Thailändisches (?) Cover

Bitte vorab lesen: Teil 1 hier, und Teil 2 hier.

Aus der Idee „Brandenburger Tor in Eis“ wurde in den nächsten Wochen ein zweiseitiger Entwurf, dann ein sechsseitiges Konzept. Ich stellte mir die Story als Survival-Film vor, eine Art „futuristischer Jack London“. Das Ziel der Reise im dritten Akt war eher als Nachklapp gedacht, ganz nach dem buddhistischen Motto „der Weg ist das Ziel“.

Und ich fuhr ganz schön was auf: Der Film begann in dieser Fassung damit, dass unser Held Tom Parker beim Versuch, Lebensmittel aus einem versunkenen Kreuzfahrtschiff zu retten, fast ums Leben kommt, als das ins Eis gehackte Loch in der Hudson Bay minutenschnell wieder zufriert. Er wird von seinem Partner gerettet, einem bärbeißigen Trapper (eine Rolle, die ich extra für eine meiner persönlichen Legenden, Brad Harris, geschrieben hatte).

Wir erkennen erst am Ende dieser Sequenz, dass Parker und sein Freund in einer neuen Eiszeit-Welt in New York leben – und zwar im Kopf der umgestürzten Freiheitsstatue. Dann landet der Flieger des US-Präsidenten auf dem Eis, und Tom wird für einen Auftrag rekrutiert. Roland Emmerich, eat your heart out!

Deep ShockIch hatte mir schon im Vorfeld die Produktionsfirma UFO (Unified Film Organization) als potentiellen Partner ausgeguckt. Damals war die Firma noch nicht der Hauptlieferant trashiger „Monster der Woche“-Heuler für den Sci Fi Channel, sondern produzierte für vergleichsweise wenig Geld vergleichsweise ansprechende Genrefilme (Storm, Interceptor Force, Epoch, Lost Voyage). Besondere Spezialität von UFO war für die damalige Zeit beeindruckende CGI, was Creatures, Fahrzeuge, und Locations angeht. Viele der Szenen im oben dargstellten Szenario konnte man in ähnlicher Form in UFOs Showreel sehen (die Flugzeug-Eislandung in Falcon Down, der Taucher am Kreuzfahrtschiff in Escape under Pressure).

Mein Kalkül: Mit einer ordentlichen Finanzspritze von RTL sollte es doch möglich sein, diese Firma auf das nächste Level zu bringen – mit besseren Autoren, besseren Darstellern, besseren Effekten, und allgemein etwas mehr Sorgfalt. Es ging mir insbesondere darum, die „einfachen“ Schneeszenen außerhalb des Studios zu drehen, vielleicht in Kanada, oder in den Bergen Bulgariens (wo UFO gerade sein neues Studio gebaut hatte). Der Film sollte nicht zu „fake“ aussehen. Geld war ja da.

Natürlich waren Philip J. Roth und Jeffrey Beach, die Eigner von UFO, ganz Ohr, als sie von unserem Plan hörten. Er versprach ja nicht nur mehr Geld, sondern auch den Einstieg in die Primetime des deutschen Fernsehens, die Firmen wie UFO ja praktisch verschlossen war. Wir trafen uns ein paar Mal, plauderten über dies und das, und klopften die Möglichkeiten ab, einen Film wie „Apokalypse Berlin“ (so der neue Arbeitstitel) zu realisieren. Das war die beste Zeit, die das Projekt erleben sollte. Weil Tandem Geld mitbrachte, wurden wir schwer umgarnt – als ich die Jungs von UFO fragte, was ich aus Budget-Gründen bei der ersten Skript-Fassung beachten sollte, winkten sie lässig ab: „Schreib du nur, was immer dir einfällt – die Umsetzung kannst du dann uns überlassen.“ Ich war erleichtert – und wie ich später merken sollte: Verdammt naiv.

Natürlich reichte das Geld von RTL nicht, um den kompletten Film zu finanzieren – das war auch nicht Sinn der Sache: Der Sender wollte sich mit einem soliden, aber nicht dominanten Prozentsatz am Budget beteiligen. Der Rest musste anderweitig organisiert werden: Wir hatten dafür die internationalen DVD-Märkte (insbesondere Osteuropa und Asien) und den Sci Fi Channel in den USA als Partner ins Auge gefasst.

