11
Okt 2010

Vorhersehbare Nachricht: Bolls "Schmeling" hat was auf die Schnauze bekommen (Nachtrag)

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

Aus "Blickpunkt Film" zum Kinowochenende in Deutschland: "Keine Chance hatte hingegen "Max Schmeling ", der trotz großen Medienechos lediglich vierstellige Besucherzahlen vorweisen kann."

Fairerweise will ich das Debakel gar nicht komplett auf Boll und Maske abladen – auch "Hilde" (gard Knef) lief letztes Jahr schlecht. Ich glaube, dass für Biopics historischer Personen dies/jenseits Hitler nur begrenztes Interesse des Kinopublikums besteht. Selbst Röhlers hoch gelobter "Jud Süss – Film ohne Gewissen" zog letzte Woche nur 25.000 Zuschauer in die Säle.

Im Fernsehen läuft sowas einfach besser. Das ältere, kulturell gesetzte Publikum, das nur noch im Ausnahmefall ins Kino geht, lässt sich dort leichter zusammen treiben. Ich vermute mal, dass sowohl "Max Schmeling" als auch "Jud Süss – Film ohne Gewissen" bei den TV-Premieren deutlich besser punkten werden.

Für den Moment freue ich mich aber erstmal, dass Boll auch dann keinen Stich macht, wenn mit viel Presse-Tamtam "seriöses Kino" dreht. Und Henry Maske? QED.

Nachtrag: Auf der Webseite Bollfans.com hat sich der Meister jetzt persönlich zu Wort gemeldet – und natürlich sind an dem Flop ALLE schuld. Publikum, Kritiker, Produzenten. Nur er nicht. Dieses erkenntnisresistente Umsichschlagen ist so bemerkenswert hilflos, dass ich es hier zur Gänze präsentieren möchte:

"Eine WAZ Redakteurin kam auf der Premierenfeier in Berlin auf mich zu und drückte meine Hand: „Ein toller Film! Ich bin begeistert!“. Eine Woche später steht in der WAZ : der Film ist grottenschlecht!

Jenni Zylka schreibt im SPIEGEL:„Henry Maske trifft keine Schuld: Sein Schauspieldebüt in der Filmbiografie "Max Schmeling" ist zwar ein Debakel, aber das liegt an der Inszenierung des schlechtesten Regisseurs aller Zeiten. Schon erstaunlich, wie lahm Uwe Boll das Leben eines Ausnahmesportlers verfilmt hat!“.

Sätze, die mich zum Nachdenken bringen, denn ZWEITENS warum ist es erstaunlich, wie lahm ich inszeniert habe, wenn ich doch nach Aussage Zylka der schlechteste Regisseur aller Zeiten bin? Aber ERSTENS: Frau Zylka, hat natürlich weder meine Filme alle gesehen, noch alle anderen Filme, die jemals gedreht wurden. In ihrer Aussage liegt nur ein Wunsch: selbstverliebt dem BOLL-Bashing noch eins draufzusetzen und etwas anderes zu schreiben als die meisten anderen Kritiker, die sich ungerechterweise auf Henry Maske eingeschossen hatten. Wenn sie in Superlativen agiert, dann darf man sich natürlich nun auch öffentlich fragen, ob ich (als schlechtester Regisseur) noch schlechter bin als die abertausenden von Amateur-, TV-Daily Soap-, C-Direct to Video-Regisseuren und ob MAX SCHMELING schlechter ist als z.B. DATE MOVIE, MEET THE SPARTANS, LADY IN THE WATER oder Eichingers BUSHIDO Film oder 100.000 andere Titel, die so einwandfrei schlechter sind als MAX SCHMELING und im übrigen all meine Filme, dass man als Kritiker schon komplett geisteskrank sein muss, wenn man das nicht sieht. Die liebe Frau Zylka ist also nichts anderes als total dumm, ungebildet und bescheuert oder ein verlogenes Arschloch, welches absichtlich gegen besseres Wissen die Tatsachen verdreht, um mir und dem Film weiter zu schaden.

Das niemand in MAX SCHMELING geht ist aber nicht nur auf schlechte Kritiken oder zuwenig Werbung zurückzuführen, sondern auf etwas anderes: den wirklichen Wandel in unserer Gesellschaft. Mein Bruder rief mich an, nachdem er den Film angeschaut hat und sagt, dass die Werte des Films niemanden mehr ansprächen. Heutzutage ist alles unverbindlich per Chat und SMS, man muss keinen direkten Kontakt mehr zu Mitmenschen haben, niemandem mehr in die Augen schauen. Werte wie Disziplin, Aufrechtigkeit und Charaktertreue, die Max Schmeling gelebt hat, spielen keine Rolle mehr. Dass der Film vollkommen unzynisch und old fashioned ist, schadet ihm. Mein Bruder ist Lehrer und sieht täglich wie die Jugend tickt. Die Älteren, die den Film gerne sehen würden, gehen schon seit Jahren nicht mehr ins Kino und die, die ins Kino gehen, sind komplett auf andere Thematiken programmiert und fallen Woche für Woche ausschließlich auf die Filme rein, die sie über Monate mit TEUREN Werbekampagnen in den Rausch versetzt haben, das der betreffende Film hochwertig sein muss. Das Schrott wie RESIDENT EVIL 3D in Deutschland ein Hit ist, ist die logische Konsequenz aus dem alten Wettbewerb „wer mehr Geld für Werbung ausgibt gewinnt!“. Deshalb schafft es ja auch die Constantin dann noch die Resident Evil Darstellerin Milla Jovovich in WETTEN DASS unterzubringen, obwohl der Film zu diesem Zeitpunkt schon 3 Wochen in den Kinos lief, weil Gottschalk von Fred Kogl (Ex-Constantin-Chef) gemanaged wird, während Henry Maske im letzten Moment ausgeladen wird.

