CoverIch bin ein Kind der 80er, das ist bekannt. Ich kenne noch die Angst vor dem Atomkrieg, die aber zu meiner Zeit schon keine Angst mehr vor „dem Russen“ war, sondern eher die Angst vor dem eigenen Verbündeten Amerika.

Wenn man damals als Jugendlicher in den 80ern „links“ war (und wer war das in NRW nicht?), dann beschäftigte einen nicht die Frage, OB wir alle dem Untergang geweiht sind, sondern nur noch, aus welcher Ecke der Untergang kommen würde. Da stritten sich zwei regelrechte Denkschulen – Schule 1 verkündete den ins Haus stehenden Nuklear-Tod (Subgruppe GAU und/oder Erstschlag),  [weiterlesen]


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SPIEGEL online hat drei Kasachen in „Borat“ geschleppt, um deren erwartbare Empörung zu dokumentieren. Und prompt stellen sich die Studenten eingeschnappt die Schlüsselfrage, die jeden bewegt, der erstmals durch den Kakao gezogen wird: „Warum gerade wir?“. Beleidigung der Fahne, der Ehre, des Präsidenten, blablabla, etc. pp.

Die Autorin Anna Reimann hätte den beleidigten kasachischen Leberwürsten erklären können, warum – durch ein einfaches „warum nicht?“.

Deutschland ist nämlich nach 50 Jahren Nazi-Witzen und Weißwurst-Klischees komplett kakaoresistent, und man freut sich schon, wenn die Parodie halbwegs originell ausfällt wie bei der „Saturday Night Live“-Reihe „Sprockets“.

Und jetzt ist halt mal Kasachstan dran.  [weiterlesen]


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mfb-blieswood-portraettemplateidrenderscaledpropertybildwidth146jpg.gif… und ich denke so bei mir: leider.

David Blieswood (eigentlich Norbert Körzdörfer) ist eine adrette sogenannte „Edelfeder“, die besonders gerne außerhalb bezahlter Werbung über Gillette-Rasierer schreibt, und uns immer wieder mal in der BILD die Welt erklärt. Wie er dazu kommt? Keine Ahnung.

Nun hat Körzdörfer mit ein paar Buddies (dezentes Name Dropping: Otto Waalkes und Til Schweiger) anscheinend den Film „Borat“ gesehen, und darüber geschrieben.

Und ich habe es nicht verstanden.

Körzdörfers Gefasel ist ein so exzellentes Beispiel für Print-Logorrhöe,  [weiterlesen]


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Als Gegner und gleichzeitig williges Opfer der fortschreitenden Amerikanisierung unserer Gesellschaft stehe ich Halloween konsequent ambivalent gegenüber. „Süßes oder Saures“ kann mit „Trick or Treat“ nicht mithalten, die Simpsons-Specials werden immer schlechter, und anständigen „pumpkin mash“ muss ich sowieso aus Michigan importieren (von Libby’s – mjamm!).

Aber wie soll man dem artifiziellen Getue böse sein, wenn SOWAS vor der Tür steht?

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Und siehe – ich gab reichlich, und die Bande ließ sich begeistert (?) fotografieren, sowie auch diese beiden Schlawiner:
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Es wäre allerdings nur fair, wenn man nun auch Sankt Martin (den Tag,  [weiterlesen]


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nibelungen-2-cover.jpgIch möchte heute ein neues Experiment beginnen. Die meisten, die mich kennen, kennen auch meinen Beruf: Ich bin Autor. Diejenigen, die mich nicht kennen, verweise ich gerne auf die Biographie, die sie in der Spalte rechts anklicken können.

Viele Menschen können sich unter dem Begriff „Autor“ allerdings wenig vorstellen. Besonders bei mir, weil ich ja nicht nur einen Aspekt dieses Berufes beackere, sondern so ziemlich alles mache, was mit Texten zu tun hat. Und selbst wenn ich erkläre, dass ich gerade wieder an einem neuen Roman arbeite, bleibt die Frage offen: WIE arbeitet man an einem neuen Roman?  [weiterlesen]


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Ich bin in den letzten 12 Jahren viermal umgezogen, und meine Putzfrau räumt regelmäßig die Schränke aus. Wie kann dann sowas passieren?

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Heute reinbekommen – ein Original-Frosch aus der „Märchenstunden“-Episode „Der Froschkönig“ von ProSieben:

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Ein grandioses Erinnerungsstück! Mein Dank an Rat Pack!  [weiterlesen]


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Manche Schlagzeilen verweigern sich jeglichen Kommentars…

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bravo.jpgIch mag dicke Wälzer, insbesondere lexikalische Rückschauen, Chroniken, „gesammelte Werke“. Die Logenplätze in meinem Bücherregal nehmen Hardcover-Edelversionen ein wie „The complete Calvin & Hobbes“, „The complete Farside“, „The complete cartoons of the New Yorker“, die fünfbändige Ausgabe „Deutschland im SPIEGEL“, und so weiter, und so fort. Ich mag fette Wälzer, die mir einen nostalgischen wie kompletten Überblick über eine Epoche, eine Generation, eine Kultur, oder einfach eine Comic-Serie erlauben. Das spart mir auch das hamsternde Sammeln einzelner Hefte und Artikel.

Aus diesem Grund freute ich mich auch wie ein Schnitzel, als zum 50. Geburtstag von „Deutschlands großer Jugendzeitschrift“  [weiterlesen]


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crop0001_resize.jpg„Ich könnte noch einige Superlative hinzufügen, wie, dass mittlerweile insgesamt rund ein halber Meter Presse über mich erschien, dass ich in mehreren Verlagen dieser schönen Republik mittlerweile der teuerste Autor bin, dass meine Bücher sogar schon übersetzt wurden und anderes mehr. Aber hören wir auf, es wird peinlich.“
(aus der Einleitung)

Und diesen Überflieger, diesen Mega-Autor, diesen in seiner Bescheidenheit erschütternden Groß- Literaten kennen Sie nicht?!

Ich auch nicht.

Eins vorab – ich habe für dieses Buch nicht bezahlt. Es lag im Büro meines Agenten, und da ich mich derzeit mit der Arbeit an einem Roman quäle,  [weiterlesen]


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