Es gab eine Zeit, da habe ich bei Amazon nur Bücher gekauft – weil es da nur Bücher gab. Das war so um 1996 und 1997. Ich fand es eher drollig, als Jeff Bezos ankündigte, Amazon zu einem vollwertigen Kaufhaus ausbauen zu wollen. Wer kauft denn übers Internet seine Hosen? Noch dazu in einem Buchladen? Wie so oft habe ich mich geirrt. Amazon ist über die Jahre tatsächlich mein „one stop shop“ geworden. Ich bin seit drei Jahren Prime-Käufer und nicht nur von der Liefergeschwindigkeit und den Preisen überzeugt, sondern auch von den Rückgabemöglichkeiten, wenn doch mal was nicht passt oder funktioniert.

Gerade warte ich auf eine SSD, die ich meinem Macbook spendieren will, weil er bei InDesign 6 mittlerweile doch ein wenig fußlahm wird. Davon abgesehen läuft er noch sensationell stabil und stressfrei. Es sei gestanden: besser und zuverlässiger als jedes PC-Notebook, das ich je hatte und das mir nach drei Jahren schon wieder zu veraltet war.

Um zu sehen, wo sich die SSD gerade befindet, habe ich einen kurzen Blick in meine Einkaufschronik bei Amazon geworfen und es ist schon erstaunlich, was ich da alles mittlerweile kaufe. Hier mal eine kurze (unvollständige) Liste der letzten 12 Monate:

  • Staubsauger
  • SSD-Festplatte
  • USB-Stick
  • Fußmatten fürs Auto
  • Diktiergerät
  • Wlan-Router
  • Elektrische Zahnbürste
  • Batterien 
  • Druckerpatronen
  • Rasierer
  • Ersatzakku fürs Handy
  • Schrumpfschlauch
  • Almased
  • Milchschäumer
  • Trainingsanzug
  • Funktastatur
  • Katzenfutter
  • Toaster
  • Antirutschmatte
  • Rollerhelm
  • Hose
  • Eierschneider
  • DVD-Rohlinge
  • Gepäckwaage
  • Arbeitsspeicher
  • Sprühkleber
  • Backpinsel

Und Bücher. Einen Haufen Bücher. Natürlich.

Bin nur ich so schlimm?



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Proesterchen
Proesterchen

„Bin nur ich so schlimm?“

Ja. Ein Eierschneider? In welchem Jahrhundert leben wir denn? Tsss.

Jojo
Jojo

Nö.
Ich bin auch froh, wenn ich nicht in der Gegend rumrennen muß um irgendwelche Sachen zu besorgen. Und wenn Amazon irgendwann einen Pizzaservice anbietet, werde ich den auch nutzen.

Thorben
Thorben

Nein. Guckst du hier:

Bob, der Baumeister 17: Ganz der Vater
Varta Mignon Batterie 40St. 4006 LR6AA Mignon
Nivea For Men Rasierschaum Sensitive Active Comfort System , 4er
Nivea Men Invisible For Black&White Power Anti-Transpirant Spray, 6er
Der mit dem Wolf tanzt (Special Steel Edition) [Blu-ray]
Gillette Fusion Klingen Vorratspack, 12 Stück
2,5″ USB 2.0 Externes Gehäuse aus Aluminium für SATA Festplatten
Sony NWZB173B WALKMAN MP3-Player 4GB mit Kleidungsclip rot
Tassimo HAG, 5er Pack (5 x 16 Portionen)

Das war Seite ein von sechs 🙂

Testkaninchen
Testkaninchen

@ Proesterchen

Genau, Eier schneidet man mit dem SchneidStar (R C TM wasauchimmer) von Tupper! Eierschneider pah.

Wortvogel
Wortvogel

@ Proesterchen: Ich habe mich jahrelang über billige Eierschneider aus Plastik geärgert, deren Drähte nach ein paar Monaten rissen und die man dann wegschmeißen konnte. Also habe ich mir bei Amazon den hier gekauft:

http://goo.gl/cVgh7

Der überlebt den Atomkrieg. Unbeschädigt.

