23
Dez 2008

Maya-Kalender, Sternentore, 2012:BILD spielt mal wieder Weltuntergang

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

maya

Ahhh, Prophezeiungen, Hokuspokus, Esoterik – so langsam kommt die 2012-Hysterie in Fahrt, und BILD-Autor Attila Albert ist ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, abstruse Theorien zu verbreiten. Erinnerungen an die Y2K-Panik werden wach.

Ob es am Tag vor Heiligabend angebracht ist, von einem bevorstehenden möglichen Weltuntergang zu schwafeln, sei mal dahingestellt. Ist das nicht die Zeit im Jahr, in der BILD sonst lieber frohe Botschaften und Bibeln unter die Leute bringt? Zumal wir bei der Wirtschaftskrise ruhig etwas Aufmunterung brauchen könnten.

Schwamm drüber. Schauen wir mal, was BILD unter der Überschrift "Maya-Kalender endet: Geht die Welt in vier Jahren unter?" aufbereitet.

Es sieht nicht gut aus. In zehnjährige Staatsanleihen würde ich nach der Lektüre des Artikels nicht mehr investieren.

Der Mann, den die BILD als "Maya-Forscher" zitiert, betreibt eine Webseite unter maya.at – lesenswert, wenn man im gediegenen Freundeskreis über verschwurbelte Eso-Texte lachen möchte. Beispiel aus dem ersten Absatz der Einführung in das Thema Maya-Kalender: "Alle Erdenzyklen werden von ZEIT-Programmen (auch viert-dimensionale ZEIT genannt) gesteuert. Der Steuerungsschlüssel ist bekannt, er ist kodiert durch ein 260er Modul – bei den Mayas TZOLKIN genannt. Dieses 260er Modulprogramm ist fraktal und nicht linear zu verstehen, das heißt, eine Einheit, ein KIN (so werden die 260 Teilaspekte = Kosmische Tore, bezeichnet) kann die spezielle Energie für einen Tag oder eine größere, lineare Zeiteinheit sein."

Genau. So hat mir mein Backwarenfachverkäufer die Sache neulich auch erklärt.

Laut Herrn Kössner sind 2012 die Kins alle, und irgendwie schneidet uns die Sonne von der energetischen Verbindung zum Zentrum des Kosmos ab. Das kann man sich auch in diesem Clip nochmal erklären lassen.

Und was bedeutet das, so unter dem Strich?

2012

Schade nur, dass Bild keinen der "Experten" namentlich nennt, die von Sternentoren und neuartigen Erfindungen am 21.12.2012 sprechen. Ich wäre auch gerne mal Mäuschen auf einer Fachtagung, auf der sie einander widersprechen.

Aber halt! Am Ende meldet sich ja doch noch ein echter Wissenschaftler zu Wort:

2012_2

Wir halten also fest: Außer Eso-Spesen (mal wieder) nix gewesen. Und in mir wächst der Verdacht, dass Attila Albert sich eigentlich auf einen ganz anderen Kalender bezieht:

maja

Nicht lachen, SPIEGEL – du kommst auch noch dran!



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DasEG
DasEG
23. Dezember, 2008 12:28

Bei diesem Thema zum Maya-Kalender fällt mir immer dieses Bild ein:
http://www.anthroblogs.org/nomadicthoughts/archives/maya_cartoon.JPG

Rhayader
Rhayader
23. Dezember, 2008 14:14

Ist vielleicht einem dieser Panikmacher und Esofritzen schon mal die Idee gekommen, dass der Kalender nur deshalb 2012 endet, weil die Maya keine Lust gehabt haben, ihn noch weiter vorauszuberechnen? Vielleicht hatten sie aber auch nur Besseres zu tun, z.B. sich mit den Spaniern zu kloppen.

Peter
Peter
23. Dezember, 2008 14:43

“Alle Erdenzyklen werden von ZEIT-Programmen (auch viert-dimensionale ZEIT genannt) gesteuert. Der Steuerungsschlüssel ist bekannt, er ist kodiert durch ein 260er Modul – bei den Mayas TZOLKIN genannt. Dieses 260er Modulprogramm ist fraktal und nicht linear zu verstehen, das heißt, eine Einheit, ein KIN (so werden die 260 Teilaspekte = Kosmische Tore, bezeichnet) kann die spezielle Energie für einen Tag oder eine größere, lineare Zeiteinheit sein.”

Das könnte auch der Beginn eines Perry Rhodan-Romans sein 🙂

"Die Terminale Kolonne TRAITOR hat die Milchstraße besetzt und alle bewohnten Planeten unter ihre Kontrolle gebracht. Die gigantische Raumflotte steht im Dienst der sogenannten Chaotarchen. Der Kampf gegen TRAITOR wird an vielen Fronten und von vielen Lebewesen geführt: So sucht Perry Rhodan in fernster Vergangenheit nach dem Geheimnis der »Retroversion«. Sein Weg führt ihn im Kielwasser der Superintelligenz ARCHETIM bis in die Galaxis Tare-Scharm. Dort verschlägt es ihn auf den Planeten Ata Thageno, allein unter Fremden und Dienern der Chaotarchen – und zudem naht DAS TERMINALE BEBEN … "

Wortvogel
Wortvogel
23. Dezember, 2008 14:57

@ Peter: sehr schön. Ich habe mich auch schon immer gefragt, was die Jungs in den PR-Konferenzen wohl rauchen.

Stephan
Stephan
23. Dezember, 2008 15:06

@Rhayader
Als die lustigen Spanier dort eintrafen, war die Maya(hoch)kultur schon lange untergegangen und hatte sich mit anderen (insb. Tolteken) vermischt.

Völlig nutzloses Wissen – wann lädt mich Jauch endlich ein?

grafzahl666
grafzahl666
23. Dezember, 2008 15:12

Passend dazu kommt nächstes Jahr eine Dokumentation des renommierten Weltuntergangs-forschers Prof. Dr. Roland Emmerich in die Lichtspiel- häuser; also nicht verpassen
http://www.imdb.com/video/imdb/vi1799487513/

Der Postillon
23. Dezember, 2008 16:24

Fazit: Man weiß nicht was passiert und ob es schlimm ist, aber es wird auf jeden Fall 2012 passieren. Das hätte ich euch auch sagen können.

Win
Win
23. Dezember, 2008 16:25

Jetzt versteh ich auch die Hintergründe der ProSieben Band Room 2012. Das war Detlef Soosts Botschaft an die Welt! Du bist in der Band hieß dann wohl nichts anderes als: Du darfst ins Raumschiff.

