3
Oktober 2012

Wortvogel: Der Scheriff von Schwabing

Ich suche mir das nicht aus. Echt nicht. Ich bin ein freundlicher Typ, mit dem man sich stundenlang auch über kontroverse Themen unterhalten kann, ohne dass ein böses Wort fällt. Ich bin ein Netter. Ein Hilfsbereiter. Ein Gutmensch.

Aber ich habe da diese Marotte: ich muss mich einmischen. Wenn jemand unfair ist, wenn jemand ungerecht behandelt wird, wenn betretenes Schweigen herrscht, weil irgendein Idiot kradolft. Ich nenne es Zivilcourage, meine LvA nennt es kindisch und lebensmüde. Potato, potato.

Gestern war es mal wieder soweit. Ich wollte vor dem Pressescreening von “Der Wolkenatlas” (zu dem ich nach Ablauf der Sperrfrist Mitte Oktober EINIGES zu sagen haben werde) noch schnell einen McDeal bei McDonalds verspeisen. Zu meiner Freude wird man in der Tat schneller bedient, wenn man sein Essen an einem dieser neuen Touchscreen-Terminals vorbestellt. McChicken mit Coke Zero und Barbecue-Sauce also.

Für die Gourmets unter den Lesern: ich schabe Salat und Remoulade immer vom Brötchen runter und schmiere dafür Barbecue-Sauce drauf. Leckererer.

Schon auf dem Weg zu meinem ausgewählten Sitzplatz bemerke ich eine unglückliche Konstellation in der an Randexistenzen nicht armen Filiale: ein Typ Anfang 40 rennt planlos mit seinem Tablett umher und stößt dabei wahllos Leute an, ohne auch nur Anstalten zu machen, sich irgendwo zu setzen oder seine kümmerliche Portion Pommes zu verspeisen. Und dann sind da drei Bengel, 12 Jahre ungefähr, gut gekleidet und mit der arroganten Rotzlöffel-Attitüde der Prä-Pubertät, die ständig Eier beweisen will, wo noch keine baumeln.

Der Mann und die Bengel geraten aneinander.

Ich habe nicht gesehen, wer wen zuerst angestoßen hat. Es wird laut, es gibt “hey!” und “pass doch auf!”, man umkreist sich gegenseitig, den jeweiligen Gegner abschätzend. Es braucht nur einen Blick, um zu sehen: Der Typ ist entweder auf Drogen – oder hat seine Medikamente nicht genommen. Unter seiner latenten Aggressivität: mentale Betriebsferien. So einem geht man aus dem Weg, bis er sich gefangen hat oder eingefangen wird.

Für die drei Rotzlöffel ist er ein perfektes Opfer.

Sie fangen an, ihn zu verhöhnen, rufen sich selber “lustige” Sachen zu wie “Ich glaube, der will dich ficken”. Sie lachen. Es ist der Versuch, cool zu wirken, überlegen, erwachsen. Sie haben kein Interesse, die Sache einfach gut sein zu lassen und der Mann ist nicht in der Lage, dem Konflikt auszuweichen. Die älteren Besucher der Filiale schauen angestrengt weg, die jüngeren heimlich hin.

Es ist eine Kassiererin, der es zuviel wird. Sie ermahnt die Jungs zuerst, sich zu benehmen, zumal sie nicht mal was gekauft haben. Als das “Spiel” weiter eskaliert, wird sie deutlicher: “Jetzt schert euch mal raus hier”. Sie wird ignoriert, denn was kann die blöde Kuh schon machen? Drei 12jährige sind schließlich unbesiegbar und haben immer Recht.

Vielleicht liegt es daran, dass ich in den liberalen 70ern aufgewachsen bin und als 6jähriger die ganz schlimme und auch daher prägende Serie “Unser Walter” gesehen habe. Vielleicht ist es auch bloss die Erinnerung, mit wieviel Respekt ich als 12jähriger (1980!) jedem begegnet bin, der auch nur ein oder zwei Geburtstage mehr auf dem Buckel hatte. O tempora, o mores.

Hört auf damit. Es hört nicht auf. Seid endlich still. Sie sind nicht still. Lasst den Mann in Ruhe. Sie tun es nicht.

Ich habe den McChicken schon an der Kauleiste, als ich denke: “Das ist kein Jim Beam“. Ich lege mein Essen wieder hin, wische mir die Hände sauber und stehe auf. Dann gehe ich seufzend zum Krisenherd, packe zwei der Bengel im Nacken an den Jacken, zerre sie mit drei Schritten zum Ausgang der Filiale und schubse sie auf den Bürgersteig: “Schicht im Schacht, ihr Helden”. Dann gehe ich wieder rein. Das dritte dreikäsehohe Großmaul, der augenscheinliche Rädelsführer, hat gemerkt, dass Stunk im Anflug ist. Damit ich ihn nicht von hinten packen kann, dreht er sich mir entgegen. Ich lege ihm die flache Hand auf die Hühnerbrust und drücke so stark dagegen, dass er rückwärts gehen muss, bis auch er aus der Filiale stolpert: “Ab dafür”.

Im Film würden die anderen Besucher nun Beifall klatschen – hier murmelt nur einer “super!”. Ich nicke der (männlichen) Aushilfe, die gerade Tische abwischt, zu: “Sorry dafür”. Er schüttelt den Kopf: “Ne, danke, passt ja”. Ich setze mich wieder und greife zum McChicken. Jetzt sollte Ruhe sein.

Während ich esse und im neuen Pearl-Katalog blättere, bemerke ich, dass die Jungs noch vor der Filiale stehen und mich anglotzen. Der Rädelsführer holt sein teures Handy raus, simuliert ein Telefonat, während er mich aufmüpfig ansieht. Wie süß, das haben wir früher auch immer gemacht – so tun, als könne man blitzschnell einen großen Bruder, den Luden vom Kiez oder gar die Bullen herbei schaffen, um sich für die Schmach rächen zu lassen. Ich lasse mich von der Show nicht stören.

Irgendwann bin ich mit der Mahlzeit fertig, die Pressevorstellung wird auch nicht warten, also mache ich mich auf den Weg. Keine zwei Schritte vor der Filiale stehen die drei Maulhelden provozierend da – es gilt, einer Demütigung tapfer zu begegnen, wie es scheint. “Noch irgendwelche Fragen?” murmel ich auf dem Weg zu meinem Roller.

Der Rädelsführer rafft all seinen Mut zusammen: “Klar, Kinder schlagen können Sie!”

Ich bleibe stehen, sehe ihn entspannt an: “Wenn ich dich geschlagen hätte, du kleiner Großkotz, wärst du jetzt nicht mehr in der Lage, dich darüber zu beschweren.”

Sein Vize stellt sich dazwischen, ganz heldenhaft: “Sie dürfen uns nicht anfassen.”

Ich tippe ihm mit dem Zeigefinger energisch auf den rechten Oberarm: “Und nun?”

Der Rädelsführer zieht wieder sein Handy: “Ich rufe jetzt die Polizei”.

Eigentlich wäre die alberne Show längst vorbei, ich will ja auch ins Kino, aber nun ist meine Neugier geweckt. Ich lehne mich an einen hohen Hydranten und verschränke die Arme vor der Brust: “Au ja, mach mal.”

Er berät sich flüsternd mit seinem Vize, tut dann so, als würde er jetzt gleich und sofort eine Nummer wählen. Nach spätestens fünf Sekunden fliegt der Bluff auf. “Na?” hake ich nach.

“Wenn Sie mich schlagen, rufe ich die Polizei”, rudert er nun zurück.

Der dritte Bengel, Typ hoffnungsloser Mitläufer, will sich nun auch mal stark zeigen: “Mit Kindern anlegen ist feige.”

Ich gehe auf ihn zu, stelle mich so vor ihn, dass kaum eine Handbreit zwischen uns passt. Er zittert sichtlich, ich habe locker das doppelte Volumen. Mit gesenkter Stimme knurre ich ihn an: “Und genau das ist dein Problem, Kleiner. Du bist ein Kind. Wenn du aber das Maul aufreisst wie ein Erwachsener, musst du damit rechnen, auch mal eins drauf zu kriegen wie ein Erwachsener.”

Ich glaube, er macht sich gleich in die Hose.

Ich drehe mich zu meinem Roller und steige auf: “Das muss allerdings jemand anders übernehmen, ich habe noch einen Termin.”

Verunsichert bleibt die Mini-Gang am Bordstein stehen, während ich davon knattere. Ich hoffe, die haben was draus gelernt. Ich weiß, sie haben es nicht.

Als ich drei Stunden später wieder aus dem Kino komme, fühle ich mich schlecht. Echt? Jetzt bin ich schon soweit, dass ich 12jährige zusammen scheiße? Das ist objektiv betrachtet ziemlich armselig. Andererseits: sie waren objektiv betrachtet ziemliche Arschlöcher. Potato, potato.

Ich werde eines Tages mit einem Messer in den Rippen enden. Ich weiß es.

P.S.: Bonus-Anekdote: Im Kino setzt sich ein junger Mann zwischen Julian und mich. Wir kommen ins Plaudern und irgendwann will er wissen, für wen ich schreibe. Ich rattere die Titel der Zeitschriften runter und setze ein “und natürlich für mein Blog” hintendran. Er fragt, welches Blog ich meine. Ich antworte “wortvogel.de”. Er schaut mich eine Sekunde lang an und sagt dann: “Ach, DU bist der legendäre Wortvogel?!”. In diesem Moment kommt Julian vom Getränkestand wieder und ich brülle begeistert: “Julian! Hör mal, was der hier gerade gesagt hat! Los, sag es noch mal!”. Der etwas verdatterte Kollege gehorcht freundlich und ich belle: “Ha! Le-gen-där! Wie Öl! Ich sach’s dir – wie Öl!”

Ich bin hoffnungslos eitel.

Trackback-URL 299 Kommentare
  1. 1
    Sie nannte Ihn Kangaroo

    War das der McDonalds in der Feilitzstr. ?

  2. 2
    Dietmar

    Schön beobachtet, schön geschrieben. Und eitel :-)

  3. 3

    Man wünscht sich natürlich die richtigen, pädagogischen Worte in solch einer Situation, bei der die Bengels anfangen Rotz und Wasser zu flennen ob ihrer Boshaftigkeit, während im Hintergrund leise Geigen zirpen.

    Aber wir sind nunmal nicht bei Unsere kleine Farm. Angesichts dessen – danke, dass du eingegriffen hast. War schon gut so.

    Und die Eitelkeit… sei dir gegönnt :-).

  4. 4
    Wortvogel

    @ Kangaroo: logo.

  5. 5
    Sie nannte Ihn Kangaroo

    @Wortvogel

    Welcher auch sonst ^^…glaub jeder Schwabinger hatte genau dort schon die ein oder andere Begegnung genau dieser Art.
    Was mich interessieren wuerde, treibt sich der alte schwarze Gitarrenspieler mit dem krausen weissen Haar noch in der Gegend rum ? Der, der auch immer der Eindruck macht als ob er total neben sich stehen wuerde . Weiss gar nicht, wie oft ich ihn vor oder im Feilitzstrassen McDonalds hab sitzen sehen….

  6. 6
    reptile

    Irgendwo hörte ich mal, glaube nie einem Autoren. Wenn es wirklich so passiert ist dann – Herr Dewi, lieber Wortvogel. du bist jetzt offiziell mein Held. Und unter uns: Nachts ziehst Du doch mit dem Punisher Shirt um den Block.

  7. 7
    Wortvogel

    @ reptile: Ihr habt keinen Grund mir das zu glauben, aber: obwohl ich durchaus bereit bin, um des dramatischen Effekts willen eine Geschichte nachträglich zu perfektionieren, hat sich dieses Ereignis (wie auch kürzlich die Geschichte in der Bäckerei in Baden Baden) EXAKT so zugetragen. Ich könnte das ausschmücken, muss aber nicht.

    Mir ist auch wichtig zu betonen, dass es sich hier nicht um HarzIV-Nachwuchskriminelle oder Migrationskinder handelte: das waren geschniegelte, eher der gehobenen Mittelklasse zu zu ordnende Bengel, die von zu Hause nicht genug Manieren mitbekommen haben.

    Was den Punisher angeht:
    http://wortvogel.de/wp-galerie/Ich/07.jpg

    @ Kangaroo: Ja, der ist immer noch ab und an da. Und es gibt eine sehr wilde “crazy cat lady” hier. Schwabing ist reich und trotzdem nicht arm an “Originalen”.

  8. 8

    Hey, ich war auch kurz davor, mir von dir ein Autogramm geben zu lassen, als wir uns in Berlin auf dem FFF gesehen haben.

  9. 9
    Walter K. aus H.

    “Unser Walter”. Danke für die Erinnerung an dumme, miese Mitschüler. Abgelöst wurde das dann von “Mein Gott, Walter”. Weniger schlimm, aber nerviger. Herr Krüger sollte mir in seinem Interesse nie begegnen.

  10. 10
    Wortvogel

    @ Walter: Jau, da hatte man es als “Walter” nicht leicht. In unserer Schule war “Du Zabel!” auch ein geflügeltes Schimpfwort.

  11. 11
    Exverlobter

    Als ehemaliger Jugendbetreuer kenn ich die Altersklasse der 12 jährigen nur allzu gut. In 80 % der Fälle die liebsten Engel, aber von den restlichen 20 % kriegst du graue Haare.
    Ich kann die Meinung deiner LvA aber gut nachvollziehen. Klar meist passiert nix, aber gerade bei fremden Leuten ist vieles oft recht unkalkulierbar. Da wäre mir die Gefahr der nächste Dominik Brunner zu werden doch zu groß.

  12. 12
    Nobby

    Ich werde eines Tages mit einem Messer in den Rippen enden. Ich weiß es.

    Mal “London Boulevard” gesehen? ;)

  13. 13
    DMJ

    “Und genau das ist dein Problem, Kleiner. Du bist ein Kind. Wenn du aber das Maul aufreisst wie ein Erwachsener, musst du damit rechnen, auch mal eins drauf zu kriegen wie ein Erwachsener.”

    Hui, das war fucking Eastwood! ;)

    Ich meine, man ist ja natürlich froh, dass die Typen solche Weicheier waren und sofort den Schwanz einzogen, aber irgendwie steigert ihr “Hey, wir sind Kinder, nimm Rücksicht auf uns!”-Geheule ihre Erbärmlichkeit noch mehr.

  14. 14
    Marcus

    Mein Blick streift die “Class of 1984″-DVD im Regal, und ich muss konstatieren, dass die juvenile delinquents auch nicht mehr das sind, was sie mal waren. :-)

    Ich muss allerdings sagen, dass ich mich, auch wenn es mich gewurmt hätte, aus der Sache rausgehalten hätte. Weil:

    – man kann ja nie ausschließen, ob solche Nasen nicht doch ein paar große Brüder herzaubern können (auch wenn diese Gefahr eher bei Kids mit Migrationshintergrund besteht), und ich halt physisch nicht imposant genug bin, um irgendwem allein durch Präsenz den Schneid abzukaufen.

    – wenn die Typen großkotzig und respektlos genug ist, hat man sie dann leicht selber an der Backe, und was dann, wenn sie sich von Worten nicht beeindrucken lassen? Zuschlagen ist ja, selbst wenn man gewinnen würde, hier keine Alternative. Egal, wie das angefangen hat, es ist wohl klar, wer nach Handgreiflichkeiten zwischen Erwachsenen und Kindern am Ende als der Schuldige dastehen wird.

    Wenn ich also in so eine Lage mal komme, dann hoffentlich nur, wenn Onkel Filmi gerade dabei ist. Dann heißt es für mich nur : “sit back and enjoy the show”. ;-)

  15. 15
    Wortvogel

    @ Marcus: Klar können solche Rotznasen tatsächlich Schläger in der Hinterhand haben – aber das Risiko besteht immer, dafür bekommen sie von mir keinen Freifahrtschein.

    Was tun, wenn sie partout nicht klein beigeben? Mein Bruder empfahl mir vor langer Zeit: ins Gesicht spucken. Tut nicht weh, demütigt aber ausreichend.

    Meine Konfrontation laufen auch erheblich entspannter, seit ich nicht mehr 64, sondern 104 Kilo wiege. Die Präsenz macht was aus.

  16. 16
    Exverlobter

    “Meine Konfrontation laufen auch erheblich entspannter, seit ich nicht mehr 64, sondern 104 Kilo wiege.”

    Das hilft doch aber meist nur, wenn es sich bei den 104 Kilo auch tatsächlich um Muskelmasse handelt.

  17. 17
    DMJ

    Der Rat des ins Gesicht Spuckens irritiert mich jetzt etwas. O_O
    Ich meine, klar wird dazu erst gegriffen, wenn eine Deeskalation nicht funktioniert, aber das ist eine SO klassische und direkte Herausforderung, dass es danach ja eigentlich drastisch werden MUSS.

  18. 18
    Wortvogel

    @ Exverlobter: Nein. Es reicht die Substanz.

    @ DMJ: Marcus sprach explizit von einer Situation, in der Worte nicht mehr helfen. Und falls das nicht klar war: ich meinte dabei als Gegner natürlich nur Rotzgören, die auf sonst nichts reagieren. Bei einem erwachsenen Mann ist Spucken sicherlich nicht angeraten. Bei dem kann ich allerdings auch zuschlagen, wenn es Not tut.

    Heutzutage müsste man sich eigentlich andere Strategien ausdenken: Hose runter, nackten Arsch (seinen!) fotografieren und dann bei Facebook posten. Könnte aber Kindesmissbrauch sein. Vielleicht lieber Handy wegnehmen und factory reset machen. Das gibt viel Arbeit.

    Nicht alles so ernst nehmen, Jungs. Ich will doch nur spielen :-)

  19. 19
    Peroy

    Wurde hier gerade wirklich angeraten, Kindern ins Gesicht zu spucken… ? Also, da bin ich dafür…

  20. 20
    Exverlobter

    “Nein. Es reicht die Substanz.”

    Ok.
    Otti Fischer war ja auch mal Bulle.

  21. 21
    Mieze

    Hmm .. wie ist die Situation eigentlich rechtlich zu bewerten?

    Nicht falsch verstehen, ich finde, Du hast es genau richtig gemacht ;) .. aber darf man jemanden am Nacken packen und aus einem Laden werfen? Ist das OK im Sinne des Hausrechtes? .. Kann ich mir in D kaum vorstellen .. *kratzamkopp* .. wobei .. die Security-Leute in der Disco sind ja auch nicht gerade zimperlich ..

  22. 22
    Wortvogel

    @ Mieze: Keine Ahnung. Sowohl McDonalds als auch den Bratzen steht es frei, mich anzuzeigen.

  23. 23
    Wortvogel

    Bevor einer fragt: MV war wohl langweilig.

  24. 24
    S-Man

    Vorweg: Was die grandiosen Automaten bei McD betrifft habe ich hier (http://spiritusman.blogspot.de/2011/07/really-fast-food.html) schon mal dargelegt ;)

    BTT: Wahres Leben: *Applaus* (meine bessere Hälfte guckt schon irritiert, dass ich nen Monitor anklatsche). Ich finds super! Weiter so! Besser mitm Messer in den Rippen bei einer Zivilcourage-Aktion als als sabbernder Alzheimer-Krebs-Patient.

    @flippah: Hihi, ich habs getan :) Aber mach dir nix draus, erkennen kann mans nicht ;)

  25. 25

    Um’s gleich zu sagen: wäre das einer meiner Jungs gewesen, hättest du jetzt eine Anzeige am Hals. Klar war das Scheiße, was da gelaufen ist, aber auf Verbalattacken handgreiflich zu reagieren – besonders gegenüber Minderjährigen – geht gar nicht. Da ist die Grenze klar überschritten.

  26. 26

    @ Rex: Ich hoffe doch mal, wenn das einer Deiner Jungs gewesen wäre, hätte der sich eh anders benommen, so dass die Situation so nie eingetreten wäre …?

  27. 27

    Ich hoffe nicht, aber manchmal steckt man nicht drin. Gruppendynamik und so. Manchmal lässt sich so eine Situation auch mit Humor lösen. Was wäre z.B. gewesen, du hättest dich zu ihnen gesetzt, mit ihnen ein Gespräch angefangen und ihnen ne Cola ausgegeben?

  28. 28

    Ich hab auch einen Sohn (und bin mir ziemlich sicher, dass der nie so wird), aber sollte der gruppendynamisch tatsächlich mal in so etwas hineingezogen werden, hätte der einen derartigen Dämpfer durchaus verdient. Ich erziehe doch keinen Idioten, der als Mitläufer nicht merkt, was ab geht. (In meiner rosaroten Papawelt steht er im Fall der Fälle aber dann zerknirscht vor mir und räumt das mit schiefem Grinsen sogar selber ein. ;) )

    Schläge und vergleichbares wären aber natürlich auch für mich ein Grund zur Anzeige.

  29. 29

    Die Grenze zwischen am Kragen packen, stoßen und schlagen ist fließend. Wo setzt du da an? Vor allem ist es das falsche Signal. Dieses Verhalten wird 1:1 übernommen, wie übrigens die Verbalprovokationen auch. Wo soll es denn auch anders herkommen als von Älteren oder Erwachsenen?

  30. 30

    Ich glaube, ich würde meinen Sohn einfach fragen. Wenn der sagt, er wurde geschlagen, dann gibt es eine Anzeige. Aber, wie gesagt, ich erhoffe mir einen Sohn, der so etwas auch mit zwölf schon selbstreflektierend genug verstehen (und im Idealfall zu vermeiden wissen) wird.

    Ist natürlich alles noch theoretisch, meiner ist gerade mal sieben …

  31. 31
    OnkelFilmi

    @Marcus: In so Situationen wirst Du zumindestens beim FFF ja nie kommen, weil ich (wie vor 3 Wochen) ja schon auf dem Weg zum Cinedom natürliche Auslese mit dem Kroppzeug spiele…

  32. 32
    Howie Munson

    @Rex Kramer: Interessanter ist, was du in dem Fall mit deinen Sohn machen würdest… und geh doch einfach mal spaßeshalber davon aus, das er nicht nur Mitläufer gewesen wäre.

  33. 33
    Wortvogel

    @ Rex: Echt jetzt? “Die Grenze zwischen am Kragen packen, stoßen und schlagen ist fließend”? Wenn ich deinen Sohn am Kragen packe, gehst du zur Polizei? Na viel Spass. Solche Väter erzeugen solche Söhne.

    Und klar – es wäre das “richtige Signal” gewesen, die Jungs einfach weiter einen geistig verwirrten Mann trietzen zu lassen. Prima Einstellung.

