Woman in Black

GB 2012. Regie: James Watkins. Darsteller: Daniel Radcliffe, Ciarán Hinds, Janet McTeer, David Burke, Sidney Johnston

Story: Arthur Kipps bekommt den Auftrag, den Nachlass einer verstorbenen Lady zu sichten, deren altes Haus mitten im Marschland steht und mehrmals am Tag von der Außenwelt abgeschnitten wird. Die Menschen im nahe gelegenen Dorf begegnen dem jungen Mann mit wenig verhohlener Abneigung. Bald findet Kipps heraus, dass immer wieder Kinder unter tragischen Umständen ums Leben kommen, wenn die „Frau in Schwarz“ gesehen wird – und dass sein eigener Sohn in Gefahr sein könnte…

Kritik: Zuerst einmal freue ich mich wie Bolle, dass Hammer Films wieder da ist – seit drei Jahren produzieren die wieder, mit gemischten Ergebnissen. Aber das war bei den alten Streifen der britischen Kult-Gruselschmiede auch nicht anders. Ich werde dieser Tage noch erläutern, warum ich persönlich an einem Erfolg der Firma interessiert bin.

Woman in Black“ ist die Adaption des Romans von Susan Hill, der erstaunlicherweise erst 1983 erschienen ist, obwohl er thematisch wie atmosphärisch eher dem klassischen britischen Schauerroman als dem damals schon modernen britischen New Wave Horror zu zu rechnen ist. 1987 wurde der Stoff in ein Zwei-Personen-Theaterstück umgeschrieben, das heute noch in London läuft und meine LvA ordentlich gegruselt hat. Es gab eine mäßig erfolgreiche TV-Version und diverse Fassungen fürs Radio. Es war nur eine Frage der Zeit, bis jemand einen Kinofilm draus strickt.

Daniel Radcliffe hat sicher keinen Fehler gemacht, sich „Woman in Black“ als ersten Post-Potter-Film auszusuchen – es ist nah genug an HP dran, um die Fans nicht zu verschrecken, aber allemal eigenständig genug, um zu beweisen, dass er auch was anderes spielen kann als bebrillte Nachwuchszauberer. Tatsächlich wirkt Radcliffe hier erstaunlich erwachsen und müht sich entschlossen, ein paar neue Facetten zu zeigen.

Zu schade nur, dass der Film es ihm nicht gleich tut…

Das Problem ist nicht, dass „Woman in Black“ schlecht ist. Er ist im gesetzten Rahmen des „Haunted House“-Films sogar ziemlich gut. Ganz wie es dem klassischen Hammer-Stil entspricht, sind die Sets und Locations üppig, die Kostüme liebevoll ausgesucht und ist die Kameraarbeit von hoher Qualität. Statt auf Horror setzt „Woman in Black“ auf Grusel, es wehen die Vorhänge, es flackern die Kerzen, es krächzen die Raben.

Aber das Genre hat sich weiter entwickelt. So wie Susan Hills Roman bei seiner Entstehung seltsam anachronistisch war („Shining“ hatte dieses Thema ja gerade auf neue Füße gestellt), so scheint der Film seltsam aus der Zeit gefallen. Als hätte es „The Others“ nicht gegeben, „Sixth Sense“, „Gothika“ und all die anderen Neo-Grusler, die eher auf ein breites Publikum als auf den Horror-Mainstream schielen. Er arbeitet sich an Klischees und Mechanismen ab, die nicht nur vertraut, sondern mittlerweile veraltet sind. Die Spieluhr, der Rabe, die plötzlich offen stehende Tür – alles wie gehabt.

Ich habe auch Probleme mit Watkins‘ Regie, die in Komplizenschaft mit Drehbuch und Editing sehr holperig wirkt. „Woman in Black“ hat große Probleme, den Flow zu finden, langsam das Tempo zu erhöhen, ohne dabei den Zuschauer zu verlieren. So ist die Tatsache, dass Kipps das Haus mehrfach verlässt, um in den Ort zu fahren, redundant und spannungstötend. Und dass es nur deswegen 90 Minuten braucht, um das Geheimnis der Schwarzen Frau zu lüften, weil die Dorfbewohner ihm einfach nichts von ihr erzählen, wirkt fast schon beleidigend offensichtlich.

Klar sind die Bilder schön, kleine Szenen und Dialoge können für sich genommen überzeugen – aber am Ende ist „Woman in Black“ zu schnell zufrieden damit, Daniel Radcliffe mit einem Kerzenleuchter immer und immer wieder durch verstaubte Gänge schleichen zu lassen.

Rate ich daher von „Woman in Black“ ab? Nicht voreilig werden! Die Klischees, mit denen der Film arbeitet, mögen hoffnungslos veraltet sein, aber wie ich immer sage: Klischees existieren, weil sie funktionieren. Erwartet man nicht mehr als eine gepflegte Schauergeschichte im traditionellen Stil, wird man vergleichsweise gut bedient. Und dank des Verzichts auf größere Ekelhaftigkeiten ist der Streifen obendrein auch freundinnentauglich.

Fazit: Ein zu sehr auf klassische Schauerelemente setzender Grusler, dessen elegante Produktion aber einige Schwächen im Storytelling wettmacht.

Tim & Struppi

USA 2011. Regie: Steven Spielberg

Story: Jungjournalist Tim kauft das Modell des Segelschiffs „Einhorn“, das einst dem berühmtem Captain Haddock gehörte. Schnell stellt sich heraus, dass ein reicher Exzentriker hinter dem Modell her ist – und den zwei anderen Kopien davon. Tim trifft auf den versoffenen Nachfahren des alten Captains und lässt sich auch in wilden Verfolgungsjagden zu Wasser, zu Lande und in der Luft nicht davon abhalten, das Geheimnis der „Einhorn“ zu lüften…

Kritik: Ich habe ziemlich lang gebraucht, um mir „Tim & Struppi“ anzuschauen. Eigentlich wäre der schon im Kino fällig gewesen, aber es hat sich einfach nicht ergeben. Das mag auch daran liegen, dass ich mir nicht allzu viel erwartet habe: Die geliebten Comicalben in 3D-CGI umzusetzen, bettelt förmlich um den Zorn der Tintin-Fans. Und die Kritiken merkten auch auf breiter Front an, dass Spielberg die charmanten Eigenheiten der Vorlage zu Gunsten wilder Verfolgungsjagden vernachlässigt hat. Ein eindeutiger Verriss-Kandidat, möchte man meinen.

Überhaupt Spielberg: Das glaubt mir jetzt wieder keiner, aber ich hatte vor über zehn Jahren schon beim Verlag um die Tintin-Rechte für Tandem angefragt, weil ich das Potential für eine Reihe aufwändiger Realverfilmungen sah. Man teilte mir mit, dass „Monsieur Spielberg“ mir um knappe zwei Wochen zuvor gekommen sein. Grrr…

Egal, man soll den Film nicht für den Macher kritisieren – und das wäre im Fall von „Tim & Struppi“ auch dämlich, denn der Film ist nicht nur toll, er ist auch und gerade wegen der Regieleistung von Spielberg ein echter Knaller.

Zuerst einmal muss man den Designern ein großes Lob aussprechen. Die Balance zwischen Cartoon-Realismus und dem Look der Vorlage wird so perfekt gehalten, dass man sich immer wieder erwischt, wie man staunend die Details der Figuren studiert. Auch wenn man bei Tim jedes Härchen sehen kann, jede Hautpore – er ist unbestreitbar der Held der Comics. Gleiches gilt für Struppi und die anderen Gefährten nicht weniger. Noch nie habe ich den Sprung von 2D in 3D als derart gelungen erlebt.

Die Animation selber ist nicht weniger bewundernswert – detailliert bis in die Hintergründe, geradezu platzend vor Details, ständig in Bewegung und trotzdem (dank fortschrittlichstem motion capturing) in den Bewegungen der Figuren absolut überzeugend. Was „Avatar“ und „Beowulf“ nicht geschafft haben, gelingt „Tim & Struppi“ spielend: die Charaktere bewegen sich wie Menschen, haben Gewicht, Trägheit und Balance. Und das, obwohl sie „nur“ Cartoons sind.

