Natürlich minus des B-Strangs, in dem ein Crewmitglied was über Tod, Einsamkeit, Liebe, Toleranz, oder Kameradschaft lernt:

Und genau deswegen habe ich die Serie nie ertragen.



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Papa

Hm, für mich war es die beste Star Trek Serie von allen. Naja, es ist ein gutes Gefühl auch mal zu einer Minderheit zu gehören.

Zsolt
Zsolt

Sehr schön. Ich als Ungare wollte schon immer wissen wie sich Voyager auf ungarisch anhört – die Deutsche Synchro ist X-Mal besser 😉
Nettes Fundstück

Die Subs sind natürlich auch genial – daneben 😀

reptile
reptile

Ja…Voyager….
Aus heutiger Sicht hätte die Serie wie BSG sein sollen.

Besonders schlimm wurde es ja als man die schwächelten Quoten durch die Eycandy Borg auffangen wollte. Dass eine Ex-Borg später immer High Heels trägt war so ein WTF?? Moment.

Marko

Ich mochte Voyager damals, aber der Fremdschämfaktor ist heute schon arg groß geworden. Die Lizard-Episode … weia.

Eyecandy-Borg sind aber gut und werden gern genommen. (Ähem.)

Verdammt, ich will eine neue Star Trek Serie! 🙁

Jeff Kelly
Jeff Kelly

Ne, nach der Offenbarung die BSG war, will ich keine Star Trek Serie mehr.

Wie weit man innerhalb von Roddenberrys Utopie storytechnisch kommt ist durch TOS, TNG und Deep Space Nine weitestgehend ausgelotet. Den modernen Touch mit richtig guten Charakterisierungen und viel Bumm liefert J.J. Abrams im Kino und für mehr fehlt dann das Drama, dass Serien wie BSG durch die „grauere“ Welt liefern können.

Um die Qualität von BSG zu erreichen müsste sich Star Trek zu weit von seiner Philosophie trennen (was bei DS9 schon problematisch war) und umgekehrt halte ich das Trek Universum dann für relativ aus-erzählt.

reptile
reptile

Ja damals fand ich das auch Klasse, war halt immer noch Star Trek. Gut fand ich, dass im Finale Tuvok dem Wahnsinn verfallen ist. Das war wenigstens nicht das ganz große Happy End.

Marko

@ Jeff Kelly: Weil die Neuauflage von BSG – unbestritten – eine Superserie ist, soll es keine Star Trek Serien mehr geben? Ich würde mir gerade jetzt eine wünschen, denn auch BSG kann man sicher noch steigern, und so ist der Konkurrenzdruck wenigstens schön hoch.

Ich für meinen Teil hab‘ noch genug Fantasie, um mir auch heute noch eine gute Star Trek Serie vorstellen (und wünschen) zu können.

Dietmar
Dietmar

Ich finde, die Chance auf Realismus hat Star Trek vertan, als bei „Enterprise“ sofort alles möglich war, was für Star Trek typisch ist. Statt beispielsweise Stück für Stück den Weltraum zu entdecken, war auch gleich ein Alien-Arzt an Bord mit jeder Menge Alien-Getier. Fand ich sehr ärgerlich.

plumtree

Ich fand Voyager toll. Endlich mal nicht so ’ne Weicheier im Kommandosessel – und wirklich mal ferne Welten und „fremde Galaxien“ (ja ich weiß, es ist nur der Delta Quadrant)
In dem Zusammenschnitt fehlt ein kleines, aber wichtiges Detail. Oder waren die Shuttles schon alle weg? 🙂

Die „Eidechsenfolge“ war wirklich peinlich und dieser Indianermist ist genauso anstrengend wie der Klingonenehrenkram.

btw: Was wären wir heute glücklich, wenn es endlich mal wieder eine richtige SF Serie gäbe. Mit halbwegs interessanten Charakteren und interessanten Episoden, die auch mal die Fantasie anregen.

Marko

@ Dietmar: Bei „Enterprise“ ging es aber nicht um „Stück für Stück den Weltraum zu entdecken“. Und was spricht gegen einen Alien-Arzt und -Getier?