Schön Seite Wortvogel, nur schade das es schon in 4 Jahren damit vorbei ist.

Win (der jetzt zur Bank geht und nen dicken Kredit aufnimmt)

Dieter
Dieter
23. Dezember, 2008 17:19

Also das mit den Kometen hat nicht geklappt. Jahrtausendwechsel war auch nicht der Bringer. Nostradamus hat wieder geloost und die Sonnenfinsternis hat auch niemanden so recht erschüttert. Auftritt der Maya!

Zwei Chancen sehe ich: Irgendwann gehen den Untergangspropheten die Quellen aus (Gibt es denn unendlich viele alte Hochkulturen mit endenden Kalendern?) oder irgendwann wird klar, dass der Beginn einer Zeitenrechnung doch recht willkürlich von Kultur zu Kultur schwankt, gelegentlich abhängig von nachträglich und falsch berechneten Geburtsdaten von Gotteskindern. Oder so.

Mo
Mo
23. Dezember, 2008 18:38

Hallo,
an Ihrer Stelle wäre ich nicht so vorschnell, das ganze Maya-Zeug o.ä. als Esoquatsch abzutun. Die heutige Naturwissenschaft lässt doch solchen Sachen mit Absicht keinen Raum, damit an IHREN EIGENEN Forschungen niemand zweifelt. z.B. die Forschung mit dem runden Eistunnel, bei dem ein "Teilchen" beobachtet werden sollte (hat einer schon mal eins gesehen so ein Teilchen?). Oder warum hat der Mond eine Wirkung auf die Menschen und die Erde? Kann das mal einer beweisen bitte? Und überhaupt ist doch die gesamte Atomforschung nur eine Theorie, nach der man sich die Vorgänge erklärt. Ein Atom hat doch noch keiner gesehen oder? Aber keiner zweifelt daran, dass es so etwas gibt. Warum nicht?

Alles, was auch nur ein Quäntchen an Übersinnliches grenzt, wird sofort als Esoscheiss und nicht "seriöse" Forschung dargestellt. Machen Sie sich das mal bitte klar.

Herzlichst,

Mo
Mo

Mo
Mo
23. Dezember, 2008 18:40

Nicht, dass Sie jetzt denken ich befürworte die Bild, oder was sie schreibt. Auf keinen Fall!

Wortvogel
Wortvogel
23. Dezember, 2008 18:53

@ Mo: Was Sie schreiben, zeugt von Naivität. Nur weil die Naturwissenschaften nicht alle Antworten haben, muss deshalb nicht jeder Eso-Quatsch für bare Münze genommen werden. Behauptungen, die sich der wissenschaftlichen Methode widersetzen, gehören nicht in einen Topf mit (auch indirekt) beweisbaren Vorgängen.

Und das "Argument" "Ich kann es nicht sehen, also kann man nicht beweisen, dass es da ist", hat ungefähr das Niveau Kindergarten. Von der Verschwörungstheorie, nach der "die Wissenschaft" neue Erkenntnisse irgendwie blockieren will, mal ganz abgesehen. Das ist reinster Dummfug.

Und nein, ich werde das nicht diskutieren. Ein Minimalniveau sollten die Leser hier mitbringen.

FastJack
FastJack
23. Dezember, 2008 19:40

Wir wissen doch alle was kommt. UGE!
Ich und meine Würfel sind bereit 🙂

M.
M.
23. Dezember, 2008 19:44

Dieses ganze Maya-Kalender-Gefasel existiert ja auch nicht erst seit gestern. Es haben schon etliche "seriöse" Eso-Autoren ihren Senf dazu abgesondert, sowohl im Internet, als auch in Büchern. Und eigentlich wundere ich mich schon darüber, dass meine Lieblingszeitung jetzt erst diesen fundierten Artikel dazu veröffentlicht.

Aber ein Gutes hat die Sache ja doch: "Höherentwicklung in der Natur und Gesellschaft zum Besseren", ergo: Weniger Bild-Leser. Und Kai Diekmann wird Kassierer bei Lidl…

Marko
23. Dezember, 2008 19:50

"Oder warum hat der Mond eine Wirkung auf die Menschen und die Erde? Kann das mal einer beweisen bitte?"

Hat er nicht (wer behauptet sowas?), muss also auch nicht bewiesen werden.

Gruß,
Marko

Marko
23. Dezember, 2008 19:51

Edit: Auf den Menschen, meine ich. Auf die Erde hat er natürlich einen Einfluß.

Gruß,
Marko

Roody
Roody
23. Dezember, 2008 20:03

Juhuuu!
Habt ihr bemerkt, daß nächstes Jahr ein Film von Roland Emmerich in die Kinos kommt, der – tataaaaa! – "2012" heißt und von waaaaaas handelt? Vom Weltuntergang!
Außerdem "begann" der Maya Kalender 3114 v.Chr. und dien Menschheit gabs auch vorher..

Wortvogel
Wortvogel
23. Dezember, 2008 20:03

@ Marko: Ich sage das als bekennender Atheist und Skeptiker nur ungern, aber: hat er doch. Ich könnte Beispiele aus meinem Umfeld nennen, die so konkret und wiederholbar sind, dass sie eigentlich mehr als "anecdotal evidence" durchgehen. Keine Ahnung, WAS da läuft (vielleicht ist es nur das zusätzliche Licht bei Vollmond), aber irgendwas passiert da…

Nicht bei mir, allerdings.

Tiri
Tiri
23. Dezember, 2008 20:04

Also, ein paar Anmerkungen.
1. Der Kalender der Maya ist nicht einfach zu ende, auch wenn Bild das etwas missverständlich ausdrückt, sondern wechselt am 22.12.2012 vom fünften in das sechste Zeitalter. (Also eigentlich wie im Jahr 2000, nur mit nem anderen Kalender)
2. Was im Jahr 2012 genau passieren wird ist schon lange bekannt und hätte von der Bild mit einer einfachen Internetrecherche herausgefunden werden können.
http://wiki.shadowhelix.de/Shadowrun_(Beschreibung)
http://wiki.shadowhelix.de/2012

blark
blark
23. Dezember, 2008 20:15

omg! wir werden alle sterben*totlach* xD

bitte schreibe auch über die feiertage blogeinträge! (wegen der frage bei twitter)

mfg

M.
M.
23. Dezember, 2008 20:24

@Wortvogel: Man darf auch als bekennender Atheist und Skeptiker GERNE zugeben, dass es auf diverse Fragen (noch) keine Antworten gibt. Es ist ja dann nicht gleich ein Eingeständnis, dass der liebe Gott doch existiert. Oder die ominösen Energien, von denen in gewissen Kreisen gerne gesprochen oder geschrieben wird.