Man sollte sich an dieser Stelle klar machen, warum „Apokalypse Berlin“ von vorneherein eine ziemlich teuer kalkulierte Produktion war: Es ist einfach, einen Genrefilm zu machen, der nur ein phantastisches Element enthält – bei „Python“ dreht man mit normal angezogenen Leuten in normal ausgeleuchteter Gegend, und baut dann digital eine Riesenschlange ein. „Apokalypse Berlin“ hingegen erforderte von Anfang an die Erschaffung einer ganz eigenen Welt, mit zugeisten Städten, gepanzerten Fahrzeugen, ewigem Winter. Praktisch jede Aufnahme war in sich ein Spezialeffekt, insgesamt über 300. Ich hoffte sehr, dass wir uns damit nicht übernehmen würden.

Der Impact

Vielleicht hätte ich ahnen müssen, dass es mit der Sorgfalt von UFO nicht weit her war, als sie uns den ersten Teaser für die Filmmessen schickten – mit dem Titel „Tempest“. Bei einem „Tempest“ handelt es sich um einen Meeressturm. Das hatte mit dem Inhalt unseres Films rein gar nichts zu tun. Die Mühe, den Begriff mal in einem Lexikon nachzuschlagen, hatte man sich in LA nicht gemacht. Wir überredeten die Jungs dann, den Streifen erstmal als „Whiteout“ anzupreisen. Eine „Apokalypse Berlin“ wäre einem japanischen Aufkäufer sicher komplett schnurz gewesen.

Ungarisches (?) CoverTatsächlich verkaufte sich der Film schon vorab in den sogenannten Presales ziemlich gut. Das Konzept zog: Griechenland, Portugal, Ungarn, Russland, Korea – immer mehr Märkte legten bares Geld auf den Tisch, um dafür die Auswertungsrechte in ihrem Territorium zu bekommen. Und das, während ich zu Hause saß, und fieberhaft an der ersten Drehbuchfassung arbeitete.

Wie üblich wurde das erste Drehbuch zu lang, und mir war auch klar, dass einige Sachen vermutlich nicht den Sprung auf die Leinwand schaffen würden: Ein Angriff von ausgehungerten sibirischen Wölfen las sich zwar ganz prima, würde sich aber nur sehr schwer umsetzen lassen. Insgesamt war ich aber zufrieden, denn es war kein Film, der sich an die Klischees amerikanischer Blockbuster heranhurte – es ging darum, eine Gruppe Überlebender, die noch in den U-Bahn-Schächten in Berlin ausharrten, zu retten. Mensch gegen Natur. Kein aufgesetzter Superbösewicht. Normalos retten Normalos – reiner Altruismus. Und es gab ein paar schräge Charaktere, z.B. eine britische Survival-Expertin, die von unseren Helden aus einem Bunker unter dem Buckingham Palast abgeholt wird.

Während der Deal mit UFO finalisiert wurde, warteten wir gespannt auf die Notizen der Amerikaner, die einfach nicht kamen. Mehr noch: In Gesprächen wichen Phil und Jeff konsequent aus, wenn wir nach ihrer Meinung fragten. Ich roch etwas – und es roch nicht gut. Und wie in einem Paradebeispiel für deutsch-amerikanische Koproduktionen kam es dann auch: Kaum war die Tinte auf den Verträgen trocken, galt mein Skript als „selbstverständlich nicht produzierbar“. Zuerst einmal würde es 20 Millionen Dollar kosten, gut geschrieben sei es sowieso nicht, und viel zu lang und redundant auch. Aber kein Problem – UFO habe ein paar super hauseigene Autoren, die das gerne übernehmen würden.