Klar kann man mäkeln, dass Spielberg mehr Action in die Geschichte packt als in drei „Transformers“-Filme – aber er vernachlässigt die Geschichte deshalb nicht. Viele Details der Hergé-Vorlage sind intakt, das Geschehen auf der großen Leinwand hat Charme und Esprit. Und wenn Spielberg etwas kann, dann ist es der Flow, von dem ich oben bei „Woman in Black“ sprach – „Tim & Struppi“ läuft wie ein Uhrwerk und schnurrt dabei wie eine Katze. Die Verfolgungsjagden sind großartig, flüssig, immer wieder überraschend und holen aus dem 3D und der Computeranimation mehr raus, als jeder Realfilm vermocht hätte. Ich mag mich schon viel zu lange mit solchen Themen auseinandersetzen, weil mir sowas auffällt, aber sei’s drum: „Tim & Struppi“ hat das perfekteste „digitale Wasser“, das ich je gesehen habe.

Letzten Endes kann ich vor Spielberg nur meinen Hut ziehen: Er hat aus „Tim & Struppi“ eindeutig einen Spielberg-Film mit der Dynamik und der Eleganz eines „Indiana Jones“ gemacht, ohne die Qualitäten der Vorlage zu opfern. Seine Adaption ist respektvoll und überhaupt nicht von Hollywood durchseucht (wo er auch nur mau gelaufen ist). Es freut mich auch wegen „John Carter“ ungemein, dass endlich wieder Filme gemacht werden, die einen 12jährigen für Action und Abenteuer begeistern können, ohne zynisch, doof oder brutal zu sein.

Perfektes Kino – her mit den Fortsetzungen!

Fazit: Ein brillant in 3D und CGI übertragenes Comicabenteuer, das neue Fans begeistern kann, ohne die Freunde der „Tim & Struppi“-Alben zu vergrätzen.



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heino
heino

„Als hätte es “The Others” nicht gegeben, “Sixth Sense”, “Gothika” und all die anderen Neo-Grusler, die eher auf ein breites Publikum als auf den Horror-Mainstream schielen“

Bei dem Satz muß ich dann doch mal anmerken, dass gerade „The others“ nichts anderes macht, als sämtliche Klischees widerzukäuen, dabei aber kein bisschen spannend oder gruslig ist. Und die Kidman ist sowas von schrecklich, dass es mir die Schuhe ausgezogen hat. Dann noch das dämlich offensichtliche Twist-Ende und wir haben den letzte Nagel im Sarg eines Films, der hätte toll sein können.

„Tim und Struppi“ mag toll sein und ich werde die Regieküsnte von The Beard sicher nicht in Frage stellen, aber das Thema interessiert mich kein bisschen und die Figuren wirken im Trailer so dermassen leblos, dass mich das absolut nicht reizt.

Exverlobter
Exverlobter

„Überhaupt Spielberg: Das glaubt mir jetzt wieder keiner, aber ich hatte vor über zehn Jahren schon beim Verlag um die Tintin-Rechte für Tandem angefragt, weil ich das Potential für eine Reihe aufwändiger Realverfilmungen sah. Man teilte mir mit, dass “Monsieur Spielberg” mir um knappe zwei Wochen zuvor gekommen sein. Grrr…“

Und was wäre dann deine Aufgabe gewesen, wenn die Lizenz nicht bereits vergeben gewesen wäre?
Das Drehbuch?

Peroy
Peroy

„“Als hätte es “The Others” nicht gegeben, “Sixth Sense”, “Gothika” und all die anderen Neo-Grusler, die eher auf ein breites Publikum als auf den Horror-Mainstream schielen”

Bei dem Satz muß ich dann doch mal anmerken, dass gerade “The others” nichts anderes macht, als sämtliche Klischees widerzukäuen, dabei aber kein bisschen spannend oder gruslig ist. Und die Kidman ist sowas von schrecklich, dass es mir die Schuhe ausgezogen hat. Dann noch das dämlich offensichtliche Twist-Ende und wir haben den letzte Nagel im Sarg eines Films, der hätte toll sein können.“

Bravo, aus den drei zur Wahl stehenden Filmen zielsicher den besten rausgesucht zum draufkloppen…

noyse
noyse

na da muss ich dem peroy mal zustimmen. ich fand the others sehr unterhaltsam und wohlig old-school. dagegen hat mich gothika nur abgenervt. und wenn man sich die anderen filme von herrn shamalamadingdong ansieht weiss man dass es wohl nur zufall war dass der sixth sense nicht kompletter mist war.

Shah
Shah

Der Wortvogel hätte doch sowieso keinen Credit für Tim&Struppi gekriegt, wissen wir ja alle…

Tim&Struppi hat mir ähnlich Spaß gemacht, obwohl mich die Vermischung mehrerer Bücher etwas verwirrte.

Und „The Others“ ist schrecklich, stimme heino 100% zu.

Peroy
Peroy

Nun ja, im Vergleich zu „The Sixth Sense“ und „Gothika“ ist er GOLD… 8)

Marko

„The Others“ hat einen sehr memorablen Score, das steht schon mal auf den Habenseite. Und, ja, das Ende ist zu offensichtlich erahnbar, aber die Stimmung ist trotzdem toll.

Shah
Shah

Gothika ja, Sixth Sense nein. Und da ich deine Meinung zu SS kenne, brauchen wir nicht weiter zu diskutieren 😉

Peroy
Peroy

„Gothika ja, Sixth Sense nein. Und da ich deine Meinung zu SS kenne, brauchen wir nicht weiter zu diskutieren ;)“

Dann überfahr‘ ich dich halt mit’m Auto, geht auch…

Frankie
Frankie

The Others ist langweiliger Horror in depressiver Atmosphäre. Dazu noch eine talentfreie Kidman (The Hours war wohl ein One Hit Wonder).

Sixth Sense hingegen war optisch ansprechender Grusel, mit halbwegs funktionierendem Drehbuch und einem Twist der seinerzeit bahnbrechend war. Kann man sich heute nicht mehr vorstellen.

Und Gothika? Hatte den immer als langweiligen Videothekenhorror mit Koksnase (?) Halle Berry im Kopf.

Horrorhit der Vergangenheit? The Strangers!

Marko

Strangers? Das dämliche Ding mit Liv Tyler, das am Anfang gleich verraten hat, wer überlebt? Ich bitte Dich …

Frankie
Frankie

Hochspannend, emotional und realistisch. Ich wusste nicht, wer überlebt. Überlebt da überhaupt jemand? ;D

Peroy

„Sixth Sense hingegen war optisch ansprechender Grusel, mit halbwegs funktionierendem Drehbuch und einem Twist der seinerzeit bahnbrechend war. Kann man sich heute nicht mehr vorstellen.“

„Optisch ansprechend“, was ist das denn für ein Allgemeinplatz ? Was soll das bedeuten ? Das kann alles und nichts heißen, jeder Film, bei dem die Kamera in die richtige Richtung gehalten wird ist „optisch ansprechend“.

Aber es stimmt ja eh nicht „Sixth Sense“ war ja formal sehr langweilig und das einzige, was der an visueller Gestaltung drauf hatte, war die aufdringliche Verwendung der Farbe Rot in bestimmten Schlüsselszenen. Gegen den blassen kanadischen TV-Film-Look hatte der sehr schön gefilmte „The Others“ ja wohl meilenweit die Nase vorne.

Das Drehbuch funktioniert zudem nicht mal viertelwegs, subtrahiert man den unlogischen Twist bleibt nichts weiter übrig als pure Langeweile.

Und was „The Strangers“ angeht… der ist natürlich Scheissdreck. Ein langweiliges Terrorfilmchen-Derivat von der Sorte, wie es die Italiener in den 70ern und 80ern schon besser drauf hatten. Ungruselig und dumm.

Frankie
Frankie

“Optisch ansprechend”, was ist das denn für ein Allgemeinplatz ? Was soll das bedeuten ? Das kann alles und nichts heißen, jeder Film, bei dem die Kamera in die richtige Richtung gehalten wird ist “optisch ansprechend”.

Keine Ahnung. Scheint meine Meinung zu sein. Du kannst das besser in Worte fassen. Bist ja der Kritiker. Ich kann nur sagen, was ich- nunja- sagen kann ;D

„Gegen den blassen kanadischen TV-Film-Look hatte der sehr schön gefilmte “The Others” ja wohl meilenweit die Nase vorne.“

Nö, sehe ich anders. Shymalan hat ein super Gespür für ungewöhnliche Kameraperspektiven. „The Others“ sieht genau so aus wie er sich anfühlt: Das Produkt eines pseudo-intellektuellen Chilenen, welcher meint mit philosophischen Stoffen umgehen zu können und sich dabei in pseudo-metaphorischen Bildern verheddert. Vom Inhalt ganz zu schweigen…

„Ungruselig und dumm.“

Genau wie eigentlich jeder Horrorfilm. Ich hatte Spaß und hab mit dem tollen und für diese Art von Filmen äußerst qualitativ aufspielendem Filmpaar Tyler und Speedman mitgefühlt. Nicht viel, ist schließlich nur ein Film, aber immerhin.