Wer den Meeresspiegel lokal um mehrere Meter anheben kann, der kann auch Menschen vom Schlafen abhalten. 😉

Marko
23. Dezember, 2008 20:46

@ Wortvogel: Du wirst es mir sicher nicht übel nehmen, wenn ich das erst glaube, wenn es Beweise dafür gibt. Wenn ich "Beispielen aus meinem Umfeld" vertrauen würde, müsste ich auch schrägem Hokuspokus wie Homöopathie und dergleichem Glauben einräumen. Klar hat das Licht des Mondes irgendwie Einfluß auf uns (zumindest auf diejenigen, die besser schlafen, wenn es stockduster ist), aber das war es meiner Ansicht nach auch schon. Gegenteiliges muss mir erst bewiesen werden. 😉

Gruß,
Marko

Wortvogel
Wortvogel
23. Dezember, 2008 20:55

@ Marko: Mehr habe ich auch nicht behauptet – ich glaube im besten Fall, dass es ein streng wissenschaftliche Erklärung gibt, die wir noch nicht kennen. Dass der Mond KEINEN Einfluss hat, ist zu offensichtlich widerlegt. Aber das macht die Sache weder magisch noch mystisch.

Mahwa
Mahwa
23. Dezember, 2008 20:56

Mein Computer spinnt. In letzter Zeit werde ich anscheinend immer auf bildblog.de weitergeleitet, wenn ich auf wortvogel.de gehen will. Seltsam.

Wortvogel
Wortvogel
23. Dezember, 2008 21:06

@ Mahwa: Das hat schon seine Richtigkeit – aus Mangel an Relevanz und Schamgefühl übernehme ich gerne die Themengebiete "Spinner" und "Titten".

Mahwa
Mahwa
23. Dezember, 2008 21:09

@Wortvogel:

Dann hat bildblog ja nichts mehr zu tun.

blark
blark
23. Dezember, 2008 21:10

wortvogel ist der bildblog-deluxe ;P *duck* 😉

Wortvogel
Wortvogel
23. Dezember, 2008 21:25

@ blark: Wortvogel ist allenfalls bildblog-light

Und auch das nur manchmal (über den Daumen gepeilt drehen sich 10 von 530 Beiträgen ursächlich im die BILDzeitung). Knappe zwei Prozent.

plumtree
plumtree
23. Dezember, 2008 22:22

@Mo: Inzwischen kann man Atome nicht nur sehen, sondern Dinge sogar auf atomarer Ebene verändern.
Nicht das Wissenschaftler alles wüßten (was sie auch nicht behaupten), aber die meisten Erkenntisse, gerade auf dem Gebiet der Teilchenphysik ist recht gut belegt.

Mencken
Mencken
23. Dezember, 2008 22:30

@Marko – ich sehe ja auch immer lieber Beweise, kann bei Mond und Homöopathie aber aus eigener Erfahrung bestätigen, daß die Sache funktioniert – bei Vollmond schlage ich mir die Nächte wie ein Werwolf im Red Bull Rausch um die Ohren, egal wie müde ich bin und gegen meinen seit Jahren heftigst wütenden Heuschnupfen hat sich die (zunächst auch skeptisch und nach Ausschöpfen aller anderen Möglichkeiten erst in Betracht gezogene) Homöopathie allen anderen Therapieformen ebenfalls als überlegen erwiesen.

Marko
23. Dezember, 2008 22:44

@ Mencken: Nun sind eigene Erfahrungen nur leider nichts wert, wenn es um die Wirksamkeit geht. Für die Homöopathie gibt es nicht einen einzigen (!) Beleg, daß daran etwas funktioniert, es gibt nur haufenweise Erfahrungsberichte von Leuten, denen es angeblich hilft.

Ich zweifle nicht daran, daß Du überzeugt bist, auf Homöopathie und Mondeinfluß zu reagieren. Ich zweifle nur daran, daß diese Reaktionen tatsächlich von da kommen, wo Du sie vermutest. 😉

Gruß,
Marko

Mencken
Mencken
24. Dezember, 2008 00:00

ich vermute eigentlich überhaupt nichts, ich stelle nur fest, daß eine Besserung, resp. eine Auswirkung vorhanden ist.
Im Übrigen widerspreche ich – aus subjektiver Sicht sind nur eigene Erfahrungen etwas wert wenn es um die Wirksamkeit geht, bei der Ursache hingegen stimmt dies natürlich nicht.

Marko
24. Dezember, 2008 00:40

@ Mencken: Natürlich, für den Betroffenen zählt nur die subjektive Wirkung, da hast Du recht. Und wenn es mir als chronisch Krankem helfen würde, bei Mondenschein dreimal um einen Heuhaufen zu laufen und dabei rückwärts das Ave Maria aufzusagen, dann würde ich es tun, ganz gleich, ob die Wirksamkeit beweisbar wäre oder nicht.

Aber was nützt diese subjektive Erfahrung denjenigen, die auch um Heuhaufen marschieren und nichts davon haben? Und davon wird’s sicher mehr geben als von denen, die Erfog damit haben. 😉

Wirksamkeit ist nur dann relevant, wenn sie belegbar und reproduzierbar ist. Beides trifft auf Homöopathie nicht zu, auf die Beeinflussung des Mondes natürlich auch nicht. Wie gesagt, Erfahrungsberichte von Menschen, denen die Homöopathie angeblich geholfen hat, gibt es viele. Nur leider gibt es eben auch genauso viele Spontanheilungen. Wenn ich jahrelang eine chronische Krankheit mit mir rumschleppe und diese dann ausgerechnet in dem Zeitraum besser wird, in dem ich grade homöopathische Mittel ausprobiere, liegt die Vermutung natürlich nahe, daß es da einen Zusammenhang gibt. Beweisen kann man ihn aber nicht, und das ist das Problem.

Typische Studie zu dem Thema: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,371586,00.html

Ich gönne jedem Menschen einen Therapieerfolg mit alternativen Methoden, halte die steigende Akzeptanz aber für bedenklich — inzwischen übernehmen ja sogar schon Krankenkassen Kosten für diese unwissenschaftliche Art der Behandlung. Das ist dann jedesmal Geld, das fehlt, um wirklich wichtige, weil erwiesenermaßen wirksame Medikamente weiter zu entwickeln. Und das finde ich nicht gut.