  34. 34
    Dietmar

    Eigentlich hätte McDonalds sein Hausrecht durchsetzen müssen. Schon, als der Verwirrte Gäste anrempelte. Es geht eigentlich nicht an, dass solche Situationen von den Gästen geklärt werden müssen. M. W. darf man angemessene körperliche Gewalt nur zur Notwehr und zur Abwehr eines Notstandes anwenden. Würde ich hier noch nicht sehen. Auf der anderen Seite ist es in meinen Augen richtig, Grenzen zu ziehen, damit so etwas nicht noch weiter eskaliert. Cola ausgeben? Läuft nicht, denke ich. Zu anbiederndes und sicher sofort durchschautes Manöver, das die Pöbler auch noch durch Belohnung bestärkt. Humor funktioniert auch nur, wenn man den solch einer Gruppe trifft. Wie sollte das aussehen? Nein, da muss man schon ernsthaft bleiben, sonst macht man sich selbst auch schnell zur Lachnummer; wenn man nicht sowieso schon als solche gesehen wird.

    Von Haus aus und meiner Erziehung her wäre körperliche Gewalt ein probates Mittel, um so etwas zu klären. Bei Kindern wie diesen ähnlich wie hier. Das lag mir aber nie, also mache ich das auch nicht. Mein Vater war da anders (wahre Anekdote ahead): Er wurde mal auf einem öffentlichen Fest von jungen Männern als Opfer auserkoren, über das man sich lustig machen könne. Das hat er scheinbar komplett ignoriert. Als mein Bruder sich dann einschaltete und einen der Typen bat, das zu lassen, schlug dieser unvermittelt zu. Er hatte auf eine Reaktion nur gewartet. Sofort schlug mein Vater mit der flachen Hand zu, und der Schläger blieb benommen liegen, um dann von seinen Kumpels gestützt hinaus zu wanken. Der, mit dem sich mein Vater unterhalten hatte, fragte verständnislos, warum er denn nicht mit der Faust zugeschlagen hätte. Mein Vater knurrte: “Ich wollte, dass er auch wieder aufsteht.” Gute alte Zeiten, wo eine Prügelei noch zuende war, wenn jemand am Boden lag, und die Ehre es verbot, Anzeige zu erstatten, wenn man selbst der Provokateur war …

  35. 35
    gerrit

    Alles richtig gemacht. Bis auf den Besuch im Fresstempel. Das Glück des Tüchtigen.

  36. 36
    G

    @Rex: Wenn du die Bälger einfach weiter jemanden quälen lässt, der sich nicht wehren kann, manchst du dich auf alle Fälle eher einer Straftat schuldig, als wenn du die Biest am Kragen packst und vor die Tür beförderst. Wie würdest du eine solche Anzeige denn argumentieren? “Herr Wachtmeister, mein Sohn hat mit seinen Freunden einen Menschen mit psychischen Problemen verbal gequält und der böse Mann hat ihn am Kragen gepackt und davon abgehalten weiter zu machen!”? Das Gesicht von dem Polizisten möchte ich dann gerne sehen, machst du für mich Foto?
    Wenn – wie oben beschrieben – den Rotzbälgern von ner Angestellten gesagt wurde, dass sie sich verpissen sollen und die einfach mit ihrer Scheißaktion weitermachen, dann brauchen sie sich nicht wundern, wenn ne entsprechende Reaktion von jemand anderem kommt.
    Übrigens: Wenn du dann tatsächlich Anzeige erstatten möchtest, signalisierst du deinem Sohn, dass das schon ok ist, was er gemacht hat. Das würde ich an deiner Stelle nicht vergessen. Und nein, der Unerschied zwischen am Kragen packen und jemanden zu schlagen ist NICHT fließend, sowas zu behaupten ist schon ein wenig lächerlich.

  37. 37
    Dietmar

    @G: Auch wenn ich das richtig finde, was Wortvogel gemacht hat, ist es tatsächlich körperliche Gewalt, die nicht erlaubt ist. Das Gewalt-Monopol liegt beim Staat, wir dürfen uns dieser nur in Spezialfällen bedienen, den ich hier aber eher nicht sehe.

  38. 38
    G

    @Dietmar: Das würde ich so icht sagen. Der Wortvogel kann immer noch argumentieren, dass er den Konflikt unterbunden hat, bevor schlimmeres passiert ist (was ja durchaus möglich ist).

  39. 39
    Dietmar

    @G: Das könnte man versuchen, erfüllt aber wohl nicht das Tatbestandsmerkmal der Notwehr oder Nothilfe (wenn das der richtige Begriff ist). Im Grunde hat er das Hausrecht ausgeübt, ohne dazu berechtigt zu sein.

  40. 40
    G

    Hm Ist halt die Frage, ob ein am Kragen packen als übertrieben ausgelegt wird oder nicht. Zu einer Anzeige wird es in so einem Fall trotzdem eher nicht kommen und zwar ganz einfach deshalb, weil sich wohl kein elternteil gerne Erziehungstipps von der Poliei abholen möchte (die dann wohl bestimmt kommen würden).

  41. 41
    Dietmar

    @G: Man darf nur das zur Abwendung der unmittelbaren Gefahr Notwendige tun. Wenn mich jemand mit mit der Hand schlagen will, darf ich ihn nicht erschießen. Hier war keine unmittelbare Gefahr, also darf man auch keine Gewalt anwenden.

    Aber das ist laienjuristisch und hypothetisch. Ich finde das ja eigentlich richtig und denke auch nicht, dass da eine Anzeige käme, die auch lächerlich wäre.

  42. 42
    G

    Stimmt eigentlich. So gesehen wäre es – um auf der sicheren Seite zu sein – fast besser, einfach die Leute vom MCDoof energisch dazu aufzufordern, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen. Ist halt die Frage, ob das was bringt.
    Außerdem machts so mehr Spaß denke ich. ;)
    Ich erkläre den Wortvogel einfach zum Sheriff von Schwabing mit allen Sonderrechten, damit ist das jetzt ohnehin hinfällig. :D

  43. 43
    LHME

    Einige Kommentare sind schon ganz schön traurig zu lesen , das sind genau die Leute die eben nichts machen und still daneben sitzen obwohl wie wissen, dass drei Meter was unrechtes passiert. Ich kenn das doch, und tatsächlich könnte man den wortvogel anzeigen , das kann man immer, da muss gar nichts passiert sein. Aber wie oben schon richtig bemerkt wäre das wohl ein Signal an die drei, das dann den Rest der Erziehung sinnlos werden lässt : du darfst dich wie ein arsch benehmen und wenn dir einer blöd kommt zeig ihn an. Dann nur noch zu steigern durch: die Polizei hat doch keine Ahnung den einfach gehen zu lassen…. Alles schon durch …. N paar moralisch sattelfeste sherrifs in der Stadt kann es aus meiner Sicht immer brauchen

  44. 44
    Dietmar

    @LHME:

    Einige Kommentare sind schon ganz schön traurig zu lesen , das sind genau die Leute die eben nichts machen und still daneben sitzen obwohl wie wissen, dass drei Meter was unrechtes passiert.

    Das eine ebenso mutige, wie nicht gut begründete Schlussfolgerung. Ich hätte jedenfalls Schwierigkeiten, von den Kommentaren auf grundsätzliche Charaktermerkmale und insbesondere mangelnde Zivilcourage der Kommentatoren zu schließen.

    @G: Au ja, das machen wir so. :-)

  45. 45

    “Wenn ich deinen Sohn am Kragen packe, gehst du zur Polizei? Na viel Spass. Solche Väter erzeugen solche Söhne.”

    Und solche Sätze zeigen, wie wenig du kapierst. Denn anstatt die Spirale aus Wut, Frustration und Gewalt weiter voranzutreiben, hättest du den Kreislauf unterbrechen und deeskalierend eingreifen können. So hätte Souveränität ausgesehen. Es ist auch bezeichnend, dass du dafür den Applaus aus der falschen Ecke bekommst.

    Ich bin übrigens Dietmars Meinung. Vermutlich wäre es das beste gewesen, das Gespräch mit der Filialleitung zu suchen. Aber natürlich ist für alle, die nicht selbst dabei waren, die Situation schwer einzuschätzen.

  46. 46
    Dietmar

    @Rex: Deeskalation ist gut. Etwa so:

    Und solche Sätze zeigen, wie wenig du kapierst.

    ;-)

    Was meine kleine Anekdote auch zeigen sollte, war, dass Deeskalation und “Wir sollten mal reden, du” nicht funktioniert, wenn jemand auf Streit aus ist. Ich wage aus Lebenserfahrung die Prognose, dass diese Jungen mit Vernunft nicht ruhig zu stellen wären.

  47. 47

    Und meine Erfahrung sagt, dass das nur Maulhelden waren. Die hättest du schon ruhig gestellt, wenn du dich mit deinem Tablett an deren Tisch gesetzt und in aller Seelenruhe weiter gegessen hättest.

    Wer auf ernsthaften Streit aus ist, labert nicht lange rum. Er wird handgreiflich, so wie der Wortvogel. Man sollte fein abwägen, wo Zivilcourage endet und Selbstjustiz beginnt.

  48. 48
    Wortvogel

    @ Rex: Du hast wirklich komplett einen an der Waffel.

    Kinder beim Kragen packen und aus der Filiale schieben ist demnach “handgreiflich werden” und gleichzusetzen mit “schlagen”? Du hast demnach deine Kinder noch nie angefasst, nie von was weg gezogen, nie gepackt oder ihnen mal einen Klapps auf den Hinterkopf gegeben? Wow. So sieht wahres Heldentum aus.

    “Denn anstatt die Spirale aus Wut, Frustration und Gewalt weiter voranzutreiben, hättest du den Kreislauf unterbrechen und deeskalierend eingreifen können. So hätte Souveränität ausgesehen.”

    Ich habe den Kreislauf unterbrochen, den Konflikt beendet. So sieht Deeskalation aus. Innerhalb von fünf Sekunden.

    Natürlich waren das Maulhelden (die übrigens nicht an einem Tisch saßen, wie meine Geschichte klar macht – soviel zu deiner “Strategie”, sich dazu zu setzen). Das macht es dann auch okay, einen mental beeinträchtigten Mann zu demütigen. Ich finde es schön, wie sehr bei dir das Recht der Kinder, nicht angefasst zu werden, vor dem Recht der “Behinderten” (lack of a better term) kommt, nicht belästigt zu werden.

    Du hättest den Filialleiter geholt (was ich nicht glaube, weil du wie ein klassischer Weggucker klingst)? Und der hätte dann was gemacht? Die Kinder aufgefordert, es zu lassen? Wie die Kassiererin? Das hätte sicher geholfen. Schon klar: immer schön andere suchen in der Hoffnung, dass DIE sich vielleicht einmischen. Nur nicht selber tätig werden.

    Die meisten Leser hier stimmen mir zu (vor allem, weil sie in der Aktion korrekterweise kein “schlagen” sehen). Dem mit dem Satz zu begegnen “”Es ist auch bezeichnend, dass du dafür den Applaus aus der falschen Ecke bekommst”, ist schäbig. Dafür wäre in meinen Augen eine Entschuldigung fällig.

    Und zu guter Letzt: Es würde mir gefallen, wenn du mal den Versuch machen würdest, mich wegen sowas anzuzeigen. G hat das SEHR schön formuliert:

    “Herr Wachtmeister, mein Sohn hat mit seinen Freunden einen Menschen mit psychischen Problemen verbal gequält und der böse Mann hat ihn am Kragen gepackt und davon abgehalten weiter zu machen!”? Das Gesicht von dem Polizisten möchte ich dann gerne sehen, machst du für mich Foto?”

    Zusammen gefasst: In meinen Augen ist dein moralischer Kompass komplett durch den Wind und trägt nicht zu Deeskalation bei, sondern gebiert eine Gesellschaft von verantwortlungslosen kleinen Drecksäcken, die nur zwei Reaktionen auf ihre Eskapaden kennen: wegducken (Fremde) und bestätigen (Eltern). Die kannst du mittlerweile auf jedem Schulhof besichtigen. Vielen Dank dafür.

  49. 49

    Na auf den Wolkenatlas bin ich mal gespannt, davon habe ich noch gar nichts mitbekommen.
    Ich habe mich gerade ein wenig drüber Informiert und bin dabei auf die iMDb von den Wachowskis gestoßen und ich finde der Larry, http://www.imdb.com/name/nm0905154/ hat sich ganz schön gemacht.
    Respekt.

    so long.

  50. 50
    Nobby

    @Wortvogel, 48:
    Oha. Nach dem Kommentar bin ich jetzt plötzlich nicht mehr so sicher, ob der Titel “Scheriff von Schwabing” wirklich sarkastisch gemeint gewesen war…

  51. 51
    Wortvogel

    @ Nobby: Mal wieder empört? ;-)

  52. 52
    Nobby

    @Wortvogel: Mal wieder unsachlich? ;)

  53. 53
    G

    @Rex: Ich hätte gerne eine Antwort auf meinen Kommentar (Nr. 36).
    Und im übrigen fühle ich mich durch dich und den Satz ”Es ist auch bezeichnend, dass du dafür den Applaus aus der falschen Ecke bekommst” beleidigt. Es ist schon bezeichnend, dass du uns jetzt alle so hinstellst, als ob wir ein Haufen verhinderter Hilfsrambos wären, so hört sich das nämlich an für mich.

  54. 54
    G

    @Nobby: Was heißt hier unsachlich? ;)

  55. 55
    Wortvogel

    @ G: Nobby war mal schwer empört, dass ich mich über dicke Eurovision-Sängerinnen lustig gemacht habe. Er schwor, hier NIE NIE wieder vorbei zu schauen. Hat er nicht durchgehalten. Nun erlaube ich mir, ihn damit zu foppen.

  56. 56
    G

    @Wortvogel: Na, das Nobby das nicht gefallen hat, musst du schon verstehen. Schließlich war Nobby selber mal ne dicke Eurovision-Sängerin. :) (Nur Spaß)

  57. 57
    Howie Munson

    @Rex:

    Und meine Erfahrung sagt, dass das nur Maulhelden waren.

    Dann plauder doch mal aus deiner Erfahrung, hatte ich weiter oben ja schon angeregt. Also was sollten Eltern von Maulhelden machen, damit diese nicht zu Schläger durch die traumatischen Erlebnisse eines Rauswurfs werden?

  58. 58
    Mencken

    @Robert: Alte Geschichte. Auf den Wolkenatlas bin ich aber auch sehr gespannt, schön, mal wieder ein ambitioniertes Projekt zu sehen.

    @Wortvogel: Um Rex mal ein wenig zu verteidigen: Ich denke schon, daß man zuerst den Filialleiter hätte holen sollen, einfach, weil dieser berechtigt ist, das Hausrecht auszuüben. Dieses direkt selbst zu machen, ist (juristisch (nicht moralisch) betrachtet) tatsächlich problematisch, was auch für das “am Kragen packen” gilt.

    Davon ab ist ein Eingreifen selbstverständlich besser als reines Wegsehen, aber ich finde es durchaus legitim zu überlegen, ob es nicht pädagogisch bessere Möglichkeiten gegeben hätte (was ich schlichtweg nicht beurteilen kann, zumindest vorstellen kann ich mir aber, daß auch das reine Hinausbefördern von den Kindern als Demonstration von “Might is right” empfunden werden kann (was man dann wiederum natürlich entweder billigend als kleineres Übel in Kauf nehmen kann oder nicht), wobei die Diskussionsform bei Rex sicherlich nicht optimal war (bei vielen anderen Kommentatoren aber leider zusehends auch nicht mehr).

  59. 59
    Dietmar

    (Zur Erläuterung meines Standpunktes: Ich bin vor allem aus beruflichen Gründen möglicherweise übervorsichtig, was körperlichen Kontakt jeder Art zu Minderjährigen betrifft. Man muss befürchten, heute tatsächlich schnell Eltern an der Backe zu haben, die einem latente Gewalttätigkeit oder sexuelle motivierte Berührungen unterstellen. Oder anders gesagt: Wäre ich nicht, was ich bin, wäre ich viel cooler.

    Öhm …

    Oh, Eigentor …

    tja…

    Zum Fall: Ja, das hat offenbar gewirkt und war, auch weil objektiv keines der Kinder irgendwie verletzt oder beeinträchtigt worden ist, die richtige Maßnahme.)

    @Mencken: Ehrlich, wo entgleisen den viele Kommentatoren zunehmend? Ich sehe das wirklich nicht.

  60. 60
    Nobby

    @Wortvogel: “NIE NIE wieder”? Da bin ich aber mal auf einen Beleg gespannt. Jaja, ich weiß, ätzend, immer dieses nervige Pochen auf Beweise… ;)

    Ich dachte eigentlich, dass mir die Proving a Negative-Sache länger nachhängen würde. Dass zwecks Diskreditierung meiner Person jetzt wieder die dicke Isländerin ausgepackt wird, wundert mich, war sie doch lediglich ein Beispiel für einen durchaus kritikwürdigen chauvinistischen Schreibstil. Aber dem Publikum scheint’s ja zu gefallen, gibt ja regelmäßig Applaus für solche Grobheiten. ;)

    So, genug getrollt. Zur Sache: In Bezug auf Vorbildrolle und Gewaltspirale möchte ich Rex und Dietmar Recht geben. Ganz allgemein allerdings und nicht notwendigerweise auf diesen Fall bezogen. Eine “Law & Order”-Attitüde mag die akute Situation vielleicht zügig klären, aber eine dauerhafte Problemlösung ist das sicherlich nicht.

  61. 61
    Wortvogel

    @ Mencken: Zu “Wolkenatlas” DARF ich leider noch nichts sagen. Aber das wird sich in zwei Wochen ändern.

    Sorry, aber ich wäge das selbstherrlich ab: kann ich so einen Konflikt mit einem Minimalaufwand an Körperkraft und Einsatz beenden oder mache ich ein riesen Fass auf, in dem ich ernsthaft versuche, einen Filialleiter zu organisieren – im Zweifelsfall wären die Bratzen einfach feixend abgehauen. Dass ich mich rein juristisch in einer Grauzone bewege, ist mir klar – aber das ist man immer, wenn man sich entscheidet, einzuschreiten.

    Hängen wir diese alberne Anekdote mal nicht zu hoch, aber es hat historisch gesehen immer gerne an Leuten gemangelt, die sich zum Einschreiten verpflichtet sehen, wenn Schwächere drangsaliert werden. Ich nehme die Gefahr, dafür belangt zu werden, gerne hin, wenn ich dafür das gute Gewissen habe, der Belästigung einer hilflosen Person nicht zugesehen (oder weggesehen) zu haben.

    Umgekehrt wird auch ein Schuh draus: hätte ein arschlöchriger Pferdeschwanzträger mit Nietenarmband den drei Bengeln die Pommes weg genommen, hätte ich nicht weniger konsequent eingegriffen. Mein Motivator ist Unrecht, nicht Kinderhass.

    Was “might is right” angeht: Es waren ja die Kids, die dachten, unantastbar zu sein. Wenn es dem “System” (hier mal undefiniert) nicht gelingt, dem entgegen zu treten, kann die Warnung nur sein: “more might makes more right”. Es ist nie die beste Lösung und führt auch selten zur Erkenntnis, aber ich halte es für naiv zu glauben, dass man an so einer Stelle mit pädagogischen Prinzipien aus den 70ern was ausrichten kann.

  62. 62
    Mencken

    @Dietmar: Ich wollte einfach keine einzelnen Beiträge nennen und etwas deeskalierend wirken. Rex und die Antwort vom Wortvogel fand ich beide schon sehr grenzwertig und G scheint ja auch etwas verärgert, da kann es dann schnell mal unnötig scharf im Umgangston werden.

  63. 63
    Dietmar

    Ich wollte einfach … etwas deeskalierend wirken.

    Schade … ;-)

  64. 64
    Wortvogel

    @ Nobby: Ich brauche dir gar nichts zu beweisen. Warum auch?

    Diskreditierung deiner Person? Komm mal wieder runter…

    “Eine “Law & Order”-Attitüde mag die akute Situation vielleicht zügig klären, aber eine dauerhafte Problemlösung ist das sicherlich nicht.” – und genau das habe ich auch nie behauptet. Aus diesem Einzelfall eine generelle Einstellung zur Konfliktlösung zu lesen, ist unzulässig. Ich bevorzuge verbale, im Idealfall sogar freundliche Konfliktlösung. Aber ich akzeptiere auch, dass sie nicht immer funktioniert.

    In DIESEM Moment, in DIESER Situation und bei DIESEN Kombattanten war mein Vorgehen in meinen Augen gerechtfertigt. Und das Ergebnis stützt die These.

    @ Dietmar: Gut gesprochen. Das bringt mich auf ein sogar prägnanteres Beispiel: Hätte jemand die Kids mit GEWALT aus der Filiale befördern wollen oder sie gar direkt geohrfeigt, wäre ich sofort eingeschritten. Weil es um die Wahl der Mittel geht und die Übergänge eben nicht fließend sind.

  65. 65
    G

    @Dietmar: Du bist nicht zufällig Lehrer, da du weißt, wie schnell man Probleme mit Eltern haben kann, oder?

  66. 66
    Dietmar

    @G: Der pädagogische Anteil meiner Arbeit ist verhältnismäßig groß. (Schwurbeln kann so schön sein!)

  67. 67
    Wortvogel

    @ G: Mir hat ein ehemaliger Lehrer (mittlerweile Schulleiter an einer Problemschule) vor zwei Jahren erzählt, dass sich die Machtverhältnisse radikal verschoben haben. Früher hat man bei Schülern, die sich ständig daneben benommen haben, die Eltern einbestellt und die wurden dann angehalten, den Nachwuchs in die Pflicht zu nehmen. Heute bekommt er auf Schreiben an die Eltern meist eine Replik vom Anwalt, der sich verbittet, die Schüler als Problemfälle auszugrenzen. Es gibt bei vielen Eltern keinerlei Schuldgefühl mehr oder keine Einsicht, dass sie für Fehlverhalten ihrer Kinder (mit)verantwortlich sind.

  68. 68
    G

    Ja aber musst du aufgrund deiner Arbeit hin und wieder 50 Minuten lange Einheiten zu einem bestimmten Thema vor einer völlig desinteressierten Meute von Pubertierenden abhalten? *ggg*

  69. 69
    Dietmar

    @G: Auch das hat sich verändert: Bis vor Kurzem sind die Schüler zu mir gekommen, weil sie für eine Sache motiviert waren und etwas erreichen wollten. Heute sind die durch Turbo-Abitur und Ganztagsschulen derartig in Beschlag genommen, dass, wenn sie denn kommen, ich eine Art Alleinunterhalter bin, der an Standards anzuknüpfen versucht, die früher (also vor zwei, drei Jahren) leicht zu erreichen waren. Klassen habe ich auch unterrichtet, aber das ist heute eher selten. Lehrer an Schulen zu sein, ist kein Spaß.

  70. 70
    G

    @Wortvogel: das kann ich mir vorstellen, hab ja selber schon unterrichtet. Bei mir war es so, dass mir die Elternvertreterin mal gesagt habe, dass ja ach so viele Eltern schon total indigniert wären, weil sie schon öfter zu mir hätten kommen müssen. Es war genau einer öfter als einmal da. Schon astrengend, wenn man für sein Kind die Verantwortng tragen muss.

