er fast wie die 3D-Version wirkt. Allein in diesem Punkt sticht er schon fast jeden 3D-Film der letzten Jahre locker aus. Er ist auch ein Meisterwerk der Reduktion:sieht man mal von der recht heftigen Gewaltdarstellung ab (die aber nie zum Selbstzweck gerät), zeigen Travis und Garland nur das, was zum Verständnis der Welt von Dredd und der Story unbedingt nötig ist und sogar die Musik wird extrem sparsam eingesetzt. Wäre der Film älter, könnte er glatt von John Carpenter sein. Auf jeden Fall hat er viel mehr Erfolg verdient, als er tatsächlich hatte.

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[…] Okay, wie einige meiner Leser angemerkt haben – “The Raid” ist eigentlich “Dredd 3D” ohne die SF-Elemente. Die Story, die Motivationen, teilweise sogar die Twists gleichen sich […]