Peroy

„Genau wie eigentlich jeder Horrorfilm.“

Okay, damit bist du raus, Dummbraddler…

Frankie
Frankie

Um darüber zu diskutieren, müssen wir erst einmal definieren, was für dich überhaupt „intelligent“ heißt.

Nenne mir doch bitte mal nur drei Horrorfilme, die „intelligent“ sind und warum sie dieses Urteil verdienen.

Filme wie „The Hours“ oder „Zeiten des Aufruhrs“ sind intelligent, da intellektuell fordernd. Aber Horrorfilme? Ich liebe das Genre und verehre John Carpenter, Romero und Argento. Aber intelligent ist auch kein Streifen von denen.

Lukas

Wie, kein Wort von der unfassbaren, ca. 5minütigen Verfolgungsjagd vom Palast runter bis ans Meer, die OHNE EINEN EINZIGEN SCHNITT auskommt? Die beste Actionszene, die ich seit Ewigkeiten im Kino gesehen habe.

Peroy

„Um darüber zu diskutieren, müssen wir erst einmal definieren, was für dich überhaupt “intelligent” heißt.

Nenne mir doch bitte mal nur drei Horrorfilme, die “intelligent” sind und warum sie dieses Urteil verdienen.

Filme wie “The Hours” oder “Zeiten des Aufruhrs” sind intelligent, da intellektuell fordernd. Aber Horrorfilme? Ich liebe das Genre und verehre John Carpenter, Romero und Argento. Aber intelligent ist auch kein Streifen von denen.“

Du bist offensichtlich doof. Und raus.

Frankie
Frankie

Trotzdem danke. Hast ja, obwohl du diese Meinung hast, trotdem Zeit an mich „verschwendet“. Das ist nobel! Wünsch dir noch einen schönen Tag!

Dietmar
Dietmar

Beides auf der Liste. Die ich zwar kaum „abarbeiten“ kann aber wenigstens als Illusion pflege.

Schöne Reviews. „Tim und Struppi“ nehme ich mir fest vor.

Rex Kramer

Ja, „Tim & Struppi“ rocks. Freu mich schon den demnächst nochmal auf DVD zu sehen.
Und „Woman in Black“? Ich weiß nicht. Manche Rollen sind absolute Karrierekiller. Radcliffe kann sich einen Bart und falsche Augenbrauen ankleben, ich werde trotzdem immer Harry Potter in ihm sehen. Genau wie Elija Wood für mich ewig ein barfüßiger Hobbit sein wird. Selbst wenn er sich mit Hooligans kloppt 😉

Wortvogel
Wortvogel

@ Exverlobter: Ich war damals nicht in der Position, mich da als Drehbuchautor ins Gespräch zu bringen. Aber ich hätte die entsprechenden Partner zusammen gebracht und die generelle Stoßrichtung der Produktion mit entwickelt. Wie halt immer bei den Tandem-Sachen.

@ Lukas: Wo ist die Leistung bei einer langen Kamerafahrt IN CGI??? Da steckt keine aufwändigere Logistik drin, kein Überwinden technischer Hürden. Das war toll, aber letztlich nicht schwerer als die gleiche Sequenz MIT Schnitten.

„The Others“ war grandios.

Wortvogel
Wortvogel

@ Rex: Aber sagt das nicht mehr über deine Unfähigkeit, Darsteller von ihren Rollen zu abstrahieren? Ich habe bei „Woman in Black“ nicht Harry Potter gesehen.

Chabneruk
Chabneruk

Tim und Struppi ist ein toller und charmanter Film, solange er sich an die Vorlage hält (sprich: Etwa die ersten zwei Drittel der Laufzeit). Dass verschiedene Comic-Bände dabei vermischt werden, hat mich genausowenig gestört, wie der veränderte zeitliche Ablauf. Vor allem die Umsetzung der Charaktere war toll, auch die von einigen kritisierten „inneren Monologe“ Tims waren voll in Ordnung.

Aber das letzte Drittel hat diesen guten Eindruck leider bei mir ziemlich kaputt gemacht. Die Action-Sequenz auf der Flucht aus dem orientalischen Palast: Okay. Das Duell zwischen den Kränen: Albern. Aber am schlimmsten fand ich, dass Captain Haddock auf Teufel komm raus eine Charakteränderung zum lieben, guten Mitstreiter durchmachen musste und am Ende wirkte, wie ein kastrierter fröhlicher Teddybär.

Ernsthaft? Captain Haddock? Der heimliche Star, das anarchische Element pur – reduziert auf einen putzigen Strahlemann. Hunderttausend heulende Höllenhunde, das wäre deutlich besser gegangen!

heino
heino

„Bravo, aus den drei zur Wahl stehenden Filmen zielsicher den besten rausgesucht zum draufkloppen“

das liegt daran, dass es der einzige Haunted House-Streifen aus dem Trio und damit auch der mMn einzig Vergleichbare mit Woman in Black ist. Dass ich Sixth Sense nicht mag, habe ich schon öfter gesagt und Gothika habe ich vor kurzem zum ersten Mal im TV gesehen, den fand ich auch schwach, aber die laden eben beide nicht zum direkten Vergleich ein.

“The Others” war grandios“

Ich spiele jetzt mal Peroy:NEIN!! 🙂

Rex Kramer

@ Wortvogel: Herrlich. Nach deinen Rüffeleien kamm man echt die Uhr stellen. 😉

Vermutlich hast du sogar recht (obwohl man das sicher auch netter hätte ausdrücken können). Aber was bedeutet das? Ich bin bestimmt nicht der Einzige, dem es so geht. Manche Schauspieler werden Zeit ihres Lebens mit einer bestimmten Rolle in Verbindung gebracht. Vielleicht weil ihnen die Ausstrahlung fehlt, vielleicht, weil sie nicht das Charisma haben, sich davon zu lösen. Roger Moore fällt mir da ein. Sean Connery andererseits hatte kein Problem, sich von seinem Bond Image zu lösen. Und dass obwohl er von vielen als DER Bond angesehen wird.
Aber Radcliffe ist ja noch jung. Sehen wir mal, was noch draus wird.

Exverlobter
Exverlobter

„Radcliffe kann sich einen Bart und falsche Augenbrauen ankleben, ich werde trotzdem immer Harry Potter in ihm sehen. Genau wie Elija Wood für mich ewig ein barfüßiger Hobbit sein wird. Selbst wenn er sich mit Hooligans kloppt “

Genau diese (weitverbreitete) Einstellung führt dazu, dass Leute wie Mark Hamill außer Synchronarbeiten keine Jobs mehr kriegen!

Rex Kramer

„Genau diese (weitverbreitete) Einstellung führt dazu, dass Leute wie Mark Hamill außer Synchronarbeiten keine Jobs mehr kriegen!“

Die Frage ist nur: ist das die Schuld der Zuschauer oder die des betreffenden Schauspielers (siehe mein Posting oben)?

Exverlobter
Exverlobter

@Rex
Schwer zu sagen. Ich weiß nicht mehr wo, aber ich habe mal ein Interview mit Mark Hamill gesehen, wo er sich beschwert hat, dass die Casting Directors ihn alle wieder fortgeschickt hatten, und er es dann ,vom Synchronisieren mal abgesehen, irgendwann aufgegeben hat neue Rollen zu suchen. Harisson Ford hingegen hatte dieses Problem nicht, obwohl er auch vor Star Wars ein Nobody war.

Und wenn sie noch Rollen kriegen, landen sie in der Typecasting-Falle. Prinzipiell ist das ein Riesenproblem, von dem nur sehr sehr wenige Schauspieler entfliehen können. (Tom Hanks z.B.)

Frankie
Frankie

„Genau diese (weitverbreitete) Einstellung führt dazu, dass Leute wie Mark Hamill außer Synchronarbeiten keine Jobs mehr kriegen!“

In jenem Fall nicht weiter schlimm. Hamill ist ein grottiger Schauspieler, um den es wirklich nicht schade ist.

Marcus
Marcus

@Frankie: und Du bist ein grottiger Kommentator, um den es auch nicht schade ist.

Mein Gott, was Du hier an Unfug zusammenfaselst, geht auf keine Kuhhaut:

„The Others ist langweiliger Horror in depressiver Atmosphäre.“

Genau, ein bisschen bunter und fröhlicher wäre viel gruseliger gewesen.

„Hatte den immer als langweiligen Videothekenhorror mit Koksnase (?) Halle Berry im Kopf.“

Videothekenhorror mit großem Kinostart in Deutschland. Und selbst wenn: der Distributionsweg und ob Halle Berry kokst hat womit irgendwas zu tun?