  71. 71
    G

    Andererseits bekomme ich heute noch Nachrichten von Schülern, dass ich doch bitte wiederkommen soll, weil meine Nachfolger mir nicht das Wasser reichen können. Das macht mich schon stolz.

  72. 72
    Wortvogel

    @ G: Ich kann als Schüler einer sozialliberalen Problem-Megaschule der 70er und 80er eins ohne Abstriche sagen: wir ALLE haben die Lehrer geliebt, die uns Grenzen gesetzt haben, die für eine ordentliche Struktur im Unterricht sorgen konnten. Zu denen haben wir auf gesehen, weil Lehrer eben doch eine Autorität sein müssen, ein Vorbild. Die kumpelhaften Schluffis, dei gleich geduzt werden wollten und immer versicherten, “dass wir doch alle auf einer Ebene diskutieren”, die haben wir gefressen und ausgespuckt. Die hat kein Mensch respektiert.

    Ich rede nicht der Strenge und der Zucht das Wort, sondern der Führung und dem Vorbild. Von dem eben erwähnten Lehrer habe ich weit mehr bekommen als Lehrstoff – er war mein moralischer Kompass zu einer Zeit, da ich aus dem Elternhaus in der Richtung wenig erwarten konnte.

  73. 73
    DMJ

    Ich bin keiner der Leute, die ständig verlangen, man müsse gegen eine monströs gewordene Jugend härter vorgehen, aber Rex’ Standpunkt befremdet mich schon.

    Er hält es für das richtige Signal, Leuten, die in der Gruppe einen einzelnen Schwächeren drangsalieren eine Cola auszugeben? Ihnen beizubringen, dass sie sich dafür bezahlen lassen sollen, sich an die Regeln der Gesellschaft zu halten?
    Aber im Gegenzug für solche Kulanz für Arschlöcher wird gleich heulend nach GSG9 gerufen, wenn jemand das kostbare, unfehlbare und ja durch Mittläufertum vollkommen unschuldige Aggro-Balg nicht verletzt, nicht beleidigt, sondern einfach nur rausschmeisst, um den Angegriffenen zu schützen?

    In solchen Momenten verstehe ich, wie Leute zu der Ansicht kommen können, von der ich mich oben distanziert habe und es noch immer tun möchte.

  74. 74
    Wortvogel

    @ DMJ: DANKE! Das beruhigt mich. Entgegen der vielleicht vorherrschenden Meinung hinterfrage ich mich durchaus und selbst Kommentare wie der von Rex führen mich in Zweifel: habe ich vielleicht tatsächlich völlig überreagiert? Fehlt mir vielleicht der pädagogische Ansatz? Dein Kommentar (und einige andere) macht mir dann wieder klar, dass ich nicht total daneben liege, wenn ich der Meinung bin, dass Kids nicht so einfach unterlegene Menschen drangsalieren dürfen – und dass klares Eingreifen nicht gleich Kindesmisshandlung ist.

  75. 75
    G

    @Wortvogel: Dann wäre ich wohl dein Lieblingslehrer geworden. ;) Diese “Schluffis” kann ich nmämlich auch nicht ab.

  76. 76
    Exverlobter

    Muss beim Lesen der Kommentare hier an die Boston Legal Episode denken, die ich gestern gesehen habe.(auch wenn der Vergleich hinkt, ich weiß):

    Anwalt Brad Chase (Mark Valley) nimmt das Gesetz selbst in die Hand, hackt zum Wohle eines Kindes einem katholischen Pfarrer mit einer Axt die Finger ab, wird auf Körperverletzung verklagt, aber von den Geschworenen dennoch freigesprochen und als Held angesehen.

  77. 77
    G

    “Aber im Gegenzug für solche Kulanz für Arschlöcher wird gleich heulend nach GSG9 gerufen, wenn jemand das kostbare, unfehlbare und ja durch Mittläufertum vollkommen unschuldige Aggro-Balg nicht verletzt, nicht beleidigt, sondern einfach nur rausschmeisst, um den Angegriffenen zu schützen?”

    So ist es aber. Und du glaubst zusätzlich gar nicht, wie oft du als Lehrer die Antwort “In der Schule müssen aber sie mein Kind unter Kontrolle halten, dafür bin ich nicht verantwortlich und mein Kind ist gut erzogen!” bekommst. Und das nur, weil du mal die Eltern angerfen hast, weil ihr Sonnenschein sich mit zwölf immer noch schreiend auf den Boden schmeißt, weil du ihm zum wiederholten Mal das Handy weggenommen hast und sie es nun für ihren kleinen Prinzen in der Direktion der Schule abholen müssen.

  78. 78
    G

    Nur um eines klarzustellen: 90 Prozent der Schüler wissen schon noch, wie man sich zu benehmen hat. Die restlichen zehn machen halt gerne Probleme (was aber nicht heißt, dass der Job als Lehrer nicht trotzdem Spaß macht, denn das tut er).

  79. 79
    Wortvogel

    @ G: Wir haben im engsten Freundeskreis knapp zehn Kinder in dem Alter. Ich kann für JEDES meine Hand ins Feuer legen. Natürlich sind 90 Prozent der Kids “normal”, aber die hört man dann in der Menge eben nicht raus. Es sind die Schreier, die auffallen. Leider.

    @ Exverlobter: Das passt gar nicht. Ich habe niemandem Gewalt angetan.

  80. 80
    DMJ

    @Exverlobter:
    Na jaaaa… die Assoziation ist nun etwas wenig naheliegend, da “Folter per Verstümmelung” (noch dazu durch einen Juristen) und “am Kragen packen und rausschmeissen” (von einem Zivilisten) doch nicht nur unterschiedliche Liga, sondern unterschiedlicher Sport sind. ;)

  81. 81
    Exverlobter

    Ach ja, IMO ist ein bisschen anfassen schon OK. Ich wurde von meinem Lehrer ja auch mal leicht geschlagen (da war ich aber schon fast volljährig)
    Matheunterricht 12. Klasse. Ich habe eine Frage weil ich mal wieder was nicht verstanden hatte. Herr Fischer kommt auf mich zu, fängt auf einmal an leicht auf meinen Kopf zu hauen.
    Der sarkastische Kommentar: “Hörst du dieses Geräusch? Ich wusste es ja schon immer. Das ist alles total hohl bei dir da drinnen” !

    Kein Witz.

  82. 82
    G

    @Wortvogel: So ist es. Gott sei Dank sieht man als Lehrer die anderen 90 Prozent auch in der Klasse.

  83. 83
    Exverlobter

    @DMJ
    Ich sagte ja, der Vergleich hinkt, aber irgendwie musste ich trotzdem daran denken.

  84. 84
    DMJ

    @Exverlobter:
    Also DAS ist für mich ein Beispiel, was gerade nicht okay ist. Das ist unprovozierte, demütigende Gehässigkeit, mit der jemand sich auf Kosten Schutzbefohlener aufspielt.

  85. 85
    G

    @Exverlobter: Das finde ich wiederum absolut NICHT okay und zwar deshalb, weil er dich nicht nur angefasst hat, ohne dass du etwas Schlimmes getan hättest, sondern weil er dich auch noch vor der versammelten Klasse als blöd bezeichnet hat.

  86. 86
    Exverlobter

    @DMJ
    Meinst du das Beispiel mit meinem Lehrer? Ich habe den zuletzt mal gegoogelt und festgestellt, dass er vor kurzem in den Ruhestand gegangen ist. Das stand in der Verabschiedung.

    “Jürgen Fischer wurde wegen seiner konsequenten Haltung von den Schülern zum beliebtesten Lehrer gewählt.”

    http://www.suedwest-aktiv.de/region/reutlingernachrichten/stadt_und_kreis_reutlingen/4616605/artikel.php

    Der war von seiner Art her immer etwas ruppig, aber ich hab es ihm trotzdem nicht übel genommen. Leute die Disziplin fordern werden trotz allem gerade deswegen respektiert.
    Der hätte wie der Wortvogel gesagt: Nehmt es nicht so ernst, ich will doch nur spielen.

  87. 87
    DMJ

    Nun ja, ich will niemanden vorschreiben, was er sich gefallen lassen darf und vielleicht war das allgemeine Verhältnis freundschaftlich und wie du sagst, ruppig genug, um so etwas zu erlauben, aber im Luftleeren Raum klingt die Geschichte doch recht arschlöcherig.

  88. 88
    G

    Wenn du es ihm nicht übel genommen hast – okay. Ich finde es trtozdem daneben.

  89. 89
    Exverlobter

    @DMJ
    @G

    Das ist in der Tat ein schmaler Grat. Ich hatte zwei Lehrer, die als besonders streng galten. Beide kamen aber exakt zu kontraren Ergebnissen.Man muss da halt das gewisse pädagosiche Geschick beweisen.

    Während Herr Fischer trotz seiner “konsequenten Haltung” sehr beliebt bei den Schülern war, erreichte der andere Lehrer, Herr Schill, exakt das Gegenteil. Der hat andere in der Tat immer richtig runtergemacht, den Hass der ganzen Schule auf sich gezogen, und die Leute dann auch noch derartig demotiviert, dass unsere Klasse im Unterricht im Vergleich zu den anderen Lehrern am Ende des Jahres sogar 3 Wochen im Rückstand mit dem Lernstoff war.
    Die ganze “Bei mir braucht ihr Disziplin” Sache hatte letztendlich nichts gebracht.
    Herr Fischer hingegen hatte das richtige Maß an Zuckerbrot und Peitsche in ein perfektes Zusammenspiel gebracht, und damit letzendlich nicht nur sein gefordertes Maß an Disziplin erreicht, sondern auch noch die ganzen Sympathien auf sich gezogen.
    Aber da die richtige Balance zu finden ist schwierig, da braucht man wohl sehr viel Menschenkenntnisse

  90. 90
    Dietmar

    Ein Großteil pädagogischer Fähigkeiten lässt sich durch das Studium nicht erwerben. Wer die grundsätzliche Veranlagung oder das grundsätzliche Interesse (so nenne ich das jetzt mal) nicht hat, kann nicht zum Lehrer gemacht werden.

  91. 91
    OnkelFilmi

    @Rex: Das, was Du da vor Dich hinblubberst, nennt man Appeasement. Wie gut das klappt, hat man ja schon ’39 gesehen…

    Als ich während des FFF (Köln) auf dem Weg zum Cinedom war, gingen auf der gegenüberliegenden Straßenseite drei angetrunkene Kerle Anfang 20. Ein junges Mädchen kam ihnen entgegen, sie versuchten sie anzugrabschen, aber das Mädel rannte schnell an ihnen vorbei, woraufhin einer der Kerle seine Bierflasche auf ein paar Schwäne warf, die im Teich nebenan ihre Runden drehten.

    Was hätte ich also Deiner Meinung nach tun sollen? Stehenbleiben, zu den Jungs rufen, daß ich das absolut nicht gutfinde, und sie bitte dableiben sollen, damit ich die Polizei (Filialleiter gibt’s da ja nunmal leider nicht) rufen kann?

    Da finde ich meine Lösung doch besser:

    Ich bin über die Straße, hab dem Flaschenwerfer eins auf die Nase gehauen, und seinen entsetzten Kollegen gesagt, daß sie sich verpissen sollen, sofern sie nicht RICHTIG Ärger mit mir bekommen wollen.

    Woraufhin sie ihren Freund vom Boden aufgehoben und Fersengeld gegeben haben.

    Ich schliesse mal mit einem Zitat, mit DEM Zitat, aus Heinlein’s “Starship Troopers”:

    “Anyone who clings to the historically untrue — and thoroughly immoral — doctrine that “violence never solves anything” I would advise to conjure up the ghosts of Napoleon Bonaparte and of the Duke of Wellington and let them debate it. The ghost of Hitler could referee, and the jury might well be the Dodo, the Great Auk, and the Passenger Pigeon. Violence, naked force, has settled more issues in history than has any other factor, and the contrary opinion is wishful thinking at its worst. Breeds that forget this basic truth have always paid for it with their lives and freedoms!”

  92. 92
    DMJ

    Nicht, dass mir die grabschenden Schwanbeschmeisser sympathisch wären, aber das ist nun noch wieder ein anderer Fall – da hast du ja keine Gefahr abgewendet, sondern gewissermaßen gerächt. Und das nähert sich dann nun doch dem fragwürdigen Bereich.

    – Und ST zu zitieren ist generell IMMER ein schlechter Schachzug, so man es nicht als Position des Anderen verwendet. ;)

  93. 93
    heino

    Da muss ich DMJ zustimmen, das war eine verständliche, aber ebenso fragwürdige wie strafbare Reaktion….

  94. 94
    Nobby

    @Rex: Das, was Du da vor Dich hinblubberst, nennt man Appeasement. Wie gut das klappt, hat man ja schon ’39 gesehen…

    Ah, endlich, Godwin’s Law… ich dachte schon, das wird nix mehr. ;)

    Nicht, dass mir die grabschenden Schwanbeschmeisser sympathisch wären, aber das ist nun noch wieder ein anderer Fall – da hast du ja keine Gefahr abgewendet, sondern gewissermaßen gerächt. Und das nähert sich dann nun doch dem fragwürdigen Bereich.

    Das ist kein fragwürdiger Bereich, sondern glasklar Körperverletzung. Und die Tatsache, dass OnkelFilmi es für angebracht hielt, dieses Beispiel in den Kontext von Wortvogels Kinderschubserei zu rücken, legt nahe, dass Rex mit seiner Einschätzung vielleicht gar nicht so falsch lag:

    Die Grenze zwischen am Kragen packen, stoßen und schlagen ist fließend.

  95. 95
    Wortvogel

    @ Nobby: “Und die Tatsache, dass OnkelFilmi es für angebracht hielt, dieses Beispiel in den Kontext von Wortvogels Kinderschubserei zu rücken, legt nahe, dass Rex mit seiner Einschätzung vielleicht gar nicht so falsch lag” – das ist (glaube ich) die bisher abstruseste Schlussfolgerung in der gesamten Diskussion.

    Und DAS “Die Grenze zwischen am Kragen packen, stoßen und schlagen ist fließend” ist immer noch so albern wie falsch.

  96. 96
    Peroy

    ” @Rex: Das, was Du da vor Dich hinblubberst, nennt man Appeasement. Wie gut das klappt, hat man ja schon ’39 gesehen…

    Ah, endlich, Godwin’s Law… ich dachte schon, das wird nix mehr. ;)

    Nicht, dass mir die grabschenden Schwanbeschmeisser sympathisch wären, aber das ist nun noch wieder ein anderer Fall – da hast du ja keine Gefahr abgewendet, sondern gewissermaßen gerächt. Und das nähert sich dann nun doch dem fragwürdigen Bereich.

    Das ist kein fragwürdiger Bereich, sondern glasklar Körperverletzung. Und die Tatsache, dass OnkelFilmi es für angebracht hielt, dieses Beispiel in den Kontext von Wortvogels Kinderschubserei zu rücken, legt nahe, dass Rex mit seiner Einschätzung vielleicht gar nicht so falsch lag:

    Die Grenze zwischen am Kragen packen, stoßen und schlagen ist fließend.”

    Vollidiot.

  97. 97
    Wortvogel

    Ach so, und was Filmis Anekdote angeht – hätte ich vielleicht auch so gehandhabt. Keine Vermeidung von Gefahr, keine Notwehr, aber besoffene Tierquäler und Frauenbegrapscher gehören für mich nicht zu einer schützenswerten Spezies. Ich haue normalerweise keine Betrunkenen, aber bei dem hätte ich eventuell eine Ausnahme gemacht.

  98. 98
    OnkelFilmi

    @Nobby: Mimimimimimimimimimi.

    @DMJ: Der Name ist Castle. Frank Castle. :p

  99. 99
    Mencken

    Das Mädchen ist mir egal, aber Prügel für das Schwäne bewerfen kann finden meine vollste Zustimmung.

  100. 100
    Howie Munson

    Seit wann wird Godwin’s Law durch Anspielungen auf die Handlungen der Allierten erfüllt?

  101. 101

    @ Wortvogel # 48:
    Du kennst mich nicht, sonst wüsstest du, dass ich garantiert NICHT weggesehen oder nach der GSG9 gerufen hätte ;-)
    „Du hast wirklich komplett einen an der Waffel. „
    Und dass du schon wieder beleidigend werden musst, zeigt mir, wie Recht ich hatte: Souveränität geht anders. In dem Zusammenhang wirkt dein Lippenbekenntnis „Ich suche mir das nicht aus“ nur wenig überzeugend.

    @DMJ #73:
    Als Vater von zwei Söhnen (15 und 20) habe die Erfahrung gemacht, dass sich Kids in diesem Alter überraschend schnell runterbringen lassen, wenn man ihnen den Wind aus den Segeln nimmt und etwas tut, womit sie nicht rechnen. Ich sehe das auch nicht als „dafür bezahlen“, sondern als probates Mittel der Deeskalation. Es sollte nicht darum gehen, einen schnellen Erfolg zu erringen und sich dafür beklatschen zu lassen, sondern bei den Bengeln ein Umdenken in Gang zu setzen. Dass Gewalt nur neue Gewalt evoziert, DIESE Erkenntnis hatten sie schon vorher. Die meiste Scheiße, die auf der Welt passiert, liegt in der Lebenshaltung begründet: “kommst du mit einem Messer, komme ich mit ‘ner Kanone”. Ich halte Zivilcourage für wichtig und richtig, aber gerade in Bezug auf Kinder sollte sie nicht über das Faustrecht ausgeübt werden. Das ist einfach nur borniert und dumm und kommt garantiert irgendwann wie ein Bumerang zurück. Vermutlich muss man eigene Kinder haben um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Und ja: Am Kragen packen, schubsen und stoßen SIND Handgreiflichkeiten, und in diesem Sinne eine abgemilderte Form körperlicher Gewalt, da brauchen wir gar nicht drüber zu diskutieren. Wer etwas anderes behauptet, leidet unter massivem Wirklichkeitsverlust. Was wäre denn gewesen, wenn die drei wirklich von der üblen Sorte gewesen wären und dem Wortvogel ein Messer in die Rippen gejagt hätten? Anlass dazu wäre vorhanden gewesen.

    @ Onkel Filmi #91:
    Och nö. Nazikeule, Heinlein zitieren und dann nach Stärke rufen? Echt jetzt?

  102. 102
    Wortvogel

    @ Rex: Du kannst dich gerne um die Beantwortung der relevanten Fragen drücken, aber ich stelle sie gerne noch mal:

    Was hättest du in der konkreten Situation gemacht?
    Wo nimmst die “fließende Grenze” zwischen “packen” und “schlagen” wahr?
    Wie würdest du reagieren, wenn einer deiner Söhne einen Behinderten auf übelste Weise in der Öffentlichkeit verhöhnt?
    Bist du bei deinen Kinder noch NIE handgreiflich geworden?
    Wie würdest du die Anzeige bei der Polizei erklären?

    Gewalt gebiert nicht immer Gegengewalt. Das ist eine Mär. Gewalt kann prima abschreckend wirken. Das beweisen die Geschichte UND der gesunde Menschenverstand. Sie ist nicht erste Wahl, aber je nach Situation ein probates Mittel. Menschen, die nur Gewalt oder Non-Gewalt gelten lassen wollen, sind das Problem – nicht Menschen, die je nach Situation differenzieren können.

    Klar kann man sich von außen immer bequem auf wischiwaschi-Phrasen wie “dass sich Kids in diesem Alter überraschend schnell runterbringen lassen, wenn man ihnen den Wind aus den Segeln nimmt und etwas tut, womit sie nicht rechnen” rausreden. Das mag vielleicht bei deinen SÖHNEN funktionieren, aber hast du das auch mal bei 12jährigen Arschlöchern bei McDonalds versucht? Nein? Dachte ich mir.

    Wenn mir einer von denen ein Messer in die Rippen gejagt hätte? Das Risiko geht man ein, wenn man sich einmischt.

    Vor allem aber: meine Methode hat funktioniert. Der “Behinderte” wurde in Ruhe gelassen, die Bengels waren raus aus der Filiale und haben obendrein noch eine Standpauke kassiert. Dass DEINE vagen Theorien von Deeskalation auch nur ansatzweise so gut funktioniert hätten, bleibt unbewiesen – und in meinen Augen fragwürdig.

    Aber keine Sorge: wenn dich mal ein paar besoffene Biker verdreschen und du mit “Lasst uns doch ein Bier trinken gehen!” nicht weiter kommst, würde ich dir auch helfen. Selbst wenn ich dabei was auf die Nase bekomme.

  103. 103
    OnkelFilmi

    @Rex: Dafür, daß Du ein Autor bist, kannst Du erstaunlich schlecht lesen…

  104. 104
    DMJ

    Wie der Hausherr schon sagte. Es ging da nicht um seine Söhne oder überhaupt Jugendliche, die er kannte, sondern um absolut Fremde. Da stößt man nicht mal soeben ein Gespräch an, bei dem die einen auch ernst nehmen.
    Hey, wenn ich etwas tue, was ich für harmlos und okay halte (und ich gehe mal davon aus, dass sie ihr Gepöbel für vom “Recht des Coolen” gedackt hielten) und jemand kommt mir da moralisierend, dann nehme ich ihn nicht ernst, sondern halte ihn für eine lächerliche Figur. Und ich bin erwachsen und lasse die Leute um mich herum in Ruhe.
    Bei irgendwelchen Halbstarken, die sich gerade durch Gepöbel beweisen wollen, was für geile Typen sie sind, sehe ich die Chancen da noch als wesentlich geringer an, dass sie auf einmal gesprächsbereit sind.

    Nebenbei: “etwas tun, womit sie nicht rechnen” war exakt, was Torsten gemacht hat – sie rechneten damit, dass alle Leute weggucken, ihre Ruhe wollen und ihnen das Feld überlassen, wenn sie einen Schwächeren drangsalieren und er hat sie gelehrt, dass so etwas durchaus ins Auge gehen kann. Und wie man sieht, effektiv: Wir wissen alle nicht, wie sie die Erfahrung verbuchen und ob/was sie daraus lernen, aber das aktuelle Opfer wurde geschützt, was für mich das Primärziel scheint.

    Mag sein, dass sie daraus das Recht des Stärkeren ziehen (was sie ja auch schon vorher praktizierten), aber ebenso mögen sie das von dir gestiftete Freigetränk plus die Erläuterung, was für feine Jungs sie doch seien, die so etwas doch gar nicht nötig hätten, als Hinweis deuten, mit allem was sie tun durchzukommen.

    Ich selbst mische mich selten ein, selbst da, wo man es wohl sollte, aber ich habe noch NIE erlebt, dass jemand es mit vernünftiger Argumentation geschafft hat, zu Gruppen von sich aufblasenden Jugendlichen durchzudringen, die sich gerade bestätigen, wie geil sie doch sind. Dein Erfolg wäre vielleicht gerade noch gewesen, das ursprüngliche Opfer zu schützen, indem du sie dazu bringst, sich auf dich und deinen “lächerlichen Hippie-Monolog” (als den sie es vermutlich aufgefasst hätten) zu konzentrieren. Aber da wären sie als gefühlte Sieger draus hervorgegangen.