Gruß,
Marko

DvG.
DvG.
24. Dezember, 2008 00:44

@Tiri:
2012 gibt es einen Papst Johannes Paul IV.? Da wäre ich ja beinahe bereit Geld gegen zu wetten!

OnkelFilmi
24. Dezember, 2008 01:33

@Marko:

Also auf mich hat der Mond einen ziemlich starken Einfluss. Ich brauche gar keinen Kalender um zu wissen wann Vollmond ist, denn so 2-3 Tage vorher macht sich das schon durch langsam ansteigende Kopfschmerzen bemerkbar, und gipfelt dann in 3 Nächten wo ich kein Auge zu bekomme (Der Tag vor Vollmond, Vollmond, der Tag nach Vollmond). Da habe ich dann zwar auch eine ziemlich kreative Phase, aber bin auch das sprichwörtliche HB-Männchen. 3-2-1, Boom, und nichts und niemand ist vor mir sicher. So bis vor gut 14 Jahren bin ich zu Vollmond sogar ab und zu geschlafwandelt.

OnkelFilmi
24. Dezember, 2008 01:42

Und zum Ende der Welt:

Mir doch scheissegal. Ich bin schon seit Jahren für die kommende Zombie-Apokalypse gewappnet. Meine Rolladen haben einen Stahlkern, ich habe einen Brunnen, einen Generator, kenne Gewehre nicht nur aus dem Kino, und im Sommer kommen mir noch Solar-Panels auf’s Dach.

Während ihr also von fröhlich grunzenden Zombies ans Ende der Nahrungskette befördert, oder von irgendwelchen Maya-Gottheiten für den Shishkebap missbraucht werdet, sitze ich sicher in meinem Häuschen, esse Käsekuchen und rege mich drüber auf, daß ich beim Vollmond nicht schlafen kann 😉

Wortvogel
Wortvogel
24. Dezember, 2008 01:48

@ Filmi: Da bin ich doch lieber ein Zombie. Da ist man nicht so allein, geht ständig mit Kumpeln essen, und muss sich hinterher nicht mal die Finger waschen. Und wie schrieb schon Botho Strauß für ein Theaterstück: Lieber etwas dümmer, als geistig entwurzelt.

OnkelFilmi
24. Dezember, 2008 02:31

Ich hab ja noch meine Hunde und meine Katze, und meine Schildkröten werden mich wohl eh überleben 😉

Mo
Mo
24. Dezember, 2008 17:28

@ Wortvogel
Ich habe auch nicht behauptet, dass alles, was die Esos sagen wahr ist. Es ging mir lediglich darum, die Leser anzuregen, über den Tellerrand zu schauen.
Für mich ist die NW eine starke Vereinfachung und NUR eine Greifbarmachung für den Menschen, der über allem zu stehen scheint.

"Behauptungen, die sich der wissenschaftlichen Methode widersetzen, gehören nicht in einen Topf mit (auch indirekt) beweisbaren Vorgängen."

– Da haben Sie Recht. Jedoch ist es doch fakt, dass die Naturwissenschaftler nichts andersartiges neben sich bestehen lassen können, weil es ihren Forschungen z.T. widerspricht.

"Und das “Argument” “Ich kann es nicht sehen, also kann man nicht beweisen, dass es da ist”, hat ungefähr das Niveau Kindergarten."

Es geht mir nicht darum, ob etwas nach der NW (!!). Methode bewiesen werden kann oder nicht. Aber wenn man alles abtut, was eben nur auf "andere" Art bewiesen/gezeigt (?) werden kann, ist man meiner Ansicht nach gefangen.

"Von der Verschwörungstheorie, nach der “die Wissenschaft” neue Erkenntnisse irgendwie blockieren will, mal ganz abgesehen. Das ist reinster Dummfug."

Was hat denn die Tabaklobby gemacht, als allmählich klar wurde (und auch bewiesen wurde), dass Rauchen schädlich ist?

"Und nein, ich werde das nicht diskutieren. Ein Minimalniveau sollten die Leser hier mitbringen."

Schade. Vielleicht sollten auch die Schreiber ein etwas weiteres Vorstellungsvermögen über die Welt mitbringen.

@ Marko

"Für die Homöopathie gibt es nicht einen einzigen (!) Beleg, daß daran etwas funktioniert, es gibt nur haufenweise Erfahrungsberichte von Leuten, denen es angeblich hilft."

Und wenn ein Forscher irgend eine Sache behauptet (siehe Forschungen der Tabaklobby bzgl der Unschädlichkeit des Rauchens) dann stimmt das oder wie? Da hat auch nur einer seinen Erfahrungsbericht abgeliefert oder nicht?!

Ihnen allen ein frohes Fest,

Mo

Marko
24. Dezember, 2008 19:41

"Und wenn ein Forscher irgend eine Sache behauptet (siehe Forschungen der Tabaklobby bzgl der Unschädlichkeit des Rauchens) dann stimmt das oder wie? Da hat auch nur einer seinen Erfahrungsbericht abgeliefert oder nicht?!"

Forscher, die sowas machen, sind keine wissenschaftlichen Forscher.

Gruß,
Marko

Mo
Mo
24. Dezember, 2008 20:40

Ich meinte einen Forscher an sich, im Sinne der heutigen Naturwissenschaften…

Marko
24. Dezember, 2008 20:43

Schon klar. Aber ein Forscher "im Sinne der heutigen Naturwissenschaften" würde sich niemals für eine bezahlte Studie hergeben. Ein wissenschaftlicher Forscher forscht. Ein gekaufter "Forscher" aber brabbelt nur das nach, was der Geldgeber hören will.