Marko

Hm, den Vorspann hatte ich ganz vergessen. Okay, es ging um “Stück für Stück den Weltraum zu entdecken”. 😉

Dietmar
Dietmar

Ich wollte mein eigenes Argument nicht schwächen, aber ich fand Phlox auch großartig.

Lukas

Ist das jetzt die reguläre ungarische Synchro mit quatschigen Untertiteln? Oder wurde der Clip von Ungarn neu synchronisiert und geschnitten und dann von irgendwem untertitelt?

Exverlobter
Exverlobter

@ Marko?
Eye Candy? Die Anziehungskraft von 7of9 habe ich nie verstanden. Das haben sie mit dieser Frisur meiner Meinung nach zunichte gemacht. Und an das Kostüm konnte ich mich sowieso nie gewöhnen. Sexiest Eye-Candy ever ist IMO Cally aus BSG.
@ Wortvogel
Schön das du zu den Wenigen gehörst, die ENTERPRSE einigermaßen schätzen. Vor allem in Übersee schlägt der Serie ja ziemlich viel Hass entgegen (gell SFDEBRIS, Confused Matthew, usw.) Many Coto hatte das Steuer meiner Meinung nach aber wieder rumgerissen. Da war es aber schon zu spät.
Und diejenigen die ENT immer in den Dreck ziehen und TNG loben sollten sich mal die ersten 3 Staffeln von TNG anschauen. DAs ist unsäglicher Trash! ABer das wird wohl verdrängt. ALle Trek-Serien brauchten eine gewisse
Zeit um qualitätsmäßig besser zu werden.
In der heutigen schnelllebigen Zeit bricht das einer Serie aber leider das Genick.

Marko

Doch, ich fand 7of9 durchaus sexy. Nicht immer … aber sie hatte ihre(n) Reiz(e). 😀

„Enterprise“ hatte mit T’Pol aber auch tolles Eyecandy. ^^

Exverlobter
Exverlobter

@ Marko
Ich fand Jeri Ryan in der DAvid E. Kelley Serie „Boston Public“ schon eher sexy.
Haare offen getragen und Titten dezent zurückgehalten. Voyager hat das Gegenteil gemacht.
Bei VOY war es einfach „too obvious“, was die Serienmacher vorhatten, was mich dann schon eher wieder abgetörnt hat.
T’Pol mit ihrer unsäglichen Perücke war ja noch viel schlimmer.
@Wortvogel
BTW Janeway und Boner Killer. Ich fand das mit Kate Mulgrew eigentlich schon passend, da Frauen in Führungspositionen meist ja nicht die attraktivsten sind (Merkel, Clinton, Frauen bei der Bundeswehr!!! (da spreche ich übrigens aus Erfahrung, das Klischee vom Mannsweib stimmt tatsächlich).
Oder könntet ihr euch alle eine Lena Meyer Landrut etwa als Bundeskanzlerin vorstellen? Wahrscheinlich geht Machtgewinn stets gleichzeitig mit einem Verlust an Attraktivität einher.

Jeff Kelly
Jeff Kelly

@Marko: Du hast meinen Standpunkt glaube ich nicht ganz verstanden.

Zentrales Element bei Star Trek ist die zugrundeliegende Utopie. Die Menschheit hat ihre internen Konflikte und kriegerische Vergangenheit überwunden, das Streben nach Geld und Macht ist fast völlig verschwunden und die Technologie ist weit genug, dass der Mensch sich frei vom täglichen Kampf und die Existenz mit den schönen und edlen Dingen beschäftigen kann.

Die Erkundung des Weltalls dient der Exploration und Erkenntnis, nicht der Expansion und Konfliktlösungen sucht man zunächst friedlich und greift erst als ultimativ letzte Option zur Waffe.

Im Kontext dieser Grundlage gibt es meiner Meinung nach im Trek Universum keine Geschichten mehr zu erzählen. Die Originalserie und Next Generation hatten einen großartigen Run mit über 200 Folgen, die die Dimension des Roddenberry-Universums fast vollständig ausgelotet haben.

