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Es überrascht mich immer wieder, wenn mir auf Facebook Anzeigen in die Timeline gespült werden, die offensichtlich illegale Ware oder Scams anpreisen. Meistens treibt das ungeklickt weiter – aber es gibt Ausnahmen.
Vor drei Jahren hatte ich schon mal eine Welle von Werbungen für Webseiten dieser Art in der Dauerrotation:
"Archive 404" ist ein "one stop shop" für legendäre Comics von Warren, Harvey, Eerie, dazu Zeitschriften aus der "silbernen" Ära des Horrorfilms.
Ihr wollt es moderner, fetziger, mainstreamiger? Ein "House of the Reader" bietet Tausende Disney-Comics, Star Wars, Simpsons, Batman, Superman – alles in größtenteils kompletten "bundles" und ohne Beschränkungen durch DRM:
But wait – there’s more…
Angesichts von SUPERGIRL kam das Bedürfnis auf, mich noch einmal näher mit meiner Affinität zu DC und insbesondere Superman auseinander zu setzen.
Comics sind seit den 90ern erwachsen geworden, als hätten sie sich entschieden, mit ihren Lesern meiner Generation zu altern. Immer teurer, immer aufwändiger, immer mehr Sammlerobjekt als Wegwerfware, teilweise erschütternd angefüllt mit sex & violence. Das gab es "zu meiner Zeit" nur im Schwermetall. Der Rest war Micky Maus, Superman und Asterix.
Das heißt aber nicht, dass die Comics keine Moral hatte, keine tiefere Erkenntnis, die man auch für sich als Knirps übernehmen konnte…
Ich habe in meiner prägenden Zeit als Horrorfilm-Nerd sehr viele Biographien von Schlüsselfiguren des Genres gelesen: Roger Corman, Sam Arkoff, William Castle, Lloyd Kaufman, Harry Alan Towers, etc. Bei zwei größeren Werken zum Oeuvre von Charles Band war ich dann später sogar Ko-Autor.
Alles Produzenten.
Biographien von Regisseuren habe ich recht wenige gelesen. Das hängt auch damit zusammen, dass das Genre relativ wenige "auteurs" hervorgebracht hat. Gerade der B-Horror ist üblicherweise ein Handwerk, bei dem Regisseure angeheuert werden, um "in time and on budget" Vermarktbares abzuliefern…
Michael Hesemann ist jemand, den ich immer peripher auf dem Schirm hatte. Wenn man sich als Teenager in den 80ern lange genug mit UFOs, Geistern, Wunderheilung und "alten Göttern" auseinandergesetzt hat, dann ist man fast zwangsläufig über seinen Namen gestolpert.
Er war eine Koryphäe – wenn man eine Koryphäe in Sachen "ausgemachter Unfug" sein kann. So eine Art Fanboy-Variante von Erich von Däniken. Er tingelte als Deutschlands bekanntester UFO-Enthusiast durch die Medienlandschaft, sammelte Sichtungen, sprach über Außerirdische und bewegte sich in einem schillernden Grenzbereich zwischen Neugier, Spekulation und Irrglauben…
Das hier ist ein kleiner Nachschlag zu meinem Beitrag über die "freundliche" Nazi-Propaganda im Dritten Reich. Da ist mir nämlich ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen, der ziemlich meta war.
Das Aufmacherbild für den Beitrag war ursprünglich komplett farbig:
Nach einer Weile dachte ich aber, dass es ein besserer Kontrast von grausamer Realität und fröhlicher Fiktion wäre, wenn alles außer der gefilmten Szene schwarzweiß ist. Also kopierte ich das Bild und lud es zur Überarbeitung noch einmal in ChatGPT hoch.
Das hier ist der Prompt, den ich eintippte:
Make the picture stark black and white, with only the clown and his background retaining the colors…
Okay, ich krame für euch mal wieder in meinen letzten Boxen mit Zeitschriften und anderem Papiermaterial aus aller Welt. Heute kommen so schräge Produkte zu Tage, dass ich teilweise erstmal selber recherchieren muss, was es genau ist.
