31
Dez 2015

16 for ’16: Wortvogels Serienguide (4)

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

Childhood’s End

3 Teile, Syfy Channel. Basierend auf dem Roman von Arthur C. Clarke. Aliens, Overlords genannt, kommen auf die Erde und geben der Menschheit eine Chance auf ewigen Frieden und Wohlstand – aus wenig altruistischen Gründen. Im Gegensatz zu den meisten anderen neuen Serien schafft "Childhood’s End" einen erstaunlichen Spagat – die epische Miniserie wird ohne Event-Bombast ruhig und bedächtig erzählt, kommt ohne Effektspektakel und Starbesetzung aus. Große Science Fiction ohne großen Aufwand, inhaltlich anspruchsvoll und fern der Klischees. Highlight.

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Beowulf: Return to the Shieldlands

13 Episoden, ITV. James Dormer ist ein Autor, der bevorzugt klassische Abenteuerfiguren wie Sindbad, die Musketiere und die Tempelritter aufgreift und dann schnodderig "modern" neu interpretiert – wobei vom Charme der Originale nichts übrig bleibt. "Beowulf" bildet keine Ausnahme, vom klassischen Heldengedicht ist in dieser Fortschreibung nur noch ein angemessen budgetierter, aber lustlos erzählter "Game of Thrones"-Abklatsch übrig. Besonders John Hurt obviously can’t give a shit. Nicht ganz so katastrophal deppert wie der "Beowulf" mit der nackten Angelina Jolie-CGI oder der mit dem blondierten Christopher Lambert, aber auch nicht so unterhaltsam.

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Colony

Unbekannte Episodenzahl, USA Network. Carlton Cuse (Lost, The Returned, The Strain, Bates Motel) ist mal wieder dran. Diesmal geht es um eine Familie im LA der nahen Zukunft, in der die Menschen von Aliens geknechtet werden, die niemand bisher gesehen hat und die durch ihre Miliz aus Kollaborateuren und eine Menge großer Mauern die Stadt in so eine Art offenes Gefängnis verwandelt haben. Eher Drama als Action-Apokalypse wie bei "Falling Skies". Nach der Pilotfolge bin ich noch sehr gespalten: Das ist mir persönlich etwas zu vage und statisch, die Darsteller geben mir nichts, aber es ist alles sehr clever konstruiert und baut am Ende der ersten Episode einen Konflikt, der neugierig macht.

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Tripped

4 Episoden, E4. Ein Stoner bekommt Besuch von einer Alternativwelt-Version seines besten Kumpels. Wie es aussieht, ist ausgerechnet er irgendwie elementar wichtig für das Multiversum und muss nun durch verschiedene Realitäten reisen, um alles gerade zu rücken. Die britische Slacker-Version von "Sliders" (kennt das noch wer?) hat viel entspannten Stoner-Humor und schräge Ideen zu bieten, auch wenn die Ausarbeitung der Alternativwelten eher bescheiden und beschränkt ausfällt. Ich habe mich prima amüsiert, wie auch schon über "No heroics" und "FAQ about Time Travel".

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Dietmar
31. Dezember, 2015 09:17

Wird mir ein ewiges Rätsel bleiben, wie Du das alles schaffst.

Peroy
Peroy
31. Dezember, 2015 10:24

Er lässt gucken und liest dann den Rapport…

Moss
Moss
31. Dezember, 2015 13:23

kommt ohne Effektspektakel und Starbesetzung aus.

Naja, Charles Dance, wenn auch als Karellen fast nur an der Stimme zu erkennen, würde ich schon als Star bezeichnen, aber sonst … ja. Ich fand die Umsetzung auch schon ungewohnt werktreu, auch wenn ich die Vorlage mal wieder lesen sollte.

Das „Empfangszimmer“ (mit der halbdurchsichtigen Spiegelwand) im Raumschiff erinnerte ein bißchen an die Sterbesuite am Ende von Kubriks „2001“, oder?

"Sliders" (kennt das noch wer?)

Klar. Du fragst komisches Zeug … 😉

Mic
31. Dezember, 2015 15:33

Oh, Gollum spielt auch bei Beowulf mit, scheint mir!

comicfreak
18. Januar, 2016 12:00

..dann warte ich mal auf die DVDs von Childhood’s end..