Eine neue Datenschutzverordnung steht ins Haus – und allenthalben herrscht große Unruhe, was das denn genau bedeutet und welche Folgen das haben kann. Auch ich kam dieses Wochenende nicht umhin, mich mal mit dem Thema auseinander zu setzen.

Zuerst einmal: streng genommen betrifft mich die neue Regelung nicht. Mein Blog ist rein privater Natur, zeigt keine Werbung, keine Partner-Links und generiert keinerlei Einkommen. „100 Prozent Torsten Dewi“ – steht seit Tag 1 auch klar und deutlich da.

Nun ist die neue Verordnung aber noch nicht im realen Leben erprobt worden, viele Vorgaben werden erst in den nächsten Monaten und Jahren durch Klagen und Gerichte definiert und zementiert. Das heißt: absichern ist besser als abmahnen lassen. Und darum habe ich dank meines IT-Experten Mad Mike auch seit heute eine neue Datenschutz-Erklärung. Solltet ihr euch mal durchlesen, ist ziemlich interessant, was da alles abgedeckt wird. Es bestätigt, dass ich selber Daten weder erhebe noch horte, aber Plugins, Logins und Kommentare natürlich zwangsläufig gewisse Informationen sammeln. Das ist ziemlich transparent und alles im üblichen Rahmen.

Darüber hinaus bin ich heute noch ALLE 3455 hier veröffentlichten Artikel durchgegangen und habe nachgesehen, ob in 12 Jahren vielleicht was angefallen ist, was sich als rechtlich problematisch erweisen könnte. Zu meiner Freude war das bestenfalls Kleinkram. Ich musste vielleicht ein Dutzend Bilder ausgetauschen, deren Herkunft ich nicht mehr astrein belegen kann. Ich habe ja generell nie „gewildert“ und 90 Prozent der hier gezeigten Fotos sind entweder von mir oder stammen aus freigegeben Pressequellen und von Ausrissen/Screenshots. Ich bin froh, dass mein Hobby nicht „fremde Leute ungefragt fotografieren“ ist…

Machen wir uns nichts vor: Wäre ich unvorsichtiger oder leichtsinniger bei der Bildauswahl gewesen, hätte ich den Wortvogel vielleicht ganz, zumindest aber auf absehbare Zeit auf Eis legen müssen. Dann wäre ich Freiwild für Kanzleien geworden, die automatisiert nach Verstößen suchen. Tatsächlich hatte ich ins Auge gefasst, z.B. alles vor 2017 erstmal offline zu nehmen, um die Sachlage zu prüfen. Aber es stellte sich dann doch als halb so wild heraus.

Nach meinem Dafürhalten kann die DSGVO also kommen.



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Bei nem Webseiten-Projekt von nem Kumpel und mir ist die Ausgangslage ähnlich – privat, keine Werbung, etc. und trotzdem sind wir unsicher, worauf es zu achten gilt. Glaube dein „Viel hilft viel“ Ansatz bei der Datenschutzerklärung ist da nicht verkehrt 😉
Und da sieht man ja schön, welche (technischen) Bereiche u.U. von der Verordnung betroffen sind.

Für andere, die wie ich bis kurz vor Fristende warten:
Heise hat einen Bereich mit allerhand Links und auch einem recht übersichtlichen PDF-Booklet zum herunterladen gebastelt.
Siehe https://ct.de/dsgvo18

Das steht dann z.B. für Tracking-Dienste wie Google-Analytics, dass man beim eigenen Nutzungsvertrag mit denen prüfen sollte, ob dieser DSGVO-konform ist. Etwas, dass ich noch schnell machen sollte…