Soldaten, Waffen, Action!Tandem und RTL stellten sich hinter mich – denn man mochte mein Skript. Und UFO, wo man Mitsprache rein gar nicht gewohnt war, stellte sich arg zickig an. Wir versuchten, Kompromisse zu finden: Ich sollte die wichtigsten Bedenken von UFO in meiner nächsten Fassung berücksichtigen. Und ich tat, wie mir geheißen war: Das Opening mit der Freiheitsstatue raus (teuer, ohne wirklich relevant zu sein), die Wölfe raus, den Großteil des Films ans Ziel (= Berlin) verlegen, um auf festen Sets drehen zu können, statt Jetskis gepanzerte Mannschaftswagen, um die Dialoge als „Interiors“ drehen zu können, etc. Außerdem (hier wurden wir auf den amerikanischen Markt verwiesen) bräuchte es eine konkrete Bedrohung am besten technischer Natur, und ein paar knackige Soldaten, die sich mit den Bösewichten heftige Gefechte liefern würden. Will sagen: Das Skript sollte auf UFO-Standard zurecht geschrieben werden, denn diese Firma kennt nur drei Gruppen von Protagonisten – Wissenschaftler, Politiker, und Militärs. Normale Menschen kommen bei denen allenfalls als Kanonenfutter vor.

Ich war nicht in der Position, mich zu wehren. Es war mein erstes Skript, alle Beteiligten waren sowieso nervös, und mir fehlte einfach die Erfahrung, dem wiederholten „Das macht man auf dem internationalen Markt halt so“ widersprechen zu können. Ich schrieb eine neue Fassung, die schon deutlich generischer war als das ursprüngliche Konzept. Es ging nun um den Satelliten SolStar2, der mit seinem Mikrowellenstrahler die Erde bedrohte, und um einen wahnsinnigen Bösewicht, der diesen unter seine Kontrolle gebracht hatte. Unser Held Tom Parker durfte zwar noch ein „Normalo“ sein (allerdings Ex-Secret Service), doch sein Team bestand nun aus Soldaten (mein kleiner Gag, die neue Staatengemeinschaft N.U.N.S. abzukürzen, ist tatsächlich niemandem aufgefallen). Als Insider-Joke gab ich alles Nebenfiguren die Namen von Mitstreitern des B Movie-Moguls Charles Band (Thomerson, Bilson, DeMeo, Chaykin, etc.).

Hätte ich mich weigern sollen? Zu dem Thema kommen wir noch. Aber in der Phase war schon klar, wie schwierig eine internationale Koproduktion mit mehreren etwa gleichberechtigten Partnern ist: UFO zog sich gerne auf das Argument zurück, unsere Wünsche würden niemals vom Sci Fi Channel „approved“ werden, während Tandem im Zweifelsfall sagte, RTL stelle sich quer. Man spielt mehr gegen- als miteinander. Aber egal – ich war bereit, das bis zum bitteren Ende durchzuziehen: wie oft hat ein Autor schon die Gelegenheit, sein Debüt gleich im internationalen Maßstab realisiert zu sehen?

Ungefähr zwei oder drei Tage, nachdem ich meine zweite Drehbuchfassung eingereicht hatte, las ich bei Darkhorizons die Ankündigung des neuen Emmerich-Streifens „The Day after Tomorrow“, und das kam mir alles SEHR bekannt vor. Ich schickte den Text an meine Chefin mit der Bemerkung: „A) We need to be faster than he is, and B) no one will believe that we had the idea first“. Und so kam es dann auch – mit Ach und Krach schaffte es RTL, „Apokalypse Eis“ eine Woche vor dem Deutschlandstart über den Äther zu schicken – und in den meisten gehässigen Kritiken wurde nicht vergessen, auf den „Abklatsch“ hinzuweisen. Aber noch einmal fürs Protokoll: Alles Zufall. Ich hatte die Idee zuerst. Ich unterstelle nicht, dass Emmerich bei mir abgeguckt hat, aber wegnehmen lasse ich mir diesen kleinen Triumph auch nicht.