Bei DS9 merkte man schon, dass man storytechnisch an Grenzen stiess und die Gefahr bestand sich zu wiederholen, wenn man das Koordinatensystem der Hintergrundgeschichte nicht verändert, was mit der Einführung des Dominion und der „Inspirationsquelle“ Babylon 5 dann auch passiert ist.

Voyager war dann die Bankrotterklärung, weil es im Kontext von Star Trek nichts neues mehr zu erzählen gab, man sich aber auch nicht so konsequent wie bei der Neuauflage von BSG von den Wurzeln entfernt hat.

Eine Föderationscrew, die den Konflikt zwischen Marquis und normaler Crew tatsächlich ausspielt und wo man die Prime Directive nach dem Motto „Papier ist geduldig“ auch mal im Alpha-Quadranten sein lässt, wäre denke ich interessanter gewesen, ist aber dann nicht mehr Star Trek so wie es die Fans mochten.

Eine heutige Star Trek Serie müsste mit der Vergangenheit und der Philosophie brechen oder würde sich denke ich nur wiederholen. Diese Frage hat Enterprise z.B. auch nie für sich geklärt und ist auch deshalb so wiedersprüchlich und wenig konsistent.

Der Reiz der BSG Neuauflage besteht ja gerade auch darin, dass man den sozialen Kontext und die internen Konflikte dieses belagerten Rests Menschheit thematisiert hat und die Frage stellt wie viel Ethik und Zivilisation kann und will man sich leisten wenn es ums Überleben der Spezies und den Zusammenbruch aller gesellschaftlicher Strukturen geht. Dabei steht die Neuauflage im starken Gegensatz zur Urserie und auch zu Star Trek.

Exverlobter
Exverlobter

@Wortvogel

Lol, dann hör dir mal Alessandra Torresani aus Carprica an. Das ist Janeway-Stimme² !
Viel schlimmer. Wenigstens sieht sie einigermaßen gut aus.
War eigentlich Gertie Honeck (Janeways dt. STimme) deiner Meinung nach besser oder noch schlimmer? ICh dachte ja damals dass es unmöglich sein würde eine deutsche Stimme zu finden, die Mulgrew einigermaßen ähnelt. Offenbar hab ich mich getäuscht.

Teleprompter
Teleprompter

Arse Pull LOL. Sehr schön, trifft die meisten Kritikpunkte an Voyager ganz gut; aber irgendwie ist man (ich jedenfalls) doch drangeblieben, vor allem einige der Doppelfolgen waren für TV-Maßstäbe schon ganz ordentlich.
Und ENTERPRISE war für mich auch eine Steigerung, aber eben auch furchtbar uneinheitlich (zwei sehr durchschnittliche Staffeln, der Fremdkörper „Xindi“ und eine eigentlich sehr schöne Abschlussstaffel mit SEHR schwachen Start- und Schlussepisoden.

Jeff Kelly
Jeff Kelly

Man könnte sich da jetzt Stunden drüber unterhalten. Meiner Meinung nach waren weder Brannon Braga und Michael Berman (den beiden schiebt man ja alles schlechte an den Star Trek Serien in die Schuhe) noch Michael Pillar oder Jeri Taylor je besonders gute Autoren oder Showrunner.

Außerdem waren die natürlich mit am Schluss >10 (oder >18 Jahre bei Braga und Berman) Jahren Arbeit an Star Trek auch einfach durch.

Dazu kommt noch eine bestimmte Mutlosigkeit oder Furcht vor dem Risiko, was viele gute Ideen einfach im Ansatz scheitern liess. Bei Enterpise wollte man einfach zu viele bekannte Elemente der Vorgängerserien gleich von Anfang an haben, was einfach für ein Prequel nicht funktioniert und hat sich zu sehr am bestehenden Kanon orientiert, was eine gewisse Wiederholung und Kreativlosigkeit erzeugt hat.