  105. 105
    Peroy

    “Und ja: Am Kragen packen, schubsen und stoßen SIND Handgreiflichkeiten, und in diesem Sinne eine abgemilderte Form körperlicher Gewalt, da brauchen wir gar nicht drüber zu diskutieren. Wer etwas anderes behauptet, leidet unter massivem Wirklichkeitsverlust.”

    Vollidiot.

  106. 106
    DMJ

    Ach ja, ich glaube, juristisch gesehen zählt Schubsen und am Kragen packen wohl tatsächlich als Gewalt (jedoch nicht Körperverletzung), im vorliegenden Fall KÖNNTE man wenn man wollte also auf Nötigung prüfen.

    Aber das müsste schon ein ziemlich verschrobener Jurist sein, der da öffentliches Interesse sieht.

  107. 107

    Na, Wortvogel, abseits der großen Zitate-Karten, die hier gezogen werden, kann man schon sagen, dass du als Sheriff durchaus noch ein bisschen Finetuning vertragen kannst. Einen Hundert-Kilo-plus-Panzer kann man auch erstmal gut sichtbar in Stellung bringen, der braucht nicht gleich loszurollen.

    Der weitaus wichtigere Punkt aber ist für mich, dass du dich eingemischt HAST, insofern von meiner Seite ein Daumen-hoch mit, sagen wir, drei Grad zur Seite geneigtem Daumen!

  108. 108
    Wortvogel

    @ Frank Böhmert: Da gebe ich dir 100 Prozent Recht. Wäre ich weniger genervt gewesen, hätte ich mehr nachgedacht – ich hätte mich auch erstmal als “human shield” dazwischen stellen können. Das mache ich gewöhnlich, wenn Besoffene aufeinander losgehen oder ein Typ ein Mädchen bedrängt. Aber in diesem Fall wollte ich bloss meine Ruhe.

  109. 109
    Nobby

    @Wortvogel:

    das ist (glaube ich) die bisher abstruseste Schlussfolgerung in der gesamten Diskussion

    Was ist daran abstrus? Du erzählt über das “Schubsen” von Jugendlichen und OnkelFilmi ergänzt mit einer Anekdote vom “auf die Nase hauen” von Besoffenen. Warum bringt er diese Geschichte in genau diesem Kontext? Weiß ich natürlich nicht, aber es lässt vermuten, dass aus seiner Sicht beide Tätigkeiten derselben assoziativen Kategorie entstammen oder auf sonstige Art und Weise psychologisch miteinander verknüpft sind. Warum sonst wählt er diesen Zusammenhang, um seine Anekdote zu erzählen? Jedenfalls ist es von einer solchen Vermutung nicht mehr weit bis zur Aussage von Rex, dass die Grenzen zwischen diesen Tätigkeiten fließend seien. Um es kurz zu machen: Der Kontext von Filmis Ankedote unterstützt Rex’ These. Mehr nicht.

    Zur Behauptung, dass diese These pauschal falsch sei: Rex’ Hinweis auf die Grenzen der Unterscheidung ist doch durchaus berechtigt. Ich weiß nicht, ob es strafrechtliche Definitionen für solche Tätigkeiten gibt, aber mir erscheinen diese Begriffe generell schwammig genug, um sie mehrdeutig einsetzen zu können. So könnte wohl ein etwas kräftigeres “Schubsen” auch als “Stoßen” gedeutet und ein heftigeres “Stoßen” womöglich als “Schlagen” (etwa auf die Brust) interpretiert werden. Je nach persönlicher Auffassung der Beteiligten. Das trifft jetzt natürlich nicht auf deinen Fall der drei pöbelnden Jungs zu. Es erscheint mir aber darüber hinaus nicht klar umrissen zu sein, wo die eine Tätigkeit aufhört und die andere anfängt. Und genau so hab ich Rex’ These verstanden.

  110. 110
    Wortvogel

    @ Nobby: “Das trifft jetzt natürlich nicht auf deinen Fall der drei pöbelnden Jungs zu.” – und raus.

  111. 111
    Earonn

    Wortvogel, meiner bescheidenen Meinung nach hast Du völlig richtig gehandelt und verdienst ein Bussi von der LvA! (LvA, ich verstehe ebenso deine Sorge. Man hat sein Männlein ja gern.)

    Als 1,66-Frau kenne ich beide Seiten: angepöbelt werden und mit Pöblern umgehen. Und ‘gutes Zureden’ hat da bislang nicht funktioniert – weil es bei den Pöblern doch als Schwäche durchginge, auf meine Argumente zu hören. Und sie wollen doch gerade ihre vermeintliche Stärke zeigen.
    Das mit der Überraschung stimmt – in anderer Hinsicht: ihr würdet gar nicht glauben, wie viele 12-22-jährige Pöbler schon völlig baff klein bei gegeben haben, weil sie plötzlich von einer kleinen, brilletragenden, dicklichen (inzwischen auch Ü-40) Frau übelst angefahren oder handgreiflich von ihrem Opfer weggezerrt wurden. Ist das strafbare Gewalt? Wenn ja, stehe ich dazu.
    Denn ich bin der Meinung: neben den Eltern hat auch die Gesellschaft die Pflicht, die Welpen zu sozialisieren. Eine (gesellschaftlich) unerwünschte Handlung muss sofortigem Gegenwind begegnen, damit die lieben, orientierungslosen Kleinen nicht irrtümlich denken, ihr Verhalten wäre okay. Natürlich geht das auch ohne “Gewalt” – ich hab auch schon erlebt, wie pubertierende Testosteronbomben von drei erwachsenen Männern ein gepflegtes “Schluss jetzt, sofort!” entgegengebrüllt bekamen und zu Muttis Lieblingen mutierten.

    Übrigens: als mich das letzte mal ein Kerl angetatscht hat, woraufhin er sich – nach mehrmaliger Warnung – plötzlich mit meiner Faust in der Fresse wiederfand, durfte ich mir hinterher auch anhören, doch überreagiert zu haben. So viel zum Thema, was einige Leute schon als “zu gewaltbereit” ansehen.

    Ich bin definitiv fürs Einmischen. Und wenn das mehr(ere) Leute tun würden, wäre wohl auch die Gefahr geringer, dass überhaupt irgend einer von ihnen im Krankenhaus landet.

  112. 112
    Marcus

    @Rex:

    Ohne dich zu kennen, werde ich das Gefühl nicht los, dass Kids wie die aus Torstens Anekdote so sind, wie sie sind, weil sie Eltern haben, die so sind, wie du bist.

    Und nein: zwischen “rausschmeißen” und “schlagen” gibt es keine fließende Grenze. Die beiden Dinge sind nicht mal nahe genug beieinander, um eine gemeinsame Grenze zu haben. Das eine tut weh, das andere nicht.

    Wäre eines der Kinder meins gewesen, hätte es für Torsten von mir ein Dankeschön gegeben und für das Kind Hausarrest & Taschengeldentzug. Wehret den Anfängen. (Das ist das, was Leute, die so denken wie du, zu oft nicht tun, aus Angst, das Kind “in seiner Entwicklung einzuengen” oder “zu frustrieren”.)

  113. 113
    Marcus

    Whoa, das les’ ich ja erst jetzt!!!!

    #101: “Was wäre denn gewesen, wenn die drei wirklich von der üblen Sorte gewesen wären und dem Wortvogel ein Messer in die Rippen gejagt hätten? Anlass dazu wäre vorhanden gewesen.”

    Ich wiederhole:
    “Anlass dazu wäre vorhanden gewesen.”

    Wie bitte? Ich lese es, aber kann es nicht glauben. Weil ich es nur auf eine Art interpretieren kann, so sehr ich auch nach einer Alternative suche.

  114. 114
    Howie Munson

    @Marcus: er kennt halt seine Söhne… würde erklären, wieso er sich um die Antwort drückt, was Eltern machen sollten, damit ihre Kinder solch ein Verhalten dann unterlassen…

    ja das ist jetzt nicht sonderlich sachlich, aber wenn sachliche Fragen (32&57) ignoriert werden, kann ich auch mal überinterpretieren.

    Soll er doch versuchen mich ohne Cola zu besänftigen, wenn er mich schon verärgert hat.

  115. 115
    Dietmar

    Na also, Leute, geht doch! ;-)

  116. 116
    G

    @Rex: Nochmal mein Post (sei nicht so feige und antworte mal):
    “@Rex: Wenn du die Bälger einfach weiter jemanden quälen lässt, der sich nicht wehren kann, manchst du dich auf alle Fälle eher einer Straftat schuldig, als wenn du die Biest am Kragen packst und vor die Tür beförderst. Wie würdest du eine solche Anzeige denn argumentieren? “Herr Wachtmeister, mein Sohn hat mit seinen Freunden einen Menschen mit psychischen Problemen verbal gequält und der böse Mann hat ihn am Kragen gepackt und davon abgehalten weiter zu machen!”? Das Gesicht von dem Polizisten möchte ich dann gerne sehen, machst du für mich Foto?
    Wenn – wie oben beschrieben – den Rotzbälgern von ner Angestellten gesagt wurde, dass sie sich verpissen sollen und die einfach mit ihrer Scheißaktion weitermachen, dann brauchen sie sich nicht wundern, wenn ne entsprechende Reaktion von jemand anderem kommt.
    Übrigens: Wenn du dann tatsächlich Anzeige erstatten möchtest, signalisierst du deinem Sohn, dass das schon ok ist, was er gemacht hat. Das würde ich an deiner Stelle nicht vergessen. Und nein, der Unerschied zwischen am Kragen packen und jemanden zu schlagen ist NICHT fließend, sowas zu behaupten ist schon ein wenig lächerlich.”

    Also, Rex, wie siehts aus? Bekomme ich vielleicht jetzt ne Antwort?

  117. 117
    G

    @Rex: “Was wäre denn gewesen, wenn die drei wirklich von der üblen Sorte gewesen wären und dem Wortvogel ein Messer in die Rippen gejagt hätten? Anlass dazu wäre vorhanden gewesen.”

    Welcher Anlass wäre denn vorhanden gewesen? Ist “am Kragen packen” eine so teuflische Attacke, dass ein Messer in die Rippen in deinen Augen tatsächlich eine adäquate Reaktion darstellt? Ich hoffe, du hast dich hier nur unglücklich ausgedrückt, Rex.

  118. 118

    Ich denke mal, Rex meinte nur, dass es Jugendliche gibt, für die eine derartige Behandlung Grund genug gewesen wäre, ein Messer zu zücken.

  119. 119
    gerrit

    Die Grenze zwischen am Kragen packen, stoßen und schlagen ist fließend.
    … ist nebenbei auch deshalb ein doofer Satz, weil mehrere Sachverhalte wohl mehrere Grenzen haben müssten. Ergo:
    Die Grenzen sind fliessend.
    Ist natürlich inhaltlich immer noch Gouda.

  120. 120

    Es mag für euch unverständlich klingen, aber ich hatte gestern tatsächlich besseres zu tun, als mir mit euch den Abend um die Ohren zu schlagen. Da ich euch aber keine Antworten schuldig bleiben will, daher hier komprimiert:

    # 102:
    – „Was hättest du in der konkreten Situation gemacht?“
    1.) Versucht, sie in ein Gespräch zu verwickeln um die Aufmerksamkeit von der armen Wurst auf mich zu lenken (Nein, kein “Hippiegespräch“, sondern eines, in dem ich ihnen unmissverständlich die Konsequenzen ihres Handelns vor Augen führe) 2.) Die anderen Gäste mit einbezogen und den Filialleiter holen lassen. 3.) Die Aggressivität der Bengel auf mich gerichtet. Und wenn einer von ihnen mich angefasst hätte, DANN hätte ich sie gepackt und rausgesetzt.
    – „Wo nimmst die “fließende Grenze” zwischen “packen” und “schlagen” wahr?“
    Da gibt es etliche Abstufungen. Man kann jemanden sanft aber bestimmt packen, oder man packt ihn so, dass er gewürgt wird. Man kann jemanden so stoßen, dass nichts passiert, oder so, dass er stürzt und sich das Handgelenk bricht (Dein Satz: „schubse sie auf den Bürgersteig“ ließ mich letzteres erahnen). Man kann jemandem eine leichte Backpfeife oder Kopfnuss geben oder so zuschlagen, dass die Zähne fliegen. Wie ich schon sagte. die Grenzen sind fließend.
    – „Wie würdest du reagieren, wenn einer deiner Söhne einen Behinderten auf übelste Weise in der Öffentlichkeit verhöhnt?“
    Das würde ein ernstes Gespräch mit Konsequenzen nach sich ziehen. Je nach Schwere kämen dann Fernsehverbot, Computerverbot, Handyentzug oder gemeinnützige Arbeit in einem Pflegeheim in Frage.
    – „Bist du bei deinen Kinder noch NIE handgreiflich geworden?“
    Doch. Zweimal und es war IMMER falsch.
    – „Wie würdest du die Anzeige bei der Polizei erklären?“
    Welche, die gegen dich? Wie wäre es z.B. mit „Grenzverletzung“ und „Nötigung“ Minderjähriger? Kannst du gerne googeln. Ein Kind zu stoßen oder zu schubsen erfüllt den Tatbestand der leichten körperlichen Misshandlung, wobei die Höhe des Strafmaßes mit der Härte des Übergriffes einhergeht.

    # 91 und # 103: Dann drück dich halt nicht so dämlich aus. Für jemanden, der ernst genommen werden will, hattest du gestern einen verdammt schwachen Tag.

    # 105: Hand – Greif – Lichkeit. Du verstehen? Vollidiot.

    # 118: Danke. Zumindest einer mit Grips. Absichtliches, bzw. mutwilliges Missverstehen scheint ansonsten ja hier ein Volkssport zu sein.

    # 112: „Ohne dich zu kennen, werde ich das Gefühl nicht los, dass Kids wie die aus Torstens Anekdote so sind, wie sie sind, weil sie Eltern haben, die so sind, wie du bist.“
    Hast du das echt alles ganz alleine deduziert, oder hat dir dabei jemand geholfen? In jedem Fall Gratulation: du bist der armseligste Sherlock Holmes Ersatz, der mir je untergekommen ist.

  121. 121
    Wortvogel

    @ Rex: In deiner Argumentation hakt es an allen Ecken und Enden, aber da du mit deiner Sozialpädagogen-Nummer sowieso erfreulich allein stehst, reduziere ich das mal auf die größeren Klöppse.

    “Nein, kein “Hippiegespräch“, sondern eines, in dem ich ihnen unmissverständlich die Konsequenzen ihres Handelns vor Augen führe” – die da wären? “Wenn ihr nicht aufhört, müsst ihr euch von einem Gutmenschen totquatschen lassen?” Bei mir haben sie die Konsequenzen zeitnah bekommen. Und effektiv.

    “an kann jemanden sanft aber bestimmt packen, oder man packt ihn so, dass er gewürgt wird. Man kann jemanden so stoßen, dass nichts passiert, oder so, dass er stürzt und sich das Handgelenk bricht” – das sind die Grenzen zwischen “packen” und “hart packen”, zwischen “schubsen” und “grob stoßen”. Die fließende Grenze zwischen “packen” und “schlagen” bleibst du natürlich schuldig – und um die geht es hier.

    Handy-Entzug, weil dein Sohn einen Behinderten verhöhnt hat? Wow, ich bin sicher, der lernt seine Lektion. Und langsam frage ich mich, wo dein Nachwuchs am Montag gegen 18.00 Uhr war…

    “Ein Kind zu stoßen oder zu schubsen erfüllt den Tatbestand der leichten körperlichen Misshandlung, wobei die Höhe des Strafmaßes mit der Härte des Übergriffes einhergeht.” – wieder weichst du aus. Es ging um die Frage, wie du dem Polizisten die Ursache meines Eingreifens erklärst, ohne dich und deinen Sohn bis auf die Knochen zu blamieren.

    Den “Tatbestand Grenzverletzung” konnte ich übrigens nirgends finden.

    Und für das “Zumindest einer mit Grips” gibt es den “second strike”. Reiss dich zusammen oder du musst Konsequenzen tragen (allerdings nicht in Form von Cola und einem intensiven Fördergespräch).

  122. 122

    Ist sinnlos gegen soviel geballte Bornierteit anzuargumentieren. Ich klinke mich aus … Spiel du ruhig weiter den Sheriff, scheint dir ja gut zu gefallen.

  123. 123
    Wortvogel

    @ Rex: Wiktionary: “[1] Beschränktheit oder Begrenztheit mit Einbildung vereint und kann sich auf Personen oder (seltener) Sachen beziehen; Im engeren Sinn nennt man jemanden borniert, der übermäßig von sich und seinen Ansichten überzeugt ist und andere Ansichten und Argumente ignoriert.”

    Die Tatsache, dass du ziemlich allein auf weiter Flur da stehst und ALLE anderen dir widersprechen, ist ein deutlicher Hinweis, dass DU borniert bist. Aber um das erkennen, müsstest du eben WAS nicht sein? Genau.

    “EIN Geisterfahrer? HUNDERTE!”

  124. 124
    reptile

    Hat mir der Sache nix zu tun aber irgendwie dann doch.
    Lese gerade, dass eine 80 jahre alte Frau in Berlin niedergestochen wurde. Die Täter: etwa 15 Jahre alt. Das Wort Anstand kling für mich wie etwas, das es vor langer Zeit ein Mal gab.

  125. 125
    Wortvogel

    @ reptile: Du, ey, du – der Junge braucht keine Strafe, der braucht Verständnis. So eine Tat ist ja auch ein Stück weit ein Hilferuf, ne? Da hat der Staat versagt und den Schuh müssen wir uns alle anziehen.

  126. 126

    Also, Rex Kramers Strategie …

    “1.) Versucht, sie in ein Gespräch zu verwickeln um die Aufmerksamkeit von der armen Wurst auf mich zu lenken […] 2.) Die anderen Gäste mit einbezogen und den Filialleiter holen lassen. 3.) Die Aggressivität der Bengel auf mich gerichtet. Und wenn einer von ihnen mich angefasst hätte, DANN hätte ich sie gepackt und rausgesetzt”

    … finde ich durchaus gut abgestuft. Wäre auch ungefähr meine Vorgehensweise gewesen – an einem guten Tag, den der Wortvogel ja erklärtermaßen nicht hatte.

  127. 127
    Wortvogel

    @ Frank Böhmert: Ich halte diese Strategie für aussichtslos – auch nach eigener Erfahrung. Bis der Filialleiter (wenn überhaupt!) mal aufgetaucht ist, verpufft jeder Versuch der Deeskalation, zumal die Bälger jederzeit mit einem “Blödmann!” abhauen können. Die werden kaum darauf warten, dass endlich jemand kommt, der ihnen die Leviten liest. Und als Sieger fühlen sie sich dann immer noch. Die anderen Gäste mit einbeziehen? Die haben sehr deutlich gemacht, dass sie das NICHT wollen – abgesehen davon, dass ich das für bedenklich halte, steht es mir auch nicht zu.

    Sehr hübsch finde ich bei dieser Argumentation auch folgenden Aspekt: wenn die einen Behinderten verhöhnen, darf ich sie natürlich nicht packen. Wenn die dann aber MICH anfassen, geht es rund!

    Das ist verqueres Wunschdenken, das nur Leute für aussichtsreich halten, die nie in solche Situationen kommen. Meine Strategie war schnell, gewaltfrei und erfolgreich. Done and done.

  128. 128
    reptile

    @wvogel
    Ja genau. Diese Art von…Schwätzerei die man nach solchen Taten immer in Talkshows hört ist gelinde gesagt zum kotzen.
    Armer Junge….schwierige Verhältnisse….Strafe nützt ja auch nichts mehr, man muss das Problem an der Wurzel packen…blabla. Hätte man diese Arschlochjungs vielleicht ein paar Jahre früher eher mal am Kragen gepackt und ihnen klar gemacht, was geht und was nicht, hätten sie es möglicherweise verstanden.

    Oder ist es besser, lieber auch die andere Rippe zum zustechen hinzuhalten?

  129. 129

    Wortvogel, ich bin auch ein Einmischer mit Erfahrung – offensichtlich mit anderen Erfahrungen, als du sie gemacht hast.

  130. 130

    Well that escalated quickly…hier in den Kommentaren.

    Die Geschichte ist super. Ich mag Kinder und die dürfen auch mal Quatsch machen, aber es schadet ganz sicher nicht, auf diese Art eine klare Grenze gezeigt zu bekommen. Schon gar nicht den Exemplaren im genannten Beispiel.

    Allein die Vorstellung, wie die Kids jetzt jedes mal vor dem MacD-Besuch Ausschau nach dem bösen Wortvogel halten werden…einfach großartig! :-) Vielleicht finden Sie ja auch den Blog hier und können sich über die seelischen Folgen des “Übergriffs” äussern… :-D

  131. 131
    G

    Und wieder drückt sich Rex um alle im gestellten Fragen. Feigling.

  132. 132
    Wortvogel

    @ G: Die Argumentation von Rex erinnert mich auch fatal an Bernd Kammermeier: “Ich habe nicht eingegriffen, aber wenn ich eingegriffen hätte, wäre das vernünftiger gewesen UND besser ausgegangen”. Klar: fiktive Problemlösungen führen IMMER zu den gewünschten Ergebnissen. Schön, wenn man sie nicht an der Realität messen muss…

  133. 133
    G

    @Wortvogel: Es ist halt frustrierend mit jemandem zu diskutieren, der ziemlich offensichtlich unrecht hat, das nicht einsehen will und dann auf keine Fragen antwortet. Absichtlich die zentralen Punkte zu übersehen finde ich einfach feige.

  134. 134
    G

    Dabei fällt mir gleich die nächste Frage an Rex ein: Bist du schon einmal in eine vergleichbare Situation geraten und wenn ja, was hast du gemacht?

  135. 135

    “EIN Geisterfahrer? HUNDERTE!”

    Whow. Wenn die Argumente ausgehen, kommen die Stammtischsprüche. Stimmt ja, ist ja Oktoberfest. Na, da habe ich auch einen. Den von den tausend Fliegen und dem Scheisshaufen. Prosit!

    Und lieber G: ich antworte nur auf Fragen wenn sie höflich gestellt werden (# 102) und nicht wenn einer “Feigling” herumkrakeelt. Arbeite mal an deiner Kinderstube, dann können wir uns gerne unterhalten.

