Ich werde über meine Abenteuer im post-olympischen Britannien noch ausführlich berichten – geteilt sei aber schon diese Mahlzeit vom Straßenmarkt in Camden Town:

Das ist Mac & Cheese mit einem Nachtisch aus frittierten Oreo-Keksen.



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Zuckerschock und Kalorienwahn: London 2012 (1) | Wortvogel – 100 % Torsten DewiOibertGeorgSie nannte Ihn KangarooShah Letzte Kommentartoren
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Dr. Acula

Du kennst echt kein‘ mehr…

Skrymir
Skrymir

Ist es schlimm wenn mich die frittierten Oreos weniger stören als das Hauptgericht?

CypherCrowley
CypherCrowley

„Ist es schlimm wenn mich die frittierten Oreos weniger stören als das Hauptgericht?“

Nein, ist es nicht. In den drei Jahren die ich in Großbritannien verbracht habe ist mir das fast durchweg hundsmiserable Essen dort – neben der schlechten Wärme-Isolierung in vielen Häusern und den obszönen Tabakpreisen – am meisten auf den Senkel gegangen. Allein das obige Bild vom WV sieht wieder so dermaßen nach fettiger, geschmacksarmer Schlotze aus wie es nur die Briten können.

Und diesen Tick mit den frittierten Süßwaren werde ich nie verstehen.

Peroy
Peroy

Wenigstens hat er die Minz-Soße weggelassen…

Shah
Shah

@ CypherCrowley

Durchweg hundsmiserables Essen ist doch purer Schwachfug. Ich hab zwar nur ein Jahr dort gewohnt, aber allein das finanzierbare Lammfleisch im Supermarkt oder auch die großartige Snackkultur (Pastries etc.pp) sind Sachen, die sich Deutschland mal schwer abgucken könnte. Aber nein, bei uns gibts dann „pizzabrötchen“ die den Auswurfgeschmack ganz super imitieren…

Bei Isolierung und Tabak stimme ich vorbehaltlos zu. Grade bei den Häusern kriegt Abzocke echt ne neue Bedeutung.

@ WV wo gabs die Oreos? Also, wo im Camden Market? im Lock market fand ich Zebra immer interessanter..

DMJ

Dieses Essen ist ziemlich unglaublich.

Ich möchte nicht ausschließen, dass es auch mir schmecken könnte, aber es bleibt doch… befremdlich.

CypherCrowley
CypherCrowley

@Shah.

Ich schrob ja auch fast durchweg hundsmiserables Essen. Ausnahmen hat es sicher gegeben, aber ich kann bzw. möchte ja nicht jeden Tag lamb chops und salt & vinegar crisps essen. Grundsätzlich war die Entdeckung daß Essig vorzüglich zu frittierten Kartoffeln passt eine der wenigen positiven kulinarischen Offenbarungen. Wobei sich das dann aber wieder relativiert wenn scheinbar der überwiegende Teil der gastronomischen Betriebe nicht versteht daß man Pommes nicht zubereitet indem man die Kartoffel im Öl badet, sondern eben frittiert, was voraussetzen würde daß man das Öl vorher ausreichend erhitzt. Um zuverlässig krosse Fritten zu essen mußten wir schon zu Mäckes gehen.

Sehr erhellend – und auch bestürzend – war eine Diskussion mit einem Einheimischen, nachdem ich ihn gebeten habe mir mal die Packung Toast zu reichen. Er war irritiert und erklärte mir das sei kein Toast, denn es wurde ja noch nicht getoasted. Das Konzept daß man zwischen „Brot“ und „Toast(-brot)“ nicht anhand der Temperatur, sondern der Rezeptur unterscheidet war ihm neu. Und wenn man sich dann in den ASDAs und Safeways umschaut findet man in der Brotabteilung auch nichts anderes als labbeliges Toastbrot in tausendfacher Ausführung. Da ist der Griff zum Vollkorn-Toast noch das kleinste Übel. Und wenn man sich dann den Aufschnitt ansieht wird’s nicht besser: Man hat in Sachen Wurst die Option „hauchdünne Geflügelscheiben“ und in Sachen Käse „Cheddar soweit das Auge reicht“. Letztlich muß man dann Literweise Brown Sauce oder Branston Pickle drüber kippen wenn man ne Stulle essen will die nach irgendwas schmeckt.

Und Sachen wie diese ganzen Blätterteig-Pies und das legendäre Marmite verbuche ich persönlich unter „kulinarische Verbrechen an der Menschheit“.

Man kann natürlich auf Importware wie französischen Käse oder die gute „german salami“ ausweichen, aber da wären wir in Sachen Preis/Leistung wieder bei obszön. 😀

Dietmar
Dietmar

Örks …

sergej
sergej

Ist doch schön, dass WV auch die nicht so schönen Dinge des Lebens (manche Filme, dieses Essen) testet, besser er als ich.

Wie hat es denn geschmeckt?

Shah
Shah

@CC

Nich jeden Tag lamb chops, gibt ja auch pork chops..;). Im Ernst, du hast natürlich Recht. Gerade als Student mit sehr begrenztem Budget war Iceland oftmals die einzige Wahl und vll am Ende der Woche, als Belohnung gabs dann mal co-op Schinken o.ä. Marks & Spencer war völlig utopisch, wenn es auch wirklich krass gut war. Das mit den Fritten ist allerdings ein Problem gewesen, da gings mir ähnlich. Ich wurde auch ähnlich unverstanden angeguckt, als ich ohne vinegar bestellte. Denn Salt&Vinegar und Marmite fallen unters Kriegswaffengesetz. Das „extra gereifte“ Marmite (gibts über Amazon) tötet auf 10 Meter. Dafür gibts halt generell ne Imbiss-Burger Kultur die in Deutschland leider völlig unterentwickelt ist.

Und: War ja klar, dass ein Deutscher sich übers Brot beschwert ;). Ich fand das englische Vollkorntoast eig. völlig in Ordnung, etwas roast beef und leicester käse und fertig. Aber „Aufschnitt“ ist ja eh anders definiert wenn man sich die Sandwichbrigaden in den Supermärkten anguckt. Hach…die vermisse ich mehr als alles andere.

German salami gabs im Iceland für 100g/1 pfund. obszön war da nur der geschmack…

Mein lieblingsfood highlight war ein kulturelles: In Archway-Imbissen waren fast immer Araber, Iraner oder Türken, also immer 2 aus 3, in den Imbissen beschäftigt. Könnte sich die Weltpolitik ein Bespiel nehmen.

Sie nannte Ihn Kangaroo
Sie nannte Ihn Kangaroo

Britische Frauen und britisches Essen… die Geburt einer Nation großer Seefahrer …

Nach einem Jahr hier auf der Insel kann ich das nur bestaetigen…furchtbare Esskultur hier…..

Georg
Georg

Essen bis der Arzt kommt … das dauert in England ja nicht allzu lange, also hau schnell weg die Scheiße.

Ich hatte hier neulich 10 Übernachtungen; jede Nacht woanders, aber überall gab’s zum Frühstück fettige kleine Würstchen, mit weißen Bohnen und roter Soße. Hatten sich wohl abgesprochen.

Oibert
Oibert

Dieser ganze Hass auf Marmite hier…
Ich lass mir regelmässig große Gläser aus England mitbringen. Und Marmite extra strong – ein Traum, perfekt auf Margarine-Toast!

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[…] ich auf dem Camden Market gegessen habe, hat ihr ja schon gesehen – wie ich dabei aussah, seht ihr […]