Dieses System funktioniert dann sogar soweit, dass noch nichtmal die 50.000 Amateurboxer in Deutschland Interesse an einem Film über den einzigen deutschen Schwergewichtsweltmeister alles Zeiten und Sportler des Jahrhunderts haben. Als ich in Mainz am Donnerstag ins Kino ging und sah, dass 80 Erwachsene OHNE KINDER um 21 Uhr in dem Kinder-Zeichentrickfilm KONFERENZ DER TIERE waren und nur 40 zahlende Zuschauer in MAX SCHMELING, da fiel mir nix mehr ein. Wie doof muss man eigentlich als Erwachsener sein, um sich so was ohne Kinder abends aus freien Stücken anzuschauen?"



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Achim
Achim
11. Oktober, 2010 13:09

"Selbst Röhlers hoch gelobter “Jud Süss – Film ohne Moral” zog letzte Woche nur 25.000 Zuschauer in die Säle."

Hoch gelobt? Ich habe nur gesehen, dass der Film vernichtende Kritiken bekommen hat. Lediglich Moretti wurde gelobt.

Und laut google kommt an Stelle von Moral ein Gewissen.

Manuel
11. Oktober, 2010 13:40

Achim, Du denkst auch, dass ein Film gut wird, dadurch dass eine 28-jährige eine vier Jahre ältere Frau spielt.

Nee, aber Du hast schon Recht, es gab einige vernichtende Kritiken.

Wie dem auch sei, vierstellig für eine Woche Laufzeit ist schon hart. Das hab ich – allerdings nur einmal – sogar schon mit einem einzelnen Auftritt hinbekommen. Anscheinend gilt der Spruch "Geht doch mal in Theater statt ins Kino" nicht, sondern eher "Geht doch mal vor die Haustür und macht was, egal was!"

reptile
reptile
11. Oktober, 2010 14:17

"Für den Moment freue ich mich aber erstmal, dass Boll auch dann keinen Stich macht, wenn mit viel Presse-Tamtam “seriöses Kino” dreht. "

Schadenfreude? Du hattest ja schon eine Videokritik eingestellt und den Film als wirklich schlecht gewertet.
Wenn Schmeling nun aber gute Besucherzahlen hätte, würde man es Boll gönnen? Oder eher den Tenor "Zufallstreffer!" anschlagen?

Die Frage fand ich letztens in der Diskussion interessant. Würde man jemanden, der so gebrandmarkt ist, zugestehen einen guten/erfolgreichen Film gemacht zu haben?(Ohne Bezug zu Schmeling, allgemein)

Achim
Achim
11. Oktober, 2010 14:18

Ich habe geschrieben, dass ein Film weder besser noch schlechter wird.

Und auf Stern.de finde ich, dass der Film viel gescholten ist.

Comicfreak
Comicfreak
11. Oktober, 2010 14:30

@reptile

.. zur letzten Frage: Ja!

Wortvogel
Wortvogel
11. Oktober, 2010 15:47

@ Manuel: Ich habe aber auch erschreckend euphorische Kritiken gelesen – was bei Boll wahrlich nicht oft passiert.

@ reptile: Gute Frage. Einfach zu beantworten. Wäre "Max Schmeling" wider Erwarten ein "guter" Film gewesen, hätte ich ihm den Erfolg gegönnt. Tatsächlich ist "Schmeling" aber ein weiterer Beweis der inszenatorischen Defizite Bolls, auch wenn er sich als ehrenhaftes Biopic tarnt. Und da freut es mich, dass Boll mit der Masche nicht durchgekommen ist.

Wenn Boll mal einen guten Film dreht, werde ich es erkennen – und euch wissen lassen.

plumtree
11. Oktober, 2010 20:52

Da prüfe ich mich doch mal selbst: Würde ich mir diesen Film ansehen, selbst wenn ich keinen Eintritt zahlen müsste? Nein!!

Irgendwie kenne ich auch niemanden, der jünger als 60 ist und ein Interesse an Max Schmeling hat.
Und in der Zielgruppe gibt es vermutlich nicht sehr viele fleißige Kinogänger.

Für wen also sollte dieser Film sein? Ich habe keine Ahnung!

Rico
Rico
11. Oktober, 2010 21:06

Die Tatsache, dass Boll miese Machwerke fabriziert ist ja schon fast langweilig – aber HILDE war so ne grauenhafte Schnarchscheiße, die war nem Boll-Werk locker ebenbürtig.

Achim
Achim
11. Oktober, 2010 21:40

@Wortvogel:
"@ Manuel: Ich habe aber auch erschreckend euphorische Kritiken gelesen – was bei Boll wahrlich nicht oft passiert."
Es ging hier um den Röhler-FilmübernFilm, den du auch erwähnt hattest, wo ich dann schrieb, dass es nur vernichtende Kritiken gab und der laut Stern.de viel gescholten ist.

Dietmar
Dietmar
12. Oktober, 2010 03:43

@plumtree: Ich bin jünger als 60 und interessiere mich für Max Schmeling. Soetwas mag ich. ,,Comedian Harmonists" zum Beispiel habe ich mit großem Vergnügen gesehen. Hier aber wurde ein Thema verschenkt. Schmeling war ein Idol. Der Film wird dem wohl nicht gerecht, und das ist schade.

Baumi
12. Oktober, 2010 12:22

Meine Güte, ist der Boll unsouverän.

Natürlich ist eine Bezeichnung wie "schlechtester Regisseur aller Zeiten" typische Medienübertreibung – aber schon arm, dass ihm dann nichts Besseres einfällt, als mit dem Finger auf angeblich noch schlechtere Kollegen zu zeigen. Dabei dürfte "direct-to-dvd" jetzt wohl auch bald für Boll als Geschäftsmodell anstehen. Und ich möchte mal sehen, wie lange er den undankbaren Knochenjob als Daily-Soap-Regisseur durchstehen würde.

Dabei hatte Zylka ihm so eine schöne Vorlage für eine lockere Replik geliefert. Einfach irgendwas in der Art von "Vielen Dank an den SPIEGEL, der mich für filmhistorisch signifikanter als Ed Wood hält" rausgesemmelt (möglichst etwas griffiger formuliert), und schon hätte Boll die Lacher auf seiner Seite gehabt.

Aber nein, er ist ja das verkannte Genie, dessen großes und intimes Charakterdrama besser ist als die allerflachsten Filme, die ihm auf die Schnelle eingefallen sind.

