Es gibt Dinge, die man über den Journalismus weiß, ganz besonders, wenn man jahrelang selber in dem Bereich gearbeitet hat. Dinge, die man nonchalant als „das ist halt so“ durchwinkt, wenn sie einen nicht selbst betreffen. Dass jeder von jedem abschreibt. Dass die spannende Story allemal wichtiger ist als die wahre Story. Dass Zeit für Recherche ein Luxus ist, den sich kaum noch jemand leistet. Dass es Gefälligkeitsstorys gibt, sogenannte „hit pieces“, mit denen ein bewusster „spin“ unter die Leute gebracht werden soll.

Wie gesagt: Man winkt es durch – solange es einen nicht selbst betrifft.

Aber heute betrifft es mich selbst.

Es geht um eine Angelegenheit, zu der ich bisher geschwiegen habe, weil es ein Non-Thema ist, oder sein sollte. Es gibt keine Geschichte. Es gibt nichts aufzudecken. Das sind nicht die Droiden, die ihr sucht.

Es geht um „Dr. Hope“ und die gerade epidemisch von der Presse weiter verbreitete Behauptung einer Historikerin, wir hätten uns an ihrem Werk auf justiziable Weise vergriffen.

Es wird eine Geschichte daraus gemacht. Und die passt oberflächlich prima in den Hegemann-Skandal, und zu der allgemeinen These, dass das geldgierige Fernsehen skrupellos die Geisteswissenschaften plündert, und sich an anderer Leute Arbeit bereichert.

Allein: Es stimmt nicht. Aber darum enthalten die derzeit erscheinenden Artikel auch so viel „soll“, „hat angeblich“, und „behauptet“. Das ganze Konstrukt würde implodieren, wenn sich nur ein Schreiberling mal die Mühe machen würde, die Fakten zu recherchieren, oder sich Grundlagenwissen zum Thema Plagiat und Copyright anzueignen. Kann man aber augenscheinlich nicht erwarten.

Ich erzähle jetzt einfach mal das, was ich erzählen kann, ohne mich in juristisch halsbrecherisches Fahrwasser zu begeben – in der Hoffnung, dass wenigstens ein Journalist, der die Story übernehmen will, auch mal die Hintergründe googelt. Vielleicht bin ich naiv.

Wie schon an anderer Stelle berichtet (und nie bestritten), sind Katrin Tempel (damals Kaiser) und ich durch eine Ausstellung auf die Figur der Hope Adams-Lehmann gestoßen. Es gibt eine exzellente Biographie der Frau, diverse weitere Bücher (darunter eines über Prozesse, die gegen sie angestrengt wurden), und unzählige Original-Unterlagen in den deutschen Archiven, u.a. in der Monacensia. Hinzu kommt Hopes eigenes Frauenbuch, das wir aus Osteuropa antiquarisch beziehen konnten. Katrin reiste auch nach Nordrach, wo Hope mit ihrem ersten Mann vor mehr als 100 Jahren ein Sanatorium eröffnet hatte. Insgesamt vier Jahre lang haben wir recherchiert, und die Story in immer neuen Variationen für einen Zweiteiler zusammen geschraubt.

Daraus entstand die „wahre Geschichte“ von Hope Adams-Lehmann – natürlich als Fiktion erzählt (es hat ja niemand neben ihr gestanden und ihre Gespräche mit dem Tonband aufgezeichnet). Sie ist so wahr, wie „Der Untergang“ wahr ist zum Thema Hitler. Oder „Apollo 13“ wahr ist zum Thema Apollo 13. Der TV-Film weicht dabei deutlich mehr von der Realität ab als das u.a. auf meinem Drehbuch basierende Roman-Skript von Katrin. Das liegt daran, dass wir für den Zweiteiler erheblich mehr straffen mussten, Figuren zusammen gelegt wurden (Hope hat im Film nur ein Kind, in Wahrheit hatte sie zwei), und ganze Teile von Hopes Leben (politisches Engagement, zweisprachiger Kindergarten) keinen Platz fanden. Katrin konnte für den Roman Elemente aus früheren, längeren Drehbuchfassung wieder übernehmen, und Straffungen wieder ausbreiten.

Daran ist nichts auszusetzen. Das ist normal. Es ist Fiktion. Der Zweiteiler ist keine Dokumentation, der Roman kein Sachbuch.

Es schien uns von Anfang an sinnvoll, kompetente Beratung zu haben, um die historischen Hintergründe so detailgenau wie möglich darstellen zu können. Nicht notwendigerweise „wahr“ – wir müssen uns an das halten, was auch dramaturgisch funktioniert, und das hat bei einer Fiction-Produktion Vorrang vor der historischen Realität. Trotz aller Recherche bin ich kein Historiker, und erhebe auch nicht den Anspruch. Darum wurde der Historikerin, die die größte „Hope“-Biographie geschrieben hatte, von uns als Beraterin der Produktionsfirma vorgeschlagen. Wir hofften darauf, dass sie uns bei den Details zur Seite stehen könne, für ein Honorar, eine Erwähnung im Nachspann, eine Danksagung. Vielleicht waren wir da naiv.

Dummerweise war die Historikern nach ersten Gesprächen mit der Produktionsfirma (bei denen wir nicht zugegen waren) plötzlich der Meinung, sie habe quasi ein „Copyright“ auf das Leben von Hope Adam-Lehmann. Ihr Sachbuch (eine Quelle von fast unendlich vielen) erklärte sie wohl kurzerhand zur Vorlage meines Drehbuchs (grober Unfug, das), und wollte nicht nur eine beträchtliche Summe Geld, sondern auch noch „Creator“-Credits mit weitreichenden Befugnissen. Die Produktionsfirma sah das allerdings anders – nämlich im Einklang mit der aktuellen Rechtslage.