Als man dann irgendwann überhaupt keine Ideen mehr hatte packte man wieder mal die Zeitreiseplots aus, damit man beliebig viel im bestehenden Universum verändern und durcheinanderwirbeln konnte ohne das es Konsequenzen hätte (am Ende stellt man einfach die ursprüngliche Zeitlinie wieder her, ein plot device was schon bei Voyager bis zum Erbrechen durchgezogen wurde). Irgendwann endete man dann bei Nazialiens, die in einer alternativen Zeitlinie die Erde übernommen hatten.

Da war für Manni Coto nicht mehr viel was er retten konnte.

Am stärksten war Enterprise immer dann, wenn es sich auf die Prämisse der Serie eingelassen hat oder sich vom Korsett des Star Trek Kanons gelöst hat.

Jeff Kelly
Jeff Kelly

@Wortvogel und Exverlobter:

Ich fand die weiblichen Charaktere in Star Trek waren eigentlich selten „starke“ Frauen, selbst Janeway strahlt eine gewisse Schwäche oder zumindest fehlende Konsequenz aus.

Vergleicht man das z.B. mit BSG wo es genau umgekehrt ist und in der Regel die Männer als schwach oder zumindest widersprüchlich dargestellt werden und die Frauen Stärke beweisen (dabei aber genau so skrupellos und unmoralisch handeln dürfen) fällt das besonders auf.

Mit Präsident Roslin, Boomer, Six, Starbuck und Admiral Cain fallen mir da spontan jedenfalls mehr starke weibliche Figuren ein als in allen Star Trek Serien zusammen.

Bernhard
Bernhard

Also ich fand Voyager immer toll. Ich hab mich jede Woche aufs Neue wie Bolle über eine neue Episode auf Sat1 gefreut. Natürlich auch über DS9, Akte X und Babylon 5. Es waren halt damals auch andere Zeiten. Es kamen viel weniger Serien aus den USA nach Deutschland, aber dafür gab es viel mehr mehr Material aus diesem Sci-Fi- und Mystery-Bereich. Heute gibt es hunderte US-Serien im deutschen Fernsehen, aber die wenigsten davon sind Sci-Fi oder Mystery.

HomiSite

Wenn ich mich recht entsinne, habe ich Voyager v.a. bei der Erstaustrahlung ab 1996 auf Sat.1 verfolgt – einfach weil Star Trek (und neue SF) im dt. TV damals zum Pflichtprogramm für mich gehörten (inkl. Mystery-Hype). Die strukturellen Defizite der Serie sind mir nicht so klar aufgefallen, glaube ich, aber richtig toll fand ich die Serie nie. Man bekam halt Star Trek, irgendwie, das reichte zur SF-Beschallung – auch wenn man sich jede zweite Folge an den Kopf fassen konnte.

Mein persönlicher Tiefpunkt der Serie (neben der Nichtweiterbeachtung aller möglichen Technologien) war, als diese an sich coole Spezies 8472 zu Menschen gemacht wurde. Das ist IMMER scheiße (vgl. Replikatoren in Stargate)! Und ich bilde mir ein, dass mit 7of9 die Serie qualitativ insg. besser wurde. Und sei es als überoffensichtlicher Blickfang (was bei mir in Dark Skies noch nicht zündete, hehe).

Ali

Ohne mich blamieren zu wollen: Was ist denn bitte BSG? Wikipedia sagt u.a. Blassportgruppe. Ich nehme an, dass die nicht gemeint ist. *gg*

Ansonsten: Früüüüher, als ich noch jung und naiv war, fande ich Voyager ganz gut. Aber das war eben früher.

