Film ist Teamarbeit. In Hollywood heißt das: wenn der Film ein Erfolg ist, dürfen sich der Regisseur und die Stars auf die Schulter klopfen, der Rest der Mannschaft muss sich mit dem Gehaltsscheck zufrieden geben.

Aber wenn was schiefgeht, und zwar richtig, dann zeigt jeder mit dem Finger auf den anderen:

– der Autor behauptet, der Regisseur hätte es vergeigt
– der Regisseur flucht über die unfähigen Darsteller
– die Darsteller halten die Dialoge für Kappes

„Ich kann so nicht arbeiten!“

Und alle miteinander finden, das Studio hätte mehr Zeit und Geld zur Verfügung stellen müssen.

Am Ende will es keiner gewesen sein, und man hofft, in Talkshows nicht drauf angesprochen zu werden. Schwamm drüber, die Karawane zieht weiter.

Doch es gibt Ausnahmen – Filme, die so spektakulär auf die Fresse gefallen sind, dass zur Befriedigung der Hollywood-Meute Köpfe rollen müssen. Ich meine dabei nicht die vielen kleinen Zelluloid-Katastrophen, die unsere DVD-Regale vollmüllen. Billige Flops sind schnell passiert, und werden ebenso schnell verziehen.

Ich meine die Filme, deren Untergang an den Kinokassen weitreichendere Folgen hatte. Filme, die nicht nur erfolglos, sondern auch so unbestritten schlecht waren, dass ihre Regisseure danach alle Hoffnung auf eine weitere Hollywood-Karriere fahren lassen mussten. Ich rede von Big Budget-Desastern, die den Begriff „fremdschämen“ neu definieren.

Und damit wir alle was zu lachen haben, habe ich euch ein paar echte Perlen aus diesem Segment mal rausgesucht:

heavensgateHeaven’s Gate (1980): Die Mutter aller Movie-Debakel. Regisseur Cimino galt nach „Die durch die Hölle gehen“ als Wunderkind, und man ließ ihm freie Hand für sein Opus Magnum. Das Ergebnis: „Heaven’s Gate“ wurde statt 7,5 Millionen satte 40 Millionen teuer, über fünf Stunden lang, fiel an der Kinokasse durch, und ruinierte das Studio United Artists (es wurde an MGM verkauft).

„You’ll never work in this town again!“: Cimino drehte in der Folge nur noch kleinere Filme (u.a. „Das Jahr des Drachen“ und „Der Sizilianer“). Actionfilm-Autor William Martell hat einen schönen Beitrag über Ciminos aktuelle Probleme, Skripts zu verkaufen, geschrieben (auf „show original post“ klicken).

Der Film hat mittlerweile durchaus Bewunderer (u.a. seine Stars) und würde sicher von einer „ultimativen Bluray-Edition“ profitieren. Auf Youtube kann man sich die schöne Doku „Final Cut: The making and unmaking of Heaven’s Gate“ ansehen.

http://de.youtube.com/watch?v=ifWGxI-qKLE

„Heaven’s Gate“ ist übrigens gleich zu Anfang die einzige Ausnahme in der Liste, denn hier hat der Regisseur wirklich maßgebliche Schuld am Misserfolg des Films. Die nachfolgenden Beispiele sind fast ausnahmslos am Reißbrett entstandene Studio-Monstrositäten und Ego-Vehikel, bei denen überforderte (zumeist junge) Regisseure hinterher als Sündenböcke geschlachtet wurden.

ishtarIshtar (1987): In den 80er und 90er Jahren das Synonym für „mißglücktes Star-Vehikel“ (dann abgelöst von „Waterworld“ und „Postman“). Kostete 50 Millionen, spielte keine 15 ein. Zwar schaffte es der Film in der ersten Woche noch auf Platz 1, wurde aber dann von „Beverly Hills Cop 2“ deklassiert. Schmerzhaft für die Stars Dustin Hofmann und Warren Beatty, deren Marktwert danach rapide sank.

„You’ll never work in this town again!“: Regisseurin Elaine May, die ihre Schnittfassung nur nach Androhung von rechtlichen Schritten herausrückte, hat seitdem nie wieder Regie geführt.

http://de.youtube.com/watch?v=kYey5wFxgo8

mastersMasters of the Universe (1987): Einer der ersten Versuche, eine Spielzeug-Reihe als Realfilm umzusetzen (basierend auf der enorm erfolgreichen Trickserie „He-Man“). Mit aufwändigen Tricks und großer Ausstattung als Start einer möglichen Reihe geplant, und mit Dolph Lundgren absolut perfekt besetzt, scheiterte der Film an einer Schnapsidee: statt auf dem Planeten Eternia zu bleiben, verlegte man den Großteil der Handlung auf die Erde. Was ein kultiger Mix aus „Conan“ und „Flash Gordon“ hätte sein sollen, wurde alberner Kinderkram im Disney/Spielberg-Stil. Der Film war ein eher unglücklicher Karriere-Start für Courteney Cox („Friends“).