Mann, was für eine arme Sau. Aber echt.

dermax
dermax
12. Oktober, 2010 12:58

Eigentlich sollte man ja die Klappe halten, denn Bolls Ziel ist es ja gerade, zu provozieren, um halt im Gespräch zu bleiben bzw seine Filme in den Medien zu halten, dann kauft vielleicht noch der eine oder andere Katastrophentourist ein Ticket…

Aber geil, daß er wenigstens zu gibt, daß man vorher keinerlei Mafo oder ähnliches betrieben hat, um zu sehen, ob der Film ankommt… die Zielgruppe geht also nicht ins Kino, warum hat man ihn dann überhaupt gedreht?

Und der letzte Absatz beweist ja nur eindringlich, wie wenig der Boll vom Filmgeschäft versteht…

Dr. Acula
12. Oktober, 2010 13:14

Ich bin ja normalerweise gerne Bolls einsamer Verteidiger, aber da fällt mir jetzt echt nix mehr ein…

Marcus
Marcus
12. Oktober, 2010 13:18

Wenn Boll seinem üblichen PR-Stil treu bleibt, wird er uns in drei Monaten spätestens erzählen, dass "Max Schmeling", zugegeben, nicht der Hit war, aber sein nächster Film… hui, da geht was….

Die Art selbstverliebte Realitätsblindheit kennen wir doch von irgendwo her… ich sag mal "Forengorilla", und treue Leser wissen Bescheid.

@Baumi: nicht nur Daily-Soap-Macher haben Grund, angepisst zu sein – ich denke, jeder hier findet mühelos einen Regisseur aus dem direct-to-dvd-Bereich, der bessere Filme abliefert. Und "Amateur-Regisseur" war jeder Profi irgendwann mal – und nicht wenige (Jackson, Raimi) hatten schon in ihrer Amateur-Phase mehr drauf als Boll heute mit seiner Erfahrung aus x Profi-Produktionen.

Marcus
Marcus
12. Oktober, 2010 13:20

@Dr. Acula: es ist ein mieser Job, aber einer muss ihn ja machen…

Wortvogel
Wortvogel
12. Oktober, 2010 13:42

@ Marcus: Soweit sind wir schon – in Interviews zu "Auschwitz" hat Boll angekündigt, der Film werde viel besser als "Max Schmeling".

Der Regisseur von "Alone in the Dark", "Bloodrayne" und "House of the Dead" nennt "Resident Evil 3D" Schrott? Mutig.

Ich glaube, Boll wird NIE lernen, dass es genau solche Ausbrüche sind, die ihn in den Fokus der Kritik rücken. Er bettelt förmlich darum, niedergemacht zu werden.

Marko
12. Oktober, 2010 14:28

"… 80 Erwachsene OHNE KINDER um 21 Uhr in dem Kinder-Zeichentrickfilm KONFERENZ DER TIERE waren […] Wie doof muss man eigentlich als Erwachsener sein …"

… um einen CGI-Film als "Zeichentrickfilm" zu bezeichnen? Ja, wie doof muss man da sein?

Wortvogel
Wortvogel
12. Oktober, 2010 14:31

@ Marko: Da wäre ich ein wenig vorsichtig: Auch CGI-Filme werden landläufig noch als "Zeichentrickfilme" bezeichnet, weil man in der Übergangsphase einfach keinen entsprechenden Alternativ-Begriff definiert hat (CGI ist für die meisten Zuschauer immer noch kein stehender Begriff). Ich halte das auch trotz der Vergröberung für legitim.

Marko
12. Oktober, 2010 14:33

Naja, von den "meisten Zuschauern" mag man da Differenzierung nicht erwarten, aber von einem Regisseur? Der Mann sollte doch vom Fach sein, was Filme angeht. Über kurz oder lang wird auch ER einen CGI-Film machen — denkt an meine Worte, wenn’s soweit ist. 😉

Wortvogel
Wortvogel
12. Oktober, 2010 14:40

@ Marko: Ich glaube, Boll verwendet den Begriff "Zeichentrickfilm" hier außerdem bewusst abwertend.

Was spricht denn dagegen, einen CGI-Film als "Zeichentrickfilm" zu bezeichnen? Ist er denn nicht "gezeichnet" worden, nur eben digital? Macht die dritte Dimension den Unterschied? Was ist dann mit den Filmen, die klassische Cell Animation mit CGI kombinieren (Titan AE)?

Marko
12. Oktober, 2010 14:50

Das mit der Abwertung ist mir bewusst, klar. (Ich persönlich finde CGI und Zeichentrick vollkommen gleichwertig, aber der Begriff "Zeichentrick" hat traditionell sicher noch mehr mit der Bürde des "nur für Kinder"-Stigmas zu leben.)

Ein Zeichentrickfilm ist für mich ein Film, dessen Charaktere auf Zeichnungen basieren, die dann im Film auch Zeichnungen bleiben. Ein CGI-Film ist ein Film mit gerenderten Charakteren. Natürlich überschneiden sich die Genres, und die meisten CGI-Filme verwenden ja auch noch Zeichnungen für die Backgrounds. "Titan AE" ist für mich trotzdem ein Zeichentrickfilm, da seine Figuren eben nicht gerendert, sondern gezeichnet wurden.

Ich muss gestehen, dass das jetzt subjektiv aus der Hüfte geschossen ist, ich weiß nicht, ob die Unterscheidung vielleicht schon mal "richtig" definiert wurde. "Konferenz der Tiere" ist imho jedenfalls kein Zeichentrickfilm.

Ich mag beide Arten von Filmen sehr (wenn sie gut sind), aber ich ärgere mich schon, wenn einem offensichtlich gerenderten Film der Begriff "Zeichentrick" zugeschoben wird. Aber ich unterscheide auch strikt zwischen Grusel- und Horrorfilmen, vielleicht bin ich generell recht puristisch, was sowas angeht … 🙂

Wortvogel
Wortvogel
12. Oktober, 2010 15:06

@ Marko: Ich wollte dich da auch nicht kritisieren. Aber es ist doch so, dass die Grenze kaum zu ziehen ist: Selbst vollwertige CGI-Filme starten meist mit Zeichnungen, bevor es ans Modellieren bzw. Rendern geht. Und Titan AE hatte eben beides: CGI und Cell Animation (das trifft ja sogar auf "Family Guy" und "Futurama" zu).