Kleiner, aber wichtiger, Schlenker: Historische Fakten und Personen sind nicht schützbar, enthalten als solche keine schützenswerte kreative Eigenleistung. Wenn ich morgen eine Biographie über Charles Darwin schreibe, gehören mir die darin präsentierten Daten und Fakten nicht, und ich kann für sie kein Copyright geltend machen, und andere Werke über Darwin für mich reklamieren. Es würde jede Geschichtsschreibung ad absurdum führen. Das ist nicht nur selbstverständlich, notwendig, und auch im „Tannöd“-Prozess vom Gericht gerade wieder bestätigt worden – es sollte auch Allgemeinwissen sein. Bei Historikern wie bei Journalisten.

Seit die Produktionsfirma ihre Forderungen zurückgewiesen hat, versucht die Historikerin nun, unserem Projekt ins Kreuz zu treten, in dem sie überall verbreitet, man habe sie um ihre Arbeit betrogen. Sie dreht dabei die Fakten recht geschickt so, dass sie als Opfer da steht – z.B. wird beklagt, dass ihr im Roman nicht einmal gedankt worden sei. Das ist richtig, aber nur die halbe Wahrheit: Die Danksagung wurde ihr mehrfach angeboten. Nur leider war sie nicht bereit, im Gegenzug von ihren Attacken gegen eben diesen Roman abzusehen. Sie wollte die Danksagung – und das Werk gleichzeitig beschädigen.

Bei dem TV-Zweiteiler ist ihre Argumentation ebenso schizophren, wie man im Münchner Merkur sehr schön erkennen kann: Einerseits behauptet sie, es sei quasi alles von ihr abgeschrieben (ohne zu erklären, wie ein Drehbuch mit seiner Narrative und seinen Dialogen von einem Sachbuch abgeschrieben sein kann), andererseits beschwert sie sich, vieles sei „extrem verfälschend“ dargestellt. Diese Behauptung wiederholt sie auch im Vorwort der aktuellen Ausgabe ihres Buches, das ebenfalls zur Schlammwerferei herhalten muss. Beides kann kaum sein, und es wirft die Frage auf: Was soll denn verfälscht worden sein? Die künstlerische Freiheit, Hopes Leben für die Verfilmung dramaturgisch anzupassen, wird wohl kaum in die Zuständigkeit der Historikerin gehören.

Ich sage es noch einmal, weil es genau der Punkt ist, den die Autoren der genannten Artikel nicht hören wollten, weil es ihnen ihre sexy Story kaputt gemacht hätte: Historische Fakten sind nicht schützbar, ein Sachbuch ist kein Roman, und „Dr. Hope“ ist weder die Adaption noch die Verfilmung eines Sachbuches (oder einer anderen Quelle).

Es ist kein „neuer Hegemann-Fall“, weil nicht plagiiert werden kann, was vor dem Gesetz nicht plagiierbar ist. Ich selber habe eine klare Meinung zu „Axolotl Roadkill“: abschreiben ohne Quellenangabe gilt nicht. Das ist unredlich und unfair. So Theorien wie „mashup“ oder „remix“ können mir den Buckel runter rutschen – in 20 Jahren und ebenso vielen Büchern hatte ich es nie nötig, mich bei den Formulierungen und Ideen anderer Autoren bedienen zu müssen. Wäre ja noch schöner. Und genau so haben wir uns auch nicht bei den Ideen und Formulierungen der Historikerin bedient. Das kann jeder nachlesen, der es möchte. Es tut nur keiner.

Und damit kommen wir zum eigentlichen Thema zurück, dem derzeitigen journalistischen System. Der Artikel in der SZ hat mir weh getan, weil ich das Blatt für eigentlich sehr seriös halte, und mich diese Form von Gefälligkeitsschreiberei schon überraschte. Der Autor sprach am Abend vor der Veröffentlichung mit mir, war aber nicht bereit, mit Katrin Tempel, der Produktionsfirma, oder dem Sender zu sprechen. Er ging auch auf meine Erklärungen gar nicht ein, sondern betonte immer wieder, er sei selbst Historiker, und könne die Empörung der Kollegin verstehen. Nun mag man (wenn man will) die Empörung verstehen, aber das sagt immer noch nichts über die Legitimität des Anspruchs. Im vorletzten Absatz des Artikels muss der Autor, nachdem er böse (und abfällig) gegen die Arbeit von Katrin und mir getrommelt hat, selber zugeben, dass der Vorwurf auf nicht einmal tönernen Füßen steht: „Grundsätzlich ist wohl wenig dagegen zu machen, wenn Zweitverwerter wichtige historische Stoffe verhackstücken“. Aha.

Ich hakte den Artikel als Enttäuschung ab, weil ich sowas von der ehrenwerten SZ nicht erwartet hatte. Das muss der „Journalist“ mit sich selber ausmachen. Es wurde nur immer deutlicher, dass es keinen wirklichen formulierten Vorwurf gab. Was GENAU hatten wir denn nun eigentlich Schändliches getan? Nachdem historische Fakten keine schützenswerten kreativen Eigenleistungen sind, kann es ja kaum ein Plagiat sein. Und die fehlende Anerkennung der Leistung der Historikern geht ja ursächlich auf ihre eigene konfrontative Strategie zurück – ich hätte mich gefreut, eng mit ihr zusammen zu arbeiten, und sie dafür auch entsprechend zu würdigen.

Ich komme mir langsam vor wie der Angeklagte in Kafkas „Der Prozess“, der keine Ahnung hat, was man ihm vorwirft, und der sich deshalb auch nicht verteidigen kann. Eine Anklage oder Anzeige gegen „Dr. Hope“ liegt meines Wissens nach jedenfalls nicht vor.