„You’ll never work in this town again!“: Regisseur Goddard entwickelt seither 3D-Spektakel für Vergnügungsparks.

Glaubt nicht mir, glaubt dem Nostalgia Critic:

shedevilDie Teufelin (1989): Es sollte der Kino-Durchbruch für „Roseanne“ Arnold werden, und so eine Art Comeback für Meryl Streep. Stattdessen wurde die Verfilmung von Fay Weldons Bestseller der Sargnagel für Susan Seidelmans Hollywood-Karriere, die sich als Regisseurin unterhaltsamer Independent-Filme („Susan – verzweifelt gesucht“, „Making Mr. Right“) einen Namen gemacht hatte. Die britische Miniserie zum gleichen Buch von 1986 gilt als erheblich besser.

„You’ll never work in this town again!“: Seidelman arbeitet seither fast ausschließlich für das Fernsehen. Roseanne ebenso.

demolitmanDemolition Man (1993): Ein weiteres „kleines“ Comeback, wie es Stallone in seiner Karriere immer wieder mal hatte („Cliffhanger“, „Copland“, „Rocky Balboa“). Gar keine schlechte SciFi-Action-Komödie, und international auch ausreichend erfolgreich. Machte (zusammen mit „Passenger 57“) aus Wesley Snipes endgültig den Action-Affen, und schenkte der Welt Sandra Bullock.

„You’ll never work in this town again!“: Regisseur Brambilla baute schnell ab: Auf Wunsch von Hauptdarstellerin und Produzentin Alicia Silverstone kurbelte er noch die kleine, gefloppte Actionkomödie „Excess Baggage“ runter, dann war Sense. Drehte seither eine Episode der Serie „Dinotopia“.

supermarioSuper Mario Bros (1993): Sicher das kompletteste Desaster, wenn es um das Thema Videospiel-Verfilmung geht. Hier passt wirklich gar nichts, was aber auch nicht weiter verwundert, wenn man an die Vorlage denkt. Von Spielern heiß erwartet – und seither ebenso heiß gehasst. Das Regie-Paar Annabel Jankel und Rocky Morton hatte sich in England mit Musikvideos und der Serie „Max Headroom“ einen Namen gemacht. Auch ihr Hollywood-Debüt „D.O.A.“ war gut angekommen.

„You’ll never work in this town again!“: Nach „Super Mario Bros“ war die Regie-Karriere von Jankel und Morton schlagartig beendet.

Ich empfehle erneut den Video-Review des Nostalgia Critic:

specialistThe Specialist (1994): Wieder Stallone, diesmal mit einem misslungenen Versuch, den Erfolg von „Cliffhanger“ und „Demolition Man“ in eine dauerhafte Karriere umzumünzen. Mit dabei auf dem absteigenden Ast: Sharon Stone. Das arme Schwein auf dem Regiestuhl war der peruanische Actionregisseur Luis Llosa, der sich seine Meriten in den 80ern unter Roger Corman verdient hatte. Sein „Sniper“ hatte ihn für das Stallone-Vehikel empfohlen.

„You’ll never work in this town again!“: Nach „The Specialist“ durfte Llosa noch „Anaconda“ drehen, seither konzentriert er sich als Produzent auf peruanische TV-Serien.

Hier die mit der meisten Spannung erwartete Szene des Films:

stone

http://de.youtube.com/watch?v=iho_ZHrS1tc

johnnymnemonicJohnny Mnemonic (1995): So eine Art „Matrix“-Prototyp, basierend auf einer Geschichte des Cyberpunk-Gurus William Gibson. Krude genug, Keanu Reeves, Ice-T, und Dolph Lundgren in einen Film zu packen. Ich persönlich halte „Johnny Mnemonic“ für ein hübsches Relikt der aufkommenden Internet-Ära, und erheblich besser, als die zeitgenössische Kritik behauptete. Aber Reeves weigerte sich, Promotion für den Streifen zu machen, er floppte.