„“Sixth Sense hingegen war optisch ansprechender Grusel, mit halbwegs funktionierendem Drehbuch und einem Twist der seinerzeit bahnbrechend war.“

Bahnbrechend. Klar. Sicher. http://en.wikipedia.org/wiki/Carnival_of_Souls

„“Ungruselig und dumm.” Genau wie eigentlich jeder Horrorfilm.“

Dass DU keinen einzigen intelligenten Horrorfilm kennst bzw. einen nicht erkennen würdest, wenn er dich beißt, glaube ich gerne. Aber Peroy hat schon Recht: wer einfach mal so in den Raum wirft, ALLE Horrorfilme seien „ungruselig“, hat mindestens seine sprachliche Ausdrucksfähigkeit so wenig unter Kontrolle, dass weiteres Diskutieren sinnlos ist.

„Um darüber zu diskutieren, müssen wir erst einmal definieren, was für dich überhaupt “intelligent” heißt.“

Nein, müssen wir nicht. Jeder hier weiß, was „intelligent“ heißt. Auf trollmäßiges Herumdoktern an Definitionen hat keiner Lust.

I rest my case. Du redest Stuss.

Wortvogel
Wortvogel

@ Frankie: Mir bist du auch nicht sympathisch.

justus_jonas
justus_jonas

Messlatte für Spukhaus-Filme bleibt für mich immer „The Haunting“ (wohlgemerkt die Erstverfilmung von 1963). Daran müssen sich alle anderen Haunted-House-Filme erstmal messen. Von daher würde ich „Sixth Sense“ ohnehin mal außen vorlassen. Der letzte gelungene HH-Film war IMHO „Das Waisenhaus“, aber daran scheiden sich ja auch die Geister (Haha, Geister). Das sich „Woman in Black“ – ebenso wie die Vorlage – sehr klassisch präsentiert, finde ich ehrlich gesagt erstmal positiv. Zumal sich ja auch die Neo-Grusler mittlerweile eher uninspiriert präsentieren, bzw. auch an der Kinokasse keine Wurst mehr vom Teller ziehen (s. „Insidious“ oder „Dreamhouse“).

Peroy
Peroy

„Messlatte für Spukhaus-Filme bleibt für mich immer “The Haunting” (wohlgemerkt die Erstverfilmung von 1963). Daran müssen sich alle anderen Haunted-House-Filme erstmal messen.“

Keine allzu große Hürde…

Marcus
Marcus

@Peroy: Doch. Deshalb hat es ja seit 1963 keinen besseren Spukhaus-Film gegeben.

Marko

@ Marcus: Deine Sixtiephilie wird auffällig. Bist Du echt so alt? 😛

Peroy
Peroy

„@Peroy: Doch. Deshalb hat es ja seit 1963 keinen besseren Spukhaus-Film gegeben.“

Doch. Haufenweise. 8)

Frankie
Frankie

„Du bist ein grottiger Kommentator, um den es auch nicht schade ist.“

Damit muss ich leben. Ist deine Meinung.

„Mein Gott, was Du hier an Unfug zusammenfaselst, geht auf keine Kuhhaut:
Genau, ein bisschen bunter und fröhlicher wäre viel gruseliger gewesen.“

Du vollziehst einen Umkehrschluss. Ist nicht immer legitim! Es muss nicht gleich das Gegenteil sein. Mir hätte schon gereicht, wenn ich weniger „The Hours“ in der Optik gespürt hätte und ein bisschen mehr Carpenter. Dazu noch diese ätzenden unheilschwangeren Dialoge. Nö, da gucke ich mir lieber Carpenters Halloween zum Tausendsten Mal an. Das ist Horror. In wohliger Vorstadtatmosphäre. Da erlebe ich Horror und werde aber nicht gleichzeitig „runtergezogen“ wie bei „The Others“.

„Videothekenhorror mit großem Kinostart in Deutschland. Und selbst wenn: der Distributionsweg und ob Halle Berry kokst hat womit irgendwas zu tun?“

Mag ja sein. Aber „in MEINEM SCHÄDEL“ hatte ich ihn anders in Erinnerung. DAS habe ich geschrieben. Das war keine Tatsachenbehauptung. Zum koksen: Ich kann sie dadurch nicht mehr ernst nehmen. Also kann ich den Film nicht ernst nehmen.

„Bahnbrechend. Klar. Sicher. http://en.wikipedia.org/wiki/Carnival_of_Souls

Und das ist ein Beweis fürs Gegenteil? Wohl eher nicht. Den Streifen kennt ja keiner. Psychos Ende war auch bahnbrechend! Ups, da gabs ja auch vorher schon ein Buch zu. Deswegen nicht mehr bahnbrechend? Ich denke nicht ;D

„Dass DU keinen einzigen intelligenten Horrorfilm kennst bzw. einen nicht erkennen würdest, wenn er dich beißt, glaube ich gerne. Aber Peroy hat schon Recht: wer einfach mal so in den Raum wirft, ALLE Horrorfilme seien “ungruselig”, hat mindestens seine sprachliche Ausdrucksfähigkeit so wenig unter Kontrolle, dass weiteres Diskutieren sinnlos ist.“

Hoch lebe die Polemik! Horror ist kein anspruchsvolles Genre. Ergo ist für mich kein Horrorfilm intelligent. Achja, um mal etwaige Missverständnisse aus dem Weg zu räumen: Rosemaries Baby und Schweigen der Lämmer sind für mich zB KEINE Horrorfilme. Eher Psychothriller, wenn man sie unbedingt in ein Genre hineinzwängen will. Wie Oscar Wilde sagte: Definieren heißt einschränken. Ergo ist es immer eine beschissene Idee das zu tun.

„Nein, müssen wir nicht. Jeder hier weiß, was “intelligent” heißt.“

Mit Verlaub: Das glaube ich nicht ;D

„Auf trollmäßiges Herumdoktern an Definitionen hat keiner Lust.
I rest my case. Du redest Stuss.“

Klar, jeder der andere Ansichten hat ist ein Troll. *gähn* Wach lieber mal auf!

@WV:
Das bedauere ich. Wirklich. Vielleicht ändert sich das ja noch.

Rex Kramer

@Wortvogel:

„Was “Avatar” und “Beowulf” nicht geschafft haben, gelingt “Tim & Struppi” spielend“

Deine Abneigung gegen Avatar bekommt langsam pathologische Züge. Bei Beowulf gebe ich dir Recht, aber Avatar?
Warst du es nicht, der mir erklärt hat, man dürfe Animations- und Realfilm nicht durcheinanderwerfen? Ich erinnere an die Stop-Motion Diskussion. Avatar ist, trotz hohem CGI-Anteil, ja wohl ganz eindeutig ein Realfilm.

Übrigens habe ich mir neulich mal den Extended-Cut angesehen und war wieder gefesselt. Die Actionszenen gehören immer noch zum Besten, was ich je gesehen habe, Tim & Struppi eingeschlossen. Die Mischung aus Realszenen, Modellen und CGI ist fließend und erreicht einen viel höheren Grad an Detailreichtum und Natürlichkeit, als reines CGI das je vermag.

Lukas

@WV (#22): Das kann man so sehen, aber für mich besteht die Herausforderung darin, so was so zu choreographieren, dass es mitreißend ist. Die Technik ist für mich nicht weiter entscheidend, sondern das Talent, alle drei Erzählstränge (respektive den Weg der Papyrusfetzen, um die es in der Szene geht) so ineinanderzuweben, dass sich die Szene nicht nur flüssig, sondern sogar elegant von einem zum anderen bewegt.

Wortvogel
Wortvogel

@ Rex: Ich bezog mich auch einen sehr konkreten, absolut vergleichbaren Bestandteil von T&S und Avatar: Die Bewegungen der CGI-kreierten Hauptfiguren. Die sahen bei Avatar für mich keinen Funken besser aus als bei „Final Fantasy“ oder der „Starship Troopers“-Serie, während „Tim & Struppi“ in den Bewegungen einen Realismus zeigte, der die Cartoonigkeit der Charaktere Lügen strafte.

@ Lukas: Und genau DAS ist ja die Regieleistung Spielbergs, die den ganzen Film durchzieht: Der Flow, von dem ich sprach.