Marcus
Marcus
12. Oktober, 2010 15:10

@Marko: letztlich ist Deine Unterscheidung, obwohl trennscharf und logisch, nicht besonders praxisrelevant. Wichtig ist doch nur, dass man "live action" von "animation" unterscheidet.
Deswegen nenne z.B. ich beide Varianten, CGI und traditioneller Zeichentrick, auch "Animationsfilm", so wie die Amerikaner es auch tun.

Aber eines würde mich wirklich interessieren: wie definierst Du "Gruselfilm" und "Horrorfilm"? Ich habe ersteres bis her nur als altmodisches Synonym für letzteres gehört.

Marko
12. Oktober, 2010 15:11

@ Wortvogel: Naja, aber nach dem Argument ist doch jeder Film ein Zeichentrickfilm: CGI-Filme starten mit Zeichnungen, ja, aber fast alle Realfilme fangen doch AUCH mit gezeichneten Storyboards an, oder? Das ist dann doch kein Kriterium für das Endergebnis.

Man sollte die Zeichnungen schon als wichtigen Bestandteil des fertigen Films erkennen, um den Film als Zeichentrick einzuordnen (wenn man das denn möchte). Und ein Film, der die gezeichneten Charaktere auch gezeichnet lässt, ist für mich ein Zeichentrickfilm.

Sag' Bescheid, wenn ich Korinthen kacke. 😉

Marko
12. Oktober, 2010 15:15

@ Marcus: Nein, es ist nicht praxisrelevant, da hast Du Recht. Aber von einem Regisseur würde ich durchaus erwarten, dass er den Unterschied trotzdem kennt. Dass er den Begriff "Zeichentrickfilm" vielleicht bewusst setzt, gerade WEIL er durchaus weiß, dass "Konferenz der Tiere" gar keiner ist (nach dem Motto "wieso gehen die Erwachsenen in Kinderfilme, statt in meinen schönen Erwachsenenfilm"), macht die Sache imo nur schlimmer.

Grusel- und Horrorfilme sind, natürlich rein subjektiv, für mich so unterscheidbar: Horrorfilme entsetzen, Gruselfilme schüchtern ein. Beides natürlich nur im optimalen Sinne. 😉

Marcus
Marcus
12. Oktober, 2010 15:19

Ah, eine Frage der Intensität also.

Wenn ich "Gruselfilm" höre, denke ich immer an so altes Universal- und Hammer-Kintopp a la "Dracula" und "Frankenstein".

Allerdings beinhaltet deine Definition von "Horrorfilm" halt auch "Transformers 2″…. 😉

Dietmar
Dietmar
12. Oktober, 2010 15:53

,,Die liebe Frau Zylka ist also nichts anderes als total dumm, ungebildet und bescheuert oder ein verlogenes Arschloch, welches absichtlich gegen besseres Wissen die Tatsachen verdreht, um mir und dem Film weiter zu schaden."

Sympathisches Kerlchen, der Dr. …

Marcus
Marcus
12. Oktober, 2010 16:17

@Dietmar: wie ich schon sagte – kennen wir das nicht?

Baumi
12. Oktober, 2010 17:45

Um mich kurz der Off-Topic-Diskussion anzuschließen:

Meine ganz private (und sicher komplett angreifbare) Trennung von Horror und Grusel hängt eher davon ab, wie explizit ein Film ist: Wenn das Grauen hauptsächlich gezeigt wird (Folter, Zombies, abgeschnittene Gliedmaßen, etc.), ist das für mich eher Horror – der in der Splatter-Ecke ja auch schon mal zur Comedy werden kann. (Siehe Peter Jacksons Frühwerk.)

Bei dem, was ich unter "Grusel" verstehe, spielt sich das meiste hingegen im Kopf des Zuschauers ab,auf der Leinwand gibt es nur Andeutungen zu sehen. "El Orfanato" wäre so ein Kandidat, ebenso – mal unabhängig von Qualitätsdebatten – "Blair Witch Project", "The Ring" oder "Paranormal Activity". Das kann eher milde sein (z.B. bei "The Others"), kann aber auch intensiver wirken, als sich Schauspieler anzusehen, die mit mehr oder weniger gut aufgeschminkten Wunden aus dunklen Ecken hopsen – zumindest dann, wenn der Film an individuellen Urängsten rührt.

Und um noch kurz On-Topic zu werden: Das Ansehen eines Boll-Films kann freilich ein Horror ganz eigener Art sein…

Paddy-o
Paddy-o
12. Oktober, 2010 19:58

Zum eigentlichen Thema:

Bolls Reaktion wirkt zum großen Teil echt peinlich.

Aber seine Aussage, die theoretisch am Film interessierten Leute gingen entweder nicht ins Kino, oder lassen sich durch starkes Marketing in andere Filme ziehen, deckt sich ja zum Teil mit des Wortvogels Gedanken zu dem Thema.

Naja und dass Erwachsene Menschen lieber in einen 'Kinderfilm' gehen als in meinen 'anständigen' Film, würde mich persönlich wohl auch ankotzen ^^
Wenn ich denn diese abwertende Unterscheidung machen würde.

Und die Leute für bescheuert halten, wenn sie diese Filme einem Biopic vorziehen… naaaaaja.

Glaube auch, dass sowas im TV einfach besser aufgehoben ist. Dann gern auch mehrteilig.
Denke mal 'Hope' wäre – in einer passenden Form – im Kino auch net sonderlich gut weggekommen.

Gibt es überhaupt Beispiele für derartige Werke, die sich einigermaßen mit ’normalen' Blockbustern messen konnten?
Ok mir fällt grad passenderweise ALI mit Will Smith ein…

Am Ende ist das alles auch egal – es ist halt uns Uwe.
Wieso finden wir noch IRGENDWAS von ihm befremdlich?