„You’ll never work in this town again!“: Regisseur Robert Longo hat nie wieder einen Film gedreht.

trex

Theodore Rex (1995): Ein weiterer missglückter Comeback-Versuch von Whoopi Goldberg, deren Karriere nach „Die Farbe Lila“ eigentlich nur bergab ging. Heute ist sie Mitglied der täglichen Klatschtanten-Show „The View“. Man stelle sich vor: „Theodore Rex“ bekam nicht mal einen Kinostart auf die Reihe, und war seinerzeit der teuerste „direct to video“-Film aller Zeiten. Gerüchten zufolge wollte Woopie während der Dreharbeiten regelmäßig hinschmeißen. Kein Wunder: Der Film sieht aus wie das hässliche Stiefkind der Sitcom „Die Dinos“, gedreht auf den Sets der „Teenage Mutant Ninja Turtles“.

„You’ll never work in this town again!“: Regisseur Betuel, immerhin Autor von „My Science Project“ und „The Last Starfighter“, hat nach dem Desaster scheinbar komplett die Branche verlassen.

http://de.youtube.com/watch?v=Ez5GFtMLvYc

Wow – was für eine Ladung cinematischer Dünnpfiff! Allenfalls „Demolition Man“ und „Johnny Mnemonic“ kann ich bedingt empfehlen, wenn man in der richtigen Stimmung und vergleichsweise schmerzfrei ist.

Keine Sorge – ich habe noch genügend weitere Karriere-Killer für einen zweiten Teil. Habt ihr noch Beispiele für groß budgetierte Filme, die auf einen Schlag die Hollywood-Träume ihrer Regisseure vernichtet haben?



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Stephan
Stephan

Ich finde Heaven’s Gate gut.

Und als bekennender Angehöriger der Generation He-Man mochte ich den Film als Kind auch. So. Jugendsünden.

Tornhill
Tornhill

Doch, der „He-Man“-Film hat mich seinerzeit auch begeistert…wenn man natürlich auch enttäuschend wenig von dem epischen SF-Zeug zu sehen bekam, das man erwartete.
Typen, von denen nur einige überzogene Kostüme tragen kloppen sich auf den Straßen mit Kanonenfutter. Die allgemein beliebten toughen Monstertypen und Superhelden machen sich rar.

Skeletor hat aber gerult und Dolph ist ja eh jenseits aller Kritik.

Lutz
Lutz

Also, „Johnny Mnemonic“ habe ich mir nie angesehen, weil ich den Trailer damals schon total uninteressant fand. Aus der Liste habe ich auch generell nicht viele gesehen. Da ich mit den Actionfilmen der 90er nicht viel Anfangen konnte, war ich von „Demolition Man“ einigermaßen überrascht und fand ihn ganz amüsant. Und „Die Teufelin“ fand ich damals wirklich witzig, trotz der Längen in der zweiten Hälfte. Aber ich habe den Film auch zugegebenermaßen seit über 10 Jahren nicht mehr gesehen.

Ich bin ja mit den Masters Figuren aufgewachsen und habe meine alten Figuren auch immer noch. Darum war ich damals aus genau den genannten Gründen von dem Film so enttäuscht. Im Kino habe ich den allerdings damals nicht sehen dürfen, da war ich zu jung für. Im Nachheinein danke ich meiner Großmutter dafür 🙁 Besonders ärgerlich fand ich noch, dass Orko gegen diesen blöden Zwerg Gwildor ersetzt wurde.

OnkelFilmi

„Cutthroat Island“ (Die Piratenbraut) – Fast 100 Millionen gekostet, nur 10 Millionen weitweit eingespielt. Das Renny Harlin/Geena Davis Debakel trieb Carolco Pictures endgültig in den Bankrott, und schädigte Geena Davis‘ Ruf nachhaltig. Die beiden drehten danach noch „The Long Kiss Goodnight“ zusammen, der zwar besser war als CI, aber auch nur grade einmal die hälfte seiner Produktionskosten einspielte. Während Harlin’s Karriere weiterging, war für Davis der Zug abgefahren, es kamen noch „Stuart Little 1-3“ (in denen sie von einer CGI-Maus an die Wand gespielt wurde) und die katastrophale TV-Serie „Commander in Chief“.

Ein anderer „Genickbrecher“ wäre „Ballistic: Ecks vs Sever“. Der Film basierte auf dem gleichnamigen Kult-Comic, und hatte mit Antonio Banderas einen bewährten Box Office Draw, und mit Lucy Liu ein mehr oder minder „It-Girl“, mit einer Rolle in einer Hit-Serie (Ally McBeal) und einem Blockbuster (Charlie’s Angels). Als Regisseur verpflichtete Franchise Pictures den thailändischen Regisseur „Kaos“. Und passend zu seinem Namen wurde dann auch der Film nur eins: chaotisch – und zwar nicht im guten Sinne. Unausgegoren, langweilig und einfach nur schlecht. 70 Millionen Budget, 14 Millionen eingespielt. „Kaos“ hat seitdem nie wieder einen Film gedreht.