Jeff Kelly
Jeff Kelly

Battlestar Galactica, dabei ist die Neuauflage von 2004 gemeint

Peroy
Peroy

Wieso kommen jetzt so viele „Also, ich fand Voyager toll!“-Spinner angekrochen… ? 😕

dermax
dermax

@Peroy: aus Langeweile…

Also ich fand Voyager toll, wegen der unbegrenzten Möglichkeiten und vor allem die Doppelfolgen haben vieles rausgerissen…
Leider Gottes waren aber einige Drehbücher oft aus der „wir machen irgendwas mit Borg, da brauchts keine Handlung“-Kiste… vor allem Endgame war ein absolut unwürdiger Abschluss.
Und richtig, sowohl TNG als auch DS9 waren in den ersten 2/3 Seasons doch nun wirklich schlecht bzw grottenlangweilig… haben aber dann den Dreh gefunden, was heutzutage nicht mehr passieren würde, weil man keiner Serie mehr als 3 Staffeln gibt, wenn sie nicht rockt.

Micha
Micha

Was finden nur alle an BSG? Die Serien hat interessant Angefangen, hatte vielschichtige Charaktere und ein schmutziges Setting, aber ab Staffel 3 wurde es dann auch langsam langweilig und die Zersplitterung der Cylonen, die Ausrichtung aug Gott (die Idee mit den Engeln ist doch unter aller Sau), der Cylontyp des Monats (am Ende war man ja fast ne Randgruppe wenn man kein bisher nicht gefundenes Modell war) und das unglaublich unlogisch-beschiessene Ende sind für mich hier nicht unbedingt Pluspunkte bei der Bewerbung auf den SF Thron.
Hinzu kommt, das ich bei Raumschiff Serien auch ab und an mal wieder was entdecken will und nicht immer nur Philosophie und Gruppendynamik schauen möchte. Das Universum ist zu groß um es mit solchen Kinkerlitzen zu verschwenden. Warum muss jeder Charakter eine dunkle Seite haben, unverarbeitete Traumata oder sonstige Defizite, die dann langsam aufgebarbeitet werden können? Normale Menschen passen da nicht hin?
Ich mag TNG – auch wenn insbesondere die ersten Staffeln noch sehr TV-billig wirkten. Aber es gab gute Geschichten, ein spannendes Universum, verschiedene Gegner, Humor (z.Bsp. Q) und die hat Jean Luc Picard! Sowas bezeichne ich als Unterhaltung.
Warum sollte jetzt Star Trek auf düsteres Setting machen? Star Gate Universe hat gezeigt das sowas öde enden kann. Warum können sie nicht weiter unterwegss sein, unbekannte Welten entdecken und neue Zivilisationen (allerdings nicht im Voyager Style)
Was Voyager angeht – sie haben die Borg zu Idioten degradiert, die keine ernste Bedrohung mehr darstellen.
Und Enterprise war in dem Moment unten durch, als die Enterprise über New York von Aliennazis in Stukas unter Feuer genommen wurde. Ganze billige SF im Asyllum Style.

reptile
reptile

Also das Janeway einfach gesagt hat, wir machen hier wie gehabt nach Sternenflottenart weiter und gut. Und alle haben sich untergeordnet. Umgekehrt hätte ich es lieber gesehen. Das sich die Starfleet Leute dem Komando von Terroristen unterordnen müsste.

Das Feinde sich zusammenraufen müssen, hätte allein schon genug Konflikpotenzial gehabt. Das wurde tatsächlich aber immer nur angekratz und nicht wirklich genutzt.

Jeff Kelly
Jeff Kelly

@Marco

„Warum muss jeder Charakter eine dunkle Seite haben, unverarbeitete Traumata oder sonstige Defizite, die dann langsam aufgebarbeitet werden können? Normale Menschen passen da nicht hin?“

Da habe ich ne andere Meinung, ich finde das BSG-Universum normaler, weil ich die Hauptpersonen glaubwürdiger finde.

Die Crews der Star Trek Schiffe und Basen sind doch echte Übermenschen, die selbst im Angesicht des totalen Untergangs der menschlichen Rasse noch ethisch und moralisch einwandfrei handeln und wo die grösste Schwäche einer Hauptperson über 4 Serien und fast 500 Folgen hinweg, die „Holodecksucht“ eines Reginald Barcay ist.