  136. 136
    Howie Munson

    Das lustige ist ja das Rex mich nicht deeskalieren will. [quote] “Das würde ein ernstes Gespräch mit Konsequenzen nach sich ziehen. Je nach Schwere kämen dann Fernsehverbot, Computerverbot, Handyentzug oder gemeinnützige Arbeit in einem Pflegeheim in Frage.”[quote] Komisch mir wäre in dem konkreten Fall McDonalds-verbot als erstes eingefallen. … mal davon ab, dass es dann ja auch ein Messer als Antwort geben könnte.
    Aber ernsthaft: Ein Gespräch mit den anderen Eltern wäre wohl auch angebracht und Anzeigen gegen Fremde würde ich nur mit ärztlichen Attest durchziehen, müsste also wenigsten paar eindeutige blaue Flecken geben.

  137. 137
    Wortvogel

    Es gibt übrigens auch noch was zu den Gefahren solcher Aktionen zu sagen. Man muss sich bewusst sein, dass es auch mal schief gehen kann.

    Zwei Beispiele.

    Irgendwann Mitte der 80er war ich mit Freunden mal bei einem Cracker-Treffen (dabei war ich nie selbst Cracker). Da gerieten zwei “scene groups” aneinander, die schon lange in ihren Demos aufeinander geschossen hatten. Nun waren die Jungs von Gruppe A deutlich älter (ca. 18) als die Jungs von Gruppe B (ca. 14). Ich (ca. 16) ging dazwischen mit den Worten: “Hey, wir sitzen doch alle in einem Boot, müssen wir uns jetzt wegen harmloser Stinkereien in Demo-Texten anfeinden?”. ZACK – hatte ich einen ziemlich deutlichen Leberhaken zu verdauen und kippte zur Seite weg. Die Geschichte eskalierte dann ohne mich weiter.

    Und dann war da noch die junge Frau, der ich beistand, als zwei Migrationshintergründler (klassisch mit Goldkettchen) sie bei Wal-Mart als “Fotze” und “Hure” beschimpften, weil sie die Typen an der Kasse nicht vorlassen wollte. Ich versuchte es mit strengen Worten (sowas wie “Hey, jetzt pack aber mal wieder deine Manieren aus und lass die Frau in Ruhe!”), worauf der Eine (ca. 1,60m groß) sich vor mich stellte und mir ansatzlos und wuchtig den Kopf ins Gesicht stieß, bevor ich reagieren konnte. Sein Kumpel versprach mir dann noch, man werde vor dem Laden auf mich warten und mich krankenhausreif schlagen. Ich bin mutig, aber nicht lebensmüde: ich habe die Filialleitung informiert, die für sowas einen lebenden Schrank im Pausenraum sitzen hat. Der hat mich zu meinem Wagen begleitet. Es ist übrigens NIEMAND eingeschritten (ca. 30 Leute standen drum herum).

    Sollte ich es deswegen lassen, mich einzumischen? Wäre vielleicht vernünftig. Aber “vernünftig” ist ein Adjektiv, mit dem ich eher selten beschrieben werde.

  138. 138
    Wortvogel

    @ Rex: Echt? Du verlangst Manieren nach dem, wie du hier die Diskutanten abqualifiziert hast? Vielleicht solltest du zur Abwechslung DEINE Kommentare noch mal lesen, du Obst.

    (genau, “Obst” habe ich von der Gamona-Diskussion geklaut. Super)

  139. 139
    G

    Lieber Rex. Wie du sicher bemerkt hast, waren meine Frage (Post 36) anfangs sehr wohl höflich gestellt. erst als du mich mehrfach ignoriert hast und ich daraus meine Schlüsse gezogen habe (nämlich, dass du mich absichtlich ignorierst), habe ich dich – wieder erst nach mehrfacher Nachfrage – einen Feigling genannt. Beweise mir doch einfach, dass ich falsch liege, indem du auf meine Fragen in Nr. 36 und Nr. 134 anwortest, bevor du mir sagst, ich solle an meiner Kinderstube arbeiten. Dies von jemanden zu hören, der vorhin gesagt hat, wie bezeichnend es wäre, dass der Wortvogel hierfür “den Applaus aus der falschen Ecke” (die da wäre?) bekommt, ist schon ziemlich witzig. So etwas zeugt nämlich auch nicht gerade von einer guten Kinderstube.
    Aber weißt du was? Ich möchte mit dir üer etwas anderes diskutieren. Deshalb bitte ich noch einmal HÖFLLICHST um die Beantwortung meiner Fragen in Post Nr. 36 und Nr. 134.

  140. 140

    “Sehr hübsch finde ich bei dieser Argumentation auch folgenden Aspekt: wenn die einen Behinderten verhöhnen, darf ich sie natürlich nicht packen. Wenn die dann aber MICH anfassen, geht es rund!”

    Muss unglaublich schwer sein, das zu verstehen.
    Verhöhnen = verbal
    packen/schubsen = physisch
    Das sind zwei paar Schuhe. Natürlich hättest du jedes Recht der Welt gehabt, die Jungs zu packen, wenn sie HANDGREIFLICH geworden wären. Gegen den Behinderten, gegen dich, egal. Sind sie aber nicht. Und genau da liegt der Knackpunkt in deiner Denkweise. Was du gemacht hast, ist eine klare Grenzüberschreitung. Nicht nur weil du ein Erwachsener bist und sie Kinder, sondern weil sie verbal attackiert haben und du physisch. Zusammengfasst: richtiger Ansatz, falsche Lösung.
    Aber ein echter Sheriff will so etwas natürlich nicht hören…

  141. 141
    G

    Wer bei mir Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. ;)

  142. 142
    Wortvogel

    @ Rex: Sehr schön, wenn man das so auseinander halten kann.

    Verhöhnen eines Behinderten in der Öffentlichkeit rechtfertigt kein “packen”.

    Wenn die mich mit dem Finger anstuppsen, DANN darf ich zulangen.

    Wow, deine Maßstäbe sind so krank, dass ich kotzen könnte.

  143. 143
    Howie Munson

    Zusammengfasst: richtiger Ansatz, falsche Lösung.

    Muss unglaublich schwer sein zu merken, dass man unglaubwürdig wird, wenn man seine Patentlösung auch auf Nachfrage nicht weiter erläutert.

    Statt zu überzeugen werden dann lieber Rosinen gepickt und die Gegenseite verbal herabgesetzt. Offensichtlich führt dieser Ansatz nicht zu eine Deeskalation.

    Aber ein “echter Rechthaber” will das natürlich nicht hören.

  144. 144
    Dietmar

    *Deeskalierend eingreif* Hey, Leute! Lasst uns doch darüber reden! Müsst ihr Euch denn so angiften?! Wir könnten doch … ouch! … Hey … nein! … aua … aua …

  145. 145
    Wortvogel

    @ Dietmar: FTW! :-)

  146. 146

    @G: Um die Wogen mal zu glätten eine Antwort auf # 134
    Ja, ich habe eine solche Situation schon erlebt und ich habe mich genau so verhalten wie in 102 geschildert. Allerdings ohne Filialleiter, weil es in einer U-Bahn war. Hänseleien gegen einen älteren Mann aus Äthiopien, der nicht kapiert hatte, dass man in Stuttgart das Ticket nicht in der Bahn ziehen kann. Allerdings waren die Typen schon älter und vielleicht nicht ganz so übermütig. Aber glaub mir, wenn du die stumme Masse direkt ansprichst und um Mithilfe bittest, knicken die meisten Pöbler ein.

    Zu # 36: Lies dir da bitte noch mal durch, was du da geschrieben hast und sag mir, dass das nicht aggressiv formuliert war. Deswegen gab’s darauf auch keine Antwort.

    „Beifall aus der falschen Ecke“ war übrigens nicht gegen dich gemünzt sondern gegen LHME #43

  147. 147

    “Wow, deine Maßstäbe sind so krank, dass ich kotzen könnte.”

    Die eine oder andere Maß weniger tut’s vielleicht auch…

  148. 148
    Dietmar

    @Rex: Wieso ist LHME in der falschen Ecke und welche ist das? Weißt Du mehr über ihn, als der Kommentar hergibt?

  149. 149
    Wortvogel

    @ Rex: Ich trinke praktisch keinen Alkohol. So albern-naive “Argumente” wie deine auseinander zu nehmen, würde ich allerdings auch besoffen schaffen. Vielleicht wäre das sogar der richtige Ansatz, um Chancengleichheit zu erzeugen.

  150. 150
    Howie Munson

    Zu # 36: Lies dir da bitte noch mal durch, was du da geschrieben hast und sag mir, dass das nicht aggressiv formuliert war. Deswegen gab’s darauf auch keine Antwort.

    lies du dir bitte nochmal 32 durch und erklär mal, warum es darauf keine Antwort gab…

  151. 151

    @ Dietmar: Da braucht es nur einen Satz wie diesen: “N paar moralisch sattelfeste sherrifs in der Stadt kann es aus meiner Sicht immer brauchen”, um zu wissen, wie der Hase läuft. Nein ich kenne ihn nicht. Aber den Wortvogel als moralisch sattelfesten Sheriff zu bezeichnen, hieße den Bock zum Gärtner zu machen. Demnächst rennen dann alle mit einer AK-47 in Schwabing rum. Pfundig.

    @Howie: habe ich beantwortet.

  152. 152
    G

    @Rex: Gut, ich entschuldige für meine keinesfalls aggressiv sondern nur witzig gemeinte Formulierung. Eine Antwort hätte ich trotzdem gerne, denn inhaltlich bleiben die Fragen bestehen.

    Was genau hast du gegen die Pöbler denn unternommen?

  153. 153
    sergej

    Man kläre mich bitte auf, was ist ein Cracker-Treffen?

  154. 154
    Mencken

    @sergej: Cracker = Hacker in den C64 / Amiga Zeiten.

  155. 155
    Wortvogel

    @ Rex: Genau, die Grenzen zwischen “handfest einschreiten, wenn Rotznasen einen Behinderten anpöbeln” und “mit der AK-47 durch Schwabing rennen” sind ja AUCH fließend.

    BWAHAHAHAAAAA!!!

    @ Sergej: Cracker sind die Jungs, die aus Computerspielen den Kopierschutz entfernen und diese leicht transportierbar machen, damit sie auf dem Schulhof getauscht und beliebig kopiert werden können. Stand: 1985. Heute geht das alles über das Internet.

    @ Mencken: Cracker und Hacker sind NICHT gleichzusetzen!

  156. 156
    Dietmar

    @Rex: Mein Problem mit Deiner Interpretation wäre:

    1. Dass das eine Augenblicks-Entscheidung war, die den Wortvogel beschäftigt, steht so im Artikel und ist auch in den Kommentaren besprochen. Also justiert er seinen moralischen Kompass doch wohl, oder? Ich meine, “weiche Knie” nach mehreren Stunden,weil man darüber nachdenkt, liest sich für mich nicht so, als würde er demnächst mit einer AK-47 herumlaufen.

    2. Weiß man eben nicht wie der Hase läuft, wenn LHME das schreibt. Ich interpretiere das nämlich so, dass er es begrüßen würde, wenn weniger Leute wegsähen.

    3. Ist es latent beleidigend (so latent vielleicht gar nicht), Wortvogel oder/und LHME als Bock zu bezeichnen, der zum Gärtner gemacht würde. Das hieße nämlich, dass sie selbst Pöbler und Schläger seien, die Pöbler und Schläger Einhalt gebieten wollten.

    Ich sehe durchaus das Problem an der ganzen Sache, finde aber, Du verrennst Dich.

  157. 157
    OnkelFilmi

    @Rex:
    “# 91 und # 103: Dann drück dich halt nicht so dämlich aus. Für jemanden, der ernst genommen werden will, hattest du gestern einen verdammt schwachen Tag.”

    Um mal in Deiner Schreibweise zu bleiben:

    LÄCH-ER-LICH

    Und bevor Du das mal wieder in Deiner absoluten Inkompetenz missverstehst: DU bist damit gemeint.

    Du bist nicht in der Lage einen einfachen Zusammenhang zu verstehen (Naja, ist ja nicht das erste Mal, Du hast mich ja schon vor ein paar Monaten mal angepflaumt, weil Du anscheinend zu dumm bist “Fanboy” von “Fanfiction” zu unterscheiden), oder hast einfach in der Schule geschlafen, und wirfst jemand anderem vor einen “schwachen Tag” zu haben? Bei all den Fettnäpfchen, in die Du hier in schöner Regelmässigkeit STAMPFST, scheinst Du dann ja wohl ein “schwaches Jahr” zu haben…

  158. 158
    Howie Munson

    Cracker entfernen Kopierschutz und machen lustige Intros vor Software und verbreiten diese.
    Hacker nutzen Lücken in Computersystemen um sich in diesen umzusehen.

    Dazwischen gibt es womöglich eine fließende Grenze…

    @Rex: ne, hast du erst als der Wortvogel die Frage als dritte Wiederholung gestellt hast. Davor war dir einiges anderes wichtiger (45, 47 & 101). Die Antwort auf deine Antwort hast du auch wieder ignoriert.

  159. 159
    Dietmar

    @Rex: Um nachzufassen: Du interpretierst in meinen Augen zuviel in die Kommentare anderer hinein und ziehst zu absolute Schlüsse aus diesen, dann eigentlich Deinen, Aussagen.

    Dazwischen gibt es womöglich eine fließende Grenze…

    Wo man hinsieht, diese verdammten Dinger …

  160. 160

    @ Dietmar: Als jemand, der schon über einige Lebenserfahrungs zu verfügen scheint, wäre mir daran gelegen, zu erfahren, wie du in dieser Situation reagiert hättest.
    Übrigens: wenn mich jemand Obst nennt, nenne ich ihn Bock, so einfach ist das.

    @ Howie: Sorry, dass ich den Fragenkatalog nicht chronologisch abgearbeitet habe. Mache ich nächstes Mal, versprochen. ;-)

    @ G: Nachdem einige andere Mitfahrer aufstanden und sich geschlossen hinter mich gestellt haben, sind die Pöbler ausgestiegen. Ich bin dann an der nächsten Station raus und habe dem Äthiopier meine Karte zur Weiterfahrt gegeben. Bin ich nicht ein Gutmensch?

    @ Wortvogel: Ein gutes Beispiel, dass man auch ohne Alkohol unlustig sein kann.

  161. 161
    G

    @Rex: Du hast dem echt deine Karte gegeben? Ich denke, ne Erklärung hätte gereicht. Trotzdem nett. ;)
    Und wie siehts mit ner Antwort auf Post 36 aus? ;)

  162. 162

    @G: Sorry, passt nicht mehr rein. Bevor jetzt wieder der eine oder andere wie ein HB-Männchen durch die Decke rauscht, weil ich nicht umgehend und ausführlichst seinen Fragenkatalog abarbeite: ich bin bis morgen Abend weg. Geburtstagsfest, lässt sich nicht ändern.
    Also pflegt eure Wehwehchen, wetzt die Klingen und präpariert die Argumente. Ich freu mich drauf ;-)

  163. 163
    Dietmar

    @Rex: Wie ich reagiert hätte, kann ich Dir nicht mal sagen. Das hängt sehr stark von meiner Intuition in dem Augenblick ab. Was ich wiederholen kann, ist, dass ich eine höhere Hemmschwelle habe, insbesondere Kinder zu berühren, was vor allem berufsbedingt ist. In ähnlichen Situationen, die es durchaus gab, bin ich eingeschritten und habe das meistens über Autorität und körperliche Präsenz (die sooo eindrucksvoll nicht ist, aber immerhin doch so, dass sich auch ältere Gegenüber überlegten, ob sie nicht den Kürzeren zögen) geregelt. Ein mal bin ich aber weiter gegangen: Als ich meinen Sohn von der Schule abholen wollte, kam ich zufällig gerade auf eine Auseinandersetzung von etwa Elfjährigen zu. Ein der beiden trat dem anderen gekonnt in´s Gesicht, worauf ich ihn packte, wegzog und anbrüllte: “Spinnst du?!”. Die Lehrerin blieb untätig, der andere trollte sich, der Treter schrie ihm nach und ignorierte mich, obwohl er an meinen Arm strampelte. Irgendwann musste ich ihn ja mal loslassen, und dann ging er eben. Aber hier ist der Unterschied eben, dass ich in dem Augenblick körperliche Mittel einsetzte, als die Attacke schon im Laufen war, weil ich genau darauf zukam. Auch war nicht eindeutig, wer grundsätzlich überlegen oder der Aggressor war. Das liegt also doch anders als der Fall im Artikel.

    Übrigens: wenn mich jemand Obst nennt, nenne ich ihn Bock, so einfach ist das.

    Also, Du hast ihn ja nicht “Bock” genannt oder “blöder Hund” oder so. Das wäre irgendwie gleichzusetzen. Du hast ja gesagt, er wäre der Bock, der zum Gärtner würde. In dem Zusammenhang dieser Geschichte bedeutet das eben, dass er selbst ein Schläger wäre. Das ist schon eine andere Qualität.

  164. 164
    Dietmar

    Also pflegt eure Wehwehchen

    Das hat etwas Quichottesques …

    (Das schreibe ich eigentlich nur, weil mir das Wort gerade einfiel und ich es ausprobieren wollte. Ja: ist schön. :-) )

  165. 165
    Howie Munson

    @ Howie: Sorry, dass ich den Fragenkatalog nicht chronologisch abgearbeitet habe. Mache ich nächstes Mal, versprochen.

    es ging nicht um die Chronologie sondern um die Frage wieso du (36) wegen “aggressive Formulierung” nicht beantwortet hast andere Fragen aber schon und meine eben auch nicht…. hättest du einfach gesagt das du (36) wegen Zeitmangel, Ideenmangel oder sonstigen Alltagsgrund nicht beantwortet hast, hätte ich gar nicht nachgefragt, auf mein Posting (32) hab ich nur verwiesen, weil ich nicht Postings anderer in ihrer “Aggressivität” beurteilen wollte.

    Wärst du wirklich gut im deeskalieren und hättest eine bessere “Kinderstube als G” gehabt, hättest du deine Postings auch weniger aggressiv formulieren können. Aber das dauert wohl noch ein bisschen, bis dir klar wird, dass du etwas übers Ziel hinausgeschossen bist und dir übelgenommen wird, dass du dich auf Kosten anderer rausredest…

  166. 166
    DMJ

    Puh, hier geht ja weiter die Wutz ab… Versuche ich mich passend zum Thema mal an Deeskalation, obwohl das weiß Gott nicht meine Spezialität ist. ;)

    Ersteinmal gebe ich Rex in einem mehr theoretischen Punkt recht: Die Grenze zwischen Schubsen und Schlagen IST fließend, wie es im Endeffekt die meisten sind. Beispiel Schüssel und Schale – ab welchem Krümmungswinkel der Ränder ist es was? Kann keiner sagen und bei ein paar Gefäßen bleibt es dadurch unklar, doch bei den meisten gibt es nicht wirklich Zweifel. Nun hat keiner von uns den Konflikt gesehen, also sollten wir hier einfach mal in dubio pro reo annehmen, dass es das “eindeutige Schieben” und nicht das “Proto-Schlagen” war, zu dem Bruststöße führen können. Es bleibt aber dabei, dass die Grenzen AN SICH fließend sind bzw. sein können.

    Dann möge aber bitte auch Rex den hiesigen Unwillen verstehen und nicht als “Applaus der falschen Ecke” interpretieren: Die Ausgangssituation war, dass Torsten schilderte, wie er eine Situation, in der etwas Falsches getan wurde (soweit konsens) beendete, ohne dass jemand verletzt wurde. Vielleicht hätte es bessere Lösungen gegeben, wäre ein Verhandlungsexperte der Polizei oder ein Anger-Management-Coach an seiner Stelle gewesen. War aber nicht. Nur ein Journalist und Privatmensch, der ohne lang zu überlegen die Situation gelöst hat. Vielleicht suboptimal, aber ohne dass sie zum Desaster wurde. Nun kommst du, Rex und gibst an, dass derjenige, der die Situation (vielleicht suboptimal, wie gesagt) gelöst und den Behinderten beschützt hat, rechtliche Konsequenzen getragen hätte, wenn du verwickelt gewesen wärst. Begleitend schilderst du noch, wieviel sanfter du mit den Aggressoren (Freigetränk) umgegangen wärst. – So betrachtet erscheint es doch nicht zu abwegig, bzw. primitiv, wenn da das Gerechtigkeitsgefühl einiger Leute protestiert, oder?

    Andererseits sollte man nun aber auch nichts anderes hereinziehen, wie irgendwelche 15jährigen Messerstecher, zu deren Prozess wir gleich das Stammtischklischee der alles raushauenden schweren Kindheit herbeifantasieren. Wir kennen den Fall nicht und nur weil auch da ein junger Mensch etwas böses tut, sollten wir keine Parallele zu dieser völlig anderen Situation ziehen. Ebenso absurd ist dann natürlich die Fantasie, jeder wolle hier Bronsons mit AK-47 rumlaufen haben.
    Im Falle OnkelFilmis (bei dem ich mir unsicher bin und mich darum einer Wertung enthalten möchte) KANN man entsprechend diskutieren, weil es zumindest in die Richtung Selbstjustiz geht. Beim, die Situation auflösenden, aber weder strafenden noch rächenden Wortvogel hingegen, greift das nicht.
    Wie aber schon andere Leute sagten, wirft dieses recht hohe Missverständnisaufkommen die Frage auf, wie tauglich die Rex’schen rhetorischen Deeskalationsfähigkeiten wirklich sind. Sind wir WV-Kommentatoren tatsächlich uneinsichtiger und verständnisloser, als jugendliche Pöbler? Ich glaube eher nicht. Und wenn mit uns in entspannter Situation zuhause schon kein argumentativer Blumentopf gewonnen wird – wie dann in der akuten Situation, wo nicht einmal Zeit zum Nachdenken ist?
    Auch das eigene U-Bahn-Beispiel taugt nur bedingt, da es da im Endeffekt das Eingreifen der Allgemeinheit war, das die Situation klärte – aber auf das kann man sich kaum verlassen und es ist tatsächlich die Frage, inwiefern man das Recht hat, andere mit herein zu ziehen.

    (Dass es bei Cracker-Treffen gewalttätig werden konnte, amüsiert mich aber ehrlich gesagt etwas, weil es so gar nicht dem heutigen Nerdbild entspricht. ;) )

  167. 167
    Marcus

    @Rex:

    “Hast du das echt alles ganz alleine deduziert, oder hat dir dabei jemand geholfen? In jedem Fall Gratulation: du bist der armseligste Sherlock Holmes Ersatz, der mir je untergekommen ist.”

    Danke für deine Antwort. Weil ich von Natur aus großzügig bin, gibt’s gleich drei Antworten:

    1.) Mehr als den armseligsten Sherlock Holmes Ersatz, der dir je untergekommen ist, braucht es auch nicht, um dich zu durchschauen. Sagt das was über dich aus oder über mich?

    2.) Was sind wir froh, dass wir dich haben. Wer sonst wäre geeigneter, von anderen Diskutanten “Kinderstube” einzufordern und “Unhöflichkeiten” als solche zu kennzeichnen.