Und wo wir schon bei Renny Harlin und „Kaos“ sind – „Franchise Pictures“. Harlin drehte „Driven“ – floppte. Roger Christian drehte „Battlefield Earth“ – floppte, und arbeitete seitdem nur noch in Mexiko und Indien. „Avenging Angelo“ (mit Stallone) – bekam in den Staaten nichtmals mehr einen Kinostart, spielte weltweit keine 500k $ ein, Martyn Burke hat seitdem niicht mehr in Hollywood gearbeitet. „3000 Miles to Graceland“ – floppte, Demian Lichtenstein hat seitdem nichts mehr gemacht.

Das letzte Opfer von „Franchise“ war dann die Firma selbst – man hatte die Budgets nach oben „beschönigt“ und von den (grösstenteils deutschen Investoren) so massig Geld abgezweigt. Kurz nachdem das FBI Ermittlungen aufnahm, meldete die Firma 2004 Konkurs an.

Dr. Acula

Demolition Man – bei dem wundert’s mich wirklich. Der Film war wirklich zünftig, nicht nur, weil mein Schatzi Sandy damit den Durchbruch schaffte, ich hielt den wirklich für sehr patent gewerkelt. Hab mich immer gefragt, was aus Brambilla geworden ist.

Johnny Mnemonic – neee, der war absoluter Oberkäse. Was natürlich schon an der völlig behämmerten Grundidee des „menschlichen Datenkuriers“ (für die Longo nix kann) liegt. Die Besetzung war erstaunlich, neben den Genannten waren ja noch Leute wie Udo Kier, Barbara Sukowa etc. dabei. Und für den Lundgren-Mönch hätte ich mir einen eigenen Film gewünscht…

Manuel

Ich glaube „The Underground Comedy Movie“, Platz 1 meiner Liste der schlechtesten Filme alle Zeiten (http://www.uiuiuiuiuiuiui.de/?p=2153), hat die Karriere des Regisseurs zerstört, er verkauft jetzt Kram auf Shoppingsendern.

OnkelFilmi

Aber das ist natürlich noch nicht alles 😉

„The Adventures of Pluto Nash“ – 120 Mio $ Budget und Eddie Murphy, da hätte nicht viel schiefgehen können, tat es aber. Und zwar sprichwörtlich alles, was nur irgendwie schiefgehen kann. Die Folge: Nur 7 Mio $ Einspiel weltweit, und Regisseur Underwood hat seitdem nur noch Familienfilme für ABC Family gedreht.

„Mit Schirm, Charme und Melone“ (1998) – Ralph Fiennes kam hochgelobt und mit Preisen überschüttet von „Der englische Patient“, und Uma Thurman zehrte immer noch von ihrem „Pulp Fiction“-Ruhm (kam aber auch mit dem Flop „Batman & Robin“ im Gepäck). Der Film spielte grade einmal ein Drittel seines Budgets ein – Regisseur Jeremiah Chechik hat seitdem nie wieder einen Kinofilm gedreht.

„Die Liga der aussergewöhnlichen Gentlemen“ – Kein Flop wie die anderen hier gelisteten Filme (knapp 78 Mio gekostet, knapp 70 Mio eingespielt), aber künstlerisch eine Katastrophe. Regisseur Norrington wurde vom ersten Drehtag an ins Handwerk gepfuscht – von den Produzenten, wie auch seinem „Star“ Sean Connery. Es wurden Figuren eingefügt, die er nicht wollte (Tom Sawyer), mehr Action verlangt, weniger Action verlangt, mehr Screentime für Connery, mehr Screentime für Sawyer und Connery… Schlussendlich wurde Norrington auch noch in der Post-Production gefeuert, und der Film teils von Sean Connery geschnitten. Norrington schwor, nie wieder einen Film zu drehen – ein Versprechen, das er bis heute gehalten hat (er blieb dem Filmgeschäft aber als Skulptor und Illustrator erhalten)

„Howard the Duck“ – Kultcomic als Vorlage, Steven Spielberg als Produzent, mit Lea Thompson eine relativ angesagte Hauptdarstellerin. Aber dann doch nur ein unausgegorenes Endprodukt, das nichtmals die Hälfte seines 30 Millionen Budget einspielte. Das war Willard Huycks letzter Film, er schaffte es in den folgenden 22 Jahren auch nur noch 3 weitere Drehbücher an den Mann (bzw den Produzenten) zu bringen…

Dr. Acula

@Filmi

Und übrigens Protest – ich MAG Cutthroat Island (ich mag auch 3000 Miles to Graceland). Naja, aber ich mach ja auch badmovies *seufz*