Halt eine echte Utopie. Finde ich jetzt auch nicht schlecht so. Mir kommen nur aus meiner persönlichen Lebenserfahrung die Leute dort glaubwürdiger und normaler vor, aber BSG hat auch nicht den Anspruch eine Utopie darzustellen (eher das Gegenteil).

Ansonsten haben existenzielle Fragen nach dem Wesen des Menschen, der Natur des Universums und der Existenz göttlicher Mächte in der Science Fiction schon immer die zentrale Rolle gespielt, schliesslich ist die SF ja immer eine Parabel in der zeitgenössische Probleme dadurch aufgearbeitet wurden und werden dass man sie in die Zukunft verlagert.

„Warum können sie nicht weiter unterwegss sein, unbekannte Welten entdecken und neue Zivilisationen (allerdings nicht im Voyager Style)“

Weil ich nicht glaube das sie das könnten ohne sich andauernd zu wiederholen, das war nämlich bereits zu Voyager und Enterprise-Zeiten ein echtes Problem, weil das Alien der Woche halt nichts dran ändert das die grundlegende Geschichte alleine im Star Trek Kontext schon mehrfach erzählt war.

Die meisten Enterprise-Folgen und viele Voyager-Folgen hatte man so oder so ähnlich schon gesehen, nur halt mit anderen Crews oder Aliens.

Selbst die Neuverfilmung von J.J. Abrams hat hauptsächlich bei den „Visuals“ gepunktet aber im Grunde einen Plot (Bösewicht reist in die Vergangenheit, um ein Unrecht ungeschehen zu machen/sich zu rächen), den es in jeder der Serien mehr als einmal gegeben hat. Alleine Voyager hat da drei Doppelfolgen mit bestritten.

Natürlich gibt es im Grunde jetzt nicht unendlich viele neue Geschichten aber wie findet man einen Dreh, der das ganze für den Zuschauer wieder interessant macht?

Ein neues Schiff, eine neue Crew, aber der gleiche Stil wie bei den bisherigen Serien reicht mir persönlich da nicht aus, denn dann kann ich mir auch gleich die alten Folgen ansehen anstatt den „Neuaufguss“

DMJ
DMJ

Tuvok ist am Ende dem Wahnsinn verfallen? Gute Güte…als deutscher Internetler kommt man da nicht umhin, dämlich zu grinsen.

Auch ich möchte mich hier den Freunden von „Enterprise“ anschließen! Kein Meilenstein, kein großes Fernsehen, aber eine ganz nette, schön guckbare SF-Serie ohne großen Anspruch.
Dr. Phlox schwankte allerdings enorm zwischen wirklich witziger Randfigur und aufdringlichem Comic relief und ich kann einfach die Folge „Dear Doctor“ ( http://www.startrek-index.de/tv/ent/ent1_13.htm ) nicht verzeihen, die ihm statt wissenschaftlicher Vernunft ein verkleidetes „Gott will es!“ unterschob.

Peter Krause

@Wortvogel:
„Die Stimmung depri.“

Seltsam, ich hab es immer umgekehrt wahrgenommen.
Voyager war bunt und lustig, gerne auch übertrieben albern.
Die haben mich ein paarmal gekriegt.
Zum Beispiel, als ich im Pilot erst dachte: „Meine Güte, was für ne öde Crew“ – und die tatsächlichen Figuren dann erst später bunt zusammengewürfelt wurden.
Ja, ich weiß, ein alter Trick – aber ich mag ihn.

Enterprise dagegen kommt direkt mit so düsteren Bildern, daß ich nicht lange durchhalte (bin ein wenig Depri-gefährdet). Der Vorspann verspricht noch Entdeckerfreude und boldly go und so (ich liebe ihn, aber noch mehr mit der Music aus dem Abspann, darf ich mal verlinken?)
http://www.youtube.com/watch?v=GChZ_fCIAXk
… doch das, was ich von den Folgen mitbekommen habe, war klaustrophobisch (Disclaimer: bei dem Ding von Wolfgang Petersen schaff ich auch keine 10 Minuten).