Bettina Zimmermann und Dean CainDie nächsten Wochen verliefen relativ ruhig, es wurden kleinere Änderungen am Skript vorgenommen, die internationalen Partner bekamen ihre Kopie, und es begannen die ersten Sichtungen von möglichen Schauspielern. Wie auch schon mein „Sumuru“ wurde geradezu prototypisch für diese Art von Film gecastet: Eine deutsche Schauspielerin in der weiblichen Hauptrolle (Alexandra Kamp bei „Sumuru“, Bettina Zimmermann bei „Apokalypse Eis“), und ein beliebter Serienschauspieler in der männlichen Hauptrolle (Michael Shanks dort, Dean Cain hier). Verdächtig schien uns, dass Phil Roth immer wieder darauf hinwies, wie teuer Cain sein würde – obwohl er doch schon in mehreren preiswerten UFO-Filmen mitgewirkt hatte. Ich wurde den Verdacht nicht los, dass über die Gage ein Teil des Geldes in die Produzententasche fließen sollte. Beweisen konnte und kann ich es nicht.

Bei der Besetzung der „Sarah Henley“ wurde es schwierig: Ich hatte die Figur britisch geschrieben, um unsere Chancen auf dem englischen Markt zu verbessern. Eigentlich war nicht vorgesehen, dass RTL da Mitspracherecht hat – die Verträge sehen das nur für die Hauptrollen vor. Leider war RTL durchaus der Meinung, dass die Figur Henley eine Hauptfigur sei. Also mussten wir jede Casting-Idee abnicken lassen. Und der Sender zeigte sich entschlossen, eine A-Schauspielerin zu fordern, z.B. Kylie Minogue (ich verkniff mir den Hinweis, dass sie Australierin ist). Und nun geschah, was in solchen Fällen gerne geschieht: Der Sender fordert A-Klasse, und lehnt deswegen so lange gute B-Klasse ab, bis kurz vor Drehstart nur noch C-Klasse zur Verfügung steht. Aber auch dazu später. Wir hatten übrigens u.a. Gespräche mit Patsy Kensit, die aber nicht nur „no nudity“ verlangte, sondern auch für jedwede Kampfszene eine Stuntfrau wollte. Da wir schon ein bisschen Einsatz von unseren Darstellern erwarteten, lehnten wir ab. Wäre auch ein bisschen teuer gewesen.

Mittlerweile schälte sich immer mehr heraus, dass UFO entschlossen war, den Film nach ihrem Standard zu drehen, und trotz des höheren Budgets keinerlei Extraschichten einzulegen bereit war. Dreharbeiten in echtem Schnee wurden verworfen, es musste nun alles im Studio spielen (der „fake“-Look, den ich so gefürchtet hatte). Außerdem versuchte man massiv, uns einen der hauseigenen Regisseure aufs Auge zu drücken, was RTL Gottseidank strikt ablehnte. Hatten Phil und Jeff am Anfang noch groß getönt, sie könnten per CGI praktisch alles umsetzen, hieß es nun immer öfter „no way!“ in den Emails. Und ich bekam irgendwann mit, dass sie hinter meinen Rücken Gespräche führten, mich als Autor zu ersetzen, weil ich „unerfahren und unkooperativ“ sei. Außerdem könnten ihre hauseigenen Autoren erheblich besser für die spezielle UFO-Produktionsweise schreiben (was genau das war, was wir verhindern wollten). Zu allem Überfluss war ich nach ihrem Maßstab sehr teuer: Ich bekam für meine Arbeit nämlich ein Honorar am unteren Ende eines deutschen TV-Movies. UFO hingegen fand, dass 10.000 Dollar doch eigentlich mehr als genug sein müssten. Ich fand es erstaunlich, wie schnell ich vom Erfinder der Idee zum Hampelmann degradiert werden sollte.

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt erstmals RICHTIG die Schnauze voll. Quasi „im laufenden Betrieb“ ein Drehbuch zu schreiben (und immer wieder umzuschreiben), war schlimm genug. Und die Wünsche diverser Partner zu berücksichtigen war die Hölle – weil diese sich auch gerne mal widersprachen. Aber dass man nun auch noch versuchte, mich stickum abzuschießen, ging mir mächtig auf die Nerven – ich bat um ein Gespräch mit meinen Chefs, um Tacheles zu reden. Was ich dabei erfuhr, war schier unglaublich: UFO versuchte nicht nur, mich zu diskreditieren – man hatte bereits einen eigenen Autor an eine neue Fassung von „Apokalypse Eis“ gesetzt! Am selben Tag trudelten schon die ersten 30 Seiten der „verbesserten Fassung“ ein…

ENDE TEIL 3



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Perry
Perry

Die Cover sehen ja übsch aus. „Deep Shock“ ist aber nicht „Apokalypse Eis“, oder?