Peroy

„“Bahnbrechend. Klar. Sicher. http://en.wikipedia.org/wiki/Carnival_of_Souls”

Und das ist ein Beweis fürs Gegenteil? Wohl eher nicht. Den Streifen kennt ja keiner.“

Sorry, du lässt hier einen Müll ab, das geht auf keine Kuhhaut. „Carnival of Souls“ kennt keiner ? Sicher. Ist ja nur einer der einflußreichsten B-Horrorfilme der 60er. Und „Jacob’s Ladder“ kennt dann vermutlich auch keiner (um mal bei einem anderen Horrorfilm zu bleiben, der das „Sixth Sense“-Ende schon lange vor ebendiesem gebracht hat und der TATSÄCHLICH brillant gewesen ist). Nee, besser du schaltest mal einen Gang zurück…

Peroy

„Hoch lebe die Polemik! Horror ist kein anspruchsvolles Genre. Ergo ist für mich kein Horrorfilm intelligent. Achja, um mal etwaige Missverständnisse aus dem Weg zu räumen: Rosemaries Baby und Schweigen der Lämmer sind für mich zB KEINE Horrorfilme. Eher Psychothriller, wenn man sie unbedingt in ein Genre hineinzwängen will. Wie Oscar Wilde sagte: Definieren heißt einschränken. Ergo ist es immer eine beschissene Idee das zu tun.“

Blablablascheissescheisseblabla…

OnkelFilmi
OnkelFilmi

„Den Streifen kennt ja keiner.“

Schwallkopp. Sechs, setzen.

„Horror ist kein anspruchsvolles Genre. Ergo ist für mich kein Horrorfilm intelligent.“

Ich würde Dir empfehlen, Dir eine neue Spielwiese zum herumtrollen zu suchen.

Marcus
Marcus

@Frankie: es bringt zwar nichts, aber…

„Und das ist ein Beweis fürs Gegenteil? Wohl eher nicht. Den Streifen kennt ja keiner.“

Pluralis majestatis? Weil DU ihn nicht kennst, kann er ja nicht von Bedeutung sein….

„Hoch lebe die Polemik! Horror ist kein anspruchsvolles Genre. Ergo ist für mich kein Horrorfilm intelligent.“

Nett – soviel unfreiwillige Komik in so wenigen Worten. Warte, lass mich raten – du hast keine Ahnung, was ich meine.

„Zum koksen: Ich kann sie dadurch nicht mehr ernst nehmen. Also kann ich den Film nicht ernst nehmen.“

See above: was hat das womit zu tun? Findest du auch „Iron man“ scheiße, weil Robert Downey Jr. früher mal Drogen nahm? Man sieht dich förmlich rudern, Junge…

„Achja, um mal etwaige Missverständnisse aus dem Weg zu räumen: Rosemaries Baby und Schweigen der Lämmer sind für mich zB KEINE Horrorfilme.“

Ruder, ruder. Erst in den Raum werfen „Der Himmel ist rot.“ und dann sagen „aber wenn ich „Himmel“ sage, meine ich nicht den über unseren Köpfen“. Großmeister der Diskussionskultur, ich verneige mich!

„Wie Oscar Wilde sagte: Definieren heißt einschränken.“

Wie Monty Python sagte: And now for something completely different.

„Ergo ist es immer eine beschissene Idee das zu tun.“

Ergo ist für dich kein Film wirklich als Horrorfilm klassifizierbar, weil man ihm damit ja immer Unrecht tut. Ergo ist dein Getexte über die „Intelligenz“ von „Horrorfilmen“ aussagelos, weil du Genreeinteilungen ja eh ablehnst. Ergo ist es inhaltsleeres Gerede. Ergo bist du ein Schwätzer. QED.

Wir halten fest: du redest penetrant wirres Zeug, das dein Gegenüber irritieren und zum Streit anstacheln soll. Du gehst auf Gegenargumente nicht ein, sondern ignorierst sie und machst stattdessen bedeutungslose Nebenkriegsschauplätze auf, um davon abzulenken, dass du keine Argumente hast. Du wirfst unhaltbare Thesen in den Raum und windest dich dann heraus, indem du versuchst, allgemeinverständliche Begriffe in ihrer Bedeutung im Nachhinein umzudefinieren, damit du nicht zugeben musst, dass das, was du sagst, sinnlos oder falsch ist. Du redest, als würden alle deine Weltsicht teilen, auch wenn man dir ständig das Gegenteil sagt.

Für dieses Verhaltensmuster gibt es im Internet ein Wort. Das Wort ist „Troll“.

(Und nein, das hat nichts damit zu tun, dass du gewisse Filme anders bewertest als ich. Das hat damit zu tun, wie du „argumentierst“.)

Und jetzt geh woanders spielen – ich schließe mich Peroy an und beende das hiermit.

invincible warrior
invincible warrior

„@Rex
Schwer zu sagen. Ich weiß nicht mehr wo, aber ich habe mal ein Interview mit Mark Hamill gesehen, wo er sich beschwert hat, dass die Casting Directors ihn alle wieder fortgeschickt hatten, und er es dann ,vom Synchronisieren mal abgesehen, irgendwann aufgegeben hat neue Rollen zu suchen. Harisson Ford hingegen hatte dieses Problem nicht, obwohl er auch vor Star Wars ein Nobody war.“

Naja, Harisson Ford hatte einfach Glück, denn er wurde von George Lucas protegiert! Entdeckt wurde er von Lucas damals bei American Graffiti. Dadurch kannte er schon Lucas, der ihn dann eben für Krieg der Sterne als Han castete. Doch bis auf eine Nebenrolle in Apokalypse Now (sicher nicht zufällig dabei, immerhin war Lucas da ja auch involviert) hatte er bis „Das Imperium schlägt zurück“ nix tolles geleistet. Dann kam sein ultimatives Glück, denn Tom Selleck musste bei Indy abspringen und Lucas erinnerte sich an Ford. Schwupps, hatte er zwei denkwürdige, verschiedene Rollen gehabt und die Karriere war nicht mehr zu stoppen. An das folgende Blade Runner kam er dann auch nur wieder über Spielberg ran, der ihn wohl in den Himmel lobte. (vermute mal, Indy war zum Castingzeitpunkt noch nicht in den Kinos)

Hamil dagegen war glücklos. OK, er hatte anfangs bei Krieg der Sterne das Milchbubi-Image weg. Als er dann 1980 den schweren Unfall hatte, der sein Gesicht leicht entstellte, war damit auch seine Karriere dahin. Denn einen Hänfling, der nichtmal wirklich hübsch ist, hat nunmal keine Chance in Hollywood. Dabei hätte schon was aus ihm werden können nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“. Mit der Joker-Synchro in Batman hat er aber sicherlich auch keine schlechte zweite Karriere hingelegt.

Wortvogel
Wortvogel

„Hoch lebe die Polemik! Horror ist kein anspruchsvolles Genre. Ergo ist für mich kein Horrorfilm intelligent. Achja, um mal etwaige Missverständnisse aus dem Weg zu räumen: Rosemaries Baby und Schweigen der Lämmer sind für mich zB KEINE Horrorfilme. Eher Psychothriller, wenn man sie unbedingt in ein Genre hineinzwängen will. Wie Oscar Wilde sagte: Definieren heißt einschränken. Ergo ist es immer eine beschissene Idee das zu tun.“

Das gehört für mich in die Top 10 des dümmsten Krams, der hier je gepostet wurde…

Marcus
Marcus

@Marko: „Deine Sixtiephilie wird auffällig. Bist Du echt so alt?“

1.) ich weiß nicht, was das ist, aber wenn’s was Schweinisches ist, gibt’s was hinter die Löffel. 😀

2.) in den Sixties war ich Quark im Regal.

3.) Warum seine Auswahl auf Aktuelles limitieren – Musik und Filme werden ja mit zunehmendem Alter nicht schlechter, oder?

4.) Soo schlimm ist es doch gar nicht – „Carnival of Souls“ und „The Haunting“ sind doch Klassiker. Und überhaupt, dass ich nicht so auf die Sixties fixiert bin, sieht man doch schon an meinen beiden Lieblingsfilmen „Spiel mir das Lied vom Tod“ (ach so… schlechtes Beispiel hier) und „Pulp Fiction“ (warte… der Soundtrack….)….. okay, vielleicht ist es ja doch so schlimm….