Ja, es war ein großes Ding, als Jan Böhmermann aus schierer Eierschaukelei 2021 eine Parodie auf Klatschmagazine auf den Markt brachte und dabei allen Verlegern dieser Schand/Schundhefte vor die Füße pinkelte. Das "Freizeit Magazin Royal" verkaufte sich wie geschnitten Brot und besser als die "echten" Vorbilder. Zwar bin ich der Meinung, dass der eitle Böhmermann sich dabei ein arg leichtes Ziel ausgesucht hat, aber aus Sammlergründen habe ich natürlich zugegriffen:
Ich kann es nur vermuten, aber diese Ausgabe der Zeitschrift "Fernsehen + Film" habe ich womöglich auf einem Trödelmarkt erstanden:
Auf Wikipedia gibt es eine lesenswerte Übersicht über die wechselhafte Geschichte der Publikation, die von 1963 bis 1971 veröffentlicht wurde…
Durchhalten, das Ende naht! Hier kommt die letzte Ladung an obskuren Genreproduktionen, von denen ich im Lexikon des SF-Films gelesen hatte und die ich dank der Segnung Internet nun auf die Festplatte bannen konnte.
Rausgelassen, weil früher schon behandelt: WIR, DATENPANNE, CHERIE MIR IST SCHLECHT, TERMINUS, DIE STURZFLIEGER, DER GOLEM GEHT RUM u.a.
Gold (1934) Professor Achenbach und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter, der Ingenieur Werner Holk, arbeiten – uneigennützig und zum Wohle der Menschheit, wie sie glauben – an einer sensationellen Erfindung. In ihrem riesenhaften Laboratorium sind die modernen Alchimisten dabei, mittels Atomzertrümmerung bei mehreren Millionen Volt Blei in Gold umzuwandeln…
Ich will mich ja nicht selber loben, aber es ist mir zu meiner großen Zufriedenheit gelungen, ungefähr die Hälfte der Filme auf der Liste zu lokalisieren. Viele trieben sich unbeaufsichtigt auf YouTube herum, andere gab es in Newsgroups oder bei einer der freien TV-Plattformen wie Tubi und Pluto.
Ausgelassen habe ich natürlich die Filme, die nie obskur oder verschollen waren wie DAS ARCHE NOAH-PRINZIP, OPERATION GANYMED und KAMIKAZE 1989.
1. April 2000 (1952) Es ist der 1. April 2000 und die frisch gewählte Regierung wird durch die Hohen Kommissare angelobt…
Ich weile gerade in Helsinki, da muss ich euch ja irgendwie beschäftigen…
Alle noch an Bord? Gut. Ich bin ehrlich erfreut, dass dieses doch recht nischige Thema einige spannende Kommentare angeregt hat. Wir widmen uns heute dem zweiten Band des LEXIKON DES SCIENCE FICTION-FILMS.
Wieder gilt: Es ist wahrlich nicht alles Gold was glänzt. Nicht mal Katzengold. Einige der nachfolgend präsentierten Produktionen wurden mit dem geringen Budget des Kleinen Fernsehspiels gestemmt und scherten sich wenig um Äußerlichkeiten. Die Befindlichkeiten der Macher und ihre penetrant präsentierte politische Weltsicht stand oft genug dem Unterhaltungswert im Weg…
Ich musste diese Woche oft an Doc Acula denken. Nicht nur, weil ich am Donnerstag zum B-Film Basterds Festival fahre, das mal seins war. Ich habe nämlich am Wochenende mit sturem Fleiß die kritikwürdigen, aber dennoch unverzichtbaren Filmlexika aus dem Hahn/Jensen-Dunstkreis durchgearbeitet.
Es ist sicher 20 Jahre her und gehört zu den ältesten Themen, über die ich mit dem Doc damals diskutiert habe – die "lost treasures" des deutschen Genrefilms, die nirgendwo mehr ausgestrahlt oder veröffentlicht werden und von denen man nur im Rahmen der hämischen Besprechungen dieser Bücher lesen kann…
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