Andreas
Andreas

Wieder ein sehr fieser Cliffhanger 🙂

Klasse geschrieben! Von solchen Querelen zwischen beteiligten Firmen und Ländern liest man ja immer wieder. Wenn man aber direkt daran beteiligt ist (und möglicherweise noch zwischen den Stühlen sitzt), muss das eine enorme Belastung sein (auch psychisch), denke ich mal. Und dann die Kraft zu behalten, nicht das Handtuch zu schmeißen und weiterzukämpfen, finde ich bemerkenswert.

Traurig nur, dass am Ende dann so oft eine halbgare „Kompromiss-Scheiße“ herauskommt, die meist niemand der Beteiligten gewollt hat. (Wie es bei „Apokalypse Eis“ geworden ist, möchte ich aber nicht kommentieren, da ich den Film nicht gesehen habe!)

Freue mich jedenfalls auf Teil 4. Ein tolles „Making Of“, wie damals schon bei „Lotta“.

Stony
Stony

@WV: Was ich nicht so ganz verstehe:

Haben die Leute, die für die Vermarktungsrechte in ihren jeweiligen Ländern gezahlt haben, nicht für das ursprüngliche Konzept bezahlt? Also eben nicht diesen schon hundert mal gesehenen ‚Fake-Müll mit Soldaten etc.‘ sondern das Gegenteil, das von dir geschaffene Szenario mit ‚Normalos‘, Außendrehs und dem ganzen sich von der Masse des all zu Bekannten abhebenden? Oder bekommen die nur ein paar ‚vorläufige Bilder mit reißerischen Effekten‘ gezeigt und kaufen ‚die Katze im Sack‘?

Das verwundert mich dann doch etwas, da ja der ursprünglich geplante Film nicht mehr viel mit dem tatsächlich Entstandenem zu tun zu haben scheint.^^

Der liebe Gott

Sehr spannend zu lesen. Herzlichen Dank für die Mühe!

Tornhill
Tornhill

Bester Satz:

„denn diese Firma kennt nur drei Gruppen von Protagonisten – Wissenschaftler, Politiker, und Militärs.“

Sollten die in ihre PR übernehmen: „UFO – Wir kennen nur drei Arten von Menschen“.

Lustig an der Emmerich-Parallele vor allem, dass da sogar die bei dir rausgekürzten Wölfe vorkommen.

manhunter

Andreas: „Wieder ein sehr fieser Cliffhanger 🙂 “

Aber hallo! Der Hausrocker wird mal spannende Memoiren zu schreiben haben.

Stony
Stony

@manhunter: „Aber hallo! Der Hausrocker wird mal spannende Memoiren zu schreiben haben.“

Verfilmt werden die aber nie, weil:

„Selbstverständlich nicht produzierbar!. Zuerst einmal würde es xxx Millionen Dollar kosten, gut geschrieben wird es sowieso nicht sein, und viel zu lang und redundant auch.”

😀

Reptile
Reptile

Mann, sehr spannend und interessant!
Du musst das unbedingt irgendwann als Buch rausbringen!
Ganz ehrlich.

Paddy-O-
Paddy-O-

@Tornhill:

Jo an die Wölfe hab ich auch gedacht.
Die wurden dann ja auch verständlicherweise in CGA umgesetzt, trotzdem aber irgenwie lächerlich schlecht wie ich finde – trotz des hohen Niveaus.

Dass sich dies eine Produktion mit vergleichsweise winzigem Budget nicht leistet war da wohl schon ganz gut 😉

Paddy-O-
Paddy-O-

PS:
Achja, finds auch toll geschrieben –
wie so ziemlich alle Beiträge hier.
Hut ab Herr Dewi!