Etwas Musik gefällig auf den Schreck? Diesmal auch was Neues?

http://www.youtube.com/watch?v=cDcjVohNT-E


Was denn? 😉

Marko

@ Marcus: Geschmacklich leben wir in verschiedenen Universen (oder besser gesagt: ich lebe im normalen, Du im Bizarro-Universum 😀 ), aber Dein Humor spricht dafür, dass Du ansonsten ein cooler Typ bist. 😉

Marcus
Marcus

@Marko: Wie kann man so opulenten orchesterverstärkten 60s-Surf-Garagenrock NICHT mögen? Ich bin entsetzt. 😉

Und wenn mir einer Manowar-Fantum als „normal“ und Sergio Leone-Anhängerschaft als „bizarr“ verkauft, dann kommt er ja vielleicht selber von hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Mirror,_Mirror_%28Star_Trek:_The_Original_Series%29

Ja, ich weiß – NOCH EINE 60s-Referenz. Aber wie gesagt, so schlimm ist es nicht. Ich mag auch aktuelle Filme, wie z.B. letztes Jahr „X-Men: First Cla……

*Schlaghosen anzieh*
*riesige Sonnenbrille aufsetz*

Ich geb’s auf…. 😎

Marcus
Marcus

@Torsten:

„Das gehört für mich in die Top 10 des dümmsten Krams, der hier je gepostet wurde…“

Und wir alteingesessenen Kommentatoren wissen nur zu gut, was für eine beachtliche Leistung das ist…..

OnkelFilmi
OnkelFilmi

Schlaghosen gab’s in Deiner Größe nur in der Kinderabteilung :p

Marcus
Marcus

@Marko:

Um den Eindruck komplett zu machen (und wieder on-topic zu kommen), kann ich auch noch vermelden, dass ich nicht weniger als 42 teilweise recht seltene von den alten Hammer-Filmen auf DVD habe, plus diverse Zeitgenossen von AIP & Co.

Ich geb’s ja zu: nach meinem geistigen Alter dürftest du mir über die Straße helfen…. 🙁

@Filmi: und in deiner nur in der Campingabteilung. :p

Marko

Ich genieße mich gerade (bzw. immer noch) durch die remasterte TOS-Serie, und die „Mirror, Mirror“-Folge habe ich ungelogen vor zwei Tagen gesehen. Strange. o_O

… was aber natürlich nicht heißt, dass nicht DU derjenige aus dem beklop…, ähem, „anderen“ Universum bist. 😀

Marcus
Marcus

@Marko:

„Ich genieße mich gerade (bzw. immer noch) durch die remasterte TOS-Serie, und die “Mirror, Mirror”-Folge habe ich ungelogen vor zwei Tagen gesehen. Strange. o_O“

Sehr gut. Auch mit dem Reissue in der Papp-Komplettbox?

„… was aber natürlich nicht heißt, dass nicht DU derjenige aus dem beklop…, ähem, “anderen” Universum bist.“

Bin ich nicht, und ich kann’s beweisen: keine Narbe, keinen Goatee, kein bauchfreies Top! 😆

OnkelFilmi
OnkelFilmi

„@Filmi: und in deiner nur in der Campingabteilung.“

In meiner Größe gibt es keine Schlaghosen, denn sowas tragen Männer nicht! 😛

Marcus
Marcus

„In meiner Größe gibt es keine Schlaghosen, denn sowas tragen Männer nicht!“

Und da ich selber keine trage, kann ich da nichtmal widersprechen.

Manche Dinge werden eben mit dem Alter nicht schlechter – und manche aber auch nicht besser. 🙂

Exverlobter
Exverlobter

@ Invincible Warrior
Das mit dem Unfall habe ich auch gehört, aber ich kann da bei Hamill beim besten Willen kein deformiertes Gesicht erkennen. Vielleicht bin ich ja blind.
http://www.moviepicturedb.com/pictures/10_03/1983/86190/l_86190_1beb1871.jpg

Marcus
Marcus

@Ex: dann achte bei Fotos von ihm auf roten Teppichen und Cons (d.h. ohne professionelles Makeup) mal auf den dunklen „Grat“, der quer über seine Nase läuft, wie ein Brillenabdruck. Und außerdem wirkt, wenn er lacht, sein Mund immer ein wenig unsymmetrisch. Merke: er hat sich damals bei dem Unfall einen Wangenknochen und die Nase zerschmettert.

Stimmt schon, arg auffällig ist es nicht – aber für Castinddirektoren auf der Suche nach romantischen Leinwandhelden reicht es vermutlich.

justus_jonas
justus_jonas

@Exverlobter: Deformiert ist wohl auch etwas übertrieben. Aber an der Nase sieht man’s schon… http://robinjester.files.wordpress.com/2010/05/markhamill.jpg

@Peroy: Wenn „The Haunting“ als Hürde nicht so hoch ist, dann nenn‘ mir doch mal ein paar bessere Spukhaus-Filme. Würde mich wirklich interessieren. Die Filme, die ich auf dieser Liste kenne, finde ich fast allesamt wesentlich schwächer (jaja. Wikipedia…).
http://en.wikipedia.org/wiki/Category:Haunted_house_films

OnkelFilmi
OnkelFilmi

Hamill behauptet HEUTE es wären nur Wangenknochen und Nase gewesen. Es gab vor ein paar Jahren mal ein Special über ihn, und da erzählten u.a. seine Geschwister, daß Mark nach dem Unfall mehrere Operationen über sich ergehen lassen musste, um sein Gesicht (bzw seinen Schädel) wiederzuherstellen. Hamill selbst hat das ganze ja auch schon früher mal indirekt zugegeben, als er in einem Interview sagte, daß u.a. ein Stück eines seiner Ohren dazu benutzt worden wäre seine Nase wieder zu rekonstruieren. Also, ich hatte meine Nase schon mehrfach gebrochen, und meine Ohren sind bisher noch vollständig 😉

Ich vermute eher, daß Hamill nach dem Unfall und den Operationen Probleme mit seiner Mimik hatte. In „Star Wars“ wirkte er fröhlich, energiegeladen, und wenn er lachte, hatte er ein breites spitzbübisches Grinsen im Gesicht. Und jetzt vergleicht das ganze mit seiner Darbietung in „Empire…“. Sicher, das Buch war um einiges düsterer als das des ersten Teils, so daß man argumentieren könnte, daß es nicht viel Platz für Fröhlichkeit bietet, aber sein Gesicht wirkt da allgemein eher erschöpft und teils regungslos…

Dazu würde auch seine Rollenauswahl in der Zeit danach passen (von den SW-Sequels abgesehen) – nur eine Handvoll „normale“ Rollen (zB in „The Big Red One“), dann kommt schon „Slipstream“, wo er einen Vollbart trägt (der so einige Probleme zB mit den Gesichtsmuskeln überdecken kann), sowie „Midnight Ride“ und seine Gastauftritte in „The Flash“ – beides Rollen, in denen er recht überkandidelte Bösewichte spielt, und dementsprechend überdreht chargieren (und grimassieren!) konnte…

OnkelFilmi
OnkelFilmi

@JJ: Ich bin nicht Peroy (na gottseidank), und zähle „Bis das Blut gefriert“ auch zu meinen Faves, aber es gibt schon einige Spukhausfilme, die ihm ebenbürtig oder sogar besser sind.

Aus der Liste zB: „The Entity“, „The Changeling“, „The Innkeepers“ (einer meiner Faves des letzten Jahres), „The Innocents“, „Session 9“, (natürlich) „Poltergeist“…

Peroy

„@Peroy: Wenn “The Haunting” als Hürde nicht so hoch ist, dann nenn’ mir doch mal ein paar bessere Spukhaus-Filme.“

Spukhausfilme, wie sie mir gerade in den Sinn kommen: „Poltergeist“, „Insidious“ (okay, der ist mehr ein Spukkindfilm, aber ich lasse ihn gelten), „Monster House“, „Session 9“, „Das Haus auf dem Geisterhügel“, House“.

Die sind alle richtig gut.

Hier noch ein paar, die ich besser finde als „The Haunting“, aber nicht so gut wie die sechs oben genannten: „Poltergeist III“, „Shinning“, „Haunted Hill“, das De Bont-Remake (ja, wirklich!).

Zur Ehrenrettung von „The Haunting“ sei noch gesagt, dass ich den auch nicht wirklich schlecht finde, nut leider ist der seinem Ruf bei der Erstsichtung nicht wirklich gerecht geworden. Diese „Es ist gruseliger, wenn sich alles im Kopf abspielt“-Masche hat bei mir leider noch nie so wirklich gezogen und ich hab‘ die Schock-Mechanismen des Streifens dann auch recht schnell durchschaut (spielt sich halt alles auf der Tonspur ab, statt Blut und Gore veranstaltet der ein akkustisches Gemetzel). Hinterher war mir dann aber auch ziemlich klar, warum der bei der Kritik so gut weggekommen ist: Das ist ein Horrorfilm für Leute, die normalerweise keine Horrorfilme gucken.