OnkelFilmi

„Robocop 3“ – Ein neuer Hauptdarsteller, und das Franchise auf Jugendliche „abgeschwächt“. Da half es auch nicht, daß man mit Fred Dekker einen Mann verpflichtet hatte, der mit „The Monster Squad“ und „Night of the Creeps“ zwei auf die Zielgruppe zugeschnittene Filme abgeliefert hatte (die zwar auch schon im Kino gefloppt sind, aber auf Video und im Cable Hits waren). Der Film floppte katastrophal – und Fred Dekker hat seitdem keinen Film mehr gedreht (Was in seinem Fall nun wirklich Schade ist)

OnkelFilmi

@Merkwürden:

Na, das „mögen“ ist ja nicht das Thema. Ich mag CI auch (Frank Langella!) und „3000 Miles…“ fällt auch unter die „So schlecht, so gut“-Kategorie. Ich mag sogar „Robocop 3“ – auf eine masochistische Art und Weise. Alleine dieser Samurai-Cyborg ist pures Comedy Gold!

OnkelFilmi

Haha, wird Dir das etwa schon zuviel? 😉

theNerd
theNerd

@ Wortvogel: Battlefield Earth gilt nicht. Sonst könnte man auch Mekka für einen besonders schönen Urlaubort halten. ;-}

OnkelFilmi

Nee, die TV-Serie war dann doch ziemlicher Schmarrn. Die kanadische Miniserie – „Prime Directives“, in der „Hitchhiker“ Page Fletcher den Murphy/Robocop spielte („Nick Knight“ Geraint Wyn-Davies war auch mit dabei) fand ich hingegen wieder ganz gelungen.

Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, was Darren Aronofsky aus dem „Robocop“-Remake machen wird…

OnkelFilmi

Naja, nach „The Wrestler“ bin ich mir da auch nicht mehr soo sicher, aber ich hoffe trotzdem drauf, daß es Aronofsky macht. Der Kern des Stoffes passt schliesslich zu ihm wie der Holzsplitter ins Auge…

„Neuromancer“ wäre auch was für ihn gewesen, aber der ging ja leider an – Joseph Kahn! (Torque!!!)

Tuser
Tuser

Sehr interessanter Beitrag.
Wurde denn schon öfters einfach die Produktion eines so gewaltigen Filmes während des Drehs eingestellt? Und wenn ja, was sind die bekanntesten Beispiele?

Perry
Perry

„Ishtar (1987): In den 80er und 90er Jahren das Synonym für “mißglücktes Star-Vehikel” (dann abgelöst von “Waterworld” und “Postman”).“

Wobei Waterworld ein weltweites Box Office von 264 Millionen hatte, also schon eine etwas andere Liga als Ishtar ist.

Tuser
Tuser

@ Filmi: RC mit Aronofsky als Regisseur muss nicht zwagsläufig gut sein. Es gibt wohl kaum einen Regisseur, dessen Leistung so massiv schwankt: bspw. Requiem for a dream im Vergleich zu so einem Mist wie the Fountain. Hat schon jemand the Wrestler gesehen? Ich erwarte ja sehr viel, alleine wegen dem IMDB Rating

Lari
Lari

Dass „Masters of the Universe“ auf der Erde spielt, war wohl eher eine aus der Not geborene Idee. 1986 war der Masters-Hype in den Staaten urplötzlich vorbei, der Verkauf der Toyline klappte dramatisch zusammen (ich meine mich an Zahlen um die 90 Prozent (!) herum zu erinnern). Zu diesem Zeitpunkt müssen die Lizenzen für den Film schon unter Dach und Fach gewesen und einige Millionen geflossen sein. Man stand also vor der Wahl, das Projekt komplett in den Wind zu schießen oder das finanzielle Risiko so weit wie möglich herunterzudrücken, weil klar war, dass auf dem heimischen Markt mit He-Man nicht mehr viel zu holen gewesen sein dürfte. Sprich: New Jersey statt Eternia. Letztendlich hat der Streifen in den USA dann auch nur so gerade eben sein Budget wieder eingespielt. Gut möglich allerdings, dass er in Deutschland und im restlichen Europa erfolgreicher lief, weil die allgemeine He-Mania hier erst 1987 auf ihrem Höhepunkt angelangt war und der Markt erst 1988 zusammenklappte.

OnkelFilmi

Also, so spontan fallen mir da noch „Something’s gotta give“ (Marilyn Monroe’s letzter, unvollendeter Film) und „Game of Death“ (Bruce Lee’s letzter) ein.

Aus „unserem“ Bereich dann natürlich noch „Creation“, der mehr oder weniger Vorläufer von „King Kong“, der von Merian C. Cooper gecancelled wurde, weil er die Story zu langweilig fand, und David Allen’s „The Primevals“.

