SÜDKOREA 2010 / DCP / 114 MIN / KOREANISCHE OMDU

REGIE SUNG-HEE JO
DARSTELLER LEE MIN-JI / HAE-IL PARK / SUNG-BOK YOO / SAE-JONG PARK / YEONG-HO KIM

Story (offizielle Synopsis): Wer ist der merkwürdig unwirsche Fahrgast, der auf verlassener Straße zu der schüchternen und hochschwangeren Sunyoung ins Taxi dazusteigt? Und warum kennt er anscheinend alle intimen Details aus dem Leben des Fahrers und der jungen Frau? Als der mysteriöse Allwissende lauthals einen Countdown im Sekundentakt herunterzuzählen beginnt, wächst die Anspannung im engen Raum des Wagens, bis … bis plötzlich ein weißer Blitz einschlägt. Dann gibt das Auto und alles Elektronische den Geist auf. Kurze Zeit später erwacht Sunyoung im Taxi, mutterseelenallein. Was ist geschehen; wo sind die anderen? Auf ihrem Weg durch die karge Winterlandschaft weiß sie bald nicht mehr, wovor sie sich mehr fürchten soll – vor dem seltsamen Heulen und Knurren, das aus der Ferne ertönt, oder den zwielichtigen Zeitgenossen, denen sie begegnet?

Kritik:

Abteilung „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“

So eine Art koreanisches „Monsters“? Oder eher „Children of Man“? Vielleicht noch etwas apokalyptischer im Stil von „The Road“? Es war nach den Beschreibungen schwer abzusehen, was uns bei „End of Animal“ erwartet. Es wurde auch viel diskutiert über die Erwartungen, bevor der Projektor anlief.

Falsch gelegen haben wir alle.

„End of Animal“ ist, das kann ich schon lange vor dem Ablauf den Festivals mit beinharter Überzeugung sagen, DER Stinker des FFF 2011. Eine verfilmte Frechheit. Ein schlechter Scherz. Ein cineastischer Furz. Zumindest lässt sich an ihm der zivilisatorische Unterschied zwischen München und Berlin gut darstellen. Ich meinte nach dieser Tortur so erschöpft wie aufgewühlt: „Ich gehe jetzt in den Park, kleine Hunde treten“. Simon neben mir nickte: „Ich gehe Penner anzünden.“

„End of Animal“ besticht durch derart penetrante Langeweile, dass es eine tatsächliche Herausforderung darstellt, nicht einzuschlafen (und ich schlafe eigentlich NIE im Kino ein). Lukas gab es nach einer halben Stunde auf und trollte sich. Einen Review hat er trotzdem geschrieben, der Poser.

„Landstraße – Der Film“. Eine Handvoll Arschlöcher steht dumm herum, redet banales bis wirres Zeug, will immer irgendwo hin, kommt nie irgendwo an, Gott hat ein Walkie-Talkie, Koreaner zu wenig normalen Sex, und am Ende humpelt das teiggesichtige Mädchen, das in Ermangelung einer Schaupielerin die Hauptrolle übernommen hat, ausdruckslos gen Horizont. Im Hintergrund hört man mitunter ein Knurren, das stimmt.

Es ist praktisch nicht zu vermitteln, WIE bleiern und freudlos diese Parabel (denn ich bin sicher, es ist eine – irgendeine) daher kommt, mit welcher elefantösen Schwere sie den Zuschauer in den Sitz drückt, ihm Luft und Lebensgeister nimmt. Hier werden Augen, Ohren und Hirn wirklich überhaupt nicht angeregt. Ich habe spannendere Tapeten gesehen. Öfter. Schlimm genug, wenn ein Film keine Figur hat, mit der man sich identifizieren will. „End of Animal“ schafft das Kunststück, keine Figur zu haben, mit der man auch nur in einem Raum sein will. Besonders der Junge ist eine Art Neo-Kenny (MST3K-Fans wissen Bescheid), der eigentlich am nächsten Baum aufgeknüpft gehört.

Fazit: Ein toter und lebensfeindlicher Weg, 114 Minuten mit depressiver Leere zu füllen. „Warten auf Godot“ meets Lars von Triers Dogma.

Keine Gizmos.

Keine Gremlins.

http://www.youtube.com/watch?v=PoqkkRfQV6c



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Dietmar

„Keine Gizmos.

Keine Gremlins.

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Das war eigentlich schön. 🙂

DMJ

Na, da hat man ja was für ein Tripple-Feature mit „Beast of the Yucca Flats“ und „Manos – The Hands of Fate“.

Marcus
Marcus

Ah, also der „Essential Killing“ dieses Festivals. Falls du die Vince Gallo-Gurke von den diesjährigen FFF Nights nicht gesehen hast, tu es auch weiterhin nicht, sondern schreib den Titel hin und copy-paste einfach die Kritik von dem hier drunter. Passt schon.

Ist das hier jetzt noch ein schlechter Film oder qualifiziert der sich schon als „Scheißfilm“?

„Scheißfilm“ sollte überhaupt eine Kategorie hier sein, wenn man mal Bock auf Wortvogel-Totalverrisse hat.

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[…] ♥ Chillerama ♣ Cowboys & Aliens ♦ Deadheads ♦ Don’t be afraid of the Dark ♣ End of animal ♦ F ♣ Grave Encounters ♣ Hair of the Beast ♦ Hell ♥ Hideaways ♦ Innkeepers […]

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[…] ist schwer – und schwer langweilig. Im Gegensatz zu Totalausfällen wie "End of Animal" kann man sich allerdings an den schönen Bildern und dem immer unter der Oberfläche […]