Und jetzt kriegt der Böhse OnkelFilmi noch eins reingewürgt: „Entity“ ist ein jämmerlicher Haufen Dreck, „The Changeling“ ist sterbenslangweilig, und „The Inkeepers“ habe ich nicht gesehen, aber ich antizipiere mal die übliche Ti West-Scheisse. Damit dürfte ich nicht falsch liegen…

Peroy

Nachtrag: Jetzt erst auf die Wikipedia-Liste geguckt. Dort ist auch „The Silent House“ aufgeführt, den ich persönlich jetzt NICHT als Spukhausfilm klassifizieren würde (einfach weil’s da keine Geister gibt), den ich aber auch besser finde als „The Haunting“. Neben „Insidious“ war der mein gruseligstes und enervierendstes Filmerlebnis des letzten Jahres. Über den Vogel-Verriss bin ich immer noch schockiert.

Und dann steht da auch „Tanz der Teufel“, den ich in dem Sujet jetzt gar nicht auf dem Plan hatte (eine Hütte im Wald ist für mich jetzt kein „Spukhaus“), aber was die schiere Qualität angeht, toppt der natürlich ALLE hier genannten Streifen. Den halte ich auch nach wie vor für einen der zehn besten Horrorfilme aller Zeiten.

Montana
Montana

Was auch immer genau der Grund war, Mark Hamill wird ewig Christopher Blair bleiben. 😉

Frankie
Frankie

Klaro. Carnival of Souls kennen viele Leute. Ist klar. Heutzutage könnt ihr ja mal an einer x-beliebigen Uni ne Umfrage starten und fragen, wer den kennt. Von 100 Leuten vielleicht, hmm 2? Ihr seid Cineasten, also nehmt doch verdammt nochmal nicht an, dass euer Wissen auch dem der breiten Masse entspricht. Ihr seid EXPERTEN, Nerds, Geeks, Liebhaber was auch immer. Da kann das Ende von Carnival of Souls noch so ähnlich wie jenes von Shymalan sein. Egal, wenns keiner kennt. Das schmählert dann vielleicht die Drehbuchleistung aber ändert nichts daran, dass es damals im Kino was neues war. Nur weil Opa Hugo den aus Kindheitstagen kennt oder ihr, weil ihr euch halt viel damit beschäftigt, heißt es noch nicht, dass der Film bekannt ist.

Selbst Gary Cooper kennt heute keiner mehr, der der Generation 0-25 angehört. Außer ein paar Cineasten wohlgemerkt. Tja, das ist die bittere Realität. Also mal aufwachen vor lauter Cineasten-Ignoranz.
Meine Güte.
Das mal so als Gegenantwort auf deinen frechen Kommentar:

„Pluralis majestatis? Weil DU ihn nicht kennst, kann er ja nicht von Bedeutung sein….“

Oder nochmal einfach: Nur weil DU ihn KENNST, muss er noch nicht bekannt sein oder gar all jenen, welche Sixth Sense damals im Kino schauten. Waren wie gesagt nicht nur Opas oder Liebhaber. Sondern Mainstream Kino-Gucker, für die die Wendung was neues war.

„See above: was hat das womit zu tun? Findest du auch “Iron man” scheiße, weil Robert Downey Jr. früher mal Drogen nahm? Man sieht dich förmlich rudern, Junge…“

Ich hab die Paddel fest in der Hand. Jap, Downey, Williams und wie sie alle heißen. Lächerlich haben sie sich gemacht durch ihren Drogenmissbrauch.

„Ruder, ruder. Erst in den Raum werfen “Der Himmel ist rot.” und dann sagen “aber wenn ich “Himmel” sage, meine ich nicht den über unseren Köpfen”. Großmeister der Diskussionskultur, ich verneige mich!“

Ruder, ruder. Klingt abgehoben und polemisch. Erinnert mich, man glaubt es kaum, an mich selbst! ;D

Weil Horrorfilm auch ein so definierter Begriff ist, dass man ihn nicht diskutieren muss. Ist klar! Schweigen der Lämmer- definitiv Horror? Rosemaries Baby- definitiv Horror? Saw- Horror oder doch eher Splatter oder Torture-Porn? Was denn nun? So eindeutig? Mario Bava- Horror? Oder doch eher Gothik oder irgendetwas mit Surreal im Titel? Eindeutig? Ich denke nicht.

„Wie Monty Python sagte: And now for something completely different.“
Verstehe kein Englisch.

„Wir halten fest: du redest penetrant wirres Zeug, das dein Gegenüber irritieren und zum Streit anstacheln soll. Du gehst auf Gegenargumente nicht ein, sondern ignorierst sie und machst stattdessen bedeutungslose Nebenkriegsschauplätze auf, um davon abzulenken, dass du keine Argumente hast. Du wirfst unhaltbare Thesen in den Raum und windest dich dann heraus, indem du versuchst, allgemeinverständliche Begriffe in ihrer Bedeutung im Nachhinein umzudefinieren, damit du nicht zugeben musst, dass das, was du sagst, sinnlos oder falsch ist. Du redest, als würden alle deine Weltsicht teilen, auch wenn man dir ständig das Gegenteil sagt.“

Gut, dass nicht jeder meine Weltsicht teilt. Dann kann ich mir wenigstens leichter vorgaukeln, zumindest ansatzweise, tatsächlich soetwas wie individuell zu sein.

„Für dieses Verhaltensmuster gibt es im Internet ein Wort. Das Wort ist “Troll”.“

Du bist frech und engstirnig.

@WV:
Das war fies… 🙁
Haben Sie denn wenigstens das Hutatelier und den Sci-Fi Shop besuchen können? In Hamburg, meine ich.

Peroy

„Das Schweigen der Lämmer“ ist ein Horrorfilm. Jeder Film, in dem ein Psychopath Frauen häutet um sich ein Kleid zu nähen, ist ein Horrorfilm. Komm‘ mir nicht mit diesem „Psychologischer Thriller“-Scheiß. Das ist das Kino-Äquivalent zur „Graphic Novel“, den Ausdruck benutzen auch nur Leute, die sich zu fein sind, Comics zu lesen. Elitäre Arschgeigen, allesamt…

Marcus
Marcus

@Peroy: So – und nicht anders – ist es.

Rex Kramer

„Als er dann 1980 den schweren Unfall hatte, der sein Gesicht leicht entstellte, war damit auch seine Karriere dahin“

Den Unfall hat Hamill übrigens selbst verschuldet. Trunken vom Erfolg von Star Wars (vielleicht auch von etwas anderem) hat er sich einen BMW gekauft und auf dem Highway richtig aufgedreht. Und plötzlich kam da diese Ausfahrt, an der er unbedingt runter musste … 😉

Und ich finde auch, die Reparaturen sind deutlich zu erkennen. Lippen, Nase, Wangenknochen – es ist ein anderes Gesicht. Beim „Imperium“ wurde die Veränderung durch den Angriff des Wampa-Monsters erklärt, aber die Operation kann man schon im berüchtigten „Holiday-Special“ sehen. Das sieht sie noch sehr frisch aus.

Wortvogel
Wortvogel

@ Frankie: Meine Hutreportage ist geschrieben, bezahlt und gedruckt. Kein Grund, sich weiter damit zu beschäftigen. Mein erster großer Artikel über „Andere Welten“ jährt sich bald zum zwanzigsten mal.

„Weil Horrorfilm auch ein so definierter Begriff ist, dass man ihn nicht diskutieren muss. Ist klar! Schweigen der Lämmer- definitiv Horror? Rosemaries Baby- definitiv Horror? Saw- Horror oder doch eher Splatter oder Torture-Porn? Was denn nun? So eindeutig? Mario Bava- Horror? Oder doch eher Gothik oder irgendetwas mit Surreal im Titel? Eindeutig? Ich denke nicht.“

Ich versuch’s einfach mal, auch wenn ich nicht glaube, dass es was bringt: Horror ist das Genre, Torture/Gothik/Splatter das Subgenre. Nach deiner Logik wäre ein Blesshuhn kein Vogel, weil es ein Huhn ist. „Rosemary’s Baby“ ist natürlich ein Horrorfilm – auch deshalb, weil er (anders als „Schweigen der Lämmer“) klare okkulte Elemente enthält.

Das sind Grundlagen, ohne die man hier wirklich keinen Staat machen kann.

Rex Kramer

„Nach deiner Logik wäre ein Blesshuhn kein Vogel, weil es ein Huhn ist“

Was es noch nicht mal ist, weil das Blässhuhn zur Familie der Rallen gehört 🙂

Wortvogel
Wortvogel

@ Rex: Richtig.