Auch ideal für Bratkartoffeln.

Pogopuschel
Pogopuschel

Mir geht es ähnlich. Ende März habe ich bei Facebook geschrieben:

„Ich habe mir mal meine Amazon-Bestellungen seit meiner ersten im Jahr 1999 angeschaut und auch ausgerechnet, wie viel Geld ich bei diesem Konzern gelassen habe. Das hätte ich besser nicht gemacht (das Ausrechnen). Bewegt sich knapp im fünfstelligen Bereich.
Anfangs waren es nur 1-2 Bestellungen pro Jahr, 2006 noch 6, aber ab 2007 (Ende meines ersten Studiums, Berufseinstieg) ging es richtig los, mit 36 Bestellungen). In den ersten Jahren waren die Beträge pro Bestellung höher, ab 2007 gibt es eher viele kleinere Bestellungen. Bis dahin waren es auch fast ausschließlich Bücher (auch viele Fachbücher für die Uni), CDs und DVDs. Dann kamen Sachen wie MP3 Player, Festplattenrecorder, Kophörer, Staubsauger usw. dazu.
Ab 2005 kam Amazon.com dazu und 2009 Amazon.co.uk dazu. Vor allem Serien und Filme, die es in Deutschland nicht gab oder Wucherpreise kosteten.

Es ist interessant, die alten Bestellungen durchzugehen. Oft weiß ich noch genau, in welcher Lebenssituation ich sie aufgegeben habe. Und erinner mich sogar, wann ich welches Buch wo gelesen habe.“

Ich habe auch einen Elektroofen, eine Heizlüfter, mein letztes Noteboook, mein Telefon, eine Fritzbox, Druckerpatronen sowieso und einiges mehr dort gekauft.

Bei elektronischen Geräten schätze ich sehr die Kulanz bzw. das kundenfreundliche Verhalten, wenn es um Rückgaben geht (was bei mir bisher allerdings nicht notwendig war). Da vertraue ich amazon deutlich mehr als Mediamarkt (schlechte Erfahrungen mit einem defekten Notebook, das dreimal von denen zur Reperatur eingeschickt wurde) und Co.

reptile
reptile

Nein. Amazon ist auch meine erste Anlaufstelle. Wenn die jetzt noch den Wocheneinkauf bringen würden….

Panasonic ER-1611 Profi-Haarschneidemaschine
Sitzsack Magma Scuba Swing khaki
Eine unberührte Welt, Eschbach, Andreas
Designer Quarz Wanduhr Uhr 40cm Ø Vintage Holz-Style Retro in Braun
Kinzler K-12823/00 Microperlen Kissen 36 x 50 x 11 cm, mit abnehmbarem Jersey Bezug,weiß
FMD Möbel 913-001 Überbau Olbia circa 64 x 190 x 26 cm, weiß
Auna MG-VRE-36 Videosafe digitaler Videorekorder (7 cm (2,8 Zoll) Display, 4 Megapixel, Mic-In, HDMI-Out, USB/SD Aufnahme) schwarz
Bomann BS 971 CB Bodenstaubsauger / 2000 Watt / ohne Beutel / anthrazit-orange

Marcel
Marcel

Pff, Jojo. Pizzabringdienst ist so 2010: http://www.theverge.com/2013/5/21/4350948/nasa-funding-3d-food-printer-pizza

Und was Amazon angeht: Guilty as Charged. Ich überleg bei Haushaltswaren schon gar nicht mehr, in welchem Laden es das geben könnte, sondern schau zuerst bei Amazon.

Wortvogel
Wortvogel

@ Pogopuschel: Mal die Gesamtkosten zusammen zählen – ich glaube, das mache ich dieser Tage auch mal! Meine erste Bestellung bei Amazon Deutschland war übrigens das Buch zur WDR-Reihe „Pop 2000“ im November 1999. Vorher habe ich nur bei Amazon USA bestellt.

