The Messengers (USA 2006, 84 min, englische OV)

REGIE: Oxide Pang Chun, Danny Pang
DARSTELLER: Kristen Stewart, Dylan McDermott, Penelope Ann Miller, John Corbett, Evan Turner
DREHBUCH: Mark Wheaton, Todd Farmer
WEBSITE
MessengersStory:
Familie Solomon zieht von Chicago ins amerikanische Hinterland, um rund um ein altes Farmhaus Sonnenblumen zu züchten. Man ahnt, es liegt etwas im Busch, denn Tochter Jess hat ein sichtlich strapaziertes Verhältnis zu den Eltern, und der kleine Ben weigert sich, altersgerecht zu sprechen. Dabei wäre eine solide Eltern/Kind-Kommunikation gerade jetzt wichtig – Krähen greifen immer wieder an, seltsame Flecken erscheinen an den Wänden, und Jess wird das Gefühl nicht los, dass ihr hosenscheissender Babybruder begeistert Sachen anstarrt, die sonst niemand sehen kann…

Kritik:
Die Inhaltsangabe macht es überdeutlich: Ein weiterer „haunted house“-Film, diesmal vom thailändischen Brüderpaar Pang, das mit „The Eye“ international (aber nicht bei mir) Eindruck machte. Hinzu kommt ein Schuß „Die Vögel“, und das übliche „verdrängte Familienproblem“ (diesmal besonders lächerlich – Jess hatte dereinst leicht angeheitert ein Auto geschrottet). Und genau da liegt auch das Problem: „The Messengers“ hat so gar nichts Neues zu bieten. Die üblichen Grusel- und Schockmomente werden in schöner Umgebung sauber abgespult, das Tempo wird solide gesteigert, und am Ende des zweiten Akts gibt es noch die stereotypen „Überraschungen“, die dann zum Finale führen.

Was „The Messengers“ zumindest in Mittelfeld hält, ist die sehr schöne Produktion, und die gute Leistung aller Darsteller. Kristen Stewart ist nicht nur ein Leckerchen, sondern überzeugt auch auf schauspielerischer Ebene. Ich rechne es den Autoren an, dass sie tatsächlich versucht haben, eine anständige Backstory für das Haus zu entwickeln, auch wenn diese am Schluss doch zu knapp abgehandelt wird.

Alles in allem business as usual. Es fällt erneut auf, wie leicht es heutzutage zu sein scheint, schick aussehende Gruselfilme zu drehen – und wie schwer, diese auch nur mit einer halbwegs interessanten Story auszustatten.

Positiv:
Die Kamerarbeit, die Darsteller, einzelne Schockszenen

Negativ:
Fortschreitende Ideenlosigkeit, unaugegorene Backstory, schwache Twists

3belas.jpgHört nicht auf mich:
“Like too many horror pictures, The Messengers becomes more boringly prosaic as it goes along, and there’s an 11th-hour plot twist so dumb and poorly articulated that it destroys the movie. That’s a shame, because shot for shot, the Pangs might be the most terrifying filmmakers alive.” – New York Times



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Peroy
Peroy

„Ein weiterer „haunted house“-Film, diesmal vom thailändischen Brüderpaar Pang, das mit „The Eye“ international (aber nicht bei mir) Eindruck machte.“

Der ist ja auch eine überhypte Scheisse. Der zweite Teil ist kurioserweise viel besser. „Re-Cycle“ ist noch ein heißer Tipp…

Wizball
Wizball

So verschieden sind die Geschmäcker: Ich halte „The Eye“ für einen der besten Genrebeiträge aus Fernost. Eine feine Mischung aus „The Sixth Sense“ und „The Mothman Prophecies“, garniert mit einigen Schockmomenten, die mich wirklich haben zusammenzucken lassen.

„The Messengers“ klingt aber leider wirklich eher langweilig.

Peroy
Peroy

Wo hatte der denn „Schockmomente“… ?

Wortvogel
Wortvogel

Immer da, wo du die Hände vors Gesicht geschlagen und ein paar Tröpfchen in deine Unterhose gepinkelt hast 😉

Peroy
Peroy

Nein, wirklich, wo waren die… da war ein Moment in einem Aufzug, den würde ich nicht gelten lassen, weil da nicht wirklich ein Schock drin ist (der Geist steht ja nur unscharf im Hintergrund), aber ansosnten… zip… 😕

Deswegen fand ich den ja auch so schlecht, weil der überall als schrecklichster Film ever angepriesen wurde…

Der Zweite dagegen hat mindestens ’ne Handvoll guter Schocks…

Wortvogel
Wortvogel

Mach das doch mit Wizball selber im BM-Forum aus – ICH habe ja nicht behauptet, dass der gute Schockmomente hat.

Peroy
Peroy

Produktionsmäßig top gestaltetes, aber inhaltlich sehr dürftiges Grusel-Gedöns auf der Farm, für mich persönlich haut „The Messengers“ in dieselbe Kerbe wie „The Dark“, „Fragile“, „7 Days to Live“ und wie sie auch alle heißen. Sam Raimi hat sich wohl gedacht, er holt sich mit den Pang Brothers nach „The Grudge“ einfach die nächsten angesagten Asia-Regisseure nach Hollywood, aber das ist wohl auch keine Garantie zum Geldscheffeln. Alles sehr konventionell aufgezogen, keine Spur von der abgefahrenen surrealen Phantastik von „Re-cycle“, schade. „The Messengers“ beschreitet aller asiatischen Sensibilitäten in Bezug auf Schocks und Scare-Set Ups zum Trotz völlig ausgetretene Pfade und wird, wenn überhaupt, gerade mal so von David Geddes superber Fotografie und Joseph LoDucas stimmungsvollem Score einigermaßen auf Kurs und im Bereich des Erträglichen gehalten. Kristen Stewart ist fast creepiger als die handelsüblichen Geister-Erscheinungen…

3 Belas

Peroy
Peroy

Ach ja, ich glaube, das Familien-Trauma dreht sich weniger um das geschrottete Auto, als um den kleinen Sohn, der mit an Bord war und nach dem Unfall seine Stimme verloren hat…

Wortvogel
Wortvogel

Da sind wir uns ja praktisch einig – das geht nun wirklich nicht! Das mit dem Unfall war mir klar, aber ich fand es albern, und zu kompliziert für so einen knappen Review (wenn das Balg z.B. das Bein verloren hätte, dann hätte ich das noch verstanden).

Peroy
Peroy

Ein Bein kann rechtzeitig zum Happy End aber nicht nachwachsen…

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