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Jan. 2026

Fantasy Filmfest White Nights 2026 (7): MY DAUGHTER IS A ZOMBIE

Themen: FF White Nights 2026, FFF: gelb, Film, TV & Presse, Neues |

SÜDKOREA 2025. REGIE: Pil Gam-sung

DARSTELLER: Cho Jung-seok, Lee Jung-eun, Cho Yeo-jeong, Yoon Kyung-ho, Choi Yu-ri

OFFIZIELLE SYNOPSIS: Das GAR-Virus ist besiegt: Korea ist wieder zombiefrei! Fast. Denn irgendwo gurgelt, sabbert und knabbert noch die 15-jährige Soo-ah, die letzte Untote des Landes. Ihr Vater glaubt fest daran, dass sie wieder die fröhliche Jugendliche von früher wird. Die Behörden jedoch schießen lieber als zu heilen. Gemeinsam mit der resoluten Oma verteidigt er seine Zombie-Tochter gegen Denunziant:innen und Säuberungskommandos – und die Mitmenschen gegen ihre gelegentlichen Heißhungerattacken.

KRITIK: Ja, das klingt launig, ja, das fängt auch launig an. Die Zombie-Invasion verbreitet typisch koreanische Hysterie, die Figuren vergleichen sich mit den Protagonisten aus TRAIN TO BUSAN, und letztlich geht es darum, selbst die Zombies so schnell wie möglich wieder zu produktiven Mitgliedern der Gesellschaft zu machen – oder zu eliminieren.

Aber MY DAUGHTER IS A ZOMBIE will mehr – und verstolpert sich dabei dann doch ein wenig, was vielleicht auch an seiner Herkunft als Webtoon liegt, der nach meiner  Recherche hier fast 1:1 umgesetzt wird.

Was als grob gezeichnetes Manga mit vielen Kapiteln funktioniert, lässt sich nicht gleichermaßen auf einen Spielfilm mit fast zwei Stunden Laufzeit übertragen. MY DAUGHTER IS A ZOMBIE hängt im zweiten Akt doch ziemlich durch, als Lee Jeong-hwan versucht, Soo-ah langsam wieder zu domestizieren. Das hat zu viele Episoden, zu viele Nebenstränge, die nicht maßgeblich zum Plot beitragen.

Der Film wird, wenn es auf das Ende zugeht, auch immer melodramatischer und sentimentaler. Die ganze Backstory ist eine etwas an den Haaren herbei gezogene Soap Opera und MY DAUGHTER IS A ZOMBIE gefällt sich darin, diese seifigen Elemente mit vielen Pseudo-Cliffhangern gnadenlos auszuspielen.

Am Ende war mir das gleichzeitig zu viel und zu wenig – auch wenn man dem Film seinen schrägen Unterhaltungswert nicht absprechen kann.

FAZIT: Eine koreanische Zombie-Farce, die in eine Seifenoper kippt und darüber ein wenig den Drive verliert. Wenigstens ist es nicht PORTRAIT OF A ZOMBIE. Fans der koreanischen Kultur mögen auf meine 6 von 10 Punkten noch einen drauflegen und damit die Ampel grün schalten.

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1 Kommentar
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S-Man
S-Man
26. Januar, 2026 14:49

Aber, aber, aber… Die Katze!!!