Mitte der Woche rief dann eine Dame vom „Münchner Merkur“ an, die außer der Tatsache, dass sie wohl seitens der Historikern angespitzt worden war, keinerlei Hintergrundwissen mitbrachte. Den Roman hatte sie nicht gelesen, den Zweiteiler auch nicht gesehen. Als ich meinte, dass es doch besser wäre, wenn sie sich erstmal schlau mache, erklärte sie mir, der Zweiteiler sei ja noch nicht gelaufen – das ZDF verschickt allerdings seit Wochen an jeden Journalisten, der danach fragt, eine Screener-DVD. Die Tatsache, dass es sich bei „Dr. Hope“ um einen Roman und einen TV-Film handelt, und damit eine FIKTIVE Aufarbeitung einer historischen Figur, schien ihr nicht klar.

Interessant war auch die immer wiederholte Frage der Journalistin, was mich als „Science Fiction und Fantasy-Autor“ für „Dr. Hope“ qualifiziere – als ob ich das rechtfertigen müsse. Ich wies sie darauf hin, dass ich als Drehbuchautor wie ein Journalist arbeite – ich arbeite mich in ein Thema ein. So wie ein Journalist, der für einen Artikel über Gärtnerei kein ausgebildeter Landschaftsarchitekt sein muss. Die Reduzierung meiner Arbeit auf „Science Fiction und Fantasy“-Autor hatte die Journalistin übrigens „bei Wikipedia gelesen“ (schon der Blick in meine Bio auf meinem Blog wäre wohl zuviel der Recherche gewesen).

Die Frage, was eine Historikern denn qualifiziert hätte, ein fiktionales Drehbuch zu schreiben, blieb unbeantwortet. Oder die Frage, was genau der rechtlich relevante Vorwurf sein soll.

Bald fiel natürlich das Stichwort „Hegemann“. Ich erklärte ihr seufzend die Rechtslage – mit Hegemann ist das nicht vergleichbar, allenfalls mit „Tannöd“. Und bei „Tannöd“ hat der Autor des Sachbuches (natürlich) verloren. Weil historische Fakten – seufz – nicht schützbar sind. Als ich die Journalistin bat, statt der  hingenommenen Behauptung der Historikerin doch einfach mal einen Anwalt zu fragen, was denn die Tatsachen sind, legte sie einfach auf. Und mir schwante: Es wird nicht erzählt, was zu erzählen ist, sondern was sich als sexy „Täter/Opfer“-Geschichte verkaufen lässt.

Und so ist der Artikel auch erschienen – mit vielen relativierenden „soll“, „angeblich“, und „womöglich“. Tenor: Arme Historikerin von skrupellosen TV-Schreiberlingen über den Tisch gezogen. Und schon meldet „turi2“: „Das Drehbuch des TV-Zweiteilers „Dr. Hope – Eine Frau gibt nicht auf“ mit Heike Makatsch in der Hauptrolle soll teilweise identisch sein mit einer Biographie, die von der bayerischen Historikerin Marita Krauss verfasst wurde.“

Es ist nicht wahr. Aber es liest sich gut. So schnell wird aus einer Ähnlichkeit dann auch „teilweise identisch abgeschrieben“. Was nicht stimmt, und für jeden überprüfbar ist, der sich die in jedem Buchladen erhältlichen Werke mal durchliest. Aber wer hat schon die Zeit? Journalisten bestimmt nicht.

So bleibt ein „Fall“, der keiner ist – und der massive Versuch, meine Reputation (und die meiner Koautorin) zu schädigen. Wir haben nicht abgeschrieben. Wir haben recherchiert. Wie das jeder gute Autor tut. Es wurden keine Ideen und Formulierungen aus irgendeiner Quelle übernommen. Wir haben zu jeder Zeit unsere Quellen offen gelegt, und „Dr. Hope“ ist eine 100prozentige kreative Eigenleistung. Wir dulden keinen Versuch, diese zu kapern. Rechtliche Schritte behalten wir uns nicht nur vor, wir gehen sie auch.

Aber das will wohl keiner hören.

Mir wurde nun klar, dass meine Strategie, offensichtlich tendenziellen Journalisten, die ihre Story schon fertig haben, meine Zitate nicht freizugeben, nach hinten losgeht. Damit ist die einzige laute Stimme da draußen die der Historikerin – und die bleibt unwidersprochen.

Ich habe viel über Journalismus gelernt in dieser Woche – und wenig, was ich wissen wollte.

Das hier ist meine Seite der Geschichte. Glaubt, was ihr für richtig haltet. Ich werde kämpfen.



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Brandenburgerin
Brandenburgerin

Ich wünsche Euch viel Erfolg.

Es ist erbärmlich, wie der Journalismus immer mehr zum Boulevard verkommt und Recherchen nur noch Ammenmärchen sind, die man kleinen Journalisten als Schauermärchen zum Einschlafen erzählt.

Julian
Julian

Ich muss sagen, ich schäme mich schon sehr, was es für schwarze Schafe in unserer (der journalistischen) Branche gibt. Natürlich wirkt die Geschichte auf den ersten Blick wie ein gefundenes Fressen für die Boulevardblätter, eben direkt nach der Hegemann-Sache, aber ich sehe ebenfalls die Story nicht.

Es mag zwar für einen Historiker unbefriedigend sein, sich jahrelang weitgehend unbedankt in ein Thema einzuarbeiten und dann seine Arbeit als Teil-Quelle für eine Verfilmung wiederzufinden, meinetwegen sogar mit „Beweisen“ (wie z.B. wörtlichen Zitaten), aber das ist doch genau der Sinn seiner Recherchearbeit gewesen: Das Faktenwissen um einen tatsächlichen Sachverhalt zu vergrößern. Kein Wunder, wenn darauf dann weitere Werke aufbauen.