Nikolai
Nikolai

Xbox 360 Controller für Windows
MONTEBELLUNA Überschuh Reflex
2 von ABUS Regenkappe
Pro-X MONTEBELLUNA Überschuh Reflex
Sunkist Grape 355ml x24
Beatsteaks – Muffensausen (2DVD + CD)
Sandisk Cruzer USB-Stick
Fire Emblem: Awakening
Bad Ass [Blu-ray]
Untote wie wir – Steelbook [Blu-ray]
Horte magischen Wissens: Die Magierakademien Aventuriens, Band 2
His Best – CD von Howlin‘ Wolf

Erste Seite von 4.
Alleine das Sunkist bekomme ich im normalen Laden gar nicht.
Amazon Prime lohnt sich bei mir auf jeden Fall und die Lieferzeiten, an Packstation, sind einfach super.

Sir Richfield
Sir Richfield

Pogopuschel: „Es ist interessant, die alten Bestellungen durchzugehen. Oft weiß ich noch genau, in welcher Lebenssituation ich sie aufgegeben habe. Und erinner mich sogar, wann ich welches Buch wo gelesen habe.”“
Und genau deshalb ist die Datensammelwut ja auch das Problem. 😉

Hmm, ich glaub, ich hau auch mal so eine Liste raus. Da ich auch noch Krempel für die halbe Familie besorgen muss in „diesem Internet“ und ich gerne über Amazon Geschenke… Das wird eine krude Mischung…

Edith sagt: Verdammtes Internet, jetzt erwische ich mich gerade dabei, wie ich bei Amazon verschiedene Eierschneiderangebote ansehe… Und mich wunder, was es alles gibt und wie viel Geld die dafür wollen.
Meine einzige Hoffnung ist ja, dass ich damit sämtliche Werbealgorhytmen kaputt mache…

S-Man
S-Man

Nein. Ich kaufe auch 80% aller Sachen via Amazon bzw. Amazon Marketplace. Vor allem wegen der Lieferzeiten und unkomplizierten Rückgabe. Erst heute: „Nein, sie brauchen das Produkt nicht zurücksenden. Wir leiten den Erstattungsvorgang ein.“ Ich so… ooookay…

Wortvogel
Wortvogel

@ Sir Richfield: Ich hadere auch gerade mit der Frage, für was oder wen ich 2000 dieses Buch gekauft haben soll:

„Berlin und Brandenburg mit Kindern. Freizeit, Natur und Abenteuer für die ganze Familie.“

Das passt so gar nicht.

Wortvogel
Wortvogel

@ S-Man: Als es nur Amazon USA gab, waren die noch kulanter. Wenn man sich nach zwei Wochen beschwert hat, dass eine DVD-Ladung noch nicht da ist, hieß es lapidar: „Schicken wir sofort noch mal raus. Wenn die andere Ladung doch noch auftaucht – don’t bother sending it back. Have fun.“

Jojo
Jojo

@Marcel: den 3D-Printer würde ich dann aber auch wieder bei Amazon bestellen.

Marko
Marko

Willkommen im Club! Meine Amazon-Einkaufsliste der letzten Jahre liest sich auch mehr und mehr wie eine Bestandsaufnahme für die Hausratversicherung …

Dr. Acula
Dr. Acula

Aktive Kundenkonten bei .com., .de, .co.uk und .fr. Und wenn man .co.jp irgendwie auf lateinische Schriftzeichen umstellen könnte (was vermutlich geht, ich Torfnase nur noch nicht gefudnen habe), dann auch dort 😛

Ich glaub, das einzige, was ich noch nicht bei amazon bestellt habe, sind Lebensmittel. Wobei ich auch das schon sehr ernstlich in Erwägung gezogen habe.

Pogopuschel
Pogopuschel

Meine erste Bestellung bei Amazon.De 1999 bestand ausschließlich aus Fantasybüchern: »Kane der Verfluchte« und »Das Buch Kane« von Karl Edward Wagner, sowie »Der Fluch des Verächters« der erste Band aus der Reihe um Thomas Covenant von Stephen R. Donaldson.