Ali

@Jeff Kelly: IC. Zuerst dachte ich bei Battlestar Galactica: WTF? Wie kann das einer gut finden? Ist ja voll der Schrott mit diesem RTL-Herkules. Aber dann habe ich gemerkt, dass Herkules ja bei Andromeda spielt. Nachdem ich den Trailer gesehen habe, muss ich sagen, dass BSG gar nicht so schlecht aussieht.

Peter Krause

Genau. BSG sieht gut aus.
Umso enttäuschender die Entwicklung der Story.
Und Starbuck ist keine Frau!

Peter Krause

@Jeff Kelly:
Ob Startrek abgegrast ist, hängt von der Sichtweise ab. Was ist die Erwartung?
Das Wertesystem (kein Kommerz, alle sind happy) sagt doch schon, daß die Sozialstruktur überhaupt nicht Thema sein will, sondern im Gegenteil dem Entdecken neuer Welten, fremder Phänomene, nicht im Weg stehen soll.
„Where no one has gone before“ ist abgegrast, wenn den Autoren keine Wege mehr einfallen, alte Dinge neu zu betrachten.

Jeff Kelly
Jeff Kelly

Genau und ich habe da meine Bedenken, dass ihnen da neue Wege einfallen werden.

In meiner Jugend war ich wirklich extremer Star Trek Fan, ich hab hier sogar noch irgendwo das komplette „Star Trek Universum“ von Ralph Sander rumstehen.

Ich hab glaube ich jede der Serien, inklusive Enterprise mindestens zwei mal komplett durch. Das die Autoren Schwierigkeiten hatten auf neue Ideen zu kommen konnte man schon zu Deep Space Nine Zeiten merken. Bei Voyager und Enterprise war dann schon kreativ ziemlich die Luft raus.

Marcus
Marcus

@alle: könnten wir „use the arse-pull“ bitte ganz schnell zum weltweiten Internet-Meme machen? (und „boner-killer“ gleich mit?) 😎

Und scheinbar habe ich wohl doch zumindest eine Sache verpasst, weil ich bei VOY nicht ganz bis zum Schluss drangeblieben bin:

Bitte, Jungs, lasst mich nicht dumm sterben: was war da mit „lizard sex“? 😯 😯 😯

Andi
Andi

@ Jeff: Bei „Enterprise“ war keineswegs die Luft raus; die vierte Staffel hat gezeigt, daß im ST-Universum immer noch eine Menge Potential drinsteckt, und zwar auf eine Weise, die man sonst nur von den besten ST-Romanen kannte. Nachdem Coto den alten Müll beiseitegeräumt hatte, präsentiere er Folge um Folge eine Serie, die VOY und DS9 locker in die Tasche steckt. Nur leider zu spät. 🙁

Zsolt
Zsolt

@Lukas: also nach meinem Verstehen her ist das das „echtes Ungarisch“ – das ganze klingt sehr echt nach Star-Trek. Nur die Subs sind die totale Grütze 😉 Haben viel Fantasie und Spaß gehabt die Jungs/Mädels.

Muriel

@marcus: Ich empfehle (nicht nur für diese Folge) SFdebris http://www.youtube.com/watch?v=Nsaucfx8lxI
(Ich weiß nicht, ob uns wie ich beim Wortvogel Links in den Kommentaren unterbringen kann.)
Die Kurzfassung wäre: Die Voyager-Crew entdeckt eine Möglichkeit, sich mit unendlicher Geschwindigkeit fortzubewegen, was dazu führt, dass Parris und Janeway (?) zu sonderbaren reptilienhaften Vierbeinern werden und eine Familie gründen. Das klingt bei Weitem noch nicht so dämlich, wie es wirklich ist, aber das kennen wir ja von Voyager.

Jeff Kelly
Jeff Kelly

@Andi:

Das ist ja genau mein Gedanke. Jemand meinte „Mensch ich hätte gerne mehr Star Trek“ Ich sagte, dass ich nicht glaube man könne noch mehr Star Trek erzählen, wenn man alles beim alten lässt.