Gruß,
Marko

Lindwurm
25. Dezember, 2008 00:02

Zum Maya-Kalender fällt mir immer der grandiose Comic "Idioten auf Achse" ein, der letzte full-lenght Freak-Brothers-Comic. Da verschlägt es Freewheelin`Franklin nach Lateinamerika in ein Anarchistencamp, und auf der Suche nach Drogen findet er ein paar nette Pilze und verspeißt sie. Dann wandert er illuminiert umher und landet in einer alten Höhle, wo er "DEN" Maya-Kalender findet. Fasziniert guckt er auf das Ding und sieht plötzlich die vorherige Handlung des Comic wiedergegeben ("hey, das sind ja wir beim Graskaufen, wow, das bin ja ich im Flugzeig, abgefahren, hier bin ich, wie ich auf diesen Stein starre…"). Im Hintergrund sieht man ein paar Indios, die flüstern: "Wir müssen ihn von hier wegbringen, er darf nichts über das ENDE erfahren", wobei mit Ende natürlich das Ende des Comic gemeint ist :-))

Mo
Mo
25. Dezember, 2008 00:16

@ Marko

egal… ich meinte, dass jedweder Forscher oder Forschungsgruppe ja theorethisch etwas behaupten kann, was nicht stimmen muss. Trotzdem wirds geglaubt weil jemand vielleicht einen "Namen" hat o.ä.

Ich will jetzt gar nicht weiter diskutieren, ich wollte auch niemanden angreifen.. Alles was ich will ist, dass sich der ein oder andere mal Gedanken darüber macht, ob tatsächlich ALLES rationell erklärbar ist, oder ob es Dinge gibt, von denen der Mensch einfach keine Ahnung haben KANN. z.B. der Unterschied zwischen Mensch und Tier (Seele?), warum wachsen Pflanzen besser, wenn man mit ihnen spricht etc. pp.

@ Wortvogel

Bitte tun Sie doch in Zukunft ihre Leser nicht als "naiv", "kindergartenniveau" oder sonstwie ab… etwas mehr Offenheit und Interesse und weniger Arroganz Ihrerseits fände ich angebracht.

Mit freundlichen Grüßen,

Mo

Wortvogel
Wortvogel
25. Dezember, 2008 00:26

@ Mo: Sie reiten mit jedem Kommentar weiter in die Sackgasse.

"Aber wenn man alles abtut, was eben nur auf “andere” Art bewiesen/gezeigt (?) werden kann, ist man meiner Ansicht nach gefangen." – dieser Satz ist kompletter Kappes. Es gibt keine "anderen" Arten, etwas zu beweisen. Wie sollte das auch aussehen? Beweis ist Beweis. Und ist etwas bewiesen, dann ist es wahr. Das hat weder mit Wissenschaft, noch mit Esoterik zu tun.

Wissenschaftler behaupten nichts, was man dann einfach glauben muss. Die Grundlage jeder Wissenschaft ist die Überprüfbarkeit. Das wissenschaftliche System überwacht nicht Außenseiter und Eso-Spinner, sondern sich selbst. Und es ist im Falle von Fehlern und Missverständnissen lernfähig, ganz im Gegensatz zu Menschen, deren "Wissen" sich aus "Glauben" speist.

Die Sache mit der Tabaklobby haben Sie augenscheinlich komplett missverstanden: Wer hat denn herausgefunden, dass Rauchen schädlich ist? Ääähhh… Wissenschaftler, genau. Und dann haben sich leider ein paar Wissenschaftler von der Industrie kaufen lassen, und damit ihren wissenschaftlichen Anspruch aufgegeben. Ein korrupter Wissenschaftler ist kein Wissenschaftler. Ohne Wissenschaft wüssten wir nichts von der Schädlichkeit von Strahlung, von Umweltverschmutzung, von Krankheitsursachen.

Die meisten Menschen, die Unfug glauben, nennen das gerne "über den Tellerrand schauen". Es war immer die Wissenschaft, die unseren Horizont (und damit Ihren Tellerrand) erweitert hat. Was wir über das Universum wissen, verdanken wir Kepler, Brahe, Galilei, Einstein, Hawking – aber nicht Däniken und Geller. Wissenschaftler sind für ihre Thesen gefoltert und ermordet worden, haben die Zivilisation, wie wir sie kennen, erst ermöglicht. Diesen zu Gunsten von Spinnern jetzt Engstirnigkeit vorzuwerfen, ist moralisch verachtenswert.

Ich finde es beschämend, dass Wissenschaftler sich abrackern für eine Gesellschaft, die derart ignorant und undankbar ist.

Ach ja, und abschließend: Henne und Ei-Prinzip – seien Sie nicht naiv und auf Kindergarten-Niveau, dann brauche ich Sie auch nicht so zu nennen.

Marko
25. Dezember, 2008 09:55

"… der Unterschied zwischen Mensch und Tier (Seele?), warum wachsen Pflanzen besser, wenn man mit ihnen spricht …"

Es gibt haufenweise Unterschiede zwischen Mensch und Tier, wo soll man da anfangen? Ist alles biologisch aufzähl- und beweisbar. Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten — beide, Mensch und Tier, haben bspw. keine Seele. Die Existenz einer "Seele" ist nie bewiesen worden (welchen biologischen Sinn sollte das auch haben?).

Die Auswirkungen von Schall auf Pflanzenwachstum sind zur Genüge erforscht worden. Pflanzen wachsen nicht nur besser, wenn man mit ihnen spricht, sie wachsen generell besser, wenn sie "beschallt" werden.

Ansonsten schließe ich mich hiermit von Herzen dem letzten Beitrag vom Wortvogel an, das war prima auf den Punkt gebracht, danke.

Gruß,
Marko

Montana
Montana
25. Dezember, 2008 11:33

In dem Moment, in dem ich auf den Knopf "Fertig, abschicken." klicke, wird sicher irgendwo auf der Welt ein Mensch geboren. Ich kann durch Klicken Leben erschaffen. Wahnsinn!!! Wer das Gegenteil behauptet ist engstirnig!

Nur, dass Pflanzen besser wachen, wenn man mit ihnen spricht, ist natürlich Käse. Widerlegt von den MythBusters!

Dieter
Dieter
25. Dezember, 2008 11:54

@Montana: Cool! 🙂

@Marko: Oder Tier und Mensch haben eine Seele. Es ist nicht beweisbar und somit glaubensabhängig. Das wird erst ein Konflikt mit der Wissenschaft, wenn versucht wird, alles aus dem Glauben heraus zu erklären oder jede Erscheinung als Bestätigung des Glaubens zu interpretieren.

@Mo: Wissen Sie, was mich an Ihrer Haltung so ärgert? In der Maske des ,,Gutmenschen", der alles irgendwie ganzheitlich und mit Liebe oder so sieht, tun sie das, was sie Ihren Kritikern vorwerfen: Sie leugnen einfach die Aussagefähigkeit der Wissenschaft über die Wirklichkeit. Ich will das an Beispielen verdeutlichen: Republikanische Politiker griffen Hillary Clinten an und sagten gleich dabei, sie müsse das gerade als Frau aushalten. Angriffe auf Sarah Palin wurden dagegen als sexistisch abgetan. Ein reichlich hirnloser Typ nennt seinen Sohn Adolf Hitler, fordert aber im Gegenzug Toleranz ein.