In der zweiten Bestellung kamen dann noch »Eine kurze Geschichte der Zeit« und »Die satanischen Verse« neben einigen Fantasybüchern dazu.

Bei Amazon.com habe ich vor allem die (tatsächlich in Anoraks eingepackten) DVD-Boxen zur Serie »Northern Exposure« (»Ausgerechnet Alaska«) bestellt.

Wortvogel
Wortvogel

Leider scheint das Order-Tracking bei Amazon generell nur bis 1999 zurück zu reichen. Ich kann nicht herausfinden, was ich vor 1999 in den USA bestellt habe. Schade eigentlich. Erste US-Bestellung 1999 war die Miniserie „War and Peace“ mit Anthony Hopkins, weil wir damals bei Tandem darüber nachgedacht haben, uns an einer Neuverfilmung zu beteiligen.

Marko
Marko

Hm, meine erste Bestellung war „erst“ 2002: Die Special Edition der HdR-„Die Gefährten“-DVDs …

Wortvogel
Wortvogel

@ Marko: 2002 war meine erste Bestellung bei Amazon UK – die zweite Staffel „Spaced“ auf DVD.

Montana
Montana

@Wortvogel/14: Das ist doch heute auch noch so. Hatte einen Laptop bestellt und als es nach einer Woche noch nicht angekommen war, obwohl sei Tagen als versendet vermerkt, habe ich amazon eine E-Mail geschickt.

Ich bereitete mich darauf vor, irgendwas von „wenden Sie sich an den Paketdienst“ lesen zu müssen, aber nichts da. „Ich schicke sofort ein neues Gerät raus, falls das andere doch noch ankommen sollte, verweigern Sie die Annahme.“ Einen Tag später klingelte DHL. (Für die ursprüngliche Lieferung war übrigens Hermes zuständig…)

Mit einer umfassenden amazon-Biografie kann ich darüberhinaus nicht aufwarten. Die bekomme ich aus dem Kopf zusammen: Monitor, Gartentisch, Laptop, MP3-Player. Nein, nicht diesen Monat. Insgesamt…

heino
heino

Wenn du der einzige wärst, gäbe es den Laden doch gar nicht:-)

Ich bin da nicht ganz so extrem. Meine Bestellungen dort sind zwar auch zahlreich, umfassen aber fast ausschließlich CDs, Bücher, DVDs und Comics. Wobei ich meist den Marketplace nutze, der iste echt fantastisch. Und der Kundendienst von Amazon kommt dem absoluten, nie erreichbaren Ideal schon verdammt nah.

Mencken
Mencken

Meine Liste sieht ähnlich (lang) aus und ich bin auch Prime-Kunde, würde aber dennoch sagen, dass ich den größten Teil meiner Käufe immer noch lieber in richtigen Läden erledige (Kleidung und Schuhe sowieso, Baumarktzeug, Drogerieartikel und Elektrokleinkram auch, Bücher oftmals zwar auch online, aber lieber bei anderen Händlern). Aussagekräftiger wäre eher eine Schätzung des prozentualen Anteils an allen Käufen (bzw. der Ausgabenhöhe), würde vermuten, dass bei den meisten Leuten der Ladenkauf da noch stark überwiegt.

Marko
Marko

Als ich bei amazon.de mal ein T-Shirt bestellt hatte und es zu klein war, wollte ich es zurückgeben, um mir eine größere Nummer zu bestellen. Ich erhielt die Nachricht, dass ich das Geld zurückbekomme und das Shirt trotzdem behalten darf. Das ist mir woanders auch noch nicht passiert …

… wobei ich mit dem Shirt immer noch nichts anfangen kann, aber naja. 😉

dapete
dapete

@Dr. Acula: Bei .co.jp gibt’s oben den Link „In English“. Das hilft zumindest bei der Oberfläche, die Produktbeschreibungen usw. ändert das nicht. Die Versandkosten nach Deutschland auch nicht 🙁

Amazon.co.jp hat sich aber bei meinen Japanreisen als praktisch erwiesen: Ich hab die Mitbringsel am Tag vor der Abreise bestellt und dann vor Ort beim nächsten 7-Eleven abgeholt.