Ich kann mir keinen Ägyptologen vorstellen, der ernsthaft Universal wegen „The Mummy“ angreifen würde, in der irrigen Meinung, seine Arbeit würde durch die übertriebene Fiktionalisierung seiner Ergebnisse diskreditiert.

Was will also diese Historikerin? Ich fürchte, Hope ist ihr Steckenpferd, ihr alter Ego, und das will sie mit niemandem teilen. Dass muss so eine Art Stockholm-Syndrom sein.

faby, Botschafter des Lächelns
faby, Botschafter des Lächelns

Leider viel zu selten, dass „das gemeine Volk“ (ich verzeihe, falls ich jemandem zu nahe trete) diese Seite von solchen Geschichten mitbekommt.
Schön, dass du’s so ausformulierst und erklärst. Ich wünsch‘ dir viel durchhaltevermögen. Danke & Kudos!

Grüße aus dem Süden – spread the smile – faby

ellebil
ellebil

Danke. Ich habe heute eine winzig kleine Randnotiz auf der Fernsehseite meines Lokalblättchens gelesen, dort schrieb man, dass die Frau Historikerin behaupte ihr hättet sogar teilweise ihre Rechtschreibfehler übernommen. Hörte sich dann für mich eher nach eingeschnapptem Ego an. Ich studiere Geschichte und sollte ich es jemals schaffen, Biographien zu veröffentlichen, weiß ich jetzt wie ich mich nicht zu verhalten habe.

Julian
Julian

@Ellebil: Selbst wenn Rechtschreibfehler übernommen worden sein sollten, sehe ich immer noch kein Problem darin, aus einem Sachbuch abzuschreiben, das auch noch als Quelle genannt wird. Das ist, wie wenn man aus dem Duden zitiert.

Stephan
Stephan

@Julian
Doch, „abschreiben“ ist immer ein Problem, das schreibt Torsten ja auch selbst!

Stefan
Stefan

Mittlerweile wird Deine PM aber auch verbreitet, die „Kommunikationsherrschaft“ ist also noch nicht entschieden.

Dr. Acula
Dr. Acula

Das „Positive“ daran – der Zweiteiler kommt ins Gespräch und bekommt Gratis-Publicity. Wenn man sonst nichts aus der ganzen Geschichte ziehen kann, dann das.

Julian
Julian

@Stephan
Abschreiben ist meines Erachtens ein Problem, weil den meisten Menschen nicht klar ist, dass Abschreiben in einem gewissen Rahmen okay sein kann, das Wort allein ist schon stigmatisiert.

Mord zum Beispiel ist nie okay, aber Zitieren z.B. ist ja ein erlaubtes Abschreiben. Die Diskussion will ich aber gar nicht führen, da ich selbst einfach nicht abschreibe, und ich bin überzeugt, dass Torsten das auch nicht tut. Man muss halt zuerst mal den Begriff „Abschreiben“ definieren und einen Konsens finden.

Das ist ein episches Thema, mit einer seiner Facetten hatte ich auch schon unangenehme Erfahrungen.

Paddy-o
Paddy-o

@ Acula:
Das mit der Gratis-Publicity ist mir bei den ersten Sätzen direkt in den Sinn gekommen — Nicht dass das ZDF hier ein perfides Spielchen treibt!! 😉

@ Torsten:
Wenn es so ist wie du sagst, dann können wir dir nur Durchhaltevermögen und ein dickes Fell wünschen. Ich kann verstehen dass das Ganze deprimierend sein kann, du hast die Gründe ja mehrfach selbst genannt:
Mangelnde Zeit/Muße zur Recherche seitens der Journalisten, sowie aktuell vergleichbare Fälle, was die Meldung umso interessanter macht. Aber du und deine Kollegin wisst es ja besser, von daher sollte man versuchen weiter da drüber zu stehen.

Gleichzeitig aber dann doch irgendwie alle Mittel zum Gegenschlag nutzen – so ein Plagiatsvorwurf bleibt bei einigen bestimmt irgendwo im Hinterkopf hängen. Auch der geringste (berufliche) Nachteil der für einen von euch beiden dadurch entsteht, wäre mehr als ärgerlich.
Also ist „Ohren zu und durch“ vielleicht nicht die beste Wahl…

Viel Erfolg!

Marko
Marko

Bah, ist das ätzend. Ich mochte den Beitrag gar nicht zu Ende lesen, weil ich mich schon beim Lesen über sowas aufrege. Ich hab’s dennoch getan und wünsche Dir alles Gute für den Kampf um die redliche Sache.

Gruß,
Marko

Dietmar
Dietmar

Jedes Wort. Da gibt es nichts weichzuspülen oder zu relativieren oder den überlegt vermittelnden Charakter zu mimen: Ich glaube Dir jedes Wort.

So läuft das. Egal, wie ehrlich und ehrenvoll man sich verhält, für den Journalismus bedeutet Pressefreiheit nach meinen Erfahrungen mit dieser Zunft, dass man ohne Refenrenz zu den Tatsachen ungestraft fabulieren darf, und man trampelt dabei ungestraft Leute nieder bis hin zum Rufmord.

Das Bitterste ist: Man kann sich nicht effektiv wehren. Der Journalist hat entweder das letzte Wort oder er lässt die Geschichte einfach sterben. Die Folgen, mindestens ein beschädigter Ruf, bleiben bei der ,,Zielperson“.

Und diese Professorin wird auf gar keinen Fall einsehen, dass sie nicht ihre eigene Arbeit schützt, sondern nichts anderes tut, als Euch unnötig und ungerechtfertigt zu schaden.

Man kann vielleicht versuchen, da drüber zu stehen, wie Paddy-o schrieb. Ich weiß nur von mir, dass ich das nicht kann und an Eurer Stelle nicht könnte.

Ich drücke Euch die Daumen!