Sie lieben das Phantastische. Das ,,es gibt mehr zwischen Himmel und Erde". Danach suchen sie sich aus, wem sie glauben und wem gegenüber sie ,,skeptisch" sind.

Jetzt sage ich Ihnen etwas: Das, was Wissenschaftler herausgefunden haben, ist weit phantastischer, als sich Eso-Spinner zusammenphantasieren.

Wortvogel
Wortvogel
25. Dezember, 2008 12:15

@ Dieter: alles soweit richtig. Aber wichtig: Wenn man ohne Beweise behauptet, es gäbe eine Seele, liegt die Beweislast bei dem, der es behauptet. Ich kann eben nicht einfach behaupten: "Ich sage, es gibt eine Seele – und nun musst DU mir das Gegenteil beweisen!"

Mo
Mo
25. Dezember, 2008 13:41

@ Dieter
Ich versuche gar nicht die Erkenntnisse der Wissenschaft zu leugnen. Ich denke einfach, dass es nicht nur DIE eine Erklärung (NW) für alles gibt. Für mich ist Sie vielleicht auf der Ebene unserer Vorstellungen und unserer Realität eine Wahrheit aber mehr auch nicht. Was die Esoteriker usw. tun ist aber vermutlich genau dasselbe, sie sehen ihre absolute Wahrheit nur in dem Geschwafel ihrer Gurus, 😉 die mit ihrem Geiste in höheren Gefilden zu sehen scheinen.
Ich hoffe, wir können diese Diskussion nun mal beilegen.
Ich akzeptiere, dass die Naturwissenschaft großartige Dinge hervorgebracht hat und auch meist richtig liegt, und Sie akzeptieren bitte, dass ich auch darüber nachdenke, was noch darüber sein könnte. Ok?

Frohe Feiertage Allerseits,
Herzlichst
Mo

p.s. noch einmal Entschuldigung für meine Ausdrucksweise und Argumentation, die wahrlich nicht unbedingt Studienräteniveau hat.

Peroy
Peroy
25. Dezember, 2008 15:07

Glühen hier alle schon für Silvester vor… ?

Peroy
Peroy
25. Dezember, 2008 15:08

"Ich akzeptiere, dass die Naturwissenschaft großartige Dinge hervorgebracht hat und auch meist richtig liegt, und Sie akzeptieren bitte, dass ich auch darüber nachdenke, was noch darüber sein könnte. Ok?"

Ralph… ?

Dieter
Dieter
25. Dezember, 2008 15:27

@Mo: SIE haben die Diskussion aufgemacht!

Nirgends habe ich geschrieben, Sie leugneten die ERKENNTNISSE der Wissenschaft. Sie leugnen vielmehr ihre Aussagefähigkeit über die Wirklichkeit, indem sie wolkig daherschwadronieren,sie liefere nicht eine allumfassende Erklärung. Stimmt. Tut sie nicht. Will sie aber auch gar nicht und niemand behauptet, das sie das täte! Dies ist die übliche Unterstellung der Eso-Schwafler: Die Wissenschaft wolle alles erklären, könne es aber nicht, deshalb gibt es da ,,mehr". Soetwas ist Schattenboxen.

@Wortvogle: Ich halte die Seele nicht für beweisbar oder wiederlegbar. Zumal der Begriff schwammig ist. Mit dem gleichen Argument könnte ich sagen, es gibt kein ,,Ich", weil niemand mir beweisen kann, dass es außer meinem eigenen Ich auch nur ein weiteres gibt. Wir sind hier in einem naturwissenschaftlich nicht ergründbarem Bereich des Seins der Philosophie oder Religion.

Wortvogel
Wortvogel
25. Dezember, 2008 16:40

@ Dieter: Ich würde einen Schritt weitergehen – Mo hat gar keine Diskussion losgetreten. Dazu hätten er Thesen haben müssen, die man diskutieren könnte. Allgemeinplätze und diffuse "Irgendwie weiß die Wissenschaft doch nicht alles"-Sprüchlein gehören für mich nicht dazu. Und bei der Tabaklobby-Story hat er sich dann völlig verrannt – und sich endgültig disqualifiziert.

So Sprüchlein wie "es mag auch andere Wahrheiten geben" kann ich gar nicht. Welche denn? Was soll das heißen? Welche Definition von "Wahrheit" steckt dahinter?

Es ist immer wieder das Gleiche: man spricht der Wissenschaft ab, alle Antworten zu haben (was sie nie behauptet hat), als wäre das ein Beweis, dass Leute wie Kössner Recht haben können. Ich möchte einmal erleben, dass Heilpraktiker, Wahrsager, Parapsychologen, Eso-Forscher, Kreationisten u.ä. auch nur EINEN belegbaren Fortschritt für die Menschheit hervorbringen (in sich unlogisch – dann wäre es eine wissenschaftlicher Fortschritt). Dieses komplett leere globale Hintergrundrauschen verlangt ständig, auf Augenhöhe mit der Wissenschaft anerkannt zu werden, ohne auch nur einen konkreten Grund dafür zu liefern. Im Gegenteil – deren Hauptargument scheint zu sein: Ich habe eine Theorie, du hast eine Theorie – wie können die unterschiedlich viel wert sein, solange keine von beiden bewiesen ist?! Und manchmal werde ich es müde, darüber immer und immer wieder zu diskutieren. Aber wie hieß es schon in der Schule? Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dümmeren die Macht.

Was die Seele angeht: Wir sind uns da einig. Wenn du allerdings sagst "es gibt eine Seele" (nicht "ich glaube an eine Seele"), dann musst DU begründen, warum. Ich muss nicht begründen, warum es die Seele nicht gibt. Auf genau der Schiene verlangen Christen ja immer, dass Atheisten Gott widerlegen sollen, was kompletter Dummfug ist.

Schön zusammengefasst: http://www.motifake.com/motivational_posters/ceb018b370.jpg

Dieter
Dieter
25. Dezember, 2008 18:51

@Wortvogel: Unterschreibe ich!

Ich habe habe aber nirgends gesagt, es gibt eine Seele, sondern nur die Gegenthese zu Markos Behauptung, weder Mensch noch Tier haben eine Seeele, aufgestellt: Oder Mensch und Tier haben beide eine.

