Es gibt immer wieder einzelne Bilder, die nicht in meine Reiseberichte passen. Trotzdem möchte ich sie euch nicht vorenthalten.

Im Kensington Roof Garden stieß ich z.B. auf diese beeindruckende Büste, die direkt in eine Backsteinmauer gehauen wurde:

büste

Bleiben wir bei der Kunst. Am Trafalgar Square ist ja bekanntermaßen eine der vier Säulen leer und wird immer wieder für neue Projekte besetzt. Beim letzten Versuch konnte man darauf ein riesiges Buddelschiff bewundern. Diesmal war es – aus unerfindlichen Gründen – ein blauer Hahn:

hahn Im Kontrast dazu diese Schmiererei in Banglatown:

graffitiSchmiereien gibt es auch ganz offiziell von der Londoner Transportbehörde – allerdings mit besten Absichten:

tube

Was hilft’s, wenn die Ubahn ausfällt?

Nicht geschmiert, sondern aus ästhetischen Gründen in Stein gemeißelt sind in London viele Namen von Geschäften. Und die können auch ganz drollig sein:

läden

Es gibt Dinge, die traue ich mich in London nicht. Angesichts der britischen Definition des Begriffes „Wurst“ gehört dazu auch ein versprochener Gruß aus der Heimat:

wurst

Kommen wir zum Straßenverkehr. „Harrods“ hat ein paar wunderbare alte Busse laufen:

oldbusIn Kensington haben wir dieses Prachtstück gesehen:

oldtimer

Es ist noch berichtenswert (wenn auch nicht mit Foto dokumentiert), dass es überall in London kleine Seitenstraßen gibt, die den Begriff „Mews“ im Namen tragen, was so viel bedeutet wie „Ställe“. Hier gab es zu viktorianischer Zeit kleine Abstellkammern für die Pferde, die die Stadt am Laufen hielten und die etwa so groß waren wie moderne PKW-Garagen. Über den Pferdeboxen lagen die Zimmer der Kutscher und Stallburschen. Heute sind das gefragte Wohngegenden. In Kensington hat man sechs bis acht dieser „Ställe“ in einer winzigen Gasse zu einem „Jaguar-Zentrum“ umgebaut. Die denkmalgeschützten Abteile sind nun Werkstätten, Show Rooms und Büros für die exklusive Edelmarke. Ist ziemlich cool und very british anzuschauen.

Das Stafford Hotel hat ebenfalls ein paar alte Ställe und Bediensteten-Unterkünfte in moderne Suiten umgewandelt, ohne den alten Charme gänzlich zu zerstören. Die Namensgebung der Zimmer hat mich anfänglich etwas verwirrt – Heavy Metal-Bands und Stephen King?

staffordEs dauerte eine Weile, bis mir klar war, dass es sich hierbei um die Namen berühmter Rennpferde handelt.

Ich habe ja schon mehrfach erwähnt, dass das sommerliche Aufgebot der Stars auf den Londoner Bühnen beeindruckend ist. Schaut nur mal, was im Noel Coward-Theater in dieser Saison los ist:

starsVor einigen Jahren habe ich das sehr lesenswerte Buch „London’s Strangest Tales“ verschlungen, das jeden Stadtrundgang gleich viel spannender macht, weil man Details entdeckt, die wirklich gruselige Geschichte geschrieben haben. Ein Relikt aus früherer Zeit, nach dem ich immer mal Ausschau gehalten habe, kam mir nun endlich vor die Kamera. Diese etwas vollfette Straßenlaterne am Trafalgar Square ist nicht bloß eine Straßenlaterne:

zelle

1926, nach 100 Jahren, wurde dieses Bauwerk zur kleinsten Polizeistation der Stadt ausgebaut. Mit Licht und Telefon und allem!

Wo wir gerade in der Ecke Trafalgar Square sind – ihr erinnert euch an das „The Grand“, quasi unser Stammhotel in London?

The-Grand-at-Trafalgar-Square

In der ersten neuen Folge der US-Sitcom „Parks & Recreation“ fahren die Protagonisten für eine Preisverleihung nach London. Und nun ratet mal, wo sie absteigen:

parks

Zu den Sachen, die ich diesmal in London gekauft habe, gehört übrigens auch eine ziemlich fette neue Gürtelschnalle:

schnalle

Zum Abschluss und ganz kommentarlos:

forb2



avatar
3 Comment threads
0 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
3 Comment authors
MicWortvogel-karlos- Recent comment authors
  Subscribe  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
-karlos-
-karlos-

Die kleinste Polizeistation der Stadt ist eine „Police Box“ und innen bestimmt größer als außen.

Mic
Mic

@letztes Foto: und da regen sich die Leute über Ben Affleck auf … 😉