Jack Crow
Jack Crow

Habs grad heute (als Randnotiz im Fernsehteil) in der taz gelesen – da wirst du aber immerhin auch zitiert. Die taz gehört halt immernoch zu den Guten 😉
Es ist aber schon erstaunlich, welch offensichtlicher Unsinn da verbreitet wird – „abgeschrieben“ wärs ja wohl irgendwie nur, wenn Hope auch bei ihrer Bio etwa nur ein Kind gehabt hätte, nicht war…?

INeedMoney
INeedMoney

Also schadet die Professorin sich und ihrer Arbeit je mehr desto besser der Film ist und je mehr er der historischen Vorlage gerecht wird?

Jack Crow
Jack Crow

Grad noch was lustig-absurdes bei der „Welt“ (http://www.welt.de/fernsehen/article6440240/Plagiatsvorwuerfe-gegen-ZDF-Sendung-erhoben.html) gefunden:

„Nach Angaben des „Münchner Merkur“ hat Krauss den Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte an der Uni Augsburg inne. “

Es hat also Recherchemäßig nichtmal dafür gereicht, einmal auf die Homepage der Uni Augsburg zu gehen… Mir ist schon klar, dass gerade bei relativ kurzen Meldungen häufig so verfahren wird – aber das trägt natürlich wahnsinnig zur Verbreitung von Falschmeldungen bei, schließlich stand es ja in Zeitung XY schon…

Skrymir
Skrymir

Ich kann mich allen anderen hier nur anschließen. Es ist unglaublich schade das diese Frau versucht euch so in die Parade zu fahren. Ohne mehr von dir zu kennen als dein Blog wage ich doch zu behaupten das dir viel an dem Projekt liegt und gerade deshalb tut es mir leid für dich.

Das mit der Gratis Publicity wird zwar vermutlich zu ein paar extra Zuschauern führen aber die Frage ist wieviel das wirklich zählt wenn die schon so negativ gehyped sind.

Lutz
Lutz

Ich hatte die genannten Artikel vor einigen Tagen schon gelesen, und mich über deine in diesen Artikeln beschriebene Reaktion gewundert, weil es so untypisch für dich schien. Einerseits wollte ich dich schon mal darauf anschreiben, aber dann dachte ich mir schon, dass du, wenn du es wolltest, schon selbst darauf zu sprechen kämest. Dazu kommt ja, dass bei solchen juristischen Geschichten jede Stellungnahme gleich sehr heikel ist.

Jedenfalls ist es schön, auch mal deine Seite der Geschichte zu kennen. Natürlich bin ich als Leser deines Blogs sowieso eher dir zugetan, als einer Historikerin, die ich nun gar nicht kenne, aber unabhängig davon muss ich auch sagen, dass das, was du hier schreibst, wesentlich mehr Sinn hat.

Alles Gute für den Kampf gegen die nach Skandalen lechzende Journaille und die Historikerin.

Paralyta
Paralyta

Also, ich hoffe doch, dass du in den nächsten Wochen nicht doch zum Gutmenschen mutierst, ein Auge zudrückst und den Schwanz einkneifst, sondern rechtlich alle Register ziehst und ein zünftiges Slapsgiving veranstaltest.

Du wärst bei einem Rückzieher nämlich nicht der Klügere, da es gut sein kann, dass dich so eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte dein Leben lang verfolgen kann. In jeder Kurzbio könnte dann stehen, dass eines deiner Werke unter Plagiatsverdacht stand, obwohl es hier weder was zu plagiieren noch zu verdächtigen gibt.

Ich verstehe auch nicht wie sich diese Frau Krauss erdreisten kann zu glauben, ein Copyright für eine historische Figur zu besitzen. Meint sie ernsthaft, dass jeder Biograph einer historischen Persönlichkeit Geld bekommt, wenn diese später in Filmen, Musikstücken oder Videospielen erwähnt, beleuchtet oder karikiert wird?
Die zahlreichen Biographen von Napoleon werden sich sicher freuen das zu hören. Und ich hoffe Bernd Eichinger hat noch ein paar Millionen übrig – sonst wird die neue „Historikerpauschale“ sein Untergang!

Meint sie wirklich, dass sie als Autorin eines Sachbuches nun die Rechte an dem Thema „besitzt“ und jeder sie um Erlaubnis bitten muss, ob und wie ein Film zu diesem Thema gemacht werden darf? Ich freue mich dann schon mal auf eine Folge „Zwei bei Kallwas“: „Hilfe, meine Biographin nutzt mich nur aus!“

Ihr scheint wohl selbst zu dämmern, dass sie auf verlorenem Flur mit ihrer Sichtweise der Dinge steht.
So verwundert es auch nicht, dass sie bislang nicht die juristische Karte gezogen hat. Wenn hier wirklich ein Fall vorliegen würde, wäre sie längst mit der Kanzlei Hinz & Kunz angedackelt gekommen und hätte Ausstrahlung des Zweiteilers und Verkauf des Romans schon im vornherein mit Verboten überzogen.

Aber über lancierte Berichte bekommt sie wenigstens etwas der erhofften Publicity und macht zudem auf ihr aktualisiertes Werk aufmerksam, dass ja die eigentliche Vorlage war, aber von bösen Fernsehen entkernt und seiner Seele beraubt wurde.

Nun kann man sich trefflich über diese Person aufregen, aber des Pudels Kern ist, wie du schon angedeutet hattest, die Journalie, die diesen Dünnpfiff nahezu ungeprüft weitergequakt hat. Die Boulevardities scheint nun immer weitere Kreise zu ziehen. Selbst etablierte Medien wie SpiegelOnline oder die Süddeutsche hauen lieber schnell die Meldung raus, damit man sie als Erster!1Eins!!Elf hat. Recherchieren, Faktencheck, Einholung zweiter Meinung, Interview mit den Betroffenen, Sicht der Gegenseite – das ist so was von letztes Jahrtausend!