    3.) Das find ich jetzt gar nicht so gut von Dir, was du da gesagt hast. Bitte sage mir, wo du wohnst, damit ich dich auf eine Cola einladen und dir erklären kann, warum ich das gar nicht nett finde.

    Suche dir eine aus. Und dann “deeskalier” den Thread hier mal schön weiter. Läuft super.

  168. 168
    heino

    “Wie aber schon andere Leute sagten, wirft dieses recht hohe Missverständnisaufkommen die Frage auf, wie tauglich die Rex’schen rhetorischen Deeskalationsfähigkeiten wirklich sind. Sind wir WV-Kommentatoren tatsächlich uneinsichtiger und verständnisloser, als jugendliche Pöbler?”

    Dazu kann ich sagen, dass ich Rex aus einem anderen Forum schon länger kenne und er im Allgemeinen ein netter und verträglicher Zeitgenosse ist. Ihm schiessen nur öfters die Zügel aus den Händen, wenn es sich um Themen dreht, die irgendwie im negativen Sinne mit Kindern zu tun haben. Und nein, gut im Deeskalieren ist er zumindest im Internet nicht wirklich. Aber das trifft auf viele andere (mich selbst eingeschlossen) hier ebenfalls zu.

    Aber in diesem Punkt hier muß ich Rex auf das Deutlichste widersprechen:

    “Das sind zwei paar Schuhe. Natürlich hättest du jedes Recht der Welt gehabt, die Jungs zu packen, wenn sie HANDGREIFLICH geworden wären. Gegen den Behinderten, gegen dich, egal”

    Es ist schon schlimm genug, wenn drei Bälger, die alt genug sind, es besser zu wissen, sich öffentlich und unwidersprochen über einen Wehrlosen lustig machen können. Wenn sie dann auch noch gegenüber einem Behinderten handgreiflich werden dürfen, bevor man sie stoppen darf, ist für mich der Punkt erreicht, an dem man ihren eindeutig erzieherisch versagenden Eltern eine Tracht Prügel verabreichen oder ihnen gleich ganz das Sorgerecht entziehen sollte.

  169. 169
    gerrit

    In Berlin warten offenbar noch ein paar andere Idioten darauf, dass Ihnen einer eine Cola ausgibt:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/hertha-fan-mit-down-syndrom-beinahe-erdrosselt-worden-a-859739.html

  170. 170
    Marcus

    @gerrit: Spiel gegen Dynamo Dresden – das wird wohl eher braunes Gezücht als doofe Jugendliche gewesen sein. Der Verein hat ja wohl eine gewisse Reputation, wessen Geistes Kind viele seiner Fans sind.

  171. 171
    Dietmar

    das wird wohl eher braunes Gezücht als doofe Jugendliche gewesen sein.

    Was sich gegenseitig nicht unbedingt ausschließt. So traurig es ist.

  172. 172
    Marcus

    @Dietmar: dafür gibt es nicht genug Cola auf der Welt.

  173. 173
    Dietmar

    @Marcus: Es gibt vielleicht Leute, die könnten die totquatschen?

  174. 174
    Marcus

    @Dietmar: whatever works. :-)

  175. 175
    Wortvogel

    @ Marcus: “whatever works” ist auch ein guter Begriff, um mögliche Strategien gegen solche Störenfriede zu umschreiben.

    Alter Falter, fast 200 Kommentare zu dem Thema…

  176. 176

    He, was ist das? Ich bin weg und die Diskussion schläft ein? Von mir aus, mein Interesse daran ist auch ein wenig erlahmt. Da ich aber ungern offene Enden lasse, hier noch ein paar abschließende Worte:

    Heino hat Recht: ich reagiere empfindlich wenn es um Kinder geht. Nicht nur, weil ich selber welche habe, sondern weil ich im Rahmen meiner Schullesungen viel mit Kindern und Jugendlichen zu tun habe und behaupte, einigermaßen zu wissen, wie sie ticken. Gerade in dem Alter sind Kinder enorm beeinflussbar. Sie sind wie Schwämme, saugen alles auf, sind empfänglich für Vorbilder, imitieren das Verhalten Erwachsener und legen den Grundstein für alles, was in den nächsten Jahren passieren wird.
    Die Situation im Mac hat sie folgendes gelehrt: Macht hat der, der die Stärke besitzt. Gewalt ist ein probates Mittel zur Lösung von Konflikten. Mitgefühl, Empathie, Selbstreflexion? Pfft, ist was für Weicheier. Wir dürfen das nächste Mal einfach nicht so schnell klein beigeben.
    Gewalt erzeugt Gegengewalt, wobei die Kurve progressiv verläuft. Ich könnte mir vorstellen, dass die Typen es beim nächsten Mal selbst auf eine körperliche Auseinandersetzung ankommen lassen. Wieso auch nicht? Die Erwachsenen machen das doch auch.
    Aus diesem und anderen Gründen würde ich nie ein Kind anfassen, schon gar kein Fremdes. Ausnahme vielleicht, wenn es bereits zu körperlicher Gewalt gekommen ist und eine schnelle Lösung gefunden werden muss. Auch der Gesetzgeber ist da eindeutig. Im Paragraf 1631 vom 8. November 2000 heißt es klipp und klar: „Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“

  177. 177
    Wortvogel

    @ Rex: Siehst du, und genau darum geht deine Argumentation den Leuten auf den Sack – DU weisst exklusiv, wie Kinder ticken und wie man sie behandeln muss. DU kennst den EINEN und EINZIG richtigen Weg. DU weisst, was vorgefallen ist – und was es für Konsequenzen haben wird. WIR hingegen liegen ALLE falsch.

    Das ist falsch – und albern naiv. Vor allem aber ist es zum Kotzen selbstgerecht und eingebildet.

    „Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“ – das stimmt (ist ja auch nicht von dir). Darum habe ich die Kids nicht körperlich bestraft, seelisch verletzt oder entwürdigt.

    Ich finde es übrigens immer noch empörend, wie wenig du dich um den Behinderten scherst, der tatsächlich entwürdigt wurde.

  178. 178

    Du WILLST mich nicht verstehen, oder? Ich habe mehrfach betont, dass ich es richtig und wichtig fand, dass du dich für den Behinderten eingesetzt hast. Ich habe nur deine Mittel kritisiert.
    Übrigens bin nicht ICH derjenige, der behauptet, nur sein Weg sei der richtige. Wenn ich etwas über die Jahre gelernt habe, dann, dass es immer mehr als nur einen Weg gibt.
    Ich glaube, du reagierst einfach nur extremst allergisch, wenn du kritisiert wirst.

  179. 179
    Wortvogel

    @ Rex: Ich kann dich nicht verstehen – weil es bedeuten würde, dass ich deine Position nachvollziehen kann. Und das will und werde ich nicht.

    “Übrigens bin nicht ICH derjenige, der behauptet, nur sein Weg sei der richtige.” – BWAHAHAHAAAA! Lies doch einfach noch mal 176.

    Ich habe meinen Weg gewählt. Der hat in der Situation gut funktioniert (auch dir bleibt ja nur der Verweis auf vage Folgeschäden). Habe ich je behauptet, man hätte das nicht anders machen können? Nein. Ich habe das ja selber später in Zweifel gezogen. Und in einem meiner Kommentare findest du die klare Aussage, dass man IMMER situationsbezogen reagieren muss, weil es keine allgemeingültige Lösung gibt.

    Und jetzt lies NOCH mal 176.

    Und beantworte die Frage, wie du dem Polizisten die Anzeige gegen mich erklärt hättest im Stil: “Dieser unverschämte Mann hat meinen Sohn am Kragen gepackt, als dieser einen Behinderten verhöhnt hat”. Denn du hast ja in deinem ersten Kommentar eindeutig gesagt, dass du mich angezeigt hättest, wenn ich DEINEN Sohn wegen der öffentlichen Verhöhnung eines Behinderten am Kragen gepackt hätte. Lässt dich übrigens super aussehen.

  180. 180

    Nun, was das Verhöhnen betrifft, da macht dir keiner was vor. Ich werde trotzdem sachlich bleiben.

    Was #176 betrifft, so tue ich nichts anderes, als dir meine Erfahrungen zu schildern. So what? So empfinde und erlebe ich Kinder und Jugendliche und daraus ziehe ich meine Schlüsse. Worauf beruhen deine Erfahrungen? Frage ich nicht polemisch, sondern interessiert. Schonmal in der Jugendarbeit gewesen, Kinderbetreuung gemacht, mit Schülern diskutiert? Fände ich interessant zu erfahren.

    Und ja: wäre ich Zeuge geworden, dass du eines meiner Kinder gepackt, geschubst, gestoßen hättest, wäre es zu einer Anzeige gekommen. Und zwar NACHDEM ich meine Kinder aufgefordert hätte, sich bei dem Behinderten und den Leuten im Restaurant zu entschuldigen.

  181. 181
    Wortvogel

    @ Rex: Ich verhöhne dich nicht – ich mache mich über dich lustig.

    Du stellst deine “Erfahrungen” eben leider als allein seligmachend vor. Sonst hättest du ja zumindest in Betracht gezogen, dass in bestimmten Situationen eben doch drastischer durchgegriffen werden muss.

    Ich habe Jugendgruppen geleitet, war sechs Jahre Babysitter und erfreue mich an vier sensationellen Patenkindern im Alter zwischen (mittlerweile) acht und dreizehn. Was übrigens null mit der Frage zu tun hat, ob ich die Situation richtig eingeschätzt habe – es würde dir nur in den Kram passen, (wie weiter oben) die “Ihr versteht das nicht, weil ihr selbst keine Kinder habt”-Karte spielen zu können.

    Nochmal: Wie hättest du dem Polizisten die Anzeige erklärt? ““Dieser unverschämte Mann hat meinen Sohn am Kragen gepackt, als dieser einen Behinderten verhöhnt hat”? Ich wiederhole mich gerne so lange, bis du die Frage beantwortest. Und falls du es immer noch nicht verstanden hast: es geht nicht um die Frage, OB du anzeigst (das machst du ja klar), sondern WIE. Da scheinst du ein wenig renitent.

  182. 182

    “Wie hättest du dem Polizisten die Anzeige erklärt? Da scheinst du ein wenig renitent.”

    Das liegt daran, dass ich die Frage nicht verstehe. Ich hätte ihm den Tathergang geschildert, und hätte auf die Anwendung minderschwerer Gewalt gegenüber meinen Kindern verwiesen.

  183. 183
    Wortvogel

    @ Rex: Okay, weil du es anscheinend (und erstaunlicherweise) wirklich nicht verstehst…

    ROLLENSPIEL!

    Ich bin der Beamte, du bist du. Ich sitze im Revier, du kommst mit deinem Sohn rein.

    Ich: “Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?”

    Du: ?

  184. 184

    Antwort:
    “Ich möchte einen Mann anzeigen, der bei meinem minderjährigen Sohn körperliche Gewalt angewendet hat.”

    Interessant übrigens die Tatsache, dass DU dich in der Rolle des Beamten siehst. ;-)

    “@ Rex: Ich verhöhne dich nicht – ich mache mich über dich lustig.”

    Was es nicht besser macht – und mit ein Grund ist, wieso wir immer so aneinandergeraten. Denn wenn ich neben Ungerechtigkeit etwas nicht ausstehen kann, ist es Respektlosigkeit.

  185. 185
    Wortvogel

    @ Rex: Genau, weil ich ja der König der Respektlosigkeit und Ungerechtigkeit bin, wie die oben erzählte Anekdote beweist…

    Natürlich bin ich der Beamte – wer sonst? Ich kann ja schlecht du sein, weil ich dann nicht wüsste, was ich sagen soll. Mitdenken hilft!

    Also, weiter im Rollenspiel…

    Ich: “Okay, dann erzählen Sie mir doch mal, was sich da zugetragen hat.”

  186. 186

    Wieso bist du der Beamte? Lass doch einen Unbeteilgten der Beamte sein. Es geht in dieser Sache doch darum, eine objektive Bewertung zu erhalten, oder nicht?

  187. 187
    Wortvogel

    @ Rex: Du kannst gerne monieren, wenn ich unsachlich werde.

    Also: “Okay, dann erzählen Sie mir doch mal, was sich da zugetragen hat.”

  188. 188
    Wortvogel

    @ Rex: Machen wir uns nichts vor – du WEISST, dass du wie ein Depp aussehen würdest, wenn du die Geschichte bei der Polizei vorbringst. Abgesehen davon, dass du nicht dabei warst und dir der Beamte erst mal raten würde, Zeugen zu finden – viel Spass.

  189. 189

    Dieses Rollenspiel ist so herrlich absurd, dass ich schon wieder neugierig bin, auf was du eigentlich hinaus willst.

    Also gesetzt den Fall, ich wäre tatsächlich anwesend gewesen, hätte miterlebt, was passiert ist und NICHT selbst eingegriffen (was nicht passiert wäre). UND gesetzt den Fall, es wären meine Kinder gewesen, dann hätte ich der Polizei den Vorgang exakt so geschildert, wie du es getan hat, ohne etwas wegzulassen oder zu beschönigen. Ich hätte meine Kinder aufgefordert zu versprechen, dass so etwas nicht wieder passiert und zu Hause entsprechende Konsequenzen durchgesetzt. Und dann hätte ich Anzeige erstattet.

    Und jetzt…?

  190. 190

    Oh, du bist mir schon zuvorgekommen. Wie nett. Nur, dass wir offenbar völlig aneinander vorbeigeredet haben.

  191. 191

    Anderes Szenario: Ich hätte selbst NICHT miterlebt, was geschehen wäre. Das ist etwas komplexer aber nicht viel. Ich hätte meine Jungs um eine ausgiebige Stellungnahme gebeten und ihre Aussagen miteiander verglichen. Klar wäre die Schilderung eingefärbt und abgemildert gewesen, aber ich hätte schon herausbekommen, was gelaufen wäre. Zumal ich in die Filiale gegangen wäre und mit der Mitarbeiterin gesprochen hätte. Sie wäre übrigens meine Hauptzeugin gewesen.
    Dann zur Polizei und … den Rest kennst du.

  192. 192
    Dietmar

    Ich wäre gerne die sexy Schreibhilfe …

    *räusper*

    @Rex: Ich habe eigenes Kind, Patenkinder, Nichten und Neffen mit großgezogen, Ausbildung als Pädagoge, bin Lehrer seit 1994 für Schüler jeden Alters (jüngster fünf ältester Schüler ca. 70 Jahre). Und ich bin Freiberufler, also davon abhängig, dass sich die Schüler wohlfühlen und die Eltern berechtigtes Vertrauen haben. Funktioniert ziemlich gut (wird erst jetzt durch die Schulreform schwierig). Kraft meines Amtes … äh … ´tschuldigung … aufgrund dieser Erfahrung sage ich Dir: Du überziehst deutlich. Grenzziehung ist wichtig. Ich sehe da keine seelische Verletzung der beschriebenen Kinder. Auch keine Herabwürdigung oder ähnliches. Sie haben zeitnah erfahren, dass sie Grenzen überschritten haben und dies nicht geduldet wird. Man kann soetwas natürlich auch zerlabern, solange, bis sie sich wieder im Recht fühlen …

  193. 193
    Wortvogel

    @ Rex: Nun bau dir keine fiktive Situation zusammen, wie sie dir in den Kram passt. Es gab eine konkrete Situation, die habe ich oben geschildert. Du hast gesagt, in diesem Fall hättest du mich angezeigt. Und die Frage ist: wie?

    Es gibt zwei Varianten: Die Mitarbeiterin sagt, dein Sohn habe sich wie ein Arschloch verhalten und sie wird einen Teufel tun, dir als Zeugin zur Verfügung zu stehen. Das halte ich für wahrscheinlich. Variante 2: Sie sagt, sie wird der Polizei gerne sagen, dass dein aggressiver Sohn einen behinderten Gast belästigt hat, nach mehrfacher Aufforderung das Lokal nicht verlassen wollte und dann von einem anderen Gast am Kragen aus der Filiale geschoben wurde.

    Und nun sind wir wieder im Revier. Was sagst du zu dem Beamten, was sich abgespielt hat?

  194. 194

    Das, was ich mir aus Aussage meiner Kinder + Zeugenaussage zusammengereimt hätte. Vielleicht wäre ich zu dem Schluss gekommen, dass eine Anzeige sinnlos ist, vielleicht auch nicht. Käme auf die Feinheiten an.
    Tatsache ist, du hast eine Grenzüberschreitung begangen und bist körperlich! (ich kann dieses Faktum nicht oft genug betonen) gegen Kinder vorgegangen. In diesem Fall gegen meine, was die Sache persönlich gemacht hätte.
    Interessant ist aber, dass du meine Argumente in Bezug auf Minderjährige (# 176) und deine Verantwortung auch ihnen gegenüber komplett wegblendest. Ich habe nicht den Eindruck, dass dich die Konsequenzen, die dein Handeln möglicherweise nach sich ziehen, besonders interessieren. Ich rede nicht von der Situation vor Ort, da blieb nicht viel Zeit nachzudenken. Ich rede von JETZT. Jetzt hättest du die Möglichkeit zu reflektieren und dich noch einmal kritisch zu hinterfragen.
    Wer erzieherisch tätig ist, trägt Verantwortung. Und offensichtlich willst oder kannst du nicht verstehen, dass dein Eingreifen gegenüber den Kindern ein falsches Signal gesetzt hast.
    Meine Meinung, für die ich keine Allgemeingültigkeit einfordere.

  195. 195
    Wortvogel

    @ Rex: Aha.

    25: “Um’s gleich zu sagen: wäre das einer meiner Jungs gewesen, hättest du jetzt eine Anzeige am Hals.”

    194: “Vielleicht wäre ich zu dem Schluss gekommen, dass eine Anzeige sinnlos ist, vielleicht auch nicht.”

    Flip-flopping much?

    Deine Aussagen zur “Verantwortung” sind ein Bumerang – weil du keine Ahnung hast, welche Folgen DEIN Verhalten gehabt hätte. Wie hier mehrfach angedeutet: du kannst die Sache damit auch schlimmer machen, weil die Bratzen Verständnis als Erlaubnis auslegen könnten, sich weiter so zu verhalten. Reflektierst du darüber?

    Wichtiger aber: ich bin nicht erzieherisch tätig. Wenn die Bratzen was draus lernen, prima. Wenn nicht, scheißegal. Weil es mir nur darum ging, einen hilflosen Menschen zu schützen. Was ich getan habe. Für die Erziehung der Kinder sind andere zuständig.

  196. 196

    Ich finde es albern, hier aufzuzählen, wer wann wieviele Erfahrungen mit Kindern hat. Man hat doch nicht zwangsläufig nur Ahnung vom korrekten Umgang mit Kindern, wenn man selbst welche hat. Es gibt erfahrungsreiche Sozialpädagogen, die in ihrer Freizeit Kinderpornos konsumieren und sich einen Dreck um das Wohl von Kindern scheren, und es gibt kinderlose Menschen mit gesundem Menschenverstand, die sich sehr gut einfühlen können in die Bedürfnisse und Pflichten von Kindern. Man muss ja auch nicht Regisseur sein, um einen Film kritisieren zu dürfen, oder ausgebildeter Musikprofessor, um Songs analysieren zu können.

    Ich finde nach wie vor, dass Torsten in der Situation keine Anzeige verdient hätte. Das sagt mir meine Erfahrung als Vater und mein davon unabhängiger Menschenverstand. ;)

  197. 197
    Howie Munson

    Das, was ich mir aus Aussage meiner Kinder + Zeugenaussage zusammengereimt hätte. Vielleicht wäre ich zu dem Schluss gekommen, dass eine Anzeige sinnlos ist, vielleicht auch nicht. Käme auf die Feinheiten an.

    wäre deutlich sinnige gewesen als

    Um’s gleich zu sagen: wäre das einer meiner Jungs gewesen, hättest du jetzt eine Anzeige am Hals. Klar war das Scheiße, was da gelaufen ist, aber auf Verbalattacken handgreiflich zu reagieren – besonders gegenüber Minderjährigen – geht gar nicht. Da ist die Grenze klar überschritten.

    denn das klingt nicht nach abwägen und von sachlich bleiben kann man bei dir auch nicht mehr reden, dafür hast du andere schon genug grundlos Aussagen an den Kopf geworfen, die haltlos waren.
    Jetzt hättest du die Möglichkeit zu reflektieren und dich noch einmal kritisch zu hinterfragen. Aber davon sieht man nichts…

  198. 198
    Peroy

    “Tatsache ist, du hast eine Grenzüberschreitung begangen und bist körperlich! (ich kann dieses Faktum nicht oft genug betonen) gegen Kinder vorgegangen.”

    Jedes Mal wenn er das schreibt, wird es lustiger… :P

    Ich würd’ ja so gerne mitspielen, aber ich darf nicht… aber macht mal ruhig weiter und erheitert mich…

  199. 199
    G

    Rex, glaubstdu eigentlich wirklich, dass keiner bemerkt, wie sehr du dich um die Beantwortung einer konkreten Frage danach drückst, wie du die Anzeige vorgetragen hättest?

    Also nochmal:

    Beamter: “Okay, dann erzählen Sie mir doch mal, was sich da zugetragen hat.”

    Du: ?

    Und zurückrudern gilt nicht!

  200. 200
    Dietmar

    HA!

    (Die einzige Freude des kleinen Mannes. :-) )

  201. 201
    Dietmar

    @Marko:

    Ich finde es albern, hier aufzuzählen, wer wann wieviele Erfahrungen mit Kindern hat.

    Ist es auch. Es ging nur darum, klar zu machen, dass man das aus professioneller Sicht nicht zwangsläufig so sieht, wie Rex es gerne hätte. Er hat das pädagogische Argument ja eingeführt, wenn ich richtig erinnere.

    Man muss ja auch nicht Regisseur sein, um einen Film kritisieren zu dürfen, oder ausgebildeter Musikprofessor, um Songs analysieren zu können.

    Dürfen darf jeder. Profession ist nicht der Garant für Richtigkeit. Erhöht aber die Chancen auf größere fachliche Durchdringung. Es ist doch aber ständig zu sehen, dass gerade auf künstlerischen Gebiet viele Leute herum laufen, die Labern mit fachlicher Kompetenz verwechseln bzw. reine Selbstdarstellung betreiben. Auf dem Gebiet der Pädagogik ist es erheblich gefährlicher. Man muss sich nur die Waldorf-Seuche und das dahinter stehende Glaubens-Gerüst ansehen.

  202. 202

    Ich würde wetten, gerade die Waldorf-Vertreter rühmen sich mit erfahrungsbasierter Kompetenz. ;)

  203. 203
    Dietmar

    Wie Homöopathen, Astrologen, Wünschelruten-Gänger und so weiter.

    Mist: Jetzt verliere ich wieder den Glauben an die Menschheit.