Ich mag Sie! ^^

Wortvogel
Wortvogel

Ich bin ab heute eine Woche lang in der Republik unterwegs (derzeit Düsseldorf), kann also nur sporadisch antworten.

Danke für das viele Lob, das freut mich sehr.

@ Perry: Nein, Deep Shock ist ein späterer UFO-Film mit denkbar bescheuert aussehenden Monstern…

@ Stony: Wie du schon vermutest – bei den Presales kauft man „die Katze im Sack“. Und wenn die sich zu oft als Catzilla herausstellt, macht man mit den entsprechenden Firmen keine Deals mehr. Ich denke aber, den meisten Käufern waren die Änderungen in der Story egal, die wollten das Spektakel einer Rettungsaktion in einer vereisten Welt. Und das haben sie bekommen – „Post Impact“ ist international super gelaufen.

Stony
Stony

Merci für die Antwort, das erklärt natürlich einiges.
Ist es ein Geheimnis in welchen Größenordnungen sich die Beträge solcher Presales bewegen? Man kann ja sicher auch davon ausgehen, daß das noch nicht alles ist, also weitere Zahlungen kommen je öfter so ein Film dann läuft und je erfolgreicher er ist, oder? Mich würde als Außenstehendem nur mal interessieren wie sowas grob abläuft… 🙂

Lindwurm

Höchst interessant, vor allem, da auch ich bislang davon ausgegangen war, dass „Apocalypse Eis“ zu jenen Heulern gehörte, die eine Ripoff-Klitsche rasch vor einem thematisch ähnlich/gleich gelagerten Blockbuster auf den Videomarkt wirft (siehe Nu-Image!). Dass der Emmerich beim Wortvogel geklaut hat, denke ich persönlich nicht. Klimakatastrophe mit paradoxer Eiszeit war damals ein, hust hust, heißes Thema. Obwohl: Die Parallellen sind schon verblüffend (vor allem die persönliche Motivation der jeweiligen Protagonisten)

Ich möchte aber mal meine Meinung zum fertigen Werk kundtun: Ich fand und finde „Apokalypse Eis“ sehr unterhaltsam, und mir ist der sogar sympathischer als „The Day after Tomorrow“. Selbst die teils „tacky“ wirkenden Effekte (die fahrenden Raupenfahrzeuge von außen zB) verzeihe ich einem Kleinbudgetfilm viel eher als die elendig schlecht gemachten CGI-Wölfe in Emmerichs Hochglanz-Schundwerk. „AE“ ist alles in allem okaye Fernseh-SciFi, wofür ja auch spricht, dass der Film in vielen Ländern ganz gut im TV- und Videomarkt lief.

Kent
Kent

OT:
Robot Chicken: Star Wars Special
http://www.starwars.com/video/view/000510.html

Wortvogel
Wortvogel

@ Stony: Sorry, das weiß ich selber nicht – sowas erledigt die Vertriebsabteilung, und die hat selten Motivation, mit dem Autor Kontakt zu halten. Selbst bei den Budgets muss ich mich auf Hörensagen verlassen.

@ Lindwurm: Danke.

Stony
Stony

@WV: Alles klar, danke trotzdem…

Verwegenberg
Verwegenberg

Krass… da wäre ich vermutlich ausgerastet. Lustigerweise habe ich bei der Zusammenarbeit mit US-Amerikanern in einem ganz anderen Gebiet sehr ähnliche Erfahrungen gemacht.

Diese mündlichen Zusagen, dass die ganzen CGI-Anforderungen kein Problem sind, ist das nirgendwo schriftlich fixiert worden? Ich wusste generell nicht, dass die Produktionsfirma so einen Riesen-Einfluss hat, die sind doch eigentlich die Dienstleister.

Bin schon gespannt auf Teil 4.

Wortvogel
Wortvogel

@ Verwegenberg: Tjahaa, das Problem liegt aber in der Tatsache, dass „vereinbarte Qualität“ ein sehr dehnbarer Begriff ist. Wo Tandem entgeistert ist, kann UFO prima sagen: „Wieso, ist doch in Ordnung!“. Das Thema wird auch in den weiteren Teilen ausführlich behandelt.