Proesterchen
Proesterchen

@Wortvogel

Eibrot- oder Eiersalat-Fanatiker? Oder gibt es da noch Spielarten, derer ich mir bisher nicht bewusst war?

Meine eigene Bestellhistorie ist total langweilig, viele Jahre nur Bestellungen vor Weihnachten, manchmal auch noch geburtstagshäufungsbedingt im Mai. 2002 hatte ich sogar 0 Bestellungen.

Meine erste Bestellung war ein Reiseführer für Hundehalter – den schieb ich direkt mal meinen Eltern in die Schuhe! :-p

Ich glaube, in den letzten Jahren habe ich bei den europäischen Filialen häufiger als dahoam bestellt, verdammte Schnäppchen. Und solche Späßchen wie Prime oder Haushaltswaren habe ich bisher auch umschifft.

Wortvogel
Wortvogel

@ Proesterchen: Zumindest vor meiner Diät (mittlerweile eine umfängliche Ernährungsumstellung) habe ich sehr gerne Sandwiches im Sandwich-Toaster gemacht, die auch Eierscheiben brauchten. Noch mehr benutze ich das Teil allerdings, um gekochte Kartoffeln zu perfekten Scheiben für Bratkartoffeln zu machen. Habe ich in den 80ern als Tipp im WWF-Club gelernt.

Tom
Tom

Mein Vater und ich kaufen dort auch ständig ein; sogar Salmiakpastillen habe ich mal dort bestellt.

Der Karsten
Der Karsten

Ich habe bei Amazon auch schon jeden Quatsch bestellt.. PS3-Spiele, Blu Rays, Teufel Lautsprechersystem. Ich hatte mich jetzt ein paar Monate in Amazon Abstinenz geübt, bin aber heute beim Suchen eines Ersatzfahrwerkes für mein Auto wieder dort gelandet. Da gibts Bilstein Dämpfer für 150 Euro weniger als in allen anderen Onlineshops. 🙂

Dr. Acula
Dr. Acula

@dapete
Tatsächlich. Da steht’s. Gib’s zu, den Link hast du grad da reingehackt… hätte ich ja wohl sonst gesehen 😛

Klaus
Klaus

Ich bin hier scheinbar Ausnahme: Amazon nur im größten Ausnahmefall – wenn es das gewünschte sonst nirgendwo gibt. Seit 1996 insgesamt vier Bestellungen und davon zwei aus Neugierde ganz am Anfang.

Als Universalkatalog nutze ich Amazon aber gerne. Und gehe dann in den Laden meiner Wahl, um das gewünscht anzuschauen, anzufassen und wenn ich es dann haben will auch gleich mitzunehmen. Kein Warten auf Benachrichtungskärtchen im Briefkasten, kein Gang zum Postamt – sehen, kaufen, benutzen.

Und nachdem kürzlich einer meiner favorisierten Läden wegen zu viel Onlinekonkurrenz (und zu schlechter eigener Internet-Strategie) schliessen musste, sehe ich amazon zunehmend kritischer…

Wortvogel
Wortvogel

@ Klaus:

„Kein Warten auf Benachrichtungskärtchen im Briefkasten, kein Gang zum Postamt – sehen, kaufen, benutzen.“

Das kann ich aber zu Gunsten Amazons umdrehen:

„Kein Jacke anziehen, zum Laden latschen, auf Vorrätigkeit hoffen, an der Kasse anstehen, nach Hause latschen, etc. – anklicken, 24 Stunden warten, an der Haustür entgegen nehmen.“

Der Karsten
Der Karsten

Die meisten Nutzer machen es genau umgekehrt: Im Laden schauen und nachher im Internet kaufen. Das ist auch ihr gutes Recht und die Hersteller / Verkäufer müssen sich darauf einstellen. Leider hapert es da bei vielen Unternehmen noch und die müssen sich auf lange Sicht aus dem Markt verabschieden.

