Derzeit in Oslo – bringt mir den Kopf von Spider-Man!

spidey

Anlass: „Marvel Universe Live“. Eine tolle Sache für die ganze Familie, fettes Pyro-Spektakel und beeindruckende Stunts inklusive. Man bekommt wirklich so eine Art Avenger-Film vorgespielt, plus X-Men und ein paar bisher im Film vernachlässigte Figuren wie Ms. Marvel und The Black Cat. Man hätte mir nur vorher sagen können, dass die Dialoge natürlich auf norwegisch sein würden…

Norwegen und Oslo generell? Klasse. Verhält sich zu Deutschland wie Kanada zu den USA. Man möchte bleiben, aber die sind alle so schön, sportlich und jung hier – die würden uns nicht wollen.

Norwegische Blaulinge habe ich allerdings noch keine entdeckt – die müssen daheim gut festgenagelt sein:

Ich lese: „The complete Peanuts„. Weil man das einmal im Leben gemacht haben sollte. Interessant erscheint mir primär, wie stark sich die Serie in den unglaublichen 50 Jahren ihrer Laufzeit verändert hat, nicht nur was den Stil angeht. Die Peanuts sind ein Spiegel des Amerikas der Nachkriegszeit, reflektieren soziale und politische Strömungen, emanzipatorische Bemühungen und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Versagen ebenso wie den Traum vom besseren Morgen. Und von ca. 1965 bis 1995 waren die Strips mitunter saukomisch, auch wenn ich mir den Luxus erlaube, Bill Wattersons „Calvin & Hobbes“ immer noch für den Höhepunkt dieser Kunstform zu halten.

Ich empfehle die englische Version, da die deutschen Übersetzungen teilweise beschämend schlecht sind. Wen der Preis schreckt, der bekommt auch bei diesem Jubiläumsband viel Gegenwert fürs Geld.

Ich schaue: „Suicide Squad“. Was für ein konfuser Käse! Völlig handlungsfrei, ohne Hauptfigur, besetzt mit schlecht und unterentwickelten Charakteren, moralisch zutiefst korrupt, technisch wie inszenatorisch zweitklassig, nur dank der schieren Geschwindigkeit, dem bonbonigen Klamauk und dem weitgehenden Verzicht auf Pathos über dem Niveau von „Batman vs. Supeman“. Auch die Darsteller können nicht punkten: Will Smith versucht penetrant, sich in den Mittelpunkt zu schieben und verzichtet aus offensichtlicher Eitelkeit bis auf zwei Sekunden auf die eigentlich notwendige Deadshot-Maske. Cara Delevingne ist spektakulär schlecht, Jared Leto einfallslos und dank Zahnklammer schwer verständlich – nur Margot Robbie zieht sich (und ihre dauerpräsenten Pobacken) ehrenhaft aus der Affäre. Ein Film wie seine eigene Asylum-Parodie.

Ich empfehle: Nochmal zehn Leichen aus meiner Leseliste:

How Seinfeld’s Productivity Secret Fixed My Procrastination Problem

Wie werden Kalorien gemessen?

Pulp Fiction under German totalitarianism

Here is what happens when you cast Lindsay Lohan in your movie

Rundfunkbeitrag bald fast so schlimm wie Hitler

Esquires interview with Megan Fox is the worst thing ever written

Studentin in Splatter-Filmen: Nach der Unis schlachtet sie Zombies

Writing Life: Writing by dictation. Ergänzend: Dictation software that works?

Eine zeitgemäße Erregung: Der Skandal um Ingmar Bergmans Film „Das Schweigen“ und die Aktion „Saubere Leinwand“

Dennis Miller rant: Victimless crimes

Ich verweise: Erneut auf den fehlerfreien Kundenservice von Amazon – mein beim Sturz gesplittertes Fire Tablet wurde (ohne Garantie oder Verantwortlichkeit) durch ein „refurbished“-Gerät ersetzt. Einziges Ärgernis: Ich verliere beim Daten-Umzug demnächst alle 700 geschafften Level von „4 Bilder 1 Wort„.

Die Katzen (Becky in diesem Fall):

starcat



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Dietmar

You are suckin´ his brain!

Will Smith versucht penetrant, sich in den Mittelpunkt zu schieben und verzichtet aus offensichtlicher Eitelkeit bis auf zwei Sekunden auf die eigentlich notwendige Deadshot-Maske.

Eieiei, schade. Ich mag ihn eigentlich.

Thies
Thies

„mein beim Sturz gesplittertes Fire Tablet wurde (ohne Garantie oder Verantwortlichkeit) durch ein „refurbished“-Gerät ersetzt“

Als mir dieses Frühjahr mein erstes Fire aus der Hand fiel und der Bildschirm ein unpassendes Spiderman-Muster bekam, hatte ich online vergeblich nach einer Möglichkeit gesucht dieses nachbessern zu lassen. Die Maske für Reklamationen ist meiner Meinung nach zu stark auf eine eingeschränkte Zahl von Fällen angelegt oder hab ich mich da in der Navigation verirrt?

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos

Vielen Dank für den unterhaltsamen NYT-Artikel zu Lohan und Schrader 😀

Robert
Robert

da fehlt was, das mit „G“ beginnt und mit „wicht“ endet.
Gartenwicht ist es nicht . . .
😛
Gibt’s den Becher eigentlich auch mit dem Hulk? ich überleg noch, ob das Ironie ist oder nicht . . .

TimeTouris
TimeTouris

Die Tasse ist mal voll ekelig!

Jake
Jake

„da fehlt was, das mit „G“ beginnt und mit „wicht“ endet.“

Wird wohl daran liegen, dass in Hotelzimmer-Bädern selten eine Waage steht. 😉

robert
robert

„Wird wohl daran liegen, dass in Hotelzimmer-Bädern selten eine Waage steht.“
pfff, ausreden 😛

Earonn
Earonn

Interessanter Artikel über die Kalorienberechnung. Das könnte ja mal erklären, warum verschiedene Leute so unterschiedlich essen können oder von verschiedenen Sachen zunehmen.

Amazon macht’s einem schon echt schwer. Einerseits diese Steuergeschichten, andererseits ein wirklich guter Kundenservice.

Dieser Katzenblick…muss-Futter-kaufen-Futter-den-ganzen-Tag-gutes-Futter-für-die-Garstigen-Gebieter…

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[…] „4 Bilder 1 Wort“ musste ich neu installieren, dabei ist der Spielstand verloren gegangen. Also alle 2500 […]

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[…] ist kontemplative Konzentration, unterbrochen von kleinen Siegen. Damit ist es Casual Games wie „4 Bilder 1 Wort“ und „Bookworm deluxe“ gar nicht so […]

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[…] in der Besetzung einer Hauptrolle. Und es ist NICHT Cara Delevingne, der hier im Gegensatz zu „Suicide Squad“ nicht nur nicht nervt, sondern ein echtes Highlight darstellt. Ihre etwas blasierte und […]