Wundert mich, daß gerade Du als Band-Kenner den Film vergessen hast 😉

OnkelFilmi

@Tuser:

ÄHEM! „The Fountain“ Mist? Ich glaube da hat jemand „Jehova“ gesagt!!!

Tuser
Tuser

JEHOVA!!!!

Dr. Acula

@Aranofsky/Wrestler

Auf den bin ich gespannt wie Flitzebogen persönlich – hoffentlich kriegt der hier ’nen Kinostart.

Tuser
Tuser

Hoffentlich kriegt der hier nen Kinostart???
Was für eine Frage, wenn nicht, dann lad ich den mir einfach aus Trotz illegal runter.
Diese ganze Hell’s Gate Reportage hat mich doch sehr an Entourage Season 5 erinnert. Da haben sich die Sceenwriters wohl ordentlich inspirieren lassen. Ich sag nur Medellin und Smoke Jumpers

Marko

Ich meine mich zu erinnern, daß „The Abyss“ arg gefloppt ist (was wohl auch an der völlig sinnentstellenden Schnittfassung des Endes lag, die im Kino lief). Ich mochte den Streifen damals sehr.

Gruß,
Marko

der Steffen
der Steffen

„Sicher das kompletteste Desaster, wenn es um das Thema Videospiel-Verfilmung geht.“ Wow! Und das von dir als „Boll-Fan“!!!
„Im Jahr des Drachen“ ist doch ein ganz wunderbarer „kleiner“ Film, der zeigt, dass es manchmal ganz gut ist, wenn ein Höhenflug gestoppt wird.
Rätselhaft finde ich Fälle wie den des „Seventies-Guy“ William Friedkin, die eine Handvoll Perlen raushauen und dann für Jahrzehnte im cineastischen Morast versinken. Und das hat dann nicht zwangsläufig was mit großem oder kleinem Budgte zu tun

der Steffen
der Steffen

öh… Budget

der Steffen
der Steffen

Scorseses „Gangs of New York“ wäre so ein Fall, wo der Regisseur sich nicht hätte wundern dürfen, wenn ihn das „You’ll never work again“-Schicksal ereilt hätte… irgendwie hat er’s aber offenbar überlebt.

PabloD
PabloD

„Gut möglich allerdings, dass er in Deutschland und im restlichen Europa erfolgreicher lief, weil die allgemeine He-Mania hier erst 1987 auf ihrem Höhepunkt angelangt war und der Markt erst 1988 zusammenklappte.“

Zumindest im Osten gings da aber erstmal so richtig los.

Peroy
Peroy

„Johnny Mnemonic“ ist der bessere „Matrix“, „Super Mario Bros.“ etwa vier mal so gut wie „D.O.A.“ und „Demolition Man“ ist ein Film für Doofe… im schlechten Sinn…

Lindwurm

@ Wortvogel: Ein sehr guter Blogbeitrag, auf dessen Fortsetzung ich mich bereits freue. Ich hätte aber einen Wunsch: Wäre es möglich, die besprochenen Gurken ein bisschen ausführlicher zu schildern? Mit knapper Inhaltsangabe und vielleicht noch den Tiefpunkten?

Mencken
Mencken

Cutthroat Island und The long kiss goodnight fand ich eigentlich beide ganz ok (mag aber auch Geena Davis und Piraten, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise) und auf jeden Fall eigentlich nicht so schlecht, daß die Einspielergebnisse gerechtfertigt gewesen wären.

Bei Cimino und Heaven’s Gate würde ich auch leicht widersprechen wollen – natürlich ein Riesenflop, aber kein Karrierekiller – Year of the Dragon war schon noch eine verhältnismäßig große Produktion, die leider nur das Pech hatte, unter Rassismusverdacht zu geraten (eigentlich aber auch recht gut geraten ist) und Ciminos Karriere dann endgültig ruinierte.

Peroy
Peroy

Wenn wir nun beim Widersprechen sind, möchte ich noch kurz anmerken, dass für die Goldberg nach „Die Farbe Lila“ ja noch der Oscar für „Ghost“ kam…

Carschti
Carschti

Irgendwie kommt mir nur grad „Wing Commander“ in den Sinn. Gedreht vom Vater der Videospiel-Serie (ab teil 3 auch mit Filmsequenzen), kostete Unsummen, hatte nichts mit den Originalen zu tun, floppte und Chris Roberts drehte danach nie wieder und Digital Anvil (seine Firma) wurde kurz danach an Microsoft verkauft.
Kurz gesagt: dagegen sind sogar neuere Boll-Werke (NEUERE!!!) gut.

