17
Feb 2016

Your comprehensive guide to piracy, compliments of the British authorities

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

Vor ziemlich exakt drei Jahren habe ich mich darüber ausgelassen, dass in der Türkei Webseiten auf Betreiben von Kirche und Staat blockiert werden. Das kann der SPIEGEL sein, aber kurioserweise auch der Wortvogel. Man bekommt dann einen Hinweis, dass der Besuch der Webseite nach Verordnung Paragraph Unterstrich Querverweis nicht gestattet ist.

Auf ein ähnliches Phänomen bin ich am Wochenende in London gestoßen – bestimmte graue bis dunkelgraue Webseiten werden dort vom Provider blockiert. Erfreulicherweise geschieht das allerdings nicht anonym – man bekommt eine Liste sowohl der gesperrten Sites als auch der Beschwerde führenden Organisationen zu sehen.

Ihr wolltet schon immer mal wissen, was man in Großbritannien für die gefährlichsten Raubkopierer-Seiten hält? Bitteschön:

BLOCK2BLOCK2Digitale Version hier.

Ich bin mir nicht sicher, ob man mit dieser Transparenz-Maßnahme nicht indirekt Werbung für die geblockten Seiten betreibt. Was meint ihr?



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Baumi
Baumi
17. Februar, 2016 15:30

Kurioses Detail am Rande: Der Link auf das Hyperland-Blog zu Zensurmaßnahmen führt inzwischen ins Leere. 🙂

Wortvogel
Wortvogel
17. Februar, 2016 15:46

@ Baumi: Leider nicht kurios, sondern ärgerlich – dass das ZDF von unseren Gebührengeldern nicht einmal die Vorhaltung der Hyperland-Texte finanziert, finde ich fast schon skandalös.

John
John
17. Februar, 2016 16:40

Also ich find ja https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_websites_blocked_in_the_United_Kingdom übersichtlicher….

Aber hey, England ist ja auch der Vorreiter im Porn-blocken 🙂

Mencken
Mencken
18. Februar, 2016 10:19

ich denke, der Werbeeffekt dürfte überschaubar sein, der praktische Nutzen allerdings auch. Wird letzten Endes darauf ankommen, wie der EuGH sich beim anstehenden Streaming-Urteil festlegt.