Oh mann.. ich sollte diese Bücher übers „Multi-Channel-Management“ abends weglegen. ^^

Wortvogel
Wortvogel

@ Karsten: Das ist aber nicht neu – und auch kein Problem des Internets. Meine Mutter arbeitete ihr Leben lang in einem Geschäft für Luxus-Schreibwaren. In den 80ern bürgerte es sich langsam ein, dass Leute sich stundenlang von ihr beraten ließen und dann mit einem „Ich muss mir das noch mal überlegen“ abzogen – um im billigeren Kaufhof 200 Meter entfernt den Füllhalter für 10 Mark weniger zu kaufen.

Uli
Uli

Schlimm wird es finde ich mit erst mit „Prime“, weil man damit sogar Artikel für wenige Euro zum Ladenpreis kaufen kann. Da sollte man sich aber kurz fragen wie da noch irgendjemand dran verdient, bzw. sind die Arbeitsbedingungen bei Amazon selbst und den Paketdiensten ja inzwischen bekannt.

Der Karsten
Der Karsten

Stimmt.. da habe ich nicht dran gedacht. Aber irgendwie bin ich da anders gestrickt (was gut für die Verkäufer ist). Meistens kaufe ich dann da, wo ich beraten wurde.. wenn der Verkäufer entsprechend kompetent war. Ich bekomme ansonsten echt ein schlechtes Gewissen.

Proesterchen
Proesterchen

Vielleicht hast Du auch einfach bessere Verkäufer, was mir allein in den letzten Wochen untergekommen ist, geht an Unwissenheit und dumm-dreister Veräppelung auf keine Kuhhaut.

sergej
sergej

Mein erste Bestellung war (wahrscheinlich) im Sommer 2000, Planescape: Torment. Und gleichzeitig die erste und bislang letzte Fehllieferung, stattdessen bekam ich eine Best-of von Frank Sinatra seinen Spießgesellen. Ab da äußerst sporadisch mal ein Buch oder eine CD bestellt, oft mit einem WG-Mitbewohner zusammen um auf die Mindestbestellsumme zu kommen.
Dann längere Zeit nicht bestellt, erst wieder seit 2006. Seitdem 11 Bestellungen (2006-2008, 12, 13 jeweils 1 im Jahr, 2009 4 Lieferungen, 2 in 2010, keine in 2011). In der Regel zu Geschenke zu Weihnachten, die ich auch vor Ort hätte bestellen müssen. So war die Bestellung in 2012 ein Buch zum Geburtstag meines Neffen, ich konnte ihn nicht besuchen,so habe ich das Buch direkt an ihn liefern lassen und damit das Porto für mich gespart.

Es gibt verschiedene Gründe, warum ich nur wenig bei Amazon bestelle:
– manche Sachen möchte ich vor dem Kauf gerne anfassen und ansehen (Kleidung bspw.).
– Bei Bücher, die der Buchpreisbindung unterliegen, spare ich noch nicht mal etwas. Und CDs und DVDs habe ich in den letzten Jahren nur sehr wenige gekauft.
– bei manchen Sachen käme ich garnicht auf den Gedanken, sie zu bestellen (Katzenfutter, Batterien, Deo,…).
– größtes Manko bei Bestellungen, nicht nur bei Amazon: Bei gefühlten 50% der Lieferungen muss ich das Paket bei der Post abholen, weil ich nicht daheim bin und/oder kein Nachbar es entgegen nimmt, nichts mit „anklicken, 24 Stunden warten, an der Haustür entgegen nehmen“. Bei andern klappt das besser. Mehrmals in der Woche komme ich eh in die Innenstadt, da kaufe ich dann.
So ist amazon für mich, wie bei Klaus, oft nur ein Katalog, Bewertungen lesen, schnelle Übersicht über gesuchte Produkte und Preise. Häufig schneller und komfortabler als mehrere Herstellerseiten zu durchsuchen.