Jim
Jim
12. Oktober, 2010 21:15

Ich kann von mir behaupten, dass ich noch nie einen Film von Boll gesehen habe. Das lässt mich ganz locker aus dieser Diskussion (alle Jahre wieder…) raus. Denn: Wortvogelleser wissen mehr! Dadurch werde ich mir auch in Zukunft nichts von diesem dubiosen Menschen ansehen.

Zum Thema Grusel: Ich finde Tom Cruise gruselig, zählt das?

Achim
Achim
12. Oktober, 2010 21:17

Hmm, entweder hat der Wortvogel etwas verändert, (glaube ich nicht) oder Herr Boll hat das Konzept des "dass" nicht so ganz verstanden.

Resident Evil ist Schrott? Vielleicht ist da einer neidisch, dass man Spiele auch so erfolgreich verfilmen kann, dass es mehrere Teile gibt? Naja, immerhin hat er es bei zwei Spielen zu einem Teil 2 gebracht, einen davon nur noch als Produzent und für Videomarkt. Leider finde ich in der Wikipedia keine Angaben über das Einspielergebnis.

An dieser Stelle muss ich einmal zugeben, dass ich im Zeichentrickfilm (rechneranimiert) Bolt als Erwachsener alleine war und meinen Spaß hatte.

Marcus
Marcus
12. Oktober, 2010 23:08

@Jim: du ahnungsloser, glücklicher Tor. Ich hatte schon ein paar mal das Vergnügen mit Dr. Evil Bolls "Filmen". Und glaube mir, es war nie ein schöner Abend. Speziell "Seed" kann einem wirklich sogar in der gekürzten Fassung noch jeden Lebenswillen austreiben.

@Achim: Das hat man von seiner Genauigkeit. Da wollte ich gerade selbstzufrieden korrigieren, dass das mit den 2 Sequels gar nicht sein kann, weil Boll mit "HotD 2" doch gar nichts zu tun hat, wollte das nochmal eben gegenchecken, und dann lese ich auf imdb, dass es einen "Alone in the Dark 2" gibt. Und, was soll ich sagen, ich war bisher auch ohne dieses Wissen ganz glücklich… 🙁

Baumi
13. Oktober, 2010 00:04

Mein einziger Boll war "Das erste Semester" – war zu großen Teilen in den Hörsälen gedreht, in denen ein Kumpel studierte, deswegen wollte er den damals unbedingt sehen.

Kommentar eines Typen hinter uns beim Rausgehen aus dem Kino: "Da hätten wir das Geld für die Karte auch gleich verbrennen können."

Baumi
13. Oktober, 2010 00:11

Noch was: Laut Wikipedia ist die Behauptung "Kritiker sagt mir, mein Film ist toll, schreibt dann was schlechtes drüber" auch schon länger in Bolls Arsenal:

—ZITAT—
'When Wired published a negative review of Postal, Boll responded with an e-mail claiming that the critic "(didn’t) understand anything about movies and that you are a untalented wanna bee filmmaker with no balls and no understanding what POSTAL is. you don’t see courage because you are nothing. and go to your mum and fuck her …because she cooks for you now since 30 years ..so she deserves it". Boll claims that this angry email was sparked not by the review, but because the Wired editor told Boll in person that the editor loved the movie then published a negative review.'
—ZITAT ENDE—

Chabneruk
Chabneruk
13. Oktober, 2010 08:35

Ich hab bisher nur "Alone in the Dark" gesehen – das reichte aber auch. Ich muss da nichts zu sagen, weil Rich Kyanka das schon sehr gut getan hat 😉

http://www.somethingawful.com/d/news/uwe-boll-wants.php

Aber davon abgesehen finde ich es ebenfalls sehr lustig, dass er auf Resident Evil rumhackt – das muss der Neid in der Videospielverfilmungsbranche sein 😉 Ich frage mich nur immer, warum niemand ihm das Geld wegnimmt und es einem guten Regisseur gibt, der damit super Sachen machen könnte.

Wenn man zum Beispiel das Geld der neuesten Boll-Filme in eine Weiterführung von "Firefly" gesteckt hätte… *seufz*

Dietmar
Dietmar
13. Oktober, 2010 09:13

@Marcus: Genau: Wer nicht seiner Meinung ist, wird niedergebrüllt. Immer schön hartnäckig bleiben, dann setzt man sich vielleicht durch, weil der Gegner entnervt aufgibt.

Marcus
Marcus
13. Oktober, 2010 09:38

@Chabneruk:

"Wenn man zum Beispiel das Geld der neuesten Boll-Filme in eine Weiterführung von “Firefly” gesteckt hätte…"

Wohl wahr… 🙁

@Dietmar: Dr. Uwe Boll, der 500 Pfund-Gorilla unter den Filmemachern. 😯

Ach ja, off topic: ich hatte doch vor einiger Zeit mal erwähnt, dass ich gerade meines Jobs verlustig gegangen war. Sieht ganz so aus, als hätte sich das erledigt – jetzt habe ich was Neues. Muss denjenigen nur noch erreichen, um zusagen zu können. 😎

Dietmar
Dietmar
13. Oktober, 2010 13:02

Klasse, Glückwunsch!

Wortvogel
Wortvogel
13. Oktober, 2010 13:04

@ Marcus: Von mir auch!

DMJ
DMJ
13. Oktober, 2010 16:36

Gratulationen zu Marcus, aber nun zu Boll…da muss ich mich gleich mal outen.

Wie sag ich es…?

Irgendwie finde ich eine Welt mit ihm besser, als eine ohne ihn.

Man verstehe mich nicht falsch: Einen wirklich guten Film hat er wohl noch nicht gedreht (wobei "Tunnel Rats" okay war), aber irgendwie ist er für mich ein faszinierendes Gesamtkunstwerk. Wohl auch gerade WEIL er so unmöglich, kritikresistent, reflexionsunfähig und brutal trampelhaft ist, sobald ihm jemang quer kommt.
Ich schaudere nach wie vor vor seinem "Auschwitz"-Film, ich schäme mich immer wieder, wenn ich unsouveräne Ausfälle wie den obigen lese, aber…wenn ich einen seiner äußerst unterhaltsamen Audiokommentare höre, kann ich mich einer absurden Sympathie wider alles bessere Wissen nicht entziehen.