Lutz
Lutz

Nun gut, ich weiß, das du den Regisseur des neben „Heaven’s Gate“ anderem monumentalen Flops, nicht gelten lassen wirst, aber werfe trotzdem mal eben Joseph L. Mankiewicz in den Raum. Vor „Cleopatra“ hat der Mann jedes Jahr einen Film gestemmt und danach in den nächsten 10 Jahren nur ein paar Projekte, bevor er sich dann mit „Sleuth“ (einem britischen Film) würdig verabschiedete und die letzten 20 Jahre seines Lebens nicht mehr für das Filmgeschäft arbeitete.

Folge V könnte dann eine Ausgabe über angebliche ausländische Wunderkinder werden, die mit großem Tamtam von Hollywood eingekauft wurden, nur um dann nach einem Flop wieder in ihre Heimat zurückgetreten zu werden. Ole Bornedal fällt mir da gerade ein, der mit „Nightwatch“ seinem eigenen dänischen Erfolgsfilm ein US-Remake folgen ließ. Soweit ich weiß, war das auch Ewan McGregors erster richtiger Flop. Der Mann hat danach nur noch in Dänemark gearbeitet.

In etwas geringerem Ausmaß gilt das auch für George Sluizer, der „Spoorloos“ drehte, danach sein eigenes (richtig schlechtes) Hollywood Remake und danach auch nur noch ein paar kleine Mini Jobs angeboten bekam.

Wenn ich da länger drüber nachdenke, fallen mir vielleicht sogar ein paar Deutsche Regisseure in Hollywood ein…

Peroy
Peroy

Das Remake von „Spurlos“ war BESSER als das beschissene Original…

Peroy
Peroy

… und wenn wir schon dabei sind, „Ghost“ war BESSER als „Die Farbe Lila“… so !

Dr. Acula

Könnte bitte IRGENDJEMAND Peroy erklären, warum „Spurlos (US)“ saugt? Ich hab’s oft genug versucht…

Peroy
Peroy

Das Original ist LAAAAAAAANGWEILIG… und das Ende ist DOOOOOOOOF ! Das Remake haut mehr nei…

Und Schaufel im Kopf rult immer…

Hirngabel

@OnkelFilmi
Jeremiah Chechik ist aber zumindest im US-TV noch recht gut beschäftigt, so drehte er Folgen für das unterhaltsame „Burn Notice“ und natürlich vor allem diverse Folgen für die ganz wunderbare, exzellente und großartige Serie „The Middleman“ (die im Übrigen nicht selten an „The Avengers“ erinnert…).
Wenngleich „Erfolg“ natürlich was anderes ist.

meistermochi

das von cimino wusste ich. aber bei he-man war ich mir eigentlich immer sicher, dass er damals erfolgreich war. verrückt.

Dieter
Dieter

@Dr. Acula: Aussichtslos …

OnkelFilmi

@Hirngabel: Ich schrieb ja auch, daß er nie wieder einen KINOFILM gedreht hat. Und den Middleman mit John Steed zu vergleichen – tss, der Middleman hat viel bessere Manieren. Und Dubbie ist auch viel sexier als Ms Peel!

Dr. Acula

@Dieter

Agreed…

Hirngabel

@Filmi
Jup, schon verstanden. =) Wollte nur klarstellen, dass seine Karriere als Regisseur nicht komplett gekillt ist. Und ausserdem kann man „The Middleman“ nicht häufig genug erwähnen.
Keine Frage, dass der Middleman natürlich um Welten besser ist als MSCUM (interessantes Akronym übrigens) und Dub-Dub rockt sowieso.
Allerdings habe ich so meine Zweifel, dass es noch eine S02 geben wird. *schnüff

Sirk
Sirk

Um da noch was aus der Filmgeschichtskiste zu heben… einer der legendärsten Filme, der die Karriere des Regisseurs (nahezu) vollständig ruinierte, ist natürlich „Peeping Tom“ von Michael Powell. Gnadenlos, dass dieses Genie danach nie wieder auf dem gleichen Niveau arbeiten konnte. Und heute? Ein absoluter Klassiker.

La Lia

Johnny Mnemonic wird heutzutage gerne in Vorlesungen gezeigt, wenn es um Kommunikation und Medien geht. Und ich fand den Film auch gar nicht schlecht, nur hatte ich zuvor noch nie was davon gehört.