Ich habe keine Ahnung, was wahr ist. Volker Pispers sagte mal: ,,Ob es eine Seele gibt, werden wir erfahren. Wenn ICH recht habe, nicht."

Auch Dein letzter Absatz stimmt komplett.

Mo
Mo
26. Dezember, 2008 03:08

damit dies alles mal ein Ende findet gebe ich mich geschlagen.
Ich muss zugeben, dass ich meine Kommentare ziemlich unvorbereitet verfasst habe und mich im Themenbereich auch nicht sehr auskenne. (Ich bin halt nur ein naiver Anfang 20er)
Ich werde allerdings versuchen mich nun etwas mehr in Besagtem zu bilden um vielleicht später mal, wenn die Bild wieder vom Weltuntergang schreibt (vielleicht am 16.12.2012 in der BamS) ein fundierteres Kommentar abgeben zu können. Insofern hat dies "Kommentargemetzel" ja vielleicht doch noch etwas Gutes.
Man muss ja bekanntlich gegen stärkere Gegner spielen um selbst besser zu werden.

Danke für Ihr Engagement.

Mo

porto
porto
26. Dezember, 2008 21:42

Dass Pflanzen oft besser wachsen, wenn man mit ihnen spricht, liegt eher daran, dass Menschen, die mit ihren Pflanzen reden, sich normalerweise auch wesentlich besser um diese kümmern.

Zum Thema Wissenschaft fällt mir die Geschichte von dem Wissenschaftler ein, der bei irgendwelchen Buschmenschen beobachtete, dass diejenigen Ureinwohner, die Läuse hatten, seltener an Fieber litten. Er folgerte also, dass diese Läuse ein Heilmittel gegen Fieber seien!
Leider stellte sich aber heraus, dass er Ursache und Wirkung verwechselte – Leute mit Fieber haben eine höhere Körpertemperatur, was Läuse anscheinend gar nicht mögen.

Naja – es soll ja auch noch Leute geben, die glauben, Gewitter würde Milch sauer machen. Haha.

J.
J.
27. Dezember, 2008 19:50

"wann lädt mich Jauch endlich ein?"

Nix einladen. Must du dich bewerben.

trackback

[…] Maya-Kalender […]

Qwe
Qwe
3. Januar, 2009 01:57

Es gitb Weltuntrgangsforscher?! Klingt nicht nach einem Job mit Zukunft…

Frank M.
Frank M.
3. Januar, 2009 09:24

Meine Rente kommt erst 2031 alles für umsonst!

Andreas Franke
5. Januar, 2009 19:01

Bin auch nicht der Freund von Boulevard-BILDung. Denn Bild hat sich natürlich wieder ihre eigene Maya-Geschichte zusammengezimmert. Mit etwas mehr Blut und Kaputtmachen drin.

Aber Galileo Galilei und Konsorten wurden auch ausgelacht von sog. anerkannten Wissenschaftlern.
Ich glaube schon, dass am und im Maya-Kalender viel Wahres steckt. Vielleicht nicht gerade der Weltuntergang – aber das meinten die Jungs damals auch nicht. Es geht eher um eine Zeitenwende, wie bei uns 1989/90 war. Da hat sich auch für uns einiges geändert. Und hätte das nach dem Krieg jemand den Russen gesagt …. au weia!
Die alten Kulturen hatten aber, im Gegensatz zu uns, die wir von Wirtschaft, Konsum und Politik verblendet sind, eine erweiterte Wahrnehmung, die über das hinaus ging, was wir heute sehen, hören und ertasten.
Aber das dauerte jetzt zu lange, euch Banausen die Zusammenhänge zu erklären.
Macht ihr euch mal schön weiter über euren "Esoscheiß" lustig – intolerant, wie ihr euch hier darstellt.

Schönes 2009,
Andreas

lolz0rio
lolz0rio
6. Januar, 2009 19:11

oh gott. ich hoffe nur, niemand zeigt der bildzeitung den timecube…

Juergen
Juergen
7. Januar, 2009 16:23

Ich vermisse schmerzlich einen Verweis auf Shadowrun Romane.

Dort endet 2012 die 5te Welt, und die 6te beginnt, wobei das Mana (=Magielevel) ansteigt und inaktive Gene in den Menschen stimuliert, was so zu Mutationen wie Elfen, Trollen, Ogern usw. fuehrt. Schwupps hat mein eine von Grosskonzenrnen gefuehrte moderne Welt mit allen technischen Aspekten (wie der Matrix a la Gibson), Magie, Zauberei und Drachen.

Nett zu lesen und immer wieder lustig, und ob das nun wirklich mit der 6ten Welt so passiert, nunja, wir werden es sehen, und eine Seite wird dann wohl eine goldgerandete Entschuldigung erwarten, waehrend die andere Seite nur eine weitere Verschwoerung sieht.

Roflmao

Marko
8. Januar, 2009 10:44

"Aber Galileo Galilei und Konsorten wurden auch ausgelacht von sog. anerkannten Wissenschaftlern."

Diese damals "anerkannten Wissenschaftler" waren doch i. d. R. Kirchenleute. Das finde ich schwer mit heute zu vergleichen, wo doch gerade Leute wie Galilei – eben "echte" Wissenschaftler – heute über Esokrimskrams lachen.

Gruß,
Marko

Patrick
Patrick
8. Januar, 2009 12:50

@ Andreas "Es geht eher um eine Zeitenwende, wie bei uns 1989/90 war."

Im Nachhinein ist das natürlich alles ganz offensichtlich, so wie 1848 eine war und 1918 vielleicht.
Bestimmt findet sich auch jemand, der genau für das Jahr schon Jahrhunderte vorher etwas Großes vorhergesagt hat.

Aber ich als Banause würde doch gern mehr darüber erfahren, wie die sinneserweiterten Maya das gamcht haben, so ca. 5000 Jahre im voraus zu wissen was hier passiert?
Wo es unseren Wissenschaftlern schon schwerfällt, ein Erdbeben auch nur eine Stunde vorher genau vorherzusagen…

Grüße,
Patrick

Ethyl
Ethyl
11. Januar, 2009 13:54

Hallo zusammen,

ich tue mich etwas schwer mit dem Ausdruck "naturwissenschaftlich beweisbar". Keine Naturwissenschaft erhebt den Anspruch irgendeine Aussage als wahr oder falsch einzustufen. Dieses Konzept existiert nur in der Mathematik, aber auch dort basiert ein Beweis auf vorher getätigten und als implizit wahr angenommenen Aussagen und den Grundgesetzen der Logik.