Bei Deep Space Nine ging es schon nicht mehr, weswegen man ja Michael Dorn als Worf dazugeholt und die Geschichte komplett auf den Konflikt mit dem Dominion ausgerichtet hat.

Bei Voyager ging es nicht mehr, nur hat man die den Plot mit Zug gefunden, sondern die Quoten eher über Eye-Candy gepusht und die besten Folgen waren meistens die die sich vom bekannten entfernt haben (meistens in Kombination mit einem Zeitreiseplot, damit man am Ende wieder alles auf Anfang stellen konnte). Allerdings halt die einzelnen Perlen in sonst eher unterdurchschnittlichen Folgen.

Enterprise war dann am Besten wenn man den ganzen Star Trek Ballast über Bord geworfen hat, insbesondere in der letzten von Manni Coto verantworteten Staffel.

Es ginge schon, wenn man einen neuen Dreh findet. Ich glaube aber nicht, dass das den Fans gefallen würde. Ohne den neuen Dreh dürfte man aber nichts neues mehr rausholen können.

Jeff Kelly
Jeff Kelly

Die „Echsenfolge“ ist ja nicht der einzige dicke Klopper on Voyager. Ich sage nur Tuvix.

Dietmar
Dietmar

@Muriel: Danke für den Link. Zum Inhalt der Folge: Oh Schmerz!

Andi
Andi

@ Jeff:
Aber in der vierten ENT-Staffel hat man den „Star Trek Ballast“ doch überhaupt nicht „über Bord geworfen“, sondern vielmehr das exakte Gegenteil gemacht: Man hat sich sehr gezielt auf das ST-Universum konzentriert und endlich den eigentlichen Zweck der Serie verfolgt, nämlich Lücken in der bisherigen Erzählung zu schließen. Das Verhältnis zwischen Menschen und Vulkaniern, die vulkanische Geschichte (Surak!), massig Hintergründe zu den Andorianern, das Aussehen der Klingonen in TOS, das Spiegeluniversum. Am Ende hat es sogar noch für ein wenig Erdgeschichte gereicht. Die vierte Staffel war vollgepackt mit originären ST-Plots und -Themen. Wenn irgendwas nichts mit ST zu tun hatte, dann der Haufen stinkende Pestschei*e der als „9/11 im Weltall“ fast die komplette dritte Staffel vor die Wand gefahren hat…

Peroy
Peroy

„Threshold“… der größte Haufen Scheisse, der jemals fürs fernsehen produziert wurde. Und das schließt Reality-TV mit ein.

Marcus
Marcus

@“Threshold“: Ho. Ly. Crap.

Hätte ich’s nicht mit eigenen Augen gesehen…

Was fürn arse-pull.

Zum Thema „Worst of Trek“: http://www.agonybooth.com/recaps/Star_Trek/

Paddy-o
Paddy-o

Voyager’s klarer Pluspunkt war der Doc.
Fand die Serie damals echt sehenswert, bestimmt auch weil’s wohl einfach nichts anderes gab. Heute muss das nicht nochmal sein…

Die ENT-Folgen im Spiegeluniversum fand ich klasse. Lange nicht so übertrieben und peinlich wie bei DS9 und die Aktion mit dem Veränderten Intro war einfach genial.
War am Ende der letzten Staffel entsetzt, dass es gerade nach diesen gut gemachten und fesselnden Folgen einfach aufhörte.

Andi hat Recht, gerade der Fokus auf die Lücken im ST-Background hat Spaß gemacht und war interessant. Die Vulkanier-Romulaner Verschwörungen haben echt mal Spannung reingebracht.

ENT war immer noch weit davon entfernt, an die tolle Charakter-Darstellung eines FireFly zu erreichen (–> eine bunt gemischte crew, allesamt recht glaubwürdig/liebenswert/’echt‘ und meistens interessant).
Es war zum Schluss von allen ST-Serien aber noch am nächsten dran.

Können die bitte mal ein „Mass Effect“ oder „KotOR“ ins Star-Trek Universum portieren?!
Egal ob als Serie oder Game…

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[…] [via Wortvogel] […]