Ist mir in den letzten Jahren aufgefallen, dass Politiker bei Themen wie der Killerspielen oder Internetsperren keinen blassen Schimmer haben, wovon sie eigentlich reden, musste ich nun gehäuft feststellen, dass viele auch bei den wichtigen Themen kläglich versagen. Und dachte ich bis vor kurzem, dass der Gerüchte- und Copy&Paste-Journalismus, dem Boulevardbereich, dem Videospieleonlinejournalismus und einigen aufstrebenden Themen-Blogs vorbehalten war, so kann ich nur immer öfter ausmachen, dass er sich auch in den Qualitätsmedien etabliert hat.
Was unterscheidet einen 0815-Blogger denn noch von einem Journalisten, wenn letzterer seiner Arbeit nicht richtig nachgeht?

Die Reichweite? Das Gehalt?

Na, wenn das alles ist, dann schreibt der Blogger bald umsonst für „die Großen“.

Offensichtlich kostet gründliches Recherchieren nicht nur viel Zeit und Geld, sondern geht auch auf Kosten von knackigen Schlagzeilen. Wenn man nämlich diesen Vorwurf in seine Bestandteile zerlegt hätte oder einen Anwalt dazu befragt hätte, müsste man entweder unspektakulärer titeln oder gar auf diese potienzielle Ente verzichten.

Solche Hobbyjournalisten gehören öffentlich mit ihrer „Arbeit“ konfrontiert. Thorsten, lass sie damit nicht so einfach durchkommen.

Howie Munson
Howie Munson

torsten ohne h… *g* trotzdem schliesse ich mich der Durchhalteparole an.

und das es zuviel Stille Post und zuwenig Recherche beim DPA-Meldungen abschreiben gibt, ist auch nicht wirklich neu, natürlich unschön wenn’s auch noch so offensichtlich ist… (…und warum ist denen das nicht bei Avatar eingefallen, wär doch eine viel größere Schlagzeile gewesen…*duck&wech*)

Strabo
Strabo

Recherche ist leider etwas was anderen passiert (Kriminalbeamten zum Beispiel), aber nicht mehr Journalisten. Wenn es nicht auf Wikipedia oder der PR-Meldung eines Konzerns steht ist der Aufwand schon zu groß auch nur google anzwerfen, geschweige denn Bücher zu lesen.

Dietmar
Dietmar

Besonders hinterhältig finde ich ja immer diesen Schlusssatz, Herr Dewi wolle sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Das liest sich wie ein Schuldeingeständnis. Und das wissen die.

Unsachlich
Unsachlich

Recherche wird meistens nicht honoriert, sondern bestraft. Vom Arbeitgeber, weil es Zeit und Geld kostet, vom Leser wirst Du ignoriert, weil viele Geschichten durch Recherche ihren Reiz verlieren.
Nicht nur bei uns in der Redaktion hieß es immer: „Wir werden uns doch nicht die Geschichte kaputt recherchieren.“
Das mal allgemein zum Thema.

Lari
Lari

Wurde irgendwo ein Absatz, auch nur ein Satz zitiert, den ihr abgeschrieben hättet? Ich vermute mal nicht.
Die Rechtslage ist eindeutig, Plagiatsvorwürfe sind vollkommen normal bei öffentlichkeitswirksamen Projekten, und in aller Regel bleibt auch nichts davon an einem hängen. Ich würde jeden Artikel auf sein Potential für eine Gegendarstellung überprüfen (lassen) und zum Ausgleich mal schauen, ob das Vorwort der Neuauflage des Historikerinnenbuches nicht hinsichtlich seiner rufschädigenden Wirkung justiziabel ist.

The Brigadier
The Brigadier

Ich habe – wenn auch auf lokaler Ebene – selbst mal journalistisch gearbeitet. Mir fällt oft auf, dass unsere damaligen Qualitätsmaßstäbe (etwa beide Seiten einer Geschichte ordentlich darzustellen) allzuoft von den „Großen“ als störend abgetan werden.
Als Lehrer kann ich in diesem ZUsammenhang nur sagen, Georg Büchner könnte heute froh sein, dass sein „Woyzeck“ postum veröffentlicht wurde. Auch ein historischer Fall, aber natürlich fiktiv verarbeitet. Oder als Todschlagsargument: Goethes „Faust“.
Alles Gute und lass Dich nicht unterkriegen.

Thies
Thies

Ich finde ja, dass die Turi2-Schlagzeile, die du zitierst, den ganzen Wahnsinn und vor allem die ganze „Nicht-Nachricht“ (unfreiwillig) am besten ausdrückt… Die TV-Biografie von Hope Adams-Lehman soll teilweise identisch sein mit einer Sachbuch-Biografie von Hope Adams-Lehman? Wie überraschend.

Historiker-Kritik an der Aufbereitung ihres Lebens (du schreibst ja, dass ihr zB aus zwei Kindern eines gemacht habt) hätte ich ja – trotz der dramaturgischen Notwendigkeit – zumindest nachvollziehen können; aber zu kritisieren, dass euer Film den realen Geschehnissen nahe kommt…

charlotte sometimes
charlotte sometimes

Genial, ich lass mir mal eben Friedrich Schiller schützen und muss nie wieder arbeiten. statt dessen werde ich den Rest meiner tage mit lächerlichen Forderungen und schmollen verbringen…

ich bin immer wieder überrascht was für Leute es unbeschadet durchs leben schaffen. da ist doch was kaputt bei der!

xanos
xanos

Ungerechtfertigte Plagiatsvorwürfe kann man ja fast schon als Ritterschlag nehmen, dass man es geschafft hat eine gewisse Relevanz zu erhalten.
Das die alten Medien sich immer mehr der Lächerlichkeit preisgeben ist einfach nur armselig, wenn sie sich zeitgleich als Qualitätsjournalismus bezeichnen und versuchen abzusetzen. Wer so entfremdet und selbstüberheblich ist, muss einfach fallen.