    (Interessantes off topic: Ich habe gerade eine sehr vernünftige Darstellung zu Gesicht bekommen, die darlegt, warum wir Menschen abergläubisch sind: Weil Tiere mit bewussten Steuerungen es immer sind! Was sie denken, das gut funktioniert hat, bleibt im Gedächtnis, wenn sie überlebt haben. Sterben sie aufgrund eines Fehlurteils, ist dieser Aberglaube zwar widerlegt, aber weg. (Folgt aus Konrad Lorenz` Experimenten mit den Gänsen))

  204. 204

    “Jetzt hättest du die Möglichkeit zu reflektieren und dich noch einmal kritisch zu hinterfragen. Aber davon sieht man nichts…”

    Das ist interessant. Hätte ich jetzt uneingeschränkt auf meiner Anzeige beharrt, hätte man mir vorgeworfen ich wäre “unreflektiert”.
    Sage ich “Vielleicht wäre ich zu dem Schluss gekommen, dass eine Anzeige sinnlos ist, vielleicht auch nicht” heißt es “Flip-flopping much?”

    Wie man’s macht ist es falsch, oder?

    Und G: weil es dir offenbar immer noch schwer fällt, dir vorzustellen, wie ich meine Anzeige vorgetragen hätte, obwohl ich diese Frage bereits gefühlt tausendmal beantwortet habe (liest du eigentlich alle Beiträge oder immer nur den letzten?), hier noch einmal klipp und klar: Lies den Beitrag vom Wortvogel, ersetze “ich” durch “er und versuche dir vorzustellen, du hättest diese Geschichte aus verschiedenen Quellen erzählt bekommen und müsstest sie jetzt mit eigenen Worten und so knapp und neutral wie möglich wiedergeben.
    Alles klar?

  205. 205
    Peroy

    “Dann der Satz: “Ich möchte den Mann anzeigen, der bei meinem minderjährigen Sohn körperliche Gewalt angewendet hat” und fertig ist die Laube.”

    Und schon wieder… *g*

  206. 206
    Wortvogel

    @ Rex: Es ist EINE Sache, einen Fehler oder eine voreilige Fehleinschätzung zu zu geben. Das nennt man Größe. Es ist eine ANDERE Sache, stickum die Position zu wechseln, um nicht wie ein Depp auszusehen, wenn es eng wird. Das nennt man Opportunismus.

    Und wir können das Spiel noch SEHR lange spielen: Wenn du mit dem Satz “Ich möchte den Mann anzeigen, der bei meinem minderjährigen Sohn körperliche Gewalt angewendet hat” zur Polizei kommst, wird man dich zweierlei fragen:

    “Wie kam es zu der angeblichen Gewaltanwendung?”
    “Wie genau sah die angebliche Gewaltanwendung denn aus?”

    Und wie du auf die beiden Fragen antwortest – genau das wollen wir eigentlich die ganze Zeit von dir hören. Aber du bist ein Meister im rumlavieren.

  207. 207

    @Peroy: Fällt schwer, die Klappe zu halten oder? ;-)
    Außerdem, wo steht das?

  208. 208
    Wortvogel

    @ Rex: Oh wow – Aussagen nachträglich löschen und dann leugnen. Das ist arm.

  209. 209

    Deswegen gibt es eine zweiminütige “Edit”-Funktion. Habt halt den Anstand solange zu warten, bis ihr auf ser Hüfte geschossen kommt.

    “Wenn du zur Polizei kommst, wird man dich zweierlei fragen:
    “Wie kam es zu der angeblichen Gewaltanwendung?”
    “Wie genau sah die angebliche Gewaltanwendung denn aus?”
    Und wie du auf die beiden Fragen antwortest – genau das wollen wir eigentlich die ganze Zeit von dir hören. ”

    Und wie bitte soll ich dir DAS beantworten? Ich weiß ja nicht, was meine Söhne mir geantwortet hätten. Wir bewegen uns hier auf rein hypothetischen Boden. Außerdem habe ich es satt, dir, wie in einem Tribunal, Rede und Antwort zu stehen. Wer glaubst du eigentlich wer du bist? Die Worte werden einem im Mund herumgedreht, jede Form von Selbstreflexion als Schwäche ausgelegt, Argumente einfach vom Tisch gefegt oder missachtet und wenn die Wogen dann höher schlagen, wird sich sofort aufs Hausrecht berufen. Du bist so unglaublich selbstherrlich in deiner Amtsrobe und deinem Tribunalsgehabe, dass ein Roland Freisler seine Freude dran gehabt hätte. Ist mir jetzt auch scheißegal ob du mich rauswirfst oder nicht, aber mir steht’s mittlerweile so hoch, dass ich dir sage: nein, ich hätte dich nicht angezeigt. Ich hätte dir die Fresse poliert und dich im Rinnstein liegenlassen.

  210. 210
    G

    @Wortvogel: danke. Genau das wollte ich auch gerade schreiben. Was mir bei Rex (und auch bei Kammermeier, MV und Co – und ja, ich weiß, dass Rex schon ein weitaus höheres Niveau hat als vor allem letterer) in dem Zusammenhang auf die Nerven geht, ist die Taktik, ständig darauf u beharren, dass man die Frage schon beantwortet habe und man nur zu dumm sei, das zu erkennnen. Dabei wissen die Leute ganz genau, dass sie einfach nur verlieren können, wenn sie direkt antworten.

    @Rex: Ja, ich lese alle Beiträge. Schon wieder eine aggressive Untrstellung von jemandem, der sich davor ausgerechnet über meine Kinderstube beschwert hat. Und nein, du hast die Frage eben nicht beantwortet. Das weißt du ganz genau.

  211. 211
    G

    Ah, jetzt kommt also der wahre Rex zum Vorschein. Nein, unser Rex ist immer gegen Gewalt. Es sei denn, man hinterfragt seine Überzeugungen etwas detaillierter, dann droht er mit Körperverletzung.

  212. 212
    Howie Munson
    “Jetzt hättest du die Möglichkeit zu reflektieren und dich noch einmal kritisch zu hinterfragen. Aber davon sieht man nichts…”

    Das ist interessant. Hätte ich jetzt uneingeschränkt auf meiner Anzeige beharrt, hätte man mir vorgeworfen ich wäre “unreflektiert”.

    nö, das werfe ich dir nur vor, weil du es wortwörtlich anderen vorwirfst und nicht merkst das deine “Ansprüche” von dir selbst nicht perfekt umgesetzt werden. Nun bleib doch endlich mal bei dir, würde ein Psychologe sagen.

  213. 213
    Wortvogel

    Ahhh, immer schön zu sehen, wenn sich der wahre Charakter zeigt…

    Mittlerweile weiß er nicht mehr, ob er mich angezeigt hätte oder wie überhaupt – aber DASS er mich angezeigt hätte, war bei 25 ja noch völlig klar. Und dass er die Fragen nicht beantworten wird, auch.

    Dann tu ich es halt mal für ihn: jeder anständige Polizist hätte dich erstmal gefragt, ob du dich nicht schämst, für einen Sohn Anzeige zu erstatten, der Behinderte verhöhnt und dafür aus einem McDonalds geworfen wird. Dann hätte er darauf hingewiesen, dass du ohne Zeugen (oder aller Wahrscheinlichkeit nach auch mit) keinerlei Chance hättest, dass es zu einem Prozess oder auch nur einem Bussgeld kommt – es gab keine tatsächliche Gewalt und es gilt immer noch: hier wurde vielleicht Schlimmeres verhindert. Womöglich hätte er die Anzeige trotzdem latent sauer aufgenommen (Dienst ist Dienst), aber dir zum Abschied noch einen Tipp gegeben, wie man solche Zwischenfälle künftig vermeidet: das eigene Rotzgör besser erziehen, damit es keine Behinderten anpöbelt.

    Aber genau das weißt du – und darum wirst du jetzt, wo du in der Ecke hockst, auch plötzlich SEHR aggressiv.

    “Deswegen gibt es eine zweiminütige “Edit”-Funktion. Habt halt den Anstand solange zu warten, bis ihr auf ser Hüfte geschossen kommt.” – stimmt. Aber trotzdem kann man dazu stehen, dass man es geschrieben (und gelöscht) hat.

  214. 214
    Marcus

    “Du bist so unglaublich selbstherrlich in deiner Amtsrobe und deinem Tribunalsgehabe, dass ein Roland Freisler seine Freude dran gehabt hätte.”

    I hereby invoke Godwin’s Law.

    Und bin erstaunt, dass das so lange gedauert hat.

    “Ich hätte dir die Fresse poliert und dich im Rinnstein liegenlassen.”

    Die Maske eines selbstgerechten Schwätzers fiel spät, aber sie fiel…

  215. 215
    Wortvogel

    @ Rex: Das hätte ich fast vergessen:

    “Ich hätte dir die Fresse poliert und dich im Rinnstein liegenlassen.” – MWAAHAAHAAAAAA!!!

  216. 216
    Marcus

    @Torsten: Rex Kramer – Gute Kinderstube FTW?

  217. 217
    Wortvogel

    @ Marcus: Das ist das Markenzeichen eines nur vorgetäuschten Gutmenschen – wenn die Maske fällt, fällt sie richtig und hässlich (war ja auch bei Ralph immer wieder schön zu sehen). Leute wie ich, die ihre Aggression und ihrem Umgang damit nicht leugnen, haben genug Ventile, um sich nicht derart gehen zu lassen. Bei mir staut sich nix an – bei Rex kocht es dagegen offensichtlich sehr.

    Er erinnert mich auch an diese Helden, die in der Schule angepöbelt wurden und dann immer heulend gesagt haben: “Ich hau mich nicht mit dir, das ist mir viel zu primitiv”. Zuzugeben, dass sie einfach kleiner und schwächer sind, das war nicht drin. Die konnten sich in die Hose gepinkelt haben und verkündeten immer noch trotzig, nur aus moralischer Überlegenheit nicht kämpfen zu wollen. Ich muss es wissen: ich war einer von diesen Schwachen. Aber ich bin irgendwann erwachsen geworden und dann wurde mir klar, dass man Feigheit entweder überwindet oder zugibt. Alles andere ist kindisch und verlogen. QED.

    Meine These: Rex hätte in der McDonalds-Filiale weg geguckt, wie alle anderen auch. Und genau DESHALB hat er so vehement reagiert. Weil er sich nicht mehr auf “es hat doch niemand eingegriffen!” rausreden kann. Der Mitläufer entlarvt sich erst, wenn jemand aufsteht und Widerstand leistet. Ist nie schön für den Mitläufer.

    Kinderstube? Wie ich schon früh sagte: solche Eltern erzeugen solche Kinder…

    Godwin’s Law? Geschenkt. Auch das war zu erwarten.

  218. 218
    Marcus

    @Torsten:

    “Ralph” muss noch vor meiner Zeit hier gewesen sein – aber der Fall hier ist schon besonders amüsant, weil (neben dem Einfordern “guter Kinderstube”) das Diskussionsthema hier ja “Deeskalation von Konflikten” und “Vorbildfunktion” war.

    Das Problem mit “Gutmenschen” ist ja nicht, dass sie “gut” sein wollen (das wollen wir ja irgendwo alle): wenn Rex mit seiner Methode ähnliche Konflikte entschärfen könnte oder konnte, fein, more power to him.

    Das Problem ist, dass Menschen wie er – pardon my french – glauben, dass ihre Sch… nicht stinkt, dass sie “bessere Menschen” sind. Deshalb können sie nicht zugeben, dass ihre moralisch einwandfreien Theorien, wie die Welt funktioniert, nicht unbedingt praktikabel oder in sich stimmig sind, weil sie sich sonst vom Roß ihrer moralischen Überlegenheit runterbegeben und eingestehen müssten, dass nicht nur die Welt nicht immer gut und edel ist, sondern auch sie selbst manchmal genauso affektgesteuert, überfordert und emotional sind wie wir anderen auch. Und das kratzt dann manchem (wie Rex hier) zu stark am Ego.

  219. 219
    DMJ

    Da bastle ich lange Satzungeheuer, um immer wieder zu betonen, wie theoretisch alles ist, was wir hier sagen, weil wir die Betroffenen nicht kennen und nicht in ihre Köpfe gucken können und dann kommt Rex wieder und wirft kurz klares Licht in die simplen Mechanismen des menschlichen Geistes. Wie die Typen erzogen wurden, was sie vorher und nachher machten? Egal! Sie sind einmal rausgeschmissen worden, daraus haben sie gelernt, dass Gewalt okay ist. Punkt! Ist ja nicht so, als wenn die Psyche kompliziert und alle Menschen Individuen sind. Kinder sind wie Schwämme, die man simpel lenken kann.
    Hm… irgendwie kommt es mir so vor, als wenn der hiesige Anwalt der Kinder sie wesentlich verächtlicher (nämlich als Automaten) betrachtet, als der Rest hier.

    Und dan noch:
    “Wenn ich etwas über die Jahre gelernt habe, dann, dass es immer mehr als nur einen Weg gibt.”
    Da wird niemand widersprechen – nur du bist derjenige, der die Scheuklappen anlegt um eine überschaubare Einbahnstraße zu sehen. Von Anfang an war das hier “So macht man das!”-Beitrag, sondern die Schilderung einer Situation und die Diskussion, wie richtig Torstens Verhalten war. Und die meisten Leute sehen es als richtig an – nicht als überzeitliches Ideal, welches Punkt für Punkt nachgeahmt werden sollte, sondern als angemessene Reaktion, die Lage zu entschärfen.
    Bis auf dich, der du den Beschützer des Behinderten gern juristisch belangt sähest, weil du eben solche Zwischentöne ablehnst.

    Das Ausweichen auf Gesetze über gewaltfreie Erziehung ist natürlich bloße Ablenkung, bei der man sich (mit dem Staat) den Rücken stärkt und den anderen (durch überzogene Vergleiche) schlechter macht: Torsten war da nicht erzieherisch tätig und hat nicht gezüchtigt, er hat einen Schwächeren (den unser Strahlemann von Anfang an ignoriert – schließlich hätte man ihm eine Entschuldigung hingeworfen, bevor man ihn bittet, gegen seinen Helfer auszusagen) geschützt.
    Und ich WETTE, kein Gericht dieser Welt sieht “Rausschmeissen von Rüpeln aus fremdem Haus” als Gewalt an, wie sie der Paragraph meint.

    Das selbstgemachte Delikt “Anwendung minderschwerer Gewalt” hilft da auch wenig, aber das (uneingestandene) Zurückrudern, nachdem vorher schon Anzeige (und daraus resultierende lebenslange Freiheitsstrafe wegen mutwilliger Kragenpackung nach § 69 RKGB) als sichere Folge herausposant waren, deutet darauf hin, dass er im Grunde sieht, dass er sich verrant hat und nur nicht klein beigeben mag (wegen der Kinder, versteht sich).

    Hey: Hätte er gesagt “Ich fand nicht gut, dass du zugepackt hast, du hättest besser mit ihnen reden sollen”, wäre das eine KOMPLETT legitime Sichtweise gewesen. Die vertrat er aber nie, sondern gleich: “Du Schänder, dafür gehörst du weggesperrt! Ich hätte das alles viel besser gemacht und noch dabei die Wale gerettet!”

    “Wie man’s macht ist es falsch, oder?”
    Den Kurs komplett wechseln, ohne einzugestehen, dass das anfangs verkündete Evangelium dann doch nicht so unfehlbar war, ist in jedem Fall falsch.

    ” Du bist so unglaublich selbstherrlich in deiner Amtsrobe und deinem Tribunalsgehabe, dass ein Roland Freisler seine Freude dran gehabt hätte.”
    Oha… Ich fürchte, wir müssen uns bei Rex entschuldigen. Denn wenn er sich hier wie in der Macht eines der abscheulichsten Massenmörder der Nazis fühlt, müssen wir ihn definitiv falsch behandelt haben. Ich meine… jemand der so um das Wohl von Kindern (weniger Behinderten) besorgt ist, würde doch nicht das Leid der unschuldig weggesperrten, gefolterten und ermordeten Nazi-Opfer kleinreden, indem er eine raue Behandlung in einer Kommentarspalte damit in eine Reihe stellt, oder?

    “nein, ich hätte dich nicht angezeigt. Ich hätte dir die Fresse poliert und dich im Rinnstein liegenlassen.”
    Am Kragen packen = Gewalt; Fresse polieren und im Rinnstein liegenlassen = berechtigte Nothilfe und perfektes Vorbild für die zuguckenden Kinder (sofern die nicht gerade mit einem anderen Behinderten beschäftigt sind). Macht Sinn!
    Was hätten die Kinder daraus gelernt? “Gewalt ist schlecht, so sie gegen unseren Clan ausgeübt wird, aber vollkommen legitim gegen Angehörige anderer Clans”? Hm… ich habe wenig Ahnung von Kindern, aber das klingt mir doch noch ein wenig suboptimaler als die Maßnahme des Hausherren…

    (Und die Ralph-Parallele fällt mir als damals Beteiligtem auch deutlich auf ;) )

  220. 220
    DMJ

    @Marcus:
    Zum Thema “Pseudogutmenschlichkeit” denke ich immer an einen SPIEGEL-Leserbrief damals zum Fall Jakob von Metzler zurück (bitte nicht auf den Fall selbst eingehen, der ist kompliziert und im Endeffekt unlösbar, okay?). Der Leser empörte sich über Daschners Vorschlag, dem Entführer “geringfügige aber penetrante Schmerzen” zuzufügen (sein konkreter Gedanke war Verdrehen des Ohres), um das Opfer zu finden – soweit legitim. Aber er folgterte daraus, dass man Daschner selbst solche “geringfügigen aber penetranten Schmerzen” zufügen sollte… und da wurde es kryptisch. Folter gegen einen Entführer um ein Kind zu retten ist falsch, aber Folter gegen jemanden, der mittels Folter gegen einen Entführer ein Kind retten wollte, richtig? Oder hätte jetzt jemand den Schreiber foltern müssen, weil er Daschner gefoltert wissen wollte? Und folglich auch mich, weil ich darauf hinweise, dass es konsequent wäre, dann den Schreiber zu foltern?

    Ein verblüffend ähnliches Gedankengebäude wie das hier vorliegende.

  221. 221
    Dietmar

    Deswegen gibt es eine zweiminütige “Edit”-Funktion. Habt halt den Anstand solange zu warten, bis ihr auf ser Hüfte geschossen kommt.

    Weil es ja unanständig ist, nicht darauf zu gucken, ob das Edit-Fenster des Kommentators noch auf sein und er wesentliche Teile seiner Aussage löschen würde. Ist doch logisch. Unanständig ist das, sage ich! Wie kann man es wagen, jemandes Äußerungen zu zitieren, wenn er sie doch zurücknehmen wollen könnte! Eventuell. Damit muss man rechnen! Aus Anstand. Der gleiche Anstand, der einem sagt, gibt den Bengels eine Cola aus. Da ist Rex´ “Ätschibätsch! Das steht da ja nirgends, hihihi!” durchaus gerechtfertigt …

  222. 222
    Dietmar

    Du bist so unglaublich selbstherrlich in deiner Amtsrobe und deinem Tribunalsgehabe, dass ein Roland Freisler seine Freude dran gehabt hätte. Ist mir jetzt auch scheißegal ob du mich rauswirfst oder nicht, aber mir steht’s mittlerweile so hoch, dass ich dir sage: nein, ich hätte dich nicht angezeigt. Ich hätte dir die Fresse poliert und dich im Rinnstein liegenlassen.

    Ich habe eigentlich eher nicht den Eindruck, dass der Wortvogel hier über jemanden richtet. Freisler war eines der widerwärtigsten Subjekte der deutschen Geschichte. Der Vergleich ist unfassbar. Aber wie wär´s, mit einer AK Rache zu nehmen, denn das ist nicht so anstrengend, wie Zuschlagen.

    Ich meine: Man hat doch Zeit, sich ein wenig zu beruhigen, wenn man kommentiert. Muss man ja nicht, mache ich auch nicht immer. Aber gerade, wenn es um Aggression als Thema geht, ist es der eigenen Sache nicht so wahnsinnig förderlich und unterläuft die eigene Glaubwürdigkeit, wenn man sich darstellt, als würde man gewaltfrei akute Auseinandersetzungen besprechen und runterkochen können, aber in einer Diskussion davon schwadroniert, jemanden die Fresse zu polieren.

    (Und jetzt lese ich Eure Antworten; das war bestimmt alles schon irgendwo gesagt …)

  223. 223
    Dietmar

    “gib” oder “gebt”. Da reicht kein EDIT…

    “Deswegen gibt es eine zweiminütige “Edit”-Funktion. Habt halt den Anstand solange zu warten, bis ihr auf ser Hüfte geschossen kommt.” – stimmt.

    ó.Ò Nein!

  224. 224
    DMJ

    Es sei übrigens vermerkt, dass auch ich komplett unter Wut tippe (eigentlich immer, denn Hass ist meine Attitüde), aber ich wage doch zu behaupten, dass ich etwas souveräner rüberkomme, als der Vertreter von Zivilisation, Gewaltfreiheit und Diskussionstalent (also zumindest soweit er nur mit diesen subhumanen Schwammwesen, genannt “Kinder”) redet. :)

  225. 225
    Wortvogel

    @ DMJ/Dietmar: Ich schreibe auch manchmal mit Wut im Bauch – aber das ist meist ehrliche Empörung und die bleibt auch nach längerer Zeit valide. Wirklich anpampen sehe ich nur gerechtfertigt, wenn die Person sich zuerst in der Wortwahl vergriffen hat oder derart hanebüchene Thesen kradolft, dass ich mir Luft machen muss. Darüber hinaus steht es jedem frei, sich für den Quatsch von eben zu entschuldigen. Auch Rex. Die Tür, sich für seine letzten Mail (ausnahmsweise mal ohne zu relativieren oder zu lavieren) zu entschuldigen, steht ihm offen.

  226. 226
    OnkelFilmi

    @Rex:

    “Du bist so unglaublich selbstherrlich in deiner Amtsrobe und deinem Tribunalsgehabe, dass ein Roland Freisler seine Freude dran gehabt hätte.”

    Ach, wie war das noch weiter oben? Mir die (nicht vorhandene) Nazikeule vorwerfen, und sie dann SELBST rauskramen?

    Herr im Himmel, was bist Du doch für ein armseeliges kleines Würstchen.

  227. 227
    Dietmar

    @Wortvogel: Also das angedeutete Szenario finde ich jetzt wirklich ziemlich bitter. Es macht mir ja manchmal Spaß, bestimmte Gestalten hochgehen zu lassen (MV for ex.). Rex wäre eigentlich eher jemand, der mir durchaus nicht unsympathisch sein muss. Aber dieses Austilten ist schon bisschen viel. Finde ich schade.

  228. 228
    G

    @Wortvogel: Ich glaube, ich muss mir an dir ein Beispiel nehmen. Ich möchte auch mal 225 Beiträge zu einem einzigen Blogartikel haben. Wie machst du das, dass du immer wieder eine solche Aufmerksamkeit für deinen Blog generieren kannst?

  229. 229
    Dietmar

    @G: Du hast´n Blog?

