Sodele, heute wird es etwas textlastiger. Ich verspreche aber – es lohnt sich!

Fangen wir einer Fanzine-„Star Trek“-Convention-Reportage an, die ich im Bild-Archiv des GONG fand. Sie stammt von März 1976:

convFaszinierend, wenn man bedenkt, dass die Original-Serie damals schon sieben Jahre rum war, es noch keine konkreten Pläne für ein Revival gab, und man sich immerhin schon zum „creative computing“ traf. Es war noch echt elitär damals, ein Trekker zu sein…

Auf meiner Liste der „Filme, die ich unbedingt sehen muss, steht dieses Kleinod weit oben, seit ich mal ein Flugblatt dazu gefunden habe:

Wunderapostel

Ein Film, der nachgewiesenermaßen Wunder wirkt! Aber ist er auch besser als „Macho Man“?!

An diesem Videocover gefällt mir die Unverbindlichkeit: keiner ist zu erkennen, es werden keine Namen genannt (to protect the innocent?), und die Inhaltsangabe ist erfreulich sachlich:

zebra-force-1976-cover

Wer wissen will, was die „devastating results“ sind, dem kann geholfen werden:

Regisseur dieses Streifens ist übrigens Joe Tornatore – und der hat uns ja schon einmal beschäftigt…

Ich warne: nach dem Klick auf  „mehr…“ wird es politisch unkorrekt und vielleicht empörend.

Chen Sing hat eine Todesfaust – leider aber auch ein unglücklich gewähltes Leibchen um:

sing1

Wenigstens ist das Hakenkreuz (historisch korrekt, soweit ich weiß) andersrum als bei den Nazis.

Ich finde es trotzdem erstaunlich, dieses Bild in einem deutsch(sprachig)en Programmhefterl zu finden.

Andersrum ist das Hakenkreuz auf dieser Seite aus einem trashigen „Killink“-Fotocomic auch – ich habe aber das Gefühl, hier war blanke Inkompetenz die Ursache:

killink

Zum Abschluss noch ein Leckerbissen, den ich in der Berliner U-Bahn gefunden habe – eine sechsseitige Werbebroschüre der „Juden für Jesus“:

Judenjesus

Denen ist mit dem Glauben wohl auch die Benutzung der Cliparts durchgegangen…



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namelessJack CrowPabloDEl LumpoKai Recent comment authors
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Rhayader

Ich liebe ja bei dem Juden-für-Jesus-Flyer den Hinweis, das man dieses Machwerk nicht auf die Straße, sondern gepflegt in den Mülleimer werfen soll. Das zeugt nicht gerade von einem Vertrauen in die eigene Propaganda.

Muriel

Wie jetzt? Cliparts kann man doch gar nicht genug haben! Besonders dieser Zeigefinger in der Frontalansicht darf eigentlich in keinem gut aufbereiteten Text fehlen, finde ich.

Dietmar
Dietmar

Den ,,Wunderapostel“ willst Du Dir wirklich ansehen? Du musst aber schmerzfrei sein! Das Cover, der Text! Buah!

Oder war das Ironie?

GrinsiKleinPo
GrinsiKleinPo

@Dietmar: Der Wortvogel wohnt in Bayern. Bekanntlich ein Land mit sonderbaren Eigenheiten. Um dort nicht aufzufallen, ist es wohl oder übel notwendig, gewisse Filme einfach zu kennen und einen Nachweis für ihren Konsum vorlegen zu können.

Ist schon komisch, was alles auf Film gebannt wird. Erstaunlich finde ich unteranderem, dass der „Erfolgsroman“ einen Autoren sein eigen nennt, der zwar in der Wikipedia genannt wird, dessen Eintrag aber leer ist. Zum Hauptsarsteller findet die Wikipedia zwar einen Eintrag, aber nicht zum Hauptdarsteller, sondern zu einem Namensvetter.

Ich mag die schöne neue Welt, in der Blender und faule Eier mit zwei, drei Anfragen in der Wikipedia im Orkus des seligen Vergessens verschwinden.

PS: Da mit sehr großer Wahrscheinlichkeit der Film wohl nicht mehr ins Cinemax kommen wird, hat Herr Busse hier -> http://www.heil-verzeichnis.de/Thomas_Busse sein Machwerk zu kauf angeboten. Internet ist so schön. 🙂

Watchtowervideos können nicht schlimmer sein.

Lari
Lari

Die Wunderapostel-DVD gibt’s hier, für günstige 14,90: http://neue-zeit-verlag.com/der-wunderapostel-dvd-buch-dvd-94.html. 8)

Marko

Die „Juden für Jesus“ verdienen Respekt — sie haben in ihrem Flyer nicht den „Comic Sans“-Font verwendet.

Gruß,
Marko

Kai
Kai

Chen Sing trägt doch das korrekte Symbol für „Überfluss und langes Leben“ 😛

(siehe hier http://de.wikipedia.org/wiki/Swastika)

El Lumpo
El Lumpo

Heutzutage würden die „Juden für Jesus“ eine Powerpointpräsentation daraus machen, in der alles von links nach rechts ins Bild fliegt…

PabloD
PabloD

Nach dem eher bescheidenen Start in den Tag heitern mich kurz vorm Mittag „Beatus Klingohr“ sowie „Deutsche, Juden – und alle dazwischen“ durchaus wieder auf. Danke dafür.

Jack Crow
Jack Crow

„Sie-wissen-Wem“? Das war vor Harry Potter, oder…?
Was ich allerdings nicht ganz verstehe ist dein Kommentar zum Trekkie/Trekker/Closet Trekkie-Artikel: Wieso keine revival-Pläne, da steht doch schon einiges zum Kinofilm drin?

nameless
nameless

beatus klingohr…. ich war ja überzeugt, das bild ist reine satire und auch in der ofdb taucht der film nicht auf, aber google lieferte dann doch so einiges, es gibt sogar einen eigenen youtube channel:
http://www.youtube.com/user/DerWunderapostel