Howie Munson
Howie Munson
13. Oktober, 2010 16:42

Glückwunsch Marcus!

Joe
Joe
13. Oktober, 2010 19:25

Zitat DMJ:"Irgendwie finde ich eine Welt mit ihm besser, als eine ohne ihn. […] ist er für mich ein faszinierendes Gesamtkunstwerk. Wohl auch gerade WEIL er so unmöglich, kritikresistent, reflexionsunfähig und brutal trampelhaft ist, sobald ihm jemang quer kommt."

*gg* Das sehe ich auch so. Das alles hat großen Unterhaltungswert. Ein Unterhaltungsfilmer, dessen Filme das Publikum nicht unterhaltend findet (und daher wegbleibt) und der sich dann über die Dummheit des Publikums beschwert? *lol* Womöglich ist der von Frau Zyllka wahrscheinlich implizierte Vergleich mit dem die Wirklichkeit seinerzeit stets eigenwillig wahrnehmenden Ed Wood nicht so weit hergeholt?

heino
heino
13. Oktober, 2010 20:03

@Marcus:das ist ja super, freut mich sehr für dich:-)

Zu Boll fällt mir nicht mehr viel ein. Zum Glück habe ich nicht viel Zeit mit seinen Machwerken verschwendet, ich kann mich nur an "Das 1. Semester" und "Bloodrayne" erinnern und diese Erfahrungen muss ich echt nicht wiederholen. Und seine Verbalausfälle sagen ja wirklich alles, was man über diesen Mann wissen muss.

Peroy
Peroy
13. Oktober, 2010 20:17

"Und seine Verbalausfälle sagen ja wirklich alles, was man über diesen Mann wissen muss."

Mein großes Vorbild… 8)

dudeldöh
dudeldöh
13. Oktober, 2010 20:25

was ich nicht verstehe: soviele gute autoren und regisseure kämpfen und kämpfen, um wenigstens EINEN film machen zu können – oft vergeblich bzw. erst nach ewiglangem tauziehen mit förderungen, sendern, redakteuren, produzenten. WIESO kann boll einen drecks-movie nach dem anderen raushauen? bezahlt er die filme selber oder bezahlt er die produzenten???

Peroy
Peroy
13. Oktober, 2010 20:34

"WIESO kann boll einen drecks-movie nach dem anderen raushauen?"

Weil er ein fucking gottgleicher, genialer Produzent ist. Das ist unbestreitbar. DAS kann er richtig gut… man haut nicht mal einfach so einen Streifen wie "Dungeon Siege" raus, wo sechs, sieben, acht wirklich bekannte Schauspieler drin sind…

Die Qualität der einzelnen Filme ist natürlich diskutierbar… aber vor dem Fakt, dass es sie gibt, ziehe ich meinen Hut.

Ex verlobter
Ex verlobter
13. Oktober, 2010 21:10

Woher kommt den mittlerweile eigentlich das Geld???
Dem "Stupid german money" wurde ja schon vor langer Zeit der Saft abgedreht. Und wenn die Filme andauernd floppen, kann ja für Boll ja nicht viel Gewinn rausgesprungen sein(was er für neue Produktionen ja dann ggf. verwenden könnte)

Wortvogel
Wortvogel
13. Oktober, 2010 21:20

"Schmeling" wurde großteils von zwei Hamburger Millionären finanziert. Die anderen, üblicheren Boll-Filme finanzieren sich durch Vorverkäufe auf den DVD-Markt, denn da laufen seine Streifen gar nicht schlecht. Man kann sagen, was man will: Er HAT einen Namen. Und wie Peroy sagt: Er ist ein exzellenter Produzent. Wo Peroy aber irrt: Eine gute Besetzung ist auch mit wenig Geld leicht zu kriegen. Man muss nur flexibel sein und schauen, wer gerade Zeit hat (oder frisch aus der Reha kommt).

Rico
Rico
14. Oktober, 2010 23:34

Alter, das Boll miese Filme dreht ist ja okay, aber sein Gestammel ist echt peinlich. Warum nicht in Würde die Klappe halten…

Rico
Rico
14. Oktober, 2010 23:36

Aber witzig ist er schon, der Uwe.

Mollari
Mollari
15. Oktober, 2010 00:37

Mich würde jetzt ein Statement der "Konferenz-der-Tiere"-Macher freuen, etwa in der Art:

"Wir fühlen zutiefst mit dem unbescholtenen Kinogänger, der nach getaner Arbeit nur einen schönen Abend haben möchte, nur um dann vor die unbequeme Wahl zwischen unserem Kinderquatsch und dem neuesten Streich eines Regisseurs mit einem regelmäßigen imdb-Rating von irgendwasuntermschuh gestellt zu werden, freuen uns aber, dass sich dann doch für uns entschieden wird, weil die Leute offensichtlich keinen Bock mehr auf Filme, die in einer Zeit spielen, in der Werte noch was zählten, haben. Dankeschön."

Montana
Montana
15. Oktober, 2010 03:43

Wo hier gerade über das Geheimnis seines Erfolges – bzw. seiner Existenz überhaupt – geredet wird: Ist dem Hausherren eigentlich klar, was das hier für eine Werbeplattform für Uwe Boll ist? 😉

Tatsache! Ohne dieses Blog wäre ich nie auf die Idee gekommen, einen seiner Filme zu sehen. Inzwischen sind es drei…

Ich muss zugeben, selten so beeindruckt gewesen zu sein. Es ist einfach beeindruckend, wenn man 60 Millionen Dollar reinsteckt und dann Schwerter des Königs rauskommt.

Zuschauer stinken nicht. Kommerziell gesehen ist egal, warum jemand einen Film sieht. Wichtig ist, dass es jemand tut – und seien es irgendwelche Idioten. Wie ich.

