Ich stecke immer noch in der 92,5 Kilo-Schallmauer fest, obwohl ich die Diät strikt weiter durchhalte. Mein Körper hat sich augenscheinlich entschlossen, um die letzten Kilo auf dem Weg zu den 88 zu kämpfen. Soll er doch.

Heute ist Cheat Day, darum gab es ein leckeres Frühstück mit Toast und auch eine Portion Eis und drei Butterkekse mit Schokolade. Vor allem aber musste ich natürlich die brandneue McCurrywurst aus dem Hause McHoeneß bei McDonalds probekosten:

SAMSUNGMit viel Promotion im Vorfeld durch den Blätterwald gejagt, gibt es die Currywurst nun erstmal für zwei Monate mit der Option auf Verlängerung. Das erinnert mich an den Hot Dog, den es beim McDonalds am Stachus mal ein Jahr lang gab – nirgendwo sonst und seitdem nie wieder.

Wie ist sie denn nun?

Zuerst einmal ungewohnt. Das meiste Fastfood von McDonalds wurde schließlich entwickelt, um händisch gegessen werden zu können. Das gäbe bei der Currywurst heillose Sauerei, darum bekommt man einen Picker. Der ist erfreulicherweise stilecht aus Holz, was nichts daran ändert, dass es sich seltsam anfühlt, jenseits des Salats mit „Besteck“ essen zu müssen.

Gute Nachricht für Leute aus meinen Breitengraden: es ist eine „echte“ Currywurst. Keine angebratene Bockwurst, wie ich sie vor 20 Jahren mal beim „Wienerwald“ angedreht bekam und auch keine „rote“ Wurst, wie man sie in so mancher bayerischer Frittenbude offeriert bekommt. Die Wurst stimmt, die Pelle passt, der Ketchup ist Curry und das Pulver (in den Varianten „scharf“ und „mild“ in Tütchen) ausreichend, um die ganze Box dick zu bestäuben.

Zum Aufpreis von 50 Cent erhältlich: eine Semmel / Schrippe, vulgo ein Brötchen / Rundstück. Schmeckt pappig, als wär’s Restbestand vom Bäcker um die Ecke und dem Backofen vor mehr als zehn Stunden entkommen. Als Idee nicht schlecht, weil man dann auch auf Pommes verzichten kann, aber eigentlich nur „im Preis inbegriffen“ genießbar.

Nun aber zum Geschmack. Die Republik kann aufatmen: es ist eine Currywurst. Solide bissfest, gut gewürzt und ohne fragwürdigen Nachgeschmack. Geht gut rein, geht gut runter. Warm genug, richtig heiß ist allerdings anders. Mit 405 Kalorien auch nicht gerade ein Light-Produkt. Trotzdem hätte es ein bisschen mehr sein dürfen – das geht allenfalls als „kleine“ Currywurst durch.

Und damit kommen wir auch schon zu meinem Problem: das Teil ist einfach zu teuer. 2,99 Euro ohne Brötchen und 3,49 Euro mit? Da lacht die heimische Pommesbude, die für DEN Preis eine große Wurst auf den Teller schnibbelt oder gleich die Fritten dazu schaufelt. In München (wo man teure Currywürste vom „Bergwolf“ und der „Pommes Boutique“ gewöhnt ist) mag das noch angehen, aber der Kölner, spätestens jedoch der Berliner wird nur noch mit dem Kopf schütteln.

Fazit: Etwas deplatziert, etwas zu teuer, etwas zu klein – aber am Produkt selber kann man eigentlich nichts aussetzen.



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