Lukas

@WV (#41): Na, von nix anderem rede ich doch! 😀

Wortvogel
Wortvogel

@ Lukas: Na ja, so eine Sequenz sieht man gewöhnlich eher als technische und logistische Glanzleistung – wie die anfängliche Kamerafahrt in „Goodfellas“ oder der Einstieg in „The Player“.

noyse
noyse

früher fand ich ja „Landhaus der toten Seelen“ als das non plus ultra der Spukhausfilme. richtig gruselig fand ich in letzter zeit nur The silent house … ich wartete nur bis heute noch drauf dass mir jemand das Ende erklärt 😉

für mich ist zum Beispiel EKEL ein Vertreter von intelligenter Horror. STAKE LAND war auch nicht ganz doof 😉

Wortvogel
Wortvogel

@ Noyse: Zu Stakeland und Silent House findest du hier auch Reviews.

noyse
noyse

@WV weiss ich 😉

Marcus
Marcus

Frankie, Frankie, Frankie…

Da mir gerade langweilig ist, gönne ich mir das einfach nochmal. Vielleicht bist du ja noch lernfähig. Was ich basierend auf bisherigen Erfahrungen bezweifle. Nehmen wir mal einen beliebigen Absatz von Dir:

„Klaro. Carnival of Souls kennen viele Leute. Ist klar. Heutzutage könnt ihr ja mal an einer x-beliebigen Uni ne Umfrage starten und fragen, wer den kennt. Von 100 Leuten vielleicht, hmm 2? Ihr seid Cineasten, also nehmt doch verdammt nochmal nicht an, dass euer Wissen auch dem der breiten Masse entspricht. Ihr seid EXPERTEN, Nerds, Geeks, Liebhaber was auch immer. Da kann das Ende von Carnival of Souls noch so ähnlich wie jenes von Shymalan sein. Egal, wenns keiner kennt.“

Denk mal über drei Dinge nach:

1.) Die anderen 98 Studenten müssen den auch nicht kennen, denn die sind nicht hier aufgetaucht und haben angefangen, haltlose Thesen über den Anspruch von Horrorfilmen mit Allgemeingültigkeitsanspruch abzusondern. Es gibt ein Wort für Leute, die das Maul aufreißen zu Themen, von denen sie keine Ahnung haben. Das Wort heißt „Schwätzer“.

2.) Natürlich sind wir Nerds. Daher kann es, wenn man mit uns redet, eben passieren, dass man korrigiert wird, wenn man was Falsches sagt. Frag den Hausherrn, wie oft man ihn schon verbessert hat. Manchmal – schock! – erfährt man von anderen sogar was, was man selber nicht wusste. Und du wirst es nicht glauben – den meisten hier gefällt das. Wenn das nicht so deins ist, dann geh halt woanders hin.

3.) Schon mal hiervon gehört?

http://de.wikipedia.org/wiki/Spezielle_Relativit%C3%A4tstheorie

Nein? Macht nichts – 98 von 100 Leuten überall haben davon wohl noch nichts gehört oder können es nicht erklären (ich auch nicht). Das macht die Theorie aber nicht falsch. Dass ein Großteil des „Sixth Sense“-Publikums „Carnival of Souls“ nicht gesehen hat, bedeutet also was? Scharf nachdenken!

Und das ist, kurz gesagt, der Grund, wieso dich hier alle entweder ignorieren oder ablehnen: weil du uns nicht respektierst. Wir sind für dich keine interessanten Gesprächspartner, wir sind „elitär“ und zeigen „Cineasten-Ignoranz“, und ddu musst uns mal Bescheid stoßen, wie es in der „realen Welt“ oder dem, was du dafür hältst, so zugeht.

Du bist nicht „individuell“, du bist ignorant. Und du bist stolz darauf.

Es gibt ein Wort für „Schwätzer“ (Definition siehe oben – da dir sowas ja wichtig ist!) im Internet, die sich eigentlich gar nicht dafür interessieren, was andere zu sagen haben, sondern sich nur aufblasen und andere vor den Kopf stoßen wollen. Dieses Wort ist „Troll“.

Frankie
Frankie

„Nein? Macht nichts – 98 von 100 Leuten überall haben davon wohl noch nichts gehört oder können es nicht erklären (ich auch nicht). Das macht die Theorie aber nicht falsch. Dass ein Großteil des “Sixth Sense”-Publikums “Carnival of Souls” nicht gesehen hat, bedeutet also was? Scharf nachdenken!“

Und was soll mir das jetzt sagen? Ich sagte und sage, dass das Ende von Sixth Sense damals bahnbrechend war. Mit keinem Wort erwähnte ich, dass es etwas noch nie dagewesenes darstellte. Star Wars war auch bahnbrechend, obwohl es sich das Beste aus Mythen und Märchen zusammenklaute. Ebenso Matrix. Bahnbrechend, obwohl auch nichts neues erzählt wurde. Korrigiere mich, wenn ich falsch liege…

„Es gibt ein Wort für “Schwätzer” (Definition siehe oben – da dir sowas ja wichtig ist!) im Internet, die sich eigentlich gar nicht dafür interessieren, was andere zu sagen haben, sondern sich nur aufblasen und andere vor den Kopf stoßen wollen. Dieses Wort ist “Troll”.“

Episch geschrieben. Wirklich. Wie die Fäden deiner Relativsätze auf dieses eine Wort zusteuern. Troll! Gänsehaut pur.

„Und das ist, kurz gesagt, der Grund, wieso dich hier alle entweder ignorieren oder ablehnen: weil du uns nicht respektierst.“

Ich respektiere hier jeden. Bin nie ausfallend geworden. Es sei denn du siehst es als Respektlosigkeit an, eine Meinung zu haben, die nicht dem Konsens entspricht. Ja, dann bin ich wohl respektlos.

@Wortvogel:
Schade, ich dachte Hüte interessieren generell jeden Mann. Tja andere Zeiten heute.
Ich schalt jetzt mal wieder „Mad Men“ ein und träume davon, wie schön es doch in den sixties war…

Marcus
Marcus

Ich: „Vielleicht bist du ja noch lernfähig. Was ich basierend auf bisherigen Erfahrungen bezweifle.“

Frankie: ‚kompletter Kommentar #79‘

QED.

Frankie
Frankie

Was soll denn dieses QED immer? Ich dachte solche Akronyme (ist es eins?) hauen nur die Kiddies in die Tasten.

Peroy

„Was soll denn dieses QED immer? Ich dachte solche Akronyme (ist es eins?) hauen nur die Kiddies in die Tasten.“

TOGTFO !

Marcus
Marcus

“Was soll denn dieses QED immer? Ich dachte solche Akronyme (ist es eins?) hauen nur die Kiddies in die Tasten.”

GIYF!

Marko

„Was soll denn dieses QED immer?“

http://www.gidf.de

Marcus
Marcus

@Marko: YMMD!

Howie Munson
Howie Munson

auf der Uni statistisch auswertbare Fragen stellen wollen und qed nicht kenne ist aber schon sehr seltsam…

invincible warrior
invincible warrior

„Den Unfall hat Hamill übrigens selbst verschuldet. Trunken vom Erfolg von Star Wars (vielleicht auch von etwas anderem) hat er sich einen BMW gekauft und auf dem Highway richtig aufgedreht. Und plötzlich kam da diese Ausfahrt, an der er unbedingt runter musste …“

Hamill hatte den Unfall selbst verschuldet, das stimmt, aber er war sicherlich nicht trunken von dem Erfolg von Star Wars. Der Unfall ereignete sich nämlich vor dem letzten Drehtag zu Krieg der Sterne. Es wird aber sehr wohl einen Zusammenhang mit seiner Gage von 650.000 US$ gehabt haben. Die soll er auch weitgehend für Alk und Frauen ausgegeben haben.

Marcus
Marcus

„Es wird aber sehr wohl einen Zusammenhang mit seiner Gage von 650.000 US$ gehabt haben. Die soll er auch weitgehend für Alk und Frauen ausgegeben haben.“

Du sagst das, als wäre das eine schlechte Investition. 🙂

Peroy

„Du sagst das, als wäre das eine schlechte Investition. :-)“

Wofür sollte man das Geld sonst ausgeben… ? 😕

Exverlobter
Exverlobter

@Peroy
Ne, lieber schaffe, schaffe Häusle baue.

Frankie
Frankie

@Howie:
„auf der Uni statistisch auswertbare Fragen stellen wollen und qed nicht kenne ist aber schon sehr seltsam…“

Leute, jetzt habt ihr euch aber auf mich eingeschossen und dreht alles um, was ich sagte ;D
Ich sagte bzgl. der Uni-Umfrage- wenn man es machen WÜRDE. Habe selbst noch nicht einmal Abitur. Bin also kein Student, geschweige denn, dass ich irgendwelche Umfragen durchführe.

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