Naturwissenschaften wollen die Welt "beschreiben". Sie entwickeln Modelle, mit denen Ereignisse und Sachverhalte beschrieben werden können und somit zukünftige Ereignisse mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden können. Diese Modelle haben sich inzwischen für viele Bereiche des alltäglichen und nicht so alltäglichen Lebens als überaus nützlich und präzise herausgestellt. Dies schließt auch die Planetenbewegung (oder Himmelsmechanik) mit ein.

Die aktuellen Modelle vermögen einen Weltuntergang (ich nenne es so, obwohl auch andere Vorhersagen gemacht wurden) im Jahre 2012 nicht zu erklären, was ihn nicht unmöglich aber relativ unwahrscheinlich macht.

Noch eine anregende Diskussion,
Ethyl

Wortvogel
Wortvogel
11. Januar, 2009 14:16

@ Ethyl: Du gehst wieder von einer beliebten Verdrehung der Tatsachen aus – du widerlegst etwas, das niemand behauptet hat. Kein Wissenschaftler hat behauptet, beweisen zu können, dass es NICHT zum Weltuntergang 2012 kommen wird. Kein Wissenschaftler hat behauptet, die Vorhersagen der Maya widerlegen zu können. Ein seriöser Wissenschaftler sagt: "Mag schon sein, dass die Welt 2012 untergeht – vorab kann das keiner genau sagen". Die Beweislast liegt bei denen, die behaupten, es besser zu wissen, nämlich denen, die den Weltuntergang prophezeien. In der Tat müssen sie offenlegen, worauf diese Vorhersage beruht. Und einfach zu sagen "Wir glauben, dass ein Jahrtausende alter Stein das sagt", ist wenig seriös.

Und wetten? Wenn 2012 die Welt nicht untergeht, dann haben die Maya nicht etwa Unsinn geredet. Das Lager der Gläubigen wird sich in zwei Fraktionen spalten: die einen werden sagen, der Umbruch hat begonnen, ist aber so kosmisch, dass wir es erstmal nicht bemerken; die andere Fraktion wird sagen, dass es uns nicht gelungen ist, die brillanten Vorhersagen der Maya korrekt zu entschlüsseln. Weil es nicht um Wissenschaft geht, sondern um den fanatischen Glauben an das Irrationale.

Ethyl
Ethyl
12. Januar, 2009 12:40

@ Wortvogel:

"Du gehst wieder von einer beliebten Verdrehung der Tatsachen aus – du widerlegst etwas, das niemand behauptet hat."

Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich habe eigentlich weder etwas behauptet, noch etwas widerlegt und schon gar nichts bewiesen. Außerdem ist Dein ganzer restlicher Beitrag Wasser auf meine Mühlen. Ich denke also, dass hier irgendein Missverständnis vorliegt.

Es ging mir nur um die hier häufig verwandte Formulierung "naturwissenschaftlich beweisen", gerade von Marko aber auch von Dir. Wissenschaft kann nicht (und will nicht) "beweisen" sondern "beschreiben". Das mag pedantisch erscheinen, die Verwechslung der Begriffe führt aber gerade dazu, dass viele Leute die Wissenschaft grundsätzlich als unumstößlich und die Aussagen als reine Wahrheit empfinden, wie das hier geschehen ist. Die Aussagen sind aber nur Näherungen an die Wahrheit (wenn es sie denn gibt).

Dem Rest des Deines letzten Beitrags stimme ich wie gesagt zu. Allein schon, dass das Ereignis letztendlich nicht präzise fass- und definierbar ist, das 2012 unserer Augen harrt, macht die Entscheidung, ob es eingetreten ist oder nicht, unmöglich.

Grüße
Ethyl

Wortvogel
Wortvogel
12. Januar, 2009 13:08

@ Ethyl: Ich bezog mich auf diese Aussage: "Die aktuellen Modelle vermögen einen Weltuntergang (ich nenne es so, obwohl auch andere Vorhersagen gemacht wurden) im Jahre 2012 nicht zu erklären, was ihn nicht unmöglich aber relativ unwahrscheinlich macht."

Wenn ich dich da falsch verstanden habe, tut mir das leid.

Bleepchen
Bleepchen
20. Januar, 2009 03:36

Also die NW und unsere heutige Interpretation der Welt ist keine Endgültige, absolute Wahrheit. Das möchte ich nur mal der "Beweisbarkeit" entgegenhalten.
Wissenschaft beobachtet Phänomene und versucht sich dann an einer Interpretation dieser, bzw. an einer Erklärung für sie. Diese "Interpretationen" müssen von Dritten natürlich nachvollziehbar sein und überprüfbar. Eigentlich sind es aber nur Erklärungsversuche die mal treffender sind und lange Zeiten überdauern und mal halt nicht. Gerade die moderne Quantenphysik steht da vor "Phänomenen" die z.Z. in ihrer Erklärungsmöglichkeit absolut diametral zu bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen stehen. Die Beziehung zwischen "Glauben" und "Teilchen" ist dabei ein sehr spannendes Thema. Mal schauen was uns die Zukunft bringt.

Wortvogel
Wortvogel
20. Januar, 2009 11:05

@ Bleepchen: Das ist natürlich kompletter Unfug. Wissenschaft ist nicht empirisch strukturiert, d.h. sie basiert nicht auf der Interpretation von Beobachtungen, sondern auf der VORHERSAGE von Ereignissen basierend auf einer. Sonst könnten Dinge, die wir nicht beobachtet haben oder nie beobachten können, auch nicht plausibel erklärt werden.

Und wirklich ALLE Esoteriker, Wunderheiler, Zauberer, und New Age-Spinner stürzen sich auf die Quantenphysik (die sie augenscheinlich nicht im Ansatz verstanden haben), um darin irgendwelche Erklärungen für ihren Hokuspokus zu finden, oder um damit die etablierte NW zu diskreditieren.

Das ist Argumentation auf BILD-Niveau.

Olbrisch
Olbrisch
12. Juni, 2009 22:38

nur wer sehen kann,wird es erleben.

Wortvogel
Wortvogel
12. Juni, 2009 22:41

@ Olbrisch: Interessant – demnach wird sich für die Skeptiker 2012 gar nichts ändern? Lösen sich die Gläubigen dann in Luft auf, wie von den Zeugen Jehovas erwartet? Da bin ich ja mal gespannt…