In meiner Verwandtschaft hingegen gibt es einen, wenn amazon ihn das Bier vor den Fernseher liefern würde, würde es es auch da bestellen.

Der Karsten
Der Karsten

Ich habe den Luxus, alles in die Firma liefern lassen zu können. ^^ Damit fällt der Weg zur Post schon mal weg. Allerdings führt das in der Vorweihnachtszeit bei uns zu einem ganz schönen Paketchaos, wenn jeder der etwas über 100 Mitarbeiter im Netz die Geschenke liefern lässt. Bis jetzt gab es aber deswegen noch keine Meldung der Geschäftsleitung. Es wird „geduldet“ ^^

Nikolai
Nikolai

Erste Bestellung war im Jahr 2005: „Record of Lodoss“ War Vol 1 bis 4
Ich kann mir gut vorstellen, dass ich genau DAFÜR den Account angelegt habe 😀

Der Karsten
Der Karsten

Ich hab gerade auch mal geguckt.. Mitte 2003.. BGB, Arbeitsgesetze, Aktiengesetz. Ich glaube, da fing ich gerade mit meinem ersten Studium an (das ich nicht lange durchhielt). ^^ 2004 habe ich 2 Bücher zum Thema „Ebay Powerseller werden“ gekauft. Gelesen habe ich die nicht wirklich. Powerseller war ich dafür aber auch nie und in der heutigen Zeit ist das wohl auch nicht so der erfolgversprechende Wege, Geld zu verdienen.

Lars
Lars

@Klaus: ich hatte das mal bei Schuhen so gemacht und mir ein Paar ausgesucht (absolute Standardware von einem Hersteller, den ich schon oft vor Ort gekauft habe) und wollte sie dann offline kaufen – kein einziger Laden hattte sie vorrätig oder konnte sagen, wann sie kommen würden. Ende vom Lied: bei Amazon bestellt…
Die Aussage, dass die Amazon-Bestellhistorie genauso gut auch eine Aufstellung für die Hausratsversicherung sein könnte, trifft bei mir auch zu. Einzige Ausnahme: Bei Büchern bestelle ich mittlerweile online beim örtlichen Buchhändler, der die dann am gleichen oder am nächsten Tag liefert. Genauso teuer wie Amazon und ich unterstütze den lokalen Mittelstand 🙂 Das trifft dann aber auch nur für dt. bücher zu – engl. Bücher kaufe ich nur noch übers Kindle (nachdem ich mich zweimal massiv über den Gestank der Billig-Bücher aus UK aufgeregt habe…)

Mieze
Mieze

Ich bin auch „Amazon-Jünger“ 😉 .. hab gerade mal nach meiner ersten Bestellung geguckt: Dezember 1999, „Wie rede ich mich um Kopf und Kragen. Anecken in jeder Runde“ von Jürgen von der Lippe. Müsste ein Geschenk für meinen Vater gewesen sein, ich kann mich nicht erinnern, es gelesen zu haben. Schade eigentlich^^
.. bei Lebensmitteln/Alltagszeug überlege ich auch noch .. muss man da nicht so Intervall-Bestellungen machen? Ansonsten könnte ich mir zumindest die schweren Sachen liefern lassen. Der Paketbote hat sich früher auch immer so gefreut, wenn er einen Monatsvorat Katzenfutter, -streu und Babynahrung schleppen musste (damals immer von Schlecker) 😉

Wortvogel
Wortvogel

@ Mieze: Es mag sein, dass du vor Dezember 1999 schon bestellt hast. Wie ich das überschaue, hat Amazon erst November 1999 angefangen, Einkäufe langfristig zu speichern.