Tornhill
Tornhill

Bah, was für eine eklige und unfassbare Geschichte!
Ich meine, selbst ohne jeden näheren Einblick, rein aus Perspektive der Zeitungen passt die Sache doch schon hinten und vorne nicht: Ein Autor/Künstler (weit gefasst) schöpft Neues, hat folglich das Recht an seinen Schöpfungen, ein Historiker/Forscher erforscht Bestehendes und hat folglich kein Recht daran (das hätte Gott/der Weltgeist/die Natur/die allegorische Verkörperung der Realität).
Wenn also ein Forscher einen Künstler des Abschreibens bezichtigt, verlangt er offenbar Künstlerstatus für sich, beansprucht also, nicht geforscht, sondern geschöpft, ergo als Forscher seine Ergebnisse gefälscht zu haben.

Und die Journalisten schaffen dann gleich noch den erneuten FAIL, indem sie, nachdem sie die Hegemann meist viel zu sacht angegangen haben, nun auf einmal ihre moralische Seite entdecken und dafür Unschönheiten, wie, dass es sich nun um einen vollkommen anderen Fall handelt, außer acht lassen.

Und der letzte Kopfpatscher ist dann, dass ich tatsächlich schon von Leuten gehört habe, die der Frau Historikerin erstmal ungesehen recht geben, weil sie ja wissen, dass das Fernsehen generell eine böse, diebische, menschenverschlingende Geldmaschine ist, die nichts lieber tut, als arme, bescheidene Wissenschaftler auszubeuten.

cptboa
cptboa

So, jetzt habe ich mir mal online die Artikel in der SZ, Merkur und die Welt mal durchgelesen und stelle fest, dass die Artikel einfach nur „kurz“ sind. Eine ausführliche Berichterstattung ist nicht einmal ansatzweise in der Länge vorzufinden, wie sie uns der Wortvogel hier präsentiert. Zumal auch noch peinlich, dass die Welt einfach von Merkur abgeschrieben hat. Ich weiß natürlich nicht, ob die Printausgabe längere Texte beinhaltet, aber für mich sieht das einfach nur nach einem sensationsgeilen Lückenfüller aus. Wäre die Makatsch nicht an Bord, würden diese Artikel wahrscheinlich eher nicht auftauchen..

Ohne jetzt ein Jurist zu sein, denke ich, dass die besagte Historikerin keine Chance vor einem Gericht hat, wenn ihr z.B. euer Angebot an die Historikerin schriftlich belegen könnt (bzw. mündlich durch Zeugenaussagen der Produktionsfirma z.B. usw.). Mehr Sorgen machen mir die Kommentare bei z.B. die Welt.. Da wird man ja gnadenlos schnell verurteilt, die Fakten scheinen wenig zu interessieren.. Hauptsache was gesagt.. mein Prof damals hatte also recht, als er meinte, in unserer gesprochenen Sprache wird nur zu 7% wertvolle Inofrmationen übertragen, der Rest ist Müll..

The_Vanguard
The_Vanguard

Selten hab ich so einen bescheuerten Vorwurf gehört. Allein durch „[…] andererseits beschwert sie sich, vieles sei „extrem verfälschend“ dargestellt“ hat sie ihre ganze Argumentation doch ad Absurdum geführt.
Kopf hoch, Herr Dewi. Es gibt immer noch Leute, die beim Zeitunglesen auch selber nachdenken.

Shah
Shah

Ich glaub, die Historikerin ist einfach mit der materiellen Situation, die dieser Beruf mit sich bringen kann, unzufrieden. Und hat vll ein Selbstwertproblem.

Zu den Journalisten…….. http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=fl&dig=2010%2F02%2F13%2Fa0057&cHash=ea05b2ae54

🙁

OnkelFilmi
OnkelFilmi

Bei der Wunschliste ist die Story auch gelandet (und bizarrerweise sogar noch ohne jeden Userkommentar, wo die doch sonst so selbstherrlich sind):

http://www.wunschliste.de/news/6917

Wortvogel
Wortvogel

@ cptboa: Der Artikel im gedruckten „Merkur“ war erheblich länger und verleumderischer. Es wird sich zeigen, ob sowas konsequenzfrei gedruckt werden darf.

@ alle: Danke für das tolle Feedback und das Vertrauen. Das habe ich wirklich gebraucht.

Mathias
Mathias

Ich lese hier schon lange mit und habe von Anfang an verfolgt, wie Du von diesem Projekt begeistert warst. Man hat in jedem Beitrag gespürt, was es dir bedeutet. Um so mehr tut es mir jetzt leid, dass dir hier ans Bein gepinkelt wird. Lass dir das nicht gefallen und Kopf hoch. Notfalls klagen und auf Gerechtigkeit hoffen.

Arne
Arne

Hm. Interessante Logik, nach der die Autorin der Biografie da vorgeht.
Könnte nach der von ihr favorisierten Rechtslage nicht jeder Autor eines Geschichtsbuches alle verklagen, die einen Film über historische Persönlichkeiten drehen?
Oder einen Film, der in einzelnen Punkten Handlungsähnlichkeiten mit dem Leben von historischen Figuren aufweist?
Da werden die Produktionskosten allgemein aber ganz schön in die Höhe schnellen.

Wegen der Vorwürfe: Fällt das nicht unter „Verleumdung“? Sollte man ja eigentlich gegen vorgehen können. Vor allem, weil Plagiatsvorwürfe ja durchaus rufschädigend für Dich als Autor und Journalist sind.

Wortvogel
Wortvogel

@ Arne: Wie ich oben schon schrieb: Wir werden dagegen vorgehen.