Peroy
Peroy
15. Oktober, 2010 06:11

"Schwerter des Königs" war okay. Nerviger als Bolls Filme und seine Ausbrüche sind zumeist die klugscheisserischen bis arroganten Kommentare der "Zuschauer"…

Dietmar
Dietmar
15. Oktober, 2010 06:20

Stimmt irgendwie: Schließlich gab es beispielsweise auch Western, in denen der Fremde einfach ,,Fremder" hieß. Oder ,,Blonder". Oder ,,Pale Rider". Aber wenigstens hieß der Texaner ,,Josey Wales".

DMJ
DMJ
15. Oktober, 2010 13:05

"Schwerter des Königs" ist tatsächlich ein schlechter Beleg für Bolls Unfähigkeit, da er mich zwar absolut gelangweilt und kalt gelassen hat (und auch ich über "Farmer" kopfpatsche), aber offensiv schlecht ist er nirgendwo. Ich würde ihn so mit "Eragon" auf eine Stufe stellen, der ähnlich suckte, aber ebenfalls keine Suckrekorde aufstellte.

Marcus
Marcus
15. Oktober, 2010 14:46

@Dietmar: aber das war halt Eastwood. Eastwood darf das. Eastwood darf alles. Und sei es nur, weil ich mich nicht traue, ihm zu sagen, dass er sich gefälligst nen richtigen Namen zulegen soll.

"I think the question you really need to ask yourself is: do I feel lucky?

Well, do ya, punk?"

😯

Dietmar
Dietmar
15. Oktober, 2010 16:36

Im Ernst: Ich finde den Namen ,,Farmer" gar nicht so abwegig. Im Mittelalter war ja der Beruf oft Namensstifter (Bauer, Bäcker usw.), oder ein besonderes Merkmal.

dudeldöh
dudeldöh
15. Oktober, 2010 19:21

@Peroy: sorry, aber wenn du den Trailer zu "Auschwitz" gesehen hast, können die Zuschauerkommentare gar nicht so "klugscheißerisch und arrogant" sein, wie "zum Kotzen" Bolls Idee ist, mit diesem Thema Furore machen zu wollen.

Peroy
Peroy
15. Oktober, 2010 20:23

"@Peroy: sorry, aber wenn du den Trailer zu “Auschwitz” gesehen hast, können die Zuschauerkommentare gar nicht so “klugscheißerisch und arrogant” sein, wie “zum Kotzen” Bolls Idee ist, mit diesem Thema Furore machen zu wollen."

Was hat das eine mit dem anderen zu tun ? Geh' weg…

Umbra
Umbra
16. Oktober, 2010 16:45

“Schwerter des Königs” ist tatsächlich ein schlechter Beleg für Bolls Unfähigkeit, da er mich zwar absolut gelangweilt und kalt gelassen hat (und auch ich über “Farmer” kopfpatsche), aber offensiv schlecht ist er nirgendwo. Ich würde ihn so mit “Eragon” auf eine Stufe stellen, der ähnlich suckte, aber ebenfalls keine Suckrekorde aufstellte."
Bööööööööhser Mumbabwe,

Eragon war zwar scheiße und scheiße, aber und das ist jetzt wichtig, er hat wenigstens so etwas wie einen roten Faden gehabt und etwas Substanz, so etwas vermisst man ja beim böllschen Trauerwerk "Dungeon Siege".

Dietmar
Dietmar
16. Oktober, 2010 19:59

Roter Faden: Sohn rächen, Frau retten. Oder nicht?

Peroy
Peroy
16. Oktober, 2010 23:13

"Roter Faden: Sohn rächen, Frau retten. Oder nicht?"

Reicht doch für so’n Fantasy-Schmonz. Andere kommen mit "Ring wegschmeißen" über drei Filme aus…

"Dungeon Siege" ist übrigens weitaus besser als "Eragon", der von A bis Z schlecht von "Star Wars" gekaut und eben darum wirklich kaum zu packen ist…

xanos
xanos
17. Oktober, 2010 00:20

Zu diskutieren, ob Dungeon Siege, Eragon oder D&D der bessere Film ist, ist wie Scheiße nach Geruch zu sortieren.

Ich bewundere Uwe dafür, dass er Filme macht. Die meisten, die rumlabern sollen das erstmal nachmachen und auch beweisen, dass sie besser sind. Ich hasse diesen "schlechtester Regisseur" Blödsinn und jeder Autor, der so etwas wieder irgendwo bringt springt auch in meinen Augen nur egoistisch und uninformiert auf den Negativ-Hype auf. Ich habe deutlich schlechtere Filme gesehen als die von Boll. Auch wenn die ein Tritt zwischen die Beine waren und ich mir freiwillig keinen weiteren Boll Film anschauen würde. Aber wenigstens weiß ich da, dass ich einen Film meide, wenn Uwe dran steht. Bei anderen Machwerken läuft man ahnungslos ins Verderben.
Achja, und die Boxaktion war legendär!

Marcus
Marcus
17. Oktober, 2010 01:06

@xanos: ich kann mir nicht helfen, aber mir scheint, irgendwo in Post #64 ist ein Widerspruch versteckt….

Aber Pluspunkte für das gemeinste Lob ever: "Aber wenigstens weiß ich da, dass ich einen Film meide, wenn Uwe dran steht. Bei anderen Machwerken läuft man ahnungslos ins Verderben."

Dietmar
Dietmar
17. Oktober, 2010 09:23

Die Boxaktion entspricht dem Niveau seines obigen Statements: Unterirdisch.

reptile
reptile
17. Oktober, 2010 09:47

Naja, die Boxaktion haben die vier Kritiker ja auch begeistert angetreten. Das haben die ja freiwillig gemacht und wollten natürlich auch Promo abstauben.

Dann könnte man denen auch niederes Niveau vorwerfen, ansonsten hätten sie ja drüber gestanden und sich von so einer "primitiven" Aktion nicht locken lassen.

Dietmar
Dietmar
17. Oktober, 2010 10:02

@reptile: Kann man, und es ist auch hochgradig behämmert.

Mollari
Mollari
19. Oktober, 2010 13:16

"Im Ernst: Ich finde den Namen ,,Farmer” gar nicht so abwegig. Im Mittelalter war ja der Beruf oft Namensstifter (Bauer, Bäcker usw.), oder ein besonderes Merkmal".