    (Hier stand noch viel mehr, aber es wäre unanständig … etc.)

  230. 230
    G

    @Dietmar: Ja. Klick mal auf meinen Nickname.

  231. 231
    Wortvogel

    @ Dietmar: Ich finde das bei Rex auch schade, aber der hat bei “Avatar” schon gezeigt, dass “Meinung lautstark verkünden” und “Meinung begründen” bei ihm schnell in “Meinung stickum revidieren” umschlagen. Da kann ich nicht drauf. Ansonsten ist der ganz nett.

    @ G: Ehrlich? Ich weiß es nicht. Ich verzweifle daran manchmal regelrecht. Ich halte mich nicht für einen übermäßig aggressiven Diskutanten – ich bin nur sehr konsequent und fordere ein, dass Leute sich VORHER überlegen, was sie sagen. Ja, ich lege das dann auch gerne auf die Goldwaage. Es steht jedem frei, das bei mir auch zu tun. Und dann bleibe ich dran. Ich lasse wenig “durchgehen”. Vielleicht liegt’s daran. Wenn es dann so eskaliert, bin ich aber selbst bass erstaunt. Ich finde, eine Diskussion wie diese rechtfertig so einen Ausfall wie den von Rex nicht.

  232. 232
    Wortvogel

    @ Dietmar: G hat ein tolles Blog!

  233. 233
    Marcus

    @DMJ:

    “Hass ist meine Attitüde”

    Ständig kocht dein Blut?
    Alles muss man dir erklären?

    :-D

  234. 234
    Dietmar

    @G: Warte nur, Freundchen … ;-)

  235. 235
    G

    @Wortvogel: Machst du eigentlich irgendwie werbung für deinen Blog (bzw. hast du das früher gemacht)?

    “G hat ein tolles Blog!”

    Danke! *rotwerd* ;)

  236. 236
    G

    @Marcus: Das ist von den Böhsen Onkelz, richtig? (Nur Scherz)

  237. 237
    Wortvogel

    @ G: Nö, fand ich immer affig. Ich verdiene damit ja kein Geld und will nix verkaufen. Ich habe es nicht mal SEO-optimiert (wie immer das auch angeblich geht). Wer kommt, der kommt. Die “Lotta”-Beiträge haben damals viele Leser reingespült, das wurde ja überall erwähnt, und ein paar Verweise von BILDblog haben sicher auch nicht geschadet. Ansonsten gilt die Faustregel aus dem zauberhaften “Field of Dreams”: if you build it, they will come.

  238. 238
    Marcus

    @G: Ich geb dir gleich ‘ne Cola aus, do! ;-)

  239. 239
    Dietmar

    @Marcus: Dass Du auch immer die extremen Mittel wählen musst! Immer erst im Guten versuchen!

  240. 240
    Marcus

    @Dietmar: der G wird sich noch wünschen, dass ich die AK47 rausgeholt hätte. :-)

  241. 241
    G

    @Marcus: *Cola schlürf und dabei lern, dass beschissener Musikgeschmack voll in Ordnung geht*

  242. 242
    Marcus

    @G: Prost.

    Aber ich hatte in #240 nicht übertrieben. Hatte ich erwähnt, dass ich in die Cola vorher reingepullert habe? Meintest du ernsthaft, du kommst so leicht davon?

    :twisted: MUHAAAAAHAHAHAHAHAHA!!! :twisted:

  243. 243
    G

    @Marcus: *Dem Marcus auch eine Cola ausgeb*

  244. 244
    Marcus

    @G: Nein danke. :-)

  245. 245
    Wortvogel

    @ G: Die LvA weist mich korrekterweise darauf hin, dass ich auf deiner Webseite nicht unter “lesenswerte Links” zu finden bin. Ich reiche hiermit offizielle Beschwerde ein!

  246. 246
    G

    @Wortvogel: Wird sofort korrigiert! Entschuldigung erfolgt noch schriftlich mit Durchschlag für die LvA (dafür will ich aber auch in deine Linkliste! ;))

  247. 247
    G

    Schon erledigt. ;)

  248. 248
    Mencken

    Ich denke mal, Rex hat hier nicht die Maske fallen gelassen und sein wahres Gesicht gezeigt, sondern sich einfach um einen halbwegs würdevollen Abgang mittels Rauswurf bemüht, nachdem ihm die Argumente ausgingen.

  249. 249
    Wortvogel

    @ G: Die Firma dankt. Meine Linkliste wird dieser Tage neu gestaltet, dann kommen viele Blogs von Lesern rein (aktuell sind ja sogar noch TOTE verlinkt).

    @ Mencken: Auch keine schlechte Theorie.

  250. 250
    MTV

    “@ Exverlobter: Nein. Es reicht die Substanz.”
    Du bist ein Witz.

  251. 251
    Wortvogel

    @ MTV: Und deine Email heißt “Hosenhecht” – na und?

  252. 252
    G

    @MTV: Es reicht, wenn Rex hier persönlich wird. ;)

    @Wortvogel: Wäre toll, wenn du meinen Blog auch aufnimmst! :D

    @Mencken: Gute Theorie. Dass Rex einen Rauswurf als würdevollen Abgang sieht, würde auch zu ihm passen meiner Meinung nach.

  253. 253
    Wortvogel

    @ G: MTV ist ein Troll – einfach nicht beachten.

    Klar kommst du in die Blogroll. Ich habe mich einfach nie ordentlich um sowas gekümmert. Das wird sich nun ändern!

    Rex hat auf breiter Front verloren – nicht nur die Diskussion, auch die Glaubwürdigkeit seiner Selbstdarstellung. Das schmerzt. Aber er findet sicher einen Weg sich einzureden, dass wir schuld sind, weil wir ihn soweit getrieben haben.

  254. 254
    DMJ

    Und vor allem, dass WENN er irgendwas falsch gemacht haben SOLLTE, es ihm absolut verziehen werden sollte, weil es ihm ja nur um den Schutz der Kinder ging. :)

  255. 255
    Wortvogel

    Denkt denn niemand an die Kinder?!

  256. 256
    Thies
  257. 257

    Nachdem ich mich durch diese sehr unterhaltsame Diskussion gelesen habe, bleibt für mich als Quintessenz:

    Der COCA COLA COMPANY gebührt der Friedensnobelpreis.

  258. 258
    G

    Die Coca Cola Company und Nelson Mandela – endlich in einer Liga!

  259. 259

    WoW….eigentlich wollte ich vor 2 Stunden ins Bett und kurz vorher noch mal fix beim Wortvogel schauen, was ich die letzten Tage so verpasst habe. Ähm ja: Ein Wortvogel, der aus meiner Sicht sehr richtig gehandelt hat und nachfolgende 258 Kommentare mit einem schön dramatischen Coming Out-Finale von Rex.

    Mich wundert bei all der Diskussionslust nur eines – niemand ist auf folgenden kulinarischen Fauxpas eingegangen:

    “Für die Gourmets unter den Lesern: ich schabe Salat und Remoulade immer vom Brötchen runter und schmiere dafür Barbecue-Sauce drauf. Leckererer.”

    Wtf?! Macht das (oder ähnliche Gourmet-Anpassungen) sonst noch jemand?

  260. 260
    Nikolai

    Ich lege auf die Cheeseburger immer ein paar Pommes.
    Ist das vergleichbar?

  261. 261

    Barbecue-Sauce vom goldenen M geht gar nicht. Egal auf was. :P

  262. 262
    Georg

    Zum Thema Godwin’s Law bzgl. Nazi-Vergleichen weiß Wikipedia folgendes zu sagen:

    “…….wird oftmals der Autor des Vergleiches zum Verlierer der Diskussion erklärt.”

  263. 263
    Marcus

    @Georg: das wollte ich in #214 damit auch sagen.

  264. 264
    Wortvogel

    @ Karsten: Was soll ich sagen? Schmeckt mir einfach.

  265. 265
    Ascalon

    Wie’s übrigens auch geht (jedenfalls auf dem Schulhof der Hauptschule): Handy raus, “Bitte einmal hergucken!” sagen und ein Foto der Betroffenen knipsen. Dann kommt unter Garantie ein “Das dürfen sie nicht!” aber dann kannst du sagen: “Doch, das darf ich wohl. Und wenn hier noch weiter was passiert dann wissen wir ja jetzt wer das war.” Klappt regelmäßig auch dann, wenn wie in vorliegenden Fall eigentlich gar keine Regelverletzung oder Strafbestand vorliegt.

  266. 266
    OnkelFilmi

    Ist Rex jetzt auf die “Still Treppe” geschoben worden, oder kneift er einfach nur den Schwanz ein?

  267. 267
    Marcus

    @Ascalon: hätte ich ein Fotohandy, wär das eine elegante Lösung…

  268. 268
    Wortvogel

    @ Filmi: Nee, wir sind dem bloss zu primitiv und außerdem WOLLEN wir ihn ja nur nicht verstehen. Kindergarten-Übersetzung: wir sind ja sooo gemein, der mag nicht mehr mit uns spielen :-(

  269. 269
    Peroy

    “Wtf?! Macht das (oder ähnliche Gourmet-Anpassungen) sonst noch jemand?”

    Ich bau’ mir aus einem McDouble und ‘nem Chickenburger einen McGangbang…

  270. 270

    Den McGangbang baue ich mir auch (ich glaube, den Tipp habe ich sogar mal von Peroy bekommen).

    Ansonsten hole ich mir auch gern bei den diversen Gutscheinaktionen zwei Big Macs (zum Preis von einen) und weide den ersten aus, um dieses Innenleben in den zweiten Big Mac zu schieben. Die Brötchenzwischenscheiben beider Burger lasse ich weg. Das ganze ergibt dann einen besseren, weil fleischvolleren Big Mac.

    Auch gut: Die McDonald’s Pommes in die Schokosauce vom McSundae-Eis tunken. Lecker! :)

  271. 271
    Wortvogel

    @ Marko/Peroy: Krankes Pack!

  272. 272

    Tja, rate mal, warum wir hier sind. :D

  273. 273
    Marcus

    “Auch gut: Die McDonald’s Pommes in die Schokosauce vom McSundae-Eis tunken. ”

    I just threw up in my mouth a little…

  274. 274

    Pff, Banause. Süß-Salzig ist DIE ultimative Geschmackskombo. Nur Kretins wissen das nicht zu schätzen.

    *schmoll*

  275. 275
    Peroy

    “Pff, Banause. Süß-Salzig ist DIE ultimative Geschmackskombo. Nur Kretins wissen das nicht zu schätzen.”

    Ja, zu Crackern kommt Schokolade auch gut…

  276. 276
    milan8888

    “Für die Gourmets unter den Lesern: ich schabe Salat und Remoulade immer vom Brötchen runter und schmiere dafür Barbecue-Sauce drauf. Leckererer.”

    Frau macht das Gleiche – allerdings verwendet sie Currysauce

  277. 277
    Der Karsten

    Ich bestell den BigMac immer ohne Käse.. BÄÄÄÄMMMM.. damit habt ihr nicht gerechnet, oder? :P

    (Ich mag halt keinen Käse..)

  278. 278

    Torsten: nach einem mehrwöchigen Aufenthalt auf der anderen Erdhalbkugel (bewusst ohne Netzzugang) wollte ich mich eigentlich gerade hinsetzen und dir eine versöhnliche E-mail schreiben, damit wir die Kuh irgendwie wieder vom Eis bekommen. Doch dann habe ich das hier gelesen:

    „Rex hätte in der McDonalds-Filiale weg geguckt, wie alle anderen auch. Wie ich schon früh sagte: solche Eltern erzeugen solche Kinder… „

    Mit anderen Worten: du unterstellst meinen Kindern, dass sie zu dem Schlag von Menschen gehören, die behinderte Menschen quälen. Und mir unterstellst du, dass ich mit meiner Erziehung solches Verhalten fördere und wegschaue, wenn neben mir jemand, der sich nicht wehren kann, schikaniert oder gar misshandelt wird. Und das, obwohl ich ja in einem Fallbeispiel geschildert habe, dass ich genau das nicht tue. Wie kommst du dazu, so etwas über mich – über uns – zu sagen? Du kennst mich doch überhaupt nicht.

    Hast du eine Ahnung, wie verletzend solche Äußerungen sind?
    Ich werde dir eines sagen und es wird das letzte sein, was ich dir jemals in diesem beschissenen Blog oder sonst wo schreiben werde: für mich bist du gestorben, mit dir will ich nichts zu tun haben.
    Drücke uns besser die Daumen, dass wir uns nie über den Weg laufen, es könnte sonst sehr unangenehm werden, du selbstgerechtes Arschloch.

  279. 279

    Uuuuiiii…vielleicht solltest du noch mal Kommentar #219 lesen. Der fasst eigentlich alles recht hübsch zusammen.

  280. 280
    heino

    @Thomas:das ist jetzt vielleicht sinnlos, weil du ja nach eigener Aussage hier nicht mehr aufschlagen willst, und ich will mich hier auch nicht auf die Seite von Torsten stellen, da ich die Aussage für grenzwertig halte. Aber ich möchte dir doch mal sagen, dass du für jemanden, der oft und gerne selbst unterhalb der Gürtellinie austeilt, verdammt wenig einstecken kannst. Vielleicht solltest du einfach mal dein eigenes Diskussionsverhalten, das nicht umsonst oftmals in üblen Streitereien gipfelt, überdenken.

  281. 281
    Wortvogel

    @ Acula/heino: Lasst es gut sein – der hat jetzt endlich eine Aussage gefunden, an der er sich festklammern kann, um seine ganze armselige “Dich würde ich vor Gericht bringen, du Kinderschänder!”-Nummer schön zu reden (primär vor sich selbst). Die in seiner verqueren Welt seine gesammelten Ausfälle rechtfertigt. Und die es dem Freund sozial verträglicher Konfliktlösung auch erlaubt, sowas hier zu sagen, ohne sich zu schämen: “Drücke uns besser die Daumen, dass wir uns nie über den Weg laufen, es könnte sonst sehr unangenehm werden, du selbstgerechtes Arschloch.”

    Worauf ich nur erwidern kann (weil es ja in MEIN Charakterprofil passt, ohne zu knarzen): BWAHHAHAAAAA!!!

    Was für eine Pussy.

  282. 282
    OnkelFilmi

    Hach ja, die alte “Ich war auf der anderen Seite der Erdkugel und konnte/wollte deshalb nicht antworten”-Verteidigung. Klappte schon bei der Speckjacke nicht…

    “Drücke uns besser die Daumen, dass wir uns nie über den Weg laufen, es könnte sonst sehr unangenehm werden, du selbstgerechtes Arschloch.”

    Ich finde es immer knuffig, wenn ältere Herren mit gesunkenem Testosteronspiegel einen auf harten Hund machen wollen…

    … im Falle des eintreffens oben erwähnter Situation wird dann sicherlich “Habe Brille!” als Ausflucht herhalten müssen ;)

    (PS: Drohungen werden meinerseits immer gerne entgegengenommen ;) )

  283. 283
    gerrit

    Oh Mann. Nun habe ich das erste Mal Rex Kramers Seite betrachtet. Ein gebürtiger Kölner. Und der WV stammt aus Düdo.

    Torsten, ich darf dir versichern: Nicht alle Kölner sind so. (bin selbst einer…)

  284. 284

    ..meine Fresse, was hier wieder abgeht..

    Aber ich muss zugeben, dass ich in den Jahren hier verdammt viel über Diskussionsbegründungen, souveränen Umgang mit Trollen und Unterscheidung zwischen echten und Scheinargumenten gelernt habe.

    Dafür danke an den Wortvogel!

  285. 285
    Wortvogel

    @ Comicfreak: Danke. Mir hilft das Blog auch – es schärft die argumentative Präzision, wenn man immer weiß, dass da draußen tausende von Leuten nur darauf warten, dass man einen logischen Schnitzer macht. Ich bin dadurch genauer und weniger vorschnell geworden.

  286. 286

    „Rex hätte in der McDonalds-Filiale weg geguckt, wie alle anderen auch. Wie ich schon früh sagte: solche Eltern erzeugen solche Kinder… „

    Mit anderen Worten: du unterstellst meinen Kindern, dass sie zu dem Schlag von Menschen gehören, die behinderte Menschen quälen. Und mir unterstellst du, dass ich mit meiner Erziehung solches Verhalten fördere und wegschaue, wenn neben mir jemand, der sich nicht wehren kann, schikaniert oder gar misshandelt wird. Und das, obwohl ich ja in einem Fallbeispiel geschildert habe, dass ich genau das nicht tue. Wie kommst du dazu, so etwas über mich – über uns – zu sagen? Du kennst mich doch überhaupt nicht.

    Wir haben alle die Hoffnung, dass die Mutter der Kinder sich anders verhält, von daher sind deine Kinder nicht zwangsläufig so…

    Im übrigen nimmt dir diese dritte Wendung in der Argumentation eh keiner ab. DU hast deine Vaterschaft hier als Argument reingezogen und da den Halbstarken kein körperliches Leid getan wurde, könnten die dir jede Geschichte auftischen, egal was wirklich passierte, DU würdest angeblich Anzeige erstatten und genau DARUM ging es, wenn die mit jeden Mist halbwegs durchkommen während “die andere Seite” mehr abbekommt als sie selber, dann werden die ihr Verhalten nicht ändern.

  287. 287
    DMJ

    Wer hätte gedacht, dass es hier nochmal einen Nachklapp gibt? Und dann auch noch einen so verheulten.
    Aber dass derjenige, der anfangs als strikter Ablehner gewalttätiger Lösungen und Verfechter von Frieden und Deeskalation (berechtigte Position) auftratt, nun am meisten mit Drohungen und Beschimpfungen um sich wirft, bleibt dennoch kurios.
    Aber vermutlich kann er nur nicht so gut mit gemeinen Menschen wie uns. Die Kiddie-Gang wäre sicher freundlicher und weniger aggressiv gewesen.

  288. 288
    heino

    “Hach ja, die alte “Ich war auf der anderen Seite der Erdkugel und konnte/wollte deshalb nicht antworten”-Verteidigung. Klappte schon bei der Speckjacke nicht…”

    Das würde ich ihm noch glauben, immerhin sollen manche Autoren ja noch vor Ort recherchieren. Möglicherweise war er auch nur im ausgedehnten Urlaub. Ich finde das Ganze eigentlich traurig, weil Thomas durchaus nett und vernünftig sein kann, aber dann immer wieder solche Ausraster hat, mit denen er sich selbst sabotiert. Schade, schade…

  289. 289
    Wortvogel

    @ DMJ: Er hat sich einen massiven Bärendienst erwiesen – wäre er einfach wieder hier aufgetaucht und hätte sich anständig benommen, wäre die Sache längst durch. Ich habe nichts gegen ihn persönlich (im Gegenteil) und die Diskussion war aufgeheizt genug, dass sich ALLE Beteiligten auch mal verrannt haben.

    Aber dann hier aufzuschlagen und wüste Drohungen auszustoßen – das ist stillos, arm, dumm und vor allem hilflos.

  290. 290
    Mencken

    Würde ich nicht überbewerten wollen, wenn man die eigenen Kinder angegriffen sieht (ob nun fälschlich oder nicht, persönlich finde ich die zitierte Aussage auch grenzwertig), gibt es eben oftmals eine starke Reaktion und Thomas scheint ja ohnehin jemand zu sein, der sich schnell etwas zu sehr erregt.

  291. 291
    Exverlobter

    “Drücke uns besser die Daumen, dass wir uns nie über den Weg laufen, es könnte sonst sehr unangenehm werden, du selbstgerechtes Arschloch.”

    Herrje, die stillen Wasser.
    War ja mal wieder klar.

  292. 292

    Höre ich da irgendwo eine einsame Mundharmonika klagen? Ist das Staub in meinem Mund?

  293. 293
    milan8888

    Pippi in der Unterhose ist auch nicht angenehm…

  294. 294
    Peroy

    “Pippi in der Unterhose ist auch nicht angenehm…”

    Sprich DU nur für dich…

  295. 295
    Howie Munson

    @Mencken: was heißt überbewerten? Ist es überbewertet festzustellen, dass er auch mit vier Wochen Abstand nicht rational mit dem Thema umgehen kann?

  296. 296
    comicfreak

    ..Eltern, die wegsehen, bringen Kinder hervor, die davon ausgehen, dass weggesehen wird!

    Das ist kein Angriff auf Thomas’ Kinder.

  297. 297
    Wortvogel

    @ comicfreak: Natürlich nicht. Aber hast du ernsthaft gedacht, Thomas will diesen Abstraktionsgrad nachvollziehen, wenn es seiner Argumentation dient, sich dumm zu stellen und zu pöbeln?

  298. 298
    Dietmar

    Oh Mann, Thomas! Hätte ich jetzt nicht erwartet. Schade.

    Gestern Nacht war in unserer ruhigen Kleinstadt-Straße Remmidemmi: Die (niedlichen) Töchter meines Nachbarn haben einen eigenen Eingang. Da wurde geklingelt, der Freund des einen Mädchens öffnete die Tür und kriegte sofort gepflegt einen an die Kauleiste. Der ehemalige Freund hielt das für angezeigt. Mein Nachbar war dann damit beschäftigt, die vier Jugendlichen von seinem Hof zu bekommen. Wir saßen im Wohnzimmer und hörten den Tumult, schauten raus. Es dauerte eine Weile, bis ich erkannte, dass mein Nachbar und seine Töchter dabei waren und unter Druck standen. Also bin ich ohne zu überlegen raus gegangen. Ich habe mich einfach nur dazu gestellt und nichts gesagt. Mein Nachbar ist, würde ich sagen, eine durchaus beeindruckende Person. Nicht größer als ich, aber kernig, strahlt eine überlegene Ruhe und Entschlossenheit aus. Da fingen die Jungen doch an zu überlegen, gingen dann mit gespreizten Beinen (sonst hätten die dicken Eier ja keinen Platz zum Baumeln) und nach außen gedrückten Ellenbogen (macht das Kreuz gleich breiter) die komplette Straße nutzend (so breite Menschen brauchen eben viel Platz) in den Rückzug über. Der Schläger, der größte der Gruppe, ließ noch bedeutungsschwanger die von kultureller Bildung und intellektuellem Niveau durchströmte Bemerkung fallen, eine Kugel flöge verdammt schnell. Keine Ahnung, was rausgekommen wäre, wenn es da wirklich rund gegangen wäre. Die zu viert, wir zu zweit, bin ich Batman? Aber es hat dieses Mal wieder gereicht, Position zu beziehen und Präsenz zu zeigen. Deutlich zu machen, lasst das mal lieber, denn wir wehren uns.

    Hätten wir mal besser eine Cola ausgegeben …

  299. 299
    Dietmar

    Ach: ich habe vergessen zu schreiben, dass mein Nachbar die Jungen (die waren so ca. 17; jedenfalls sind seine Töchter in dem Alter) vom Hof gestoßen hat.

Kommentar

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