Wir selber benutzen gerne den Satz „Wenn sowas durchgeht, kann Guido Knopp das gesamte letzte Jahrhundert für sich reklamieren.“

boooahr
boooahr

@Shah:sehr guter beitrag der taz zur nwz. danke für den link!

mfg,ein oldenburger

edit: und viel erfolg @wortvogel ! ich hoffe die historkerin und alle anderen die damit zu tun haben kommen mit dieser aktion nicht durch!

Baumi
Baumi

Kopf hoch – und nicht von den wahnwitzigen Vorwürfen beirren lassen! Und dieser Post gehört auf jeden Fall am Montag in die „6 vor 9“-Links beim Bildblog. So wird er garantiert wahrgenommen.

boooahr
boooahr

sorry für den nachtrag zu @Shah , @Wortvogel :

der artikel ist sooooo wahr..der wird in meinem bekanntenkreis herumgereicht!

danke nochmal für den link!

und natürlich nochmal viel erfolg @wortvogel!

ps: werde keine beiträge mehr zum thema nwz schreiben.versprochen! 😉

mfg

Andi
Andi

Halt die Ohren steif, Wortvogel. So läuft das mit manchen Journalisten, denen bedeutet Recherche nichts, aber „ne heiße Story“ alles.

Hatte mal eine ähnlich gelagerte Geschichte mit einem BILD-Reporter wegen angeblichen Plagiats.
Da liefen die beim Sender, der Produktionsfirma und den Anwälten die Telefone heiß. Die absurden Vorwürfe wurden dann doch nicht veröffentlicht. Was wohl selbst der BILD zu doof.

Das Blöde ist: Ist es erst mal in der Welt, bleibt was hängen, auch wenn es nur heiße Luft war.

Das Gute ist: Die Welt vergisst auch schnell.

Und: Mittlerweile wissen viele, dass ein Großteil der Plagiatsvorwürfe nichts als heiße Luft und Eigen-PR ist. Siehe Schenkel, Schätzing u.a.

Halt die Ohren steif im Gegenwind!

PabloD
PabloD

„Und die fehlende Anerkennung der Leistung der Historikern geht ja ursächlich auf ihre eigene konfrontative Strategie zurück – ich hätte mich gefreut, eng mit ihr zusammen zu arbeiten, und sie dafür auch entsprechend zu würdigen.“

Klingt für mich ganz so, als ob die Historikerin ihrer vertanen Chance hinterhertrauert und nun unter allen Umständen einen kleinen „Erfolg“ verbuchen will. Wünsche Euch jedenfalls viel Durchhaltevermögen, weniger bei den Plagiatsvorwürfen (denn da scheint die Sache ja relativ klar zu sein) als vielmehr bei der einhergehenden Rufmordgeschichte.

frodo19
frodo19

Dein Artikel hat mich zu einer Recherche Verleitet. Nach dem ich mehrere Artikel gelesen habe, muss ich sagen das ganze klingt nach Gier und gekränkter Eitelkeit. Man möchte sein Ego pflegen und wenn das auch noch Geld bringt ist es ja auch nicht verkehrt.

Das bei einer historischen Figur Parallelen in der Geschichte auftauchen wenn man sich mit Ihr befasst, egal ob Buch oder Film hat mich jetzt nicht überrascht.

Klasse fand ich den Vorwurf des Abschreibens und gleizeitig „Zudem sei vieles in dem Zweiteiler „extrem verfälschend“ dargestellt“, ja was jetzt abgeschrieben oder doch nicht abgeschrieben.

Mein Fazit ist, es wird immer schwieriger hochwertigen Journalismus zu finden.

Lass Dich nicht unterkriegen und denk dran der klügere gibt nach bis er der Dumme ist.

Mathias
Mathias

Es kommt nicht wirklich überraschend, aber mein kritischer Kommentar zu diesem Artikel wurde wortlos gelöscht:
http://www.welt.de/fernsehen/article6440240/Plagiatsvorwuerfe-gegen-ZDF-Sendung-erhoben.html

Dietmar
Dietmar

@Mathias: Da habe ich mich jetzt drangehängt und dort kommentiert. Mal sehen …

trackback
Kleinkram « Kriminalakte

[…] Kleinkram Torsten Dewi erklärt seine Sicht zu den Plagiatsvorwürfen gegen den von ihm geschriebenen TV-Zweit… […]

Marcus
Marcus

@Mathias
Mein Kommentar wurde auch gelöscht. Dabei habe ich gar keine kritische Worte hingesenft sondern einfach nur auf den Artikel hier verlinkt. Es scheint so, dass etliche Kommentare gelöscht wurden; als ich gestern bei welt.de kommentierte, standen 12 Kommentare online (u.a. Jack Crow seiner), jetzt sind es 10 und Dietmars Meinungsäußerung wird garantiert auch nicht den Morgen überstehen. Man möchte dann doch mal gerne die Gedanken und Verhaltensweise eines WELTkommentarkontrollorgans erklärt bekommen…

Wortvogel
Wortvogel

@ alle: In der heutigen „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ findet sich ein kleiner Beitrag über meine Verwunderung, wie diese Story unhinterfragt durch die Medien geistert. Sehr fair geschrieben, auch wenn der Autor (trotz Lektüre meines Blogs) meinen Namen falsch schreibt 😉

Dietmar
Dietmar

Ja: Heute Morgen um 10.00 Uhr war mein Kommentar weg.

Jetzt ist ein neuer da. Mal sehen, wie schnell der Webmaster ist. 🙂

(Sicher schneller als meiner 🙁 )

Lari
Lari

@Dietmar: Vor einer Minute hab ich ihn noch gesehen, jetzt isser weg. Gelöscht um 10:11.

Dietmar
Dietmar

FÜNF MINUTEN! Der hat nur fünf Minuten gebraucht!

OO

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