Grufti
Grufti

Als ich die Verflimung der „League of Extraordinary Gentlement“ sah, traute ich meinen Augen leider schon. Der Film ist SO extrem schlecht und zeugt nur von Machogehabe und Hollywood-Klischees und einer total hohlen, nicht vorhandenen Handlung, dass jedem kritischen, an gute Filme gewöhnten Film-Buff die Lust sehr bald vergeht. Sehr gut, dass der Poster oben es aufdeckt, wie auch Connery und andre Geldmach-pseudo-Produzenten diesen Film extremst beschädigten durch Belästigung des Regisseurs.
In einer alten ZAK-Comic-Ausgabe ist noch eine Geschichte, wo die Gentlemen-Liga zu Holmes nach Georgien geht, wo der noch immer lebt, da man dort sehr alt wird. DAS ist ne Story. Super umgesetzt.
Der Film wird nur schon allein DER Story im Zak-Heft NIRGENDS treu, sondern ist für ein verblödetes Teenie-Publikum gemacht, dem es egal ist, was auf dem Schirm läuft, Hauptsache, die Effects stimmen. Doch GRAD auch diese Mehrheit der dummen Gesellschaft wollen irgendwo schon so halb n halb guten Film angucken und keenen völligen Quark. Aber eben. 78 Mio. kostete der Film, und gar 70 davon spielte er wieder ein – die meisten Jugendlichen gingen halt NUR wegen dem Filmtitel, und den alten Comic-Stories des Gentleman-Liga ins Kino für den Film, und sicher OBER viele schnallen aber NULL, dass der Film voll schlecht und oberflächlich umgesetzt wurde – zerstört durch Fremdschnitte, welche dem Regisseur offenbar aufoktroyiert (von oberer Etage aufgezwungen) wurden – ein Skandal in sich selbst, welcher sich an immer mehr Stellen wiederholt, wenn man die meisten Filme ab 2000 anschaut: 90 % Mega-Müll. Bush, dem wir alle die schlimmste Wirtschaftskrise seit 1924 zu verdanken haben, lässt auch hier grüssen, da während seiner zwei Amtsperioden (die zweite betrog er sich zusammen) nur mega militärische pro-Militär- und Pro-US-Propaganda-Filme unterstützt wurden…

Grufti
Grufti

… und an La Lia:

Hier werden einfacht finanzielle Flops aufgeführt – aber es stimmt schon, es IST eine Verhöhnung der Filme, die hier aufgeführt werden, ein Phänomen des total blöden Internets, welches nicht immer Aufdeckung, sondern oft auch nur sadistische Diskreditierung ist.

Jedoch sagt der Site-Autor ja zu Beginn hier, dass nur der erste genannte Film aufgrund Regisseur-Versagens scheiterte, bei den Andern sei das die Schuld nicht des Regisseurs, sondern der Produzeten, welche da reinfummelten, etc.

Ja, auch ich guckte ihn an, den Daten-Boten, und muss sagen, der Film ist gut, hätte aber besser werden können, gar so gut wie „Bladerunner“ oder „Matrix“, und nicht nur wegen Reeves. Sondern wegen der guten Story von Mnemonic. Also, die Szene, wo die Typen MEGA stolz über Datenvolumen von ca. 80 Gigabyte reden, huaha, noch jetzt kommt mir das Lachen – konnten die ja nicht wissen, dass allet so schnell geht, und nur drum geht’s hier nicht. Will hier keine Kritik über Johnny M. abgeben. Z.B. fand ich etwa „DUNE“ VOLL keinen „Flop“, ev. war es finanziell einer, aber der Film ist einer meiner MEGA SciFi-Monolithe wie auch 2001, NICHT, EBEN NICHT dat olle Sequel 2010, welches mega blöd ist. Warum der Autor vielleicht „Dune“ nicht mag, geht mir ab. Ist eindeutig eine Art von Hetzjagd auf alles Unkonforme durch das Internet – dieser Filmkritiker da im Video ist ja lustig, und bin oft einverstanden mit ihm, He-Man sollte von den richtigen Leuten in Eternia gedreht werden, aber eben, ich vertraue Hollywood schon lang nicht mehr, seitdem die Deppen dort seit 2000 nur noch System-Bush-konformen Müll abliefern…

Peroy
Peroy

Der Grufti schießt über die Stränge, wie mir scheint…

Und es ist eh lächerlich, sich über LXG zu mockieren, dass der nur für ein vollverblödetes Publikum gemacht worden wäre, aber im gleichen Atemzug „Matrix“ und „Dune“ abfeiert… nun ja, witzlos…

Thies
Thies

Zu „The Specialist“:

der Film ist zwar ziemlicher Quark, hat aber als Pluspunkt einen 200% gebenden James Woods als Bad Guy. Hier meine Lieblingsszene:

http://www.youtube.com/watch?v=9v95_3Ox1V0

P.S. Die Sexszene zwischen Stallone und Sharon Stone dürfte dagegen das sterilste und unerotischste sein, das jemals auf Zelluloid festgehalten wurde.

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