Big Al
Big Al

Lebenslauf demnächst also per Einkaufshistorie.
Schöne neue Zeit. Ich bin eher noch so … naja, mehr altmodisch halt. Ich muss den Krempel im Laden befingern, anprobieren, dran riechen, in einem Buch blättern und ein paar Seiten lesen, Werkzeug in die Hand nehmen usw.
Und bei Klamotten bin ich zickiger als manche Frau. Das trieb schon manche Verkäuferin fast in den Selbstmord, aber wenn ich dann mal etwas finde das mir a) passt, b) auch auch noch gefällt und c) vernünftig verarbeitet ist kaufe ich davon meistens mehrere Teile.
Kein Internetkaufhausbashing von mir, aber ich bin wahrscheinlich noch nicht so weit. Und kaufe lieber umme Ecke ein.

Wortvogel
Wortvogel

@ Big Al: Das ist ja auch völlig okay. Bis auf ein paar Standard-Hosen kaufe ich meine Kleidung auch lieber dort, wo ich sie anprobieren kann. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die sich 20 Sachen nach Hause schicken lassen mit der Intention, 18 sowieso wieder zurück zu schicken.

Erst neulich wollte ich bei Tchibo drei Chinos für den Sommer bestellen (meine Taille hat sich ja deutlich verringert). Ich bin zuerst in eine Filiale um die Ecke, habe die verschiedenen Größen probiert (sie hatten leider nicht alle Hosen in allen Farben, sonst wäre der komplette Deal gleich da gelaufen) – und als ich wußte, in welcher Größe mir die Hose passt, habe ich die nicht vorrätigen Farben online bestellt. Perfekt.

Klaus
Klaus

Ich empfinde das „Jacke anziehen, zum Laden latschen etc..“ nicht als unangenehm, ich mag das tatsächlich gerne. Als es 1000 Töpfe (der Laden, der kürzlich schließen musste) noch gab, bin ich dort nach kleineren Einkäufen gerne einfach noch durch die Abteilungen gegangen und habe mir Sachen angeschaut und hin und wieder auch was mitgenommen. Und das das ‚Sehen, fühlen, kaufen‘ ist mir einfach wichtig.
Bestellen und warten dagegen nervt mich. Und wissen, dass ein Objekt der Begierde beim Nachbarn oder dem Postamt wartet und ich nicht drankommen nervt mich noch mehr.

Ich fürchte aber, dass es Läden wie 1000 Töpfe (die Hamburger kennen ihn sicher), in denen es einfach ALLES für Wohnung und Haushalt gibt (Teppiche, Gartenmöbel, Küchengerätschaften, Badezimmer, Fotozubehör und viel mehr) in Zukunft schwer haben werden…

Shah
Shah

Seit Amazon D mir meinen defekten Kindle erstattet hat, als ich grad in England war und nicht wusste ob ich das an Amazon UK schicken soll, und die mich von D aus anriefen und alles in 10 Minuten regelten, haben die bei mir n Stein im Brett. Generell, auch dass man „Hygieneartikel“ wie Kopfhörer locker zurückgeben kann, finde ich fantastisch.

Bei anderen Sachen, wie einem Tischofen, finde ich den direkten Ladenzugang jedoch besser. Dort kann man Verarbeitung etc. eben direkt prüfen, und das ist als Student mit Fahrrad einfacher, als ein Paket durch die Stadt zu tragen, um es zurückzuschicken.

Hat eigentlich jemand mal Erfahrung mit rakuten gemacht? Die sind ja die große Nummer 1 in Asien/ Ost-Asien.

gerrit
gerrit

„Ich empfinde das “Jacke anziehen, zum Laden latschen etc..” nicht als unangenehm, ich mag das tatsächlich gerne.“

*unterschreib*- Ausserdem: ich hab mal als Kurierfahrer gejobbt. Das ist einer der beschissensten Jobs, die es so gibt. Seitdem denke ich mir, dass ich zu diesem Verkehrsaufkommen nichts betragen mag. Im Sinne von „Wegen mir muss keiner unterwegs sein.“, also keine Express-Bestellungen von Büchern oder Brillen. Aaaber ich selbst muss hin und wieder vors Loch. Was nicht ausschliesst, dass ich mir gelegentlich was ins Geschäft liefern lasse.

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