Dass alle anderen ihn so nennen, war auch durchaus passsend, aber als seine verschleppte Frau dann während des Gefangenentransports verzweifelt fragte, wo denn Farmer sei, bah, da hätten sie wirklich mal kurz ’nen Vornamen rausrücken können.

"Rüben? Wo ist Rüben?"

Marcus
Marcus
19. Oktober, 2010 13:34

@Mollari: das Problem kennen wir doch aus "Spaceballs":

"Wer ist das?"
"Ein Arschloch, Sir."

😛

Dietmar
Dietmar
19. Oktober, 2010 13:57

@Mollari: Etwa so:

,,Wo ist Jürgen nur?" – ,,Wer?" – ,,Na: Farmer!" – ,,Ach, der! Keine Ahnung."

🙂

Nikolai
Nikolai
19. Oktober, 2010 14:54

@Xanos
"Die meisten, die rumlabern sollen das erstmal nachmachen und auch beweisen, dass sie besser sind."

Ich kann auch sagen, dass ich etwas beschissen finde OHNE es besser machen zu können.

Ich muss kein Maurer sein, um zu sehen, dass ein Haus schief steht.

"Ich habe deutlich schlechtere Filme gesehen als die von Boll."
Andere Filme herabzuwerten, wertet Bollsche-Filme nicht auf 😉

Mollari
Mollari
19. Oktober, 2010 21:43

@ Marcus u. Dietmar:

Exactly.

Peroy
Peroy
20. Oktober, 2010 00:12

Na ja, ob der "Farmer" jetzt um so viel bescheuerter ist als der "Herr Frodo"… ich weiß nich’…

Dietmar
Dietmar
20. Oktober, 2010 00:34

Was ist denn ,,Frodo" für ein Beruf?

Peroy
Peroy
20. Oktober, 2010 03:45

Das "Herr" kommt doch etwas… seltsam… … … ne…

Dietmar
Dietmar
20. Oktober, 2010 08:14

Die haben halt Respekt. Wie wäre das originale ,,master" sonst zu übersetzen?

Montana
Montana
20. Oktober, 2010 09:17

Halten wir fest: Es gibt sowohl in Mittelerde, als auch in Ehb seltsame Anreden. Ja, und?!? Soll das beide Werke auf eine Stufe stellen? Also bitte, das ist wie Krümel und Kuchen.

Dietmar
Dietmar
20. Oktober, 2010 09:58

@Montana: Ganz objektiv steht ,,Der Herr der Ringe" in jeder Hinsicht auf weit höherem Niveau; keine Frage für mich.

Peroy
Peroy
20. Oktober, 2010 10:14

"Halten wir fest: Es gibt sowohl in Mittelerde, als auch in Ehb seltsame Anreden. Ja, und?!? Soll das beide Werke auf eine Stufe stellen? Also bitte, das ist wie Krümel und Kuchen."

Das kommt ungefähr hin, wenn "Herr der Ringe" ein neun bis zwölf Stunden-Kuchen ist, dann ist "Dungeon Siege" der 150 Minuten-Krümmel, der abgefallen ist…

Die Zutaten sind allerdings immer noch dieselben.

Dietmar
Dietmar
20. Oktober, 2010 10:41

Ab irgendeinem Punkt sind die Zutaten immer die selben. Das sagt nichts.

Peroy
Peroy
20. Oktober, 2010 11:04

"Ab irgendeinem Punkt sind die Zutaten immer die selben. Das sagt nichts."

Ja, is' gut Bubu… nimm dir’n Keks…

Mollari
Mollari
20. Oktober, 2010 12:28

Krümmel is’n Kernkraftwerk.

Wollen wir jetzt SO anfangen? 😀

Dietmar
Dietmar
20. Oktober, 2010 13:08

,,Bubu". DAS ist ein komischer Name.

Nikolai
Nikolai
20. Oktober, 2010 13:27

Herr bubu klingt viel besser.

Peroy
Peroy
20. Oktober, 2010 23:35

Wie heißt das Reh mit Vornamen ?

Peter Krause
21. Oktober, 2010 03:55

Mhh … Farmer?

Wortvogel
Wortvogel
21. Oktober, 2010 08:09

Kartoffelpü!

Peroy
Peroy
21. Oktober, 2010 11:45

Danke, ich dachte schon ich fall' vom Glauben ab…

Dietmar
Dietmar
21. Oktober, 2010 13:26

Und der Aal?

Wortvogel
Wortvogel
21. Oktober, 2010 13:34

@ Dietmar: Pottw?

(Grundgütiger, ich missbrauche mein eigenes Blog für laue Kalauer.)

Dietmar
Dietmar
21. Oktober, 2010 13:34

Laternenpf. 🙂

(Damit WIR nicht die ganze Arbeit machen müssen…)

Peter Krause
21. Oktober, 2010 20:54

Mist, hätte wohl doch das Kartoffelpü als URI hinterlegen sollen, wie ich es ursprünglich vorhatte, um nachträglich meine geistige Gesundheit nachweisen zu können …

Exverlobter
Exverlobter
21. Oktober, 2010 21:06

Bei Herrn Boll scheint sich ja langsam richtig Frustration breit zu machen, wenn man da seine Erklärung auf bollfans durchliest.
Hier ist noch ein anderes Interview, wo er sich wieder mal über alle anderen aufregt, die seine "Meisterwerke" einfach nicht kapieren wollen.

http://www.viceland.com/blogs/de/2010/09/09/uwe-boll-schwadroniert-uber-seinen-auschwitz-film/

nilz
2. November, 2010 09:29

ich hab ja schon überlegt, ob ich den mal via facebook für ein interview anfrage, weil ich mich ja zuletzt so dermassen über den auschwitz-trailer aufgeregt habe und dafür (ich weiss noch nicht ob berechtigt) eine menge kommentatorenschelte einstecken musste. und das vice-interview ging ja auch einfach so über fb. und dann hab ich mir fragen überlegt. und wie ich den festnaglen könnte. und dann hab ich gedacht: och nö. lass mal. ich muss mich nicht an so einem typen aufreiben. das bringt es irgendwie nicht. aber reizen tut es mich natürlich nachwievor….

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